Die OYAK ANKER Bank im Überblick 04. OYAK ANKER Bank und OYAK Gruppe 06. OYAK ANKER Bank in Zahlen 07. Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden 10

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1 Geschäftsbericht 2011

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3 GESCHÄFTSBERICHT DER OYAK ANKER BANK GMBH 03 INHALTSVERZEICHNIS Die OYAK ANKER Bank im Überblick 04 OYAK ANKER Bank und OYAK Gruppe 06 OYAK ANKER Bank in Zahlen 07 Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden 10 Aufsichtsrat 11 Vorwort der Geschäftsführung 12 Lagebericht 14 Jahresbilanz 38 Gewinn- und Verlustrechnung 40 Anhang 44 Bestätigungsvermerk 62 Bilanz zum Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom bis

4 04 DIE OYAK ANKER BANK IM ÜBERBLICK Die OYAK ANKER Bank im Überblick Geschichte und Tradition Die OYAK ANKER Bank kann auf eine mehr als 50-jährige Tradition in Deutschland zurückblicken wurde sie als Allgemeine Teilzahlungsbank (ATB Bank) in Koblenz gegründet. Seit 1981 ist sie Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.v erwarb die Omnium Genève S.A. die ATB Bank und änderte den Namen in Anker Bank. Im Jahr 1996 wurde das Bankhaus Teil der OYAK (Ordu Yardımlaşma Kurumu) Gruppe und firmiert seitdem unter dem Namen OYAK ANKER Bank GmbH. Die OYAK als größter privater Pensionsfonds der Türkei stärkte damit zugleich ihre Position in Europa. Seit 2004 ist die OYAK ANKER Bank eine direkte, einhundertprozentige Tochtergesellschaft der OYAK. Zahlen und Fakten Hauptsitz der OYAK ANKER Bank ist seit 2006 Frankfurt am Main. Die Bank ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der HRB im Handelsregister eingetragen. Als alleinige Gesellschafterin fungiert die OYAK, Ankara/Türkei. Das handelsrechtliche Eigenkapital der Bank betrug TEUR zum Bilanzstichtag Es setzt sich zusammen aus TEUR Stammkapital, TEUR Rücklagen und dem Bilanzgewinn von 206 TEUR. Angebot und Leistungen Ihren Slogan Sie sind nicht irgendein Kunde. Wir sind nicht irgendeine Bank. lebt die OYAK ANKER Bank in allen Geschäftsbereichen. Er spiegelt das Selbstverständnis eines modernen und innovativen Unternehmens wider, das seinen Platz mitten in der Gesellschaft hat und zu jeder Zeit für seine Kunden da ist. Schwerpunkt bleibt der Privatkundenbereich mit einer bedarfsgerechten Angebotspalette und individuellen Lösungen für Kredite und Geldanlagen. Neben den zentralen Organisationseinheiten stehen den Kunden vier Filialen zur Verfügung. Der Bereich Treasury ist für die Aktiv-Passiv-Steuerung, die Liquiditätssteuerung einschließlich Refinanzierung und die Anlage liquider Mittel zuständig. Für alle Geschäftsfelder gilt: Banking ist und bleibt für uns vor allem Vertrauenssache.

5 DIE OYAK ANKER BANK IM ÜBERBLICK 05 Wofür wir stehen: Unsere Mission Oberste Maxime der OYAK ANKER Bank ist es, auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen und deren Erwartungen stets zu übertreffen. Mit unseren flexiblen und serviceorientierten Angeboten und Leistungen begleiten wir die Menschen durch alle Veränderungen in Beruf, Familie und Freizeit, die Teil der modernen Lebenswirklichkeit sind. Dabei gehen wir keinerlei Kompromisse in punkto Qualität oder in ethischen Fragen ein. Unsere Vision Unser Ziel ist es, zu einer der renommiertesten und bevorzugtesten Banken zu werden, indem wir unseren Kunden, Gesellschaftern und Mitarbeitern einen grundlegenden und nachhaltigen Mehrwert gewährleisten, durch qualitativ hochwertige Produkte und Leistungen weit gefächerte Kundengruppen ansprechen, uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und unseren Werten treu bleiben, uns durch einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Führungsstil und ein weit gespanntes Netzwerk auszeichnen, in der Vielfältigkeit unserer Produkte und Services führend sind, fachlich qualifiziertes Personal beschäftigen und für ein kundenorientiertes Dienstleistungsverständnis stehen. Unsere Werte Aufrichtigkeit und Transparenz Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit Wettbewerb und Gerechtigkeit Innovation und Perfektionismus Unsere Geschäftsbereiche: Das aktive Geschäft der OYAK ANKER Bank gliedert sich in drei Geschäftsbereiche: Privatkundengeschäft Firmenkundengeschäft Treasury

