Groupe Mutuel engagiert sich zugunsten von Ärztenetzwerken

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1 ÄRZTENETZWERKE Groupe Mutuel engagiert sich zugunsten von Ärztenetzwerken Ärztenetzwerke sind nicht unumstritten! Zahlreiche Beobachter und Akteure im Gesundheitswesen stehen der Philosophie von Ärzenetzwerken angesichts der bisherigen Erfahrungen misstrauisch gegenüber. Einige Ärzte haben den Sprung dennoch gewagt, andere ziehen den Alleingang vor. Vorteile entstanden den Patienten und Versicherten lediglich in Form von Prämienermässigungen, aber auf medizinischer Ebene betrachteten sie die neuen Ärzte-Einheiten als zweitrangig. Fazit: Nur gesunde Personen interessierten sich für die alternativen Versicherungsmodelle, um so in den Genuss einer zusätzlichen Prämienermässigung zu gelangen. Die Zeiten scheinen sich jedoch nun zu ändern. eine kritische Masse darstellt und so effizientes Handeln erlaubt. Die Groupe Mutuel strebt eine paritätische Verantwortung zwischen Versicherern und Ärzten und zwischen Versicherten und Patienten an. Die Erfordernisse auf der Kostenseite dürfen sich dabei denjenigen der Qualität nicht entgegenstellen: beide Aspekte bilden ein Ganzes. Die Groupe Mutuel wird alles daran setzen, die Philosophie der Ärztenetze weiter zu unterstützen und erfolgreich umzusetzen. Sie setzt dabei vor allem auf eine autonome und liberale Partnerschaft aller Beteiligten. Täfernstrasse 16 CH-5405 Baden-Dättwil Telefon Telefax Redaktionelle und inhaltliche Verantwortung: argomed-ressort Kommunikation Dr. med. Heini Zürcher Dr. med. Gregor Dufner Karl Züger, Geschäftsführer Bernhard Stricker, lic. phil., Journalist BR Die Groupe Mutuel beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit diesem Thema. Sie ist von der Zukunft der Ärztenetze überzeugt, sofern der Patient weiterhin über die freie Arztwahl verfügt. Voraussetzung dazu ist eine echte Partnerschaft zwischen Ärzten und Versicherern, damit das Netz einen echten Mehrwert generieren kann. In diesem Sinne unterstützt die Groupe Mutuel Ärztenetze in den Kantonen Aargau, St. Gallen, Bern, Zürich, Luzern, Solothurn, Zug und Uri. Die Netze umfassen 20 bis 100 Ärzte. Zu den Vertragsmodalitäten gehören Datenaustausch und -schutz, Verwaltungsabmachungen, Weiterbildung, Betreuung von Patient und Versichertem bis hin zu wirtschaftlicher Sensibilisierung. Dazu gehört auch die argomed Ärzte AG, die als positives Beispiel für eine äusserst gut umgesetzte Ärztenetz-Philosophie gilt weit über die aargauische Grenze hinaus. Zudem befindet sich argomed in einer dicht bevölkerten Region, was MARTIAL BARBIER Leiter Managed-Care-Gesundheit, Groupe Mutuel 09.07/07ARG

2 Defacto Fakten und Meinungen der 3 07 Oktober 2007 INHALT 1 Tagebuch 4 Interview 5 Die besten Ärztewitze 8 Preisrätsel 10 Gegen Pseudo- Hausarztversicherungen 12 Groupe Mutuel TAGEBUCH EINES PATIENTEN Gesund? Mein Tagebuch Aus dem Tagebuch eines Patienten 5. Februar Ich erwache mit leichtem Schluckweh. Im Verlauf des Morgens beginne ich zu frieren, dann zu schwitzen. Alle Glieder schmerzen und ich fühle mich hundsmiserabel. Das Schluckweh wird unerträglich. Sogar Wasser kann ich kaum mehr schlucken. Reden wird mühsam, ich habe einen riesigen Kloss im Hals. Eine Sekretärin empfiehlt mir einen Hals- Nasen-Ohrenarzt, da wisse man gleich, was Sache sei. Zuerst melde ich mich aber beim Hausarzt, wo ich noch am gleichen Tag einen Termin erhalte. Dort 1

