Umwelterklärung 2014

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1 märkisches landbrot Umwelterklärung 214 (7. Umwelterklärung) mit den Ökobilanzzahlen von 1994 bis 213 der Bäckerei in Neukölln, Bergiusstraße 36 und der Museumsbäckerei in Pankow, Wollankstraße 13

2 inhaltsverzeichnis Vorwort 3 4 Gültigkeitserklärung 5 Unternehmen 6 Handwerk Produktion 7 Bereichsübergreifende Aufgabe: Qualitätsmanagement 7 Dienstleistung Verwaltung 8 Dienstleistung Handel 8 Kostenstruktur vom Bauern bis zum Handel 9 Aus der Region für die Region (fair & regional Bio Berlin-Brandenburg) 11 Bio mit Charakter Umweltleitlinien MÄRKISCHES LANDBROT, ein Unternehmen mit integriertem Nachhaltigkeitsmanagement (Corporate Responsibility) 3 14 Corporate Social Responsibility (CSR) 4 15 Umweltmanagementsystem (UMS) 6 17 Mitarbeiterstatements 7 Wie schätze ich die Ökologie in unserem Betrieb ein? 7 Welche ökologischen Maßnahmen treffe ich selbst? 7 Was ist meine Meinung zur Arbeit des Umweltausschusses? 7 18 Freie Bekenntnisse zum Umweltmanagement des Betriebes 8 Erreichtes und Geplantes: Umsetzung und Ziele des Umweltprogramms Umweltmanagementsystemziele 8 2 Verbesserung der Organisationsstruktur 22 Aktuelle Umweltaspekte 3 Ökobilanzziele Umweltprogramm 4 36 Aktuelle Zahlen, Auszüge aus der Ökobilanz Kontenrahmen 37 Input Output Umweltkennzahlen 4 Abfallquote Reststoffe Gesamt 4 41 Wassereffizienz Energieeffizienz Verpackungseffizienz 44 Biologische Vielfalt 45 Biodiversität Schadstoffausstoß Emissionen betriebsintern, unter Berücksichtigung der Kompensation Urwaldaufforstung Betriebsinduzierte verkehrsbedingte Umwelteinwirkungen 49 5 CO2e-Kompensation Aufforstung 5 51 Gesamtemissionen MÄRKISCHES LANDBROT 51 Product Carbon Footprint Umwelterklärung 54 Gültigkeitserklärung 54 Ansprechpartner 55 Bereiche Organisation und Unternehmenspolitik 55 Bereich Nachhaltigkeitsmanagement und Ökobilanz 55 Impressum 55 Herausgeber 55 Konzept und Verantwortung 55 Bearbeitung 55 Drucklegung 55 Liebe Interessierte, inzwischen blickt MÄRKISCHES LANDBROT auf eine Ökobilanzierungs-Geschichte von über 2 Jahren zurück. Die Einsicht, Unternehmen ein managementorientiertes Instrument an die Hand geben zu müssen, mit dessen Hilfe eine nachhaltige Wirtschaftsweise gefördert wird, hat die Europäische Gemeinschaft bereits 1992 veranlasst, EMAS als ein freiwilliges Managementinstrument für Unternehmen zu schaffen, um die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung von Unternehmen zu unterstützen. Um die Umsetzung der Verordnung in einem mittelständischen Unternehmen zu erproben und eine Systematik zur Vorgehensweise bis hin zur Validierung zu entwickeln, förderte die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie von Juni 1994 bis November 1995 das Öko-Audit-Modellprojekt, an dem MÄRKISCHES LANDBROT teilnahm. So wurde die Brot-Bäckerei demeter das erste bei der IHK Berlin registrierte Unternehmen (Registernummer DE-17-1) und der erste EMAS-registrierte Lebensmittelhersteller in Europa ( Die erste Ökobilanz von MÄRKISCHES LANDBROT ist 1992 auf dem alten Betriebsgelände in der Dieselstraße entstanden. Mit dem Umzug der Betreiber-Nutzer-Gesellschaft (BNG) in die Bergiusstraße Ende 1993 und den in diesem Zusammenhang geführten Maßnahmen (Zahlen beziehen sich auf die gesamte BNG) sank nicht nur der Primärenergiebedarf von 2.76 auf MWh/a, sondern auch die damaligen Bestrebungen der Bundesregierung, den Ausstoß von e bis zum Jahr 25 um 25 Prozent gegenüber 199 zu senken, wurde mit einer Verminderung der e- Emissionen innerhalb von zwei Jahren von auf 598 t CO2e/a entsprechend 58 Prozent unterstützt. Seitdem dokumentiert die Ökobilanz die betriebliche Entwicklung auf dem neuen Standort. Die hier aufgezeigte Entwicklung bezieht also die mit dem Umzug erzielte enorme Verbesserung nicht ein, sondern beginnt mit den Werten von 1994 und damit mit einem technischen und baulichen Niveau, das weit über damaligen Standards lag. Bis heute ist die Ökobilanzierung zu einem wichtigen Instrument unseres Umweltmanagementsystems geworden und liefert viele interessante Informationen und Details über unseren Betrieb. Wir freuen uns, auf den folgenden Seiten eine kurze Zusammenfassung der Ökobilanz, unseres Umweltmanagementsystems und den vielen kleinen und großen Dingen zu geben, die uns in den letzten 3 Jahren widerfahren sind. Trotz vieler ökologischer Maßnahmen auf unserem Betriebsgelände liegt der ökologische Impact von MÄRKISCHES LANDBROT hauptsächlich in der Kernkompetenz der Bäckerei demeter in dem Einkauf regionaler Rohstoffe aus ökologischem, biologisch-dynamischem Landbau und der Herstellung gesunder Lebensmittel. Allein der Einkauf des verarbeiteten Getreides von jährlich etwa 1.6 Tonnen benötigte im Jahr 213 eine Anbaufläche von 66 Quadratmetern. Im biologischdynamischen Landbau liegt die gesamte biologisch-dynamisch bewirtschaftete Fläche aufgrund der notwendigen Wirtschaftsdüngung um mindestens 5 Prozent höher. Der Getreideeinkauf allein sorgt also für eine dauerhafte ökologische Bewirtschaftung einer Fläche von etwa 1.3 Hektar (13.. Quadratmetern) mit allen positiven Umweltauswirkungen, die damit verbunden sind. Mit dem so angebauten Korn und unserem betriebseigenen Quellwasser backen wir nach den höchsten Qualitätsanforderungen des Demeter-Verbandes ausschließlich gesunde Lebensmittel. Gesunde Ernährung schützt vor vielen Erkrankungen und vermindert damit den notwendigen Chemieeinsatz der Pharmaindustrie. Berücksichtigt man, dass allein in Deutschland jährlich etwa 1 Tonnen Medikamente in der Toilette landen und viele davon wieder im Trinkwasser auftauchen, ist gesunde Ernährung nicht nur für den menschlichen Körper selbst wichtig, sondern entscheidet auch über die zukünftige Lebensgrundlage aller Naturwesen. Der Umsatz des Naturkostfachhandels der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist seit 213 um über 1 Prozent angestiegen, so die FÖL am 16. Januar 214. Vor allem liege der Fokus auf Regionalität. 96 Prozent des Getreidebedarfes von MÄRKISCHES LANDBROT konnte 213 aus der Region Brandenburg, Sachsen und dem Hof Juchowo an der polnischen Grenze abgedeckt werden. Der Gesamtumsatz des regionalen Fachhandels lag 213 nach Schätzungen der FÖL bei über 32 Millionen Euro. Die kleineren, inhabergeführten Naturkostläden behaupteten sich stabil auf hohem Niveau. vorwort 3

3 Den regionalen Fachhandel beliefert auch MÄRKISCHES LANDBROT. Mit einem Umsatz von knapp 7 Mio Euro im Geschäftsjahr 213 hatte die Brotbäckerei demeter einen Anteil von etwa zwei Prozent am regionalen Bio-Umsatz. Die Umsatzsteigerung von MÄRKISCHES LANDBROT gegenüber dem Vorjahr lag bei knapp sechs Prozent. Wir schätzen die positive Marktentwicklung der Bio-Branche als langfristig stabil ein. In einem Markt, der sich zunehmend an Nachhaltigkeit orientiert, ist MÄRKISCHES LANDBROT nicht zuletzt auch das Engagement bei fair & regional Bio Berlin-Brandenburg gut aufgestellt. Der Auszug des Mieters BiG-BioDiscount für Naturkost GbR im März 211 ermöglichte es, unsere Betriebsfläche um 6 Quadratmeter zu erweitern. Um die Fläche sinnvoll zu verplanen, wurde ein 1-Jahres-Entwicklungsplan für die Produktionstechnik aufgestellt. Im Ergebnis wurde in der freigewordenen Halle eine neue Kommissionierung und ein neues Lager aufgebaut. Das führte zu mehr Platz und Erweiterungsflächen für die Backstube. Ein Ergebnis der Dekadenplanung war auch die Notwendigkeit zum Anbau eines Gebäudes im Hof. Bereits Ende 211 wurden in einem ersten Bauabschnitt des Gebäudes drei neue Stikkenöfen installiert und in Betrieb genommen. Der für die Öfen neu installierte Thermoölkessel wurde vorübergehend mit Flüssiggas betrieben. In diesem Zuge wurde neben dem bereits bestehenden 6. Liter Pufferspeicher ein weiterer mit 2. Liter gebaut. Ende 212 wurden alle Thermoölkessel auf Erdgas umgestellt. Im September 213 wurde der letzte Heizölverbraucher der 24 kw Heizkessel demontiert. Seitdem sorgen zwei erdgasbetriebene Brennwertthermen für Heizwärme, die nicht aus der Abgas-Wärmerückgewinnung gedeckt werden kann. Neben den technischen Neuerungen hat MÄRKISCHES LANDBROT die Veröffentlichung zweier Bücher finanziert:»der PCF Die Methodik bei MÄRKISCHES LANDBROT«von Christoph Deinert und Jens Pape, 211 und»kochen mit Brot«von Tainá Guedes und Joachim Weckmann, 213. Das zentrale Thema beider Bücher ist der bewusste, an ökologischen Leitplanken ausgerichtete Konsum. 211 wurden im Internetauftritt von MÄRKISCHES LANDBROT ökonomische Nachhaltigkeits-Kennzahlen nach GRI (Global-Reporting-Initiative) aufgenommen. 212 wurde eine Bilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) erstellt, extern auditiert und im November 212 veröffentlicht. Gewürdigt wurden die Leistungen von MÄRKISCHES LANDBROT mit der Aufnahme in die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft (Juli 211), mit dem Land-Wirtschafts- Kultur-Preis, einer Auszeichnung für ganzheitliche Demeter-Qualität, verliehen vom Demeter e.v. (Juli 211), dem Erreichen des 3. Platzes in der Bewertung der Nachhaltigkeitsberichte das IÖW / future-ranking der Nachhaltigkeitsberichte 211 und dem nawi Award für nachhaltiges Wirtschaften für das ökologische Gesamtkonzept 213. Und natürlich wurden unsere Bäcker bis heute mit vielen goldenen Urkunden für die Brotqualität die DLG und den Demeter-Verband ausgezeichnet, so allein in 213 mit sieben Goldmedaillen bei der Demeter-Brotprüfung und einer von der DLG. Wir wünschen Euch eine spannende Lektüre und freuen uns über Eure Fragen und Rückmeldungen auch unter oder Christoph Deinert Geschäftsführer Joachim Weckmann Geschäftsführer 4 5

4 unternehmen Dienstleistung Handel Verkauf 3 / intern: Uli Schmidt, Nico Mam, Cenia Wedemeyer Bestellannahme: Benjamin Cleemann, Corinna Jonas, Thomas Krull, Heiko Lamm, Marc Schmidt extern: Sabine Jansen, Uli Schmidt, Joachim Weckmann Kommissionierung 3 / Uli Schmidt, Jozef Kotula, Thomas Krull, Corinna Köhn (Snacks/Kuchen) Einkauf 3 / Getreide lose: Katja Pampel, Joachim Weckmann Disposition Rohstoffe: Uli Schmidt Führungen 3 / ( ) Jürgen Baumann, Katja Pampel MÄRKISCHES LANDBROT ist eine mittelständische ökologische Bäckerei mit Sitz im Gewerbegebiet Berlin-Neukölln und einem jährlichen Umsatz von ca. 7 Millionen Euro. Seit 1996 bilden wir Bäcker aus. MÄRKISCHES LANDBROT hat zur Zeit 49 feste Mitarbeiter (auch in Teilzeit), davon 6 Bäckermeister und 3 Auszubildende. Zudem betreibt MÄRKISCHES LANDBROT eine kleine Museumsbäckerei in Pankow, wo wöchentlich dreimal ein Bäckermeister im alten Museum-Holzofen backt. Da die Verbräuche der Museumsbäckerei so gering sind, werden sie nicht separat aufgeführt sondern sind in den Kennzahlen dieser Umwelterklärung enthalten. Geschäftsführer Christoph Deinert Joachim Weckmann Das Organigramm versinnbildlicht unser Streben, ein gesundes und schmackhaftes Brot herzustellen. Im Mittelpunkt steht das Brot das Brot ist unser Chef. Ihm zu dienen und es gut werden zu lassen, ist unser erstes Bemühen. In dem Brot sind drei»rosinen«enthalten: Nachhaltigkeit, HACCP und Qualitätsmanagement sowie die Unterstützung Belegschaft und Helfer. Die Rosinen sollen harmonisch mit Gleichklang»genährt«werden. Diesem Bestreben dienen die drei Bereiche: Handwerk Produktion Dienstleistung Verwaltung Dienstleistung Handel Geschäftsführer Christoph Deinert, Joachim Weckmann Nachhaltigkeit 3 / Ökobilanz / Umwelterklärung Christoph Deinert, Jürgen Baumann Nachhaltigkeitsbeauftragter Christoph Deinert Öko-Audit Christoph Deinert, Jürgen Baumann, Patrick Hannemann Qualitätsmanagement und HACCP 3 / QM-Team Dr. Alex Beck, Joachim Weckmann, Katja Pampel, Prof. Dr. Karl Georg Busch, Anke Kähler, Institut für Getreideverarbeitung (QS Produktion s.u.) HACCP-Team Jozef Kotula, Sabine Prozell (Blp) Unterstützung 3 / Betriebsrat Patrick Hannemann, Oliver Gallwitz, Corinna Jonas Arbeitsschutz Christoph Deinert, Frau Dr. Freyn, Oliver Gallwitz, Jürgen Molch EDV Martin Herbster Handwerk Produktion Backstube 3 / (BS - 29, BL - 24) Backstubenleitung: Peter Steinhoff, Patrick Hannemann, Katja Pampel, Marcus Würfel Qualitätssicherung: Katja Pampel, Peter Steinhoff,Oliver Gallwitz Technik/Organisation Backstube: Patrick Hannemann, Marcus Würfel Personal Backstube: Marcus Würfel, Patrick Hannemann Lehrlingsausbildung: Peter Steinhoff, Marcus Würfel Meisterrunde: Oliver Gallwitz, Patrick Hannemann, Hans-Jürgen Schmock, Frank Schwarz, Peter Steinhoff, Axel Werner, Marcus Würfel Bäcker: Godfred Appiah, Oliver Gallwitz, Klaus Hagen, Patrick Hannemann, Jeton Hasanaj, Frank Lindner, Rainer Mai, Jah Pa-Modou, Robert Redlich, André Sackrow, Jörg Schlottke, Christine Schmock, Eckhard Seidlitz, Christian Sippel, Peter Steinhoff, Stefan Waask, Marcus Würfel, Maxwell Yeboah Bäckerhelfer: Marcin Polakowski, Mariusz Woltmann Auszubildende: Rico Gross, Thomas Reimann, Mahmut Keskin Müllerei 3 / Mike Rühlmann, Jozef Kotula Gebäudemanagement 3 / Betriebs- / Haustechnik: Jozef Kotula, Sylwester Wajs Reinigung / Hygiene: Jozef Kotula, Armin Berndt, Anna Hanisch, Wioletta Jacuk-Woltmann, Cecylia Kotula, Corinna Köhn Lager / Warenannahme 3 / Jozef Kotula, Thomas Krull Dienstleistung Verwaltung Buchhaltung 3 / Carsten Siedler, Hilde Weckmann Controlling / Berichtswesen 3 / Christoph Deinert, Joachim Weckmann Personalwesen 3 / Christoph Deinert, Joachim Weckmann Rechnungslegung 3 / Uli Schmidt Geschäftsführer Christoph Deinert Joachim Weckmann Abbildung: Organigramm MÄRKISCHES LANDBROT Jeder Bereich vertritt also seine ureigensten Interessen. Vermittlungsarbeit wird von den Geschäftsführern geleistet. Unterstützt werden sie dabei vom Führungskreis sowie verschiedenen Arbeitskreisen. handwerk - produktion Bei den Produkten von MÄRKISCHES LANDBROT werden traditionell keine Qualitätskompromisse eingegangen. Sie sollen gut schmecken. Die Rohstoffe kommen aus biologischem Landbau. Der Kauf von MÄRKISCHES LANDBROT Produkten trägt zur Gesundung der Erde bei. Alle Zutaten werden ohne künstliche oder chemische Zusätze gebacken bzw. geröstet. Bei der Herstellung verbindet MÄRKISCHES LANDBROT die Kompetenz der Bäcker mit dem HighTech moderner Geräte. Das Korn für die Brote wird z.b. direkt vor dem Backen langsam auf eigenen Steinmühlen vermahlen, damit möglichst viele der licht- und sauerstoffempfindlichen Aroma- und Vitalstoffe bewahrt bleiben. Bis zu 4 verschiedene Sorten Brot, 14 Sorten Brötchen, 6 Sorten Kleingebäck (Ciabatta, Baguettes, Rosinenbrot und -zopf) und 5 Weiß- und Toastbrotsorten entstehen täglich in der Backstube von MÄRKISCHES LANDBROT. Das bedeutet: viele verschiedene Teige ansetzen, wiegen, teilen, kneten und formen. Ein großer Teil der Brote wird in Formen gebacken, ein anderer Teil wird freigeschoben. Zum Backen bleiben die Brotlaibe je nach Form und Sorte zwischen 5 Minuten und 4 Stunden im Ofen. Die Kontrolle des Backvorgangs wird der Computersteuerung energiesparender Thermo- Roll-Öfen überlassen. Die kräftigeren, überwiegend roggenhaltigen Brote werden mit Sauerteig gebacken. Bei den weizenbetonten Broten wird Honig-Salz Ferment oder Hefe eingesetzt. Ausführliche Informationen bietet die»landbrot Fibel«von MÄRKISCHES LANDBROT. bereichsübergreifende aufgabe: qualitätsmanagement Seit 1981 werden ausschließlich biologische Rohstoffe und Zutaten verbacken. So kommt das Getreide, mit Ausnahme von Kamut, aus Demeter-Anbau genauere Angaben unter Alle Zutaten sind aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Getreide wird überwiegend und bevorzugt aus Brandenburg bezogen. Kontinuierlich wird die Qualität der eingehenden Rohstoffe und der fertigen Waren überprüft. Dabei werden alle direkt von Erzeugern gelieferten Getreide auf Backfähigkeit, chemische Rückstände und Schwermetalle geprüft. Alle von Lieferanten kommenden Rohstoffe werden vom Lieferanten geprüft. Neben täglichen Stichprobenkontrollen wird jede Brot- und Brötchensorte wöchentlich einer systematischen hausinternen Qualitätskontrolle nach DLG-Schema unterzogen. Zusätzlich gibt es externe Qualitätskontrollen. Durch das Institut für Getreideverarbeitung (IGV) bei Potsdam werden alle vierzehn Tage nach DLG-Schema je fünf Brotsorten getestet. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) testet einmal im Jahr acht Brotsorten. Außerdem wird jährlich eine Brotauswahl von Demeter direkt geprüft. Ebenfalls jährlich findet die BCS Öko-Garantie GmbH, Nürnberg, eine unabhängige Kontrolle statt. Der Demeter-Bund, Darmstadt, prüft die Einhaltung der speziellen Demeter-Verarbeitungsrichtlinien und führt mindestens eine Kontrolle pro Jahr nach der EU Bio-Verordnung. Darüber hinaus kann jederzeit eine nicht angemeldete Demeter-Kontrolle stattfinden. Die hohe Rohstoffqualität ist ein wesentlicher Beitrag von MÄRKISCHES LANDBROT zum Umweltschutz. 6 7

