Die deutsche Wirtschaft und die Eurokrise. Prof. Dr. Lars P. Feld Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Walter Eucken Institut

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1 Die deutsche Wirtschaft und die Eurokrise Prof. Dr. Lars P. Feld Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Walter Eucken Institut

2 Schwache Entwicklung im Euro-Raum Wirtschaftsdaten für ausgewählte Länder Land/Ländergruppe Bruttoinlandsprodukt Belgien Deutschland Frankreich Griechenland Irland Italien Niederlande Österreich Portugal Spanien Euro-Raum Vereinigtes Königreich Europäische Union Japan Vereinigte Staaten Brasilien China Indien Russland Folie 2

3 Schwaches Winterhalbjahr Voraussichtliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland Bruttoinlandsprodukt 1) Mrd Euro ,1 % 2) Verkettete Volumenwerte statistischer statistischer statistischer statistischer Überhang (+,2) 3) Überhang (+,2) 3) Überhang (+,5) 3) 3) statistischer,8 % Unterhang ( 1,8) 2),8 % 2) Überhang (+ 1,3) 3) 2) 3%, statistischer Überhang (+ 1,1) 3) 5,1 % 2) 42%, 2) Veränderung gegenüber dem Vorquartal Prognosezeitraum I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV % 3, 2, 1, -1, -2, -3, -4, -5, 1) Reale, saisonbereinigte Werte. 2) Jahresdurchschnitte: Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %. 3) Prozentuale Differenz zwischen dem absoluten Niveau des Bruttoinlandsprodukts im letzten Quartal eines Jahres und dem durchschnittlichen Niveau in den Quartalen dieses Jahres (siehe JG 25 Kasten 5). Folie 3

4 Wachstumsbeiträge Wachstumsbeiträge zum Bruttoinlandsprodukt nach Verwendungskomponenten 1) in Prozentpunkten ) 213 2) Inländische Verwendung Konsumausgaben Private Konsumausgaben Konsumausgaben des Staates Anlageinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Sonstige Anlagen Vorratsveränderungen Außenbeitrag Exporte Importe Bruttoinlandsprodukt ) Preisbereinigt. 2) Prognose. Investitionen dürften nicht weiter bremsen Folie 4

5 Unsicherheit hemmt Investitionen, aber Schaubild 9 Indexpunkte 3 Politischer Unsicherheitsindikator1) Indexpunkte Vereinigte Staaten Europa ) Der Index basiert auf einem gewichteten Durchschnitt der folgenden drei Indikatoren: a) Häufigkeit, mit der das Wort Unsicherheit in den Medien verwendet wird, b) Anzahl angekündigter Maßnahmen der Fiskalpolitik, c) Divergenz der Inflationsprognosen in Expertenbefragungen. Sachverständigenrat Quelle: Baker et al. (212) Folie 5

6 Abwertung des Euro stützt Außenhandel Effektiver W echselkurs des Euro 2) 1. Quartal 1999 = Nominal Real (auf Basis des VPI) Folie 6

7 Ein Teufelskreis aus drei Krisen Hinter der Euro-Krise stehen drei große Krisenherde, die miteinander verbunden sind: Schaubild 2 Teufelskreis der Banken-, Staatsschulden- und makroökonomischen Krise 1) Wirtschaftlicher Abschwung führt zu Kreditausfällen Wegbrechende Kreditvergabe an Unternehmen vermindert Investitionen Bankenrettung durch den Staat verschlechtert die Finanzsituation der öffentlichen Haushalte Wegbrechende Steuereinnahmen und steigende Transfers belasten die öffentlichen Haushalte Bankenkrise Makroökonomische Krise Kursverluste bei Staatsanleihen verschlechtern die Bilanz- und Kapitalposition der Banken Staatsschuldenkrise Unvermeidliche staatliche Konsolidierung schwächt die Binnennachfrage Sachverständigenrat 1) Darstellung in Anlehnung an Shambaugh (212). Folie 7

8 Die Bankenkrise (1/2) Vertrauensverlust in die Banken der Problemländer führte zum Abzug von Interbankengeldern und Rückgang der grenzüberschreitenden Finanzbeziehungen Schaubild 27 Einlagen bei Banken im Euro-Raum Veränderung im angegebenen Zeitraum September 211 gegenüber September Quartal 212 gegenüber 3. Quartal 21 September 212 gegenüber September Quartal 212 gegenüber 3. Quartal 211 Einlagen von Nichtbanken Einlagen von ausländischen Banken % % EA DE ES FR GR IE IT PT EA DE ES FR GR IE IT PT -6 1) EA-Euro-Raum (Gebietsstand: Januar 211), DE-Deutschland, ES-Spanien, FR-Frankreich, GR-Griechenland, IE-Irland, IT-Italien, PT-Portugal. Sachverständigenrat Quelle: EZB Folie 8

