Trägerforum 2016 Gemeinsam stellen wir uns den neuen Herausforderungen

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1 Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen Trägerforum 2016 Gemeinsam stellen wir uns den neuen Herausforderungen

2 Trägerforum 2016 Themenagenda Impulsvortrag Situation am Arbeitsmarkt und Geschäftspolitik in der RD SAT Leitgedanke Die Wirksamkeit von Arbeitsmarktdienstleistungen steht im kausalen Zusammenhang mit dem wirtschaftlichem Erfolg. Im Dialog Erfolgskriterien von Arbeitsmarktmaßnahmen Erfahrungen mit den Vereinbarungen im Ergebnis des Trägerforums 2014 Qualitätsstandards von Arbeitsmarktdienstleistungen Informationen Situation und Aktivitäten in der Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen und Asylbewerbern Resümee Bilanz der Veranstaltung Seite 2

3 Aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt Rückblick, Ausblick und geschäftspolitische Ausrichtung 2016

4 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Demografischer Wandel zeigt Wirkung in beiden Bundesländern Verringerung des Erwerbspersonenpotenzials - insgesamt Alterung des Erwerbspersonenpotenzials - verstetigt Arbeitslosigkeit - sinkt aber Langzeitarbeitslosigkeit - stagniert Rückgang von Schulabgängern konstant niedrig bleibend Zahl der Beschäftigten U25 um mehr als ein Drittel gesunken Jugendarbeitslosigkeit rückläufig neue Chance und Herausforderung Flüchtlinge auf den Weg in den Arbeitsmarkt begleiten Herausforderung - Deckung der Ersatzbedarfe und Zusatzbedarfe auf Fachkräfteebene Abwanderungs- und Pendlersaldo - negativ Wettbewerb um die besten Köpfe - hat in voller Bandbreite begonnen Erschließen aller Potenziale für Ausbildung und Beschäftigung Nutzung des Potenzials der Flüchtlinge auf Fachkräfte- und Expertenebene Gemeinsame Gestaltung von Übergängen zur Deckung des Ersatzes und zusätzlichen Bedarfen durch: Optimierung der Integrationsverläufe mit Netzwerkpartnern Diskussion innovativer Ansätze Erheben neuer/zusätzlicher Bedarfe in der Arbeitsmarktpolitik (bspw. Flüchtlinge) Trägerforum: Gemeinsam Verbindlich - Erfolgreich Seite 4

5 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Beschäftigung Moderates Wachstum der Beschäftigung Prognose Mittelwert 2016 bei Annahme BIP Deutschland: + 1,8 % Wachstumsrate JD 2015 auf JD 2016: ,2 Prozent oder Beschäftigte Mittelwert bei Annahme BIP Deutschland: + 1,8 % Wachstumsrate JD 2015 auf JD 2016: +1,0 Prozent oder Beschäftigte Sachsen-Anhalt Thüringen Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Sachsen-Anhalt, 2010 bis 2014 jeweils , Prognose 2015 und 2016 im JD Quelle: Statistik der BA, Prognose IAB Seite 5

6 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Arbeitslosigkeit Verfestigung der Arbeitslosigkeit Stagnation unbekannte Variable Flüchtlinge Prognose Mittelwert bei Annahme BIP Deutschland: + 1,8 % Wachstumsrate JD 2015 auf JD 2016: -1,1 Prozent oder Arbeitslose Mittelwert 2016 bei Annahme BIP Deutschland: + 1,8 % Sachsen-Anhalt Thüringen Arbeitslosigkeit Sachen-Anhalt und Thüringen Jahresdurchschnitte 1991 bis 2015 Prognose 2016 Quelle: Statistik der BA Prognose: IAB Wachstumsrate JD 2015 auf JD 2016: -1,5 Prozent oder Arbeitslose Seite 6

