Schalltechnisches Gutachten zum Bebauungsplan Nr. 117 Huntlosen westlich Westerburger Weg der Gemeinde Großenkneten

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1 Schalltechnisches Gutachten zum Bebauungsplan Nr. 117 Huntlosen westlich Westerburger Weg der Gemeinde Großenkneten Messstelle nach 26 BImSchG für Geräusche und Erschütterungen Akkreditiertes Prüflaboratorium nach ISO/IEC Akkreditiert durch: - Berechnung der Verkehrsgeräuschimmissionen - Projekt Nr.: a-hi Oldenburg, 10. April 2015 Telefon (0441) Fax (0441) Postanschrift Marie-Curie-Straße Oldenburg Auftraggeber: Gemeinde Großenkneten Herr Sebastian Wedermann Markt Großenkneten Geschäftsführer Dr. Manfred Schultz-von Glahn Dipl. Phys. Hermann Remmers Sitz Marie-Curie-Straße Oldenburg Amtsgericht Oldenburg HRB: Ausführung: Dipl.-Ing. (FH) Heiko Ihde Tel Bankverbindung Raiffeisenbank Oldenburg IBAN: DE BIC: GENODEF1OL2 Berichtsumfang: 16 Seiten

2 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 2 von 16 Inhaltsverzeichnis: Seite 1 Aufgabenstellung und örtliche Gegebenheiten Verwendete Unterlagen Beurteilungsgrundlage Verkehrsgeräuschimmissionen auf dem Plangebiet Vorbemerkungen/Vorgehensweise Emissionsdaten des Straßenverkehrs Ergebnisse der Verkehrsprognose für das Jahr Erforderliche Schalldämmung der Außenbauteile der Gebäude Vorschläge für textliche Festsetzungen im Bebauungsplan Qualität der Prognose Zusammenfassende Beurteilung... 16

3 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 3 von 16 1 Aufgabenstellung und örtliche Gegebenheiten Die Gemeinde Großenkneten plant mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 117 Huntlosen westlich Westerburger Straße die Entwicklung eines Wohngebiets. Die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche befindet sich nördlich der Bahnhofstraße (K 337) und südsüdwestlich des Westerburger Wegs in der Ortschaft Huntlosen. In Abbildung 1 ist ein Entwurfsplan mit dem Geltungsbereich und der nahegelegenen Umgebung dargestellt. Um sicherzustellen, dass die Verkehrsgeräuschimmissionen zu keinen Überschreitungen der entsprechenden Orientierungswerte an der Wohnbebauung nach DIN [2] führen, muss vor Aufstellung des Bebauungsplanes der Einfluss des Verkehrsaufkommens beurteilt werden. Die itap - Institut für technische und angewandte Physik GmbH ist von der Gemeinde Grossenkneten beauftragt worden, ein schalltechnisches Gutachten zu erstellen. Für die Erarbeitung des B-Planentwurfs ist die Firma PlanForum Nord GmbH zuständig. In diesem Gutachten soll untersucht werden, welche Verkehrsgeräuschimmissionen durch die angrenzende Kreisstraße verursacht werden. Die betrachteten Flächen sind in Lärmpegelbereiche nach den Vorgaben der DIN 4109 [5] einzuteilen und ggf. passive Schallschutzmaßnahmen auszuarbeiten.

4 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 4 von 16 Abbildung 1: Entwurfsplan des Bebauungsplans Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten und Umgebung, Quelle [7].