9 Die Bankenkrise (2/2) Schaubild Beiträge der einzelnen Faktoren auf Zinsdifferenzen für Spanien Ausstieg Bid-Ask CDS GARCH US-Bonds % 12 Geschätzte Zinsdifferenz Tatsächliche Zinsdifferenz % J F M A M J JI A S O N D J F M A M J JI A Sachverständigenrat Quelle: Eigene Berechnungen 3212_Spanien_CH Folie 9

10 Die Staatsschuldenkrise (1/2) Schaubild Schuldenstandsquoten der Problemländer im Euro-Raum 1) vh vh Italien Griechenland Spanien Portugal Irland ) Schuldenstand des Staates in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt, ab 211 Schätzung des IWF. Sachverständigenrat Quelle: IWF 21712_UK Folie 1

11 Die Staatsschuldenkrise (2/2) 212 % Tatsächliches Defizit Strukturelles Defizit Primärsaldo % JP US UK IT IE PT ES GR -12 1) ( ) Defizit, (+) Überschuss. 2) US-Vereinigte Staaten, UK-Vereinigtes Königreich, IT-Italien, IE-Irland, PT-Portugal, ES-Spanien, GR- Griechenland. Quelle: OECD Sachverständigenrat 16512_KPK Folie 11

12 Die makroökonomische Krise (1/4) Reformen in den Problemländern werden durch negative konjunkturelle Entwicklungen überlagert Wegbrechende Binnennachfrage infolge staatlicher Konsolidierungspolitik Abbaus der privaten Verschuldung restriktiver Kreditvergabe der Banken Im Jahr 212 überraschend starker Einbruch der Konjunktur in den Problemländern mit Ausnahme Irlands alle in ausgeprägter Rezession Anstieg der Arbeitslosenquote des Euro-Raums auf 11,6 %, besonders betroffen Spanien und Griechenland (25 %) Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in allen Problemländern auf über 3 %, Spanien und Griechenland 5 % Folie 12

13 Die makroökonomische Krise (2/4) Fortschritte bei der Wiederherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Positive Beurteilung der Strukturreformen durch OECD und Weltbank Abbau der außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte: Schaubild 24 Leistungsbilanzsalden der fünf Problemländer Mrd Euro 1) 5 Griechenland Irland Italien Portugal Spanien Mrd Euro 1) ) Originalwerte des IWF in US-Dollar, umgerechnet mit dem jahresdurchschnittlichen Wechselkurs der Euro. Quellen für Grundzahlen: EZB, IWF Sachverständigenrat Folie 13

14 Die makroökonomische Krise (3/4) Fortschritte bei der Wiederherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Gewisse Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit (Nominallöhne, Lohnstückkosten, realer Wechselkurs) Schaubild 26 Indikatoren für die Wettbewerbsfähigkeit ausgewählter Länder des Euro-Raums 1999 = 1 1) Log. Maßstab Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer Log. Maßstab Irland Griechenland Spanien Portugal Italien Euro-Raum 17 Deutschland Folie 14

15 Die makroökonomische Krise (4/4) Log. Maßstab Lohnstückkosten 2) Log. Maßstab Irland Spanien Portugal Italien Griechenland Euro-Raum Deutschland Entwicklung des realen Wechselkurses 3) Veränderung des 1. Halbjahres 212 gegenüber dem 1. Halbjahr 1999 Lohnstückkosten für die Gesamtwirtschaft Lohnstückkosten für das Verarbeitende Gewerbe Deutschland Frankreich Griechenland Irland Italien Portugal Spanien -3 1) Eigene Berechnung en. 2) Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen. 3) Auf Basis der Lohnstückkosten; zur Methodik siehe Erläuterungen zur Statistik des Euro-Währungsgebiets in den Monatsberichten der EZB. Quellen: EU, EZB Sachverständigenrat Folie 15

16 Die EZB in der Zwickmühle Die EZB sieht sich immer mehr in die Rolle gedrängt, die Stabilität des europäischen Finanzsystems zu gewährleisten 2 Wege wurden hierfür ergriffen: Ankauf von Anleihen auf dem Sekundärmarkt Bereitstellung von Refinanzierung für die Banken Folie 16