7 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Langzeitarbeitslosigkeit Verfestigung der Arbeitslosigkeit - Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit steigt Sachsen-Anhalt Thüringen ,3% (49.284) 37,7% (47.321) 37,8% (44.879) 34,5% (33.068) 35,7% (32.178) 35,2% (30.005) 19,2% 20,0% 19,8% 18,0% 18,9% 19,2% LZA über 2 Jahre LZA 1 - unter 2 jahre Arbeitslose unter 1 Jahr Jahre und länger 1 - unter 2 Jahre Alo nicht LZA Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit länger als 2 Jahre Jahresdurchschnitte 2013 bis 2015 Quelle: Statistik der BA Seite 7

8 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Qualifikationsniveau Angebotene Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen entspricht nicht dem Markt Sachsen-Anhalt Thüringen Experten Fachkräfte, Spezialisten 52 5 Helfer 43 Arbeitslose Fachkräfte, Spezialisten Experten Helfer Experten Fachkräfte, Spezialisten sozial- 76 Helfer versicherungspfl. Beschäftigte Experten Fachkräfte, Spezialisten Strukturen Arbeitslose und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Anforderungsniveau (KldB2010), Anteile in Prozent (ohne Berücksichtigung fehlender Angaben), Sachsen-Anhalt und Thüringen, Dezember 2014 (gleitender Jahresdurchschnitt), Juni 2014 (Beschäftigte) Quelle: Statistik der BA 74 Helfer Seite 8

9 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Entwicklung der Schulabgänger Anzahl der Schulabgänger steigt leicht, bleibt auf niedrigem Niveau Thüringen Sachsen-Anhalt Anzahl Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen, Prognose KMK und statistische Ämter der Bundesländer Seite 9

10 Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt Ausbildungsmarkt Mehr Bewerber als Stellen Sachsen-Anhalt Mehr Stellen als Bewerber Thüringen September 2013 September 2014 September 2015 September 2013 September 2014 September 2015 Bewerber Berufsausbildungsstellen Bewerber Berufsausbildungsstellen Berufsausbildungsstellen je Bewerber, Sachsen-Anhalt und Thüringen, September 2015 Metalloberflächenbehandlung Feinwerk- und Werkzeugtechnik Kunststoff,Kautschukherstell.,verarbeit Bodenverlegung Gastronomie Verkauf Arzt- und Praxishilfe Verwaltung Softwareentwicklung und Tierpflege 0,65 0,57 0,37 0,16 0,13 3,86 3,59 3,57 3,50 6,80 Metallerzeugung Metalloberflächenbehandlung Verkauf von Lebensmitteln Naturstein-,Mineral- Kunststoff,Kautschukherstell., Büro und Sekretariat Arzt- und Praxishilfe Verwaltung Technische Mediengestaltung Tierpflege 8,70 6,70 6,00 0,72 0,69 0,42 0,24 0,08 11,90 20,30 Quelle: Statistik der BA Seite 10

11 Herausforderung Fachkräftesicherung Potentiale erkennen und erschließen jährlich steigende Anzahl offener Arbeitsstellen hohe Zahl unbesetzter, gemeldeter Ausbildungsstellen abnehmende Zahl an Ausbildungsplatzbewerbern Erwerbspersonenpotential sinkt demografisch bedingt Erschwerter Zugang Schwerbehinderter zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt Anteil älterer Arbeitsloser steigt Anteil Langzeitarbeitsloser steigt Zustrom an Flüchtlingen steigt stark an Alle vorhandenen Potentiale müssen ausgeschöpft werden! Seite 11

12 intern extern Geschäftspolitische Ausrichtung BA 2020 Megatrends Märkte verändern sich Strategische Antworten BA 2020 Individuelle Kundenlösungen Wir leisten einen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Volatilität Internationalität Ändernde Rahmenbedingungen strategische Ableitungen Wir verbessern für marktferne Kundinnen und Kunden die Teilhabe am Arbeitsleben. strategischer Nutzen Wir erarbeiten mit Jugendlichen gute berufliche Zukunftsperspektiven. demograph. Entwicklung Öffentliche Finanzen Teilhabechancen Präsenz vor Ort Neue Angebote für marktnahe Kunden Intensivere Betreuung marktferner Kunden Neue Dienstleistungen für Arbeitgeber Neue Fähigkeiten entwickeln Finanzielle Ressourcen nutzen & Bürokratieabbau Neuartige und effiziente IT-Lösungen Vorausschauendes Personalmanagement Wir nutzen alle Beschäftigungsmöglichkeiten. Intensivierung der Beratung Innovative und differenzierte Produkte und Dienstleistungen für Kunden Mehrkanal-Ansatz und E-Services Seite 12