5 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 5 von 16 2 Verwendete Unterlagen Die Immissionsberechnungen sind auf der Grundlage folgender Richtlinien, Normen, Studien und Hilfsmitteln durchgeführt worden: a) Gesetze, Verordnungen [1] BImSchG: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes- Immissionsschutzgesetz), in der aktuellen Fassung. [2] DIN : Schallschutz im Städtebau, Juli 2002 und Beiblatt 1 zu DIN 18005, Berechnungsverfahren, schalltechnische Orientierungswerte für die städtebauliche Planung, Mai c) Schallausbreitung, Abschirmung [3] DIN-ISO : Dämpfung des Schalls bei der Ausbreitung im Freien, Teil 2: Allgemeines Berechnungsverfahren, Beuth Verlag, Berlin, Oktober [4] RLS-90: Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen, Der Bundesminister für Verkehr, d) Weitere Unterlagen und Hilfsmittel [5] DIN 4109: Schallschutz im Hochbau, Anforderungen und Nachweis ; Beuth Verlag; November [6] IMMI 2014: Behördlich anerkanntes Immissionsprognoseprogramm der Firma Wölfel, Höchberg, für die Erstellung der Lärmimmissionsprognosen. [7] Planungsunterlagen mit dem B-Planentwurf, übermittelt per durch die Gemeinde Großenkneten im April [8] Schalltechnisches Gutachten zum Bebauungsplan Nr. 100 Einkaufsmarkt Huntlosen der Gemeinde Großenkneten, itap GmbH, Projekt-Nr d-bel vom

6 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 6 von 16 3 Beurteilungsgrundlage Für die Belange des Schallschutzes ist im vorliegenden Fall die DIN (Teil 1) [2] heranzuziehen. Als Zielvorstellungen für den Schallschutz im Städtebau sind im Beiblatt 1 der DIN [2] Orientierungswerte für Geräuscheinwirkungen festgelegt. Zur Beurteilung der Verkehrsgeräuschbelastung auf dem Plangebiet werden die zu ermittelnden Beurteilungspegel mit den maßgeblichen Orientierungswerten verglichen. Die Einhaltung bzw. Unterschreitung der Orientierungswerte ist wünschenswert, um die mit der Eigenart des betreffenden Baugebietes oder der betreffenden Baufläche verbundene Erwartung an angemessenen Schutz vor Lärmbelastung zu erfüllen. Die Orientierungswerte sind keine verbindlichen Grenzwerte. Sie sollen im Rahmen einer sachgerechten Abwägung als Anhaltswerte zur Bestimmung der zumutbaren Lärmbelastung eines Wohngebietes dienen. Eine Überschreitung der Orientierungswerte um bis zu 5 db(a) kann das Ergebnis einer sachgerechten Abwägung sein. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalles (BVerwG, B. vom , 4 N 6.88, DVBl S. 442). Die entsprechenden Orientierungswerte für Verkehrslärm aus dem Beiblatt 1 der DIN [2] sind in der folgenden Tabelle 1 zusammengefasst dargestellt. Tabelle 1: Orientierungswerte für Verkehrsgeräuschimmissionen im Tag- und Nachtzeitraum in allgemeinen Wohngebieten (WA) nach dem Beiblatt 1 der DIN [2]. Beurteilungszeiträume Orientierungswerte gemäß Beiblatt 1 der DIN für verkehrliche Lärmimmissionen in db(a) für allg. Wohngebiete (WA) tagsüber 6:00 Uhr 22:00 Uhr 55 nachts 22:00 Uhr 6:00 Uhr 45 Der Orientierungswert gilt tagsüber für eine Beurteilungszeit von 16 Stunden, nachts für 8 Stunden.

