Den Anschluss nicht verpassen! BEWERBUNGSFAHRPLAN DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH.

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1 Den Anschluss nicht verpassen! BEWERBUNGSFAHRPLAN DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH

2 , 2, 1 gleich geht s los Gratulation! Ihre Bewerbung hat gefallen Sie wurden eingeladen. Mit diesen Tipps wird Ihr Vorstellungsgespräch zum Treffer. TOI, TOI, TOI SAH Zentralschweiz, Luzern

3 GRUNDHALTUNG Sie werden ein interessantes Gespräch führen. Das Gespräch zwischen Arbeitgeber und Ihnen findet auf gleicher Augenhöhe statt. Sie haben die Chance, zu zeigen, dass Sie eine wertvolle Arbeitskraft sind. Sie haben etwas zu bieten. Seien Sie echt und bleiben Sie sich treu. 4 5

4 Vorbereitung Darüber sollten Sie sich informieren: Wer nimmt am Vorstellungsgespräch teil? Wie viele Personen? Welche Funktionen üben diese aus? Standort des Unternehmens Art, Branche und Grösse Zielmärkte und Kunden Produkte und Dienstleistungen Ruf und Konkurrenz Unternehmensstruktur, Unternehmensgeschichte und -philosophie Hier finden Sie die nötigen Infos: Stellenanzeige Website des Unternehmens Internet, Branchenverbände Firmenbroschüren Tagespresse Fachzeitschriften Telefonische Anfrage beim Unternehmen Freundes- und Bekanntenkreis TIPP: Notieren Sie die Resultate Ihrer Recherche. Lesen Sie diese vor dem Gespräch nochmals durch. 6 7

5 Anreise / Organisatorisches Wenn Sie unsicher sind, fahren Sie den Weg zum Unternehmen vorgängig ab. Räumen Sie sich für Reise und Gespräch genügend Zeit ein. Nehmen Sie Notizmaterial, Ihre Recherchen- Liste, das Stelleninserat und Bewerbungsdossier, eine Liste mit Fragen und evtl. Arbeitsproben mit. Speichern Sie die Telefonnummer des Arbeitgebers im Handy. Falls Sie wider Erwarten verspätet sind, rufen Sie an. Kleidung Tragen Sie Kleider, die zu der Stelle und Branche passen, Ihrem Stil entsprechen und sauber sind. Verzichten Sie auf grelle Farben, Krawatten mit witzigen Figuren, zu viel Schmuck und /oder Make-up, Freizeit-Kleidung und übermässigen Zigaretten-, Alkoholoder Parfumduft. TIPP: Wählen Sie Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen. 8 9

6 typischer Ablauf Begrüssung Arbeitgeber stellt sich, das Unternehmen, die Abteilung und die Stelle vor Sie stellen sich kurz vor (beruflicher Werdegang mit Praxisbeispielen von früheren Tätigkeiten, die für die offene Stelle relevant sind) Flüssiger Dialog: Arbeitgeber und Sie stellen sich gegenseitig Fragen Besprechung des weiteren Vorgehens eigene Fragen Stellen Sie Fragen. Bei Ihrer Recherche über den Arbeitgeber ergeben sich bestimmt welche. Notieren Sie diese. Mögliche Fragen: Warum ist diese Stelle frei? Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung? Erwartungen an die eigene Person? Kann ich den Arbeitsplatz besichtigen? Einarbeitungsplan/-zeit? Rahmenbedingungen, Entlöhnung? 10 11

7 FRAGEN ARBEITGEBER TIPP: Klären Sie unten stehende Punkte gegen Ende des Gesprächs. Arbeitszeiten (Stunden pro Tag / Woche, gleitend oder fix) Ferienregelung (inkl. Betriebsferien) Lohn, 13. Monatslohn, Gratifikation Überstundenregelung /-entschädigung Sozialleistungen / Vorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Firmenfahrzeug Arbeitskleider Um sich auf mögliche Fragen vorzubereiten, übernehmen Sie die Rolle des Arbeitgebers. Überlegen Sie sich, was Sie an seiner Stelle fragen würden. Beantworten Sie diese Fragen für sich. Lernen Sie die Antworten nicht auswendig. Ihr Gegenüber merkt das. Nachfolgend finden Sie Fragen, die Ihnen gestellt werden könnten

8 Fragen zum beruflichen Werdegang / Fachkompetenz Weshalb sind Sie erwerbslos? Was waren /sind die Austrittsgründe? Wie war Ihr beruflicher Werdegang? Welches waren Ihre Hauptaufgaben bei der letzten Stelle? Welche Arbeiten verrichten Sie besonders gerne /nicht gerne? Wo möchten Sie sich verbessern? Welche beruflichen Ziele haben Sie bisher schon erreicht? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Warum sollen wir uns gerade für Sie entscheiden? Fragen zur Stelle/ zum Unternehmen Warum bewerben Sie sich gerade bei uns? Was interessiert Sie an der Stelle am meisten? Was wissen Sie über unsere Branche? Fragen zur Sozialkompetenz Arbeiten Sie lieber alleine oder im Team? Welche Eigenschaften schätzen Sie an Vorgesetzten und Kollegen und welche nicht? Wie gehen Sie mit Kritik um? 14 15