17 Ankauf von Anleihen Bisherige Programme der EZB: Covered Bond Purchase Programme (I und II): Ankauf von Pfandbriefen; Volumen 76 Mrd Euro (eingestellt) Securities Markets Programme: Ankauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt; Volumen 29 Mrd Euro (eingestellt) Outright Monetary Transactions: Ankauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt, Konditionierung an ESM; bisher noch keine Ankäufe Ankauf von Anleihen im Euro-Raum ist allerdings weniger ausgeprägt als in anderen Industrieländern: EZB hält lediglich 7% des nominalen BIP in dieser Position, während es bei der BoE, BoJ und Fed 24%, 22% bzw. 16% sind Folie 17

18 Refinanzierung der Banken Ergriffene Maßnahmen der EZB zur Refinanzierung der Banken: Ausweitung der Refinanzierungsdauer auf bis zu 3 Jahren ( Dicke Bertha im Dezember 211 und Februar 212) Absenkung des Mindestreservesatzes von 2% auf 1% Lockerung der Anforderungen an Sicherheiten in EZB- Refinanzierungsgeschäften Bereitstellung von Notfallfinanzierung (ELA) durch nationale Notenbanken Folie 18

19 Auswirkungen der Dicken Bertha Liquidität wird von den Banken als Vorsichtskasse bei der EZB gehalten Schaubild 36 Refinanzierungsgeschäfte und Einlagenkonten des Europäischen Systems der Zentralbanken 1) Längerfristige Refinanzierung Hauptrefinanzierung Einlagenfazilität Einlagen auf Girokonten 2) Mrd Euro 15 Mrd Euro ) Stand: Oktober ) Ohne Mindestreserven. -1 Sachverständigenrat Quelle: EZB Allerdings nutzen insbesondere spanische und italienische Banken die zusätzliche Liquidität zum Ankauf heimischer Staatsanleihen Folie 19

20 Geringe akute Inflationsgefahr Schaubild 38 Geldbasis und Geldmenge M3 im Euro-Raum Log. Maßstab 5 Februar 1999 = 1 Log. Maßstab Geldbasis Geldmenge M Sachverständigenrat Quelle: Thomson Financial Datastream Folie 2

21 Geringe akute Inflationsgefahr Schaubild 39 Inflationserwartungen 1) und tatsächliche Inflation in Deutschland und im Euro-Raum %p.a. Nullkupon-Breakeven-Inflationsraten und inflationsindexierte Swapsätze Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) % 2) 2,8 2,6 5-jährige Termin-Inflationsindexierte- Swapsätzein5Jahren Euro-Raum 5 4 2, ,2 1 2, 5-jährige Termin-Breakeven-Inflationsrate in 5 Jahren Deutschland ) Gleitende Fünftagesdurchschnitte der Tageswerte, saisonbereinigt; zur Erläuterung siehe Monatsbericht September 212 der EZB. 2) Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Quellen: EU, EZB Sachverständigenrat Folie 21

22 Geringe akute Inflationsgefahr Schaubild 4 Immobilienmarktentwicklung in ausgewählten Ländern Log. Maßstab 2 = 1 2 Hauspreisindizes 1) Bestand an Immobilienkrediten 2) % Spanien Niederlande Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 6 5 Niederlande 1 Deutschland Spanien Deutschland ) Verhältnis Hauspreise zu Mieten. 2) In Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt. Quellen: EU, EZB, OECD Sachverständigenrat 4 3 Folie 22

23 Langfristiger Ordnungsrahmen: Probleme des alten Ordnungsrahmens Ordnungsrahmen des Maastricht-Vertrages in zweierlei Hinsicht unzureichend: Disziplinierung der Finanzpolitik nicht ausreichend Stabilitäts- und Wachstumspakt wurde ausgehöhlt Disziplinierungswirkung der Finanzmärkte war gering Keine Berücksichtigung der Auswirkungen einer tiefen Finanzund Bankenkrise Ordnungsrahmen war blind gegenüber Krise auf Finanzmärkten Institutionelle Voraussetzungen zum Umgang mit Liquiditäts- und Solvenzkrisen von Mitgliedstaaten fehlten Langfristig stabil sind nur Konstellationen, bei denen Haftung und Kontrolle zusammenfallen: Entweder: Fiskal- und Wirtschaftspolitik gemäß den Ordnungsprinzipien des Maastricht-Vertrags weitgehend in nationaler Souveränität Oder: umfassende Gemeinschaftshaftung mit einer Übertragung fiskalpolitischer Souveränität auf die europäische Ebene Folie 23