6 06 OYAK ANKER BANK UND OYAK GRUPPE OYAK ANKER Bank und OYAK Gruppe OYAK: Partner für Zufriedenheit und Wohlstand OYAK wurde 1961 als unabhängige Kapitalgesellschaft gegründet und ist der erste und größte private Rentenfonds der Türkei. Die Gruppe tritt sowohl als Verwalterin eines Rentenfonds als auch als Private-Equity -Institution auf und investiert ihr Vermögen in Finanz- und Beteiligungsinvestitionen. Übergeordnetes Ziel sind dabei Rentabilität und Profitabilität im Interesse ihrer rund Mitglieder. Die Leistungen gleichen denen einer Lebensversicherungsgesellschaft, gleichzeitig bietet die OYAK durch verschiedene Kreditprodukte aber auch finanzielle Unterstützung. Im Fokus der Aktivitäten liegen die Zufriedenheit, der Wohlstand und die sichere Zukunft der Mitglieder, denen die OYAK in jeder Lebensphase als Partner zur Seite stehen möchte. Die OYAK Gruppe: Nachhaltige Wirtschaftskraft Mit ungefähr 60 Firmen aus der Industrie und dem Finanz- und Dienstleistungssektor und rund Arbeitsplätze ist die OYAK Gruppe eine der größten und ertragreichsten türkischen Unternehmensgruppen. Ihre Unternehmen leisten durch ihre Produkte, ihren Absatz, ihren Export und ihre abgeführten Steuern einen nachhaltigen und zunehmenden Mehrwert für die Wirtschaft des Landes. Zu den industriellen Beteiligungen der OYAK, die u. a. auch über den größten Anlagenbesitz in der Türkei verfügen, zählen die führenden Unternehmen des Eisen- und Stahlsektors, des Energiesektors, der Zementproduktion und des Automobilsektors. Zur Dienstleistungssparte, dem anderen Schwerpunkt der Gruppe, gehören verschiedene Beteiligungen, beispielsweise aus dem Baugewerbe, aus Außenhandel, Logistik und Technologie. Wofür wir nicht stehen: OYAK ist kein Teil von anderen Institutionen. kein Teil des türkischen Militärs. keine Institution, die staatlich oder finanziell unterstützt wird. kein Unternehmen, das sich an Aktivitäten der Verteidigungsindustrie beteiligt.

7 OYAK ANKER BANK IN ZAHLEN 07 OYAK ANKER Bank in Zahlen Finanzdaten Aktiva TEUR TEUR Barreserve und Forderungen an Banken Kreditforderungen Festverzinsliche Wertpapiere Passiva TEUR TEUR Kundeneinlagen Geldaufnahmen bei der Deutschen Bundesbank Eigenkapital Jahresüberschuss Mitarbeiter Zum Jahresabschluss 2011 beträgt die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter 124 (Vorjahr 119). Filialen Die Bank unterhält zum Jahresende 2011 Filialen an den Standorten Bonn, Frankfurt am Main, Koblenz und Mannheim.

8 08 Sie sind nicht irgendein Kunde. Wir sind nicht irgendeine Bank.

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10 10 VORWORT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN Vorwort des Aufsichtsratsvorsitzenden Strategieplan konsequent umgesetzt und unter schwierigen Bedingungen behauptet Mehmet Özdeniz Trotz zahlreicher Schocks zeigte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2011 insgesamt standhaft. Die deutliche Verlangsamung der zyklischen Aufwärtsbewegung ist auf die Verschärfung der Staatsschuldenkrise im EURO-Raum zurückzuführen. In den betroffenen Ländern hat sich der Konsolidierungsdruck erhöht. Konsumenten und Investoren legen im Ergebnis dieser Krise deutlich größere Vorsicht und Zurückhaltung an den Tag. Differenziert zu betrachten sind die Auswirkungen auf Drittstaaten. So konnte die US-Wirtschaft ihr Tempo im Herbst erneut steigern. Dagegen litt die gesamtwirtschaftliche Expansion der Schwellenländer zum dritten Mal in Folge unter dem Trendwachstum. Die Industrieländer hatten unterschiedliche Erfolge vorzuweisen. Dem lebhaften Wachstum in den USA standen Rückgänge der gesamtwirtschaftlichen Produktion im EURO-Raum, in Großbritannien und in Japan gegenüber. Die kurzfristige konjunkturelle Perspektive der Weltwirtschaft kann wieder etwas günstiger eingeschätzt werden, wenn sich die Staatsschuldenkrisen in Europa nicht in naher Zukunft weiter verschärft und die Lage an den Ölmärkten sich nicht zuspitzt. Der IWF hat seine Herbstprognose im Januar 2012 nach unten angepasst. Das globale Wachstum ist im Jahr 2011 um einen viertel Prozentpunkt geringer ausgefallen. Ausgelöst wurde die aktuelle Krise durch die hohen Staatsverschuldungen einiger Länder Europas. Mit Hilfe des Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) sollten die Märkte beruhigt und die gemeinsame Währung EURO stabilisiert werden. Die Verschärfung der Schuldenkrise in den GIIPS-Staaten löste eine weitere Vertrauenskrise aus. Zahlreiche erfolglose Versuche, die Staatsschuldenkrise mit immer größeren Rettungspaketen, niedrigeren EZB-Zinsen und einem Schuldenschnitt für Griechenland einzudämmen, misslangen. In Deutschland waren vor allem Dämpfungseffekte aus dem EURO-Raum sowie die Verlangsamung der Weltkonjunktur zu spüren. Dadurch wird die Exportbilanz der deutschen Unternehmen negativ beeinflusst, auch die Importe sind durch die gebremste Produktions- und Nachfrageentwicklung zurückgegangen. Obwohl temporär konjunkturelle Eintrübungen vorhanden sind, befindet sich der Arbeitsmarkt in Deutschland jedoch weiter auf Expansionskurs. In der Türkei hat