7 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 7 von 16 4 Verkehrsgeräuschimmissionen auf dem Plangebiet 4.1 Vorbemerkungen/Vorgehensweise Die in diesem Gutachten betrachtete zukünftige Wohnbebauung wird im Wesentlichen durch den Verkehr auf der K 337 Bahnhofstraße belastet. Bei der schalltechnischen Beurteilung des Plangebiets aus Sicht der Bauleitplanung ist gemäß DIN der immissionsseitige Beurteilungspegel, der durch diese Straße an der Wohnbebauung verursacht wird, zu untersuchen. Die Berechnung der Geräuschimmissionen erfolgt gemäß den Vorgaben im Abschnitt 7.1, Seite 14, der DIN nach den Richtlinien für Lärmschutz an Straßen - RLS 90 [3]. Die Emissionspegel für den Verkehrslärm werden nach dem Teilstück-Verfahren gemäß Kapitel 4.4.2, Gleichung 19, der RLS-90 [3] berechnet. Die Berechnung der Beurteilungspegel auf dem Plangebiet wird mithilfe der Software IMMI 2014 [6] durchgeführt. Es werden für das gesamte Plangebiet Immissionsraster ( Lärmkarten ) für den Tag- und Nachtzeitraum im Erd- und im 1. Obergeschoss erstellt. Auf der Basis der Berechnungsergebnisse im Tagzeitraum auf Höhe des stärker belasteten 1. Obergeschosses 1 wird das gesamte Plangebiet in Lärmpegelbereiche nach DIN 4109 [5] eingeteilt. Die Berechnung der Beurteilungspegel wurde unter Berücksichtigung des Abstandsmaßes (also ohne die Einbeziehung von Effekten durch Reflexionen und Boden-/ Meteorologiedämpfung) durchgeführt. 1 Im B-Plan soll eine eingeschossige Bebauung festgesetzt werden, die maximal zulässige Firsthöhe soll jedoch 9 m betragen, sodass auch im 1. Obergeschoss potentielle, schutzbedürftige Wohnräume entstehen können.

8 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 8 von Emissionsdaten des Straßenverkehrs Zur Erstellung der Verkehrsgeräuschprognose werden einer schalltechnischen Untersuchung der itap GmbH [8] Verkehrszähldaten der K 337 Bahnhofstraße auf Höhe des Plangebiets aus dem Jahr 2000 entnommen. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) betrug Kfz pro Tag. Eine detaillierte Aufschlüsselung in Tag- und Nachtzeitraum, sowie Angaben über den prozentualen Anteil des Schwerlastverkehrs lagen nicht vor. Aus diesem Grund wird ein durchschnittlicher Anteil von 10 % tagsüber und 5 % nachts für den Schwerlastverkehr angenommen. Für die Immissionsberechnungen im Rahmen der Bauleitplanung ist das Verkehrsaufkommen für die nächsten 15 Jahre zu prognostizieren. Prognosewerte liegen für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 nicht vor. Damit die Schallimmissionsberechnungen auf der sicheren Seite liegen, wird mit einer maximal 1%-tigen Steigerung der Verkehrsmenge pro Jahr vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2030 gerechnet. In diesem Zuwachs ist der zu erwartende Zusatzverkehr durch das Plangebiet nicht enthalten. Die Kreisstraße ist im Bereich des Plangebiets mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h befahrbar. Die Straßenoberfläche besteht aus nicht-geriffeltem Gussasphalt. Die angesetzten verkehrsbedingten Geräuschimmissionen werden mit Hilfe von Linienschallquellen nach RLS-90 [3] berechnet. Die Straße wird im Berechnungsmodell mit einem Regelquerschnitt von 7,5 berücksichtigt. Folgende Annahmen werden für den Verkehr angesetzt: Tabelle 2: Hochgerechnete Emissionsdaten für den Verkehr auf der K 337. Straßenabschnitt DTV 2030 [Kfz/Tag] M Tag 2 [Kfz/h] M Nacht 1 [Kfz/h] P Tag/Nacht [%] v Pkw / Lkw [Km/h] D StrO [db(a)] K ,60 23,68 10 / Aus den Verkehrsdaten resultieren für die Kreisstraße folgende Emissionspegel für das Jahr 2030: L m,e,tag L m,e,nacht = 58,3 db(a) = 47,7 db(a) Im folgenden Kapitel werden die Berechnungsergebnisse dargestellt und beurteilt. 2 Zu der stundenbezogenen Verkehrsbelastung im Tag- und Nachtzeitraum lagen keine detaillierten Angaben vor, weswegen die Ermittlung hierfür nach den Standardsätzen für Kreisstraßen im Sinne der RLS-90 [3] durchgeführt wurde.