5 dienstleistung verwaltung Die Geschäftsleitung des Unternehmens ist für die umweltschutzbezogene Ausrichtung von Beschaffung, Produktion und Absatz maßgeblich verantwortlich, gleichzeitig ist sie daran interessiert, jeden einzelnen Mitarbeiter in die Umweltschutzmaßnahmen direkt mit einzubeziehen. Umweltschutz ist für MÄRKISCHES LANDBROT Ausgangspunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns und nicht etwas, das dem eigentlichen Unternehmensgegenstand künstlich hinzugefügt wurde. Innerhalb der Verwaltung werden die einzelnen Betriebsbereiche miteinander koordiniert. Zusätzlich erhält man hier Informationen zu der Ökobilanz 1 und der Umweltkostenrechnung 2. dienstleistung handel kostenstruktur vom bauern bis zum handel Der stellvertretende Backstubenleiter Patrick Hannemann und Geschäftsführer Christoph Deinert beschäftigten sich in 213 / 214 intensiv mit den Personalstückkosten bei MÄRKISCHES LANDBROT und trugen alle relevanten Daten zusammen. Betrachtet man die Kostenstruktur bezogen zum Beispiel auf ein Roggenbrot mit einem angenommenen Verkaufspreis von 3,29 Euro vom Bauern bis zum Handel, entfallen 45 Prozent auf Mühle und Bäckerei von MÄRKISCHES LANDBROT. 14 Prozent der Kosten entstehen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Der übrige Anteil ist der Herstellung nachgelagert. Obwohl eine Bäckerei als energieintensiv eingestuft wird, liegen die Energiekosten bei MÄRKISCHES LANDBROT unter 2 Prozent. 7% 11% Naturkostfachhandel Reformhäuser Sonstige,22 / 6,5 %,3 / 9,1 %,1 / 3,1 %,3 /,9 %,3 /,9 %,73 / 21,9 % 82% ROGGENBROT 1. g,57 / 17,1 % Grafik: Prozentuale Verteilung des Umsatzes auf Kundensegmente MÄRKISCHES LANDBROT ist traditionell eine Lieferbäckerei und besitzt kein eigenes Filialnetz. Die Produkte werden regional und überregional über verschiedene Gruppen von Wiederverkäufern vertrieben. In der Reihenfolge ihres prozentualen Umsatzvolumens sind dies: Naturkostfachgeschäfte, Reformhäuser und Sonstige. Unter Sonstige sind die Umsätze von Kindergärten, Kinderläden, Kantinen, Hotels, Gaststätten, Wochenmärkten, Kaufhäusern und FoodCoops zusammengefasst. 1 Die Ökobilanz wird Christoph Deinert und Hans-Jürgen Baumann jährlich erstellt. Zur besseren Einschätzung der Rentabilität des Unternehmens arbeiten wir mit der Ökobilanz und der Umweltkostenrechnung. Zu diesem Zweck betreibt MÄRKISCHES LAND- BROT eine aufwändige Verkaufsstatistik, um stets über Produktschwankungen im Bilde zu sein. Gleichzeitig werden der Handel und die Endverbraucher umfassend über die Produkte und ihre ökologische Herstellung informiert. MÄRKISCHES LANDBROT Team bei der Terra Hausmesse 213. Von links: Sabine Jansen (Außendienst), Uli Schmidt (Verkauf & Logistik), Katja Pampel (Qualitätssicherung), Christoph Deinert (Geschäftsführung), Cenia Wedemeyer (Verkauf) und Peter Steinhoff (Backstubenleitung). 2 Die Umweltkostenrechnung, genauer die Einführung eines integrativen Umweltkostenrechnungsmodells, wurde 1998 vollständig installiert. Kostenstruktur: ROGGENBROT 1. g (angenommener Verkaufspreis Handel 3,29 = 1 Prozent) Getreide direkt vom Bauern sonstige Rohstoffe Getreideaufbereitung externe Mühle Transport Rohstoffe Personal Mühle und Bäckerei Energie,42 / 12,7 %,1 / 3,1 % Wasser, Abfall, Straßenreinigung Wartung und Instandhaltung,16 / 4,9 %,45 / 13,6 % Sonstiges: Berater, Pachten, Steuern, Versicherungen, Werbekosten, Kapitaldienst Abschreibungen / Investitionen verbleibender Deckungsbeitrag Auslieferung Handel Mehrwertsteuer,14 / 4,1 % (Erläuterung: auf den Nettopreis bezogen beträgt die Mehrwertsteuer 7 %, auf den Bruttopreis bezogen 6,5 %),6 / 1,8 %,1 /,3 % Grafik: Kostenstruktur Roggenbrot 1. g bei angenommenem Verkaufspreis im Handel von 3,29 Euro = 1 Prozent. 8 9

6 aus der region für die region Der Zusammenschluss der fair & regional Initiative und des Märkischen Wirtschaftsverbund e.v. bringt neue Energie für die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Berlin-Brandenburg. Verbraucherinnen und Verbraucher gehen häufig davon aus, dass Bio-Produkte nicht nur ökologisch erzeugt wurden, sondern auch fair und regional sind. Doch mit der zunehmenden Vermarktung von Bioprodukten im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel und angesichts der Marktmacht der großen Handelsketten geraten diese Grundwerte der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft zunehmend unter Druck. MÄRKISCHES LANDBROT engagiert sich gemeinsam mit Landwirten, anderen Verarbeitern und dem Naturkostfachhandel seit Jahren intensiv für die Stärkung einer ökologisch verträglichen und sozial verantwortlichen Lebensmittelwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Ziel ist es, die Region besser und vielfältiger mit frischen Bio-Lebensmitteln aus der Region zu versorgen. Der Zusammenschluss der fair & regional Initiative mit dem Märkischen Wirtschaftsverbund e.v. war ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg. Er schaffte nicht nur einen geeigneten Rechtsträger für das seit fünf Jahren bestehende fair & regional Warenzeichen sondern belebte auch den vor 2 Jahren gegründeten Märkischen Wirtschaftsverbund e.v. nach langjährigem Schlummern. Dem Verein gehören 3 Mitglieder an. Heike Hanna Böthig wurde als Vertreterin der Erzeuger, Joachim Weckmann als Vertreter der Verarbeitung und Tobias Viehrig als Vertreter des Handels in den Vorstand gewählt. Auf der Mitgliederversammlung am 7. Juni 212 in Berlin wurde eine überarbeitete fair & regional Charta mit sieben Grundsätzen als Basis für den Umgang miteinander verabschiedet. Dazu gehören die Verwirklichung fairer und gerechter Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Erzeuger über die Verarbeitung, Logistik und den Handel bis zum Verbraucher, die Verpflichtung zu einem ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und das Versprechen zu solidarischer Unterstützung in Notlagen. In regelmäßigen Fachforen zu den verschiedenen Produktgruppen wie z.b. Getreide, Milch oder Gemüse, wollen die Mitglieder das regionale Warenangebot auf den regionalen Bedarf anpassen. Das fair & regional Zeichen gibt es seit 212 in zwei Varianten. Mit dem Produkt-Logo dürfen Lebensmittel gekennzeichnet werden, deren Hauptzutat zu 1 Prozent nach den fair & regional Prinzipien und den Richtlinien eines Bio-Anbauverbandes erzeugt wurde. Sie dürfen ausschließlich im Naturkostfachhandel oder direkt vermarktet werden. Vereinsmitglieder, die fair & regional Produkte erzeugen und handeln, können zudem ein Partnerlogo verwenden. Voraussetzung für die Verwendung beider Logos ist, dass sich alle fair & regional Lieferanten eines Unternehmens jährlich zum Runden Tisch treffen. In einer anonymen Abstimmung müssen sie die Fairness im Einkauf einstimmig (konsensual) bestätigen. Mit der Auszeichnung profilieren sich die Nutzer als regionale, faire und ökologisch bewusste Partner. Getreide bezieht MÄRKISCHES LANDBROT nach Möglichkeit fair & regional über den»runden Tisch Getreide«.. Abweichungen werden nur zugelassen, wenn es aus Gründen der Angebotsmenge oder nicht verbackbarer Qualitäten nicht anders möglich ist. Da sich aufgrund von heutigen Werbekampagnen und -konzepten viele Produkte, gerade auch konventionelle, mit Begriffen wie fair, bio, regional, nachhaltig oder ähnlichem schmücken, ist MÄR- KISCHES LANDBROT daran gelegen sich Verbänden oder Initiativen anzuschließen, die aufgrund ihrer Kriterien eindeutige Richtlinien für Herkunft und Qualität der Rohstoffe, Endprodukte und ein faires Wirtschaften aufstellen. Dabei ist MÄRKISCHES LANDBROT Trend-Setter bei Bio mit Zusatznutzen: zertifizierte Qualität Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien mit den höchsten Anforderungen an Rohstoffqualität und Herstellungsverfahren. Regionalität Bezug von Rohstoffen aus der Region Berlin-Brandenburg bio mit charakter Umkreis bis 15 km (Demeterhöfe in Sachsen / Runder Tisch Getreide 96 6,6% Getreidelieferungen 213 [t und %] für MÄRKISCHES LANDBROT Umkreis bis 3 km (Demeterhof in Juchowo, Polen / Runder Tisch Getreide) 2,1% übriges Deutschland (Preisvereinbarung Europa nach Marktlage) (Preisvereinbarung 58 nach Marktlage 4,%,% Getreidelieferungen t Getreideliefe 213 [t und % für MÄRKISCHE Fair Trade vertragliche Zusicherung von Erzeugerpreisen, die vom börsennotierten Getreidehandel abgekoppelt sind (unbefristete Festpreise), Bestätigung der Bauern von fairen Getreidepreisen anonyme Wahl zum fair & regional Partnerbetrieb. Verbesserte Umweltleistung validiertes Umweltmanagementsystem seit 1995, erste Ökobilanz 1992 Gemeinwohl-Ökonomie gemessene Nachhaltigkeit, auditiert seit Geschäftsjahr 211 Grafik: Getreidelieferungen in Tonnen und Prozent für MÄRKISCHES LANDBROT 213. Umkreis bis 1 km (Demeterhöfe in Brandenburg / Runder Tisch Getreide ,2% Öffentliche Stakeholderbewertung Nachhaltigkeitsampel von WeGreen, brandoscope, Reklamationsauswertung (siehe Managementreview) 1 11

7 umweltleitlinien Unsere Umweltleitlinien (ULL) sind eine tragende Säule zur Umsetzung des Firmenziels: Ökologisches Wirtschaften zur Schaffung gesunder Lebensmittel zu günstigen Preisen. Die Umweltleitlinien (ULL) sind eine Konkretisierung unserer Prioritäten:»Wir verarbeiten 1 Prozent ökologisch zertifizierte Rohstoffe.«und»Unsere Produktion ist an ökologischen und fairen Grundsätzen ausgerichtet.«i. Im Einkauf verbessern wir unseren regionalen Bezug. II. Wir setzen umweltschonende und entlastende Technik ein. III. Wir betreiben eine aktive und offene Informationspolitik und pflegen eine enge und persönliche Kooperation im Vertrieb. IV. Wir richten unser Denken und Handeln an ökologischen Kriterien aus. I. Im Einkauf verbessern wir unseren regionalen Bezug. 1. Wir verkürzen die Transportwege unserer Rohstoffe, indem wir verstärkt in der Region einkaufen. 2. Sämtliche Rohstoffe stammen aus dem ökologischen Landbau. 3. Vorverarbeiter aus der Region werden bevorzugt aquiriert. 4. Bei unseren Lieferanten wirken wir auf Gebindeeinheiten und -arten hin, die der Abfallvermeidung dienen. 5. Bei Planung und Kauf von Investionsgütern und der Auswahl von Lieferanten und Fahrern werden ökologische Kriterien einbezogen. 6. Durch Dialoge mit Lieferanten schaffen wir gute persönliche Beziehungen, Langfristigkeit, Vertrauen und Transparenz. II. Wir setzen umweltschonende und entlastende Technik ein. 1. Wir setzen zunehmend erneuerbare Technik und erneuerbare Energieträger ein. 2. In den verschiedenen Bereichen bauen wir wassersparende Maßnahmen aus und arbeiten weiter an einer Verringerung der Abwasserbelastung. 3. Abfallvermeidung, -trennung und -verwertung, Energie- und Materialverbrauch sind erfasst und analysiert und werden laufend optimiert. 4. Die verschiedenen Arten von Luftemissionen werden erfasst und mit Hilfe von Kennzahlen laufend dokumentiert. 5. Wir halten die gesetzlichen Vorschriften ein und tun darüber hinaus mehr als der Gesetzgeber fordert. 6. MÄRKISCHES LANDBROT produziert CO2-neutral, auch dank Kompensationsprojekten wie z.b. das Urwaldaufforstungsprojekt auf Borneo. III. Wir betreiben eine aktive und offene Informationspolitik und pflegen eine enge und persönliche Kooperation im Vertrieb. 1. Wir suchen aktiv Vertriebspartner, um kurze Wege und eine hohe Auslastung zu gewährleisten. 2. Wir wirken auf unsere Partner ein, nach Umweltgesichtspunkten modernste Fahrzeuge möglichst mit Erdgas und Elektroantrieb und in der jeweils optimalen Größenordnung einzusetzen. 3. Wir fördern das ökologische Bewusstsein von Partnern, Wettbewerbern, Lieferanten und Endverbrauchern eine aktive und offene Informationspolitik. 4. Wir halten uns über die jeweils relevanten ökologischen Themen auf dem Laufenden. IV. Wir richten unser Denken und Handeln an ökologischen Kriterien aus. 1. Wir nehmen uns Zeit und Geld für den Umweltschutz. 2. Schulungen und Interaktionen, die das Umweltschutzdenken des Einzelnen fördern oder dem Ganzen dienen, werden unterstützt. 3. Wir arbeiten aktiv an Maßnahmen, die dem Arbeits- und Gesundheitsschutz dienen, also an menschenfreundlichen Arbeitsplätzen. 4. Durch die Einrichtung geeigneter Foren und Maßnahmen ist die aktive Teilnahme der MitarbeiterInnen am Umweltschutz sichergestellt. märkisches landbrot ein unternehmen mit integriertem nachhaltigkeitsmanagement (corporate responsibility) Seit der UNCED-Konferenz in Rio de Janeiro (1992) sehen sich Unternehmen zusehends in der Pflicht, im Sinne der Konferenzvision der nachhaltigen Entwicklung (sustainable developement) neben der ökonomischen Effektivität ökologische und soziale Anliegen in das konventionelle Management zu integrieren. Nach einer vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beauftragten und 22 vom Center for Sustainability Management (CSM) der Universität Lüneburg veröffentlichten Studie, begründet sich das Nachhaltigkeitsmanagement in der unternehmerischen Aufgabe folgender vier Herausforderungen erfolgreich zu begegnen: Ökologische Herausforderung: Ziel ist der langfristige Schutz der natürlichen Umwelt, die Sicherung ihrer Absorptionsfähigkeit und Regenerationskraft und der Erhalt der Biodiversität. Soziale Herausforderung: Unternehmen sind gesellschaftlich eingebettete Institutionen, die auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen sind. Sie müssen ihre sozialen Wirkungen auf Individuen, Anspruchsgruppen und die Gesellschaft insgesamt berücksichtigen. Ziel ist die Steigerung der Sozial- Effektivität und somit die Reduktion sozial unerwünschter Auswirkungen des Unternehmens und die Förderung positiver sozialer Wirkungen. Ökonomische Herausforderung an das Umwelt- und Sozialmanagement: Da gewinnorientierte, in einem Wettbewerbsfeld agierende Unternehmen primär für ökonomische Zwecke gegründet und betrieben werden, steht das Umwelt- und das Sozialmanagement von Unternehmen immer vor der Herausforderung, eine Erhöhung des Unternehmenswertes und einen Beitrag zur Rentabilität zu leisten oder zumindest möglichst kostengünstig zu agieren. Integrationsherausforderung: Die Integrationsherausforderung schließlich leitet sich aus zwei Ansprüchen auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsmanagement ab. Einerseits besteht hierbei die Aufgabe, die drei vorgenannten Herausforderungen gleichzeitig zu erfüllen. Andererseits geht es darum, das Umwelt- und das Sozialmanagement mit ihren Konzepten und Instrumenten in das konventionelle, ökonomisch ausgerichtete Management methodisch einzubetten. Derzeit werden Umwelt- und Sozialfragen sehr oft organisatorisch und methodisch getrennt vom ökonomischen Management behandelt, was dazu führen kann, dass sowohl Gemeinsamkeiten als auch Konflikte zuwenig erkannt und somit zu wenig effektiv oder gar nicht angegangen werden. Ziel eines Nachhaltigkeitsmanagements ist jedoch die integrierte Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte. MÄRKISCHES LANDBROT versucht diesen Ansprüchen mit einem an das Total Quality Environmental Management TQEM angelehnten Managementsystems gerecht zu werden. Dabei werden verschiedene herkömmliche und speziell auf Nachhaltigkeit abgestimmte Konzepte und Instrumente angewandt. Das TQM (Total Quality Management) ist ein Ansatz, der Qualität als Maxime in den Mittelpunkt stellt und davon ausgeht, dass höhere Qualität Kunden zufriedenstellt und den Nutzen für die Mitarbeiter sowie für die Gesellschaft erhöht und damit langfristigen Geschäftserfolg garantiert. Das Managementkonzept TQEM integriert Umweltaspekte in die Kernstrategien des Unternehmens. Es ist die Verknüpfung von Umweltmanagement (UMS) und TQM und hat viele Gemeinsamkeiten mit (Öko-) Controlling. Mit dem Slogan»Es gibt immer einen Anfang für das Bessere«dokumentiert MÄRKISCHES LANDBROT seine Bemühungen um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Neben den zentralen Managementkonzepten TQEM und UMS bedient sich MÄRKISCHES LANDBROT der Konzepte Betriebliches Umweltinformationssystem, dem Controlling, dem Marketing, dem Rechnungswesen und dem Supply Chain Management. Website MÄRKISCHES LANDBROT, Menüstruktur der Startseite 12 13

