Abuse Abteilung: Customer Care Center Version: 1.1 Datum: Autor: Tobias Da Rin

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1 Abuse Abteilung: Customer Care Center Version: 1.1 Datum: Autor: Tobias Da Rin

2 Inhaltsverzeichnis 1 FAQ s Ich wurde vom Abuse-Team kontaktiert, obwohl ich keinen Missbrauch betreibe Was ist ein Bot? Bin ich wirklich verpflichtet, meinen Rechner zu bereinigen? Wer trägt die Kosten? Was kann ich tun, um mich vor Gefahren im Internet besser zu schützen? Wie können sie sich in Zukunft vor den gefahren aus dem Internet schützen? Hinweise zur Vermeidung von erneuten Infektionen Wie finde ich ein sicheres Passwort? Kontakt... 6 Seite 2 von 6

3 1 FAQ s 1.1 Ich wurde vom Abuse-Team kontaktiert, obwohl ich keinen Missbrauch betreibe. Der Versand von Spam-Mails erfolgt sehr häufig über sogenannte Bots, die mit einem Virus auf Rechnern nichts ahnender Internet-Nutzer installiert wurden. Sehr wahrscheinlich ist das bei Ihnen der Fall gewesen. Falls Sie WLAN nutzen, könnte der Missbrauch auch über einen Einbruch in Ihr WLAN erfolgt sein. 1.2 Was ist ein Bot? Bot-Netze sind Netzwerke, die von Hackern aufgebaut werden und aus Hunderten, manchmal gar Tausenden Rechnern bestehen, die alle nicht ihnen gehören. Diese Rechner wurden zuvor häufig mit Würmern infiziert, die eine Trojaner-Komponente nachladen. Dies bewirkt z. B., dass sich die befallenen Rechner jedes Mal, wenn ihr Besitzer online geht, im Bot-Netz anmelden. Dort warten sie auf die Befehle der Hacker, die dann auf den befallenen Rechnern ausgeführt werden, ohne dass die eigentlichen Besitzer bemerken, dass ihr Rechner missbraucht wird. Die meisten Bot-Netze werden dazu gebraucht, Spam (unerwünschte Werbe- s) oder Viren zu versenden. Bot-Netze werden z. T. sehr professionell eingesetzt. So ist es also nicht weiter verwunderlich, dass man sich, Kontakte vorausgesetzt, durchaus ein solches Bot-Netz für seine Zwecke anmieten kann, um z. B. Massen- s mit Werbung oder politischen Botschaften (Spam- s) zu versenden völlig anonym, denn die Spam- s werden von den infizierten Rechnern versendet, nicht vom Spammer. Dies ermöglicht es dem Spammer, unerkannt zu bleiben und viele Millionen s zu versenden. Doch damit nicht genug. Um bestimmte Angebote im Internet zu blockieren oder gar dauerhaft zu schädigen, nutzen Hacker so genannte DoS-Attacken (Denial of Service), im Zusammenhang mit Bot-Netzen immer häufiger auch die weit effektiveren DDoS (Distributed DoS) Attacken. Mit einem Bot-Netz ist das dann wieder ganz einfach: Die Kommandos werden an alle infizierten Rechner des Netzes geschickt und der Angriff findet statt. Meist können die Besitzer der entsprechenden Netze so kurzerhand einen Dienst für alle anderen Internet-Nutzer blockieren. Leider werden die Bot-Netze, und damit jeder infizierte Rechner, auch genutzt, um sensible Daten der Besitzer der PCs einzusammeln. Neben Keys und Seriennummern für Software, Passwörtern und geheimen Userdaten werden auch stets Kreditkartennummern, Kontonummern und ähnliche Daten in die Bot-Netze gesendet. Sehr häufig werden auch die Kontaktinformationen aus bekannten -Programmen ausgelesen, um den Bot-Virus an die darin enthaltenen -Adressen zu senden. Seite 3 von 6