24 Langfristiger Ordnungsrahmen: Das Drei-Säulen-Modells Für verschiedene Politikfelder muss zwischen nationaler und europäischer Verantwortung gewählt werden Sachverständigenrat schlägt Drei-Säulen-Modell zur Erweiterung des Konzepts des Vertrags von Maastricht vor ( Maastricht 2. ) Folie 24

25 Übergang zur Bankenunion Übergang zur Bankenunion im Zeitablauf Schaffung des rechtlichen und institutionellen Rahmens Aufsicht und Haftung auf nationaler Ebene Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Aufsicht und Haftung auf europäischer Ebene 1. Januar Januar 219 Zeit Phase 2 Phase 3 Qualifizierungsphase vollumfängliche Bankenunion Phase 1 Rahmenbedingungen Folie 25

26 Brücken zum langfristigen Ordnungsrahmen Dauerhafte Rettungsfunktion der EZB mit erheblichen ökonomischen und politischen Risiken verbunden Schuldentilgungspakt bietet eine fiskalische Brücke von der kurzfristigen Stabilisierung zu einem nachhaltigen und stabilen Regelwerk System von wechselseitigen Verpflichtungen zur Solidarität und Solidität zeitlich begrenzte gemeinschaftliche Haftung im Schuldentilgungsfonds für Differenz zwischen der Schuldenstandsquote und der 6 %-Grenze Setzt strikte Sicherungsmechanismen voraus (Implementierung von Schuldenbremsen, Konsolidierungsvereinbarungen, Benennung von Steuern zur Tilgung, Hinterlegung von Sicherheiten) Maximales Volumen von 2,6 Billionen Euro nach Roll-in-Phase von maximal sechs Jahren erreicht Anschließende Tilgungsphase, nach 25 Jahren sind die ausgelagerten Schulden vollständig zurückgezahlt Nach Ende der Tilgungsphase: Vorraussetzungen für Maastricht 2. gegeben Folie 26

27 Schuldentilgungspakt Zeitliche Dimension des Schuldentilgungspaktes Schaubild 42 Schuldenstand im Schuldentilgungsfonds nach Ländern 1) Deutschland Italien Frankreich Spanien Niederlande Österreich Belgien Malta Mrd Euro 3 Mrd Euro ) Eigene Berechnungen. Unterstellter Start des Schuldentilgungspakts: Quelle für Grundzahlen: EU-Kommission, AMECO-Datenbank, Sachverständigenrat Folie 27

28 Schuldentilgungspakt Tabelle Konsolidierungsanforderungen und Schuldentilgungspakt (ERP) 1)2) Erforderlicher Primärsaldo Erforderliche um derzeitige Verbesserung des Primärsaldo 212 um die Fiskalregeln zu Schuldenstandsquote Primärsaldos zur erfüllen 3) Erfüllung der ohne ERP Fiskalregeln konstant zu tatsächlich strukturell mit ERP ohne ERP halten mit ERP ohne ERP % des BIP % des BIP Prozentpunkte Deutschland... 1,7 2,1 1,9 1,5,4,3,2 Frankreich... 1,9,5 2,3 2,8,9 4,2 4,7 Italien... 3,4 4,8 4,2 7,1 4,8,8 3,7 Spanien... 3,3 1,4 3,1 5, 3,1 6,3 8,2 Niederlande... 2,3,3 1,7 1,3,3 4, 3,7 Belgien...,4 1,1 2,8 4, 2, 2,4 3,5 Österreich...,3, 2,1 2,3,7 2,4 2,6 Malta...,8,8 2,7 3,2 1,8 1,9 2,5 1) European Redemption Pact. 2) Eigene Berechnungen, Quelle für Grundzahlen: EU, Mai ) Maximal erforderlicher Primärsaldo, um ein Finanzierungsdefizit von höchstens,5 % des BIP zu erreichen und zugleich die nicht ausgelagerten Schulden unter 6 % des BIP zu stabilisieren. Ohne ERP: Maximal erforderlicher Primärsaldo, um den gleichen Schuldenstandsverlauf zu erreichen (entspricht einer Rückführung der Schuldenstandsquote auf 6 % in den nächsten 2 bis 25 Jahren. RW2212_CH Folie 28

29 Ohnehin sollten wir gegen das Mittelalter schon deshalb den Mund halten, weil jene Zeiten ihren Nachkommen keine Staatsschulden hinterlassen haben. Jakob Burckhardt (1921, S. 132) Folie 29

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