Mobile Geräte in der Verwaltung

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1 8. Tagung der DFN-Nutzergruppe Hochschulverwaltung "Bologna online" Mai 2007 Dipl.-Inform. RD Hans-Rudi Rach Mai 2007 / 1

2 Inhalt Risiken für Datenschutz und Datensicherheit Ganzheitliches Sicherheitskonzept Beispiele Mai 2007 / 2

3 Risiko Mensch Unkenntnis Sorglosigkeit und Vergesslichkeit In der zweiten Jahreshälfte 2005 wurden allein in London über Mobiltelefone sowie Notebooks und PDA vergessen. Technikbegeisterung Egoismus und kriminelle Energie Mai 2007 / 3

4 Risiko Schad-Software manipulierte Bilder oder Musikstücke installieren Spionageund Fernsteuer-Programme immer raffiniertere und aggressivere Werkzeuge forschen Bankdaten oder Firmengeheimnisse aus (inzwischen mehr als 50 % aller externen Angriffe mit finanziellem Hintergrund) bösartige Programmteile in Spielen oder Klingeltönen machen Handys unbrauchbar oder selbst zu Angriffs-Robotern Notebooks und Mobiltelefone werden zu Abhörgeräten durchschnittlich 16 neue Sicherheitslücken in Systemen und Anwendungen werden täglich gemeldet und in kürzester Zeit für Angriffe genutzt Mai 2007 / 4

5 Risiko Geräte lokaler PC mit MDA / PDA-Synchronisation Synchronisations-Zugang zu einem solchen PC eröffnet neben dem Abgreifen von Mail-, Kalender- und Kontakt- Daten oft auch den Zugriff auf Netzlaufwerke MDA / PDA / mobiles Speichermedium das Gerät enthält oft eine Vielzahl sensibler Daten und ist angreifbar über offene Schnittstellen (z.b. WLAN, Bluetooth, Infrarot, USB) und mangelhaften Zugriffsschutz (PIN 1234) Gerätebedienung Abfilmen PIN-Eingabe, Aufzeichnen Tastatur- und Maus- Eingaben oder einfach Mithören von Sprachkommandos Mai 2007 / 5

6 Die Herausforderung heißt ganzheitliches Sicherheitskonzept rechtliche Sicherheit organisatorische Sicherheit Ganzheitliches Sicherheitskonzept technische Sicherheit wirtschaftliche Sicherheit Mai 2007 / 6

7 Wirtschaftliche Sicherheit Absicherung des Restrisikos (z.b. Absicherungen gegen Datenverlust oder IuK-Ausfall über das Leasing von IuK-Geräten mit einer Elektronikversicherung vorstellbar ) Das Land selbst versichert sich i.d.r. nicht! Mai 2007 / 7

8 Rechtliche Sicherheit Allgemeine oder bereichsspezifische Regelungen in den Gesetzen Vereinbarungen des IuK-Dienstleisters mit den nutzenden Behörden Innerdienstliche Regelungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit Datenschutzerklärungen (z.b. von externen Auftragnehmern) Mai 2007 / 8

9 Organisatorische Sicherheit Sicherheitsleitlinie Stellenwert und Bedeutung der IuK-Sicherheit, Sicherheitsziele, Kernelemente der Sicherheitsstrategie, Organisationsstruktur für IuK-Sicherheit Sicherheitsrichtlinien Sicherheitsmaßnahmen zur Umsetzung der Sicherheitsleitlinie Risiko-Management fortlaufende Analyse und Klassifizierung der Risiken mit Bewertung, Überwachung und Steuerung erkannter Risikofelder Schulung und Sensibilisierung Mai 2007 / 9

10 Technische Sicherheit Schutz vor Diebstahl und Manipulation (z.b. Zugriffsschutz, Schnittstellensperre) Schutz vor schadenstiftender Software (z.b. Virensuchprogramme) Schutz der Vertraulichkeit (z.b. Verschlüsselung) Schutz der Verfügbarkeit (z.b. Datensicherung) Mai 2007 / 10

11 Beispiel Mobiles Büro Domäne 1 LVN Exchange Adapter Domäne n Exchange Adapter Exchange- Server Behörde A Exchange- Server Behörde n Sicherheit durch: - VPN-Kanal - Hardware-PIN - Verschlüsselung MDA Push- Server Internet Mobiles Gerät - geschlossene Schnittstellen (WLAN, Infrarot, Bluetooth) Frame Relay Mobilfunk netz Mobiles Gerät - keine USB- Synchronisation mit dem Arbeitsplatz-PC MDA III Mai 2007 / 11

12 Beispiel Anbindung Sicherheit durch: - Host Checker - OWA mit SSL - 2-fache Anmeldung mit Benutzerkennung und Passwort - Login mit One Time Pattern auf Wunsch Mai 2007 / 12

13 Beispiel CERT BWL Was macht das CERT BWL? Wer ist das CERT BWL? CERT = Computer Emergency Response Team BWL = Baden-Württemberg Landesverwaltung Mai 2007 / 13

14 Dienstleistungen des CERT BWL Reaktion + Prüfung und Bewertung von Meldungen zu Sicherheitsvorfällen + Warnung, Unterstützung und Beratung + Koordination von Abwehrmaßnahmen Prävention + Verteilung von Sicherheitsinformationen + Informations- und Erfahrungsaustausch Sicherheits-Qualitätsmanagement + Bewusstseinsbildung Mai 2007 / 14

15 Zusammenarbeit im CERT BWL BSI IM (StaV) FM (LZfD) IZLBW (Kopfstelle) Ansprechstelle Ansprechstelle Ressort A Ansprechstellen Ressort A in den Ressorts UM (ITZ) LKA Mai 2007 / 15

16 Beispiel Sensibilisierung Leitfaden für die Sicherheit stationärer und mobiler persönlicher IuK beim Einsatz in der Landesverwaltung Baden-Württemberg (PC-Sicherheitsleitfaden) Sicherheitsleitfaden für die Nutzer mobiler Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) in der Landesverwaltung Baden-Württemberg (Nutzerleitfaden) Mai 2007 / 16

17 PC-Sicherheitsleitfaden Schwerpunkte Grundlagen Gefährdungen und Maßnahmen Sicherheitspolitik für Behörden Sicherheitsempfehlungen organisatorisch, technisch CERT BWL Mai 2007 / 17

18 Nutzerleitfaden Ziel: Nutzer direkt ansprechen und sensibilisieren Was ist vorbeugend zu tun? Was ist zu tun, wenn trotzdem etwas passiert? Wer kann helfen? Mai 2007 / 18

19 Verhaltenskodex für Nutzer IuK vor Diebstahl, Verlust und versehentlicher oder absichtlicher Beschädigung schützen sich mit IuK-Sicherheitsfunktionen vertraut machen und sie einsetzen nur Funktionen verwenden, die man kennt bei Unklarheiten oder besonderen Vorkommnissen den zuständigen IuK-Ansprechpartner informieren Mai 2007 / 19

20 Fünf-Punkte-Programm Schutz des Geräts Passwortschutz Schutz der Information Schutz vor schadenstiftender Software Verhalten bei einem Angriff Mai 2007 / 20

21 Haben Sie Fragen? Kontakt: Innenministerium Baden-Württemberg Mail: Tel.: / Fax.: Mai 2007 / 21

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