Beiträge zum Privat- und Wirtschaftsrecht Band 114

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1 Beiträge zum Privat- und Wirtschaftsrecht Band 114 Begründet von Prof. Dr. Ernst Klingmüller Herausgegeben von Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Hübner, Köln (Vors.); Prof. Dr. Erwin Deutsch, Göttingen; Prof. Dr. Rolf Herber, Hamburg; Prof. Dr. Dieter Medicus, München; Prof. Dr. Wulf-Henning Roth, Bonn; Prof. Dr. Peter Schlechtriem, Freiburg Der Handel mit gebrauchten Lebensversicherungen aus versicherungsvertragsrechtlicher, aufsichtsrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht Dr. Christoph Sieprath xww Y Y KARLSRUHE

2 Inhaltsverzeichnis 1 EINLEITUNG UND ÜBERBLICK 1 A. EINFÜHRUNG 1 B. PROBLEMDARSTELLUNG 3 I. Die Ausgangssituation: Policenverkauf - Warum? 3 1. Finanzielle Notlage 3 2. Bessere Geldanlage 4 3. Schwere Erkrankung mit vorhersehbar tödlichem Verlauf 5 4. Zwischenergebnis 6 II. Die bisherigen Alternativen 7 1. Die Kündigung der Versicherung 7 a) Die Kündigung einer Kapitallebensversicherung 7 b) Die Kündigung einer Risikolebensversicherung 9 2. Die Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung 9 3. Stundung oder zeitweiliger Verzicht auf die Durchsetzung der Prämienforderung Vorauszahlung ( Policendarlehen") Aufnahme eines Kredites gegen Verpfändung der Police Zwischenergebnis 14 C. DER POLICENVERKAUF 15 I. Die Entwicklung in Großbritannien 15 II. Die Situation auf dem deutschen Markt 17 III. Die Auswirkungen des Policenhandels Auswirkungen auf den Versicherungsnehmer und den Käufer Auswirkungen auf das Versicherungsunternehmen Auswirkungen auf den Makler Zwischenergebnis 23 IV. Der Policenhandel in der Praxis 23 VII

3 1. Die Vorgehensweise der cash.life AG Die Vorgehensweise der Barwert GmbH 26 2 DER POLICENVERKAUF AUS VERSICHERUNGSVERTRAGSRECHTUCHER SICHT 27 A. DIE GRUNDLAGEN DES VERSICHERUNGSVERTRAGSRECHTS.28 I. Der Lebensversicherungsvertrag 28 II. Das Bezugsrecht 29 III. Die Legitimationswirkung des Versicherungsscheins 31 IV. Der Rückkaufswert ( Zeitwert") einer Lebensversicherung Der Rückkaufswert im Versicherungsvertrag 31 a) Die sogenannten Transparenzurteile" des BGH vom b) Die Urteile des BGH vom c) Die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Die Möglichkeiten zur Bestimmung des Rückkaufs- bzw. des Zeitwertes nach dem WG 37 a) Die bisher diskutierten Verfahren 37 aa) Das Marktwert- oder Verkehrswertverfahren 37 bb) Das Ertragswertverfahren 38 cc) Das Substanz- oder Sachwertverfahren 39 dd) Lösung über die ungerechtfertigte Bereicherung gem. 812 ff. BGB 39 b) Der Referentenentwurf zur Änderung des VVG vom aa) Kodifikation des Berechnungsverfahrens 40 bb) Einführung eines Mindestrückkaufswertes 41 c) Stellungnahme 43 aa) Die Rückkaufswert- oder Zeitwertermittlung für die Fondspolice 44 bb) Die Rückkaufswertermittlung nach dem VVG- Referentenentwurf cc) Die Auswirkungen auf den Zweitmarkt...49 VIII