13 Geschäftspolitische Ausrichtung Handlungsfelder 2016 im SGB II Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren enge Zusammenarbeit von Agenturen und Jobcentern bei der Förderung und Integration Jugendlicher Langzeitbezieher /-arbeitslose aktivieren und Integrationschancen erhöhen Marktnähe leben, Arbeitgeber erschließen und Beschäftigungschancen für schwerbehinderte Menschen verbessern Kunden ohne Ausbildung zu Fachkräften ausbilden und in den Markt integrieren Herausforderungen durch Zuwanderung, Flucht und Asyl Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umsetzung sicherstellen existenzsichernde und nachhaltige Integration von Langzeitleistungsbeziehern in den ersten Arbeitsmarkt Vermeidung von Langzeitleistungsbezug lokalen Chancen erkennen, um auch Kundinnen und Kunden mit schlechteren Arbeitsmarktchancen nachhaltig und existenzsichernd zu integrieren Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung berücksichtigen Teilzeitberufsausbildung, insbesondere für Frauen und Männer mit Familienpflichten und pflegebedürftigen Angehörigen, in den Blick nehmen für Kunden mit Migrationshintergrund im Rahmen der Eignungsabklärung auch die Dienstleistung Deutsch-Test (DT) des BPS nutzen Aktive Einbindung der angebotenen Selbstlernprogramme zum Defizitabbau Initiative zur Erstausbildung junger Erwachsener wird mit diesem Handlungsfeld fortgesetzt und inhaltlich weiterentwickelt frühzeitige Identifizierung der Potenziale von Asylbewerber/innen und Flüchtlingen Zügige Feststellung von Sprachkenntnissen (Teilangebot Deutsch-Test im SePo 2016, ESF-BAMF-Programm) und beruflicher Vorerfahrung sowie Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse enge Zusammenarbeit zwischen AA und JC im Rahmen des Übergabemanagements Regelmäßige Auswertung der Prüfberichte (BRH, Innenrevision) sicherstellen Fachaufsicht durchführen und Durchführung nachhalten Zielgerichtete Schwerpunktsetzungen im IKS Seite 13

14 Geschäftspolitische Ausrichtung Handlungsfelder 2016 im SGB III Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren Maßnahmenmix und Assistierte Ausbildung als neue Unterstützungsmöglichkeit nutzen KMU mit Ausbildungsberechtigung nutzen, um weitere Ausbildungspotenziale zu heben Langzeitarbeitslose aktivieren und Integrationschancen erhöhen Marktnähe leben, Arbeitgeber erschließen und Beschäftigungschancen für schwerbehinderte Menschen verbessern Kunden ohne Ausbildung zu Fachkräften ausbilden und integrieren Rechtmäßigkeit und Qualität der operativen Umsetzung sicherstellen Herausforderungen durch Zuwanderung, Flucht und Asyl bewältigen positive Beschäftigungsentwicklung zur nachhaltigen Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt nutzen Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit u.a. durch Nutzung maßgeschneiderter Instrumente (z.b. 45 LAV, Talentcenter) lokalen Chancen erkennen, um Kundinnen und Kunden mit schlechteren Arbeitsmarktchancen nachhaltig zu integrieren (gezielte AG-Ansprache im Hinblick auf Pflichtquote ) Zusammenarbeit mit Integrationsämtern ausbauen Möglichkeiten von EGZ-SB und Probebeschäftigung nutzen bewerberorientierte Stellenakquise/ Vermittlung fortsetzen Kampagnen mit Arbeitgebern nutzen, um schwerbehinderte Menschen zu integrieren Verpflichtungen aus der Allianz Aus- und Weiterbildung wahrnehmen Teilzeitberufsausbildung, insbesondere für Frauen und Männer mit Familienpflichten und pflegebedürftigen Angehörigen, in den Blick nehmen für Kunden mit Migrationshintergrund im Rahmen der Eignungsabklärung auch die Dienstleistung Deutsch-Test (DT) des BPS nutzen; vorhandene Defizite systematisch abbauen, dazu auch die angebotenen Selbstlernprogramme nutzen eine schnelle und qualitativ hochwertige Leistungserbringung stellt sicher, dass die BA als Dienstleister wahrgenommen wird AA organisieren mit lokalen Akteuren und kommunalen Partnern den Kontakt zu Flüchtlingen mit Arbeitsmarktzugang um frühzeitige Identifizierung von Asylbewerber/innen und Flüchtlingen zu sichern Nutzung von Maßnahmen (z.b. betriebsnahen Maßnahme PerF ) zur Erschließung von Fachkräftepotentialen Seite 14