3 TAGEBUCH EINES PATIENTEN werde ich direkt ins Labor zur Blutentnahme geführt. Als mich der Hausarzt untersucht, kennt er das Resultat schon. Es deutet auf eine bakterielle Infektion hin. Er macht noch einen Rachenabstrich. Nach fünf Minuten steht fest, dass ich eine Scharlachangina habe. Vermutlich haben mich meine Kinder angesteckt, bei denen Scharlach in der Schule ausgebrochen ist. Der Hausarzt verschreibt mir Antibiotika und empfiehlt mir, auch mit den Kindern oder meiner Frau rasch vorbeizukommen, falls Schluckweh und Fieber auftreten sollten. 10. Februar Nachkontrolle. Ich bin wieder genesen und fühle mich recht gut. Die Blutwerte sind praktisch wieder normal. Ich erhalte ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis. Ab morgen darf ich wieder arbeiten. Dafür hat es jetzt meine Frau erwischt. Auch sie benötigt Antibiotika, das zeigen die Untersuchungen. Fast beiläufig erwähnt meine Frau, dass sie vor etwa einer Woche Zwischenblutungen hatte, die Urinuntersuchung zeigt aber, dass keine Schwangerschaft vorliegt. 3. März Meine Mutter ist zu Besuch. Während des Essens verdreht sie plötzlich die Augen, schaut schief zur Decke hoch, atmet einige Male tief durch und spricht danach wirre und unzusammenhängende Worte. Gott sei Dank dauert dies nur wenige Minuten. Schon bald können wir uns wieder normal mit ihr unterhalten. Sie selbst kann sich an den Zwischenfall nicht erinnern. Da es ihr immer noch etwas schwindlig ist und sie die Gabel mit der rechten Hand nur unsicher greifen kann, gehen wir zum Hausarzt. Nach wenigen Fragen und einer körperlichen Untersuchung steht fest, dass es sich um eine Streifung gehandelt haben muss. Der Hausarzt weist meine Mutter 2 notfallmässig ins Spital ein, wo sie von oben bis unten durchgecheckt wird. Die Diagnose wird bestätigt. 10. April Ein Schreiben der Krankenkasse an meine Mutter: Die Spitalrechnung wird vollumfänglich bezahlt. Der Hausarzt hat die Überweisung ans Spital bereits gemeldet. Auch im Hausarztmodell werden alle Spital- oder Spezialistenrechnungen bezahlt, obwohl die Prämien etwas mehr als zehn Prozent tiefer liegen. 23. April Ein denkwürdiger Tag! Schon die ganze Woche ist es schwül-warm gewesen, auch im Büro. Bei der Arbeit wird mir plötzlich extrem schwindlig, als ob sich die ganze Umwelt um mich herum dreht. Glücklicherweise geht alles rasch vorüber. Wahrscheinlich ist es der Stress im Büro, das drückende Klima und die Sache mit meiner Mutter. 10. Mai Muss ich jetzt sterben? Alles um mich herum dreht sich plötzlich, jede Kopfbewegung verschlechtert meinen Zustand. Ich muss mich mehrmals übergeben und verliere beinahe das Bewusstsein. Irgendjemand ruft den Hausarzt, der kurze Zeit später eintrifft und mir eine Spritze gibt. Und wie die wirkt! Schon wenig später kann ich den Kopf wieder drehen, ohne dass es mir schwindlig wird. Ist das jetzt auch eine Streifung? Ich bin doch erst 42. Bei seiner gründlichen Untersuchung überprüft mein Hausarzt sämtliche Reflexe, die Kraft und das Gespür und schliesst eine Hirnerkrankung aus. Er geht daher von einer Innenohrstörung aus, die durch meine Erkältung ausgelöst wurde. Viren können solche Störungen verursachen. Es ist aber nichts Gefährliches. Spezielle Abklärungen wie bei meiner Mutter sind nicht nötig. Ich bin froh, dass mir der Hausarzt noch Tabletten da lässt, für den Fall, dass es noch einmal auftritt. Ansatzweise passiert dies noch am selben Abend, aber nie vergleichbar zum Morgen. 