Dränung und deren Grundsätze

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1 Dränung und deren Grundsätze Grundstücksentwässerung und Ausführung der Dränage Ausführung der Dränage Eine Abdichtung mit Dränung ist bei schwach durchlässigen Böden auszuführen, bei denen mit Stau- oder Sickerwasser zu rechnen ist. Wenn eine Dränage ausgeführt werden muss, ist zu prüfen, wohin das Wasser abgeleitet werden kann, und zwar in baulicher und wasserrechtlicher Hinsicht. Die Einleitung von Dränagewasser in den Schmutzwasserkanal ist verboten. Um einen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal in die Dränageleitung auszuschliessen, sollte das Dränagewasser immer über die Rückstauebene gepumpt werden. Im Normalfall ist die Oberfläche der Strasse vor dem Haus die Rückstauebene. Dränelemente vor der Abdichtung sind durch Geotextil gegen Verschlammen zu schützen, sollen ca. 15 cm unter der Geländeoberfläche enden und oben abgedeckt sein. Das Gelände soll Gefälle vom Haus weg haben (ca. 2%). Eine Kiesschicht um das Haus ist nachteilig, da dann unnötig viel Wasser dort versickert und über die Dränage abgeführt werden muss, günstiger sind Streifen aus Gehwegplatten. Zur Verdeutlichung wann und wie eine Dränung eingesetzt werden sollte: Bild 1 Bild 2

2 Bild 3 Bild 4 Bild 5

3 Bild 6 Standsicherheit Die Sohle der Dränrohre soll nach mindestens 20 cm tiefer liegen als die Oberfläche der Rohbodenplatte des Hauses. Bei Neubauten ist das bei den Gründungsbauteilen zu berücksichtigen. Bei bestehenden Gebäuden besteht bei einer zu tiefen Verlegung der Rohre die Gefahr, dass die Standsicherheit gefährdet ist. Es ist somit Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall ist natürlich die Standsicherheit vorrangig. Es darf bei bestehenden Gebäuden, Boden nur bis 50 cm über der Fundamentsohle ausgehoben werden. Wenn tiefer ausgeschachtet werden soll, ist das Fundament abschnittsweise zu unterfangen. Dies soll Grundbruch verhindern. Wenn von den Forderungen der Norm abgewichen werden soll oder muss, dann sollte ein Statiker zu Rate gezogen werden, um Schäden auszuschliessen. Kontroll- und Reinigungseinrichtungen An allen Knickpunkten der Dränageleitung sind Kontrollschächte (DN 300) vorzusehen und vor dem Einführen in den öffentlichen Kanal ein Übergabeschacht mit 1000 mm Durchmesser und ein Sandfang. DN300 0,5% DN100 DN300 O T^r p O

4 Anordnung einer Dränung

5 Alte Gebäude ohne waagerechte Abdichtung in den Kellerwänden Vorsicht ist geboten, wenn die waagerechte Abdichtung über dem Kellerfussboden fehlt. Bei Häusern, die vor dem ersten Weltkrieg gebaut worden sind, ist das immer der Fall. Bei diesen Häusern ist es mit einem erhöhten Risiko verbunden, wenn eine Dränage nach den geltenden Normen eingebaut wird. Die vor die senkrechte Abdichtung gestellten Dränplatten entwässern den Boden und leiten das Wasser zu den Dränrohren. Wenn das Wasser dann nicht weiter versickern kann - was die Dränrohre überflüssig machen würde - wird über längere Zeit Wasser in der Kiesschicht unter den Dränrohren stehen und von dort ins Fundament drücken. Im Fundament steigt das Wasser dann kapillar auf und durchfeuchtet den unteren Wandbereich. Bei diesen Häusern ist es daher besser, auf eine Dränage und die Dränplatten vor der Wand zu verzichten und stattdessen die Wand gegen aufstauendes Sickerwasser abzudichten. Die Abdichtung muss dann natürlich durch eine Schutzschicht vor Beschädigung geschützt werden, die wieder so auszuwählen ist, dass kein Wasser in ihr oder zwischen ihr und der Wand nach unten fliessen. Schlusshinweis Ein allgemein gehaltenes Merkblatt kann nie alle vorstellbaren Besonderheiten der jeweiligen Baustelle berücksichtigen. Im Einzelfall sollte daher möglichst zusätzlich ein Architekt, ein Sachverständiger für Schäden an Gebäuden oder ein anderer erfahrener Fachmann zu Rate gezogen werden.

6 1.0 Schlusswort: Die vorstehende Instandhaltungsempfehlung wurde ausschliesslich auf der Grundlage der vorgelegten Unterlagen und der gemachten Angaben sowie der Erkenntnisse aus der Ortsbesichtigung erstellt. Die Bearbeitung erfolgte unabhängig und unparteilich. Wirtschaftliche Interessen einer oder mehreren Parteien wurden nicht berücksichtigt. Die Vervielfältigung oder die Verwendung diese gutachterliche Instandhaltungsempfehlung unterliegt einem Urheberrecht und darf ohne Zustimmung des Unterzeichners nicht vervielfältigt werden. Kopien sind unzulässig und gegen Entgelt beim Unterzeichner anzufordern. Der Schriftsatz hat nur mit Originalunterschrift und dem persönlichen Rundstempel des Unterzeichners Gültigkeit. Die Instandhaltungsempfehlung wurde für den vorbenannten Zweck erstellt und darf nicht Zweckentfremdet werden. Die Instandhaltungsempfehlung ist Stichtags abhängig und muss bei allfällige Änderungen und weiteren Analysen stets ergänzt werden. Sollten sich, aufgrund bisher nicht vorliegender Unterlagen oder nicht bekannter Fakten, Änderungen oder Ergänzungen ergeben, werden weitere Ausführungen zur Ergänzung dieser Instandhaltungsempfehlung ausgeführt Ausgestellt am Der Unterzeichner Renato Mezzelani

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