19. ÖGKV-Kongress Innsbruck WIE KANN STERBEN ZU HAUSE MÖGLICH WERDEN?

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1 19. ÖGKV-Kongress Innsbruck WIE KANN STERBEN ZU HAUSE MÖGLICH WERDEN?

2 Lass mich in deinen Schuhen gehen, um zu spüren, wo sie dich drücken. Obwohl ich eine andere Größe habe und niemals gleich fühle wie du. Ich will es trotzdem versuchen, wenn du es mir zutraust. Mona Rutherford 2

3 WO WIRD GESTORBEN? 3

4 Krankenanstalten WO WIRD GESTORBEN? 4

5 Krankenanstalten WO WIRD GESTORBEN? Alten- und Pflegeheime 5

6 WO WIRD GESTORBEN? Krankenanstalten Alten- und Pflegeheime Daheim 6

7 WO WIRD GESTORBEN? Krankenanstalten Alten- und Pflegeheime Daheim Auf dem Transport 7

8 WO WIRD GESTORBEN? Krankenanstalten Alten- und Pflegeheime Daheim Auf dem Transport Sonstige Sterbeorte 8

9 VERTEILUNG DER GESTORBENEN NACH DEM STERBEORT Österreich 0 9

10 VERTEILUNG DER GESTORBENEN NACH DEM STERBEORT Tirol Krankenanstalt Heime Wohnort sonstige 10

11 WELCHE FRAGEN GILT ES ZU KLÄREN? 11

12 WELCHE FRAGEN GILT ES ZU KLÄREN? 1.Wer wünscht die Betreuung zu Hause? Patient? Angehörige? Krankenhaus? 12

13 WELCHE FRAGEN GILT ES ZU KLÄREN? 1.Wer wünscht die Betreuung zu Hause? Patient? Angehörige? Krankenhaus? 2. Wer übernimmt die medizinische Versorgung und wie schaut diese aus? 13

14 WELCHE FRAGEN GILT ES ZU KLÄREN? 1.Wer wünscht die Betreuung zu Hause? Patient? Angehörige? Krankenhaus? 2. Wer übernimmt die medizinische Versorgung und wie schaut diese aus? 3. Wer kann zur Unterstützung des Patienten sowie seiner Angehörigen beitragen? 14

15 WELCHE FRAGEN GILT ES ZU KLÄREN? 1.Wer wünscht die Betreuung zu Hause? Patient? Angehörige? Krankenhaus? 2. Wer übernimmt die medizinische Versorgung und wie schaut diese aus? 3. Wer kann zur Unterstützung des Patienten sowie seiner Angehörigen beitragen? 4. Wer pflegt den Schwerstkranken? 15

16 FAZIT Es muß ein Netzwerk aufgebaut werden, in welchem unterschiedliche Professionen interdisziplinär zusammenarbeiten. Oberstes Gebot ist es, den schwerstkranken Menschen in seiner Ganzheitlichkeit anzunehmen und ihn auf seiner letzten Lebensetappe zu unterstützen. Ziel muß es sein, die bestmögliche Lebensqualität für den Betroffenen zu finden und zu erhalten. 16

17 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? 17

18 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? Liverpool Care Pathway (LCP) N. Schwaighofer 18

19 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? Liverpool Care Pathway (LCP) Palliativer Behandlungsplan N. Schwaighofer 19

20 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? Liverpool Care Pathway (LCP) Palliativer Behandlungsplan N. Schwaighofer Behandlungsempfehlung für ÄrztInnen zur Symptomkontrolle am Lebensende 20

21 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? Liverpool Care Pathway (LCP) Palliativer Behandlungsplan Behandlungsempfehlung für ÄrztInnen zur Symptomkontrolle am Lebensende Patientenverfügung 21

22 Welche Instrumente sind in der Sterbebegleitung dienlich? Liverpool Care Pathway (LCP) Palliativer Behandlungsplan N. Schwaighofer Behandlungsempfehlung für ÄrztInnen zur Symptomkontrolle am Lebensende Patientenverfügung Vorsorgevollmacht 22

23 LIVERPOOL CARE PATHWAY Ist ein Leitfaden für die Sterbebegleitung Dient der Verbesserung der Betreuung von Sterbenden und ihren Angehörigen Erfasst 20 Ziele: a) Ausgangslage b) Kommunikation und Verständnisklärung c) Religiöse/ spirituelle Unterstützung d) Kommunikation mit Familie/ anderen und Pflegeteam e) Betreuung nach dem Tode Quelle: Palliativzentrum Kantonsspital St. Gallen 23

24 PALLIATIVER BEHANDLUNGSPLAN Plan für Krisen und Notfälle Behandlungsplan für mögliche Symptome Quelle: 24

25 WELCHE ERWARTUNGSHALTUNGEN DER EINZELNEN BETEILIGTEN GIBT ES? Patient Angehörige Pflege Arzt N. Schwaighofer 25

26 FINANZIERUNG DER PFLEGE ZU HAUSE Pflegegeld zwischen 154, ,80 Einkommensgestaffelter Selbstbehalt für die Hauskrankenpflege Unentgeltliche Beratung und Begleitung durch Vereine, mobile Hospizdienste 26

27 WAS KÖNNEN MÖGLICHE GRENZEN DER BETREUUNG SEIN? Überforderung, Erschöpfung und Angst bei den Angehörigen ausgelöst durch Verschlechterung der Symptome/ AZ Überforderung und Angst bei der Pflege und/oder des Arztes Mangelndes Sicherheitsgefühl beim Patienten Mangel an Vorausblick und Koordination beim Fachpersonal Rez. Krisensituationen/ Komplikationen Finanzielle Bedrängnis Fehlen von Freiwilligen (z. B. nachts) Alleinstehende Patienten Bauliche Aspekte 27

28 WERTIGKEIT DER ANGEHÖRIGEN Angehörige stellen eine Berührungspunkt zur normalen Alltagswelt des Schwerstkranken dar. Sie unterstützen den Betroffenen nicht nur in alltäglichen Verrichtungen. Sie gehören dem Netzwerk an, welches für den Betroffenen aufgebaut werden muß und sind wie eine Brücke für alle beteiligten Professionen zum Patienten. Damit stellen sie für die soziale Struktur eine wichtige Ressource zur Verfügung. 28

29 Das Spektakuläre an der Pflege durch Angehörige ist, dass sie als gesellschaftliches Phänomen und als menschliche Notwendigkeit so unspektakulär, so selbstverständlich ist. (Kesselring, 2001) 29

30 PÄDOYER EINES ANGEHÖRIGEN AN EIN BETREUUNGSTEAM 30

31 Fordern Sie viel von Patienten und deren Angehörigen! 31

32 Schaffen Sie Raum- Raum damit sich das Leben entfalten kann! 32

33 Bilden Sie zusammen mit dem Sterbenden und den Angehörigen ein Team! Eine große Aufgabe ist zu bewältigen, es geht um Leben und Tod! 33

34 Haben Sie Mut, für sich selbst zu sorgen! 34

35 Bringen Sie sich selbst ein- werden Sie fassbar! 35

36 Lassen Sie sich von Ihrer eigenen Endlichkeit und Begrenztheit tief berühren! A. Koller (palliative-ch 04/2004) 36

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