Risikomanagement im Krankenhaus

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1 Risikomanagement im Krankenhaus Ein MUSS für den technischen Leiter

2 Übersicht 1. Wer bin ich 2. Einleitung 3. Methodik 4. Organisation 5. Risikopolitik 6. Praktische Beispiele 7. Neue Themenfelder nach BSC 8. Erfolge

3 Inselspital Universitätsspital Bern

4 Wer bin ich Das Inselspital Bern ist eines der grössten Universitätsspitäler der Schweiz Mitarbeitende stationäre Austritte ambulante Erstbesuche Jahresbudget Mio CHF = 715 Mio Euro Leiter Bereich Technik + Sicherheit 5 Abteilungen (Elektro+Mechanik, HLKS, Support, Projektabwicklung, Gebäude + Garten) Kernaufgaben: Betrieb, Instandhaltung, Medienversorgung 132 Mitarbeitende Jahresbudget 25 Mio CHF = 16 Mio Euro

5 Einleitung Problemstellung Kontinuierliches Wachstum der Infrastruktur Zunehmende Komplexität Verschärfung der Gesetzeslage Das Erkennen wesentlicher Risiken ist ein MUSS geworden

6 Einleitung Motivation Risikomanagement Übersicht gewinnen und Lage sachlich beurteilen Gefahren und deren Tragweite (er)kennen Grosse Risiken abwenden Chancen nutzen

7 Methodik Norm ONR Risikomanagement für Organisationen und Systeme Stand Beschreibt Begriffe Umreisst Elemente des Risikomanagement-Systems Definiert Methoden Teilt Verantwortlichkeiten zu Definiert Anforderungen der beteiligten Mitarbeitenden Berücksichtigt bestehende Grundlagen Ist praxisnah aufgebaut WGKT-Empfehlung Risikomanagement in der Krankenhaustechnik Stand

8 Methodik Risikomanagement-Kreislauf a) Massnahmenumsetzung b) Massnahmenüberwachung c) Überprüfung der Wirksamkeit d) Überprüfung der Szenarien 1) Systemdefinition a) Ziel und Zweck Geltungsbereich b) Umfang Gefahrenspektrum c) Kategorien Wahrscheinlichkeit Auswirkung 4) Risikoüberwachung 2) Risikobeurteilung a) Lösungsweg b) Massnahmenplanung Risikovermeidung Risikoverminderung Warnung, Instruktion und Ausbildung c) Neueinschätzung d) Sollzustand e) Dokumentierung 3) Risikobewältigung a) Risikoerkennung Gefahrenliste b) Risikoeinschätzung Bildung von Szenarien c) Risikobewertung Risikotoleranzen Schutzziele

9 Auswirkung Methodik Definition Risiko Risiko = Wahrscheinlichkeit x Auswirkung einer Gefahr Zunehmendes Risiko Wahrscheinlichkeit

10 Methodik Das Wesentliche erkennen (Pareto-Prinzip) Risiko 20% 80% Anlagen 20% Kommunikationssysteme Zentrales Leitsystem Wärmeversorgung, USV OP + Reinraum Lüftungen Klimatisierung Serverraum Notbeleuchtung 80%

11 Auswirkung Methodik Skalenwerte Auswirkung des Schadens In CHF Bewertungszahl Sehr gering < 0.2 Mio. 1 Gering > 0.2 Mio. < 1 Mio. 2 Mittel > 1 Mio. < 5 Mio. 3 Hoch > 5 Mio. < 15 Mio. 4 Sehr hoch > 15 Mio. 5 Wahrscheinlichkeit Wahrscheinlichkeit Auftreten in Jahren Bewertungszahl Sehr gering Gering 20 2 Mittel 4 3 Hoch 1 4 Sehr hoch 1/4 5