29. Mai Langes Telefongespräch mit meinem Bruder Michael. Er fühlt sich seit Monaten schlecht. Wegen Herzklopfen und Atemnot ging er zum Herzspezialisten. Manchmal fühle er eine unglaubliche Schwäche in den Armen, vor allem rechts. Er habe immer mal wieder Kopfweh und gelegentlich Ameisenlaufen im Mund- und Wangenbereich. Am Herzen sei alles gut. Der Herzspezialist empfahl deshalb eine Untersuchung beim Neurologen. Dieser führte ausgedehnte Blutuntersuchungen durch, leitete die Hirnströme ab und liess den Kopf in der MRI-Röhre untersuchen. Aber auch er konnte nur bestätigen, dass alles in Ordnung sei. Trotzdem gehe es ihm immer schlechter. Er habe nun auch Schlafstörungen, schwitze unglaublich während der Nacht. Insgesamt habe er 5 kg abgenommen. Er hat panische Angst, an Krebs zu leiden und überlegt sich nun, ob er zum Krebsspezialisten gehen soll. Michael wirkt wirklich total verunsichert und ohne Halt. Ich empfehle ihm, doch mal beim Hausarzt vorbeizuschauen und alles zu besprechen. 17. Juni Hausarzttermin mit meinen Eltern. Vom Spital hat meine Mutter einen Blutverdünner und blutdrucksenkende Medikamente erhalten. Über eine Versandapotheke kann sie die Medikamente nun unkompliziert und sogar mit Rabatt beziehen. Mein Hausarzt hat empfohlen, den Blutdruck zuhause selber zu messen. Mit den Messresultaten geht meine Mutter nun in gröberen Abständen zum Hausarzt. Insgesamt ist er zufrieden mit ihren Werten. Ich bin froh, dass er uns

4 nochmals darauf aufmerksam macht, wie die Blutdruckmessung erfolgen muss und was alles falsch gemacht werden könnte. Wir wissen nun, dass ihre rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Migränemittel nicht ganz unproblematisch sind und den Blutdruck anheben können. Bei meinem Vater müssen jährlich die Haut und die Lymphknoten untersucht werden. Vor zehn Jahren wurde ein bösartiges Melanom in mehreren Operationen entfernt. Die Tumornachsorge wird nun vom Hausarzt durchgeführt. Wir können uns so den Gang ins Kantonsspital sparen. Auch heute ist alles gut. 19. Juni Das hätte ich nicht gedacht: Dass wir so schnell schon wieder zum Doktor gehen müssen. Sascha ist über einen Mauervorsprung gestolpert und hat nun starke Schmerzen im rechten Handgelenk. Wir sollen nur schnurstracks in die Praxis kommen. Das Röntgenbild in der Hausarztpraxis zeigt einen feinen Strich, den ich erst beim längeren Hinsehen entdecken kann. Dort sei der Vorderarm gebrochen, sagt uns der Hausarzt. Die deutlichere Stufe weiter vorn im Knochen sei kein Bruch, sondern die Wachstumsfuge, welche bei einem 12-Jährigen noch offen sei. Der Hausarzt macht einen Gips, der in vier Wochen wieder entfernt werden kann. Turnen und FC sind aber in den kommenden sechs bis acht Wochen kein Thema mehr. 7. Juli Wieder Michael, mein Bruder. Beim Hausarzt waren mehrere Gespräche erfolgt, nachdem er sich alle fachärztlichen Berichte besorgt hatte. Immer mehr kommt er zum Schluss, dass hier kein organisches Problem vorliegen könne. Mein Hausarzt vermutet eine Angst- und Panikstörung bei begleitender Depression. Offenbar wird Michael seit längerem perfid gemobbt und ist entsprechend ausgelaugt. Auch mit seiner Frau gibt es einige Spannungen. Michael wehrt sich vor allem gegen die Medikamente. Das sei doch alles Gift. Schliesslich sei er doch nicht verrückt. Ich empfehle ihm dringend, seinem Hausarzt zu vertrauen. Dabei rufe ich ihm die Episode in Erinnerung, als er vor 20 Jahren eine tiefe persönliche Krise hatte und sogar von Selbstmordgedanken geplagt wurde. Durch unzählige Gespräche und Antidepressiva wurde Michael geheilt und wusste ein Jahr später nicht mehr, wie er überhaupt so tief hatte fallen können. 