Aus dem Beruf ins Studium so geht`s!

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1 Aus dem Beruf ins Studium so geht`s! Wegweiser zum Studium für beruflich Qualifizierte im Innovationsland Niedersachsen

2 In Niedersachsen führen viele Wege zum Studium: Nach einer beruflichen Qualifikation ins Studium unter bestimmten Voraussetzungen geht das auch ohne Abitur. Meister, staatlich geprüfte Techniker, Betriebswirte und Fachkräfte mit anerkannten Fortbildungsabschlüssen sind in Niedersachsen schon länger im Besitz einer allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung. Seit 2010 können auch beruflich Qualifizierte mit einer staatlich anerkannten, dreijährigen Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung ein fachbezogenes Studium an einer niedersächsischen Universität oder Fachhochschule aufnehmen. Sie erfüllen eine dieser Voraussetzungen und möchten studieren? Die folgenden Schritte helfen Ihnen bei der Orientierung und Planung: 1. Studienwunsch klären 2. Studienmöglichkeiten recherchieren 3. Die passende Studienform finden 4. Anforderungen einschätzen 5. Anrechnungsmöglichkeiten prüfen 6. Beratung und Unterstützung finden 7. Finanzierung klären 8. Bewerbungsformalitäten beachten

3 1. Studienwunsch klären Im ersten Schritt sollten Sie herausfinden, wo Ihre persönlichen, fachlichen oder thematischen Interessen liegen. Sogenannte Self Assessments können Ihnen dabei helfen. Diese Angebote sind in der Regel kostenlos. Sie helfen dabei, einen Eindruck über das für das Studium notwendige Fachwissen und die erforderlichen Arbeitsmethoden zu erhalten. Eine gute Übersicht über Self Assessment -Angebote finden Sie auf der Internetseite Bei der Orientierung helfen kann auch der ProfilPASS ( Auch die Frage, ob studieren wirklich in Ihren Lebensalltag passt oder ob eine andere Form der Weiterbildung besser geeignet wäre, sollten Sie für sich klären. Die Bildungsberatungsstellen des Landes Niedersachsen geben hier Orientierung. Eine Übersicht finden Sie bei der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung. ( Hinweis: Die folgenden Informationen wurden in Anlehnung an den Informationsfalter Hochschulstudium mit beruflicher Vorbildung aus dem Modellvorhaben Offene Hochschule der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zusammengestellt und systematisiert.

4 2. Studienmöglichkeiten recherchieren Welche Studiengänge mit einer bestimmten beruflichen Qualifikation studiert werden können, entscheidet jede Hochschule eigenständig. Wie die Hochschule dabei vorgeht, sollten Sie direkt vor Ort erfragen. Individuelle Beratung zu Hochschulzugang und Studienangeboten erhalten Sie bei den Studierendenberatungs- und Zulassungsstellen, speziellen Informationsstellen zum Thema Offene Hochschule oder Studieren ohne Abitur sowie bei den Fachschaften der Hochschulen. Informieren Sie sich vorab auf den entsprechenden Internetseiten. Eine Übersicht über Studienangebote finden Sie hier:

5 3. Die passende Studienform finden Wie lassen sich Studium und (Berufs-)Leben vereinbaren? Muss ich meine Berufstätigkeit unterbrechen? Wie wäre eine Rückkehr in meinen ehemaligen Job möglich? Ein Ziel der Offenen Hochschule ist es, die Flexibilität der Studienangebote zu verbessern. Die Zahl berufsbegleitend konzipierter Studiengänge steigt stetig. Studienberatungen und die Fachberatung der Institute und Fakultäten informieren Sie über konkrete Angebote. Die Reflexion Ihrer persönlichen Lebensumstände hilft Ihnen zu realisieren, welche Form des Studiums in Ihr Leben passt.

6 4. Anforderungen einschätzen Im Alltag eines Studiums kommen neue Arbeitsanforderungen auf Sie zu. Auch hier helfen Self-Assessment -Angebote und die Studienberatungsstellen der Hochschulen dabei, Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Einblicke in den Alltag eines Studierenden können darüber hinaus die jeweiligen Fachschaften und Studierendenvertreter bieten. Wenn Sie sich ausprobieren möchten: Mithilfe sogenannter MOOCs (Massive Open Online Courses) können Sie kostenlos und unverbindlich testen, ob ein Hochschulstudium für Sie in Frage kommt. Folgende Internetseiten bieten (bislang nur auf Englisch) Gelegenheit online an Hochschulveranstaltungen teilzunehmen: Viele Hochschulen bieten außerdem einen Tag der offenen Tür, spezielle Schnupperstudiengänge oder eigene Programme für Gasthörende an.

