Leitfaden für Bewerbungsverfahren Fachfrau/Fachmann Gesundheit

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1 Geschäftsstelle Emil Frey-Strasse 100, 4142 Münchenstein Telefon , Fax Leitfaden für Bewerbungsverfahren Fachfrau/Fachmann Gesundheit Inhaltsverzeichnis 1. Ziel Leitgedanken Schulische Vorbildung Berufliche, betriebliche Anforderungen Das Bewerbungsverfahren Berufswahlprozess Freie Lehrstellen Bewerbung Vorselektion Bewerbungsgespräch Referenzen Einblick Praxis und Beurteilung Entscheid Lehrvertrag Lehrvertrag Anmeldung an Berufsschule Information Lehrstellenliste... 4 Graphik Bewerbungsverfahren... 5 Aufnahmekriterien... 6 Organisation der Arbeitswelt - OdA Gesundheit beider Basel Dachverband für Berufsbildung der Gesundheitsbetriebe Baselland und Basel-Stadt

2 2 1. Ziel Das Bewerbungsverfahren klärt ab, ob bei den Bewerbenden die nötigen Voraussetzungen für eine FAGE Ausbildung vorhanden sind. Die Bewerbungsinstrumente sollen dem Ausbildungsort Entscheidungs-Kriterien liefern, um die vorhandenen Fähigkeiten von den Bewerbenden und ihr Entwicklungspotential einzuschätzen. 2. Leitgedanken Die Lehrbetriebe sind für die Bewerbungsverfahren zuständig. Das Bewerbungsverfahren soll die individuellen Situationen der Kandidaten (Alter, Schulbildung, Lebensumstände) berücksichtigen. Schulzeugnisse, Praxiseinblick, vorhandene Beurteilungen aus Schnupperlehren sowie Referenzen sind Bewerbungsgrundlagen. 3. Schulische Vorbildung Als Voraussetzung für den Lehrbeginn wird die beendete obligatorische Schulzeit verlangt. Es wird kein Multicheck vorgängig verlangt. Empfohlen wird der Abschluss der Schulstufe mit Erweiterungsniveau. Kanton BL Kanton BS Kanton AG Kanton SO Kanton BE Nivea P WBS Weiterbildungsschule E Zug oder Gymnasium Bezirksschule Bezirksschule Gymnasium Bewerberinnen mit Schulstufe Niveau A (Sek A, WBS A-Zug, Realschule) wird ein 10. Schuljahr empfohlen. Detaillierte Übersicht zu den kantonalen Schulstrukturen: oder unter 4. Berufliche, betriebliche Anforderungen Freude an einer breiten Ausbildung Interesse am Umgang mit gesunden und kranken Menschen Beziehungs- und Kontaktfähigkeit Offenheit und Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit Bereitschaft zur Teamarbeit und zur Auseinandersetzung in einer Gruppe Bereitschaft für theoretisches und praktisches Lernen Fähigkeit, Texte zu erfassen, guter mündlicher und schriftlicher Ausdruck in deutscher Sprache Bereitschaft, unregelmässige Arbeitszeit zu leisten

3 3 5. Das Bewerbungsverfahren 5.1 Berufswahlprozess Informationen zum Beruf finden die Schülerinnen und Schüler bei den kantonalen Berufsberatungen, in Berufskundebüchern, Infoheften und Prospekten oder an den jeweiligen Schulen (Infoabende, Lehrpersonen). Ab dem 8. Schuljahr haben die Jugendlichen während der Schulzeit definierte Zeitfenster für eine Schnupperlehre. 5.2 Freie Lehrstellen Freie Lehrstellen sind jeweils ab September auf dem Lehrstellennachweis unter aufgeschaltet oder die Jugendlichen können direkt bei einem Ausbildungsort anfragen. 5.3 Bewerbung Die Bewerbenden schicken die Bewerbungsunterlagen mit Kopien von Schulzeugnissen (vorzugsweise der letzten 3 Schuljahre) und allenfalls vorhandene Zeugnisse von Praktika direkt an den gewünschten Lehrbetrieb. Der Ausbildungsort erhält damit Informationen zur bewerbenden Person, zur schulischen Vorbildung und zur Berufsmotivation. 5.4 Vorselektion Die verantwortlichen Personen des Lehrbetriebes prüfen die Bewerbungsunterlagen und entscheiden, ob ein Bewerbungsgespräch durchgeführt wird. Allenfalls kann der Lehrbetrieb bereits nach Prüfung der Unterlagen eine Absage machen. 5.5 Bewerbungsgespräch Der Lehrbetrieb führt mit den Bewerbenden ein persönliches Gespräch. Im Gespräch kann ermittelt werden, ob die Motivation die Kommunikationsfähigkeit die Eigenständigkeit soweit vorhanden sind, dass die für den Beruf nötigen Kompetenzen im Verlauf der Ausbildung entwickelt werden können. Zu berücksichtigen gilt es, dass die meisten Bewerber/innen erst Jahre alt sind und damit noch mitten in der Entwicklung stehen. Vielfach ist ein Bewebungsgespräch ein neuer und ungewohnter Schritt für die Jugendlichen. Zu folgenden Themenbereichen können zusätzliche Informationen eingeholt werden: zur Biographie, Lebensumfeld Motivation, Berufsvorstellung, Erlebnisse in Schnupperlehren Persönliche Gesundheit der Bewerberden Schul- und Lernbiographie Offene Fragen aus dem Bewerbungsschreiben Im Gespräch sollen die Bewerbenden auch Informationen zum Ausbildungsort erhalten wie: Leitbild vom Ausbildungsort Betriebliches Ausbildungskonzept, Erwartungen Betriebliche Regelungen zu Arbeitszeit und Anstellungsbedingungen