2. September Wieder Michael. Er fühlt sich wie ein umgekrempelter Handschuh. Alle Symptome sind weg. Der Schlaf ist gut. Michael hat sich auf Ratschlag des Hausarztes im Betrieb umteilen lassen. Der neue Aufgabenbereich macht ihm Spass, fordert ihn gleichzeitig. Im Team fühlt er sich aufgehoben und integriert. Die Medikamente können bei weiter erfreulichem Verlauf in zwei bis drei Monaten reduziert werden. Hoffentlich geht dann auch diese Müdigkeit der noch einzige Wermutstropfen weg. So zumindest hat es der Hausarzt vorausschauend prognostiziert. Mein Hausarzt hat in der Weiterbildung zum Grundversorger neben Innerer Medizin und Chirurgie auch Gynäkologie, Neurologie und Psychiatrie gelernt. Das kommt nun Michael bzw. uns allen zugute. 20. September Jetzt bin ich 43, und Gott sei Dank gesund. Wie wichtig ist doch die Gesundheit! Das haben mir die letzten, turbulenten Monate eindrücklich gezeigt. 3

5 INTERVIEW «Eine Hausarztpraxis ist für mich etwas Wunderbares» Frau Sonja Fehlbaum Jetzer aus Bremgarten ist die Gewinnerin unseres Kreuzworträtsels in Defacto 1/07. Frau Fehlbaum hat ein Nachtessen für zwei Personen im Restaurant Stutz in Widen gewonnen. Vor dem Essen hat Defacto-Redaktor Bernhard Stricker der Siegerin ein paar Fragen gestellt. Defacto: Machen Sie öfters bei Wettbewerben mit? Und haben Sie schon andere Preise gewonnen? Welche Bedeutung hat für Sie der Hausarzt? Eine Hausarztpraxis ist für mich etwas Wunderbares. Im Notfall sollte man schnell und unkompliziert einen Termin bekommen. Der Arzt kennt einen, vielleicht sogar die ganze Familie. Es sollte ein offenes, vertrauensvolles Verhältnis bestehen. Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden, nicht nur zum Beispiel als Blinddarmentzündung! Vielleicht haben Sie schon gehört, dass in naher Zukunft ein Mangel an Hausärzten droht. Die Hausärzte, die in Pension gehen, finden keine Nachfolger, und die jungen Ärzte wollen nicht mehr in die Hausarztmedizin. Was müsste man Ihrer Meinung nach tun, damit es auch in Zukunft genügend Hausärzte gibt? Erholungszeiten, aber auch einen angemessenen Verdienst. Wenn sie möglichst viele Patienten «durchschleusen» müssen, nur um die Praxiskosten decken zu können, sind das schlechte Voraussetzungen, für beide Seiten, Patient wie Arzt. Also sind auch kostensenkende Massnahmen durch Gemeinschaftspraxen mehrerer Hausärzte denkbar. Vielen Dank für die Auskünfte! Und en Guete! BERNHARD STRICKER Sonja Fehlbaum Jetzer: Zuerst herzlichen Dank für den tollen Preis. Ich freue mich sehr auf das Restaurant Stutz, denn ich mag die Kochkünste dort sehr. Eigentlich spiele ich ganz selten bei einem Wettbewerb mit und habe seit meiner Jugendzeit auch nie mehr irgendwo gewonnen. Das Kreuzworträtsel, das Sie gewonnen haben, war eher anspruchsvoll und nicht ganz einfach, weil es u. a. medizinisches Wissen brauchte. Haben Sie beruflich mit Medizin zu tun? Medizin, auch die Möglichkeiten der Alternativen Medizin, haben mich schon immer interessiert. Deshalb lese ich viel darüber, was mir in meinem Beruf als Kosmetikerin oft zugute kommt. 4 Hier stellen Sie eine schwierige, komplexe Frage, für die ich bestimmt keine Patentlösung parat habe. Gedanken darüber mache ich mir sicher. Einerseits las man von Numerus clausus, anderseits soll es zu wenige Hausärzte geben!? Müsste man da eine andere, spezialisierte (evtl. kürzere) Ausbildung für Hausärzte ins Auge fassen? Wäre statt einer Spitalassistenzzeit ein Praktikum in einer Hausarztpraxis möglich? Müsste man den Studierenden empfehlen, den Beruf des Arztes nicht zu wählen, wenn man in erster Linie ein möglichst hohes Einkommen erzielen möchte? Da böten sich ja sowieso andere Berufszweige besser an...! Ich glaube, Hausarzt ist nicht nur Beruf, sondern auch Berufung. Deshalb brauchen Hausärzte eine Infrastruktur mit geregelten AUFLÖSUNG DES KREUZWORTRÄTSELS Das Lösungswort hiess: MEDICUS

