Newsletter Dezember 2/2012

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Newsletter Dezember 2/2012"

Transkript

1 Newsletter Dezember 2/2012 Inhalt: Seite 1: 2012 Ein gutes Jahr für den BDS Seite 2: Es gibt noch viel zu tun Ausblick 2013 Seite 3: Tipps zur E-Bilanz Seite 4: BDS Kurzmeldungen Seite 5: Termine unserer Mitglieder/ Wichtige Termine 2012 Ein gutes Jahr für den BDS Präsidentin Gatterer blickt zufrieden auf das vergangene Jahr Wie in jedem Jahr gab es auch 2012 Höhen und Tiefen für die Selbständigen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland resümiert Liliana Gatterer, die Präsidentin des BDS Rheinland-Pfalz und Saarland, die vergangenen zwölf Monate. Man habe in einigen Bereichen sehr gute Ergebnisse erzielen können, gerade die Arbeit auf der kommunalen Ebene laufe aktuell besser denn je. Dafür seien vor allem die gut aufgestellten Ortsvereine zuständig. Die Leistungsschauen der BDS-Ortsvereine Lambrecht und Römerberg-Speyer hätten dies eindrucksvoll gezeigt, so Gatterer weiter. Der Kontakt zu den Politikern in Mainz und Saarbrücken konnte weiter ausgebaut werden, dies zeigte alleine die Foto: Jakob Ehrhardt / pixelio.de Anzahl der anwesenden Politiker auf dem diesjährigen Landesverbandstag in Haßloch. Der Landesverbandstag war sicher eines der Highlights des Jahres. Mit Julia Klöckner und Heiko Maas hatten wir zwei Hauptfiguren der Landespolitik zu Gast. Ich denke, dass wir auch in Zukunft noch enger mit beiden zusammenarbeiten werden, sagt Gatterer mit Blick auf den Verbandstag. Auch thematisch habe man sich breiter aufgestellt, unter anderem nehme das Engagement für eine Mindestqualifikation im Handwerk eine wichtige Position beim BDS ein. Daneben sieht die Präsidentin des BDS vor allem die Energiewende als zentrales politisches Thema für die Selbständigen. Wir müssen schauen, dass die Kosten nicht auf die kleinen und mittleren Unternehmen abgewälzt werden, während sich die Großen wegducken. Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe Energiewende müssen alle Teile der Gesellschaft gemeinsam angehen fasst Gatterer die Auffassung des BDS zusammen. Einige Veränderungen haben sich auch im Auftritt des Landesverbandes ergeben. So wurden rund ein Dutzend Veranstaltungen angeboten, die Internetseite sowie der Newsletter grundlegend überarbeitet und eine Facebook- Seite eingerichtet. Der Vorstand des BDS glaubt, dass wir als dynamischer Wirtschaftsverband fit für die Zukunft sind. Es bleibt unsere Hauptaufgabe die Anliegen der Selbständigen vor Ort zu hören und dann auch zu lösen, beschreibt Gatterer die Zielsetzung des BDS für das nächste Jahr. 1

