Sichere Authentifizierung SSO, Password Management, Biometrie Dr. Horst Walther, KCP

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1 Sichere Authentifizierung SSO, Password Management, Biometrie Dr. Horst Walther, KCP

2 Single Sign-On, Password Management, Biometrie Single Sign-On: Anmeldung an mehreren Anwendungen mit einer Authentifizierung Teilweise unterschieden in: Single Sign-On: Eine Authentifizierung für alle Anwendungen Reduced Sign-On: Umsetzung nur für einen Teil der Anwendungen Password Management: Management von Kennwörtern Synchronisation, Reset, Self-Service Biometrie: Einsatz biometrischer Verfahren im Rahmen der Authentifizierung Seite 2

3 Identity Management-Markt: Boom-Thema Single Sign-On 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% Keine Investitionen Optimierungen im laufenden Betrieb Wesentliche Erweiterungen Produktwechsel Einführung 0% Verzeichnisdienste Meta Directory-Dienste Identity Provisioning Virtual Directories Identity Federation Web Access Management Single Sign-On Starke Authentifizierung PKI Delegierte Administration Mainframe Access Management Auditing Rollenmanagement Seite 3

4 Identity Management Markt: Single Sign-On-Ansätze 30,0% 25,0% 20,0% 15,0% 10,0% Strategische Lösung Einsatz in Teilbereichen Einsatz geplant 5,0% 0,0% Serverbasierende Lösungen Clientbasierende Lösungen Kerberos X.509 Web Single Sign-On Federation Seite 4

5 Die IT im Wandel: Business-Treiber für SSO Prozesse flexibilisieren Optimierte Öffnung zum Kunden SSO? Interne Kontrollen optimieren Revisionssicherheit optimieren Abgrenzung ( chinese walls ) SSO? SSO! IT-Strategie SSO! Kosten senken durch Automatisierung Kostenkontrolle durch Transparenz Anwenderproduktivität erhöhen Administrationsprozesse verbessern SSO? Seite 5

6 Von der IT zum Business: Werte schaffen Business Need Wert Reife Cost Containment Operational Efficiency proaktiv Wettbewerbsvorteile erzielen Compliance Security verbessern SSO! Business-Support Kosten Seite 6 Reaktiv, Strafen vermeiden Wert

7 Identity Management-Markt: Die Treiber 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% Unwichtig Weniger wichtig Sehr wichtig 10% 0% Umsetzung neuer Business- Anforderungen Gesicherte Systemadministration Einfachere Systemadministration Compliance Höhere Sicherheit Mehr Komfort für Benutzer Kosteneinsparungen Kostentransparenz Seite 7

8 Single Sign-On: Die konkreten Treiber Benutzer müssen sich zu viele Kombination von Benutzernamen und Kennwörter (Credentials) merken Sicherheitsrisiken durch unsichere Aufbewahrung von Kennwörtern Akzeptanzprobleme für neue Anwendungen ( schon wieder eine neue Anmeldung ) Helpdesk-Kosten Einführung von starker Authentifizierung Einheitliche, starke Mechanismen Absicherung von sensitiven Anwendungen Kosten der starken Authentifizierung Seite 8

9 Identity Management Markt: Starke Authentifizierung 35,0% 30,0% 25,0% 20,0% 15,0% Strategische Lösung Einsatz in Teilbereichen Einsatz geplant 10,0% 5,0% 0,0% Komplexe Kennwörter Einmal-Kennwörter Smartcards mit digitalen Zertifikaten Biometrische Verfahren Seite 9

10 Nutzenfaktoren: SSO bringt Mehrwert Quantitativ 1 Administrative Kosten im Helpdesk 2 Integrationskosten von Anwendungen Qualitativ 1 Mehr Komfort für Anwender 2 Höhere Akzeptanz für neue (und alte) Anwendungen 3 Taktisch schnelle Lösung SSO ist mehr als eine taktische Lösung! - Taktisch: Auch mittelfristig wird es keine einheitliche Authentifizierung geben - Strategisch: Trend zur Vereinheitlichung der Authentifizierung in Anwendungen Seite 10

11 Single Sign-On: Die Ansätze (I) Serverbasierend Clientbasierend Auch: Enterprise Single Sign-On Technisch ähnliche Ansatz, aber: Speicherung von Credentials in einem (mehr oder weniger) sicheren Speicher Client-Komponente Zentrale Steuerung Hersteller z.b.: ActivIdentity, CA, Evidian, Passlogix OEMs: IBM, Novell, Oracle, Citrix dezentrale Speicherung, z.b. auf USB-Tokens, Smartcards, Festplatte Viele Ansätze Browser-integriert Add-On zu Smartcards Eigenständige Lösung Client-Lösung Problematisch, wenn ohne zentrale Steuerung Imprivata Seite 11

12 E-SSO: Wie funktioniert das? Speicherung von Credentials Benutzer mit E-SSO-Client Directory Authentifizierung Anwendungen Seite 12

13 Single Sign-On: Die Ansätze (II) Kerberos X.509 Standardisierter Ansatz Standardisierter Ansatz Kerberos KDC: X.509v3-Zertifikate: Tickets für Authentifizierung und Zugriff auf Services Unterstützung auf vielen Systemplattformen Aber: Komplexe Interoperabilität Aufwändige Integration in Anwendungen Kaum über Unternehmensgrenzen hinweg nutzbar Bestätigen die Identität Setzt Vertrauen zum Herausgeber voraus Außerhalb von Web- Anwendungen selten unterstützt Extern nutzbar Herausforderung PKI/Smartcard Infrastructure Seite 13

