Einführung BWL. Prof. F. Angst. Building Competence. Crossing Borders.

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1 Einführung BWL Prof. F. Angst Building Competence. Crossing Borders.

2 Erster Einblick in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) Betriebswirtschaft als Wissenschaft Definition Betriebswirtschaft Ökonomisches Prinzip Magisches Zieldreieck Die Unternehmung als komplexes System Das neue St. Galler Management-Modell Stakeholder-Analyse (SBB) 2

3 Betriebswirtschaft als Wissenschaft Wirtschaftswissenschaften Volkswirtschaftslehre Betriebswirtschaftslehre Aggregierte Bereiche als Gegenstand / Erfahrungsobjekt z.b. Beschäftigung, Wachstum, Inflation, Im Zentrum steht die gesamte Wirtschaft eines Landes Der Betrieb / die Unternehmung als Gegenstand / Erfahrungsobjekt z.b. Beschaffung, Herstellung, Vertrieb, Organisation, Im Zentrum steht ein einzelnes Unternehmen bzw. eine Branche 3

4 Definition Betriebswirtschaft (Managementlehre, Business Administration) Wissenschaft, die sich mit der Führung und Gestaltung von Unternehmen befasst. (Quelle: Thommen J.P. (2004), Managementorientierte BWL) Betriebs Wirtschaft Betrieb: Eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der Sachgüter und Dienstleistungen erstellt und abgesetzt / verwertet werden (Quelle: Neus W. (2003), Einführung BWL, Seite 3) Wirtschaft: Inbegriff aller planvollen menschlichen Tätigkeiten, die unter Beachtung des ökonomischen Prinzips mit dem Zweck erfolgen, die an den Bedürfnissen der Menschen gemessen bestehende Knappheit der Güter zu verringern. (Quelle: Neus W. (2003), Einführung BWL, Seite 3) 4

5 Ökonomisches Prinzip Maximumprinzip Mit einem gegebenen Input an Produktionsfaktoren soll ein möglichst hoher Output erzielt werden. Minimumprinzip Ein vorgegebener Output soll mit einem möglichst kleinen Input an Produktionsfaktoren realisiert werden. Optimumprinzip Input und Output sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass das ökonomische Problem nach festgelegten Kriterien optimal gelöst wird. (Quelle: Thommen J.P. (2004), Managementorientierte BWL) 5

6 Magisches Zieldreieck Das ökonomische Prinzip ist nicht ausreichend für die inhaltliche Betrachtung der Betriebswirtschaft, es sind noch weitere Prinzipien miteinzubeziehen: 6

7 Die Unternehmung als komplexes System Die Unternehmung ist ein zweckorieniertes, offenes, dynamisches und sozio-kulturelles System zweckorientiert, weil sie für die Gesellschaft eine Funktion hat und für die Anspruchsgruppen Nutzen stiftet. offen, weil sie sich im Wirkungsfeld unterschiedlicher Anspruchsgruppen und Umweltsphären befindet. dynamisch, weil sie einem ständigen Wandel unterliegt. sozio-kulturell, weil sie von Menschen geschaffen ist und beeinflusst wird. (Quelle: Ulrich H., Krieg W. (1974), Das St. Galler Management-Modell) 7

8 Das neue St. Galler Management-Modell J. Rüegg-Stürm (2003) 8

9 Anspruchsgruppen und Umweltsphären Anspruchsgruppen und Umweltsphären Konkurrenz Lieferanten Staat Öffentlichkeit/NGOs Mitarbeitende Kunden Kapitalgeber Gesellschaft Natur Technologie Wirtschaft 9

10 Gruppenarbeit: Stakeholder-Analyse (SBB) Aufgabenstellung: Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB sind eine öffentlich-rechtliche Aktiengesellschaft, deren Aktien sich vollumfänglich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden. Im Jahre 2010 wurden über 347 Mio. Fahrgäste befördert. Im Konzern wirken gut Mitarbeitende. Die Gesellschaft wird nach unternehmerischen Gesichtspunkten geführt, wobei der Bundesrat die strategischen Ziele festlegt. Offensichtlich sind am betrieblichen Geschehen eine Vielzahl von Anspruchsgruppen, man bezeichnet sie als stakeholder, beteiligt: - Aktionäre (Staat) ( shareholder ) - Mitarbeiter - Management - Kunden - Lieferanten - Banken 10

11 Gruppenarbeit: Stakeholder-Analyse Die SBB befinden sich offensichtlich in einem Spannungsfeld zwischen diesen Anspruchsgruppen. Sie ist deshalb ganz besonders exponiert, und alle oben erwähnten Stakeholder pflegen sich zu ihren Ansprüchen sehr deutlich zu äussern. Beantworten Sie die folgenden Fragen: 1. Welches sind die konkreten Interessen und Ansprüche dieser Gruppen an die Unternehmung? 2. Was erwartet die SBB von ihren Stakeholders? Diskutieren Sie diese beiden Fragen in Ihrer Arbeitsgruppe und halten Sie sich bereit, im Plenum über Ihre Ergebnisse zu berichten. 11

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