6 WITZE Die besten Ärztewitze Der Arzt wird mitten in der Nacht gerufen. Er untersucht den Patienten: «Haben Sie schon Ihr Testament gemacht?» «Nein, Herr Doktor, ist es denn wirklich so schlimm?» «Lassen Sie einen Notar kommen und rufen sie sofort ihre nächsten Verwandten!» «Heisst das, dass es mit mir zu Ende geht?» «Das nicht, aber ich will nicht der einzige sein, der mitten in der Nacht sinnlos aus dem Bett geholt wird...» Klagt ein Patient bei seinem Arzt über heftige Schmerzen im rechten Fuss. Der Arzt untersucht ihn und meint dann lakonisch: «Tja, das sind typische Altersbeschwerden.» «Das verstehe ich nicht», versetzt der Patient verwundert, «der linke tut überhaupt nicht weh und ist doch genauso alt.» 5

7 WITZE Arzt zu Patient: «Warum rennen Sie aus dem OP-Saal hinaus?» Patient: «Die Schwester hat gesagt: Regen Sie sich nicht so auf, das ist nur eine einfache Blinddarmoperation. Sie werden es schon schaffen!» Arzt: «Und was ist daran schlimm?» Patient: «Sie hat es nicht zu mir gesagt, sondern zu dem Chirurgen.» «Hat das Medikament, das Sie mir da verschreiben, auch irgendwelche Nebenwirkungen?» «Ja, Sie müssen damit rechnen, wieder arbeitsfähig zu werden!» «Sie waren also beim Heilpraktiker», knurrt der Internist höhnisch, «bin doch gespannt, was dieser Quacksalber Ihnen für einen Unsinn verordnet hat.» «Er hat mich zu Ihnen geschickt.» Mann beim Arzt: «Herr Doktor, wie kann ich 100 Jahre alt werden?» Arzt: «Rauchen Sie?» Patient: «Nein.» Arzt: «Essen Sie übermässig?» Patient: «Nein.» Arzt: «Gehen Sie spät ins Bett?» Patient: «Nein.» Arzt: «Haben Sie Frauengeschichten?» Patient: «Nein.» Arzt: «Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?» Der Sonntagsjäger trifft den Arzt. «Wissen Sie, Herr Doktor, was ich heute Morgen geschossen habe?» - «Ja, das weiss ich. Ich habe ihn heute Mittag behandelt.» Streiten sich ein Chirurg, ein Architekt und ein Politiker, welches der älteste Beruf der Welt sei. Chirurg: «Gott hat Adam eine Rippe entnommen und damit Eva erschaffen. Dies war die erste Operation, also ist Chirurg der älteste Beruf.» Architekt: «Bevor Gott Adam geschaffen hat, hat er aus dem Chaos die Welt erschaffen, also ist der älteste Beruf der des Architekten.» Daraufhin der Politiker: «Und wer, glaubt ihr, hat das Chaos erschaffen?» Treffen sich zwei Psychologen. Fragt der eine: «Weisst Du, wie viel Uhr es ist?» Antwortet der andere: «Nein, aber gut, dass wir mal drüber gesprochen haben.» Die beiden treffen sich eine Woche später wieder. Der eine fragt: «Und, weisst Du inzwischen, wie viel Uhr es ist?» «Nein», sagt der andere, «aber ich kann schon viel besser damit umgehen.» Ein Berner kommt ins Krankenhaus, weil er sich ein Bein gebrochen hat. Der Arzt fragt ihn, wie das geschah. «Ich bin auf einer Schnecke ausgerutscht.» «Auf einer Schnecke, das ist aber ungewöhnlich! Haben Sie die denn nicht gesehen?» «Nein, das ging nicht.» «Wieso nicht?» «Sie kam so schnell von hinten.» 6

