Daten, Netz & Politik 14

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1 Daten, Netz & Politik 14 SCHWERPUNKT DATENVERARBEITUNG IM ALLTAG: ENERGIEDATEN 1 Andreas Theurer

2 2 Andreas Theurer

3 Die EU gibt 2,5 % ihres jährlichen BIP schon für Energieimporte aus Warum wir jetzt handeln müssen Wir Verbrauchen und importieren immer teurere kohlenstoffintensive fossile Brennstoffe Die EU wird sich im zunehmenden Wettbewerb um (Fossille)Energie behaupten müssen Investitionsbedarf rund 1 Billion EUR bis 2020 (vor allem Privatwirtschaft) Mehrere Mitgliedstaaten hängen von einer einzigen Erdgasbezugsquelle ab (Versorgungskrise 2009 Russland<>Ukraine Konflikt weitere Eskalation, Naher Osten, Französische Militärmission in Mali..) Unkonventionelle Quellen und Förderung erhöhtes Risiko + Kosten, Begrenzt und nicht Klimaneutral Fernwärme 5% Kohle 3% Strom 19% Erneuerbare 11% Erdgas 18% Erdöl 44% Bsp 2011 vor Fukushima! 270 Mrd. für Öl 40 Mrd. für Gas? Mrd. Kohle? Mrd. Uran 3 Andreas Theurer

4 SONNENEINSTRAHLUNG UND FOSSILE ENERGIERESSOURCEN IM VERGLEICH ZUM WELTWEITEN JAHRESBEDARF Erdgas Schiefergas Methanhydrat Erdöl (Tiefsee, Ölsand ) Kohle Photovoltaik Solarthermie Windkraft Wasserkraft Biomasse ( Lebensmitt el Sauerstoff, Kunststoff ) Die Sonne vereinigt Erdmassen in sich, das sind 99,865% des Sonnensystems. Uran, Plutonium Quelle Green Peace 4 Andreas Theurer Geothermie

5 ENERGIEPOLITISCHE (EU) ZIELVORGABEN Wandel Energie/Stoff -Wirtschaft zu Energie/stoff -Bewirtschaftung 5 Andreas Theurer

6 Beispiel Menge an Energie in Speicherarten Wasserpumpspeicher stehen etwa 0,04 TWh technisch zur Verfügung! Methangassystem Speicher (unabhängig ob Fossil, Bio odersynthetisch auch Kombinierbar mit reinem Wasserstoff) Vorteil bestehende Infrastruktur unbegrenzt Lagerfähig und auch Transportsystem! 6 Andreas Theurer

7 EU Binnenmarkt Energiebinnenmarkt Europäische Vorgaben zur Regulierung der Energienetze Rechtsgrundlage Artikel 194 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) Ziele Die Vollendung des EU-Binnenmarkts im Energiebereich erfordert den Abbau zahlreicher Handelsschranken und - hemmnisse, eine Angleichung in der Steuer- und Preispolitik, Anpassungen von Normen und Standards sowie Umweltvorschriften und Sicherheitsauflagen. Geschaffen werden soll ein gut funktionierender Markt, der durch einen gerechten Marktzugang und ein hohes Verbraucherschutzniveau sowie ausreichende Verbund- und Erzeugungskapazitäten gekennzeichnet ist. Im Februar 2011 setzte der Europäische Rat die Ziele, den Energiebinnenmarkt bis 2014 zu vollenden und die Verbundnetze auszubauen, um alle bislang abgekoppelten Mitgliedstaaten bis 2015 an die europäischen Gas- und Stromnetze anzubinden. Trennung Netze Erzeugung 7 Andreas Theurer

8 Grobkonzept Jetzt Verrechnung Ausgleichsenergie Clearingstelle Differenz zwischen Fahrplan & Messwert Messwerte Steueranweisungen Regelzonenführer 8 Andreas Theurer

9 BEWIRTSCHAFTEN ANFORDERUNGEN AN DIE (ENERGIE) INFRASTRUKTUREN Infrastruktur: Smart Metering, Smart Grid, Smart Market Produkte: Nicht nur Energie, sondern Mehrwertdienstleistungen durch IKT Markt (Regulation): Schnell verändernde Anforderungen an Kommunikationsaufgaben mit Datendienstleistungen an unterschiedliche Marktteilnehmer -> Systemlandschaft ändert sich: Verrechnungssystem ist nicht mehr alleiniges zentrales System -> Bedeutung eines Information Managements mit unterlagerten Informationssystemen und koordinierendem Prozessmanagament steigt 9 Andreas Theurer