4 B. DER HANDEL MIT KAPITALBILDENDEN LEBENSVERSICHERUNGEN 51 I. Die Aufklärungspflicht über den Zweitmarkt Rechtsgrundlagen 51 a) Hauptpflichten aus einem selbständigen Beratungsvertrag 52 b) Aufklärungspflicht als Nebenpflicht 53 aa) Aufklärungspflicht aus p.v.v. und c.i.c 53 bb) Aufklärungspflicht aus 10a VAG i.v.m. den Grundsätzen über die p.v.v. oder c.i.c 54 c) Aufklärungspflichten aus Deliktsrecht Umfang und Grenzen der Aufklärungspflicht über den Zweitmarkt..57 a) Die Aufklärungspflicht des Versicherers 57 aa) Aufklärungspflichten des Versicherungsvermittlers 58 aaa) Aufklärungspflichten aufgrund eines Beratungsvertrages 58 bbb) Aufklärungspflichten als Nebenpflichten 59 bb) Aufklärung auf Nachfrage 63 cc) Zusammenfassung 63 b) Die Aufklärungspflicht für weitere Sachwalter 64 c) Pflichten des Sicherungsnehmers 65 d) Gesteigerte Aufklärungspflicht wegen sinkender Überschussbeteiligung 68 II. Die Gestaltungsmöglichkeiten des Verkaufs Einräumung eines Bezugsrechts 71 a) Das widerrufliche Bezugsrecht 73 b) Das unwiderrufliche Bezugsrecht 74 c) Stellungsnahme Abtretung und Vertragsübernahme 79 a) Die einfache Abtretung" 79 b) Abtretung und Schuldbeitritt 82 c) Abtretung und Schuldübernahme ( Vertragsübernahme") 83 d) Das Zustimmungsrecht des Versicherers 85 aa) Folgen einer unterlassenen Zustimmung für den Verkauf 86 bb) Die Lösung über das Treuhandmodell" von cash.life 88 cc) Vorliegen einer Zustimmungspflicht des Versicherers 89 aaa) Zustimmungspflicht aus 177 VVG 90 IX

5 bbb) Zustimmungspflicht aus 242 BGB 92 (1) Das Prinzip von Treu und Glauben 92 (2) Die Konkretisierung des Prinzips mithilfe von Fallgruppen 95 (a) Art und Weise der Leistung 95 (b) Begründung einzelner Verhaltenspflichten oder Nebenleistungspflichten 96 (c) Unzulässige Rechtsausübung 98 (aa) Widersprüchliches Verhalten - venire contra factum proprium 100 (bb) Unredliches Verhalten 104 (cc) Fehlen eines berechtigten Interesses - dolo agit, quid petit, quod statim redditurus est 106 (dd) Grob unbilliger, rücksichtsloser Eigennutz 108 dd) Zusammenfassung 110 e) Abtretungsverbote 110 aa) 400 BGB i.v.m. 850III b ZPO 111 bb) 399, 400 BGB i.v.m. 850 b I Nr.l ZPO 112 aaa) Meinungsstand 112 bbb) Stellungnahme 113 cc) 1 b V und 2II BetrAVG 114 dd) Versorgungsausgleichs-Versicherung 115 ee) Die Folgen der Abtretungsverbote 115 f) Zwischenergebnis Ergebnis 117 III. Zweitmarktfonds mit einem Anlageschwerpunkt in deutschen und britischen Kapitallebensversicherungen Anlage in deutsche Gebraucht-Policen Anlage in britische Gebraucht-Policen 121 C. DER HANDEL MIT RISIKOLEBENSVERSICHERUNGEN 122 I. Aufklärungspflicht 122 II. Vertragsgestaltung Besonderheiten gegenüber der Kapitallebensversicherung 123 X