8 Das TQEM ist eine das ganze Unternehmen erfassende und auf die Mitwirkung aller Mitglieder gestützte Qualitätsphilosophie. Der Qualitätsbegriff ist dabei umfassend definiert und schließt neben der Prozess-, Produkt- und Servicequalität explizit auch die Qualität im Hinblick auf die Belange der Mitarbeiter und der Gesellschaft ein. Das für die Professionalität und den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) notwendige Knowhow generiert sich aus kontinuierlichen Schulungen von Mitarbeitern, aber auch aus einem konsequenten Einsatz externer Fachleute im Unternehmen. So sind erfahrene und zum Teil mit eigenen Kompetenzen ausgestattete Fachleute verschiedener Ausrichtungen in den Controllinggruppen vertreten (Qualitätssicherung, Backstubenleitertreffen, HACCP-Runde, Umweltausschuss, Arbeitsschutzausschuss, Buchhaltung, Marketing, EDV, strategisches Management). Seit Einführung des UMS hat sich MÄRKISCHES LANDBROT bis heute auch unter Mitwirkung der Belegschaft ein professionelles und auf den Betrieb abgestimmtes Managementsystem erarbeitet. Eingebettet in die Nachhaltige Unternehmensführung (Corporate Responsibility) ist auch CSR. corporate social responsibility (csr) MÄRKISCHES LANDBROT übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Im Laufe der Zeit hat MÄRKISCHES LANDBROT den hohen Anspruch in vielen Bereichen realisieren können. Arbeitsplatz Markt Vereinbarkeit von Familie & Beruf (Work-Life-Balance) Weiterbildung und Qualifikation Antidiskriminierung, Chancengleichheit und Vielfalt Gesundheitsmanagement Arbeitnehmerrechte, Entscheidungsfindung und Vorschlagswesen Faire Bezahlung Produktqualität Produktsicherheit Verantwortlicher Umgang mit Produkten Umfassende Produktinformationen Verbraucherschutz Faire Preisgestaltung Ausgegrenzte Kundensegmente Zulieferer, Beschaffung Faire Partnerschaft mit Geschäftspartnern Kooperationen Gemeinwesen (Corporate Citizenship) Unternehmensspenden und Sponsoring (Corporate Giving) Gemeinnützige Unternehmensstiftungen, Vereine (Corporate Foundations) Gesellschaftliches Engagement von Mitarbeitern (Corporate Volunteering) Auftragsvergabe an soziale Einrichtungen Lobbying für ökologische und soziale Anliegen Umwelt Umweltmanagementsystem (UMS) Eine ausführliche Version mit der Auflistung der sozialen Unternehmensleistungen wurde im Rahmen der Ökobilanz 27 ( erstmals vollständig veröffentlicht. Später wurde ein separates CSR-Konzept veröffentlicht. Heute sind die CSR-Maßnahmen auszugsweise auf der Homepage von MÄRKISCHES LANDBROT beschrieben und werden regelmäßig aktualisiert. Unsere ökologische Ausrichtung wird im Rahmen des Umweltmanagements alle drei Jahre externe Gutachter revalidiert. Der Prüfbericht wird unter Aktuelles auf unserer Website veröffentlicht. Unsere soziale Ausrichtung wird im Rahmen einer Gemeinwohl-Bilanz alle zwei Jahre externe Gutachter auditiert. Auch dieser Bericht findet sich auf der Website, unter Downloads. Beide Audits sind für 214 wieder vorgesehen. 22% 1% 1% 37% 14% 1% 42% 58% regio Land Deut Welt Mittelfluss lokal (Neukölln) regional Berlin (ohne Neukölln) Land Brandenburg Deutschland ohne Berlin und Brandenburg Welt ohne Deutschland Grafik: Aufschlüsselung örtliche Verteilung von Spenden- und Sponsoringmittel 213 Mittelverwendung Grundbedürfnisse (Hunger, Medizin) Sport und Spiel Ausbildung, Bildung sonstige soziale Veranstaltungen Politik (z.b. Anti-Atomkraft, Gentechnikfreiheit, ökologischer Landbau, Partei Bündnis 9 / Die Grünen) Die weitreichenden CSR-Aktivitäten im Rahmen des Spenden und Sponsorings in Form von Sachund Geldspenden für eine nachhaltige Unterstützung von Projekten in Berlin-Brandenburg (z.b. Suppenküchen in Berlin-Neukölln), nationalen Projekten (z.b. Bio-Brotbox Berlin-Brandenburg) und internationalen Projekten (z.b. Projekte in Niger, Borneo und Tibet) sind mit einem Betrag in Höhe von mind. 1 Prozent vom Jahresüberschuss nach Steuern in den Firmenzielen der Bäckerei verankert. 4% 2% Grafik: Aufschlüsselung Verwendung Spendenund Sponsoringmittel

9 umweltmanagementsystem (ums) Im Juni 1994 wurde MÄRKISCHES LANDBROT von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie als erster Berliner Betrieb für das Öko-Audit-Modellprojekt gefördert. Es wurde erstmalig die technische und organisatorische Machbarkeit der Öko-Audit-Verordnung speziell für kleine und mittlere Unternehmen geprüft und für anwendbar befunden. Das integrierte Umweltmanagementsystem unterstützt mit der Erfassung und Bewertung der betrieblichen Umwelteinwirkungen die umweltorientierte Unternehmensführung. MÄRKISCHES LANDBROT lebt als eines der ersten Unternehmen seit 1995 ein nach EMAS zertifiziertes UMS. Dies geschieht mithilfe eines zentralen Korrektur- und Maßnahmenplanes (KM-Plan), in dem alle entscheidenden Belange aufgenommen und verfolgt werden. Diese zentrale Protokollierung und betriebliche Bekanntmachung wichtiger Angelegenheiten der Controllinggruppen (Qualitätssicherung, Backstubenleitertreffen, HACCP-Runde, Verkaufsrunde, Meisterrunde, Bäckerplenum, Umweltausschuss, Arbeitsschutzausschuss, Betriebsrat) ermöglicht einerseits allen Mitarbeitern Einsicht in die aktuellen zentralen Themen des Unternehmens zu geben, Entscheidungsprozesse zu verfolgen und mitzubestimmen (Einbeziehung der Wünsche von Mitarbeitern bereits im Planungsprozess, ökologisches und betriebliches Vorschlagswesen, Teilnahme in Controllinggruppen). Andererseits werden Maßnahmen aller Controllinggruppen in das TQEM integriert und transparent gemacht. Seit 1994 wurden inklusive der vorliegenden insgesamt sieben Umwelterklärungen mit der Darstellung der neuen Ziele und den jeweils aktuellen Zahlen der Ökobilanz 3 veröffentlicht und validiert. Im Rahmen des Managementreviews werden seit 24 auch soziale Kriterien ins Kennzahlensystem integriert, mit deren Hilfe das Unternehmen seine soziale Performance und Verantwortung prüfen und dokumentieren kann. In den Sozialeffizienzkennwerten können die Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, z. B. Sicherheits-, Schulungs- und Gesundheitseffizienz hervorgehoben werden (siehe Managementreview auf Fotos und kurze Infos statt Papierwust auf dieses Prinzip haben wir bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts seit 211 gesetzt. Damit wollen wir auch für den schnellen Leser Transparenz schaffen zu den nachhaltigen Aspekten von Ökonomie, Ökologie und Soziales bei MÄRKISCHES LANDBROT. Grundlage ist der»leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung«der Global Reporting Initiative (GRI). Dieser baut auf einem Indikatorensystem auf, das die Vergleichbarkeit verschiedener Berichte erleichtern soll. Für alle, die ausführlichere Informationen zu einem bestimmten Thema wünschen, verweist der zehnseitige Nachhaltigkeitsbericht gezielt auf weitere Veröffentlichungen von uns: Seit 212 ist auch das Ergebnis der Gemeinwohl-Bilanz enthalten (siehe unten). 212 wurde im Rahmen der Gemeinwohl-Ökonomie eine Bilanz über das Geschäftsjahr 211 erstellt ( Dabei wurden unter anderem folgende ökologische Aspekte genauer beleuchtet: Lieferanten (ethisches Beschaffungsmanagement): Aktive Auseinandersetzung mit den Risiken zugekaufter Produkte / Dienstleistungen, Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte bei der Auswahl von Lieferanten und Dienstleistung Geldgeber (ethisches Finanzmanagement): Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte bei der Auswahl der Finanzdienstleistungen Förderung ökologischen Verhaltens der Mitarbeiter: Aktive Förderung eines nachhaltigen Lebensstils der Mitarbeiter (Mobilität, Ernährung), Weiterbildung und Bewusstsein schaffende Maßnahmen, nachhaltige Organisationskultur 3 Eine betriebliche Ökobilanz erfasst systematisch die Mengen aller Stoffe und Energieströme eines Unternehmens, die im Laufe der Produktion anfallen, z.b. Rohstoffeingang und Produktionsmengen, aber auch unerwünschte Emissionen. Grundsätzlich können dabei im Produktionsprozess keine Stoffe und Energien verloren gehen sie werden nur umgewandelt. Ökologische Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen: Angebot ökologisch höherwertiger Produkte/Dienstleistungen, Bewusstsein schaffende Maßnahmen, Berücksichtigung ökologischer Aspekte bei der Kundenwahl Reduktion ökologischer Auswirkungen: Reduktion der Umweltauswirkungen auf ein zukunftsfähiges Niveau (Ressourcen, Energie & Klima, Emissionen, Abfälle usw.) Massive Umweltbelastungen für Ökosysteme: Grobe Verstöße gegen Umweltauflagen (z.b.: Grenzwerte), geplante Obsoleszenz (kurze Lebensdauer von Produkten) Ein Spinnendiagramm auf der Umschlagseite dieser Umwelterklärung dokumentiert das Bilanzergebnis. wie schätze ich die ökologie in unserem betrieb ein? Carsten (Buchhaltung): Stark ausgeprägt, im Mittelpunkt stehend. Mike (Müller): Ich schätze die Ökologie im Betrieb als gut ein. Uli (Vertrieb): Durchdacht und konsequent. mitarbeiterstatements Peter (Backstubenleitung): Wir sind da schon vorbildlich. Vor allem im Vergleich mit anderen Bäckereien nehmen wir eine Vorbildfunktion ein. Patrick (Betriebsrat): Beide Geschäftsführer informieren sich stetig, wie Ressourcen von Anbau über Transport bis zur Produktion, sprich in allen Bereichen, eingespart werden können. welche ökologischen maßnahmen treffe ich selbst? Carsten (Buchhaltung): Ich achte beim Einkauf von Büromaterial darauf, dass alles unter strengen Standards hergestellt wurde. Außerdem versuche ich Papier zu sparen, z.b. indem ich möglichst wenig ausdrucke und gegebenenfalls doppelseitig drucke. Sabine (Verkauf / Außendienst): Privat nutze ich viel das Fahrrad, außerdem bin ich kein sonderlich großer Consumer, ich versuche mich da einzuschränken. Nico (Verkauf): Ich versuche Fahrrad zu fahren und möglichst nichts auf Papier auszudrucken. Katja (Qualitätssicherung): Sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben versuche ich Verschwendung von Ressourcen zu vermeiden. Ich verzichte auf ein eigenes Auto, nutze stattdessen lieber das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Großteil meiner Lebensmittel, Kosmetika und Textilien sind ökologisch zertifiziert. Mike (Müller): Ich lege meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurück, verzichte also auf ein Auto. Außerdem benutze ich privat Ökostrom und versuche mit Strom und Wasser bzw. generell mit Ressourcen sparsam umzugehen. Uli (Vertrieb): Am Wochenende bleibt das Auto stehen, außerdem nutze ich zu Hause nur LEDs und natürlich Ökostrom. Peter (Backstubenleitung): Ich achte besonders auf eine optimale Auslastung der Öfen. Zum Beispiel wird zur Herstellung des Röstbrotes die Abwärme genutzt. Privat wohne ich in einem Haus, das sehr gut wärmeisoliert ist, das spart viel Energie. Patrick (Betriebsrat): Ich gehe besonders mit Wasser und Energie sparsam um. Insbesondere bei den Öfen, die ich möglichst spät anheize und früh wieder ausschalte. Außerdem wertschätze ich alle Rohstoffe und bemühe mich, möglichst wenig zu verschwenden. was ist meine meinung zur arbeit des umweltausschusses? Sabine (Verkauf / Außendienst): Der Umweltausschuss macht seine Arbeit gut. Es gibt immer etwas, das gefunden und dann später auch umgesetzt wird das bestätigt in meinen Augen diese Arbeit. Katja (Qualitätssicherung): Unverzichtbar für ein Unternehmen das nachhaltig wirtschaftet und wettbewerbsfähig bleiben will

10 Rainer (Bäcker): Man bekommt mit, dass einige Mitarbeiter sich regelmäßig damit beschäftigen. Ich frage mich zum Beispiel warum es sein muss, dass das Toastbrot täglich in Unmengen von Pappe angeliefert wird, die dann im Müll landet. Gäbe es hier keine Möglichkeit für Mehrwegkisten? Patrick (Betriebsrat): Da er sich aus Personen verschiedener Arbeitsbereiche zusammensetzt ist eine Betrachtung aus allen Blickwinkeln möglich, das hilft problematische Stellen im Betriebsalltag zu identifizieren, Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. freie bekenntnisse zum umweltmanagement des betriebes. Carsten (Buchhaltung): Vorbildlich, soweit ich das beurteilen kann. Sabine (Verkauf / Außendienst): Weiter so. Nico (Verkauf): Ich finde es gut, dass stetig an Verbesserungen gearbeitet wird. Katja (Qualitätssicherung): Eine interessante Arbeit die einen immer wieder neu fordert und den Horizont erweitert. Bezahlbar macht es sich in vielerlei Hinsicht. Rainer (Bäcker): Eigentlich kann man hier nur Ressourceneinsparung die Umwelt schonen, aber um etwas zu produzieren ist ein gewisser Verbrauch notwendig und bei Maßnahmen wie zum Beispiel dem Röstbrot frage ich mich, ob nicht seine Produktion mehr Energie verbraucht als die Verwertung des Brotüberschusses nutzt. Patrick (Betriebsrat): Da MÄRKISCHES LANDBROT mit seinem ökologischen Engagement auch an die Öffentlichkeit geht sehe ich hier eine Chance, andere Unternehmen zu inspirieren und zu ähnlichen Maßnahmen zu ermutigen das finde ich sehr wichtig. erreichtes und geplantes ziele und umsetzung des umweltprogramms Das Umweltprogramm teilt sich in zwei große Gruppen. Da sind zum Einen die sogenannten Umweltmanagementsystemziele und zum Anderen die Öko-Bilanzziele. Die einen ergeben sich aus der Unternehmensphilosophie und der daraus abgeleiteten Unternehmenspolitik, während sich die anderen Ziele mehr oder weniger direkt aus der Ökobilanz ergeben. Deswegen soll die Auswertung der Ziele in zwei Teilen erfolgen. umweltmanagementsystemziele Förderung des ökologischen Bewusstseins der Verbraucher, Verbesserung der Öffentlichkeitsmaßnahmen. An dieser Stelle sollen stellvertretend einige genannt werden: Die Ökobilanzen zwischen 1995 bis zur aktuellen Bilanz 213 und die sieben Umwelterklärungen bis 214 liegen vor. Seit 23 wird auch das Managementreview veröffentlicht und ins Netz gestellt ( Presseberichte über die Arbeit von MÄRKISCHES LANDBROT lassen sich sowohl in der Fachpresse, als auch in der gemeinen Presse finden. Neben den Zeitungsartikeln liegen auch Webartikel vor und sind auf der Internetseite unter Aktuell > Öffentlichkeit > Presse einsehbar. Einen kurzen Einblick vermitteln auszugsweise folgende Veröffentlichungen:»Goldene Brezel«Verleihung auf der IGW Bericht im Bäko Online Magazin, Januar 214»Betriebswohnung im Partyviertel«Bericht über soziales Engagement von MÄRKISCHES LAND- BROT im Deutschen Handelsblatt, Ausgabe 1 / 2, Januar 214»Pioniersarbeit«Firmenportrait und Interview mit Christoph Deinert in der Schrot & Korn, Dezemberausgabe 213»Berlins nettester Chef«Bericht über Mietshaus für Mitarbeiter und soziales Engagement von MÄRKISCHES LANDBROT in der Bild Zeitung Berlin, Ausgabe 1. Dezember 213»EMAS Betriebe in Deutschland«unter den zehn Bäckereien ist MÄRKISCHES LANDBROT, Bericht im WebBäcker Online, September 213»Bio-BrotBox Aktion 213«Facetten Magazin Neukölln, August 213»Best Practice«Klimaschutz Unternehmen werden vorgestellt, darunter der e-fußabdruck von MÄRKISCHES LANDBROT, Broschüre der DIHK, Juli 213»Ziel ist, dass alle zufrieden sind«artikel über MÄRKISCHES LANDBROT, Firmenportrait, in zeo2, einem politischen Umweltmagazin der taz Berlin, Juni 213»Schaubacken Engelbrot«englischsprachiger Bericht über das Schaubacken mit Sternekoch Kolja Kleeberg anlässlich des Starts zur Spendenaktion Engelbrot für die Berliner Kältehilfe, im Online Lifestyle Magazin Hilker, Oktober 213»Nachhaltiges Wirtschaften«in verschiedenen Radio- und Filmbeiträgen wie z.b. Eurofunk (93,6), rbb (Abendschau), rbb (Kulturradio 96,3), ARD (Die Tagesthemen), youtube ( com/watch?v=jr-l4yq55y&sns=em), rbb (WAS: Wirtschaft, Arbeit, Soziales), 211 bis 213 Die bereits vorhandenen Verbraucherbroschüren werden von den verantwortlichen Mitarbeitern regelmäßig überarbeitet und so auf einem aktuellen Stand gehalten. Als Beispiel hierfür kann die»landbrot Fibel«gelten, als PDF Download zu finden unter MÄRKISCHES LANDBROT hat in den vergangenen Jahren regelmäßig an Messen teilgenommen, so die Internationale Grüne Woche Berlin, der Heldenmarkt, die Terra Hausmesse, die Bio-Ost und die Next Organic. MÄRKISCHES LANDBROT war wieder auf vielen verschiedenen Berliner Veranstaltungen vertreten wie den Girls- und Boys-Days, dem Mühlentag, dem Havellauf, dem Storchenfest, der langen Nacht der StadtNatur, dem Bio-Erlebnistag am Potsdamer Platz, dem Umweltfest unter den Linden der Grünen Liga, dem Fest 2 Jahre Lokale Agenda 21 Berlin, dem Staudenmarkt im Botanischen Garten und vielen mehr. MÄRKISCHES LANDBROT ist maßgeblich an der»bio-brotbox Berlin-Brandenburg«für die Berliner Schulanfänger beteiligt. In den letzten Jahren wurden über MÄRKISCHES LANDBROT Vorträge auf Fachveranstaltungen gehalten wie z.b.:» -Fußabdruck von Broten am Beispiel von MÄRKISCHES LANDBROT«, Referent Joachim Weckmann, 4. Wissenschaftliche Informationstagung der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Getreideforschung e.v., Berlin, 21. Jan. 211»Entwicklung eines Berechnungstools von Product Carbon Footprints dargestellt für die Produkte der MÄRKISCHES LANDBROT GmbH«, Referent Prof. Dr. Jens Pape, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), Trends und Entwicklungen für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion, WTT-Kooperationsforum IHK, Berlin, 1. Mai 211»Wie sehen wir die Zukunft unserer Ernährung«, Referent Joachim Weckmann, Bio und Wertschöpfung in der Region, 4. Mitteldeutsches BioBranchen Treffen, Wurzen/Sachsen, 9. Nov. 211»Carbon Management mit System«, Referentin Katja Pampel, GUT-Kundentag, Berlin, 2. Jan. 212»Darf s ein bischen mehr sein Bio-fair-ökologisch-sozial«, Referent Joachim Weckmann, Warschau, 8. Mai 212»Happiness and Wellbeing conference«, Referent Joachim Weckmann, St. Gallen, Schweiz,. Juni 212»8. Berliner CSR-Forum«, Referent Jürgen Baumann, IHK, Berlin, 8. Okt. 212»Wo zeichnet sich ein nachhaltiges Unternehmen aus Wohlstand ohne Wachstum«, Referent Joachim Weckmann, Einführungsvorlesung TU-Berlin, 1. Nov. 212»Umwelt- und Wirtschaftsethik«, Referent Joachim Weckmann, GLS Bank, Berlin, 18. Nov. 212»Feeding the planet sustainably«, Referent Joachim Weckmann, Brüssel, Belgien, 19. Nov. 212»Organic Food Processing and Environmental Performance«, Referentin Ulrike Häußler, nd IFOAM EU Group Conference, 26. Nov. 212»Podiumsdiskussion«, Referentin Antonia Gruhn, NABU, Brandenburg, 22. Jan. 213»Gemeinwohl-Ökonomie: Kooperation statt Konkurrenz«, Referentin Hilde Weckmann, BioFach Kongress, Nürnberg, 13. Feb. 213»Mit Nachhaltigkeit zum Erfolg«, Referent Joachim Weckmann, vdb-tagung in der Kartaus Ittingen/ Schweiz, 1. und 11. März 213»Pressekonferenz / Podiumsdiskussion GWÖ«, Referent Christoph Deinert, Haus der Demokratie, Berlin, 24. April

