Prof. Dr. Burkhard Boemke Wintersemester 2012/13 Universität Leipzig ARBEITSVERTRAGSGESTALTUNG - GLIEDERUNG -

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1 Prof. Dr. Burkhard Boemke Wintersemester 2012/13 Universität Leipzig ARBEITSVERTRAGSGESTALTUNG - GLIEDERUNG - 1. Teil: Theoretische Grundlagen 1 Einführung A. Begriff und Gegenstand der Arbeitsvertragsgestaltung I. Begriff II. Gegenstand B. Vertragsgestaltung im Rechtssystem I. Vertragsfreiheit als Ausgangspunkt 1. Abschlussfreiheit 2. Gestaltungsfreiheit 3. Formfreiheit II. Grenzen der arbeitsrechtlichen Vertragsgestaltung 1. Innere Grenzen 2. Äußere Grenzen a. Zwingendes Recht aa. Zwingende Vorschriften im Arbeitsrecht aaa. Gesetzesrecht bbb. Kollektivvereinbarungen bb. Allgemeine zwingende Normen b. 305 ff. BGB c. Richterliche Auslegung 1

2 C. Funktionen und Ziele der Arbeitsvertragsgestaltung I. Funktionen 1. Regelungsfunktion 2. Beweisfunktion 3. Risikoplanung / Störfallvorsorge II. Ziele 1. Rationalisierung 2. Gleichbehandlung 3. Normersatz E. Relevanz der Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht I. Ausbildung II. Praxis 2 Maximen der Vertragsgestaltung A. Perspektive des Vertragsjuristen im Allgemeinen B. Maximen der Vertragsgestaltung I. Zukunftsbezogenheit II. Interessenbindung III. Gebote der Rechtsgestaltung 1. Gebot des sichersten Wegs 2. Gebot der Kostengünstigkeit 3. Gebot der Praktilibität 4. Gebot der Flexibilität 2

3 3 Methodik der Vertragsgestaltung A. Allgemein B. Methodik - Vertragsgestaltung I. Regelungsziel e Informationsgewinnung 2. Herausarbeitung der gewünschten Ziele II. Regelungsnotwendigkeit 1. Prüfung der existenten Rechtslage 2. Abgleich mit gewünschten Regelungszielen III. Verwirklichung des Regelungsbedarfs 1. Geeignete Gestaltungsoptionen aufsuchen 2. Zulässigkeit geeigneter Gestaltungen prüfen a. Zwingende Regelungen b. 305 ff. BGB 3. Auswahl zwischen mehreren Gestaltungen 4. Ggf. taktische Folgeüberlegungen IV. Ausformulierung des Regelungsziels 1. Form- und Formulierungsfragen a. Allgemeine Formanforderungen b. Keine angreifbaren Formulierungen 2. Gebot der Logik C. Methodik Zielkonfliktlösung I. Allgemein II. Identifizierung der Zielkonflikte 1. Definition 2. Vorgehen III. Lösung der Zielkonflikte 1. Betroffenheit des Einzelziels 2. Betroffenheit des Endziels 3. Abwägung und Gewichtung der Kollisionen 4. Ausgleich zwischen kollidierenden Zielen 3

4 4 Gestaltung Allgemeiner Geschäftsbedingungen ( 305 ff. BGB) A. Allgemein I. Allgemeine Geschäftsbedingungen im Arbeitsrecht II. Arbeitsvertrag als Verbrauchervertrag B. Vorgehensweise I. Eröffnung des Anwendungsbereichs IV S. 1 BGB 2. Vorliegen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen a. Vertragsbedingungen b. Vorformuliert c. Vielzahl von Verwendungen d. Einseitig gestellt / kein Aushandeln II. Einbeziehungskontrolle III. Inhaltskontrolle 1. Umfang a. 307 III S. 1 BGB b. 310 III Nr. 3 BGB c. 310 IV S. 2 BGB aa. Begriff der Besonderheiten im Arbeitsrecht aaa. Nur rechtliche Besonderheiten bbb. Rechtliche und tatsächliche Besonderheiten bb. Inhalt der Besonderheiten im Arbeitsrecht IV. Angemessenheit I S. 2 BGB i. V. m. 310 IV S. 2 Hs. 1 BGB BGB II Nr. 2, 307 II Nr. 1, 307 I S. 1 BGB a. 307 II Nr. 2 BGB b. 307 II Nr. 1 BGB c. 307 I S. 1 BGB 4

5 V. Rechtsfolgen I BGB a. Restvertrag b. Klausel aa. Grundsatz bb. Ausnahme: Teilbarkeit aaa. Blue-pencil-Test bbb. Materielle Kriterien II BGB a. Gesetzesrecht b. Verbot geltungserhaltender Reduktion aa. Grundsatz bb. Ausnahme: Altverträge c. Ergänzende Vertragsauslegung aa. Grundsatz bb. Prognoseentscheidungen cc. Einschränkung von 306 III BGB 5

6 5 Rechtsdurchsetzung A. fehlende Verbandsklage I. 15 UKlaG II. Unterlassungsanspruch der Gewerkschaften B. 80 BetrVG I. Vertragskontrolle und Kollektive Einwirkung II. Einzelfall C. Individualprozess 6