9 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 9 von Ergebnisse der Verkehrsprognose für das Jahr 2030 Die Berechnungsergebnisse in den Abbildungen 2 und 5 zeigen für das Prognosejahr 2030 Überschreitungen der Orientierungswerte für WA im südlichen Randbereich im Tagzeitraum von bis zu 10 db(a) (roter Bereich) und im Nachtzeitraum ebenfalls von bis zu 10,0 db(a) (brauner Bereich), wobei das 1. Obergeschoss stärker belastet wird. Aufgrund der Verkehrsgeräuschbelastung sind passive Schallschutzmaßnahmen an den zukünftigen Gebäuden notwendig. Der Schallschutz soll durch die Festsetzung eines erforderlichen Schalldämm-Maßes für die betroffenen, gesamten Außenbauteilsflächen gemäß DIN 4109 [5] hergestellt werden (siehe Kapitel 4.4). Abbildung 2: Rasterberechnung der Beurteilungspegel tagsüber, relative Höhe 2,0 m.

10 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 10 von 16 Abbildung 3: Rasterberechnung der Beurteilungspegel nachts, relative Höhe 2,0 m.

11 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 11 von 16 Abbildung 4: Rasterberechnung der Beurteilungspegel tagsüber, relative Höhe 4,8 m.

12 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 12 von 16 Abbildung 5: Rasterberechnung der Beurteilungspegel nachts, relative Höhe 4,8 m.

13 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 13 von Erforderliche Schalldämmung der Außenbauteile der Gebäude Gemäß DIN 4109 Schallschutz im Hochbau [5] ist grundsätzlich ein baulicher Schallschutz vor Geräuscheinwirkungen von Außen erforderlich. Dieser ist abhängig von der Höhe des Außenlärmpegels und von der Nutzungsart der Gebäude. Der maßgebliche Außenlärmpegel (Verkehrslärm: Beurteilungspegel tags + 3 db) wird in Lärmpegelbereiche eingeteilt, denen ein bestimmtes bewertetes Schalldämm-Maß R w,res für Außenbauteile von Gebäuden zugeordnet ist (siehe Tabelle 3). Im vorliegenden Fall sind die Lärmpegelbereiche I bis IV für das Plangebiet ermittelt worden. Die Lärmpegelbereiche sind in Abbildung 6 dargestellt. Im folgenden Kapitel werden Vorschläge für textliche Festsetzungen im Hinblick auf den Schallschutz formuliert.

14 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 14 von 16 5 Vorschläge für textliche Festsetzungen im Bebauungsplan Aus der Sicht des Schallschutzes sind folgende Formulierungen in die textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes sinngemäß aufzunehmen: An die Außenbauteile von schutzbedürftigen Wohnräumen (z. B. Wohnräume und Schlafräume) sind erhöhte Anforderungen bezüglich des Schallschutzes zu stellen. Die ermittelten Lärmpegelbereiche I bis IV sind zusammen mit den in Tabelle 3 genannten Schalldämm-Maßen als Festsetzung in den Bebauungsplan aufzunehmen. Tabelle 3: Anforderungen an die Schalldämmung der Außenbauteile von Gebäuden. Lärmpegelbereich Abstand zur Straßenmitte maßgeblicher Außenlärmpegel db(a) Erforderliches bewertetes resultierendes Schalldämm-Maß R w,res der Außenbauteile in db Wohnräume Büroräume (falls vorhanden) I 61 m bis II m III m IV 14 m Die Berechnung der konkreten Schalldämmwerte erfolgt im Genehmigungsverfahren unter Berücksichtigung der Tabellen 9 und 10 der DIN Die aufgeführten bewerteten, resultierenden Luftschalldämm-Maße dürfen vom Luftschalldämm-Maß der gesamten Außenbauteile eines schutzbedürftigen Raumes nach DIN 4109 nicht unterschritten werden. In den Lärmpegelbereichen III und IV müssen zukünftige Schlafräume mit Lüftungssystemen ausgestattet werden, um im Nachtzeitraum einen Beurteilungspegel von 30 db(a) im Rauminneren nicht zu überschreiten. In Lärmpegelbereich II sind diese nur dann erforderlich, wenn Schlafräume auf der der Geräuschquelle zugewandten Seite geplant sind (in diesem Fall auf der Südseite). Schutzbedürftige Aufenthaltsräume und Außenbereiche (Terrassen, Loggien, Balkone) sollten vor allem in den Lärmpegelbereichen III und IV vornehmlich auf der geräuschabgewandten Seite angeordnet werden. Durch Gebäudeabschirmungen kann ein um 5 db verminderter Außenlärmpegel und damit eine Lärmpegelbereichsstufe niedriger angesetzt werden.