10 MEILENSTEINE Smart Metering Smart Grids Smart Energy Economies Home Displays Home Automation Low Energy & environmentall y friendly homes Self Healing Grids Smart Marketing Decentralize d grid design in and feed in Smart Energy Consumers Creating smart energy consumers is probably the most difficult and expensive task for us all. The new EU 20/20/20 directive will enforce radical business change on utilities as well as consumers to facilitate and realize their goals 10 Andreas Theurer

11 Sensibilisierung Vertrauensverluste in der Öffentlichen Wahrnehmung 11 Andreas Theurer

12 WAS IST SMART METERING? 12 Andreas Theurer

13 Standardisierung Startsituation IEC USE CASE Smart Metering 13 Andreas Theurer

14 output Bedingung: Vertikale und horizontale Interoperabilität output Service Input Betrieb Ent sorgung Kommunikations Schicht Zu Funktionen Kommunikations Schicht Inbetrieb -nahme Produktion output Zu Daten Input Kommunikations Schicht Aus Signalen Input Sensoren und Aktoren 14 Andreas Theurer

15 15 Andreas Theurer

16 Establishment of the Working Plan under the Ecodesign Directive THERMOGRAFIE PLC SM IM FELD apartment building amplifier / converter cable network UPC Television and Internet. Effizienz-Wende: Studie: Eine vermiedene kwh spart bis 15 Cent »Die Studie ist ein Plädoyer dafür, der Energieeffizienz mehr Bedeutung beizumessen«, so Graichen weiter.»auf der politischen Tagesordnung stehen 2014 die sachgerechte Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie. Demnach bewirkt jede eingesparte Kilowattstunde Strom eine Kosteneinsparung im Stromsystem zwischen 11 und 15 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2035«. 16 Andreas Theurer

17 17 Andreas Theurer

18 18 Andreas Theurer ENEL September 2011

19 PRAXISTIPPS ZU DATENSCHUTZRECHT FÜR BETREIBER VON SMART METERING SYSTEMEN (STUDIE PWC): Erkennen der Vernetzung von Zielen, Aufgaben und der Erforderlichkeit von Daten bei Smart Metering Anpassung der Maßnahmen an die Bedürfnisse Minimalisierung der Funktionen zur Reduktion von Risiken und Kosten Vertrauen der Konsumenten in das System erforderlich Flexibilität des Systems für zukünftige Änderungen ( secondary legislation ) Großes Augenmerk auf Einhaltung und Sicherstellung des Datenschutzes Datensicherheit: Verwendung einzigartiger Sicherheitsschlüssel, Gewährleistung einer zuverlässigen Sicherheitsverwaltung Beschäftigung eines Datenschutzkoordinators Aufnahme von Datenschutzrichtlinien Definition von Funktionen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Datenschutzbereich Identifikation von Risiken Ausarbeitung einer Stakeholder-Analyse Erstellen eines Compliance-Systems zur Spezifikation der Schutzmechanismen unter Kontrolle des Managements und unabhängigen Prüfern 19 Andreas Theurer Dezember 2013 Parlament ändert von Verpflichtung von Breaker und Ventil auf Verbot wegen Kosten und Security

20 20 Andreas Theurer BEISPIEL ENGLAND UK

21 NISTIR 7628 Guidelines for Smart Grid Cyber Security: Privacy and the Smart Grid Vol. 1 Vol. 2 Vol Andreas Theurer

22 22 Andreas Theurer BEISPIEL ALLGEMEIN ZUGÄNGLICHE TOOLS

23 PLENARY 2013 NATIONALE UND INTERNATIONAL-GETRIEBENE AKTIVITÄTEN: BSI CPNI (UK) BSI (DE) NIST (US-Government)<->NSA!? ENISA (EU) EG2 SGIS NL Government/DSO Aktivitäten müssen Gebündelt werden um: Fragmentierung zu Verhindern 23 Andreas Theurer durch verschiedene Zertifizierungssysteme Rechts und Investitionsunsicherheit <->Schutz Kostenexplosionen zu Vermeiden Vorabkosten steigen pro Land Verzögerung bei Roll-outs Nationale Interessen zu Berücksichtigen Vielzahl von Marktmodelen Integration Erweitern und Lernen von vorhandenen Erkenntnissen!