8 Ein alter Hypochonder, der wegen seiner eingebildeten Krankheiten immer neue Ärzte aufsucht, gerät an einen jungen Arzt, der sich erst vor Kurzem niedergelassen hat. Der junge Arzt widerspricht in allem den Ausführungen des Patienten über seine Beschwerden. Da meint der Hypochonder gekränkt: «Nehmen Sie es mir nicht übel, Herr Doktor, aber ich finde es ein starkes Stück, wenn ein so junger Arzt wie Sie anderer Meinung ist als ein so alter und erfahrener Patient wie ich.» Ein Mann kommt wegen eines Fussleidens zum Arzt. Als er Schuh und Strumpf ausgezogen hat, schreckt der Arzt zurück: «Mann, das stinkt ja widerlich und wie dreckig der Fuss ist! Ich wette, das ist der schmutzigste Fuss in der ganzen Stadt!» «Die Wette haben Sie verloren!», sagt der Patient, «ich zeig' Ihnen jetzt mal den anderen Fuss...» Ein Arzt stellt mitten in der Nacht fest, dass sein Keller unter Wasser steht. Sofort ruft er einen Klempner an. Dieser weigert sich allerdings, zu dieser späten Stunde noch zu kommen. Daraufhin wird der Arzt aufgebracht und erklärt, dass er auch mitten in der Nacht kommen muss, wenn er zu einem Notfall gerufen wird. Eine viertel Stunde später ist der Klempner da. Gemeinsam mit dem Arzt betritt er die Kellertreppe, die bereits zur Hälfte unter Wasser steht. Der Klempner öffnet seine Tasche, holt zwei Dichtungsringe heraus, wirft diese ins Wasser und sagt: «Wenn es bis morgen nicht besser ist, rufen Sie wieder an.» 7

9 PREISRÄTSEL Hätten Sie s gewusst? 1 Wie heisst der Direktor der Santésuisse? A Fritz Britt G Markus Dürr E Thomas Zeltner P Hans-Heinrich Brunner 2 Wie bezeichnet man die Genesung bzw. Genesungszeit nach einer Krankheit? U Rehabilitation S Reinkarnation B Refrigeration A Rekonvaleszenz 3 Welches der aufgeführten Lebensmittel hat den geringsten Eisengehalt? O Schokolade C Leberwurst R Spinat L Ölsardinen 4 Was bezeichnet der Mediziner mit Meningitis? G Hirnhautentzündung H Gelenkentzündung K Bindehautentzündung F Lungenentzündung 5 Welche Bezeichnung für einen Darmabschnitt gibt es nicht? U Blinddarm A Langdarm J Dünndarm W Krummdarm 8 6 In welchem Jahr wurde zum ersten Mal eine erfolgreiche Herztransplantation am Menschen durchgeführt? V 1957 F 1960 U 1967 H Welche der genannten Früchte haben den höchsten Vitamin-C-Gehalt? Z Kiwis T Orangen D Zitronen E Schwarze Johannisbeeren 8 Wie wird in der Medizin das Verfahren zur Aufzeichnung der Gehirnströme abgekürzt? E EKG R EEG L EMG J MBT 9 Mit welchem anderen Begriff werden Nervenzellen noch bezeichnet? H Neuronen B Neurosen F Neutronen A Neutren 10 In welchem Organ gibt es den Steigbügel? I Mund P Auge A Ohr O Nase 11 Wofür steht die Abkürzung BAG? L Bundesamt für Gestaltung U Bundesamt für Gesundheit B Bundesamt für Gesetze S Bundesamt für Gewässer 12 Welches Medikament entdeckte der Wissenschaftler Alexander Fleming 1928? R das Morphin P das Aspirin F das Insulin S das Penicillin 13 Unter welchem Moto stand der 1. April 2007 der Hausärzte im Kanton Aargau? E Fertig gedoktert im Aargau! A Aargauer Hausärzte sind top! L Aargauer Hausärzte sind keine Hauärzte! T Hausarztmedizin im Aargau gestoppt! 14 Was kennzeichnet das echte Hausarztmodell? E Behandlungsqualität steigern, Prämien senken, Vertrag Arzt mit Krankenkasse F Behandlungsqualität steigern, Prämien senken, Behandlung nur mit Generika G Behandlungsqualität steigern, Prämien senken, kein Einbezug von Spezialisten A Behandlungsqualität steigern, Prämien senken, nur für Gesunde