11 verbesserung der organisationsstruktur»gemeinwohl-ökonomie am Beispiel MÄRKISCHES LANDBROT«, Referent Jürgen Baumann, Lokale Agenda 21, Köpenick 14. September 213»Grün macht Arbeit: Gründe für mehr Biodiversität in Städten & Unternehmen«, Referentin Katja Pampel, IHK, Berlin 17. September 213»Podiumsdiskussion GWÖ«, Referent Christoph Deinert, taz, Berlin 5. Dezember 213 Das öffentliche Interesse an der Bäckerei spiegelt sich an der Anzahl der Anmeldungen für Führungen und Schulungen wieder. Die Führungen mit einer schnittlichen Gruppengröße von 15 Personen haben von 22 (72 Führungen) bis 213 (414 Führungen inklusive 72 in der Museumsbäckerei Pankow) zugenommen. Die Anmeldung von Führungen erfolgt über Herrn Baumann , in der Museumsbäckerei Pankow über Frau Deus Herausgabe des Buches»Der PCF Die Methodik bei MÄRKISCHES LANDBROT«Christoph Deinert und Jens Pape 211 Aufnahme in die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft, im Juli Auszeichnung für ganzheitliche Demeter-Qualität mit dem Land-Wirtschafts-Kultur-Preis, verliehen vom Demeter e.v., im Juli Aufnahme von ökonomischen Nachhaltigkeits- Kennzahlen (GRI) in den Internetauftritt von MÄRKISCHES LANDBROT 212 Erreichen des 3. Platzes in der Bewertung der Nachhaltigkeitsberichte das IÖW / future-ranking der Nachhaltigkeitsberichte Auditierung und Veröffentlichung der Bilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) im November Herausgabe des Buches»Kochen mit Brot«Tainá Guedes und Joachim Weckmann 213 nawi Award für nachhaltiges Wirtschaften für das ökologische Gesamtkonzept (Kategorie kleine und mittlere Unternehmen) 214 Green-Blue-Energie-Factory-Auszeichnung für Investitionen in erneuerbare Energien die italienische Handelskammer in Deutschland Auf vielen weiteren Veranstaltungen hat MÄRKISCHES LANDBROT gebacken, verkostet und informiert. Der aktuelle Aktionsplan ist auf der Homepage veröffentlicht: ( Auszeichnung nawi Award für nachhaltiges Wirtschaften MÄRKISCHES LANDBROT ist vorbildlich in der Weiterbildung von Mitarbeitern. Das Personalmanagement beschäftigt sich mit der systematischen Personalentwicklung. Im Rahmen der Jahresmitarbeitergespräche (JMG) werden die persönlichen Schulungswünsche aller Mitarbeiter aufgenommen und nach Möglichkeit im folgenden Jahr berücksichtigt. Auch seitens der Geschäftsleitung ausgewählte Veranstaltungen und Schulungen werden im jährlichen Schulungsplan aufgenommen. Seit 29 werden Inhouse-Schulungen mit allen Mitarbeitern zu speziellen Themen geführt (siehe auch Sozialkennzahlen Managementreview). Das Gesundheitsmanagement von MÄRKISCHES LANDBROT beinhaltet neben dem obligatorischen Arbeitsschutzausschuss sowie den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen der Mitarbeiter im Betrieb auch weitere Angebote: das Projekt mit den MBT-Schuhen (physiological footwear: Masai Barefoot Technology), das in den Betriebsalltag integriert wurde. Dabei werden jedem Angestellten auf Wunsch MBT-Schuhe gestellt, das damals das Angebot von Raucherentwöhnungskursen flankierte im gesamten Betrieb verhängte Rauchverbot, höhenverstellbare Schreibtische auf Wunsch in den Büros, verschiedene Arbeitshöhen in der Backstube, Bereitstellung von Kaffee, Tee, Milch, Brot, Butter, Äpfeln, Möhren, Suppen alles mindestens in Bioqualität in den Pausenräumen für jeden Mitarbeiter. personalmanagement In den vergangenen Jahren lag ein Schwerpunkt der Schulungsmaßnahmen bei MÄRKISCHES LANDBROT auf der Entwicklung der Führungskräfte. Da zukünftig die Aspekte der Gemeinwohl-Ökonomie im Wirtschaften etabliert sein sollen, wurde nun mit einem neuen Trainer auch eine inhaltliche Schwerpunktverschiebung vorgenommen. Um die anthroposophischen Aspekte im täglichen Miteinander zu stärken, sollen zukünftig alle Mitarbeiter intensiver von dieser Form der Personalentwicklung profitieren. Stefan Daniel hat als Ausbilder mit verschiedenen anthroposophisch orientierten Unternehmen zusammengearbeitet. Bei MÄRKISCHES LANDBROT möchte er die Qualität, die sich im Umgang mit Lieferanten und Kunden, aber vor allem auch in den Produkten widerspiegelt, noch stärker ins Bewusstsein und das soziale Miteinander innerhalb des Betriebes integrieren. Die erste Orientierungsphase für die Zusammenarbeit zwischen Stefan Daniel und MÄRKISCHES LANDBROT ist nun abgeschlossen. 213 war das soziale Subsystem übergreifendes Thema von MÄRKISCHES LANDBROT. Eine der zu bearbeitenden Fragestellungen wird sein, wie die Mitarbeiter besser in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist, für mehr Transparenz in der Kommunikation zu sorgen. Zusätzlich zu den üblichen Betriebsversammlungen gibt es seit 213 zwei Bäckerplenen jährlich, in denen die Bäcker umfassend über die Entwicklung des Betriebs sowie anstehende Entscheidungen informiert werden und ihre Vorstellungen einbringen können. Vorbild ist die Holakratie, eine integrale Organisationspraxis, die es einem Komplex von miteinander verwobenen Organisationseinheiten ermöglicht, sich selbst zu»regieren«, in dem sie den Zweck der Organisation als Ganzes in den Blick nimmt und sichtbar macht. Ziel der betrieblichen Schulungsmaßnahmen ist es auch, für diese innovative Organisationsform die notwendigen Voraussetzungen in der internen Kooperation und Kommunikation zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen wurde weiter verfolgt. Studenten können bei MÄRKISCHES LANDBROT Praktika absolvieren und finden Unterstützung bei Bachelor- und Masterarbeiten. Derzeit laufen gemeinsame Forschungsprojekte zu den Themen: Durchführung einer Kundenumfrage zur Kundenzufriedenheit im Zuge eines Praktikums, deren Ergebnisse auch als Grundlagen zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen nachhaltigem Engagement im produzierenden Gewerbe und der Kaufentscheidung von Kunden am Beispiel von MÄRKISCHES LANDBROT im Rahmen einer Bachelorarbeit von Eva Bensel, Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft im Bachelorstudiengang Unternehmensmanagement und Prof. Thoma an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde dienen. Versuche zur Klärung des Einflusses von Sauerteig auf die Qualität und Sensorik von ökologischen Broten, im Rahmen einer Masterarbeit von Caroline Melzow, Studiengang Lebensmitteltechnolo- 2 21

12 qualität gie an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Betreuung Prof. Dr.-Ing. Karl Georg Busch. Untersuchung zum Stand und Perspektiven der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI und DNK in kleinen und mittleren Unternehmen - dargestellt am Beispiel MÄRKISCHES LANDBROT im Rahmen einer Masterarbeit von Jana Petersen, Fachgebiet Nachhaltige Unternehmensführung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Betreuung Prof. Dr. Jens Pape. Seit 211 läuft das Roggenprojekt des ILU e.v. und des DIL e.v. zur»untersuchung stofflicher Ursachen von Qualitätsmängeln bei klassischen Roggenbroten und Ableitung von Lösungsstrategien«, an dem MÄRKISCHES LANDBROT beteiligt ist. 214 wird das Projekt abgeschlossen. Im Sommer 213 startete das Getreidesortenprojekt»Wertschöpfungskettenübergreifende Etablierung von Getreidesorten aus biologisch-dynamischer Züchtung in der Praxis«vom Forschungsring e.v. und Demeter e.v. Nach Betriebsbesuch und Sortenberatung fand auf den landwirtschaftlichen Praxisbetrieben im Herbst 213 die erste Aussaat statt. Im Frühjahr 214 wird es in Brandenburg die erste Feldbegehung zum Sortenprojekt geben und mit Herbstaussaat 214 die zweite Aussaat. Backversuche werden unter Anderen bei MÄRKISCHES LANDBROT geführt. Die Laufzeit des Projektes wird 215 enden. Gemeinsam mit der AöL (Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller) und den ökologischen Lebensmittelherstellern Hipp, Bionade und Neumarkter Lammsbräu brachte MÄRKISCHES LAND- BROT das von der DBU geförderte Forschungsprojekt»Firmen fördern Vielfalt«auf den Weg. Ziel ist die Entwicklung einfach erfassbarer Indikatoren für die Messung der Artenvielfalt auf Zulieferbetrieben von lebensmittelerzeugenden Unternehmen. Durch eine Bilanzierung der erbrachten Biodiversitätsleistungen soll eine Grundlage geschaffen werden, die Artenvielfalt auf den Betrieben nachhaltig zu erhalten bzw. zu verbessern. Das Projekt hat eine Laufzeit von Oktober 213 bis August 216. Weitere Infos: Die seit 21 bei MÄRKISCHES LANDBROT beschäftigte Katja Pampel ist jetzt Qualitätsbeauftragte. transparenz 213 / 214 wurde ein System erarbeitet, mit dem die Stückkosten einfacher kalkulierbar werden. Dabei gehen auch die Rezepte, wesentliche Ökobilanzwerte und Stück-Arbeitszeiten in die Kalkulation ein. Die Kostenstruktur bei MÄRKISCHES LANDBROT wurde in unserer Kundenzeitschrift»Märkisches Land Bote«im April 214 veröffentlicht (siehe auch Kapitel Kostenstruktur). betriebswohnungen Bezahlbarer Wohnraum wird auch in Neukölln zur Mangelware, denn die Gentrifizierung hat diesen Stadtteil erfasst. Die steigende internationale Bekanntheit als Party-Meile und der Zuzug besser verdienender Akademiker hat die Mietpreise in den letzten drei Jahren schnittlich um 4 Prozent ansteigen lassen. Elf Euro kalt sind auch in Neukölln keine Seltenheit mehr. Trotz einer Entlohnung der Mitarbeiter zwischen den Tarifen des Handwerks und der Brot- und Backwarenindustrie und einem Mindestlohn von zehn Euro für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist es auch für die Mitarbeiter von MÄRKISCHES LANDBROT zunehmend schwierig, Wohnraum zu angemessenen Preisen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu finden. Um hier zu unterstützen bietet MÄRKISCHES LANDBROT Betriebswohnungen am Neuköllner Schifffahrtskanal an. Das Konzept wurde mit Hilfe der Triodos Bank, der größten Nachhaltigkeitsbank in Europa, und einer dreiköpfigen Eigentümergemeinschaft umgesetzt. Die im Mietshaus frei werdenden Wohnungen werden für einen Preis von 5,5 bis 7 Euro kalt an Angestellte von MÄRKISCHES LANDBROT vermietet. Bereits fünf Mitarbeiter haben hier eine passende Wohnung gefunden. Im Rahmen des Managementreviews werden die wichtigsten Umweltaspekte ermittelt. Dazu werden alle direkten und indirekten Umweltauswirkungen betrachtet und anhand festgelegter Kriterien bewertet. 4 hoch mittel gering Grafik: Übersicht der Entwicklung der Prioritäten der Umweltaspekte Dabei sind die bedeutenden negativen Umweltaspekte (Wichtigkeit: hoch) nach Möglichkeit die Realisierung von im Umweltprogramm aufgeführten Maßnahmen zu dämpfen. Die 29 bis 213 realisierten Maßnahmen haben zu einer Verschiebung der bedeutenden Umweltaspekte geführt. Dabei haben die bedeutenden negativen Umweltaspekte (Wichtigkeit: hoch) aufgrund der geführten Maßnahmen weiter zugunsten niedriger Wichtigkeiten abgenommen. In den Umweltaspekten 212 wurde der Umweltaspekt Staub von hoch auf mittel heruntergestuft, da inzwischen ein neues Explosionsschutzkonzept erarbeitet wurde. Für 214 wurde der Aspekt Wasser von mittel auf gering heruntergestuft, da wir hier wieder ein gutes Niveau erreicht haben. Das aktuelle Explosionsschutzkonzept schließt auch alle Neubauten mit ein. In 213 und 214 sind die einzelnen Vorgaben in dem Konzept zu überprüfen und notwendige Änderungen zuführen. Aus diesem Grunde wurde die Einstufung nur auf mittel reduziert. Die zur Umsetzung des Umweltprogramms erforderlichen Mittel sind intern festgelegt worden und freigegeben. Die Verantwortlichkeiten im Rahmen der Umsetzung sind geklärt. aktuelle umweltaspekte Umweltaspekte Umweltaspekte Umweltaspekte Rohstoffe Rohstoffe Rohstoffe Produktauswirkungen hoch Produktauswirkungen hoch Produktauswirkungen Staub Verkehr Anlieferung Verkehr Anlieferung Verkehr Anlieferung Staub Staub Energie, Emissionen Energie, Emissionen Energie, Emissionen Abwärme / Abluft Abwärme / Abluft mittel Abwärme / Abluft mittel Wasser Wasser Abfall Abfall Abfall Verkehr Auslieferung Verkehr Auslieferung Verkehr Auslieferung Wasser Abwasser Abwasser Abwasser Lärm Lärm Lärm Gefahrstoffe Gefahrstoffe Gefahrstoffe Berufsverkehr Berufsverkehr gering Berufsverkehr gering Flächenbeanspruchung Flächenbeanspruchung Flächenbeanspruchung Produktangebot Produktangebot Produktangebot Dienstleistungsauswahl Dienstleistungsauswahl Dienstleistungsauswahl Organisation Organisation Organisation Quartalsweise Termine sind nicht angegeben, da die Umsetzung des Programms schrittweise erfolgt. Ständige äußere und innere Einflüsse können zu Ergänzungen und Akzentuierungen der Programmpunkte führen und in Anbetracht der Betriebsgröße auch zu Terminänderungen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass aufgrund eines kreativen strategischen Managements eher mehr umgesetzt wird, als ursprünglich vorgesehen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der vergangenen Umweltprogramme seit auf Anfrage einsehbar 22 23

13 ökobilanzziele umweltprogramm rohstoffe Umweltprogramm Rohstoffe Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] Beibehaltung des Spendenaufkommens für den Saatgutfond und die Zusammenarbeit zur Züchtung alter und neuer biologisch-dynamischer Züchtungen 211 Biodiversität Unterstützung (Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Karl-Jozef-Müller- 4. Initiative), gemeinnützige Landbauforschungsgesellschaft, Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.v. (VERN e.v.) Das Spendenaufkommen wurde auf 4.5 erhöht. Außerdem unterstützte MÄRKISCHES LANDBROT die freie Ausbildung der AG biologisch-dynamischer Landbau in Müncheberg mit 1.. Biodiversität Mitarbeit noch offen Eine Bewilligung erging in 213. Mitarbeit an einem Förderantrag zu einem deutschlandweiten Biodiversitätsprojekt zur Ermittlung von praxistauglichen Biodiversitäts-Kennzahlen Anbau von samenfestem Getreide (keine Hybridzüchtung). Anbaufläche Biodiversität 743 ha Verbesserung Insgesamt wurden 211 etwa 1.6 t Getreide verarbeitet. Bei dem für 211 ermittelten mittleren Ernteertrag von 22,7 dt/ha hat die Geschäftstätigkeit von MÄRKISCHES LANDBROT zu einer biologisch-dynamischen bewirtschafteten Anbaufläche von 71 ha geführt. Beibehaltung des Spendenaufkommens für den Saatgutfond und die Zusammenarbeit zur Züchtung alter und neuer biologisch-dynamischer Züchtungen 212 Biodiversität Unterstützung (Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Karl-Jozef-Müller- 4. Initiative), gemeinnützige Landbauforschungsgesellschaft, Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.v. (VERN e.v.) Bis Ende 212 wurden Spenden in Höhe von 5. für den Forschungsring e.v. (Sortenbeschreibung) und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Aktionen Bantam-Mais, GMO-Free Regions, Saatgutfonds) verteilt. Getreide- Anbaufläche Vergrößerung (im biol.-dyn. Landbau liegt die gesamte biol.-dyn. bewirtschaftete Fläche aufgrund der notw. Wirtschaftsdüngung mind. um 5% höher) Biodiversität 71 ha 663 Anbau von samenfestem Getreide (keine Hybridzüchtung). Aufgrund besserer Ernteerträge in 212 lag die Anbaufläche für die Ernte 212 / 213 gegenüber 211 niedriger. Wird dazu die Fruchtfolge berücksichtigt, unterstützten die Kunden von MÄRKISCHES LAND- BROT die biologisch-dynamische Bewirtschaftung einer Fläche von etwa dem Dreifachen der reinen Anbaufläche von 663 ha. In diesen Werten sind die Totalausfälle (z.b. Auswinterungsschäden Dinkel auf dem Bauerngut Templin) enthalten. Anteil an Getreide Biodiversität 2% aus biol.- Erhöhung 22% 1% dyn.- Züchtung Versuch zur Beibehaltung Biodiversität 92% 92% % Sensibilisierung der Bauern und Signalisierung der Bereitschaft zur verbesserten Vergütung des Getreides, vor allem für biologisch-dynamische Sorten. Versuch zur Beibehaltung des hohen Demeter-Anteils an der Beschaffung bei MÄRKISCHES LANDBROT. Dieses Ziel konnte mit einem Ergebnis von 11% für das Jahr 212 nicht erreicht werden. Das lag hauptsächlich an den dramatischen Auswinterungsschäden auf dem Gut von Jürgen Templin, der mit seinem Engagement für den größten Teil des bei uns verarbeiteten Getreides aus biol.-dyn. Züchtung sorgt. Die Ausfälle konnten nicht ersetzt werden. Auf der Getreiderunde im Sommer 212 wurde seitens MÄRKISCHES LANDBROT der eindeutige Vorrang von Getreide aus biol.-dyn. Züchtung erklärt und in der Prioritätenliste protokollarisch festgehalten. Der Demeter-Anteil an der gesamten Rohstoff- und Zutatenbeschaffung wurde für das Jahr 212 mit 91% (Grundlage: Gewicht) ermittelt. Anteil an Rohstoffen nach Demeter- Richtlinien Papierbeschaffung Stoffbeschaffung Versuch Beibehaltung 95% 95% % Der Anteil lag 212 bei 94 %. 6% Erhöhung 3% 4% Der Anteil konnte in 212 auf 77 % erhöht werden. 213 Biodiversität Mitarbeit Nach Möglichkeit werden im Betrieb Recyclingpapier, FSC-Papier oder die Kombination aus beidem verwendet. Der hohe Anteil von 95 % wird versucht zu halten. Nach Möglichkeit werden im Betrieb ökologische Stoffe verwendet. Mitarbeit an einem Förderantrag zu einem deutschlandweiten Biodiversitätsprojekt zur Ermittlung von praxistauglichen Biodiversitäts-Kennzahlen Beibehaltung des Spendenaufkommens für den Saatgutfond und die Zusammenarbeit zur Züchtung alter und neuer biologisch-dynamischer Züchtungen Biodiversität Unterstützung (Zukunftsstiftung Landwirtschaft (Karl-Jozef-Müller- 4. Initiative), gemeinnützige Landbauforschungsgesellschaft, Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.v. (VERN e.v.) Anteil Recycling/FSC an Papierbeschaffung Anteil Bio/Verbandware an Stoffbeschaffung Der Förderantrag wurde erstellt und in kleinerem Rahmen positiv beschieden. Damit kann sich MÄRKISCHES LANDBROT in dem mit anderen AoeL-Unternehmen geplantem Gemeinschaftsprojekt engagieren. Das Projekt hat eine Laufzeit von Okt. 213 bis Aug In 213 wurden vier Projekte der Zukunftsstiftung Landwirtschaft unterstützt: Aktion Saat Gut Brot mit 2.1, Bantam-Mais mit 5, GMO-Free Regions mit 1., Saatgutfonds mit 2.5. Anbaufläche Vergrößerung (im biol.-dyn. Landbau liegt die gesamte biol.-dyn. bewirtschaftete Fläche aufgrund der notw. Wirtschaftsdüngung mind. um 5% höher) Biodiversität 663 ha Anteil an Getreide Biodiversität 11% aus biol.- Erhöhung 25% 127% dyn.- Züchtung 214 Biodiversität Mitarbeit Anbau von samenfestem Getreide (keine Hybridzüchtungen), Vergrößerung der biologischdynamisch bewirtschafteten Fläche Produktionssteigerung bei MÄRKISCHES LANDBROT. Weitere Sensibilisierung der Bauern und Signalisierung der Bereitschaft zur bevorzugten Abnahme von biologisch-dynamischer Sorten. Bevorzugung von alten Getreidesorten nachrangig zu Getreide aus biologisch-dynamischer Züchtung. Mitarbeit an einem Förderantrag zu einem deutschlandweiten Biodiversitätsprojekt zur Ermittlung von praxistauglichen Biodiversitäts-Kennzahlen. Beibehaltung des Spendenaufkommens zur Biodiversität Unterstützung Unterstützung der Verbreitung alter und der Züchtung 4. neuer biologisch-dynamischer Getreidesorten. Anteil an Getreide Biodiversität 25% aus alten Beibehaltung 25% % Getreidesorten Aufgrund einer verbesserten Efiizienz im Betrieb wurde 213 nicht mehr Getreide verarbeitet als 212 und damit blieb die Anbaufläche in etwa gleich. Hier hat sich in 213 keine Verbesserung ergeben. Der Anteil fiel auf 1 %. Der Anteil alter Getreidesorten konnte in 213 nicht beibehalten werden. Der Anteil fiel auf 24 %. Der Antrag ist gestellt, das Projekt ist bewilligt worden. Das Projekt hat eine Laufzeit von Okt. 213 bis Aug Ist analog des Jahres 213 auch bis Ende 214 geplant