12 Auswirkung Methodik Einschätzung nach FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) Ersteinschätzung Neubeurteilung nach Massnahmen Komponente Komponente Gefahr W A Risikoeinsch. Risikoeigner Massnahme(n) Erledigt bis W A Risiko Leitung Fernwärmeleitung Fernwärme (F) Sehr hoch Leiter HLK HLKS Unterbruch Verbindungsleitung Gering Sehr hoch Leiter Sanitär HLKS Steuerung der Wasseraufbereitung (W) Fehlen keine Ersatzteile Sanierung der Sanier- Anlagen Sehr gering Definition 1 F W Überwachung 4 2 Beurteilung W F 3 Bewältigung Wahrscheinlichkeit

13 Auswirkung Organisation Risikomanagement Zuordnung der Verantwortung Chefsache: Den Vorgesetzten über das Risiko informieren und Massnahmen erarbeiten Verantwortung Risikoeigner: Massnahmen erarbeiten und den Vorgesetzten bei Bedarf informieren Wahrscheinlichkeit Beobachtung und Delegation: Risiko beobachten und bei kritischen Veränderungen Massnahmen formulieren Keine Massnahmen

14 Auswirkung Auswirkung Auswirkung Risikopolitik Risikolimite Risikoscheu Risikofreudig X X X Wahrscheinlichkeit Wahrscheinlichkeit Wahrscheinlichkeit

15 Risikopolitik Auswirkung ausgeführt zurückgestellt Wahrscheinlichkeit gestrichen Priorisierung nach der Wichtigkeit der Gewerke

16 Praktische Beispiele Abgeschlossene Risiken HNO OP Building Management System Areal Hauptverteilung Serverräume Klima Brandschutztüren Spitalbetten (Sicherheitstechnische Kontrollen) Redundanz Telefonanlage

17 Praktische Beispiele Neue Risiken Absturz von abgehängten Deckenelementen Zustand Fensterfronten Thermischen Brandschutzklappen Kälteanlage U2 HLKS Anlagen mit EC Motoren

18 Praktische Beispiele Neu stratifizierte Risiken Zentrale Kälteversorgung Bedienung von Anlagen durch Externe Brandabschottungen Betrieb Abklinganlage Wassereinbruch in Zentralen, Wassersensoren Kälteversorgung Lüftungsanlage Regulierung / Monoblockersatz

19 Praktische Beispiele

20 Praktische Beispiele

21 Praktische Beispiele

22 Praktische Beispiele

23 Praktische Beispiele

24 Praktische Beispiele

25 Praktische Beispiele

26 Praktische Beispiele

27 Praktische Beispiele

28 Praktische Beispiele

29 Praktische Beispiele

30 Praktische Beispiele

31 Praktische Beispiele

32 Praktische Beispiele

33 Praktische Beispiele

34 Praktische Beispiele

35 Neue Themenfelder nach BSC Finanzen Baserate Refinanzierung Betriebsbudget Investitionen Investitionsplanung

36 Neue Themenfelder nach BSC Potenziale Mitarbeiterführung Mitarbeiterförderung Fluktuationen Rekrutierung Fachkräfte Wissensmanagement Teamkultur Changemanagement

37 Neue Themenfelder nach BSC Kunden Kundenzufriedenheit Image Qualität und Kosten der Dienstleistungen bedarfsgerechtes Angebot Abhängigkeiten von Kunden

38 Neue Themenfelder nach BSC Prozesse Kommunikation in ausserordentlichen Situationen Veränderungsprozesse IT-Hilfsmittel Abhängigkeiten von Schlüssel-Lieferanten

39 Erfolge Risikomanagement 1. Die Übersicht der Risiken im Bereich Technik + Sicherheit wurde erstellt, Stand wird fortlaufend aktualisiert. 2. Die Entscheidungsträger wurden über bestehende Risiken informiert, Ressourcen zur Bewältigung wurden bewilligt. 3. Budgetpositionen wurden durch den Risikobericht und Risikoanalysen priorisiert. 4. Massnahmen zur Risikobewältigung wurden umgesetzt. 5. Risikobewusstsein wurde geschärft

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