14 Single Sign-On: Die Ansätze (III) Web-SSO Federation Web Access Management, Extranet Access Management Standardisierter Ansatz SAML, Liberty Alliance WS-Federation Zentrale Authentifizierung für Web-Anwendungen Autorisierung der Zugriffe Austausch von Identitätsinformationen über Web Services Weiterleitung mit speziellen Headern etc. Primär für Web- Anwendungen, sonst kaum genutzt Flexibel nutzbar Relativ einfach in Anwendungen integrierbar Schnelle Lösungen über Web-SSO-Endpunkte Seite 14

15 Identity Federation: Wie funktioniert das? Federation basiert auf Vertrauen User Session Service Provider Service Provider vertraut Identity Provider Benutzer meldet sich einmal für mehrere Service Provider an login Identity Provider Trust Ressource Flexibler Austausch von Informationen Verzeichnis Seite 15

16 Die Ansätze für Single Sign-On: E-SSO als reife Lösung Integrationstiefe in Anwendungen niedrig Lokales SSO Enterprise SSO Web- SSO Federation X.509 hoch Kerberos Reifegrad Seite 16

17 SSO: Einstiegsprojekt für IAM? Ja, weil Nein, weil man beim Client beginnen und Informationen darüber sammeln kann, wer in welcher Identität welche Anwendungen nutzt man einen schnellen Mehrwert hat man (bei einzelnen Ansätzen) schnell starten kann man für strategische Ansätze bereits eine integrierte, vertrauenswürdige Identität benötigt (und für taktische auch ein zentrales Verzeichnis haben sollte) für viele Ansätze der Aufwand für die Anwendungsintegration hoch ist teils eine komplexe Infrastruktur benötigt wird Seite 17

18 SSO: Die Voraussetzungen Zentrale, vertrauenswürdige Identität Integration von verschiedenen führenden Systemen Herausforderung Datenqualität muss gelöst werden Starke Authentifizierung (?) Muss gelöst werden Häufig (aber nicht zwingend) als nachgelagertes Projekt Seite 18

19 SSO: Taktik versus Strategie SSO-Taktik Frontend-SSO Benutzer haben ein SSO Schnell implementierbare Lösungen Interne Anwendungen: E-SSO oder lokales SSO mit zentralem Management unter Verwendung von Smartcards Externe Anwendungen, Web-Anwendungen: Web-SSO SSO-Strategie Backend-SSO Anwendungen haben ein SSO Eine definierte Strategie Identity Federation Kerberos ist zu eingeschränkt X.509 ist eine ergänzende Basistechnologie, aber nicht die Lösung Seite 19

20 SSO-Strategie: Die Komponenten Integrierte Identität: Meta Directories, Provisioning Starke Authentifizierung: Zwei-Faktor-Authentifizierung Anwendungssicherheitsinfrastruktur: Zwingend Vorgaben für Entwicklung und Auswahl von Anwendungen Federation: Basis für Single Sign-On Seite 20

21 SSO als Risiko oder Chance? Identity Risk Management Authentifizierung: Wie vertrauenswürdig ist der Identity Provider? SSO = Trust! Getrenntes Auditing von Authentifizierung und Autorisierung Golden Password? Autorisierung: Bei den meisten Ansätzen weiterhin dezentral Wichtigste Ausnahme: Web-SSO Setzt ein definiertes Zusammenspiel zwischen Identity Providern und Services/Anwendungen voraus IT-Risiken verringern sich tendenziell durch SSO Seite 21

22 Die Rolle des Password Managements Password Management: Password Sync Unidirektional: Erkennung von Änderungen des Windows-Kennworts wird von den meisten Lösungen unterstützt Bidirektional: Erkennung von Synchronisation und Änderungen in verschiedenen Systemen wenige spezialisierte Anbieter Password Reset User Self Service: Benutzer können eigene Kennwörter zurücksetzen Administrative Resets: Zurücksetzen durch Administratoren Seite 22

23 Einsatz von Password Management Grundlegende Password Management-Funktionen werden heute typischerweise als Teil von Provisioning- Lösungen angeboten Synchronisation stößt zwangsläufig durch unterschiedliche Kennwortregeln an Grenzen Enterprise-/Lokales SSO kann das adressieren mehrere Kennwörter für Systeme, eines für den Benutzer Für die starke Authentifizierung sollten andere Mechanismen verwendet werden 2-Faktor-Authentifizierung, z.b. mit Smartcard Biometrische Verfahren Seite 23

24 Die Rolle der Biometrie Mechanismus für die starke Authentifizierung Mehr als 40% der Unternehmen rechnen nicht vor 2009 mit einem flächendeckenden Einsatz 93,3% der Unternehmen sehen Fingerabdrücke als das geeignetste Biometrie wird zunehmend interessanter für die starke Authentifizierung, ist aber nicht der einzige Ansatz Wenn Biometrie, dann Fingerabdrücke Wird zunehmend vom Benutzer akzeptiert Relativ ausgereift, relativ günstig Akzeptable Sicherheit Seite 24

25 Sichere Authentifizierung: SSO + starke Authentifizierung SSO in Verbindung mit Ansätzen für die starke Authentifizierung (2- Faktor, Biometrie) ist der geeignete Weg für mehr Sicherheit Taktisch durch Enterprise-SSO oder lokales SSO mit Smartcards Strategisch durch Federation Seite 25

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