1 Eckdaten 19 Schule Friedrich-Ebert-Gymnasium

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1 btz00013v.doc 1 Eckdaten 19 Schule Friedrich-Ebert-Gymnasium Strasse PLZ Ort Ollenhauerstr Bonn Telefon / Fax dienstl. Telefon / Fax privat 0228/ / URL / Internetadresse Schulform Gymnasium Projektleiterin/Projektleiter Unterrichtsfächer Dr. Eva-Christine Raschke Kunst; Geschichte denkmal aktiv-schulteam Jahrgang Unterrichtsfach/-fächer./. Sek. I Kunst; Geschichte; Kurs oder Arbeitsgruppe 9d 23 Beteiligte Kolleginnen/Kollegen./. Anzahl beteiligter Schülerinnen und Schüler Fachlicher Partner vor Ort (Name, Einrichtung) Dr. Franz Josef Talbot, Untere Denkmalbehörde Bonn; Dr. Ingrid Bodsch, Stadtmuseum Bonn; Dr. N. Schloßmacher, Stadtarchiv Bonn Strasse PLZ Ort Berliner Platz Bonn Telefon Telefax URL / Internetadresse Eingabe Website 2 Angaben zum Schulprojekt Projekttitel Zwischen Elendsviertel und Villenviertel - Bauen und Wohnen in Bonn zur vorigen Jahrhundertwende Objekt / Kurzbeschreibung des Projektes Die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums beschäftigen sich mit dem Thema Wohnen. Im Vergleich von drei Bonner Wohnvierteln untersuchen sie die verschiedenen Wohnbedingungen als Indikatoren für die gesellschaftliche Stellung im endenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert in Bonn. Um sich die drei Viertel zu erschließen, gehen die Schüler einer Reihe von Fragen zu Architektur und Gestaltung, Wohn- und Lebensverhältnissen nach. Die zentralen Fragen lauten: Wie haben die Menschen vor 100 Jahren gewohnt? Welche Möglichkeiten hatten sie, sich ihre Wohnungen auszusuchen? Welche Berufe hatten sie? Wie viel Geld haben sie verdient? Waren sie selbst Bauherren ihrer Wohnungen, bzw. Häuser? Und Haben sie Einfluss genommen auf das Aussehen der Häuser? Gibt es Mitteilungen von Arbeitern, die sich auf ihr Wohnumfeld beziehen? Mit wie vielen Menschen wurde jeweils zusammen auf wie viel Platz gewohnt? Welche Möbel hatte man? Was kostete ein Haus oder eine Wohnungsmiete umgerechnet in heutige Geldverhältnisse? Welche Mitteilungen können Hausfassaden machen? Gibt es Ähnlichkeiten in den einzelnen Vierteln, aber auch zu den jeweilig anderen Vierteln? 3 Vorerfahrungen der Schule / der Projektleitung