14 wasser abwasser energiebedarf, emissionen Anbaufläche Biodiversität 661 ha 674 2% Anteil an Getreide aus biol.- dyn.- Züchtung Biodiversität 1% Erhöhung 12% 2% Bis Ende 214 Vergrößerung (im biol.-dyn. Landbau liegt die gesamte biol.-dyn. bewirtschaftete Fläche aufgrund der notw. Wirtschaftsdüngung mind. um 5% höher) Anbau von samenfestem Getreide (keine Hybridzüchtungen), Vergrößerung der biologischdynamisch bewirtschafteten Fläche Produktionssteigerung bei MÄRKISCHES LANDBROT. Weitere Sensibilisierung der Bauern und Signalisierung der Bereitschaft zur bevorzugten Abnahme von biologisch-dynamischer Sorten. Bevorzugung von alten Getreidesorten nachrangig zu Getreide aus biologisch-dynamischer Züchtung. Die neuen Getreidemengen werden traditionell um Sommer vertraglich vereinbart. Ab Herbst 213 wurden für MÄRKISCHES LANDBROT im Rahmne des Projektes»Wertschöpfungskettenübergreifende Etablierung von Getreidesorten aus biologisch-dynamischer Züchtung in der Praxis«weitere biologischdynamische Sorten (Gerste, Firmament-Roggen, Gelbweizen) angebaut. Biodiversität 23% Beibehaltung 25% 9% Bis Ende 214 Umweltprogramm Wasser Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Regenwassernutzung Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Planung einer Regenwassernutzungsanlage für den geplanten Neubau der Konditorei Tillmann. Kosten [ ] Amortisation [a] 211 _ 1. keine Ersatz von Trinkwasser Wasserverbrauch Regenwassernutzung an Regenwassernutzung angeschlossen Ersatz von Trinkwasser 211 wurde die Keimlingsanlage nach Forschungsempfehlungen optimiert. Die Optimierung betraf vor allem die Kühlung der Keimlinge mittels regelmäßiger und großzügiger Wasserspülungen. Nach Recherschen haben die Maßnahmen zu einem Mehrverbrauch von etwa 1.3 m³ Wasser geführt. Anschluss der Regenwasserabläufe des neuen Anbaus im Hof (Heizzentrale) an vorhandene Regenwassernutzungsanlage ( Überlauf auf Anbau Halle II) m² % 1. keine geführt Regenwassernutzung m² % 1. keine verschoben auf 215 Ersatz von Trinkwasser Regenwassernutzung an Regenwassernutzung angeschlos- sen Bau von sanitären Anlagen für den Neubau der Konditorei Tillmann und Anschluss an die bereits vorbereitete Regenwassernutzungsanlage. Zum Einsatz sollen Trockentoiletten kommen m² % 3. keine an Regenwassernutzung angeschlos- sen Ersatz von Trinkwasser Anschluss der Regenwasserabläufe des Vordaches für die Auslieferung an vorhandene Regenwassernutzungsanlage (Wasser wird bisher versickert). Die Planung und Beauftragung der Anlage ist in 21 erfolgt. Der enorme Verbrauchsanstieg wurde nach kurzer Zeit bemerkt und die Spülintervalle wesentlich reduziert. Der Anschluss kann erst erfolgen, wenn die Rampe gebaut wird (tieferlegen der gesamten Hoffläche). Kauf einer Kistenwaschmaschine, die ggf. auch Tuppen waschen kann. m² 1% 8. keine bis Ende 214 Anteil an Getreide aus alten Getreidesorten Kistenwaschmaschine Spülwasser Reduzierung Regenwassernutzung an Regenwassernutzung angeschlossen Bau von sanitären Anlagen für den Neubau der Konditorei Tillmann und Anschluss an die bereits vorbereitete Regenwassernutzungsanlage. Zum Einsatz sollen Trockentoiletten kommen m² % 1. keine Umweltprogramm Abwasser Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Ersatz von Trinkwasser Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] Regenwasserversickerung Versiegelte und versickerte Fläche Erhöhung des Anteils von Regenwasserversickerung Bau einer Regenwasserversickerungsanlage für den geplanten Neubau und den Altbau der Konditorei Tillmann m² % 1. 8 Die Anlage ging 211 in Betrieb. Umweltprogramm Energiebedarf, Emissionen Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Reduzierung 214 Abwasserbelastung m² siehe Maßnahmen Wasser Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] -Minderung Aufforstung - Minderung Aufforst -ung Für die im Rahmen des Anbaus der Konditorei Tillman abgeholzten Bäume wird eine Ersatzpflanzung realisiert. Ggf. Erweiterung der Aufforstungsfläche in einem ausbaufähigen Aufforstungsprojekt über PrimaKlima. 211 _ 1. keine Pumpen 64% 67% 5% -Minderung Brennstoffwechsel Wärmebedarf Heizöl Energiesparpumpen im Altbestand Stromeinsparung Einspar -ung Bei Neubaumaßnahmen werden nur energiesparende, elektronisch geregelte Pumpen installiert. Auch der Altbestand ist Energiesparpumpen zu ersetzen. Teilkompensation der Kapazitätserweiterung der Backöfen von 94 auf 124 kw Umstellung von Heizöl auf Flüssiggas in 211 und auf Erdgas in kwh 2. 3 Die Ersatzpflanzungen sind auf dem Betriebsgelände geführt worden. 211 wurde die Brauchwasserpumpe gegen eine Energiesarpumpe ersetzt. Damit erhöhte sich der Anteil der energiesparenden Heizunngspumpen des Altbestandes von 64 auf 67 %. Die neue, an Flüssiggas angeschlossene Heizzentrale ging erst im Dezember 211 in Betrieb und wirkte sich noch nicht auf das Jahr 211 aus. Außerdem hat die Gasag den Bezug von Flüssiggas auf die neue Anlage beschränkt und den Anschlußtermin für Erdgas auf Ende 212 / Anfang 213 verschoben

15 abfall -Minderung Einbau einer Wärmerückgewinnung Wärmebedarf Heizöl Teilkompensation der Kapazitätserweiterung der Backöfen von 94 auf 124 kw Installation von Wärmerückgewinnungsanlagen von Abgas und Dampf und Einbindung eines Pufferspeichers kwh 1% Maßnahmen sind Anfang 212 geführt worden. 212 Pumpen 67% 74% 1% Minderung Brennstoffwechsel Wärmebedarf Heizöl kwh -1% 3 Anteil WRG an Heizung 6% 12% 2% Die alten Abgas-WRGs sind neue zu ersetzen. 1. Anteil WRG an Heizung Einsparung Energiesparpumpen im Altbestand Stromeinsparung Einsparung Wärmerückgewinnnung Erhöhung Wärmerückgewinnnung Erhöhung Austausch beider alten WRG-Pumpen gegen Energiesparpumpen. Teilkompensation der Kapazitätserweiterung der Backöfen von 94 auf 124 kw Umstellung von Heizöl auf Flüssiggas in 211 und auf Erdgas in 212. Die neue Heizzentrale erhält eine Pufferspeicher mit 12. l Fassungsvemögen. In den Pufferspeicher wird eine Abgas-WRG des neuen Thermoölkessels, eine Schwaden-WRG der neuen Stikkenöfen und eine neu zu installierende Schwaden-WRG der alten Etagenöfen eingebunden. 12% 19% 158% 2. Beide Pumpen wurden Anfang 212 ausgetauscht. Damit erhöhte sich der Anteil der energiesparenden Heizunngspumpen des Altbestandes von 67 auf 74%. Wäre das Heizöl bereits in 212 komplett Erdgas ersetzt worden, läge der Wert bei 178 g CO2e je kg Fertigprodukt und damit trotz erweiterter Heizund Backofenanlagen ca. 8 % unter dem Wert von 211. Leider konnte die Gasag die Arbeiten erst Ende 212 fertig stellen. Allein der alte Heizkessel wird noch vorübergehend mit Heizöl betrieben. Die neuen WRGs wurden im Feb. 212 instaliert. Die Wärmerückgewinnungsleistung konnte 212 nur auf 9 % verbessert werden. Das liegt einerseits daran, dass die WRG noch nicht ganzjährig im Einsatz waren und andereseits daran, dass sich das Temperaturnieveau von den Schwaden-WRGs als oft zu niedrig zur Einspeisung in den Pufferspeicher herausstellte % Windenergie Analyse ist beauftragt. Ergebnis liegt noch nicht vor. Motore Vorwärmung der Brennerluft kg e/a -Minderung Brennstoffwechsel Emission Heizung -Minderung Brennstoffwechsel Beimischung Ökogas Einsparung Erzeugung Ersatz des alten überdimensionierten Heizölkessels eine der notwendigen Leistung angepassten Brennwert-Therme. Durchführung einer Machbarkeitsanalyse Statik zur Installation von Windkraftanlagen auf unseren Türmen. Untersuchung der Effizienzgruppen der im Betrieb befindlichen Motoren und Lüfter Lüftungskonzept für die umgebauten Heizzentralen hinsichtlich der Verbrennungsluftvorwärmung optimieren. Teilnahme am Pilotprojekt von Bioland und der Gasag zur Beimischung von Ökogas aus Zwischenfrüchten von Bio-Bauern zur bestehenden Erdgasauslieferung. Der alte 24 kw Kessel wurde demontiert und 2 Brennwertthermen mit einer Gesamtleistung von 1 kw ersetzt. Obwohl er erst im September installiert wurde, konnte 24 % Energie gespart werden (Heizgradtage in 213 ca. 1,1 % niedriger als 212). verschoben auf 215 verschoben auf 214 % 5% verschoben auf 214 Anteil WRG an Heizung Erhöhung Wärmerückgewinnung Erhöhung 19% 22% 116% 25. verschoben auf 215 Strom für Beleucht ung Ausstattung der alten Stikkenöfen mit neu zu installierender Schwaden-WRG und Anschluss aller Schwaden-WRG als Vorwärmung für die Brauchwasserbereitung Einsparung Kein weiterer Ersatz von herkömmlichen Energiesparlampen. Umrüstung von Energiesparlampen auf LED-Technik in der Zeit zwischen 21 und 215. Die entscheidenden Unterverteilungen hiefür sind Beleuchtung Hallen, Büro OG ML und Südwest (hier mind. 7 % Beleuchtungsstrom enthalten). 5-Jahresplan: 23. Beleuchtung kwh % 7 Ende 211 / Anfang 212 wurde die komplette Backstube und ein Teil des Bürobereiches auf LED umgestellt. 213 und 214 wurde im Bürobereich fortgefahren. Druckbegrenzung Druckluft Die Anlage wurde untersucht. Der Abschaltdruck konnte reduziert werden. Ein Kompressor wurde erneuert. Begrenzung der Druckluftstränge auf die erforderlichen Teildrücke Einbau zusätzlicher Druckbegrenzer. Schwaden- wasser- Vorwärmung Einbindung der Schwadenvorwärmung in das Wärmerückgewinnungskonzept der Wrasen-WRG der alten fünf Stikkeöfen. verschoben auf 215 Kaltwasserverwendung aus Brunnenwasser für Kühlung Prüfen der Umweltverträglichkeit und Sinnhaftigkeit bei GUT. Da es nicht der Philosophie des Unternehmens entspricht, Ökostrom Wasserverschwendung zu sparen, wird diese Maßnahme nicht geführt. Überdenken der Kältetechnik, evtl. Zusammenlegung Kühlung Konzept ist erstellt, die Entscheidung noch offen. der Kühlung Sinnhaftigkeit klären mit GUT. Überarbeiten der Wärmedämmung Rohre, Armaturen 214 % 5% % 22% 116% 25. verschoben auf 215 Ausstattung der alten Stikkenöfen mit neu zu installierender Schwaden-WRG und Anschluss aller Schwaden-WRG als Vorwärmung für die Brauchwasserbereitung Schwaden- wasser- Vorwärmung -Minderung Brennstoffwechsel Beimischung Ökogas Anteil WRG an Heizung Gesamtwirtschaftlich Wärmerückgewinnnung Erhöhung Durchführen der Restarbeiten Umbau / Wärmedämmung. Innen-Wärmedämmung der Wand Kommissionierung zum unbeheizten Lager. Teilnahme am Pilotprojekt von Bioland und der Gasag zur Beimischung von Ökogas aus Zwischenfrüchten von Bio-Bauern zur bestehenden Erdgasauslieferung. Einbindung der Schwadenvorwärmung in das Wärmerückgewinnungskonzept der Wrasen-WRG der alten fünf Stikkeöfen. Erhöhung erledigt Das Konzept der Marktgesellschaft Bioland und der Gasag liegt vor. Inwieweit MÄRKISCHES LANDBROT teilnehmen wird, ist noch offen. verschoben auf 215 Untersuchung des Aufwandes zur Kompensation der -Emissionen entlang der Wertschöpfungskette keine -Minderung Modernisierung Technik Begrünung Emissionen Backen -Kompensation CO2-Minderung Wärmedämmung Emission Wärmeverluste Einsparung Einbau eines Schnelllauftores vor das Außentor der Kommissionierung als Wärmeschleuse. Instandsetzen der alten Stikkeöfen und ggf. die Steuerung kwh % 1. Einholen eines Kostenangebotes und fällen einer Investitionsentscheidung zur Begrünung der Südfassade der Konditorei Tillmann. 9. erledigt Umweltprogramm Abfall Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Einsparung Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] Papierverbrauch Verpackungseffizienz Verbesserung der Effizienz % 86% 1% Durch eine Verbesserung der Einkaufslogistik. keine In 211 hat die Verpackungseffizient abgenommen. Das Ziel wurde nicht erreicht, 28 29

16 abwärme, abluft lärm, staub gefahrstoffe Papierverbrauch Verkauf Bio- Reststoffe Verkauf Bio- Reststoffe 3.5 Säcke % 22. keine Biogut / BSR (Kompost) Biogut / BSR (Kompost) Reduzierung der Sackware Reduzierung Verkauf Reduzierung Verkauf Reduzierung der Sackware Planung und Bau eines weiteren Mehlsilos und damit Erhöhung der Verarbeitung von losem Mehl. Durchführung einer Machbarkeitsanalyse für das Projekt Biogasanlage Bio-Höfe von Amos Ramsauer. Durchführung einer Machbarkeitsanalyse für das Projekt Biogasanlage Bio-Höfe von Amos Ramsauer, der Marktgesellschaft Bioland und der Gasag. Dabei sollen die Zwischenfrüchte aus der biologischen Landwirtschaft genutzt werden, um Biogas zu erzeugen. Die Gärreste sollen wieder aufs Feld gebracht werden. Planung und Bau eines weiteren Mehlsilos und damit Erhöhung der Verarbeitung von losem Mehl Säcke % 22. keine Maßnahme ist aufgrund der bereits umfangreichen Baumaßnahmen in 211 / 212 auf 214 / 215 verschoben worden. Projektausrichtung hat sich geändert. Nun sollen die Zwischenfrüchte aus der biologischen Landwirtschaft genutzt werden, um Biogas zu erzeugen. Die Gärrest sollen wieder aufs Feld verbracht werden. MÄRKISCHES LANDBROT kann über den Bezug des daraus entstehenden Ökogases an dem Pilotprojekt teilnehmen. Die Projektentwicklung hat sich hinausgezögert, die Entscheidung kann erst 214 fallen. Inwieweit MÄRKISCHES LANDBROT über den Bezug des daraus entstehenden Ökogases hinaus an dem Pilotprojekt teilnehmen wird, ist noch offen. Umweltprogramm Abwärme, Abluft Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 um 211 _ keine Nutzung warmer Backstubenluft zur Beheizung Nutzung überschüssiger Wärme Nutzung überschüssiger Wärme Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Optimierung der Lüftung WRG Thermoölanlage Optimierung Heizkesselsteuerung Lieferung an Nachbarn Lieferung an Nachbarn Verbess erg. auf Bau einer Raumluftentfeuchtungsanlage in der Backstube und in der Kommissionierung Untersuchung, ob es die Erhöhung der WRG- Quote zu Teilabschaltungen des Heizkessels (Bereitstellung Wärme für Raumheizung und Warmwassererwärmung) kommen kann. Mit dem Nachbarn VfJ wurde vereinbart, dass während der Sommermonate überschüssige Restwärme zur VfJ zur Brauchwassererwärmung geliefert wird. Mit dem Nachbarn VfJ wurde vereinbart, dass während der Sommermonate überschüssige Restwärme zur VfJ zur Brauchwassererwärmung geliefert wird. Die Anlage ist in Betrieb zu nehmen. Kosten [ ] Amortisation [a] Die bestehende Anlage wurde den neuen Räumlichkeiten angepasst. Dies ist der Fall. Der Heizkessel wurde während der Übergangsjahreszeiten und während des Sommers abgeschaltet. Die Verbindungsstraße liegt bereits. Der Test wird im Sommer 214 geführt. 214 Frühjahr 214 Sonstiges Siehe unter Energiebedarf, Emissionen Umweltprogramm Lärm, Staub Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Papierverbrauch Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Sackware Reduzierung der Sackware Verbesserg. auf um Kosten [ ] 211 Staubquellen 1. kg 8. -2% Planung und Bau eines weiteren Mehlsilos 22. keine HACCP- Konzept HACCP- Konzept Aktualisierung des vorhandenen Explosionsschutzkonzeptes Zusammenstellen der Unterlagen und Abstimmung mit dem Explosionsschutzgutachter Hr. Dr. Strocka der BGN Hamburg. _ Überprüfung der vorhandenen Anlagentechnik Der Explosionschutzgutachter bestätigt MÄRKISCHES LANDBROT einen guten Stand zum Explosionsschutz. Einige Punkte waren äußerlich nicht ersichtlich und müssen einen Elektriker überprüft werden. Amortisation [a] Maßnahme ist aufgrund der bereits umfangreichen Baumaßnahmen in 211 / 212 auf 214 / 215 verschoben worden. Das im August 211 beauftragte Explosionsschutz- Gutachten wurde im Februar 212 fertig gestellt. 213 erledigt Big- Bags Reduzierung der Sackware 214 Staubquellen 23. kg -1% Planung und Bau eines Dinkelsilos erledigt Reduzierung der 8. -2% Planung und Bau eines weiteren Mehlsilos Ende 215 Sackware 215 Staubquellen 1. kg Sackware Umweltprogramm Gefahrstoffe Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 um 211 keine Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Materialeinsatz Umweltverträglichere Stoffe Verbess erg. auf Untersuchung aller im Betrieb verwendeten Stoffe /z.b. Arbeitskleidung) als Grundlage für weitere Zielrichtungen Untersuchung aller im Betrieb verwendeten Druckerzeugnisse für weitere Zielrichtungen. Kosten [ ] Amortisation [a] keine Die Untersuchung hat ergeben, dass die Quote der Stoffbeschaffung für Bio-Stoffe bei einem Anteil von 6% liegt. Ziele hierzu sind unter Rohstoffe erfasst. Die Untersuchung hat ergeben, dass die Quote der Papierbeschaffung an Recycling und FSC-Papier bei 95 % Anteil liegt. Ziele hierzu sind unter Rohstoffe erfasst. 212 geleast 1 erledigt Biodiversität in der Stadt - Kompensation Druckerzeugnisse Umweltverträglichere Druckerzeugnisse Materialeinsatz Umweltverträglichere Druckerfarbe Materialeinsatz umweltverträglichere Beleuchtungskörper 21 In 213 wurden 3 Bienenhotels aufgestellt. Papierverbrauch Austausch des großen Farbkopierers gegen ein Gerät, das mit Wachs arbeitet. Da auch kein Kartuschenabfall mehr, da die Wachsblöcke unverpackt in den Drucker gesetzt werden. Kein weiterer Ersatz von herkömmlichen Energiesparlampen. Umrüstung von Energiesparlampen auf LED-Technik in der Zeit zwischen 21 und 215. Vorteil: lange Lebenszeiten, nach Lebensdauer kein Sondermüll. Aufbau mehrerer Insektenhotels auf dem Betriebsgelände von MÄRKISCHES LANDBROT. Untersuchung des Aufwandes zur Kompensation der -Emissionen. Teilergebnis 21: Beleuchtung Silohalle zu 1 % ausgetauscht, Backstube zu 3 % ausgetauscht. Teilziel 211: Backstube 1 %. Teilergebnis Büros 212: 5 %. Teilergebnis Büros 213: 1 %. Außenbeleuchtung wird nur bei Ersatzbeschaffung umgestellt. Verbesserung 3 31