11 AUFSICHTSRAT 11 die Zentralbank (TCMB) die einheimischen Unternehmen mit zielgerichteten Maßnahmen vor den Folgen einer Überhitzung der Wirtschaft bewahrt, so dass bei stabiler Inlandsnachfrage die Exporte gesteigert werden konnten. Die OYAK ANKER Bank hat sich unter diesen schwierigen Bedingungen behauptet und konnte das Jahr mit einem positiven Ergebnis abschließen. Obwohl die Bank in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld agiert, gelang es, die Ziele des Strategieplans konsequent umzusetzen. Der Ausbau des Retailgeschäfts wurde kontrolliert durchgeführt. Die Effizienz der innerbetrieblichen Arbeitsabläufe konnte erneut gesteigert werden. Zugleich fanden die Produkte der Bank in hohem Maße Akzeptanz auf dem Markt. Um auch künftig im Wettbewerb bestehen zu können, hat sich die Bank gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet und wird auch in Zukunft Service- und Beratungsqualität in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Mehmet Özdeniz Vorsitzender Aufsichtsrat Hülya Atahan, stellv. Vorsitzende Stellv. Geschäftsführerin der OYAK, Ankara (Türkei) Fatma Canlı Direktorin der Beteiligungen der OYAK, Ankara (Türkei) Bediz Demiray Juristin, Ankara (Türkei) Ertuğrul Aydın Direktor des Rechnungswesen der OYAK, Ankara (Türkei)

12 12 VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Vorwort der Geschäftsführung Rechtzeitig die Voraussetzungen für Stabilisierung des Privatkundengeschäfts geschaffen Von links: R. Emre Yalçınkaya Achim Straßburger Eine erfreuliche Entwicklung im Privatkundengeschäft steht am Ende des Jahres 2011 trotz der Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise auf die Finanzmärkte für die OYAK ANKER Bank zu Buche. Im ersten Quartal sorgte eine starke deutsche Wirtschaft zusammen mit moderatem Wachstum in Frankreich noch für ein überdurchschnittlich hohes Wachstum in der Eurozone. Danach geriet zunächst Italien in den Fokus der Märkte und konnte sich dadurch nur zu erheblich schlechteren Bedingungen refinanzieren. Wie schon Irland Ende 2010, musste auch Portugal finanzielle Hilfe beantragen. Griechenland konnte nur knapp vor einer Zahlungsunfähigkeit gerettet werden. Dies führte zu einer Abschwächung des europäischen Wirtschaftswachstums im weiteren Verlauf des Jahres. Die Europäische Zentralbank versuchte, mit Zinsanpassungen die Gesamtwirtschaft im EWU- Raum zu kontrollieren. Die Konsequenzen für die Inflationsaussichten veranlassten den EZB- Rat, die im April und Juli beschlossenen Zinserhöhungen in den Herbstmonaten in zwei Schritten wieder rückgängig zu machen. Wegen der wachsenden Spannungen an den Finanzmärkten sowie der Schieflage einiger Banken aus den Mitgliedsstaaten war die EZB in der Folge gezwungen, weitere geldpolitische Sondermaßnahmen durchzuführen. Die zufriedenstellende Entwicklung des Privatkundengeschäfts der OYAK ANKER Bank ist der starken Wirtschaftskraft Deutschlands zu verdanken. So blieb der Arbeitsmarkt stabil und das