15 Erfolgsfaktoren von Arbeitsmarktdienstleistungen Wirksamkeit im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Erfolg Erfolgskriterien Ergebnisse aus dem Trägerforum 2014

16 Gute Qualität zahlt sich für alle aus! im Mittelpunkt des Handelns steht ein gemeinsames Ziel: Integration in Arbeit Bildungsträger und Agenturen / Jobcenter sind Partner, die beide durch hochwertige Qualität ihren Beitrag dazu leisten müssen Wirksamkeit der Maßnahmen und wirtschaftlicher Erfolg gehen miteinander einher: gute Qualität ist Werbung in eigener Sache integrierte Teilnehmer haben Netzwerke und werben für berufliche Qualifizierung allgemein und ihren ehemaligen Träger im besonderen eine seriöse Teilnehmerauswahl und vorbereitung führt zu homogenen Teilnehmergruppen, erfolgreicherer Beschulung und geringeren Abbrüchen angesichts des schwieriger werdenden Teilnehmerpotenzials gewinnt das Geschäftsfeld der vorbereitenden Maßnahmen an Bedeutung kompetente Begleitung des Teilnehmers während der Maßnahme reduziert Abbrüche, vermeidet Kosten für die öffentliche Hand und Einnahmeausfälle für den Bildungsträger Agenturen und Jobcenter sind frei in der Gestaltung ihres Maßnahmemixes ein hoher Eingliederungserfolg ist Voraussetzung für die zukünftige Nutzung eines Instruments Seite 16

17 Hochwertige Maßnahmen BA: (nachhaltige) Integration des Kunden in Erwerbstätigkeit führt zu Beitragseinnahmen Verringerung oder Beendigung des Leistungsbezuges senkt Kosten für alle Seiten ein Gewinn: geringere Abbrüche führen zu sinkenden Kosten je Kunde: Integration Aufnahme einer (qualifizierten) Beschäftigung führt zu höherem Einkommen und Status benötigt keine (oder weniger) Sozialleistungen für seinen Lebensunterhalt Bildungsträger: hohe Erfolgsquote = gesteigertes Renommee, Werbung in eigener Sache Vergütung bei erfolgreicher Vermittlung, insb. bei nachhaltigem Erfolg geringere Abbrüche vermeiden Einnahmeausfälle Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen Seite 17

18 Prozentuale Verteilung der Eintritte in Produkte im Jahr 2015 Der Integrationserfolg bestimmt den Maßnahmemix der Agenturen und Jobcenter SGB II SGB III Datenquellen für SGB II und SGB III - Statistik der BA Seite 18

19 Eingliederungserfolge ausgewählter Instrumente im Jahr 2015 SGB II SGB III RD SAT Bund RD SAT Bund FbW 36,0 38,2 FbW 65,5 69,7 MAG 48,8 51,5 MAT 47,6 47,1 MAT 20,6 24,2 MAG 73,5 73,1 AGH 8,2 8,8 BaE 46,5 48,9 BaE 41,6 41,0 BvB 43,7 48,2 Datenquellen für SGB II und SGB III Statistik der BA (11/2015) Ziel: Jede Förderung wird zu einer erfolgreichen Integration. Seite 19