17 verkehr flächenbelastung eigene produkte Umweltprogramm Verkehr Jahr Einhei Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Auswahl Kraftstoffe (Be- und Auslieferung) um % 31% 35% Anschaffung eines weiteren Erdgasfahrzeuges. keine Auswahl Kraftstoffe (Be- und Auslieferung) t Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Erhöhung des Anteils an regenerativen Treibstoffen und Erdgas Verbesserg. auf Streckenleistung (Beund Auslieferung) Transportleistung Streckenleistung (Beund Auslieferung) Transportleistung LKW Reduzierung der Fahrleistungen Reduzierung der Fahrleistungen Prüfen, inwieweit die Dinkelschälung von einer näher gelegenen Mühle übernommen werden kann km % Durchführen einer Tourenbereinigung. 3% Steigerung 4% 33% 5,4% Steigerung 5,7% 6%,6% Steigerung,6% % 212 5,7% Steigerung 8,8% 54% Erhöhung des Anteils an regenerativen Treibstoffen und Erdgas Prüfen, inwieweit im Stadtverkehr Elektromobilität für Firmen-KFZ einsetzbar ist km % 22. keine verschoben auf 215 Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Strekkenanteil mit öffentl. Verkehrs mitteln Streckenleistung Transportleistung Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Strekkenanteil mit öffentl. Verkehrs mitteln Sensibilisierung zur Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades. Sensibilisierung und Vorgabe (Firmenfahrzeuge) für die Verwendung von Erdgasfahrzeugen. 4% Steigerung 4% % Reduzierung der Fahrleistungen Durchführen von Pilotprojekten zur Einführung von Elektromobilität. Sensibilisierung und Vorgabe (Firmenfahrzeuge) für die Verwendung von Erdgasfahrzeugen. Planung und Bau eines weiteren Mehlsilos und damit Verbesserung der Transportleistung. Sensibilisierung zur Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades. Schaffen eines Anreizes zur Elektromobilität kostenlose Nutzung der Solartankstelle bei MÄRKISCHES LANDBROT. Kosten [ ] Amortisation [a] Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Erdgasanteil Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Elektromobilität Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Erdgasanteil Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Elektromobilität 211 wurden 2 Erdgasfahrzeuge angeschafft. Die mit Erdgas geführte Fahrleistung konnte von 23 auf 39 % erhöht werden. Seit 211 wird die Dinkelschälung von der wesentlich näher gelegenen Mühle Kümmel geführt. Erfolgt 1. Hj. Insgesamt wurde die Streckenleistung (Be- und Auslieferung) von 297. im Jahr 21 auf 291. km im Jahr 211 gesenkt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im gleichen Zeitraum die transportierte Menge etwa um 1 % zunahm. Die Prüfung ist erfolgt. Die Kosten lägen trotz öffentlicher Fördermittel beim derzeitigen Entwicklungsstand bei Lieferfahrzeugen bei etwa dem Doppelten. Damit lässt sich das Projekt noch nicht in Angriff nehmen. Der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel bei den Mitarbeitern hat sich 211 von 3 auf 45 % der insgesamt gefahrenen Strecken erhöht. Der Anteil erdgasbetriebener Fahrzeuge hat sich 211 unwesentlich von 5,4 auf 5,7 % der insgesamt gefahrenen Strecken erhöht. Ein GF benutzt ein Elektromotorrad für den Arbeitsweg. Zu Hause und im Betrieb stehen dazu Ökostrom-Tankstellen zur Verfügung. 212 wurde ein neuer Firmenwagen mit Erdgasbetrieb gekauft. Der Anteil stieg auf 6,1 %. Der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel bei den Mitarbeitern hat sich 213 nicht verändert. Auch die mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecken blieben gleich. verschoben auf 215 Spediteure, Auslieferung ,8% Steigerung 48% 24% Austausch von 1 Diesel-LKW Erdgasfahrzeuge 1. Mitte 214 Erdgasanteil Streckenleistung Streckenleistung Reduzierung der Fahrleistungen Reduzierung der Fahrleistungen Aufgrund des gestiegenen Aufwandes bei der Auslieferung soll in 214 versucht werden, für kleinere Abnahmestellen gemeinsame Lieferorte zu finden oder auch die Belieferung Gemeinschaftsverpfleger zu sichern. Es ist zu untersuchen, inwieweit die mit den LKWs die Auslieferfahrer gefahrenen Privatkilometer zu vermeiden sind. keine Verkehr Mitarbeiter Mobilität Anschaffung eines Firmenfahrrades für einen Geschäftsführer 1. Durchführen von Pilotprojekten zur Einführung von Elektromobilität (Kauf eines Elektro-KFZ als Firmenwagen). 215,6% Steigerung 5% 733% Verkehr Mitarbeiter, Externe, Kommissionierer Elektromobilität Umweltprogramm Flächenbelastung Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] Schaffung eines Ausgleichs für versiegelte Flächen Bei evtl.anstehenden Baumaßnahmen wird darauf geachtet, dass sich die Versickerungsfläche nicht verringert. Die im Rahmen des Anbaus der neuen Heizzentrale versiegelten Flächen werden der Regenwassernutzung zugeführt, siehe unter Wasser. 211 Maßnahme geführt Schaffung eines Ausgleichs für versiegelte Flächen Bei evtl. anstehenden Baumaßnahmen wird darauf geachtet, dass sich die Versickerungsfläche nicht verringert. 214 derzeit keine Erweiterungsbauten geplant Umweltprogramm eigene Produkte Jahr Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Steigerung des Absatzes Produktionsmenge (inkl. Pankow) nachhaltiger Konsum Verbesser ung auf kg % Steigerung des Absatzes Produktionsmenge (inkl. Pankow) nachhaltiger Konsum kg % um Schaffung von Transparenz zu den positiven Umweltauswirkungen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) von MÄRKISCHES LANDBROT. Schaffung von Transparenz zu den positiven Umweltauswirkungen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) von MÄRKISCHES LANDBROT. Beeinflussungsfaktor Verbrauch Einheit Kennzahl Kosten [ ] geschätz te Amortisation [a] Die Produktionsmenge nahm in 211 gegenüber dem Vorjahr um etwa 1 % zu. Das unterstützt auch alle anderen positiven Auswirkungen der Bäckerei. Die Produktionsmenge konnte 212 auf kg erhöht werden

18 dienstleistungen organisation Steigerung des Absatzes kg % Steigerung des Absatzes Produktionsmenge (inkl. Pankow) Produktionsmenge (inkl. Pankow) nachhaltiger Konsum nachhaltiger Konsum kg % Schaffung von Transparenz zu den positiven Umweltauswirkungen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) von MÄRKISCHES LANDBROT. Schaffung von Transparenz zu den positiven Umweltauswirkungen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) von MÄRKISCHES LANDBROT. Die Produktionsmenge konnte 213 auf 2.97 t erhöht werden. Umweltprogramm Dienstleistungen Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Bevorzugung ökologischer Anbieter Beeinflussungsfaktor Verbrauch Kennzahl Sensibilisieren beim Einkauf Verbesserg, auf um 211 In den meisten Bereichen bereits realisiert. Bevorzugung ökologischer Anbieter Sensibilisieren beim Einkauf 212 Bereitstellung aller PCF unserer Brote Sensibilisieren beim Einkauf Präzisieren von Einkaufskriterien für den Bereich außerhalb des Kerngeschäftes Präzisieren von Einkaufskriterien für den Bereich außerhalb des Kerngeschäftes Fortführen der jährlichen Erfassung aller - Fußabdrücke unserer Brote und Brötchen und Veröffentlichung in der Ökobilanz und Aktualisierung der Werte auf dem interaktiven Webtool unserer Website. Kosten [ ] Amortisation [a] Papier- und Stoffbeschaffung 211 und 212 siehe Rohstoffe. Reinigungsmittel sind seit vielen Jahren fast ausschließlich ökologisch. Ein Großteil des Bürobedarfes konnte 212 in ökologischer Qualität über Fa. Memo eingekauft werden. Inzwischen haben wir auch einen Lieferanten gefunden, der unser Endlos-Durchschlagpapier als Recyclingvariante liefert. 213 PCF wurden in der Ökobilanz 213 veröffentlicht. Bereitstellung aller PCF unserer Brote Sensibilisieren beim Einkauf 214 Fortführen der jährlichen Erfassung aller - Fußabdrücke unserer Brote und Brötchen und Veröffentlichung in der Ökobilanz und Aktualisierung der Werte auf dem interaktiven Webtool unserer Website. Umweltprogramm Organisation Jahr Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Beeinflussungsfaktor Verbrauch Einheit Kennzahl Verbesserg. auf um Kosten [ ] Amortisation [a] Internetauftritt Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Besuche % Integrieren der Nachhaltigkeitssäule»Ökonomie«5. Die Nachhaltigkeitsaspekte der Ökonomie sind bis Mitte 211 eingearbeitet worden. Trotzdem sind die Internetbesuche auf gesunken. Das liegt vermutlich an der Umstrukturierung der Website (schnelleres Auffinden von Punkten) und an der Umstellung der Zählung der Besucher auf ein neues System, das sich die einzelnen Seiten besser bewerten lassen. Information der Menschen Umweltmanagement Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Umweltmanagement Umweltmanagement Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Internetauftritt in Führungen, Pers. Vorträgen Steigerung % Beibehaltung des hohen Führungsaufkommens. Umweltmanagement Abweichungen Wieder-Zertifizierung % Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Besuche % Information der Menschen Durchführen der dreijährigen Validierung des Umweltmanagementsystems die GUTcert. Untersuchung und Verbesserung der IT-basierten Verbreitung von Nachhaltigkeitsinformationen. Entwickeln einer Methodik zur Erfassung und Kommunikation von produktspezifischen Wasserfußabdrücken. Implementierung von GRI Kennzahlen in das Berichtwesen. Schaffung von mehr Transparenz weitere Inhalte auf der Website. Durchführen eines freiwilligen Zwischenaudits die GUTcert. % Die Anzahl der Führungen wurden 211 auf um etwa 1 % gesteigert. Revalidierung den externen Sachverständigen GUTcert mit Abweichungen und Beanstandungen abgeschlossen. Die Untersuchung wurde geführt und im Managementreview 211 beschrieben. Bis auf den Anteil des grauen Wassers haben wir alle Daten gesammelt. Den Themenbereich graues Wasser haben wir der HNEE als Master-Thema angeboten. Bis heute konnten wir keinen Interessenten für das Thema finden. 211 wurde ein Nachhaltigkeitsbericht, aufgebaut auf den GRI Kennzahlen Betriebsebene A, veröffentlicht. Im Ranking der Nachhaltigkeitsberichterstattung 211 future e.v. / IÖW für Unternehmen bis 25 Mitarbeiter erreichte MÄRKISCHES LANDBROT den Platz erhöhten sich die Besuche der Website gegenüber dem Vorjahr um 47 % auf Besuche. 212 erhöhten sich die Anzahl der in Neukölln und in Pankow die Betriebe geführten Besucher um 4 % auf 9.63 Personen. Das Zwischenaudit fand im Mai 212 statt und wies Abweichungen aus. in Führungen, Pers. Vorträgen Beibehaltung 8.7 % Beibehaltung des hohen Führungsaufkommens. Umweltmanagement Abweichungen Wieder-Zertifizierung Gemeinwohl- Ökonomie Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Erstellen und Veröffentlichen einer Bilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie. Die Bilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie wurde Anfang 212 erstellt und im Herbst 212 von einem externen Gutachter auditiert. MÄRKISCHES LANDBROT schnitt mit 652 Punkten von 1. Punkten sehr gut ab. Die Bilanz wurde auf der Website veröffentlicht. Information der Menschen Sensibilisierung zu nachhaltigem Konsum Verlegen eines Kochbuches mit Rezepten zur Nutzung von Altbrot. Ziel des Projektes ist, dass Konsumenten weniger Altbrot in den Müll entsorgen keine Im Januar 213 erschien das Buch»Kochen mit Brot«, welche von Tainá Guedes und Joachim Weckmann herausgegeben wurde. In allen Rezepten wird Restbrot verwendet, wo das Buch Ideen und Anregungen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung liefert. Information der Menschen in Führungen, 9.63 Pers. Vorträgen Beibehaltung 9.63 % Beibehaltung des hohen Führungsaufkommens. Internetauftritt Sensibilisierung Besuche zu nachhaltiger Unternehmensführung % Schaffung von mehr Transparenz weitere Inhalte auf der Website. 213 erhöhte sich die Anzahl der in Neukölln und in Pankow die Betriebe geführten Besucher um 15 % auf Peronen. 213 erhöhten sich die Besuche der Website gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf Besuche

19 abnormaler betriebszustand aktuelle zahlen, auszüge aus der ökobilanz 213 Im April 213 wurden in Vorbereitung zur Kalkulation die Personalstückkosten in der Backstube neu aufgenommen und den einzelnen Prozessen zugeordnet. Damit haben wir eine aktualisierte Grundlage zur Erstellung von Produktkalkulationen (Veröffentlichung LandBote April 214). Erstellen und veröffentlichen von Produktkalkulationen für Handelsware und Eigenprodukte. Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Produktkalkulationen Bis auf den Artikel des grauen Wassers haben wir alle Dateien gesammelt. Diesen Themenbereich haben wir der HNEE als Master-Thema angeboten. Bis heute konnten wir keinen Interessenten für das Thema finden. Das Thema wird weiter angeboten. Entwickeln einer Methodik zur Erfassung und Kommunikation von produktspezifischen Wasserfußabdrücken. Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Umweltmanagement 214 Rechersche und Bereistellung der Mittel 7.5 Reduzieren des weltweiten Ressourcenverbrauchs Eindämmen des Bevölkerungswachstums in Afrika den wirksamsten Hebel: Bildung von Frauen. Information der Menschen in Führungen, Pers. Vorträgen Beibehaltung % Beibehaltung des hohen Führungsaufkommens. Information der Menschen Schaffung von mehr Transparenz weitere Inhalte auf der Website. Sensibilisierung Besuche zu nachhaltiger Unternehmensführung % Internetauftritt keine Schaffung von mehr Transparenz Wiederholungs-Auditierung und Veröffentlichung der Gemeinwohl-Bilanz 213. Information der Menschen Revalidierung den externen Sachverständigen GUTcert mit Abweichungen und 1 Beanstandung abgeschlossen. % Durchführen der dreijährigen Validierung des Umweltmanagementsystems die GUTcert. Abweichungen Wieder-Zertifizierung Umweltmanagement Sensibilisierung zu nachhaltiger Unternehmensführung Umweltprogramm abnormaler Betriebszustand, Brand und Ölhavarien Jahr Einheit Ziel Maßnahmen Auswertung 213 Amortisation [a] Kosten [ ] um Verbrauch Kennzahl Beeinflussungsfaktor Verbess erg. auf Bau der neuen Heizzentrale mit Flüssiggasanschluss, Altanlage wollte die Gasag nicht versorgen, wurde verschoben auf 212 / 213. Reduzierung 211 Öl-Havarien Umstellung der Feuerung auf den Brennstoff Gas. siehe oben siehe oben Öleinsatz Öl-Havarien erledigt Kauf einer Ölschutzhaube für den Regenwassereinlauf zur Verwendung bei Tankvorgängen. Vermeidung von Verschmutzungen Die drei Thermoölkessel wurden 212 auf Erdgas umgestellt. Die Umstellung der Heizung auf Erdgas erfolgt in Öl-Havarien siehe oben siehe oben Umstellung der gesamten Feuerung auf den Brennstoff Erdgas. Reduzierung Öleinsatz Die Umstellung ist erfolgt. Der letzte Schritt war der Ersatz des alten Öl-Heizkessels zwei erdgasbefeuerte Brennwertthermen im Herbst 213. Der Heizöltank ist sachgerecht stillgelegt worden. Reduzierung Öl-Havarien Umstellung der Heizung auf den Brennstoff Erdgas. siehe oben siehe oben Öleinsatz Die vollständige Ökobilanz senden wir gerne auf Anfrage gegen eine Unkostenbeteiligung zu. Sie ist auch im Internet unter: als PDF im Download verfügbar. INPUT Roh- und Hilfsstoffe [kg] Getreide (ohne Lieferung an Mühle) / kg Mehle (Lieferung von Mühle) / kg Getreide, Fremdlieferung / kg Mehle, Fremdlieferung / kg Flocken / kg Saaten / kg Nüsse / kg Trockenfrüchte / kg Honig / kg Gewürze / kg Öle & Fette / Liter Milchprodukte / Liter Sonst. Rohwaren (seit 29 ohne Fremdlieferung Mehle) / kg Einweg-Rohstoff- Verpackungen Einwegverpackte Rohstoffe Papiersäcke à 25 kg Papiertüten (keine Gewürzverpackungen) Pappkartons Foliensäcke Kunststoffkanister Blechkanister Mehrweg-Rohstoff- Verpackungen Mehrwegverpackte Rohstoffe inkl. Getreide BigBags Edelstahltransportbehälter Sondergetreide Brotformen kontenrahmen input 36 37