24 Visionen eines gesamtheitlichen Konzept als System->Smart City UNIQA Tower Quelle Schneider Electric Quelle Hitachi Smart Home Smartization Digitalisierung, diesmal aber richtig! 24 Andreas Theurer Hannover Messe 2014: Industrie auch Thema für den Energiesektor

25 Notwendige Globale Initiative: ISO+IEC SmC-Standardization roadmap mit expliziten Auftrag EU an ESO s der Beteiligung SEG1 Smart City External organizations (ISO, JTC1, etc) Existing IEC TCs/SCs WG X WG X NWIP TG SyC on Smart City AhG Y WG Y NWIP WG Y WG X WG Y NC TC/SC SDO NWGP NWGP X NWGP X NWGP X NWGP X NWIP X NWIP Andreas Theurer

26 Erste Festlegungen Aktuelle Anwendungen sind in Domänen Silos Apps In Zukunft werden Infrastruktur und Daten Geteilt Gemischte Apps Ver arbeitung Ver arbeitung Ver arbeitung Ver arbeitung Ver arbeitung Ver arbeitung Service Plattform /Portal (Open Data / E-Government) Daten Daten Daten Daten Daten Daten Daten Management- Warehouse-Analyse Stromsystem Wassersystem Gassystem Wärme/Kälte Transportsys. Notfallstruk. Stromsystem Wassersystem Gassystem Wärme/Kälte Transportsys. Notfallstruk. 26 Andreas Theurer

27 Beispiele festgelegter Gesammt Architekturen Stand Feb Gateway Admin MDM? Admin MDM? Admin MDM Web Portal Wake up Security Server TLS PKCS7 PKI HES PKI Certification HES Web Portal TLS PKCS7 Web Portal SMS Wake up TLS PKCS7 Authority Gateway Gateway Gateway AES TLS Key Set UP TLS ZigBee ZigBee 27 Andreas Theurer

28 COMMON CRITERIA FOR INFORMATION TECHNOLOGY SECURITY EVALUATION AUFGABEN EINES SCHUTZPROFILS Ein Schutzprofil beschreibt eine Klasse von IT-Produkten in Bezug auf ihre Sicherheitseigenschaften In Bezug auf das notwendige Vertrauen in die Sicherheitseigenschaften Ein Schutzprofil definiert und löst ein Sicherheitsproblem Bestimmte Bedrohung in bestimmter Umgebung Ein Schutzprofil soll unter der Beteiligung möglichst vieler Parteien entwickelt werden (Anwender, Hersteller, Verordnungsgeber etc.) Ein Schutzprofil folgt einer festen Struktur CommonCriteria Es umfasst ausdrücklich nur Sicherheitsaspekte Auf Basis eines Schutzprofils kann eine Prüfung und Zertifizierung erfolgen Australia and New Zealand United States United Kingdom Turky Sweden Spain South Korea Norway Netherland Malaysia Japan Italy Germany France Canada Singapore Pakistan Israel India Hungary Greece Finland Danmark Czech Republic Austria 28 Andreas Theurer

29 SICHERHEITSBESTIMMUNGEN ÖSTERREICH DSG Signaturgesetz Österreich Das österreichische Signaturgesetz (SigG) regelt den rechtlichen Rahmen für die Erstellung und Verwendung elektronischer Signaturen sowie für die Erbringung von Zertifizierungsdiensten. Österreich war damit das erste Land, das die EG-Richtlinie 1999/93/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 1999 über gemeinschaftliche Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen umgesetzt hat Quelle Wikipedia IT-Sicherheitshandbuch in Österreich https://www.sicherheitshandbuch.gv.at/ Sicherheitsmaßnahmen haben einen Ausgleich zu finden: Niedrige Kosten Oder Österreichisches Informationssicherheitshandbuch Security & Privacy by Design als auch Security & Privacy by Default ist nicht nur aus Datenschutzsicht Notwendig auch Investitions Schutz Starke Sicherheit und Überwach ung Hohe Verfügbar keit 29 Andreas Theurer

30 "Wahnsinn ist - wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet." James Robbins Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Henry Ford 30 Andreas Theurer

31 DREI PUNKTE DIE NOTWENDIG SIND Das Vertrauen Verständnis und die Akzeptanz der Bevölkerung Geld Zeit Herzlichen Dank 31 Andreas Theurer

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