2 Die Schule verfügt über keinerlei Vorerfahrungen in Sachen Denkmalschutz/ Kulturgüterschutz. Die Projektleiterin hat als Kunsthistorikerin einige Jahre an der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Köln gearbeitet. Nach einem Praktikum während des Studiums war sie als Leiterin der Fotoarchivs tätig, bevor sie dann in freier wissenschaftlicher Arbeit ihre Promotion über ein architekturhistorisches Kölner Thema in enger Abstimmung mit dem Stadtkonservator anfertigte. Die Dissertation ist als Band 15 im Rahmen der Reihe stadtspuren vom Stadtkonservator Köln, Herrn Dr. Ulrich Krings, herausgegeben worden. In dieser Klasse 9d ist ein solches Thema weder im Unterricht noch in Projekten behandelt worden. So liegen auch noch keine übertragbaren Ergebnisse aus früheren Projekten vor. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass die Schülerinnen und Schüler projektgebunden arbeiten. Sie sind sehr interessiert und können sehr gut eigenverantwortlich arbeiten. 4 Ziele des Schulprojekts Kurzbeschreibung der Projektidee Unser Ausgangspunkt: Welche Menschen haben vor 100 Jahren wie gewohnt? Welche Möglichkeiten hatten sie sich ihre Wohnbedingungen auszusuchen? Welche Berufe hatten sie, wie viel Geld haben sie verdient? Waren sie selbst Bauherren ihrer Wohnungen bzw. Häuser? Haben sie Einfluss genommen auf das Aussehen der Häuser? Gibt es Mitteilungen von Arbeitern, die sich auf ihr Wohnumfeld beziehen? Mit wie vielen Menschen wurde jeweils zusammen auf wie viel Platz gewohnt? Welche Möbel hatte man? Was kostete ein Haus oder eine Wohnungsmiete umgerechnet in heutige Geldverhältnisse? Welche Mitteilungen können Hausfassaden machen? Gibt es Ähnlichkeiten in den einzelnen Vierteln, aber auch zu den jeweilig anderen Vierteln? Die Schülergruppe ist ein Teil einer neunten Klasse, die im Differenzierungsbereich sich für das Fach Kunst (statt für Musik) entschieden haben. Es sind insgesamt 23 Kinder, sieben Jungen, 15 Mädchen, die alle schon ausreichend Projekterfahrung haben, und die es gewöhnt sind eigenständig und selbstorganisiert zu arbeiten. Ziele (u.a. bezogen auf: Einführung in das Thema Denkmalschutz und Kulturerbe; Regionale Kulturdenkmale; Entwicklung von Handlungsvorschlägen; Dokumentation des Verlaufs und der Ergebnisse; Kontinuitätssicherung) Sensibilisierung für gebaute Umwelt, v.a. im Hinblick auf erhaltenswerte Bauten und Bereiche; Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten, Recherche und Informationsbeschaffung; Umgang mit Presse und Internet zur Darstellung der Ergebnisse. Skizzierung der angestrebten Projektergebnisse Am Ende des Schuljahres soll eine Dokumentation der Lebensverhältnisse in diesen drei ausgewählten Bereichen Bonns stehen. Am besten wird dies in Form einer Präsentation im Rahmen eines Schulfestes geschehen; es soll aber auch ein Buch/ Broschüre erscheinen, in der die Arbeit der SchülerInnen dauerhaft gesichert ist. Durch ein im vergangenen Schuljahr durchgeführtes Projekt können die SchülerInnen mit dem Programm Photoshop und teilweise auch mit dem Layout-Programm InDesign umgehen, so dass die Erstellung eines solchen Produktes keine Schwierigkeit mehr ist. Um den im Lehrplan erwähnten Bereich der Produktion von Kunst ebenfalls zur Geltung kommen zu lassen, sollte am Ende des Schuljahres außerdem jeweils ein charakteristisches Gebäude aus den drei Vierteln als Modell im einheitlichen Maßstab nachgebaut werden. 5 Vorgehensweise, geplante Umsetzung Wichtige Projektphasen und "Meilensteine"

3 Durchführung: a. bis zu den Herbstferien - Annäherung an den Denkmalbegriff (u.a. mithilfe der Arbeitsblätter denkmalaktiv ) - Begehung der jeweiligen Viertel in Gruppen und fotografische Aufnahme (eventuell später noch zu wiederholen, wenn die Bäume entlaubt sind) - Erarbeitung des fachspezifischen Vokabulars - Erarbeiten des Handwerkszeuges der Bauaufnahme: Aufriss, Grundriss zeichnen; - Auflistung der Möglichkeiten der Quellenforschung (stadtgeschichtliche Literatur in welchen Bibliotheken?, Baupläne wo?, Briefe, Aufträge an Architekten wo? Gegenstände des täglichen Lebens von vor 100 Jahren wo? Stadtarchiv, Stadtbücherei, Universitätsbibliothek, Institut für Rheinische Landeskunde, Untere Denkmalbehörde, Befragung der Bewohner, Stadtmuseum Bonn, Kölnisches Stadtmuseum evtl.) - Notwendigkeiten der genauen Dokumentation der Herkunft der Informationen b. bis zu den Weihnachtsferien - Zuteilung einzelner Straßenzüge, bzw. Bauwerke an einzelne Schülergruppen - Erarbeitung von Vorgehensweisen an og. außerschulischen Lernorten, Besuch der Örtlichkeiten mit Einweisung - erste Quellenforschung c. bis zu den Osterferien - Auswahl einiger relevanter Gebäude aus den jeweiligen Vierteln in Abhängigkeit zur Dokumentationslage und Quellenvorkommnissen. - weitere Quellenforschung in Archiv und Bauamt - Interviews mit den Bewohnern a) zur heutigen Wohnsituation b) zu ihrem Wissen um die historischen Wohnbedingungen in ihrem Vierteln oder ihrem Haus. d. bis zu den Sommerferien - Zusammentragen und Sichten der Forschungsergebnisse - Suchen nach vergleichbaren Bedingungen des Wohnens im heutigen Bonn. - Dokumentation in Broschüre/Buch und auf Postern bzw. Power Point Präsentation vorbereiten. - Fazit der Arbeit ziehen 5a) Überarbeitung nach der ersten Phase Arbeitsplan November bis Juni Bereiche: I. Dokumentation und Inventarisierung - Systematisches Fotografieren der Bebauung der einzelnen Straßenzüge - Beschreibung der Häuser (was ist auffällig, besonders interessant, in welchem Zustand ist das jeweilige Haus, wie ist die Umgebung ) - Zeichnen (Skizzieren) des Hauses und evtl. einiger Details II. Archivarbeit - Besuch des Stadtarchivs (wo gibt es ausreichend Informationen für unser Thema, welche Quellen lohnen sich, welche Quellen gibt es.?) - Besuch der Plankammer