20 Ansatzpunkte für die Erfolgssicherung von Maßnahmen vor Maßnahmebeginn Bildungsbedarf richtig erkennen Bildungsmotivation herstellen Bildungsfähigkeit abklären Absicherung Bildungsangebot im Maßnahmeverlauf regelmäßiger Kontakt zwischen VFK und Teilnehmer regelmäßige Information durch den Bildungsträger zum Qualifizierungsfortschritt vor Maßnahmeende strategisches Absolventenmanagement durch Träger und AA/JC intensive Vermittlungsbemühungen durch alle Beteiligten Aktualisierung des Bewerberdatensatzes BT: Jobbörsenprofil AA/JC: VERBIS-Profil Seite 20

21 Mitwirkung der Träger bei der Erfolgssicherung am Beispiel von Qualifizierungsmaßnahmen (FbW) optimale Teilnehmervorbereitung Informationsmöglichkeiten über den Träger und die Maßnahme im Internet und in schriftlichen Informationsmaterialien Einlösung des BGS nur dann, wenn Inhalte des BGS mit den MN-Inhalten übereinstimmen, freie MN-Plätze vorhanden sind und der Maßnahmeeintritt zeitnah realisiert werden kann Prüfung der Erfüllung aller Zugangsvoraussetzungen des Bewerbers für die Teilnahme an der Maßnahme vor Einlösung des BGS Benennung eines verbindlichen Ansprechpartners beim Träger Konsequente Abbruchvermeidungsstrategie (Maßnahmebetreuung) Nachvollziehbare Struktur und Dokumentation des Prozesses der Fehlzeitenprävention unmittelbare Mitteilung durch den Träger an die AA/JC Sicherstellung einer engmaschigen Betreuung der Teilnehmer und Dokumentation der erbrachten Unterstützungsleistungen, Vorausschauende Prognosen des Lernfortschritts und zum Maßnahmeerfolg Teilnehmerbefragungen während der Maßnahme, um laufend Qualitätsverbesserungen umsetzten zu können Intensive Vermittlungsstrategie (Absolventenmanagement) Konkrete Integrationsaktivitäten für jeden Teilnehmer in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis Unterstützung und Begleitung der Bewerbungsaktivitäten der TN mindestens drei Monate vor Maßnahmeende Schwerpunkt: Nutzung der Jobbörse flächendeckendes Eruieren der Übernahmeoption in allen Praktikumsbetrieben durch den Bildungsträger (Transparenz und Dokumentation) Übersendung des Ergebnisbogens mit den vom Teilnehmer erworbenen Qualifikationen unmittelbar nach Vorliegen sämtlicher Prüfungsergebnisse an AA/JC Seite 21

22 Absolventenmanagement: Erwartungen aus dem Trägerforum 2014 Bewerber Motivation zur Arbeitsaufnahme Bewerberprofilanpassung aktive Eigenbemühungen Maßnahmeträger Stärkung der Motivation des Bewerbers konsequente Abbruchvermeidungsstrategie Unterstützung bei der Profilanpassung in der Jobbörse intensive Vermittlungsaktivitäten im Konsens mit Eigenbemühung Arbeitsagentur /Jobcenter Gewährleistung von Mindeststandards im Absolventenmanagement Festlegung von standardisierten Aktionszeiträumen vorausschauende Kontaktdichte während Maßnahme standardisierte Einbindung des Arbeitgeberservice und vorausschauende Vermittlungsaktivitäten eine qualitativ gute Teilnehmer- (Maßnahme-) Betreuung sicherstellen Seite 22

23 Erfahrungen mit den Ergebnissen aus dem Trägerforum 2014 Abschluss von Rahmenvereinbarungen (Stand 08/2015) 12 Agenturen für Arbeit und 11 Jobcenter haben Vereinbarungen mit regionalen Bildungsträgern geschlossen z.t. gemeinsamer Abschluss (z.b. J, SHL und NDH) gesamtes Maßnahmeportfolio wurde abgedeckt MAbE, FbW, Maßnahmen der Berufsauswahl/-bildung und beruflichen Rehabilitation Modifikationen der Rahmenvereinbarungen betreffen überwiegend die Passagen zur Integrationsquote und des Absolventenmanagements Erfahrungen im Umgang mit den Vereinbarungen aus Sicht der AA/JC: unterschiedlich ausgeprägtes Interesse zum Abschluss einer Vereinbarung weitere Handlungsbedarfe in Bezug auf einzelne Qualitätsaspekte z.b. Aktualisierung Jobbörsenprofil Unsicherheiten hinsichtlich der Verbindlichkeit der getroffenen Vereinbarungen Erfahrungen im Umgang mit den Vereinbarungen aus Sicht der Bildungsträger: Erkenntnisse im Dialog Seite 23