10 Die Lösung ergibt einen Begriff, der aus zwei (Haupt-)Wörtern besteht: Wie viele Ärztinnen und Ärzte nahmen an der Demo am 1. April 2006 in Bern teil? I 5000 P 7500 U 8500 R Neues Defacto-Preisrätsel speziell für Argomed-Patientinnen und -Patienten Einsenden bis 31. Oktober 2007 an Argomed AG, Täfernstr. 16, 5405 Baden-Dättwil oder an 16 Mit welchem Begriff wird die Kinderheilkunde bezeichnet? S Pädagogik M Pädophilie X Pädatropie Z Pädiatrie 17 An der Demo vom 1. April 2006 stellten die Schweizer Hausärzte drei Kernforderungen, welche gehörte nicht dazu? T Elektronischer Datenaustausch mit den Krankenkassen F Praxisnahe Aus- und Weiterbildungen in Hausarztmedizin A Umfassende Mitspracherechte O Bessere Arbeitsbedingungen 1. Preis 238. Gutschein für zwei Day-Spa «Alibaba-Erlebnis» im Hamam Baden 2. Preis 150. Gutschein aus Ihrer Drogerie 3. Preis 80. Gutschein für eine Massage nach Wahl 18 In welchem Organ wird die Gallenflüssigkeit produziert? N Gallenblase E Leber T Zwölffingerdarm M Milz Generika, bei denen Sie das teure Hobby des CEOs nicht mitbezahlen. Bei Helvepharm bekommt der Geschäftsleiter kein Millionengehalt und auch keinen dicken Bonus. Das gesparte Geld verwenden wir lieber für die schnelle, günstige und einfache Abgabe unserer Generika. Helvepharm, das bescheidene Pharmaunternehmen.

11 VERSICHERUNGEN Gegen Pseudohausarztversicherungen Argomed schliesst sich bezüglich der Einschätzung von Pseudohausarztmodellen der Position des Dachverbandes der Schweizer Ärztenetzwerke «medswiss.net» an, der wie folgt Stellung genomen hat: «In den letzten Jahren wurden von einigen Krankenversicherungen Pseudohausarztversicherungen angeboten, die die echte Hausarztversicherung und damit die Managed-Care-Entwicklung in der Schweiz torpedieren. Es sind dies: Concordia*, CSS, Groupe Mutuel*, Helsana*, ÖKK*, SWICA* und Visana*. Bei der echten Hausarztversicherung besteht ein partnerschaftlicher Zusammenarbeitsvertrag zwischen Krankenversicherern und einem Hausarztverein. Er hält unter anderem fest, in welcher Form und in welchem Umfang der Arzt Steuerungsaufgaben im Interesse des Patienten übernimmt und definiert auch Massnahmen zur Qualitätssicherung in den Ärztenetzwerken. Die echte Hausarztversicherung reduziert die Gesundheitskosten nachgewiesenermassen um 15 bis 19 Prozent, was sich auch auf die Prämien günstig auswirkt (hama-studie: Diese Studie wurde notabene von mehreren Krankenversicherungen (SanaCare AG, Atupri, Concordia, Helsana und Wincare), vom Universitätsspital Zürich und dem Verein Hausärzte der Region Aarau erarbeitet. Für eine Pseudohausarztversicherung erstellen die Versicherer meistens flächendeckende Listen von grundversorgenden Ärztinnen und Ärzten nach wenig transparenten Kriterien. Ein Zusammenarbeitsvertrag zwischen den Versicherern und den Hausärztinnen und Hausärzten existiert nicht. Diese wurden weder gefragt, ob sie in den Listen aufgeführt werden möchten, noch informiert, dass sie in den Listen genannt sind. Die Versicherten verpflichten sich lediglich, bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst den aus der Liste ausgewählten Hausarzt beziehungsweise ihre Hausärztin aufzusuchen. Pseudohausarztversicherungen reduzieren die Gesundheitskosten nur um rund Prozent. Wieso lancieren die Krankenversicherer dieses deutlich schlechtere Versicherungsprodukt dennoch? Laut ihren eigenen Angaben werden sie durch den gegenseitigen harten Konkurrenzkampf dazu gezwungen. In besonders auffallender Weise hat die Helsana Versicherungen AG (grösster Krankenversicherer der Schweiz) nach willkürlichen