20 output input OUTPUT Fertigprodukte [Stück] Brötchen Kleingebäck Müsli Cluster Handelswaren [Stück] Handelswaren Kuchen Handelswaren Imbiss Sauerteigbrot Backfermentbrote und Honig- Salz Brote Hefeteigbrote Crunchy Müsli Cluster Sonstige Handelswaren Handelswaren MÄRKISCHES LANDBROT Crunchy Betriebsstoffe Energieeinsatz Strom / kwh Energieeinsatz Heizöl / kwh Energieeinsatz Gas / kwh Energieeinsatz Holz / kwh Sondergetreide Lebensmittelwasser (ohne Pankow) / Liter Wasserinput gesamt (mit Pankow) / Liter INPUT output Abfall Abfall Organisch [kg] Abfall Nicht-Organisch [kg] Abwasser Emissionen intern [kg] Staub CO CH Abwasser (ohne Verdunstung) / Liter (ohne Pankow) SO 2 NO X Seite 1 Müsli Cluster Sonstige Handelswaren Säcke 5 kg Kleberolle Pflanzenleim Begleitpapiertaschen Polyband 5 m Gewebeband Aufkleber Etiketten Pappkartons Folienbeutel Schnittbrot Brotkisten Deckel zu Stapelkisten Hygienekisten 224 Brotseide Brottüten Brötchentüten Crunchy Einweg-Produkt- Verpackungen Stretchfolie Mehrweg-Produkt- Verpackungen Stapelkisten (Tuppen) Verkauf Verpackungsmaterial [Stück] Müsli-Crunchy-Tüten Tabelle1 Seite 1 OUTPUT Fertigprodukte [Stück] Brötchen Kleingebäck Müsli Cluster Handelswaren [Stück] Handelswaren Kuchen Handelswaren Imbiss Sauerteigbrot Backfermentbrote und Honig- Salz Brote Hefeteigbrote Crunchy 38 39

21 umweltkennzahlen Gewicht [kg] Jahr Betriebsspezifische Kennzahlen für MÄRKISCHES LANDBROT erlauben sogenannte Effizienzbetrachtungen aus einer ökologischen Perspektive. Sie drücken Verhältnisse aus und sind damit von den absoluten Zahlen, die sich aus einer rein betriebswirtschaftlichen Bilanz ergeben, deutlich zu unterscheiden. abfallquote gesamt 211 stieg die Abfallquote sprunghaft an und fiel bis 213 wieder auf ein für MÄRKISCHES LAND- BROT niedriges Niveau ab. Hauptursache für den Anstieg der Abfallmenge war der anfallende Bauabfall im Rahmen von Bauarbeiten. 21 bis 211 wurde eine neue Halle zur Nutzung für die Biokonditorei Tillmann und ein neuer Kommissionierraum für MÄRKISCHES LANDBROT gebaut. 211 wurde zwecks verbesserter Umfahrungsmöglichkeiten eine Gebäudeecke der alten Konditorei abgerundet. 213 konnte eine zweigeschossige Heizzentrale angebaut werden. Die organische Reststoffmenge im Volksmund auch Lebensmittelabfälle genannt sank seit 211 kontinuierlich. Dafür sorgte eine Optimierung der Restbrotverwertung (Röstbrotverarbeitung). 1994, , ,51,38,34, Abfallquote Gesamt,74 21,46,34,39,3, ,66,61 27,65,64,53,141 y =,14x +, ,61 212,16,14,12,1,8,6,4,39 Abfall ges. [kg] Fertigprodukte ges. [kg] Abfallquote ges. [kg Abfall / kg Fertigprodukt] Trendlinie Abfallquote Grafik: Abfallquote Ökobilanz 213 Wird die Abfallmenge in einzelne Abfallanteile zerlegt, können sie bestimmten Bereichen zugeordnet werden. Dabei handelt es sich bei dem grauen Bereich im oberen Balkensegment um die einzelnen Bauabfälle, dem mittleren rötlichen Bereich um die Hausabfälle und den unteren, grün umrandeten Balkensegmenten um die organischen Reststoffe. Bei letztgenannten handelt es sich nicht um Abfälle im eigentlichen Sinne, da sie fast vollständig weiter genutzt werden. 213,2, Abfallquote [kg Abfall / kg Fertigproduktt] Abfallanteile[kg je kg Abfall ges.] Jahr Im Wesentlichen nahmen der gesamte Wasserverbrauch und auch der Lebensmittelwasseranteil proportional der Produktionssteigerung zu. 211 wurde die Keimlingsanlage im Rahmen eines Forschungsprojektes von der lebensmitteltechnologischen Seite her optimiert. Die Optimierung betraf vor allem die Kühlung der Keimlinge mittels,2% 3,1%,6% 11,4% ,3%,5% 1,5% 9,9% 7,% 3,5% Abfallanteile am Gesamtabfallaufkommen Abfallanteile am Gesamtabfallaufkommen (von oben nach (von unten oben Bauabfälle, nach unten Hausmüll, Bauabfälle, Organische Hausmüll, Reststoffe) Organische Reststoffe),1% Wasser Anteile am Gesamtwasserbedarf 213 [%] 5,3% 12,9% 9,8% 3,7% 19,6% Sondermüll Metallschrott / ARS [kg] [kg] Bauholz / ARS [kg] Bauholz / ARS [kg] Bauschutt (rein) / ARS [kg] Bauschutt (rein) / ARS [kg] Baumischabfällt (unsortiert) / ARS [kg] Baumischabfälle Glas /BSR [kg] (unsortiert) / ARS [kg] Glas Grüner / BSR Punkt [kg] / ALBA, Kunststoffe [kg] Grüner Siedlungsabfall Punkt / ALBA, / ALBA Kunststoffe [kg] [kg] Abfall Pappe, Papier / ALBA, Remondis [kg] Siedlungsabfall / ALBA [kg] Fett und Schlamm / Geske (Abwasser) [kg] Abfall Pappe, Papier / Alba, Remondis [kg] Fett / Geske (Verbrennung, seit 23 Bio- Fett Gasherstellung) und Schlamm [kg] / Geske (Abwasser) [kg] Brot, Brötchen / Privatabholer [kg] Fett / Geske (Verbrennung, seit 23 Biogasherstellung) Mehlstaub / Mühle [kg] / Privatabholer [kg] Brot, Brötchen / Privatabholer [kg] Kompost Garten [kg] Mehlstaub Biogut / BRAL / Mühle (Tierfutter) / Privatabholer [kg] [kg] Kompost Biogut / Garten BSR (Kompost) [kg] [kg] Biogut / BRAL (Tierfutter) [kg] Biogut / BSR (Kompost) [kg] Wasser, Enthärtung wassereffizienz Teigwasser, Aroma-Anlage Kocherwasser Sauerteiganlage Keimlingswasser Spülwasser Keimlinge Gartenbewässerung, Versicherung Waschbecken Nassraum Schlauchanschlüsse Nassraum Teeküche OG Sanitärbereich OG Brauchwasser Sauerteigraum Waschbecken Werkstatt, kalt Zapfventile Hof Sanitärbereich EG Spülwasser Kiesfilter Grafik: Abfallanteile gesamt alte Museumsbäckerei Pankow,6% Grafik: Wasserschlüssel 213, (herausgezogen Lebensmittelwasser) 4 41

22 regelmäßiger und großzügiger Wasserspülungen. Nach Recherchen haben die Maßnahmen zu einem Mehrverbrauch von etwa 1.3 Kubikmeter Wasser geführt. Der enorme Verbrauchsanstieg wurde nach kurzer Zeit bemerkt und die Spülintervalle wesentlich reduziert. Die Änderungen wurden wissenschaftlich begleitet und haben nicht zu einer Verschlechterung der Keimlingsbedingungen geführt. Die aufwändigen Umbauarbeiten führten zu einer geringeren Energieeffizienz in griffen die Verbesserungen und führten dazu, dass der eine zusätzliche Heizzentrale bedingte höhere Energiebedarf organisatorische Maßnahmen und den Einsatz effizienterer Technik ausgeglichen werden konnte. Wassermenge [ l ] ,45,37,454,411,427,397,51,412 Wassereffizienz Wassereffizienz,397,54,51,48,235,445,32,445,472,398,334 y = -,7x +,4214,6,5,467,4,3,2,1, Wassereffizienz [l Lebensmittelwasser / l Wasserinput],3% 3,8% 1,% 3,5% 21,4% 7,9% 2,% 4,3% Strom Anteile am Gesamtstrombedarf 213 [%] 29,% 2,1% zentrale Lüftungsanlage Getreideverarbeitung Kocher Kneter, Sauerteiganlagen Kompressor, Kühlung Wasseraufbereitung Backöfen Heizung Lager, Werkstatt Halle III Bürobereich Beleuchtung Hallen I-II, Anbau Außenbeleuchtung, Sanitär Jahr ,8% Lebensmittelwasser [ l ] Wasserinput ges. [ l ] Wassereffizienz [l Lebensmittelwasser / l Wasserinput gesamt] Trendlinie Wassereffizienz 2,% 13,8% Grafik: Stromschlüssel 213 (herausgezogen Anteil Backöfen) Grafik: Wassereffizienz Ökobilanz 213 energieeffizienz Der Umzug des Mieters BiG-BioDiscount für Naturkost GbR im März 211 in die Lahnstraße in Neukölln ermöglichte es uns, unsere Betriebsflächen um eine Halle zu erweitern. Um die Fläche von 6 Quadratmetern sinnvoll zu verplanen, wurde ein 1-Jahres-Entwicklungsplan für die Produktionstechnik aufgestellt. Im Ergebnis beschlossen wir, die Kommissionierung und das Lager in die neuen Räume zu erweitern, um zur Backstube hin mehr Platz zu gewinnen. Das führte auch dazu, dass der dort anfallende Energiebedarf der neuen Halle (Wärme und Strom) zusätzlich gedeckt werden muss. Ein Ergebnis der Dekadenplanung war auch die Notwendigkeit zum Anbau eines Gebäudes im Hof, in dem zusätzliche Backöfen untergebracht werden können. Bereits Ende 211 wurden in einem ersten Bauabschnitt des Gebäudes drei neue Stikkenöfen installiert und in Betrieb genommen. Der für die Öfen neu installierte Thermoölkessel wurde vorübergehend mit Flüssiggas betrieben. In diesem Zuge wurden neben dem bereits bestehenden 6. Liter Pufferspeicher ein weiterer mit 2. Liter gebaut. Ende 212 wurden alle Thermoölkessel auf Erdgas umgestellt. 213 wurde der alte ölbefeuerte 24 Kilowatt Niedertemperaturkessel eine Erdgas-Brennwertkaskade von 2 x 5 Kilowatt ersetzt. 13,%,1% 3,6% 3,3% 3,4% Wärme Anteile am Gesamtwärmebedarf 213 [%] 15,4% 15,4% Thermoölkessel I (25 kw) Thermoölkessel II (25 kw) Thermoölkessel III (5 kw) Heizung Warmwasser Holzbackofen mobiler Holzbackofen Holzbackofen Museumbäckerei Pankow Beide alte und der neue Thermoölkessel wurden in diesem Zuge mit neuen Wärmerückgewinnungen ausgestattet. Außerdem erhielten die neuen drei Stikkenöfen und die beiden alten Etagenöfen neue Wrasen-Wärmerückgewinnungs-Anlagen. 45,7% Die Umstellung auf LED-Beleuchtung im gesamten Gebäude konnte in 213 fast abgeschlossen werden. Grafik: Wärmeschlüssel 213 (herausgezogen Anteil Warmwasser und Heizung) 42 43

23 Menge [kwh bzw. kg] Rohstoffe [kg] Jahr ,592 1,398 1,43 1, , , Energieeinsatz [kwh] verpackungseffizienz,757 1, Verpackungseffizienz angelieferte Rohstoffe angelieferte Rohstoffe,856 1,418 1, ,246 Energieeffizienz [kg Fertigprodkte / kwh],86 Energieeffizienz Energieeffizienz 22 1,372 1,2 23 y =,84x +,7342 1,196,862,819 1,369 1,119,85 1,122,989 1,4,715 1,153,816 1,13,998 y = -,281x + 1,5615, Jahr Rohstoffe, einwegverpackt [kg] Rohstoffe, mehrwegverpackt [kg] Verpackungseffizienz [kg mehrwegverpackte Rohstoffe / kg Rohstoffe gesamt] Trendlinie Verpackungseffizienz Fertigprodukte ges. [kg] 21 Trendlinie Energieeffizienz ,8 1,6 1,4 1,2 1,83 1,,8,6,4,2, 1,,9,8,7,6,5,4,3,2,1, Energieeffizienz [kg Fertigprodukte / kwh] Grafik: Energieeffizienz Ökobilanz und 213 ist die Getreidemenge zurückgegangen, der Mehlbezug und der Bedarf an den übrigen Rohstoffen gestiegen. Da Mehl bisher nur zum Teil in Silos gelagert werden kann, hat sich die Effizienz verschlechtert. Mittelfristig ist der Bau eines weiteren Mehlsilos geplant, sodass nahezu das gesamte, von der Mühle Wolter in Lohnarbeit vermahlene Getreide, ohne Säcke angeliefert werden kann. Verpackungseffizienz [kg mehrwegverpackte Rohstoffe / kg Rohstoffe gesamt] Grafik: Verpackungseffizienz Ökobilanz 213 Flächen [m²] versiegelte Fläche o. Versickerung versiegelte Fläche mit Regenwasserversickerung überbaute Fläche (biologische Vielfalt) davon an Entwässerung angeschl. davon nicht an Entwässerung angeschl. Zufahrt Grünfläche Regenwassersammelfläche Summe Gesamtfläche (Grundstücksfläche m²) biologische vielfalt Mit der zweiten Revision der EMAS-Verordnung 29 wurde der Flächenverbrauch in bebauter Fläche (Quadratmeter) zum Kernindikator für Biologische Vielfalt erklärt. Dieser Wert wird in obiger Tabelle»Bodenbestand und Biologische Vielfalt«als überbaute Fläche seit 1994 in der Ökobilanz von MÄRKISCHES LANDBROT abgebildet. Der Schwerpunkt der von MÄRKISCHES LANDBROT erzielten Biodiversitäts-Performance liegt allerdings nicht in diesem Wert, sondern in der Verwendung von Rohstoffen ausschließlich aus ökologischem Landbau. Damit ist biologische Vielfalt in der Kernwertschöpfung von MÄRKISCHES LAND- BROT verankert. So führt die kontrolliert biologisch-dynamische Landwirtschaft ihre Maßnahmen zu positiven Umweltauswirkungen: Fruchtfolge eine altbewährte Methode, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten (außerdem haben Krankheiten und Schädlinge da weniger Chancen, sich zu verbreiten), Humuswirtschaft erhält die Bodengesundheit (dazu gehören Bodenlockerung und Gründüngung. Ansonsten bildet das aus dem eigenen Betrieb stammende organische Material die Grundlage der weiteren Anreicherung mit Humus), Stärkung der pflanzeneigenen Abwehrkräfte ein zentraler Punkt beim biologischen Pflanzenschutz (Grundprinzip ist die Vorbeugung gegen Krankheiten. Dabei hilft das Wissen über günstige Pflanzen-Nachbarschaften, richtige Saatzeitpunkte, Standort- und Sortenwahl u.s.w.), Unkrautregulierung ohne Chemie gelingt Fruchtfolge und Bodenbedeckung (z.b. mit Stroh) oder auch Eggen und Hacken, Artgerechte (wesensgemäße) Tierhaltung Tieren ist ausreichend Luft, Platz und gutes Futter zur Verfügung zu stellen, Bewegung in Form von Weidegängen und Natursprung zu ermöglichen, Geschlossene Wirtschafts- und Nährstoffkreisläufe sind das Ziel der biologische Landbau unterliegt einer ganzheitlichen Betrachtungsweise: das Zusammenspiel von Bodenverhältnissen, Pflanzen, Gestirnen, Tieren und Menschen ist wichtig (angestrebt wird ein möglichst geschlossener Kreislauf zwischen den einzelnen Produktionsschritten. Der Demeter-Bauer setzt z.b. keinen chemisch-synthetischen Stickstoffdünger ein, sondern macht sich stattdessen die günstigen Eigenschaften verschiedener Pflanzenfamilien wie die der Leguminosen zur Bodenverbesserung und Gründüngung zu Nutze biodiversität 44 45

24 Die Leguminosen werden wiederum als Futterpflanze für die Tiere verwendet und deren Exkremente neben pflanzlichem Kompost als Hofdünger auf die Felder gebracht). Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäß dem Übereinkommen über biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity CBD) die Vielfalt der Arten auf der Erde, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt von Ökosystemen. Biodiversität ist ein wesentlicher positiver Umweltaspekt von MÄRKISCHES LANDBROT. Er zeigt sich : MÄRKISCHES LANDBROT lässt von den Brandenburger Demeter-Bauern alte Getreidesorten wie Dinkel, Bergroggen und Champagnerroggen anbauen. Alte Getreidesorten gelten als ursprünglich und unverfälscht und sind somit ernährungsphysiologisch wertvoll. Der Bergroggen, eine langstrohige alte Wildroggensorte, die gut für die sandigen Böden Brandenburgs geeignet ist, wird vom Ökodorf Brodowin angebaut und bei MÄRKISCHES LANDBROT im Bergroggen- und Brodowiner Brot verarbeitet. Der Champagnerroggen, desses Saatgut vom Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (VERN e.v.) zur Verfügung gestellt wurde, ist ebenfalls als anspruchslose Roggensorte bekannt, die sich gerade auf den hiesigen Sandböden gut entwickelt und zudem mit dem geringen Wasserangebot zurechtkommt. Charakteristisch ist sein bis zu zwei Meter hoher Wuchs und die eher helleren Körner, die bei MÄRKISCHES LANDBROT jährlich für etwa sechs bis neun Wochen in allen Roggensorten verbacken werden. Wir unterstützen zudem die biologisch-dynamische Saatgutzüchtung. Bisher muss der Ökolandbau meistens auf Getreidesorten zurückgreifen, die für den konventionellen Anbau gezüchtet und an die Bedürfnisse des ökologischen Landbaus nicht angepasst sind. Die Brotbäckerei demeter will die Entwicklung von Sorten unterstützen, die auch ohne Kunstdünger und Pestizide stabile Ernten garantieren und Alternativen zur üblichen Hybridzucht fördern. Lichtkornroggen ist eine solche biologisch-dynamische Neuzüchtung des Züchters Karl-Josef Müller aus Darzau. Der Lichtkornroggen wurde in Brodowin, Kuhhorst und auf dem WaldPferde- Hof zur Ernte 213 angebaut. Die ebenfalls von Karl-Josef-Müller entwickelte Gerstensorte Pirona wurde unmittelbar nach Zulassung bereits erfolgreich zur Ernte 213 auf dem WaldPferdeHof in der Märkischen Schweiz angebaut. Im Rahmen des Projektes»Wertschöpfungskettenübergreifende Etablierung von Getreidesorten aus biologisch-dynamischer Züchtung in der Praxis«vom Forschungsring e.v. und Demeter e.v. werden an diversen Standorten bundesweit Sortenversuche zur Ernte 214 und 215 geführt. In Brandenburg wird unter Anderen der Anbau des Roggens»Firmament«getestet. Die biologisch-dynamische Bewirtschaftung der Ackerflächen, die die Biodiversität generell in mehreren Aspekten stützt: Vielzahl an Arten in einem Ökosystem (Arten-Diversität) Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen (Ökosystem-Diversität) Vielfalt realisierter ökologischer Funktionen und Prozesse im Ökosystem wie zum Beispiel Stoffabbau-Kapazitäten (Funktionale-Diversität) Und der Verzehr von gesunden Backwaren aus biologischen Rohstoffen führt zu den Umweltaspekten: Vollkornprodukte aus biologisch angebautem Getreide sind besonders umweltfreundlich hergestellt und sind nährstoffreich, das volle Korn ist reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien wie z.b. Magnesium und wertvollen Spurenelementen wie z.b. Eisen und Zink, die komplexen Kohlenhydrate des Getreides haben einen günstigen Einfluss auf den Blutzucker und die Hunger-Sättigungskurve und beugen somit Übergewicht vor, der hohe Anteil an Ballaststoffen bewirkt eine bessere Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe und verhindert Darmerkrankungen, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren des Keimlings sind lebensnotwendig und nur in Mehlen vorhanden, die vor dem Backen frisch vermahlen werden, Vollkornprodukte enthalten besonders viele wertvolle B-Vitamine, die unter anderem für ein intaktes Nervensystem wichtig sind, eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder Ei, kann ebenso hochwertiges Eiweiß liefern wie ein Stück Fleisch! Die verwendeten Rohstoffe und die Produktionsform liefern wichtige positive Umweltleistungen. Die auf dieser Grundlage hergestellten Produkte sind hochwertige gesunde Lebensmittel. Zur weiteren Umweltentlastung trägt auch die Betreiber-Nutzer-Gemeinschaft zwischen MÄRKI- SCHES LANDBROT GmbH, der Biokonditorei Tillmann und der Vereinigung für Jugendhilfe e.v. bei. Dokumentiert wird die Biodiversitäts-Performance von MÄRKISCHES LANDBROT mithilfe des Indikators Anbauflächen im Umweltprogramm (Rohstoffe). LichtBlick LichtBLick Strommix Strommix LichtBlick-Strom (Geschäftskunden) LichtBlick-Strom (Gesamt) Bundesschnitt erneuerbare Energien (nicht gefördert nach Erneuerbare-Energien-Gesetz) an erneuerbaren Energien (gefördert nach Erneuerbare-Energien-Gesetz) Atomkraft schadstoffausstoss emissionen betriebsintern Mit dem Umzug der Betreiber-Nutzer-Gesellschaft (BNG) in die Bergiusstraße Ende 1993 und den in diesem Zusammenhang geführten Maßnahmen (Zahlen beziehen sich auf die gesamte BNG ohne die energie- und emissionsoptimierte Verkehrsabwicklung) sank der Primärenergiebedarf von 2.76 auf MWh/a. Damit sank der Ausstoß von CO2 innerhalb von zwei Jahren von auf 598 Tonnen CO2e/a entsprechend um 58 Prozent. Die im Folgenden dargestellten Zeitreihen beginnen 1994 und beziehen sich damit bereits auf ein energetisches Niveau, das auf damalige Verhältnisse bezogen weit über dem Standard lag. Die Emissionsbestandteile folgen im Wesentlichen dem Verlauf des Energiebedarfes. Ende 21 wurde MÄRKISCHES LANDBROT der erste Gewerbekunde von LichtBlick in Berlin. Damit reduzierten sich die Emissionen erheblich. fossile und sonstige Energieträger Grafik: LichtBlick Strommix im Vergleich zum Bundesschnitt 46 47

