Was muss ich bei einem Netzaufbau mit 4 verschiedenen VLANs und unterschiedlicher Netzwerk- Hardware beachten?

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1 SOP: Thema Komplexe Netzwerke Passend zu ZyXEL Hands-On Workshop Komplexe Netzwerke in 2014 Trainer: Marc Stefanski / Michael Wirtz Datum: Feb Aufgabe: Was muss ich bei einem Netzaufbau mit 4 verschiedenen VLANs und unterschiedlicher Netzwerk- Hardware beachten? Damit Ihre Aufgabe ein Erfolg wird, sollten Sie ein paar generelle Grundregeln nicht vergessen: Netzstrukturplan incl. VLANs und IP Adressen Firmware Updates auf die neuste Version bei allen Netzwerkkomponenten Vernetzung und Konfiguration mit Hilfe dieser SOP als Grundlage Sicherung aller Konfigurationsdateien und Netzwerkdokumentation vervollständigen Übergabe des Netzwerkes an den Auftraggeber Netzstrukturplan

2 IP Adressen Konfiguration des oben angezeigten Beispiel s für ein komplexes Netzwerk 1. ZyWALL 110 als Internet Gateway (Firewall/Router/VPN/DHCP Server) 2. XGS4728F als CoreSwitch (Gigabit Fiber/Kabel/IGMP Router) 3. UAG4100 als Hotspot Gateway Router für den Gäste Zugang 4. NXC2500 als Wireless LAN Controller für alle vorhandenen Access Points 5. GS HP als Verteiler Switch für die Stromversorgung der Access Points 6. IES612 als Verteiler DSLAM (ADSL2+ DSLAM über Telefonleitungen) 1. ZyWALL 110 WAN1 dient als Internetzugang, wahlweiße per Ethernet mit statischer IP oder im DHCP Client Modus oder per PPPoE/PPTP Einwahl, dann muss sich aber am WAN1 Port ein DSL Modem davor befinden.

3 LAN1 mit der IP dient als Management Netzwerk und hier arbeitet auch ein DHCP Server. DMZ wird verwendet als Transport Port/Netz auschließlich zwischen der ZyWALL110 und dem WAN Port der UAG4100. Kein DHCP Server! Bitte im LAN1 die DHCP Option 138 dazu aktivieren und als IP Adresse den Controller NXC2500 mit eintragen. Dann kennen angeschlossene APs diesen Controller und tauchen in der Liste der verwaltbaren Access Points im Controller auf!!! VLAN Einstellungen VLAN100 wird auf dem LAN1 Port gelegt und mit einem IEEE802.1q Tag versehen. Die VLAN ID (VID) 100 wird nur für ein IPTV Netzwerk benötigt. Einen Internetzugang sollte man mit Hilfe der Firewall der ZyWALL110 sperren. Dazu muss man das VLAN100 einfach nur in eine neu angelegte ZONE hinzufügen und dann in der Firewall mit der Regel FROM VLAN100 TO WAN auf Access DENY stellen. VLAN101 benötigen wir als Gäste Netzwerk. Bitte hier keinen DHCP Server in der ZyWALL110 dazu aktivieren, da der DHCP Server Dienst für die Gäste von der UAG4100 übernommen wird. Die ZyWALL wird auch niemals das Gateway für dieses VLAN 101 sein. VLAN102 erstellen wir für das Mitarbeiter Netzwerk. Diese sollen ohne Authentifizierung eines Hotspot Gateways wie die UAG4100, aufs internet geleitet werden. Die ZyWALL spielt hierbei DHCP Server in dem IP Netz x/24!

4 Frage: Warum ist also die ZyWALL mitglied von VLAN100, 101? Antwort: Für Fernwartungszwecke! Somit kann man sich per VPN in die ZyWALL einwählen und alles hinter der ZyWALL110 erreichen und warten! 2. XGS4728F IP Bereich des Switches Der XGS Switch dient als Core Switch. Er bekommt im VLAN1 (Mgmt) und im VLAN100 (IPTV) eine feste IP Adresse. Im VLAN101 (Gäste) und im VLAN102 (Mitarbeiter) muss der Switch nicht erreichbar sein auf IP Ebene. IP Adresse im IPTV VLAN100 wird benötigt für das IGMP Routing, damit Mulitcast Packete nur in diesem IP Bereich zur Verfügung stehen. VLAN Übersicht

5 Port 7 am XGS Switch = hier wird der Streaming Server für das IPTV Signal angeschlossen und Port 23 dient als Verbindungsport zum lokalen Netzwerk der UAG4100 für die Gäste. Port 22 in unserem Beispiel nutzen wir um den Drucker SP350E für die UAG4100 anzuschließen. Wichtig im XGS Switch: DIE PVID (PORT VLAN ID) Bitte nur den Port 7 ändern für den IPTV Streaming Server, damit dieser sich immer nur im VLAN 100 befindet. Für das IPTV benötigen wir eine Layer 3 Funktion IGMP Routing. Bitte niemals Version 1 auswählen, da es hierbei kein Verlassen einer Multicast Gruppe gibt. 3. UAG4100 Hotspot Gateway für Gäste Ethernet Einstellungen am UAG4100