beziehungsweise nicht nachvollziehbaren Kriterien eine grosse Zahl von Hausärztinnen und Hausärzten, aber auch gewisse ländliche Regionen, von ihren Listen ausgeschlossen. So geschehen beispielsweise im Kanton Zug. Auch im Kanton Schaffhausen wurden lediglich 28 von 73 Hausärzten des Hausärztevereins Schaffhausen in die Liste aufgenommen eines Hausärztevereins notabene, der sich in den letzten Jahren mit Erfolg um eine konstruktive Zusammenarbeit mit kooperativen Versicherern zum Wohl des kantonalen Gesundheitssystems verdient gemacht hat. Die Helsana Versicherungen AG gefährdet so wissentlich oder nicht die hausärztliche Grundversorgung. Der Dachverband der Schweizer Ärztenetzwerke med-swiss.net distanziert sich wie schon früher von diesen Pseudohausarztversicherungen und empfiehlt ihren Mitgliedern und den Ärztegesellschaften, die Patienten und die Öffentlichkeit in geeigneter Form auf diese grundversorgungsgefährdende Versicherungsform aufmerksam zu machen. Die Schweizer Ärztenetzwerke engagieren sich im Rahmen von echten Hausarztverträgen und im Rahmen von Budgetmitverantwortung in Zusammenarbeit mit kooperativen Krankenversicherern weiterhin für die Idee des Care-Managements. Care-Management steht dabei für optimale Patientenbetreuung, aber auch für einen haushälterischen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Voraussetzung für erfolgreiches Care-Management ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Patientinnen und Patienten, den Versicherern und den Hausarztnetzwerken und vor allem gegenseitiger Respekt. Ein Alleingang der Versicherer gefährdet die Care-Management-Entwicklung und damit einen zentralen Bestandteil der Kostendämpfung in unserem Gesundheitswesen. *Ergänzung argomed: Diese Krankenkassen bieten auch echte Hausarztmodelle an.

12 Folgende Krankenkassen bieten das Hausarztsystem in Zusammenarbeit mit den Hausärztinnen und Hausärzten im Kanton Aargau an: Krankenkasse Adresse Hausarztmodell Pseudo- Tel.-Nummer Homepage Empfohlen! Modell Fax-Nummer Agrisano Krankenkasse Laurstrasse 10 AGRI-eco Brugg Allg. Krankenkasse Brugg Bahnhofstrasse 1 PRIMED Brugg Aquilana Versicherungen Bruggerstr. 46 CASAMED Baden Atupri Krankenkasse Postfach CareMed Zürich Carena Schweiz Schulstrasse 3 casamed Aadorf Concordia Bundesplatz 15 mydoc Luzern Groupe Mutuel Rue du Nord 5 Basic plus Primacare Martigny Helsana Versicherungen AG Postfach Hausarztver- Benefit Zürich sicherung HAV (ab Jan. 08) Innova Bollstrasse 61 Casa-nova Worb kmu Krankenversicherung Bachtelstrasse 5 Krankenpflege Winterthur versicherung HA Krankenkasse Birchmeier Hauptstrasse 22 Hausarzt Künten versicherung Krankenkasse Luzernstrasse 19 HAUSMED Luzerner Hinterland 6144 Zell LU Krankenkasse Malters Mühlering 5 LU CASA Malters LU ÖKK Basel Spiegelgasse 12 CASAMED Basel ÖKK Kranken- und Bahnhofstrasse 9 CASAMED Unfallversicherung AG 7302 Landquart ÖKK Kranken- und Lagerhausstr. 5 CASAMED Unfallversicherung AG 8400 Winterthur ÖKK Schweiz Aarbergergasse 63 CASAMED Bern PROVITA Brunngasse 4 MEDICASA Gesundheitsversicherung 8400 Winterthur rhenusana Postfach Hausarztsystem Die Rheintaler Krankenkasse 9435 Heerbrugg Sumiswalder Krankenkasse Spitalstrasse 47 Hausarztmodell u. Unfallkasse 3454 Sumiswald SWICA Versicherungen AG Römerstrasse 37 Favorit Casa Favorit Winterthur Medica Visana Weltpoststr. 19 Managed-Care- Med Direct Bern 15 Modelle Wincare Konradstrasse 14 Caremed www. wincare.ch 8401 Winterthur Xundheit Pilatusstrasse 28 Hausarzt-System Luzern