4 1.3 Bin ich wirklich verpflichtet, meinen Rechner zu bereinigen? Wer trägt die Kosten? Wenn über Ihren Internetzugang Spam-Mails versendet werden oder andere unzulässige oder gar rechtswidrige Aktionen von schädlicher Software ausgehen, tragen Sie die Verantwortung dafür, da sich der missbräuchlich genutzte Internetzugang unter Ihrer Verfügungsgewalt befindet. Sie sind daher dafür zuständig, das Problem zu beseitigen und dementsprechend gingen etwaige Kosten für die zu treffenden Maßnahmen zu Ihren Lasten. Je nach Art der missbräuchlichen Nutzung können verschiedene Dienste gesperrt worden sein. Beispielsweise besteht die sogenannte "Mailversandbeschränkung" meist darin, dass eine "Port-25-Sperre" gesetzt wird. Dadurch werden die meisten Spam versendenden Schädlinge wirkungslos gemacht. Sie kann aber auch darin bestehen, dass Ihr green.ch -Konto für den Versand von s via SMTP (also mit einem -Programm) oder per Center (Webmail) gesperrt wird. Auch andere Dienste können gesperrt werden. Das hängt davon ab, welcher Dienst konkret über Ihren Zugang missbräuchlich genutzt worden ist. Häufig werden Sie durch die jeweilige Sperre in Ihrer Nutzung des Internets entweder gar nicht beeinträchtigt oder Sie können die Sperre in einfacher Weise umgehen. Dies und die falsche Annahme, dass die Sperre Sie vor den Folgen der Infektion schützte, könnten dazu verführen, die jeweilige Sperre einfach bestehen zu lassen, anstatt die Schadsoftware zu beseitigen. Das allerdings wäre ein fataler Fehlschluss! Die Sperre löst nämlich nicht Ihr Problem, sondern nur das unsrige als Provider. Wenn unser Netzbereich wegen eines zu hohen Spam-Aufkommens bei anderen Providern in den Sperrlisten landet, gereichte dies allen unseren Kunden zum Nachteil. Wenn Sie die Infektion erfolgreich bekämpft haben, sollten Sie eine Sperre auf jeden Fall von uns aufheben lassen, anderenfalls gäbe es eine unerwünschte Nebenwirkung: Wenn wir genau das blockieren, was zu nachteiligen Konsequenzen für alle führen kann, erhalten Sie keine weiteren Benachrichtigungen von uns. Was sich zunächst attraktiv anhören mag, ist bei Licht besehen ein Nachteil, denn weitaus unangenehmer kann es werden, falls Sie Post von anderen erhalten. Moderne Schadsoftware ist modular aufgebaut. Der Versand von Spam-Mails ist nur eine von mehreren Funktionen. Die Steuerung des infizierten Rechners erfolgt meist über den Port 80 (HTTP, also ganz normale Webseiten). Das ist die übliche Vorgehensweise der Kriminellen, da es keine Internetzugänge gibt, bei denen dieser Port gesperrt wird. Darüber aktualisieren sich die Schädlinge, liefern gestohlene Login- Daten ab, installieren weitere Schadsoftware und holen sich ihre Aufgabenlisten ab. An DoS-Attacken teilnehmen, rechtswidrige Inhalte verbreiten, Spam versenden usw. Insbesondere die rechtswidrige Verbreitung von Inhalten kann ein teurer "Spaß" werden: Wenn Ihnen plötzlich drei oder vier kostenpflichtige Abmahnungen von Anwaltskanzleien zugehen, ist es oft schon zu spät. Selbst wenn Sie am Ende Glück haben sollten und Ihr Rechtsanwalt es schafft, die Forderungen abzuwehren, kann es bei Berücksichtigung aller Kosten teurer werden, als wenn Sie das Problem gleich gelöst hätten. Daher sollten Sie im ureigenen Interesse dem bestehenden Problem mit aller gebotenen Akribie zu Leibe rücken. Wenn Sie Ihr Sicherheitsproblem nicht selbst lösen können, sollten Sie professionelle Hilfe einholen, beispielsweise bieten die meisten Computerwerkstätten einen entsprechenden Service an. Seite 4 von 6