7 2.Teil: Fallbearbeitung 6 Begründung des Arbeitsverhältnisses A. Bezugnahmeklauseln Literatur: Jordan/Bissels, Gilt der jeweils anwendbare Tarifvertrag in der jeweils gültigen Fassung noch?, NZA 2010, 71 ff.; Holthausen, Hinweise zur Gestaltung arbeitsvertraglicher Bezugnahmen, ArbRaktuell 2011, 29 ff.; Preis/Greiner, Vertragsgestaltung bei Bezugnahmeklauseln nach der Rechtsprechungsänderung des BAG, NZA 2007, 1073 ff.. 1. Klausel 2. Klauselkontrolle Methodik d. Ergebnis B. Vertragsstrafenklauseln Literatur: Joost, Vertragsstrafen im Arbeitsrecht Zur Inhaltskontrolle von Formularverträgen im Arbeitsrecht, ZIP 2004, 1981 ff.; Schramm, Neue Herausforderungen bei der Gestaltung von Vertragsstrafenklauseln, NJW 2008, 1494 ff., Winter, Wirksamkeits- und Angemessenheitskontrolle bei Vertragsstrafen im Formulararbeitsvertrag, BB 2010, 2757; 7

8 2. Entwurf Vertragsklausel Methodik d. Ausformulierung 8

9 7 Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis A. Abwälzungsklauseln (Pfändungskosten) Literatur: Schielke, Kostentragung bei der Lohnpfändung, BB 2007, 378 ff.; Hannewald / Mettmann, Wer trägt die Bearbeitungskosten einer Lohnpfändung?, NZA 2001, Entwurf Vertragsklausel Methodik (vgl. auch Ulrici, Rechtsgestaltung, Klausur 1 S. 42 ff.) d. Taktische Überlegungen e. Ausformulierung B. Überstundenklauseln Literatur: Rosenau, Die Anordnung von Überstunden, NJW-Spezial 2010, 154 ff.; Seel, Unwirksamkeit von Überstundenregelungen in Formulararbeitsverträgen, DB 2005, 1330 ff. 2. Klauselkontrolle Methodik 9

10 d. Ergebnis C. Schriftformklauseln Literatur: Schramm / Kröpelin, Neue Anforderungen an die arbeitsvertragliche Gestaltung von Schriftformklauseln, DB 2008, 2362 ff.; Ulrici, Betriebliche Übung und AGB-Kontrolle, BB 2005, 1902 ff.; Lingemann / Gotham, Doppelte Schriftformklausel - gar nicht einfach!, NJW 2009, 268 ff.; Bloching / Ortolf, Schriftformklauseln in der Rechtsprechung von BGH und BAG, NJW 2009, Klausel 2. Klauselkontrolle - Methodik d. Ergebnis D. Versetzungsklauseln Literatur: Hunold, Die Rechtsprechung des BAG zur AGB-Kontrolle arbeitsvertraglicher Versetzungsklauseln, BB 2011, 693 ff.; Hunold, AGB-Kontrolle einer Versetzungsklausel, NZA 2007, 19 ff.; Dzida / Schramm, Versetzungsklauseln: mehr Flexibilität für den Arbeitgeber, mehr Kündigungsschutz für den Arbeitnehmer, BB 2007, 1221 ff. 10

11 2. Klauselkontrolle - Methodik d. Ergebnis E. Widerrufs- und Freiwilligkeitsklauseln Literatur: Bayreuther, Widerrufs-, Freiwilligkeits- und Anrechnungsvorbehalte geklärte und ungeklärte Fragen der aktuellen Rechtsprechung des BAG zu arbeitsvertraglichen Vorbehalten, ZIP 2007, 2009 ff.; Kroeschell, Die AGB-Kontrolle von Widerrufs- und Freiwilligkeitsvorbehalten, NZA 2008, 1393 ff.; Bayreuther, Freiwilligkeitsvorbehalte: Zulässig, aber überflüssig?, BB 2009, 102.; Maaß / Holthausen Schmitz-Du Mont Wolff, Widerrufs- und Freiwilligkeitsvorbehalt Welche Formulierung genügt dem Transparenzgebot?, BB 2009, 102 ff. 2. Klauselkontrolle Methodik d. Ergebnis 11

12 8 Beendigung des Arbeitsverhältnisses A. Abgeltungsklauseln Literatur: Böhm, Aus für Ausgleichsquittung/Ausgleichsklausel?, NZA 2008, 919; Preis / Bleser / Rauf, Die Inhaltskontrolle von Ausgleichsquittungen und Verzichtserklärungen, NJW 2008, Entwurf Vertragsklausel - Methodik d. Ausformulierung B. Ausschluss- Verfallfristen Literatur: Husemann, Ausschlussfristen im Arbeitsrecht, NZA-RR 2011, 337 ff.; Preis / Roloff, Die Inhaltskontrolle vertraglicher Ausschlussfristen, RdA 2005, 144 ff; Ulrici in: Fallsammlung zum Arbeitsrecht, Fall 10; Matthiessen, Arbeitsvertragliche Ausschlussfristen und das Klauselverbot des 309 Nr. 7 BGB, NZA 2007, 361 ff. 12

13 2. Entwurf Vertragsklausel - Methodik d. Taktische Überlegungen e. Ausformulierung C. Rückzahlungsklauseln Literatur: Lakies, AGB-Kontrolle von Rückzahlungsvereinbarungen über Weiterbildungskosten, BB 2004, 1903 ff.; Jesgarzewski, Rückzahlungsvereinbarungen für Fortbildungskosten, BB 2011, 1594 ff.; Maier / Mosig, Unwirksame Rückzahlungsklauseln bei arbeitgeberseitiger Übernahme der Ausbildungskosten, NZA 2008, Klauselkontrolle Methodik d. Ergebnis 13

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