7 5. Anrechnungsmöglichkeiten prüfen Informieren Sie sich, inwieweit Sie Ihre bereits erworbenen Qualifikationen für das Studium Ihrer Wahl anrechnen lassen können. Dazu können auch Fort- und Weiterbildungen zählen. Die einzelnen Hochschulen informieren Sie über Anrechnungsverfahren, formale Voraussetzungen und zu erbringende Nachweise (Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen etc.). Erkundigen Sie sich vor Ort nach den verantwortlichen Ansprechpartnern für das Thema Anrechnung.

8 6. Beratung und Unterstützung finden sich passend vorbereiten Sie finden an einigen Hochschulen spezielle Beratungsund Unterstützungsstellen für beruflich qualifizierte Studierende. Im Vorfeld eines Studiums können Sie außerdem Bildungsberatungsstellen aufsuchen oder sich bei Trägern der Erwachsenenbildung informieren. Sie steigern die Erfolgschancen für Ihren Studieneinstieg und -verlauf enorm, wenn Sie sich für Ihren Studienwunsch passend und professionell unterstützt vorbereiten. Informationen über entsprechende Übergangs- und Vorbereitungsangebote finden Sie bei den einzelnen Hochschulen und Erwachsenenbildungsträgern. Eine Übersicht der Erwachsenenbildungsträger in Niedersachsen finden Sie beim Niedersächsischen Bund für freie Erwachsenenbildung. (

9 7. Finanzierungsmöglichkeiten klären Die Finanzierung eines Studiums stellt die meisten Studieninteressierten vor eine große Herausforderung. Die Umstellung von der Berufstätigkeit auf Studierendenalltag erfordert einige Beratung und Planung. Grundsätzlich sind verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten denkbar: Finanzielle Unterstützung durch Ihren Arbeitgeber, ggf. in Verbindung mit einem berufsbegleitenden Studium (elternunabhängiges) BAföG Stipendien wie Deutschlandstipendium, Aufstiegsstipendium, Hochschulinterne Stipendien, Stipendien von Begabtenförderungswerken und Stiftungen Nebenjob (z. B. als wissenschaftliche Hilfskraft) Studienkredite und Darlehen Prüfen Sie, welche Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen. Weitere Informationen erhalten Sie bei den jeweiligen Vergabestellen, beim Deutschen Studentenwerk ( und in den Studierendenvertretungen.

10 8. Bewerbungsformalitäten beachten Hochschulen haben unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren und auch Bewerbungsfristen. Dies hängt zum Beispiel davon ab, ob der gewünschte Studiengang zulassungsbeschränkt oder -frei ist oder ob weitere Aufnahmekriterien nachgewiesen werden müssen. Achten Sie besonders auf die Fristen diese liegen oft mehrere Monate vor Studienbeginn. Die genauen Termine finden Sie auf der Internetseite des jeweiligen Studienganges.

11 Die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen ggmbh ist eine im Oktober 2012 gegründete gemeinnützige Organisation, deren Gesellschafter das Land Niedersachsen ist. Aufgabe der Servicestelle ist die Koordinierung der Öffnung der Hochschulen in Niedersachsen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich aus 17 Mitgliedern zusammen, die die gesellschaftspolitisch entscheidenden Institutionen und Organisationen (Hochschulen, Erwachsenenbildung, Kammern, Gewerkschaften, sowie Arbeitgeber- und Unternehmerverbände) vertreten, die gemeinsam die Öffnung der Hochschulen voranbringen und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung erhöhen wollen. Aufsichtsratsvorsitzende ist die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Dr. Gabriele Heinen-Kljajic.

12 Haben Sie noch Fragen? Für weiterführende Informationen sowie eine individuelle Beratung steht Ihnen das Team der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an! Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen ggmbh Kurt-Schumacher-Straße Hannover Ansprechpartnerin: Despina Moka, Sekretariat Telefon: 0511 / Telefax: 0511 / Fotos: Silke Kirchhoff Dieser Flyer ist entstanden mit freundlicher Unterstützung von:

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