Business History: Stellenwert für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmen. Andreas Resch

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1 Business History: Stellenwert für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmen Andreas Resch

2 Agenda Der Stellenwert der Unternehmensgeschichte für die Wirtschaftswissenschaften von VW bis BW und Managementlehre Der Nutzen der Business History für die Unternehmen Der spezifische Stellenwert von Unternehmensgeschichte für FOLIE 2

3 Wirtschaftswisenschaften Drei Forschungsstränge Mikrobasierte Analyse von Volkswirtschaften Analyse konkreter Unternehmen: Blick für s Individuelle Erfahrungsschatz für Lehre Nützlicher Rahmen: Neus St. Galler Management-Modell FOLIE 3

4 Wirtschaftswisenschaften Das Neue St. Galler Managementmodell Systemtheoretischer Ansatz Unternehmen keine trivialen Maschinen, sondern komplexe Systeme (im Gegensatz zu Fordismus) Diese Sichtweise ist perfekt kompatibel mit historischen Zugangsweisen, da sie Komplexität und Entwicklung über die Zeit zulässt Somit auch Überwindung der Illusionen mechanistischer Steuerbarkeit, aber sehr wohl Fokussierung auf wirksame strukturierende Einflussmomente und ordnende Kräfte Unternehmen in dieser Perspektive: zweckorientierte und multifunktionale wirtschaftliche Systeme FOLIE 4

5 Wirtschaftswisenschaften Das Neue St. Galler Management-Modell FOLIE 5

6 Wirtschaftswisenschaften Qualitäten des Ansatzes für Unternehmensgeschichte Rahmen für offene/historischer Zugangsweisen, umfassende Sichtweisen und Verortung von Detailproblemen Daraus resultierende Qualitäten von unternehmensgeschichtlichen Arbeiten für Wissenschaft und Ausbildung Offenheit für Komplexität Beachtung von Entwicklungsdynamiken, Pfadabhängigkeit, Beharrung etc., dadurch realistische Grundlagen für Weiterentwicklung und change management Erschließung von Erfahrung, Material für Kreativität nicht jedoch eins zu eins historische Lösungen für aktuelle Probleme Ausbildung von Skepsis gegenüber kurzfristigen Moden und Trends FOLIE 6

7 Wirtschaftswisenschaften FOLIE 7

8 Der Nutzen der Business History für Unternehmen Unternehmensarchiv Dokumentation Selbstreflexion und Identitätsbildung; affirmierende und kritische Betrachtung Kommunikation, Dokumentation entwickelter Stärken FOLIE 8

9 Spezifika von Setting von Eigentümern, Management, Kundenbeziehungen, Kontrolle etc. Daraus resultierende Stärken, Schwächen und Potenziale FOLIE 9

10 Mehr Individualität von Corporate Governance nicht durch Investoren/Kapitalmarkt, sondern von Familie selber Oft sehr persönliche Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und anderen Stakeholders Darauf basierend sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen möglich FOLIE 10

11 Stärken Eigentümer und Management identisch: keine Interessenkonflikte, Corporate Governance Problematik gelöst Familie identifiziert sich mit dem Unternehmen -> erhöhte Leistungsbereitschaft und Vertrauenswürdigkeit Familie im Bedarfsfall zu Verzicht für Firma bereit -> erhöhte Überlebenschancen Schwächen Abschottung von externer Kontrolle durch Kapitalmarkt: unfähige oder verschwenderische Familienmitglieder an der Spitze werden nicht rechtzeitig gestoppt Abschottung vom freien Job-Markt für Manager und Mitarbeiter wegen Bevorzugung von Familienmitgliedern, dadurch nicht immer optimale Personalauswahl Generosität gegenüber der Familie: lebt über die Verhältnisse, private Nutzung von Firmenressourcen Familie will Unternehmen an Erben weitergeben: Stabilität und Risikoaversion anstelle von FOLIE 11 gefährlichen Expansionsstrategien Risikoaversion führt zu Trägheit, Zögerlichkeit, verpassten Chancen etc.

12 Resumee Unternehmensgeschichte und individueller als Unternehmen im Streubesitz Geschichte und geschichtlich gewordene Qualitäten als Grundlage für Glaubwürdigkeit und Effizienz Historische Reflexion als Grundlage für ehrliche Positionsbestimmung und weitere strategische Ausrichtung Wegen Individualität Kommunikation der Geschichte besonders wichtig FOLIE 12

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