25 Menge [kg] ,351,341,354 Emissionsquote CO2e, 2 betriebsintern,39,293,356,339,354 y = -,11x +,3616,181,212,217,183,225,221,2,218,193,177,211,4,35,3,25,2,167,15,1,5, Emissionsquote intern [kg CO2 / kg Fertigprodukt] Menge [kg] ,351,354,341,39 Emissionsquote CO2e, 2 betriebsintern unter (unter Berücksichtigung des des Waldaufforstungsprojektes),293,356,339,354,212,181,217,195,171,153,19 y = -,214x +,4252,18,4,35,3,25,2,15,1,5,,,24 -,36 -,13 -,5 Emissionsquote intern [kg CO2 / kg Fertigprodukt] Jahr Emissionen CO2e, betriebsintern [kg] Fertigprodukte ges. [kg] Emissionsquote, betriebsintern [kg CO2e-Emissionen / kg Fertigprodukte] Trendlinie Emissionsquote intern Jahr Emissionen CO2e, betriebsintern unter Berücksichtigung Kompensationspflanzung [kg] Fertigprodukte ges. [kg] Emissionsquote, intern [kg CO2e-Emissionen / kg Fertigprodukte] Trendlinie Emissionsquote intern Grafik: Emissionsquote e betriebsintern Ökobilanz 213 Grafik: Emissionsquote e betriebsintern unter Berücksichtigung des Waldaufforstungsprojektes / Ökobilanz 213 Zwischen 212 und 213 wurden Backöfen und Heizung komplett auf Erdgas umgestellt. Seit der Umstellung auf Ökostrom Ende 21 schwankt die Emissionquote bis heute auf einem ähnlichen Niveau. Deutlich lässt sich die Entwicklung an der positiven Trendlinie ablesen. Die Emissionsquote betriebsinterner Emissionen lag 213 bei 167 Gramm e je Kilogramm Fertigprodukt (ohne Berücksichtigung der Kompensation Aufforstungsflächen). Anders als beim PCF-Projekt (siehe sind hier keine auf den Vertrieb von Handelswaren bezogenen Anteile (wie z.b. allgemeiner Strom- und Heizenergiebedarf) herausgerechnet worden. Das ist der niedrigste Wert seit emissionen betriebsintern unter berücksichtigung der kompensation urwaldaufforstung Zusätzlich zur Umstellung auf Ökostrom und Erdgas wirken sich hier auch die Einschätzungen der Kompensationsleistungen der Urwaldpflanzung PrimaKlima-weltweit e.v. aus. So wurde die Kompensationsleistung 25 mit 5. Kilogramm angegeben und 28 auf 188. und erneut 21 auf 376. Kilogramm nach oben korrigiert. Deutlich lässt sich die Entwicklung an der Trendlinie ablesen. Die Emmissionsquote betriebsinterner Emissionen unter Einbeziehung der Urwaldaufforstungen lag 213 bei 13 Gramm e je Kilogramm Fertigprodukt. Seit der vollständigen Umstellung auf Erdgas sind wir wieder wie bereits in den Jahren 21 und 211 e-neutral. Das bedeutet, dass die die Produktion im Betrieb entstehenden Emissionen im Durchschnitt kompensiert sind. emissionen verkehrsbedingt Seit 24 werden auch die betriebinduzierten verkehrsbedingten Umwelteinwirkungen in die Bilanz einbezogen. Dabei handelt es sich um die Arbeitswege der Mitarbeiter mit dem PKW, die Auslieferung und Lieferung der Produkte und Rohstoffe (mit der externe Speditionen beauftragt sind) sowie des Verkehrs sonstige externe Personen (wie Kommisionierer, Handwerker, Berater usw.). Verkehr Baumaßnahmen wurden nicht berücksichtigt. Der Trend zeigt bis 211 eine positive und seitdem negative Tendenz. Dabei entwickelten sich die Verkehrsemissionen Mitarbeiter und Externe analog der steigenden Mitarbeiteranzahl (untere beiden Balkensegmente). Besondere Abweichungen seit 211 lassen sich folgendermaßen beschreiben: 211 waren in der Auslieferung vier und 212 waren sechs Erdgasfahrzeuge im Einsatz. Ende 212 fand eine Tourenbereinigung statt. Aufgrund des gestiegenen (auch ökologischen) Aufwandes bei der Auslieferung versuchen wir seit Ende 213 für kleinere Abnahmestellen (z.b. Kitas) gemeinsame Lieferorte zu finden oder auch die Belieferung Gemeinschaftsverpfleger zu sichern. Auch ist zu untersuchen, inwieweit die mit den LKW die Auslieferfahrer gefahrenen Privatkilometer zu vermeiden sind

26 CO2e-Emissionen [kg/a] Jahr neutralität aufforstung CO2e-Emissionen 2 Verkehr Verkehr Mitarbeiter Betrieb [kg CO2e] Externe / PKW [kg CO2e] Auslieferung [kg CO2e] Kommissionierer [kg CO2e] Lieferanten [kg CO2e] Spediteure (Getreide, Mehl) [kg CO2e] Grafik: Anteile der -Emissionen Verkehr / Ökobilanz 213 Niemals in den zurückliegenden 4. Jahren ist das über längere Zeiträume aus variierende -Konzentrationsniveau so schnell angestiegen wie in den letzten Jahrzehnten. Noch nie seit 4. Jahren war die e-konzentration in der Luft so hoch wie heute. Um einen Teil der e-emissionen zu kompensieren, die trotz aller Optimierungsansätze verbleiben, arbeitet MÄRKISCHES LANDBROT seit 25 mit der Organisation PrimaKlima-weltweit e.v. zusammen. Wir ließen auf Madagaskar in Maromizaha einen Drachenbaum-Regenwald aufforsten. 4 Hektar (4. Qadratmeter) wurden bepflanzt. In 212 wurde uns von dem Verein mitgeteilt, dass er für den Erfolg des Projektes nicht länger garantieren kann. Infolge einer eingesetzten militärischen Übergangsregierung auf Madagaskar konnte der Objektpartner die Pflege und den Schutz vor Ort langfristig nicht sicherstellen MÄRKISCHES LANDBROT folgte darum der Empfehlung von PrimaKlima-weltweit e.v. und beteiligte sich an einem Aufforstungsprojekt auf Borneo, dem INFAPRO rainforest rehabilitation project in Sabah. Das Gebiet gehört zum bedrohten Lebensraum von zehn Primatenarten, darunter dem Orang Utan. Mit dem Projekt werden der lokalen Bevölkerung Arbeitsplätze im Bereich der Aufzucht von Pflänzlingen, der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und Ökotourismus sowie der Forschung ermöglicht. Mit unserer Beteiligung am Borneo Projekt wird ein Drittel der e-emissionen von MÄRKI- SCHES LANDBROT ausgeglichen, die restlichen zwei Drittel werden ohne Projektzuordnung das allgemeine PrimaKlima-Projektportfolio abgedeckt. Die MÄRKISCHES LANDBROT auf 37,6 Hektar (die zu 4,3 Hektar fehlenden Flächen kompensieren die privaten Emissionen der Geschäftsführer Joachim Weckmann und Christoph Deinert) vertraglich zugesicherte C-Bindung von 1 Tonnen pro Hektar und Jahr ist so gesichert (11.28 Tonnen gesamt bzw. 376 Tonnen jährlich). gesamtemissionen märkisches landbrot 28 untersuchten wir gemeinsam mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde die ökologischen Auswirkungen des biologisch-dynamischen Landbaus auf das Sonnenblumenbrot von MÄRKISCHES LANDBROT. Dabei flossen in die Berechnung die Anbauverfahren und Erntemengen der Landwirte ein, von denen das Getreide geliefert wurde. Ebenfalls flossen die Emissionen der Vorfruchtfolge der ökologischen Landwirtschaft ein. Das Ergebnis dieser Berechnung war auch eine Abschätzung der landwirtschaftlichen Emissionen für 27. Um den Kurvenverlauf besser sehen zu können, wurde dieser Wert mangels geeigneter Datengrundlagen auch den Vorjahren unterlegt. Seit 28 werden die landwirtschaftlichen Emissionen genauer erfasst (siehe folgender Abschnitt). Die Wetterkapriolen in 211 machten den Landwirten und Bäckern zu schaffen. Erst die Trockenheits- und Hitzerekorde im Frühjahr und dann ließ der verregnete Sommer die Ernte»ins Wasser fallen«. Nur die Landwirte, die über nachträgliche Trocknungsmöglichkeiten verfügten, konnten große Teile der Ernte retten. Da witterungsbedingt geringere Erntemengen nicht zu einem geringeren Geräteeinsatz auf dem Feld führen, stieg der auf die Getreidemenge bezogene Energieaufwand drastisch an. 213 wurden unter Berücksichtigung der Kompensation Aufforstungsflächen je Kilogramm Brot inklusive des verursachten Verkehrsaufkommens sowie der Landwirtschaft 329 Gramm e freigesetzt. Davon entfielen 72 Prozent auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Emissionen [g CO2e je kg Brot] spezifische Emissionen je kg hergestellten Brotes (unter (unter Berücksichtigung Berücksichtigung der Kompensation des Kompensation Aufforstung) Aufforstung) spezifische Emission je kg hergestellten Brotes Transport zur Verkaufsstätte [g CO2e / kg Brot] Transport zur Produktionsstätte [g CO2e / kg Brot] Jahr Produktionsstätte inkl. Verkehr Mitarbeiter [g CO2e / kg Brot] biologische Landwirtschaft [g CO2e / kg Brot] Grafik: Spezifische Emissionen je Kilogramm hergestellten Brotes 5 51

27 product carbon footprint bei märkisches landbrot Um aus diesen Daten einen Product Carbon Footprint (PCF) oder e-fußabdruck der Produkte zu entwickeln, wurde das schnittliche Einkaufs- und Konsumverhalten des Kunden sowie die Verpackungsbilanz abgeschätzt und als Emissionswert ausgedrückt auf die jeweilige Emissionssäule aufgesattelt. Die Entwicklung der Methodik wurde Ende 29 von MÄRKISCHES LANDBROT im Rahmen eines Pilotprojektes abgeschlossen und ist seit März 21 auf der Website als interaktives Berechnungstool für Kunden und Interessierte abrufbar. Die PCF-Berechnung wurde erstmalig für das Jahr 28 erstellt. Die Werte vor 28 konnten in dem Umfang der Berechnungsmethode nicht nachträglich erhoben werden und sind vor allem für die Produktion nicht ganz vergleichbar. Die Werte für den Verkehr sind der Berechnungsmethode auch rückwirkend angepasst worden. Das Konsumverhalten ist als ein fester Betrag auf alle Jahre aufgesetzt worden (Kundenumfrage 29). Der PCF betrachtet alle klimarelevanten Gase, die auf dem Weg von der Erzeugung der Rohstoffe, bei deren Weiterverarbeitung sowie der Nutzung den Konsumenten bis hin zur Entsorgung der Verpackung und des Produktes entstehen. Die für die Produkte von MÄRKISCHES LANDBROT erstellten PCF betrachten die Bereiche Rohstoffe bzw. Landwirtschaft (Getreide und Zutaten), Verarbeitung bzw. Produktion (Mühle und Bäckerei), Distrubition bzw. Verkehr (Rohstoffanlieferung und Brotauslieferung) und Gebrauch bzw. Konsumverhalten des Endverbrauchers einschließlich der Entsorgung. In die Berechnung gehen somit viele unterschiedliche Werte ein. Wie zu erwarten war, ist der Energieverbrauch von freigeschobenen bei den Kunden sehr beliebten Broten wesentlich höher, als bei den Broten die im Stikkenofen gebacken werden. Dies erklärt sich leicht: Um freigeschobene Brote in den Backofen zu bringen, muss die Ofenklappe geöffnet und die gesamte Heizplatte herausgezogen werden, damit die Brotteige einzeln auf der Herdfläche abgelegt werden können. Erst wenn alle Brote abgelegt sind, kann die Herdplatte wieder in den Ofen geschoben und die Klappe geschlossen werden. Der Energieaufwand bei der Entnahme der Brote ist entsprechend. Insgesamt ergeben sich da Öffnungszeiten der einzelnen heißen Öfen von circa 2 Minuten für jeden Backvorgang und damit entsprechende Energieverluste austretende Wärme. Im Gegensatz dazu wird in einen Stikkenofen ein vorher mit Backformen gefüllter Stikkenwagen komplett herein- bzw. herausgefahren. Hier ergeben sich kurze Öffnungszeiten des Ofens und damit geringe Energieverluste. Die unternehmerische Gesamtentwicklung können diese Werte nicht aufzeigen. Hier ist es sinnvoll einen mittleren PCF aller Produkte zu bilden, bei dessen Ermittlung eine Gewichtung einzelner PCF Berücksichtigung der real verkauften Produktmengen vorgenommen wird (seit 28 implementiert). mittlerer Product Carbon Footprint (unter (unter der den Verkaufsmengen einzelner einzelner Produkte) Produkte) mittlerer Product Carbon Footprint Abbildung: PCF-Berechnung des persönlichen Konsumverhatlens am Beispiel des Roggenbrotes MÄRKISCHES LANDBROT möchte die PCF gemeinsam mit den Kunden senken. Dazu wird die Kundenumfrage in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. So wird es auch möglich, die Änderungen im Konsumverhalten grafisch zu verfolgen. Emissionen [g CO2e je kg Backware] Der mittlere PCF von Brot und Brötchen liegt derzeit bei 896 Gramm e pro Kilogramm. Davon entfallen 63 Prozent unmittelbar auf den Konsumenten. Beachte: Dieser Wert ist nicht ohne weiteres mit der vorangegangenen Grafik zu vergleichen, die sich direkt aus den für das gesamte Unternehmen generierten Ökobilanzdaten ergeben. Die einzelnen PCF und damit auch der mittlere PCF dagegen wurden in Anlehnung an die PAS 25 (specification for the assessment of the life cycle greenhouse gas emissions of goods and services) errechnet. Die wesentlichen Unterschiede der beiden Berechnungsverfahren liegen darin, dass der auf die Handelswaren entfallende Emissionsanteil aus dem PCF herausgerechnet wird und nach PAS 25 nur die Emissionen der Lieferanten und nicht die der Mitarbeiter des Unternehmens berücksichtigt werden. Der PCF ist damit niedriger, und weist seit 21 aufgrund einer Überkompensation das Urwaldaufforstungsprojekt im Mittel bereits einen negativen Wert für die Mühle und Bäckerei (gelbes Balkensegment) aus Jahr ökologische Landwirtschaft [g CO2e / kg Produkt] Zutaten [g CO2e / kg Produkt] Produktion [g CO2e / kg Produkt] Verkehr [g CO2e / kg Produkt] Konsumverhalten [g CO2e / kg Produkt] Grafik: Mittlerer Product Carbon Footprint 52 53

28 umwelterklärung Diese Umwelterklärung wurde von der MÄRKISCHES LANDBROT GmbH am Standort Bergiusstraße 36 in 1257 Berlin-Neukölln verabschiedet und vom zugelassenen Umweltgutachter, Herrn Prof. Dr. Jan Uwe Lieback, für gültig erklärt. Wir führen jährlich umfassend interne Umweltaudits und stellen dabei sicher, dass in einem Jahreszyklus jeder Bereich mindestens einmal auditiert wird. Zusammen mit dem aktualisierten Verzeichnis der relevanten Umweltauswirkungen und den Daten und Fakten des letzten Jahres sind die Auditberichte Grundlage einer Managementbewertung und der Fortschreibung unseres Umweltprogramms. Daraus erstellen wir jährlich eine aktualisierte Umwelterklärung in Form der Ökobilanz. Eine erneute konsolidierte Umwelterklärung werden wir in drei Jahren vorlegen, unabhängige Umweltgutachter für gültig erklären lassen und veröffentlichen. Berlin, den 14. Juli 214 Christoph Deinert Geschäftsführer Joachim Weckmann Geschäftsführer/Vorstand ansprechpartner MÄRKISCHES LANDBROT unterstützt die Verbreitung der gewonnenen Erfahrungen aus den geführten Umweltschutzaktivitäten. Für Informationen stehen Ihnen Christoph Deinert und Joachim Weckmann gerne zur Verfügung. Bereich Unternehmenspolitik Joachim Weckmann Tel Fax Bereich Organisation und Umweltmanagement Christoph Deinert Tel Fax Die nachfolgende Formulierung ist eine feststehende Erklärung der Umweltgutachter. gültigkeitserklärung Der unterzeichnende EMAS Umweltgutachter Prof. Dr. Jan Uwe Lieback mit der Registrierungsnummer DE-V-26, akkreditiert und zugelassen für den Bereich 1.71»Herstellung von Backwaren (ohne Dauerbackwaren)«, bestätigt, begutachtet zu haben, dass die Standorte in Bergiusstraße 36, 1257 Berlin und Wollankstraße 13, Berlin der MÄRKISCHES LANDBROT GmbH, mit der Registrierungsnummer DE-17-1, alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/29 des Europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) erfüllen. Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass: die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/29 geführt wurden, das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Belege für die Nichteinhaltung der geltenden Umweltvorschriften vorliegen und die Daten und Angaben der Umwelterklärung ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues Bild sämtlicher Tätigkeiten der Organisation geben. Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-Registrierung kann nur eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/29 erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrichtung der Öffentlichkeit verwendet werden. Berlin, den 214 Herausgeber MÄRKISCHES LANDBROT GmbH Bergiusstraße Berlin Tel Fax impressum Konzept und Verantwortung Christoph Deinert Dr.-Ing. Jan Uwe Lieback Umweltgutachter DE-V-26 GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbh Umweltgutachter DE-V-213 Eichenstraße 3 b Berlin Bearbeitung Christoph Deinert Grafikdesign Annedore Schmidt Drucklegung im Juli 214, MÄRKISCHES LANDBROT 54 55

29 Auf der Terra Hausmesse 212. Von links: Antonia Gruhn (Schulungen), Nico Mam (Verkauf), Peter Steinhoff (Backstubenleitung), Uli Schmidt (Verkauf & Logistik), Sabine Jansen (Außendienst), Christoph Deinert (Geschäftführung) Es gibt immer einen Anfang für das Bessere. 29 DE-ÖKO 1