13 VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG 13 Konsumverhalten der Verbraucher verzeichnete keinen Abwärtstrend lag die Arbeitslosenzahl zum ersten Mal seit Anfang der 1990er Jahre unter drei Millionen. Durch die weiterhin niedrige Inflationsrate sowie das niedrige Zinsniveau wurde auch der private Verbrauch in Deutschland positiv beeinflusst. Auch selbst haben wir mit der Erweiterung unserer Onlinekredit- Möglichkeiten, durch Zugewinn von neuen Kooperationspartnern im vermittelten Kreditgeschäft und den Ausbau unserer Produktpalette rechtzeitig die Voraussetzungen für einen Anstieg des Kreditvolumens bei den Privatkunden geschaffen. Im Ergebnis konnten wir unser Privatkundengeschäft auf der Aktiv- sowie auf der Passiv-Seite steigern. Das Firmenkundengeschäft wurde erneut durch die traditionellen Kredite an namhafte Partner aus der türkischen Wirtschaft dominiert. Wachstum und krisenfreies Umfeld in der Türkei ermöglichten es uns, unser Geschäftsvolumen auf diesem Sektor zu erhöhen. Das Schuldscheindarlehensgeschäft litt derweil unter den niedrigeren Margen, so dass dieses Kreditgeschäft zwar weiterhin durchgeführt wurde, allerdings nicht im gleichen Umfang wie in den vorangegangenen Jahren. Der Bereich Treasury hat sich angesichts der uneinheitlichen Entwicklung auf den Finanzmärkten und einer nach wie vor anspruchsvollen Erwartungshaltung gut behauptet. Die Nachfrage nach Staatsanleihen der europäischen Kernländer, insbesondere Deutschlands, war sehr hoch. Während der deutsche Aktienindex stark nachgab, verringerte sich die Rendite für zehnjährige deutsche Papiere drastisch. Damit verbunden war auch eine massive Erhöhung der Nachfrage in europäischen Corporate Bonds, insbesondere aus Skandinavien, Deutschland und Frankreich. Die Stabilisierung im Privatkundenbereich, nach großen Zuwächsen in den vergangenen Jahren und trotz extrem schwieriger Rahmenbedingungen, lässt uns unser Ziel, durch nachhaltige Maßnahmen für bestehende und neue Kunden noch attraktiver zu werden, mit großer Zuversicht weiter verfolgen. Dies umso mehr, da wir mit dem international ausgerichteten OYAK-Gruppe eine starke Muttergesellschaft an unserer Seite wissen. R. Emre Yalçınkaya Achim Straßburger

14 14 LAGEBERICHT Lagebericht 1. Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche 1.1 Welt und Deutschland Seit 2007 löst eine Krise die andere ab. Angefangen mit der Subprime Krise in den USA, über die Bankenkrise nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008, der Wirtschaftskrise 2009, bis zu den Staatsschulden-Krisen in der Eurozone und in den USA. Im Jahr 2011 schwankten die Emotionen zwischen der Hoffnung auf eine rasche Lösung der Euro-Schuldenkrise und dem Bangen um den Fortbestand des Euroraumes. Im ersten Halbjahr dominierte die Zuversicht auf einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung. Die Frühindikatoren signalisierten bereits eine Wachstumsberuhigung. Der Optimismus der deutschen Wirtschaft wurde selbst durch die dreifache Katastrophe (Erdbeben, Tsunami und atomarer GAU) in Japan nicht gebrochen. Unterdessen spitzte sich die Schuldenkrise im Euroraum zu. Zunächst konzentrierten sich die Probleme auf die Peripherieländer. Dieser Ausnahmezustand hält unverändert an. Hohe Staatsverschuldungen in einer Reihe von Ländern des Euro-Gebiets sowie unzureichende Wettbewerbsfähigkeit verursachten die jetzige Krise. Umsetzungen von Strukturanpassungen, Reformen und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte brauchen Zeit. Diese Reformen sind in einigen Ländern Europas bereits angelaufen. Hinzu kam die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung. Mit Hilfe des Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) sollten die Märkte beruhigt und die gemeinsame Währung EURO stabilisiert werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) war zuversichtlich und erhöhte den Leitzins, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken. Im Sommer verschlechterten sich jedoch die Konjunkturdaten der USA und Chinas. Damit wurden Ängste vor einer erneuten Rezession ausgelöst. Gleichzeitig verschärfte sich die Schuldenkrise in den GIIPS-Staaten 1. Die Risikoaufschläge der Staatsanleihen weiteten sich aus. Zahlreiche erfolglose Versuche, die Staatsschuldenkrise mit immer größeren Rettungspaketen, niedrigeren EZB Zinsen und einem Schuldenschnitt für Griechenland einzudämmen, misslangen. Massive Reform- und Sparanstrengungen sollten durch ein Expertenteam in Griechenland begleitet werden. Das griechische Sparprogramm wird auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn gleichzeitig die Wirtschaft effizienter wird. Die hierfür vorgesehenen Reformen können sich jedoch nur allmählich positiv auswirken. 1.2 Aussichten Deutschland Für die deutsche Wirtschaft sind Nachfrageimpulse aus den Hauptabnahmeländern von großer Bedeutung. Nach einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 3,0 % im vergangenen Jahr dürfte sich das Expansionstempo in Deutschland nach einer Durststrecke im Winter 2011 im kommenden Jahr spürbar auf 0,3 % verringern. Insbesondere die Industrie könnte unter der nachlassenden globalen Wirtschaftsdynamik und den von der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum ausgehenden Irritationen leiden. Hingegen dürfte die Bauwirtschaft weiterhin von einer hohen Nachfrage profitieren. Der private Verbrauch scheint sich trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nach einer deutlichen Zunahme im Vorquartal kaum gesteigert zu haben. Dieses Bild ergibt sich 1 Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien

15 LAGEBERICHT 15 aus den bisher vorliegenden, derzeit recht volatilen Konjunkturindikatoren. Für den Jahresauftakt 2012 deutet sich eine Seitwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft an. Der Rückgang der industriellen Aufträge hat sich in den ersten beiden Monaten des vierten Quartals 2011 gegenüber dem Vorquartal deutlich abgeschwächt, und die Erwartung der gewerblichen Wirtschaft hat sich vom Zwischentief im Sommer etwas erholt. 1.3 Türkei Die türkische Wirtschaft erlebte in den vergangenen Jahren ein Auf und Ab. Seit 2002 ist sie aber wieder auf dem Wachstumspfad. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat zwar auch vor der Türkei nicht Halt gemacht, auf Grund der im Vergleich zur Vergangenheit aber mittlerweile robusten Wirtschaftsstruktur, insbesondere des soliden Bankensektors, sowie einer klugen Fiskalpolitik der Regierung, erholte sich die türkische Wirtschaft im Rekordtempo: Der scharfen Rezession folgte ein ebenso steiler Wachstumsschub. So wuchs die türkische Wirtschaft 2010 um 9,0 %, für das Jahr 2011 geht der IWF von einer Steigerung des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 8,3 % aus. Das Wachstum wurde vor allem von der Konsum- und Investitionstätigkeit des Privatsektors getragen, und auch die ausländischen Direktinvestitionen und der Tourismus boomten. Der Dienstleistungssektor, zu dem insbesondere die Tourismusindustrie zählt, ist mit einem Anteil am BIP von fast 65 % der wichtigste Sektor der Türkei. Über 50 % aller Erwerbstätigen sind in diesem Sektor beschäftigt. 1.4 Aussichten Türkei Doch neue Krisenmeldungen verschlechterten die Aussichten. Die hohe Staatsverschuldung, eine mögliche Pleite der EU-Länder Griechenland und Portugal und eine erneute Bankenkrise bleiben nicht ohne Folgen für den Welthandel und damit auch für die Türkei. Das schnelle Wachstum seit dem vierten Quartal 2008 hat zu einer teilweisen Überhitzung der türkischen Wirtschaft geführt. Die Inflationsrate liegt heute zum ersten Mal seit 2008 über 10 %. Der IWF rechnet mit einer BIP Steigerung von 0,4 % in Die türkische Wirtschaft ist sehr eng mit der europäischen Wirtschaft verflochten. Das Spektrum reicht von der Zulieferindustrie über den Handel bis hin zu Finanzierungen. Darunter könnte das türkische Wachstum nun leiden. Die türkische Exportwirtschaft wird mit einem Nachfragerückgang aus Europa und steigender Konkurrenz aus Asien zu kämpfen haben.

