Inklusion bei Legasthenie und Dyskalkulie

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1 Inklusion bei Legasthenie und Dyskalkulie h4p:// inklusion.php Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Berlin e. V. im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. LVL Berlin e. V. Geschäftsstelle: Christel Hanke. Dambockstr Berlin. 1

2 BegriffsdefiniAon Behinderung Aktuelle sozialrechtliche DefiniAon h4p://de.wikipedia.org/wiki/behinderung_(sozialrecht) Sozialgesetzbuch IX (dort: 2 Abs. 1): Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche FunkAon, geisage Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der GesellschaZ beeinträchagt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die BeeinträchAgung zu erwarten ist. Um als Mensch mit Behinderung anerkannt zu werden ist ein Ausweis vom Versorgungsamt erforderlich ( 69 SGB IX). o Einschränkung der geis;gen Leistungsfähigkeit im Schul- und Jugendalter KogniAve Teilleistungsschwächen (z. B. Lese- Rechtschreib- Schwäche [Legasthenie], isolierte Rechenstörung) - leicht, ohne wesentliche Beeinträch;gung der Schulleistungen sonst auch unter Berücksich;gung von Konzentra;ons- und Aufmerksamkeitsstörungen bis zum Ausgleich bei besonders schwerer Ausprägung (selten) 50 htp://landingpages.wolterskluwer.de/media/landingpages/schwerbehindertenver/gdb_mde_tabelle.pdf 2

3 BegriffsdefiniAon Behinderung Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom ) I. 2 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen Die Entwicklung eines Menschen vollzieht sich im Zusammenwirken der persönlichen Eigenscha]en mit den förderlichen und hemmenden Bedingungen des jeweiligen Umfelds. Die körperliche, geis;ge oder seelische Verfassung eines Menschen kann im Zusammenhang mit hinderlichen Bedingungen des Umfelds zu einer Einschränkung seiner Entwicklung führen. Nach dem Verständnis der Behindertenrechtskonven;on gehören zu den Menschen mit Behinderungen Kinder und Jugendliche, die langfris;ge körperliche, seelische, geis;ge Beeinträch;gungen oder Sinnesbeeinträch;gungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberech;gten Teilhabe an der Gesellscha] hindern können. Insofern ist der Behindertenbegriff der Konven;on ein offener, an der Teilhabe orien;erter Begriff. Er umfasst für den schulischen Bereich Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ebenso wie Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ziel ist, eine individuell angepasste Förderung oder Unterstützung zu entwickeln. Die individuellen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten umfassen bauliche und sächliche Barrierefreiheit, Assistenz und pädagogische Maßnahmen wie z. B. Nachteilsausgleich und sonderpädagogische Förderung. In diesem Sinne geht die vorliegende Empfehlung von Kindern und Jugendlichen aus, die zur schulischen Teilhabe Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote benö;gen. Sofern sonderpädagogische Fachlichkeit erforderlich ist, handelt es sich nachfolgend um Kinder und Jugendliche mit Bedarf an sonderpädagogischen Bildungs-, Beratungs- sowie Unterstützungsangeboten. 3

4 IntegraAon Inklusion ü Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ü Kinder mit Behinderung müssen sich dem Unterricht anpassen ü Der Unterricht wird nicht verändert ü Eventuell mit fachlicher Unterstützung nur auf das einzelne Kind bezogen ü Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ü Kinder mit Behinderungen werden differenziert unterrichtet ü Der Unterricht muss sich dem einzelnen Kind anpassen ü Die fachliche Unterstützung geschieht in der Gruppen- und Einzelarbeit 4

5 Inklusion Offener Begriff für Schüler - mit sonderpädagogischem Förderbedarf - ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ü Ist seit März 2009 in der Bundesrepublik Deutschland ein gesetzlich einklagbares Recht für Menschen mit Behinderung - verabschiedet 2006 von der UN BehindertenkonvenAon ü Die rechtliche Umsetzung bedeutet Veränderungen im schulischen System - bedeutet Barrierefreiheit - in der Zugänglichkeit der Lernorte - in der Eignung der Lehr- und Lernmedien - in der Anpassung der Unterrichtsmaterialien ü Das Ablehnen der Inklusion bedeutet Diskriminierung 5

6 Bedeutung für den Schulalltag Akzeptanz des Elternwunsches mit Einschränkung Einsatz von Schulhelfern ermöglichen die Teilnahme am inklusiven Unterricht Antragsstellung durch die Schule evtl. einklagbar über das Jugendamt Sonderpädagogische Förderung durch den Sonderpädagogen Elternwille: ist nicht immer inklusiv! Bedingung: - Sonderpädagogischer Förderbedarf - Zuordnung zum 53, 54 SGB XII, 35a SGB VIII Grundlage: ergibt sich aus der Sonderpädagogikverordnung Entwicklung einer professionellen Zusammenarbeit aller Beteiligten kollegialer Austausch - Kompetenztransfer Erfordert: Flexibilität, Verlässlichkeit Stabilität, Veränderung 6

7 Voraussetzung für eine gute Inklusion Anpassen des Unterrichts ü Alle Kinder arbeiten am gleichen Objekt ü Jedes Kind arbeitet auf seinem Niveau, wird dabei individuell unterstützt ü Einsatz von unterschiedlichen Arbeitsmaterialien ü Arbeit im Team ü Kein Frontalunterricht Förderplanung ü Das Team erarbeitet gemeinsam einen Förderplan ü Passt den Förderplan regelmäßig der Lernentwicklung an ü Tauscht sich regelmäßig aus Akzeptanz entwickeln ü Nachdenken über Normalität und Verschiedenheit ü Keine Wertungen von Behinderungen ü Ängste der Lehrer, anderen Eltern und Mitschülern ernst nehmen ü Durch Gespräche zu Elternabenden, in den Klassen unverständliche SituaAonen erklären ü Verantwortung übernehmen für ein gemeinsames Leben und Lernen 7

8 Gute Gründe für die Inklusion ( berlin.de) Kinder lernen Vielfalt zu gestalten Gemeinsame FreizeitakAvitäten unterstützen Kinder dabei vielfälag gestaltete Beziehungen einzugehen, Ängste ab- und FreundschaZen aufzubauen. Respekt und Verständnis füreinander können so wachsen. Kinder brauchen auch in der Freizeit unterschiedliche Kinder. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass alle Kinder von vielfälager Gruppenzusammensetzung profiaeren und dass das Sozialverhalten aller Kinder gestärkt wird. Es gibt keine schlechten Schüler! Es gibt nur Kinder, die nicht ihren Möglichkeiten oder Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Kinder lernen mit Unterschiedlichkeiten umzugehen Die Kinder erfahren was miteinander möglich ist und was einzelne brauchen. Alle Kinder lernen, dass es normal ist verschieden zu sein. Jedes Kind hat Lust am Lernen! 8

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