4 - Besuch beim Stadtkonservator - Stadthistorische Bibliothek III. Öffentlichkeitsarbeit - Erstellen einer Homepage - Einrichtung eines Forums - Presseinformation - Sponsorensuche - Dokumentation der bisherigen Arbeit - Erstellen eines Logos - T-Shirts? - Plakate, Filmbericht etc. - Einladung von Vortragenden Arbeitsphasen Bis zum 14.1.: Auswahl bzw. Einschränkung der Objekte durch Nachweis der archivalischen Präsenz Daraufhin lückenlose fotografische Dokumentation und Katalogisierung Homepage erstellt Erste Arbeitsdokumentation online Gemeinsame Aktion vor Weihnachten: Besuch des Bonner Stadtmuseums Bis Ostern: Detaillierte Dokumentation weniger Objekte, die stellvertretend für das jeweilige Viertel stehen Kopieren von Plänen, Grundrissen etc., Suchen von Fotografien von Wohnungseinrichtungen oder Bewohnern vor ihren Häusern Exzerpieren (Herausschreiben wichtiger Informationen zu den einzelnen Objekten) im Archiv Interviews mit einzelnen heutigen Bewohnern Bis Sommer: Dokumentation der ausgewählten Objekte mittels Broschüre Bau dreier Modelle im Maßstab 1:100 oder 1:50 Ausstellung von Ergebnissen und Modellen Gruppeneinteilung: Zur Bewältigung des vorgenommenen Umfanges des Projektes war es nötig die Klasse in Gruppen einzuteilen. Es wurden drei Arbeitsbereiche gebildet: Dokumentation, Recherche und Öffentlichkeitsarbeit. Jeder durfte seine Vorlieben und Misslieben, Fähigkeiten und Kenntnisse angeben und danach wurden die ersten Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe sollte alle drei Arbeitsbereiche durchlaufen. Allerdings ist es nicht sinnvoll jeweils den gesamten Gruppenstamm auszuwechseln. Deshalb darf jeder durch Tausch mit einem anderen/einer anderen zwei Mal denselben Arbeitsbereich absolvieren. In Ausnahmefällen kann dies auch drei Mal möglich sein, wenn Tauschpartner zur Verfügung stehen. Wer wann? x von von Ende

5 I Dokumentation A B C II Archiv B C A III Öffentl.keitsarbeit C A B Während der Unterrichtszeit ist der Austausch in den Gruppen bzw. der Gruppen miteinander und mit der Projektleiterin möglich. Hier werden die wöchentlichen Ergebnisse präsentiert und die nächsten Schritte geplant. Die eigentliche Arbeit ist außerhalb der Schulzeit zu leisten, weil wir sonst zeitlich nicht auskommen. Nahziele: Präsentation des Projektes am Tag der offenen Tür am Termin Stadtarchiv (wie sieht die Quellenlage aus?) Termin Plankammer (von welchen Objekten gibt es aussagefähige Baupläne?) Anleitung Homepage-Erstellung (Einladung eines Oberstufenschülers zu einem Workshop) Begehung aller Stadtviertel (Teilung der Gruppe) Inhaltliche Aspekte, u.a. Konkretisierung der zu bearbeitenden Einzelthemen, ggf. inhaltliche Beiträge der beteiligten Fächer Methodisch-didaktische Aspekte, u.a. Grad des selbständigen Arbeitens der Schülerinnen und Schüler Organisatorische Aspekte, u.a. Aufgabenverteilung zwischen Schulteam und fachlichem Partner, Verzahnung/Schnittstellen 6 Kostenplan Herkunft der Projektmittel (Förderung, Sponsoren) Zunächst sind keine weiteren Mittel nötig, als die, die wir über die Förderung denkmal-aktiv zur Verfügung gestellt bekommen. Sollten allerdings größere Anschaffungen zu tätigen sein, können wir auch die Deutsche Telekom als Sponsor ansprechen, denn das Friedrich-Ebert- Gymnasium ist Partnerschule der Telekom. Dies wäre denkbar im Hinblick auf T-Shirts, die zu drucken wären, auf denen die Telekom dann auch als Sponsor erscheint. Einsatz der Projektmittel, Planung/aktueller Stand Von den bereits erhaltenen Euro sind noch ca.500 Euro übrig. 300 Euro wurden für Literatur, elektronische Hilfsmittel, Präsentationsmappen, Klemmbretter sowie Fahrtkosten ausgegeben.

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