24 Durchführung von Qualitätssicherungsaktivitäten Gesetzlicher Auftrag: Qualitätssicherung von Arbeitsmarktdienstleistungen Sicherstellung einer einheitlichen Vorgehensweise über den: L e i t f a d e n a l s W e r k z e u g k o f f e r bildet den fachlichen Rahmen für die Durchführung von Qualitätssicherungsaktivitäten, z.b. dass Regelungen zu Verantwortlichkeiten (Maßnahmebetreuer, AMDL-Koordinator) in den AA/JC getroffen werden, dass allen Maßnahmeverantwortlichen die rechtlichen Grundlagen bekannt sind, dass einheitliche Mindeststandards im Prüfumfang existieren, dass regionaler Gegebenheiten angemessen berücksichtigt werden können sowie über das Berichtswesen der gewonnenen Erkenntnisse. stellt damit eine Arbeitshilfe für Praktiker dar. Seite 24

25 Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen und Asylbewerbern Ausgangslage, Ziele, Handlungsansätze

26 Ausgangslage Rahmenbedingungen im zurückliegenden Jahr steigende Flüchtlingszahlen mit zunehmendem politischen Handlungsdruck Fähigkeiten und Talente der Schutzsuchenden sind so verschieden, wie ihre Herkunft und Sprachkenntnisse Querschnitt über alle Bevölkerungs- und Altersgruppen; ein hoher Anteil der Asylsuchenden ist jedoch sehr jung (70% U35, 55% U25) Flüchtlinge kommen in der Regel ohne formale Berufsqualifikation; Gleichwertigkeitsfeststellungen nach dem Anerkennungsgesetz gestalten sich schwierig stabile Arbeitsmarktlage; teilweise Fachkräfteengpässe; grundsätzliche Bereitschaft der AG zur Beschäftigung von Flüchtlingen Seite 26

27 Ausgangslage Zahlen, Daten, Fakten 2015 sind ca. 1 Mio. Schutzsuchende nach Deutschland gekommen Verteilung nach Königsteiner Schlüssel Sachsen-Anhalt 2,9%, Thüringen 2,8% wir können davon ausgehen, dass ca Schutzsuchende nach SAT gekommen sind Region Positive Anträge Insg. Anhängige Verfahren Insg. Deutschland SAT Sachsen-Anhalt Thüringen Stand , Quelle: MARiS (BAMF) ein erheblicher Teil der Menschen hat noch keinen Asylantrag gestellt ein erheblicher Teil der Menschen hat noch keinen Kontakt zur Arbeitsverwaltung Seite 27

28 Entscheidung Asylantrag positiv Ausgangslage Verantwortung im Asylprozess BAMF: Bearbeitung Asylantrag, Durchführung Asylverfahren, Entscheidung Übergabemanagement hinsichtlich Grundsicherung zwischen Kommunen und Jobcenter Aufnahmeeinrichtung (AE) Kommune Jobcenter Ziel: Registrierung und Erfassung Verteilung nach Königsteiner Schlüssel Handlungsmöglichkeiten BA: Erstkontakt inkl. Aufnahme Fähigkeiten und Talente Aktivierung VB, MAT, MAG (Kompetenzfeststellung), Sprachförderung bis , Arbeitgeber aufschließen Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, Berufsberatung Ziel: Unterbringung Unterstützung Asylsuchender bei der Kontaktaufnahme mit AA Handlungsmöglichkeiten BA Folgekontakt/Erstkontakt Kontaktaufnahme in Gemein.- und dezentralen Unterkünften Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, Berufsberatung Aktivierung (VB, MAT, etc.) Arbeitgeber aufschließen Ziel: Sicherstellung der Grundsicherung Integration in den AM Verantwortung der Jobcenter Zahlung ALG II inkl. KdU Förderung und Forderung SGB II (Sprachtests BPS, Zugang Lernbörse, VV, FbW, VB, EGZ, MAT, MAG, Teilhabe) Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, Berufsberatung Arbeitgeber aufschließen Betreuung im SGB III Übergabemanagement hinsichtlich Arbeitsmarktintegration zwischen Arbeitsagenturen und Jobcentern Erstorientierung Erstgespräch ggfs. Folgegespräche Folgegespräche Arbeitsmarktintegration Seite 28