2 Es gibt noch viel zu tun Auch 2013 warten auf den BDS viele Aufgaben die es zu lösen gilt Dass die Gesetzgebung aus Brüssel, Berlin, Mainz und Saarbrücken so manches Mal fast groteske Züge annimmt, können wohl alle Selbständigen bestätigen. Wir wollen Ihnen einen kleinen Ausblick geben, über Gesetzesvorhaben und - auslegungen über die der BDS im kommenden Jahr engagiert streiten wird. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz(KrWG) trat bereits im Juni 2012 in Kraft, die Auswirkungen bekommen aktuell vor allem die Unternehmer zu spüren, die ihr Geld durch das Recycling verdienen. Dies liegt daran, dass das KrWG den Kommunen erlaubt, Sammlungen von Wertstoffen durch private Unternehmen zu verbieten. So kam es bereits in Mannheim und Ludwigshafen in einzelnen Fällen zu Verboten einzelner Sammlungen, vor allem ich Bereich Altmetall. Erfreulicher- Diskussionen über die Gesetzeslage für Selbständige bleiben auch 2013 wichtige Aufgaben des BDS. weise haben einige Städte und Landkreise wie Bad Dürkheim, Germersheim und Neustadt bisher keine Verbote in Bezug auf die Sammlung von Wertstoffen erlassen. Der BDS Rheinland-Pfalz und Saarland setzt sich dafür ein, dass viele Städte und Gemeinden diesem Vorbild folgen und von der Anwendung dieser Facette des KrWG keinen Gebrauch machen. Immerhin bedroht dieses Gesetz nach Angaben der IHK rund 400 Unternehmen. Auch die Neuregelungen im Bereich der Abfalltransporte werden durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz geregelt. Dabei gilt für Betriebe, deren Hauptaufgabe nicht die Entsorgung von Abfall ist, eine Übergangsfrist bis zum Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Handwerker, der beim Kunden eigene Holzreste oder abgerissene Tapeten mitnimmt, dies ab 2014 bei den unteren Abfallwirtschaftsbehörden der Kreise beziehungsweise der kreisfreien Städte vorab anzeigen müssen. Eine einmalige Anmeldung genügt, es ist nicht nötig jeden einzelnen Transport anzuzeigen. Verhindert werden konnte, dass die Transportfahrzeuge für nicht-gewerblichen Müll, also beispielsweise das Fahrzeug einer Schreinerei, gekennzeichnet werden müssen. Die Neuregelung der Tachographenpflicht, die im Sommer dieses Jahres vom Parlament der Europäischen Union eingeleitet wurde, bringt gerade für kleine und mittlere Handwerksbetriebe große Probleme mit sich. Dies liegt vor allem daran, dass die Gewichtsbegrenzung für Fahrzeuge, die mit einem Gerät zur elektronischen Erfassung der Fahrtstrecke und Fahrtzeit ausgestattet werden müssen, von 3,5 Tonnen auf 2,7 Tonnen sinken soll. Dies hätte negative Auswirkungen auf viele Handwerksbetriebe, da für die Aufrüstung und vor allem für die Verwaltung der Daten, zusätzliche Kosten entstünden. Der BDS Rheinland-Pfalz und Saarland setzt sich in Brüssel dafür ein, dass die Gewichtsgrenze bei 3,5 Tonnen verbleibt, um die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe nicht durch zusätzlichen bürokratischen und finanziellen Aufwand zu belasten. Diese drei Bespiele stehen exemplarisch für viele Aufgaben, die der BDS im kommenden Jahr anpacken wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass nur durch eine starke Anhängerschaft und engagierte Mitglieder etwas erreicht werden kann. Der BDS lädt sich ein, sich an der Vertretung der Interessen der Selbständigen weiter zu beteiligen. Sprechen Sie mit Ihren befreundeten Unternehmern, mit Ihren Lieferanten und machen Sie deutlich, wie wichtig eine laute Stimme im Sinne der Selbständigen ist. 2

3 Die E-Bilanz wird Pflicht Was Sie jetzt tun müssen Nach einiger Verzögerung steht nun fest: Die elektronische Bilanz- kurz E-Bilanz kommt. Die Bilanz muss erstmals für das Kalenderjahr 2013 bzw. bei abweichendem Wirtschaftsjahr für das Jahr 2013/2014 elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. In wenigen Sonderfällen, etwa bei einer inländischen Betriebsstätte eines ausländischen Unternehmers, verschiebt sich die elektronische Abgabe sogar auf das Jahr Die anstehende Bilanz für das Kalenderjahr 2012 kann noch in Papierform abgegeben werden. Trotzdem besteht bereits heute Handlungsbedarf. Denn die elektronische Übermittlung der Bilanz erfolgt auf Basis eines amtlich vorgegebenen Gliederungsschemas (sogenannte TaxonomieFoto: Marko Greitschus / pixelio.de Schema), das einen Mindeststandard für den Kontenrahmen in der Buchführung vorgibt. An diesen Mindestbestand muss jede Buchführung bereits mit dem kommenden Jahresbeginn 2013 angepasst sein. Andernfalls kommt es zum Jahresende zu einem erheblichen Mehraufwand, der durch Umbuchungen und nachträglichen Kontenanpassungen verursacht wird. Vor allem, wenn Sie selbst die Buchführung vorbereiten, müssen Sie den Kontenrahmen zeitnah anpassen und Ihre Mitarbeiter rechtzeitig schulen. Ebenso sind gegebenenfalls interne Geschäftsabläufe zu überprüfen, falls sich die jetzt geänderten Verbuchungen auf diesen Bereich auswirken. Sprechen Sie uns daher frühestmöglich an, wenn Sie Ihren Kontenrahmen anpassen oder prüfen lassen wollen, ob und inwieweit Anpassungsbedarf besteht. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Freiberufler sind nur dann zur elektronischen Übermittlung verpflichtet, wenn Sie freiwillig bilanzieren. Bei Gewerbetreibenden und Land- und Fortwirten ergibt sich die Pflicht bereits aus der gesetzlichen Buchführungspflicht. Damit werden nur Kleingewerbetreibende, die weder als Kaufleute einzustufen sind noch die steuerrechtlichen Größenmerkmale erfüllen (Jahresumsatz > bzw. Jahresgewinn > ) und damit keine Bilanz erstellen müssen, von der Verpflichtung zur E-Bilanz verschont. Hinweis: Für alle anderen gilt: Nur über eine Ausnahme als sogenannte Härtefall lässt sich die E-Bilanz vermeiden. Die Härtefallregelung kommt zum Beispiel in Betracht, wenn keine elektronische Buchführung existiert und die Einrichtung einer solchen mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden wäre oder der Betrieb in Kürze aufgegeben wird. Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie sich auf Härtefallregelungen berufen möchten. Bitte schildern Sie uns in diesem Fall Ihre besondere persönliche Situation. Für den Fall, dass die Härtefallregelung nicht greift oder der Antrag gar nicht erst gestellt wird und der Unternehmer seine Bilanzdaten dennoch nicht elektronisch übermittelt, behält sich der Gesetzgeber verschiedene Sanktionen vor: Androhung eines Zwangsgeldes Festsetzung eines Zwangsgeldes bis zu Schätzung der Besteuerungsgrundlagen Quelle: Steuerberatungsgesellschaft Nowak-Jantz & Kollege 3