5 1.4 Was kann ich tun, um mich vor Gefahren im Internet besser zu schützen? Es gibt eine Vielzahl von möglichen Sicherheitsmaßnahmen, die Sie durchführen können, um besser vor Gefahren aus dem Internet geschützt zu sein. Ein infizierter Rechner befindet sich nicht mehr vollständig unter der Kontrolle seines Eigentümers und mutiert zum sogenannten Bot, wodurch der Computer zu einem gefügigen Instrument von Kriminellen wird. Bots verschleiern die kriminellen Zugriffe, liefern erbeutete Daten und holen neue Aufgabenlisten ab. Sie können großen Schaden verursachen: Teilnahme an Angriffen auf Internetserver (DOS Attacken) Diebstahl privater Daten (Phishing) Weiterverbreitung von Schadsoftware (nicht nur per ) Versendung von Spam (z. B. von rechtswidriger Werbung und zum Ausspionieren von Passwörtern) Nachinstallation von zusätzlicher Schadsoftware 1.5 Wie können sie sich in Zukunft vor den gefahren aus dem Internet schützen? Einen grundlegenden Schutz bietet der Einsatz einer aktuellen und renommierten Schutzsoftware auf allen vorhandenen Rechnern. Falls Sie eine solche noch nicht im Einsatz haben, empfehlen wir Ihnen sich ein solches zu erwerben. 1.6 Hinweise zur Vermeidung von erneuten Infektionen Keine Schutzsoftware kann vor allen Gefahren schützen. Sie stellt nur einen Baustein von mehreren dar. Deshalb ist es notwendig, zusätzlich einige Sicherheitshinweise zu berücksichtigen: Betriebssystem und verwendete Software immer aktuell halten, denn veraltete Software mit Sicherheitslücken ist die häufigste Ursache für die Infektion mit Schadsoftware. Dies gilt ggf. auch für die auf Ihrem Router installierte Software (die sogenannte Firmware ) und ggf. installierte Plugins bzw. Add-Ons von Internetprogrammen Nutzen Sie ein Funknetz (WLAN), so verwenden Sie bitte als Verschlüsselungsverfahren mindestens WPA (besser aber WPA2) und sichern Sie den Zugang zur Konfiguration des Routers mit einem eigenen persönlichen Kennwort ab (Standardpasswort abändern). Stellen Sie den automatischen Start von Anwendungen auf mobilen Datenträgern (z. B. für USB- Sticks, MP3-Player, Digitalkameras) ab, falls Ihr Rechner durch Gäste genutzt wird. Öffnen Sie keine unverlangt zugesendeten Links und Dateien. Ist Ihnen der vermeintliche Absender bekannt, fragen Sie besser nach, ob er Ihnen diese wirklich zugesendet hat. Führen Sie keine Programme aus unsicheren Quellen aus. Laden Sie gewünschte Software möglichst direkt vom Hersteller oder einem als seriös bekannten Download-Portal herunter. Geben Sie Ihre Zugangsdaten und persönlichen Passwörter niemals weiter! Wenn Sie eine missbräuchliche Nutzung bemerken oder vermuten, ändern Sie unbedingt im Kundencenter Ihre Passwörter. Wenn Sie mehr als eine -Adresse eingerichtet haben, achten Sie bitte darauf, dass Sie bei allen -Adressen das Passwort ändern. Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice. Sofern Sie eine Server-Software verwenden, um Ihren Rechner auch aus dem Internet heraus erreichbar zu machen, genügt die regelmäßige Software-Aktualisierung nicht. Lesen Sie bitte auch die jeweiligen Dokumentationen und berücksichtigen Sie aktuelle Sicherheitshinweise. Seite 5 von 6

6 1.7 Wie finde ich ein sicheres Passwort? Ein sicheres Passwort besteht aus einer Kombination mit mindestens 8 zufälligen alphanumerischen Zeichen und Sonderzeichen, z.b. Ziffern 0-9, Buchstaben a-z; A-Z, erlaubte Sonderzeichen! # % & ( ) * +, -. / : ; < = >? ^ _ $. Mit einer Eselbrücke können Sie aber auch ein schwieriges Passwort merken. Wählen Sie eine beliebige Phrase oder Redewendung und generieren Sie daraus Ihr Passwort. Beispiel: GutDingwillWeilehaben. Ihr Passwort wäre demnach GDwWh. Dieses Passwort können Sie noch um Zahlen und Sonderzeichen erweitern, z. B. GDwWh23 Sie können Sich ein Passwort unter erstellen lassen welches unseren Richtlinien entspricht. 2 Kontakt Anfragen & Support (Lokaltarif) Mo bis Fr 8:00 bis 17:30 Uhr International contact.green.ch green.ch Badstrasse 50 CH-5200 Brugg Seite 6 von 6

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