Guide DynDNS und Portforwarding

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1 Guide DynDNS und Portforwarding Allgemein Um Geräte im lokalen Netzwerk von überall aus über das Internet erreichen zu können, kommt man um die Themen Dynamik DNS (kurz DynDNS) und Portweiterleitung(auch Portforwarding) nicht herum. Dieser Guide soll dabei helfen das Ganze verständlich zu machen und beispielhaft zu zeigen, wie dabei vorgegangen werden kann. Zunächst einmal gibt es zwei unterschiedliche IP Gruppen, nämlich die lokalen IP Adressen und die globalen IP Adressen. Die lokalen IP Adressen sind diejenigen im Netzwerk, die üblicherweise mit xxx.xxx beginnen. Alle Geräte im Netzwerk(PC, Smartphone, Tablet, Drucker usw.) haben unterschiedliche lokale IP Adressen, wenn alles richtig konfiguriert ist. Läuft ein Webserver auf einem dieser Geräte, so kann auf diesen per Webbrowser und der IP Adresse zugegriffen werden. Die globale IP Adresse ist diejenige, unter der sich im Internet befindliche Geräte wiederfinden. Der Router z.b. hat eine globale IP Adresse nach außen ins Internet. Diese globale IP Adresse(z.B ) ändert sich meistens alle 24 Stunden. Damit Gerät A im lokalen Netzwerk (Heim) auf das Gerät B im lokalen Netzwerk (Ferienhaus) zugreifen kann, muss Gerät A unteranderem die globale IP Adresse des Routers, der sich im Ferienhaus befindet kennen. Theoretisch würde das in erster Linie genügen, aber da sich in den meisten Fällen die IP Adresse ändert hilft einem das sogenannte DynDNS.

2 DynDNS Ein DynDNS Dienst hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass bei Änderung der globalen IP Adresse, der dazugehörige Hostname entsprechend unter dieser aufgelöst wird. Man benötigt also einen Account bei einem DynDNS Anbieter und einen entsprechend konfigurierten Router. Der Router hat dann die Aufgabe dem DynDNS Server jedes Mal Bescheid zu geben, wenn sich die globale IP Adresse ändert. Der DynDNS Dienst teilt diese Änderung anschließend nach außen mit, sodass die verändernde globale IP Adresse immer unter ein und demselben Hostnamen aufgelöst wird. Angenommen das Konto wurde bei eingerichtet und der Hostname lautet Steckdose, dann würde man mit einem Ping auf Steckdose.woehlke-dyndns.de immer die aktuelle öffentliche IP Adresse erhalten. Leider reicht dies noch nicht aus, um nun Geräte, die sich im lokalen Netzwerk hinter der globalen IP Adresse befinden, anzusprechen, denn der Router weiß noch nicht an wen die Anfrage weitergeleitet werden soll. Die Lösung des Problems lautet Portweiterleitung(Portforwarding). Portweiterleitung (Portforwarding) Wenn eine Anwendung oder Dienst(Beispiel: Webserver) auf einem Gerät(Beispiel Ip Steckdose) im lokalen Netzwerk läuft und dieser Dienst die Kommunikation im Netzwerk erlaubt, dann läuft das meistens über die lokale IP Adresse des Gerätes und einen zum Dienst dazugehörigen Port(80 oder 443). Für viele Anwendungen sind gewisse Ports bereits reserviert. So z.b. der Port 80 für den Webserver oder der Port 443, wenn der Webserver eine gesicherte Verbindung unterstützt. Mit der Portweiterleitung im Router wird dem Router lediglich mitgeteilt welche Anfragen aus dem Internet er wohin weiterleiten soll. Hierfür wird für jedes Gerät im Router eine Regel erstellt. Diese Regel beinhaltet eine lokale IP Adresse, an welche die Anfrage weitergeleitet wird und zwei Ports. Einer dieser Ports ist der äußere Port und einer der innere Port. Der innere Port gehört zur Anwendung des lokalen Gerätes mit der lokalen IP Adresse. (In diesem Fall: 80) Der äußere Port ist dafür da, damit der Router weiß, auf welche lokale IP Adresse und dazugehörigen inneren Port bei Anfragen weitergeleitet werden soll.