16 16 LAGEBERICHT 1.5 Branche Kreditinstitute Liquidität und Kapital sind die wichtigsten Herausforderungen für die Bankenbranche. Die seit der Krise in 2008 gestartete Debatte über stringentere Regulierungen erfordern nun erste einschneidende Schritte. Die speziellen Anforderungen sind jetzt klarer und müssen in kurzer Zeit umgesetzt werden. Die Geschäftsmodelle als auch Prozesse, IT- Systeme und Anforderungen an Mitarbeiterprofilen sind wesentlichen Veränderungen unterworfen. Der Aufbau von hartem Kernkapital, die Optimierung des Liquiditätsmanagements und die Risikoreduktion dominieren die Herausforderungen der nächsten Jahre. Durch die aktuellen Marktbedingungen geraten die Eigenkapitalrenditen ins Wanken und die Banken müssen radikale, kostenintensive Anpassungen vornehmen, um sich den regulatorischen Herausforderungen zu stellen. Die regulatorischen Maßnahmen verbessern die finanzielle Stabilität und den Schutz der Anleger und Verbraucher. Sie könnten aber auch negative Auswirkungen auf Banken und dadurch auch auf die Konditionengestaltung für Bankkunden und damit auf die Realwirtschaft haben. In Europa bedeutet die Umsetzung der regulatorischen Reformen eine erhebliche Kostensteigerung. Kapital- und Liquiditätsthemen, die durch den Rahmen der Capital Requirements Regulation (CRR) I Verordnung und der Capital Requirements Directive (CRD) IV Richtlinie vorangetrieben werden, stehen oben auf der Agenda. Weitere Kosten können durch die Finanztransaktionssteuer und die Implementierung der Regelungen der US Foreign Account Tax Compliance Act (FACTA) über das Steuer-Reporting durch ausländische Finanzinstitutionen entstehen. 1.6 Aussichten 2012 für die OYAK ANKER Bank GmbH Die Herausforderungen für 2012 sind alles andere als gering. Auf Basis der Regulierung durch die Bankenaufsicht sehen wir uns mit strukturellen und personellen Maßnahmen gut gerüstet. Ausreichendes Eigenkapital für die anstehenden Anforderungen ist vorhanden. Die Schnittstellen für die Liquiditätskennziffern nach der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und dem Net Stable Funding Ratio (NSFR) werden 2012 aufgebaut und das Gesamtbank-Portfolio wird adjustiert. Die deutsche Wirtschaft befindet sich grundsätzlich in einer sehr guten Verfassung. Der Unternehmenssektor ist, von der Ertragslage und Eigenkapitalbasis her gesehen, derzeit sogar noch besser aufgestellt als vor der Finanzkrise. Die historisch niedrigen Arbeitslosenzahlen tragen dazu bei, dass der Aufschwung vor allem von binnenwirtschaftlichen Wachstumskräften getragen werden kann. Diese wiederum könnten ein Gegengewicht zu möglicherweise schwächeren Exporten bilden.

17 LAGEBERICHT 17 Für die Geschäftsentwicklung der Banken mit Schwerpunkt Teilzahlungskredite wird die weitere Entwicklung des Verhaltens der Privatkunden in Verbindung mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt entscheidende Bedeutung haben. Die zunehmend positiven Aussichten bei der Einkommenssituation könnten den privaten Verbrauch ankurbeln. Damit sollte die Nachfrage im Konsumentenkreditgeschäft steigen. Gleichzeitig wird für das Jahr 2012 mit einer weiteren Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt gerechnet, was zu fallenden Ausfallquoten führen sollte. 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Bank ist eine auf Privat- und Firmenkunden fokussierte private Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Unsere Privatkunden können uns in den Filialen Bonn, Frankfurt am Main, Koblenz und Mannheim persönlich erreichen. Über unser zentrales Kundenservicecenter sind wir ortsunabhängig für alle unsere Kunden erreichbar. Unseren Privatkunden bieten wir das Girogeschäft und alle wesentlichen Einlagenprodukte an. Weiterhin ermöglichen wir unseren Kunden, über Ratenkredite und Kredite mit immobiliennaher Verwendung ihre Wünsche zu realisieren. Im Firmenkundenbereich liegt der Schwerpunkt im syndizierten Kreditgeschäft. Das Treasury unterstützt die Strategie im Privat- und Firmenkundengeschäft im Rahmen einer gezielten Aktiv-Passiv- Steuerung. 2.1 Mitarbeiter Zum Jahresende hatten wir 126 Mitarbeiter, davon 6 Auszubildende. Auf Vollzeitbasis umgerechnet hatten wir 107,7 Mitarbeiter (Vorjahr: 103,9). Wir wollen unsere Wachstumsziele für die kommenden Jahre weitgehend mit dem vorhandenen Mitarbeiterbestand erreichen. Dies erfordert sowohl eine hohe Qualifikation sowie eine starke Motivation und Identifikation mit den übertragenen Aufgabenbereichen bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ebenso haben effiziente Prozesse in den Arbeitsabläufen eine große Bedeutung für die Weiterentwicklung der Bank. Wir investieren deshalb bewusst in die Personalentwicklung sowie in Aus- und Weiterbildung unserer Belegschaft. Über unsere offenen Kommunikations- und Informationsveranstaltungen fördern wir Teamgeist und Motivation. Die Arbeitsprozesse in unserem Institut hinterfragen wir regelmäßig und wir investieren in die erforderlichen Prozessoptimierungen. Unser besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr engagiert für die Belange unseres Institutes eingesetzt haben.