6 WAN1 des UAG4100 wird mit einer statischen IP Adresse versehen und kennt als Gateway die ZyWALL 110 LAN1 wird zum Managament Netzwerk hinzugefügt und kein DHCP Server ist hier aktiv. LAN2 ist werkseitig das Gäste-Authentifizierungs Netzwerk. Bitte dieses deaktivieren und mit Überschreiben. Anstatt LAN2 wird mit VLAN101 gearbeitet. VLAN Übersicht VLAN101 mit der IP dient als Gateway für die Gäste. Hier wird nun auch ein DHCP pool nötig. Controller Einstellungen am UAG4100 Bitte diese Funktion deaktivieren, in dem Sie auf manuell eingestellt wird, weil wir in unserem Beispiel Netzwerk einen NXC2500 Controller für eine höhere Anzahl Access Points in das Netzwerk intigrieren werden. Web-Authentification Wichtig ist hierbei, dass das Netz LAN1 (Mgmt) keine Authentifizierung erfordert und die Regel 3 besagt, dass alles andere bitte sich an dem Hotspot System mit gültigen Benutzerdaten an zu melden hat. Dieses wollen wir ja im VLAN101.

7 SP350E Drucker Einstellungen Einen der beiden SP350E Drucker schließen wir am Port 22 des XGS Switches an und damit ist er teil vom Mgmt Netz und kann aber trotzdem gültige Accounts für die Gäste ausdrucken.

8 4. NXC2500 Wireless LAN Controller Einstellungen NXC IP Einstellungen In den IP Einstellungen müssen wir den Controller nur mit einer IP Adresse in das Mgmt Netzwerk hinzufügen. Weitere VLANs müssen wir hier nicht anlegen oder verwenden. SSID Einstellungen Wir versenden zwei unterschiedliche SSIDs pro Access Point. Beide kennen das jeweils richtige VLAN für Gäste und für Mitarbeiter.

9 5. GS HP Verteiler oder Etagen Switche mit PoE Funktionen IP Einstellungen am GS HP Wir fügen den GS1910er Switch einfach mit ins Mgmt Netzwerk ein. GS HP VLAN Einstellungen Wir fügen alle VLANs dem Switch hinzu und Port 1 setzen wir als Beispiels Port fest auf 100. Der dort angeschlossene Client ist dann automatisch nur im IPTV Netzwerk. So können wir z.b. eine Set Top Box im öffentlichen Bereich hinzufügen, welche den IPTV Stream kennt und anzeigen kann. Sollte dieses nicht gewünscht sein, bitte einfach die VLAN Port Configuration am GS Switch auf Default lassen.

10 IGMP Snooping am GS Switch Port 24 ist unser Uplink Port in Richtung XGS Switch. Ansonsten einfach nur die Snooping Funktion aktivieren, damit streams nur nach anfrage zu den client ports durchgereicht werden. Somit wird ein Multicast Gruppen Join wird benötigt.

11 6. IES-612 ADSL2+ DSLAM + CPE (Modem) IES612 IP Einstellungen Der IES612 ist ein 12 Port ADSL2+ DSLAM und wird benötigt, wenn es in dem Netzwerk nur eine verkabelte Telefonstruktur mit 2 drath Kupferleitungen existiert. Wir fügen den IES612 einfach zum Netzwerk (Mgmt) hinzu und können diesen dann auch an den XGS Switch anschließen. VLAN Einstellungen Unsere 4 VLANs werden im DSLAM hinzugefügt, der Uplink ist im VLAN100,101 & 102 getagged und im mgmt aber untagged. Bitte die 12 Ports ADSL2+ immer als Untagged (fix und nicht normal verwenden) im Bereich DSL Ports setzen, weil wir im ADSL2+ auf ATM Ebene reden und hier keine VLANs nach IEEE802.1q übertragen werden können.

12 VPI/VCI zuteilung Anhand von unterschiedlichen VPI/VCI Werten im DSLAM können unterschiedliche Dienste hinter dem ADSL2+ Modem genutzt werden. z.b. wird das IPTV Signal hinter einem ADSL2+ Modem benötigt, somit muss nur im Modem in den WAN Einstellungen mit den VPI/VCI Werten 1/32 gearbeitet werden. Das Modem z.b. AMG1001-T10 hat dann die Möglichkeit am Ethernet Port eine Set Top Box anzuschließen um das IPTV Signal wieder geben zu können. Das Modem bitte dafür im Bridge Modus setzen und DHCP Server und Firewalls sollten deaktiviert werden.

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