29 Ausgangslage relevante Gesetzesänderungen Definition sicherer Herkunftsländer gemäß Anlage II zu 29a AsylVfG Aufnahme Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Serbien Erleichterter Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bei Beantragung aus dem Heimatland Änderungen bzgl. Zugang zu Zeitarbeit für Asylbewerber und Geduldete nach 61 AsylVfG Zugang nach 15 Monaten Aufenthalt Zugang nach 3 Monaten Aufenthalt für Hochqualifizierte und Fachkräfte in Engpassberufen befristete Sprachförderung über Einstiegskurse nach 421 SGB III frühzeitigere Förderung von Aufenthaltsgestatteten nach 131 SGB III Förderung nach 44 und 45 SGB III ab dem ersten Tag des Aufenthalts frühzeitigere Förderung nach 59 SGB III nach 15 Monaten Aufenthalt abh bei Aufenthaltsgestatteten und Geduldeten BAB-betriebliche Ausbildung und AsA bei Geduldeten Seite 29

30 Wie können Sie als Bildungsträger diesen Integrationsprozess unterstützen? Die Gruppe der Flüchtlinge ist zwar nicht neu, jedoch sind die gesellschaftlichen Herausforderungen für eine erfolgreiche gesamtgesellschaftliche Integration gestiegen. Die Integration der Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung stehen im verstärkten Focus der kommenden Jahre. Wie kann dies gelingen? Nutzung aller aktuell und zukünftig zur Verfügung stehenden ausbildungsbegleitenden und vermittlungsunterstützenden Aktivierungsinstrumente Vermittlung von sprachlichen und sozialen Kompetenzen in den Maßnahmen (über das normale Maß hinaus) am Ende der Maßnahme liegt für jeden Teilnehmer ein Bericht vor, der Aussagen zu seinen berufsfachlichen Kenntnissen und seinen Stärken enthält sowie Empfehlungen gibt für weitere Handlungsbedarfe Sicherstellung einer adäquaten Erfolgsquote nach Beendigung der Maßnahmen Vermeidung von Förderlücken zur nahtlosen Fortführung bereits erzielter Integrationsfortschritte frühzeitige und konsequente Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt Entwicklung neuer Wege für eine erfolgreiche Integration (Zusammenspiel AA/gE, Träger, Arbeitgeber) Ziel: Wir werden unserer gesellschaftlichen Verantwortung in der öffentlichen Wahrnehmung gerecht! Seite 30