18 18 LAGEBERICHT 2.2 Vermögenslage Die Geschäftsentwicklung der Bank war im Jahr 2011 geprägt durch die Staatsschuldenkrise der GIIPS-Staaten und den Unsicherheiten an den Finanzmärkten. Insbesondere der Credit Event (siehe Nachtragsbericht) hatte maßgeblich Einfluss. Im Jahr 2011 ist die Bilanzsumme um EUR 40,3 Mio. auf EUR 553,5 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert aus der bewussten Rückführung von Konsortialkrediten. Bei Außerachtlassung dieses Sondereffektes sind wir um EUR 19,8 Mio. gewachsen. Die Bruttoforderungen an Kreditinstitute sind von EUR 101,9 Mio. auf EUR 72,3 Mio. gesunken. Die Forderungen sind um 29,1 % geringer, u. a. durch die Verringerung der Konsortialkredite an Banken in Höhe von EUR 27,0 Mio. Die Forderungen gegenüber Firmenkunden sind - durch die geplante Reduktion - um 21,7 % gesunken, die Forderungen gegenüber Privatkunden um 16,6 % gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die um den vorgenannten Sondereffekt bereinigten Forderungen an Kunden um EUR 47,5 Mio. Zum Bilanzstichtag macht das breit gestreute Privatkundengeschäft 76,3 % (Vorjahr: 68,4 %) der Forderungen an Kunden aus. Die Bruttobuchforderungen im Privatkundengeschäft liegen bei EUR 254,3 Mio. (Vorjahr: EUR 218,1 Mio.). Die Bruttobuchforderungen der gewerblichen Kredite liegen zum Jahresende bei EUR 78,6 Mio. (Vorjahr: EUR 100,4 Mio.). Dies entspricht einem Anteil von 23,7 % (Vorjahr: 31,6 %). Die Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz in der Türkei betragen EUR 61,3 Mio. (Vorjahr: 62,8 Mio. EUR). Davon sind Forderungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) durch Barsicherheiten abgedeckt. Wegen der gegenwärtig angespannten Situation auf den Finanzmärkten wurde das Rentenportfolio reduziert. Zum Jahresende hielten wir einen Bestand in Höhe von EUR 141,9 Mio. (Vorjahr: EUR 173,6 Mio.) im Anlagevermögen und EUR 13,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.) in der Liquiditätsreserve. Im Eigeninteresse der Bank werden derivative Finanzinstrumente lediglich zur Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken abgeschlossen. Unsere im Jahr 2011 getätigten Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 246) dienten im Wesentlichen der Weiterentwicklung der bestehenden Bankenanwendung. Die Zugänge in den Sachanlagen von insgesamt TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 217) ergeben sich vor allem aus Anschaffungen in geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 72 (darin u. a. für IT-Ausstattung), für den Fuhrpark in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 33) und im IT- Bereich in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 120). Die restlichen Zugänge resultieren aus Betriebsanlagen und Büromaschinen. Die Abgänge von TEUR ergeben sich aus dem Verkauf des Gebäudes in Koblenz TEUR 621, Büroeinrichtungen TEUR 178 und EDV-Anlagen TEUR 219.