4 4 5.6 Referenzen Referenzauskünfte sind für individuelle Fragestellungen aus den Bewerbungsunterlagen, dem Bewerbungsgespräch oder zu schulischen Leistungen einzuholen. Es empfiehlt sich Referenzauskünfte bei einer aktuellen Lehrperson oder einer Person aus dem privaten Umfeld (Verein, Pfadi, Trainer, Baby Sitting-Familie etc.) einzuholen. 5.7 Einblick Praxis und Beurteilung Ein Praxiseinblick ist immer empfehlenswert. So erhalten die Jugendlichen eine Vorstellung in die beruflichen Inhalte der FAGE und können kleinere Handreichungen und Arbeiten unter Anleitung auszuführen. Ein Kurz-Einblick kann 2-5 Tage je nach Person und Vorkenntnissen betragen. Für eine Aussage zur Berufseignung sollte der Betrieb den Einsatz nach bestimmten Kriterien beurteilen. Diese Rückmeldung hilft der Schülerin, dem Schüler bei Bewerbungen. Der Betrieb erhält einen Anhaltspunkt über geleistete Einsätze und der Einschätzung zur Berufseignung. Als weiteres Instrument für eine Beurteilung eignen sich Tagesberichte von einem Kurzeinsatz. Der Auftrag von einem solchen Bericht (Inhalt, Umfang, Darstellung) wird vom Betrieb definiert und vorgegeben. 6. Entscheid Lehrvertrag 6.1 Lehrvertrag Der Lehrbetrieb informiert die Bewerbenden über die Zusage oder Absage. Absagen müssen auf Anfrage begründet werden. Der Lehrvertrag muss in 3 facher Ausführung ausgestellt und von folgenden Parteien unterzeichnet werden: Lehrbetrieb Die Lernende/der Lernende (mit Unterschrift von gesetzlicher Vertretung bei Minderjährigen) Amt für Berufsbildung und Berufsberatung Lehrverträge können auf dem Amt für Berufsbildung oder herunter geladen werden 7. Anmeldung an Berufsschule Der Lehrbetrieb meldet die Lernende an der Berufsfachschule Gesundheit Baselland an. Anmeldeformulare sind auf der Website aufgeschaltet 8. Information Lehrstellenliste Der Ausbildungsort meldet die Anzahl der aktuell freien Lehrstellen dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung bzw. den zuständigen Personen für die Lehrstellenliste.

5 5 Graphik Bewerbungsverfahren Vorselektion Bewerbungsverfahren Entscheid Lehrvertrag Prüfung von Bewerbungsunterlagen Bewerbungsgespräch Referenzen einholen Betrieblicher Einblick und Auswertungsgespräch Lehrvertrag oder schriftlich begründete Absage Vertragsunterzeichnung ev. direkte Absage ev. Absage ev. Absage Berufsschule Ausbildungsort meldet Lernende an Berufsschule (Formular auf

6 6 Aufnahmekriterien Die Berufseignung wird in verschiedenen Phasen des Bewerbungsverfahrens anhand nachstehender Kriterien ermittelt. Anmeldeunterlagen Referenzen Bewerbungs gespräch Praxis-Einblick Berufsmotivation Selbstkompetenz Kommunikationsfähigkeit Teamfähigkeit/ Kooperationsfähigkeit Praktische Begabung Zuverlässigkeit Schriftliche Ausdrucksfähigkeit Tagesberichte Mündliche Ausdrucksfähigkeit Intellektuelle Fähigkeiten Je nach Lehrbetrieb wird nach Vertragsabschluss allenfalls eine ärztliche Vorabklärung verlangt.

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