31 Projekte zur sozialen und beruflichen Integration von Flüchtlingen mit guter Bleibe-perspektive Projekt Unterstützung bei AGH in Konzeptent-entwicklungs-phase Verantwortung Länder MabE gem. 45 SGB III MAG / MAT / AVGS-MPAF Übungswerkstatt/ -firma nach 81 ff SGB III für verschiedene Berufsfelder Kompetenzfeststellung und Kenntnisvermittlung geeignet zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse berufsbezogener Spracherwerb Integration in den ersten Arbeitsmarkt Sprachkurse Online bspw. Lernbörse Aktuelle Handlungsansätze Wege in Arbeit Arbeit ggfs. EGZ / WeGebAU Weiterbildung Umschulung, dabei insb. betriebliche Einzelumschulungen mit Nutzung ubh Modularisierte Weiterbildung Nutzung BGS/Ausschreibung von Maßnahmen im SGB II Teilqualifizierung berufsbezogener Spracherwerb Verantwortung AA/JC Ausbildung außer-/betriebliche, schulische Ausbildung auch für Personenkreis Ü25 In Planung MAT 45 SGB IIII (PerF) Kompetenzfeststellung und Spracherwerb Dauer 6-12 Wochen Praktika und betriebliche Tätigkeiten (nicht MAG) statusrechtliche Auswirkungen möglich AGH 16d SGB III Erwerb HSA gem. 81 Abs. 3 SGB III Verzugsweise mit berufl. Bezug Nutzung bvb nach Einzelfallprüfung Ü25 Jahre Integrationskurs und Kurs zur berufsbezogenen Sprachförderung Dauer: 660 UE UE (Summe ca Monate) Verantwortung BAMF Einstiegskurs 421 SGB III Einstieg bis Ende 12/2015 Spracherwerb Verantwortung: Träger Dauer 320h (TZ möglich) MAT 45 SGB III Kompetenzfeststellung berufsbegleitende Sprachförderung Kenntnisvermittlung (8 Wochen) Arbeitserprobung AGH nach AsylbLG ggfs. Maßnahmen zur Alphabetisierung Seite 31

32 Aktuelle Handlungsansätze Wege in Ausbildung ggfs. Maßnahmen zur Alphabetisierung Integrationskurs und Kurs zur berufsbezogenen Sprachförderung Dauer: 660 UE UE (Summe ca Mo.) Verantwortung BAMF BVJ-S (Thüringen) Berufsvorbereitung und Spracherwerb, ggfs. Vorbereitung auf Erwerb HS-Abschluss Dauer: max. 12 Monate flächendeckendes Angebot in Berufsschulen, 12 bis 20 Stunden Deutsch pro Woche Verantwortung VFK AGH nach 5 AsylbLG zusätzliche, gemeinnützige und im öffentlichen Interesse liegende Maßnahme mit Aufwandsentschädigung Dauer: bis max. Entscheidung über Asylantrag Verantwortung Kommune MAT 45 SGB III (PerjuF für Jugendliche) Ausbildungsvorbereitung, Kompetenzfeststellung, Spracherwerb Dauer: 4 bis max. 6 Monate Beginn ab Verantwortung AA/JC AGH nach 16d SGB II zusätzliche, gemeinnützige und im öffentlichen Interesse liegenden Maßnahme mit Aufwandsentschädigung Dauer: je nach Eingliederungsfortschritt und Beginn, Anschlussangebot Verantwortung: JC STABIL Herstellung der Bildungsund Beschäftigungsfähigkeit unter fachlicher Anleitung produzierend tätig Dauer: bis max. 12 Monate BVB ( 51 SGB III) Berufsvorbereitung Dauer: bis 12 Monate Anpassung der Standard- BvB: Erweiterung und verbindliche Festlegung der Sprachförderung Verantwortung AA/JC EQ++Sprache in SA ( 54a SGB III) Betriebspraktikum + 1 Tag/Woche Fachunterricht + 1Tag/Woche Sprachunterricht Dauer 6-12 Monate 3 Standorte HAL/MD/DRW Verantwortung AA/JC und MK Zukunftschance assistierte Ausbildung in SA ( 130 SGB III) flächendeckendes Angebot einer Unterstützung des Auzubis und Betriebs (inkl. Stütz- und Förderunterricht sowie Erweiterung des Personenkreises nach 130 (8) SGB III) Dauer: max. 4 Jahre (Ausbildungsdauer + Vorbereitung) Verantwortung AA/JC und MK BaE ( 76 SGB III) außerbetriebliche Ausbildung Dauer: max. 3,5 Jahre Verantwortung AA/JC Weiterführende Schule bzw. weiterführendes Studium Arbeit Seite 32

33 Resümee Bilanz über die Veranstaltung

34 Trägerforum 2016 Gemeinsam stellen wir uns den neuen Herausforderungen Vielen Dank شكرا جزيال Molte Grazie Thank you Merci Beaucoup 非常感谢 Большое спасибо Seite 34