19 LAGEBERICHT 19 Auf der Refinanzierungsseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 46,7 Mio. auf EUR 87,9 Mio. gesunken. Die Reduzierung resultiert aus der verminderten Nutzung von Offenmarktgeschäften mit der Deutschen Bundesbank. Die Kundeneinlagen sind mit EUR 385,1 Mio. in der Summe nahezu unverändert. In dieser Position wurden jedoch verstärkt kurzfristige Einlagen durch langfristige ersetzt. Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist sind um EUR 58,8 Mio. auf EUR 212,8 Mio. gestiegen. Die Rückstellungen sind von TEUR auf TEUR gestiegen. Diese Steigerung um TEUR ergibt sich im Wesentlichen durch die Rückstellung für den Credit Linked Schuldschein in Höhe von TEUR Seit 2009 hat unsere Gesellschafterin eine nachrangige Einlage in Höhe von TEUR bereitgestellt. Nach Ablauf von drei Jahren kann die Gesellschafterin diese Einlage erstmalig mit einer zweijährigen Frist kündigen. Die Verzinsung wird halbjährlich angepasst. Aufsichtsrechtlich wird diese nachrangige Einlage vollständig als Ergänzungskapital anerkannt. Das handelsrechtliche Eigenkapital der Bank beträgt zum Bilanzstichtag TEUR (Vorjahr: TEUR ). Es setzt sich wie folgt zusammen: Stammkapital TEUR (Vorjahr: TEUR ), Rücklagen TEUR (Vorjahr: TEUR 4.355) und Bilanzgewinn TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 2.860). Die modifizierte bilanzielle Eigenkapital-Quote gemäß 24 Abs. 1 KWG Nr. 16, Abs. 1a Nr. 5 KWG beträgt per Buchungslauf ,96 % (Vorjahr: 8,76 %). 2.3 Ertragslage Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr fällt mit TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 2.860) um TEUR geringer aus als im Vorjahr. Die Auslösung des Kreditereignisses griechischer Anleihen gemäß ISDA 2 führte zur Ausübung des Credit Linked Schuldscheins in Zum Ausgleich des Verlustes wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR gebildet. Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft hat sich im Jahresverlauf trotz eines gegenüber dem Vorjahr signifikant höheren Kreditvolumens von EUR 254,3 Mio. (Vorjahr: TEUR 218,1) verringert. Die Nettozuführung zur Einzelwertberichtigung fiel mit EUR 5,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 0,6 Mio. geringer aus. Die festverzinslichen Wertpapiere im Anlagevermögen wurden aufgrund zu erwartender dauerhafter Wertminderungen in Höhe von TEUR (Vorjahr: TEUR 0) abgeschrieben. Die Wertpapiere in der Liquiditätsreserve wurden in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) wertberichtigt. 2 ISDA, International Swaps und Derivatives Association, Inc.

20 20 LAGEBERICHT Das Anleiheportfolio der Bank verzeichnete Kursverluste, ausgelöst durch einen erheblichen Druck auf die Schuldnerländer der EURO-Zone und einer einhergehenden allgemeinen Verunsicherung der Märkte. Das Hauptaugenmerk in 2011 galt einer weiteren Erhöhung der Zinsmarge. Durch ein forciertes Wachstum im Privatkundenkreditgeschäft bei gleichzeitig gezieltem Abbau margenschwacher Firmenkundenkredite konnte entsprechend der Geschäftsstrategie die Nettozinsmarge gesteigert werden. Unser Zinsüberschuss - unter Einbeziehung der Erträge aus Beteiligungen sowie des abgeführten Gewinns unserer Tochtergesellschaft - konnte um TEUR auf TEUR (Vorjahr: TEUR ) gesteigert werden. Der Provisionsüberschuss konnte durch das erhöhte Kreditneugeschäft um TEUR 368 auf TEUR (Vorjahr: TEUR 2.258) ausgebaut werden. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind insgesamt um TEUR oder 11,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die darin enthaltenen anderen Verwaltungsaufwendungen sind um TEUR (19,5 %) und die Personalaufwendungen um TEUR 375 (6,9 %) gestiegen. Die Erhöhung resultiert u. a. aus dem Ausbau des Privatkundengeschäfts. In diesem Zusammenhang wurde in Personal, Software und IT-Infrastruktur investiert. Des Weiteren wurde die Bankenapplikation im Sinne der differenzierten Vertriebs- und Gesamtbanksteuerung ausgebaut. Durch den Verkauf des Bürohauses in Koblenz konnten wir TEUR 605 Gewinn erzielen. Der außerordentliche Ertrag von TEUR resultiert aus einem Forderungsverzicht der Gesellschafterin. Die Cost-Income Ratio ist nahezu unverändert 65,1 % in 2011 (Vorjahr: 65,7 %). Die Eigenkapitalrentabilität hat sich durch die hohe Rückstellungsbildung von 5,4 % Ende 2010 auf 0,4 % verschlechtert. 2.4 Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen war die Liquidität der Bank im Berichtsjahr stets ausreichend. Die Steuerung und Überwachung des Liquiditätsrisikos erfolgt mittels eines täglichen Liquiditätsplanes und regelmäßiger Prognoserechnungen, die nach verschiedenen Größenklassen und Zielgruppen aufgebaut sind. Die Bank hat die Möglichkeit der Liquiditätsbeschaffung mittels Einreichung von Kreditforderungen und Wertpapieren als notenbankfähige Sicherheiten bei der Deutschen Bundesbank genutzt. Die Zahlungsmittel werden im Sinne einer jederzeitigen Zahlungsbereitschaft geplant und bereitgehalten. Die Einhaltung der Liquiditätskennzahl nach LiqV war stets gegeben. Zum Jahresende war die Liquiditätskennziffer im ersten Laufzeitband 1,43 % (Vorjahr: 1,82 %).

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