9 Fragen zur Selbstkompetenz Wie würden Sie sich beschreiben? Wie verhalten Sie sich in stressigen Situationen? Was tun Sie für Ihren Ausgleich? Welches sind Ihre Stärken und Schwächen? TIPP: Sie dürfen von Schwächen und Misserfolgen erzählen. Machen Sie aber klar, dass Sie aktiv an den Schwächen arbeiten und sagen Sie, was Sie aus Misserfolgen gelernt haben. Fragen zu Konditionen In welchem Umfang wären Sie zu Überstunden bereit? Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie? TIPP I Auskunft über ortsübliches Gehalt: oder Berufsverbände RAV TIPP II Fragen Sie sich: Wie viel muss ich verdienen? Wie viel will ich verdienen? Nennen Sie eine Bandbreite

10 Tabufragen Nicht erlaubt sind Fragen, die Ihr Privatleben betreffen und nichts mit der zu besetzenden Stelle zu tun haben. Sie müssen diese Fragen nicht beantworten. Sie können schweigen, ausweichend bzw. unverfänglich antworten oder höflich darauf hinweisen, dass diese Frage nicht zulässig ist. Als Tabu gelten Fragen zu Heiratsabsichten, Familienplanung, Schwangerschaft Religion und Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit Krankheiten, Körperbehinderungen (Ausnahme: Gesundheitszustand ist für die Arbeit zentral) finanziellen Verhältnissen oder strafrechtlicher Verfolgung, Vorstrafen (Ausnahme: Information ist für die angestrebte Stelle von Bedeutung, z.b. Verkehrsdelikte bei LKW-Fahrern) 18 19

11 , 2, 1 GLEICH GEHT S LOS Handy ausschalten, Kaugummi aus dem Mund und tief durchatmen. Ihre Nervosität inkl. Herzklopfen und feuchten Händen ist normal und darf sein. IM GESPRÄCH Die Anmeldung der erste Eindruck Das Vorstellungsgespräch beginnt bereits bei der Anmeldung im Sekretariat. Innerhalb der ersten drei Sekunden entscheidet sich, wie Sie auf Ihr Gegenüber wirken. Erscheinen Sie pünktlich, gepflegt und motiviert. Seien Sie freundlich. Es ist gut möglich, dass Ihr Arbeitgeber die Empfangsperson nach ihrem Eindruck fragt

12 Begrüssung Arbeitgeber Arbeitgeber mit Namen begrüssen Fester Händedruck Arbeitgeber in die Augen schauen Lächeln Für die Einladung danken Sich erst setzen, wenn ein Platz zugewiesen wird und der Arbeitgeber sich gesetzt hat TIPP: Wenn Ihnen Zigaretten oder Alkohol angeboten werden, dankend ablehnen. Körpersprache Auf der ganzen Stuhlfläche sitzen (nicht nur auf dem Rand) Offene Körperhaltung einnehmen (keine verschränkten Arme und /oder Beine; dies könnte als Desinteresse gewertet werden) Kein Aufstützen des Kopfes Ruhige, kräftige Stimme Deutliche Aussprache Angenehmes Sprechtempo 22 23

13 Zuhören Notieren Aufmerksam und interessiert zuhören Auf Arbeitgeber eingehen Am Gespräch aktiv teilnehmen Eigene Fragen stellen Stichwortartige Notizen machen Ende Vorstellungsgespräch Für das Gespräch und die Zeit danken Weiteres Vorgehen klären Klar machen, dass Sie an der Stelle interessiert sind TIPP: Fragen Sie nicht direkt am Ende des Gesprächs nach Ihren Chancen. Die Antwort darauf wäre ohnehin ausweichend

14 NACHBEREITUNG Nach dem Gespräch analysieren, was gut / weniger gut gelaufen ist Sich Verbesserungspotential merken Vereinbarungen aus dem Vorstellungsgespräch einhalten Wenn Sie die Stelle wollen: Am nächsten Tag eine oder Brief schreiben, sich bedanken und betonen, dass Interesse an der Stelle besteht TIPP: Wenn Sie nach zwei Wochen nichts gehört haben, rufen Sie den Arbeitgeber an und fragen Sie nach

15 DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH DEN ANSCHLUSS AN DIE ARBEITSWELT NICHT VERPASSEN! Dank Ihrer Spende - herzlichen Dank SAH Zürich Josefstrasse 84, PF 2215, CH-8031 Zürich Tel: , Fax: PC

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