15 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 15 von 16 Abbildung 6: Lärmpegelbereiche nach DIN 4109, relative Höhe 4,8 m. 6 Qualität der Prognose Zur Ermittlung der Verkehrsgeräuschimmissionen wurde ein Prognosehorizont von 15 Jahre angesetzt, damit auch zukünftig ein angemessener Schutz der Anwohner besteht. Des Weiteren wird bei der Beurteilung der Geräuschimmissionen von einer Mit-Wind- Wetterlage ausgegangen. Das bedeutet, dass immer eine Windrichtung von den einzelnen Schallquellen in Richtung der Immissionsorte vorausgesetzt wird. Unter Einbeziehung dieser Faktoren wird eine konservative Betrachtung der Geräuschsituation ( lautestes Szenario ) in der Prognose vorgenommen.

16 Projekt Nr a-hi: B-Plan Nr. 117 der Gemeinde Großenkneten Seite 16 von 16 7 Zusammenfassende Beurteilung Die Gemeinde Großenkneten plant mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 117 Huntlosen westlich Westerburger Straße die Entwicklung eines Wohngebiets. Die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche befindet sich nördlich der Bahnhofstraße (K 337) und südsüdwestlich des Westerburger Wegs in der Ortschaft Huntlosen. Um sicherzustellen, dass die Verkehrsgeräuschimmissionen zu keinen Überschreitungen der entsprechenden Orientierungswerte an der Wohnbebauung nach DIN [2] führen, musste vor Aufstellung des Bebauungsplanes der Einfluss des Verkehrsaufkommens beurteilt werden. Die itap - Institut für technische und angewandte Physik GmbH ist von der Gemeinde Großenkneten beauftragt worden, ein schalltechnisches Gutachten zu erstellen. In diesem Gutachten sollte untersucht werden, welche Verkehrsgeräuschimmissionen durch die angrenzende Kreisstraße verursacht werden. Die betrachteten Flächen waren in Lärmpegelbereiche nach den Vorgaben der DIN 4109 [5] einzuteilen und ggf. passive Schallschutzmaßnahmen auszuarbeiten. Die Untersuchungen ergaben folgende Ergebnisse: Die Orientierungswerte nach DIN in Bezug auf Verkehrsgeräusche für allgemeine Wohngebiete werden im Tag- und Nachtzeitraum im südlichen Randbereich jeweils um bis zu 10,0 db(a) überschritten. Im Bebauungsplan sind für die gesamten Außenbauteile der Gebäudefassaden die erforderlichen resultierenden Schalldämm-Maße R w,res nach DIN 4109 [5] festzusetzen. Die im Kapitel 5 in diesem Gutachten dargestellten textlichen Festsetzungen sind in den Bebauungsplan sinngemäß zu übernehmen. Grundlagen der Feststellungen und Aussagen sind die vorgelegten und in diesem Gutachten aufgeführten Unterlagen. Oldenburg, 10. April Dipl.-Ing. (FH) Heiko Ihde geprüft durch

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