3 Anwendungsbeispiel Nehmen wir an, Sie möchten eine IP Steckdose mit Webserver Anwendung so konfigurieren, dass auf diese Steckdose von überall aus von Geräten mit Internetzugang zugegriffen werden kann. Nehmen wir weiter an, dass die Ip Steckdose in einem lokalen Netz bereits konfiguriert ist und der Router eine bestehende Internetverbindung besitzt. Als Beispiel hat der Router die lokale Ip Adresse und die IP Steckdose die lokale IP Adresse Die öffentliche IP Adresse sei Schritt 1: Konfiguration einer Regel für Portweiterleitung Hier wählen Sie die lokale IP Adresse der IP Steckdose (in diesem fall ) den dazugehörigen inneren Port(standardmäßig 80 für HTTP und 443 für HTTPS) und den äußeren Port über den Sie auf die IP Steckdose aus dem Internet zugreifen möchten (z.b ). Wenn alles richtig konfiguriert ist, können Sie nun von überall aus mit bestehender Internetverbindung auf die IP Steckdose via Webbrowser mit globale IP Adresse : äußerer Port in diesem Fall also :10000 zugreifen. Folgende Abbildung zeigt die Konfiguration mit einer Fritz Box 7390: Hinweis: Wenn Sie im Webbrowser eine IP Adresse oder einen Namen ohne Port eingeben, dann wird standardmäßig der Port 80 verwendet. Deswegen gelangen Sie auf die Home der IP Steckdose, indem Sie einfach nur die IP Adresse im lokalen Netzwerk eingeben.

4 Wäre die globale IP Adresse fest und würde sich nicht alle 24 Stunden ändern, dann bräuchte man an dieser Stelle nicht mehr fortzufahren. Da es jedoch in den meisten Fällen der Fall ist, kommt man um DynDNS nicht herum. Schritt 2: Anlegen eines DynDNS Accounts bei Als Beispiel wird der eigene DynDNS Dienst verwendet. Hierzu geben Sie in Ihrem Browser die Adresse ein und wählen auf der Startseite den Punkt ::Neues Konto aus. Es wird folgende Seite geöffnet:

5 Füllen Sie das angezeigte Formular aus und bestätigen Sie Ihre Eingaben mit Abschicken. Der gewünschte Hostname wäre in diesem Beispiel Steckdose, wodurch auf die Ip Steckdose später per Steckdose.woehlke-dyndns.de:10000 zugegriffen werden kann. Unter Mein Konto finden Sie den gewünschten Hostnamen, wenn dieser nicht bereits vergeben ist. Ansonsten können Sie hier einen neuen hinzufügen. Klicken Sie als nächstes auf den erstellten Hostnamen, um eine Übersicht der Hostdetails wie in folgender Abbildung zu erhalten. Hier können Sie die aktuelle IP Adresse des Hosts einsehen und gegebenenfalls ändern. Für die anschließende Konfiguration im Router wird die Update-URL benötigt.

6 Schritt 3: DynDNS Konfiguration im Router Je nach Router wird DynDNS aktiviert und die Zugangsdaten des DynDNS Dienstes, Hostname + Domain und IP-Adresse, sowie die Update-URL eingetragen. Folgende Darstellung zeigt diese Konfiguration mit der Fritz Box 7390: Bei einigen Routern gab es teilweise Probleme bei der Konfiguration. Ein & am Ende der Update-URL hat das Problem gelöst. Nach erfolgreicher Konfiguration der Schritte 1-3 können Sie auf die IP Steckdose (in diesem Beispiel mit Steckdose.woehlke-dyndns.de:10000) zugreifen.

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