4 BDS-Kurzmeldungen Lambrecht: Nach 26 Jahren als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lambrecht leitete Herbert Bertram in der vergangenen Woche seine letzte Ratssitzung. Ab dem 01. Januar 2013 übernimmt Manfred Kirr die Geschäfte im Rathaus. Der Vorstand des VDS Lambrecht dankte dem scheidenden Bürgermeister Bertram im Rahmen eines Gespräches für die langjährige und zuverlässige Zusammenarbeit. Speyer: Am 28. Dezember feiert der Ehrenvorsitzende des BDS Römerberg-Speyer Helmut Griskiewitz seinen 80. Geburtstag. Griskiewitz ist eines der Gründungsmitglieder des BDS Römerberg-Speyer und seit vielen Jahren innerhalb des Verbandes aktiv. Der Vorstand des BDS Römerberg-Speyer gratuliert ganz herzlich zum runden Geburtstag und wünscht Helmut Griskiewitz weiterhin alles Gute. Römerberg: Der Vorstand des BDS Römerberg-Speyer traf sich mit Manfred Scharfenberger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Römerberg, Im Zentrum stand dabei die bevorstehende Fusion der Verbandsgemeinde Römerberg mit der Verbandsgemeinde Dudenhofen. Die Vertreter des BDS betonten, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Selbständigen nicht unter der Fusion leiden dürfe. Wichtig sei, so die Vertreter der Selbständigen, dass die Zuständigkeiten weiter klar seien und dass zentrale Ansprechpartner benannt werden. Manfred Scharfenberger sagte zu, dass durch die Gemeindefusion keine Nachteile für die Unternehmerinnen und Unternehmer vor Ort entstehen werden. Vielmehr diene die Fusion der Verbandsgemeinden dazu, auch in Zukunft ein guter Ort für Selbständige zu sein. Vertreter des BDS Römerberg-Speyer zu Gast bei Bürgermeister Scharfen-berger (2.v.l.). Foto: BDS Römerberg-Speyer Neustadt: Der BDS hat in den vergangenen Monaten immer wieder die Neuordnung der GEMA Gebühren kritisiert. Nun kommt es im Januar zu einem Gespräch mit Dr. Axel Wilke (CDU), Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtag sowie einem Vertreter der GEMA. Dabei sollen verschiedene Probleme und Befürchtungen angesprochen und geklärt werden. Über die Ergebnisse dieses Austauschs informieren wir Sie selbstverständlich. Sie wollen uns Fragen mit auf den Weg geben? Eine an genügt und wir nehmen Ihre persönlichen Fragen mit in das Gespräch. Haßloch: Das Christmas-Shopping des Gewerbevereins war ein voller Erfolg. Christoph Watolla, Vorsitzender des Gewerbevereins Haßloch, zeigte sich mit der Resonanz der Kunden zufrieden. Die Gewerbetreibenden hatten alles getan um, trotz der Kälte, mit Heizstrahlern, Glühwein und Kinderpunsch für gemütliche Atmosphäre zu sorgen. Die Aktion soll im nächsten Jahr wiederholt werden. 4

5 Termine unserer Mitglieder: Neuhofen: Ranzen-Party mit Vorteilsaktionen und Gewinnspielen am 05. Januar 2013 von 10.00Uhr bis 17.00Uhr Bürgerhaus Neuer Hof, Rottstraße 1, Neuhofen Die Firma Raumgestaltung & Lederwaren Kraushaar e.k., Inhaberin: Inge Engel, veranstaltet eine Party der besonderen Art. Im Mittelpunkt werden Schulranzen und Rucksäcke aller Art stehen. Außerdem sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Besucher. Wichtige Termine Die Termine für das Jahr 2013 werden Anfang Januar 2013 veröffentlicht. Bis dahin wünschen Ihnen der Vorstand des BDS Rheinland-Pfalz und Saarland sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Foto: Joujou / pixelio.de Impressum Redaktion: Tim Wiedemann Layout: Tim Wiedemann Herausgeber: BDS Rheinland-Pfalz und Saarland e.v. 5