6 2. Abtretungsverbot für Risikolebensversicherungen aus 400 BGB i.v.m. 850 b I Nr. 4 ZPO 124 III. Zweitmarktfonds mit einem Anlageschwerpunkt in Risikolebensversicherungen Einführung Fonds mit Anlageschwerpunkt US-Risikolebensversicherungen ( Viatical Settlements" und Senior Settlements") 126 a) Die bisherige Entwicklung in den USA 126 b) Die Vertragsentstehung in den USA 130 aa) Einzelinvestition 130 bb) Zusammenfassung mehrer Policen zu einem Fonds 132 cc) Death Notes" 134 c) Die Entwicklung in Deutschland Fonds mit einem Anlageschwerpunkt in deutschen Risikolebensversicherungen 137 a) Der Vergleich mit den USA 137 b) Die Dread-Disease-Versicherungen 138 c) Die Prognose für den deutschen Markt Kollision mit Grundwerten der deutschen Rechtsordnung 140 a) Ausbeutung einer Zwangslage i.s.v. 138 II BGB 141 aa) Das Geschäft mit dem Tod 142 bb) Ein Menschenleben als Handelsware 144 cc) Die Sichtweise der Betroffenen 146 b) Wertende Gesamtbetrachtung 147 c) Zwischenergebnis 153 D.ZUSAMMENFASSUNG DER HANDEL MIT LEBENSVERSICHERUNGEN AUS AUFSICHTSRECHTLICHER SICHT 155 A. VERSICHERUNGSAUFSICHT NACH DEM VAG 155 B. BANKEN- UND KAPITALANLAGEAUFSICHT NACH DEM KWG UND DEM KAGG 157 I. Die Fondsgesellschaften 157 XI

7 II. Die Vermittlungs- und Ankaufgesellschaften 159 C.ERGEBNIS DIE STEUERRECHTLICHE BEHANDLUNG DES POLICENVERKAUFS 165 A. DIE LEBENSVERSICHERUNG IM DEUTSCHEN STEUERRECHT I. Der Sonderausgabenabzug 165 II. Die Erfassung als Zinseinkünfte Die Besteuerung der Altverträge" ( 201 Nr.6 EStG a.f.) Die Besteuerung der Neuverträge" ( 201 Nr.6 EStG n.f.) 167 B. DER VERKAUF EINER LEBENSVERSICHERUNG AUS STEUERRECHTLICHER SICHT 168 I. Verkauf einer Kapitallebensversicherung auf dem Zweitmarkt Verkauf an eine natürliche Person 169 a) Die Behandlung von Altverträgen 169 b) Die Behandlung von Neuverträgen 171 aa) Die Steuervergünstigung bei Vollendung des 60. Lebensjahres 172 bb) Drohender Gestaltungsmissbrauch? 174 aaa) Die Voraussetzungen nach 42 I S.l AO 175 bbb) Ergebnis Verkauf an ein Unternehmen Die Besteuerung des Verkäufers 180 II. Investition in einen Investmentfonds aus Zweitmarkt- Lebensversicherungen Fonds mit einem Anlageschwerpunkt in US-amerikanische (Risiko-)Lebensversicherungen 181 a) Besteuerung in den USA 182 b) Besteuerung in der BRD 183 aa) Besteuerung als Kapitaleinkünfte gem. 20 EStG 184 aaa) Behandlung der Altverträge 184 (1) Die Rechtslage bis zum XII

8 (2) Die Rechtslage seit dem bbb) Behandlung der Neuverträge 186 ccc) Verlust- und Werbungskostenabzug 186 bb) Besteuerung als private Veräußerungsgewinne gemäß 23 I S.l Nr.2 EStG 187 cc) Besteuerung als gewerbliche Tätigkeit 188 aaa) Meinungsstand 188 bbb) Stellungnahme 190 (1) Voraussetzungen für das Vorliegen eines Gewerbebetriebes 190 (2) Beschränkung auf die Fruchtziehung 192 (3) Kein Unternehmerisches Handeln des Fonds 194 (4) Der Vergleich mit dem Factoring 197 ccc) Zwischenergebnis 198 dd) Zusammenfassung Fonds mit Anlageschwerpunkt deutsche Kapitallebensversicherungen Erbschafts- und schenkungssteuerliche Behandlung 202 C. ERGEBNIS FÜR DIE STEUERRECHTLICHE BEHANDLUNG DES POLICENVERKAUFS ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 205 A. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 205 B. AUSBLICK UND FAZIT 208 ANHANG 211 LITERATURVERZEICHNIS 215 XIII

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