Berlin. Sozialrecht. Rehabilitation Soziale Arbeit. Alter. Internationaler Gesundheit Sozialdiens Kinder- und Jugendhilfe

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1 F-3327 Berlin Aktuelle Herausforderungen im Jobcenter eine Tagung für Leitungskräfte Sozialrecht Rehabilitation Soziale Arbeit Internationaler Gesundheit Sozialdiens Kinder- und Jugendhilfe Alter bis Bildungszentrum Erkner e.v.

2 Kommunale Eingliederungsleistungen/ Gesundheitsförderung, Reha Kann-Leistungen/ Ermessensleistungen Keine Zuständigkeit

3 Annahmen - Einschätzungen Unklar, was solche Leistungen bringen. Vielleicht soziale Stabilisierung - kein Beitrag zur Erwerbsintegration. Viel zusätzlicher Aufwand wenig Nutzen. Erforderlichkeit mehr oder weniger (häufig) in Frage gestellt.

4 Hohe Relevanz von Leistungen nach dem SGB II für die Arbeitsmarktintegration aus der Sicht lokaler Akteure Suchtberatung 61 Psychosoziale Betreuung Schuldnerberatung Häusliche Pflege 37 Kinderbetreuung Leistungen der Eingliederung in Arbeit (Quelle: B. Kaltenborn/P. Kaps, Einbeziehung der kommunalen Leistungen in die Zielsteuerung des SGB II, 2012 ) Anteil der Befragten in %

5 Kommunale Eingliederungsleistungen Keine empirische Forschung zu Effekten für Arbeitsmarktintegration - im Gegensatz dazu: Wirkungsforschung bei den Instrumenten der Arbeitsförderung.

6 Humandienstleistungen Veränderung oder Stabilisierung eines Zustandes und Verhaltens einer Person/von Personen. Je mehr es um persönliche Veränderungen geht, desto stärker ist die Wirkung der Dienstleistung davon abhängig, wie sich die betreffende Person verhält, auf den Prozess einlässt, aktiv engagiert etc. (Koproduktion) People-processing people-sustaining people changing

7 Eigenes Rollenbild von Vermittlern SGB II Sozialarbeiter: 38 % Dienstleister: 41 % SGB III Sozialarbeiter: 12 % Dienstleister: 64 % (IAB/IAW Vermittlerstudie 2013, Befragung 2009)

8 Rolle der Jobcenter? Tag der kommunalen Jobcenter 2015: Arbeitsvermittlung Sozialagentur

9 Kooperation Transparenz? Kommunale Daseinsvorsorge erbringt die erforderlichen Leistungen. Vorhandene Leistungserbringer sind zu nutzen. Eigenständigkeit Eigensinnigkeit der Beratungslandschaft. Distanz/Gegenseitiges Misstrauen Jobcenter - Beratungsstellen

10 Kooperation Transparenz? Kommunale Daseinsvorsorge erbringt die erforderlichen Leistungen. Vorhandene Leistungserbringer sind zu nutzen. Eigenständigkeit Eigensinnigkeit der Beratungslandschaft. Distanz/Gegenseitiges Misstrauen Jobcenter - Beratungsstellen

11 Impulse für die Fachtagung Weiterer Rückgang Arbeitslosigkeit - Beschäftigungszuwachs Papier zu kommunalen Eingliederungsleistungen des Deutschen Vereins, Sept Verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit verfestigter Langzeitbezug u.a. Tag der kommunalen Jobcenter 2014 Positionspapier der Optionskommunen Marktferne Kunden, verbleibende Kunden, verfestigter Kern, schwieriger Personenkreis

12 Profiling der Jobcenter im August Auswertung durch die Bundesagentur für Arbeit Integrationsnah Marktprofil 1,2 % Aktivierungsprofil 1,4 % Förderprofil 12,5 % Integrationswahrscheinlichkeit in den 1. Arbeitsmarkt innerhalb von bis zu 12 Monaten Arbeitsmarktfern/komplex Entwicklungsprofil 24,0 % Stabilisierungsprofil 14,2 % Unterstützungsprofil 14,2 % Integrationswahrscheinlichkeit in den 1. Arbeitsmarkt mehr als 12 Monate Heranführung an Erwerbstätigkeit in bis zu 12 Monate/über 12 Monate 15 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigen im SGB II als integrationsnah eingestuft 52 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigen im SGB II als arbeitsmarktfern eingestuft Bei 33 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigen im SGB II keine Einstufung vorgenommen Quelle: O-Ton Arbeitsmarkt,

13 Vermittlungshemmnisse - Wirkung Quelle: Achatz/Trappmann, Übergänge aus der Grundsicherung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, IAB 2013 Hemmnis Wirkung auf Abgangswahrscheinlichkeit* in % 51 bis 64 Jahre -10,1 Selbst zugewandert -5,1 Sprache im Haushalt nicht deutsch -5,1 Kein Schulabschluss -5,4 Kein Ausbildungsabschluss -5,9 Schwere gesundheitliche Einschränkung -7,2 Kontinuierlicher Bezug -9,2 Frau, Alleinerziehend, Kind u. 3-14,7 Frau, mit Partner, Kind u. 3-14,4 Frau, Alleinerziehend, Kind 3+ -8,4 Frau, mit Partner, Kind 3+ -8,4 Pflege, >=10 Stunden/Woche -7,1 * Fachtagung aus Arbeitslosigkeit/SGB Aktuelle Herausforderungen II in im Erwerbsarbeit Jobcenter > = 15 Stunden

14 Vermittlungshemmnisse Anteile erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II Hemmnis bis 64 Jahre 44 % Alleinerziehend 14 % Fehlende Deutschkenntnisse 9 % Kein Schulabschluss 10 % Kein Ausbildungsabschluss - Gesundheitliche Einschränkungen 49 % Dauerhafter Leistungsbezug 67 % Pflege Angehöriger 9 % (Quelle: Obermeier u.a., Es werden mehr. Aktualisierte Abschätzung der Zielgruppe für eine öffentlich geförderte Beschäftigung aus der sich verfestigenden Langzeitarbeitslosigkeit, Remagen 2014)

15 Vermittlungshemmnisse Kumulation % bis 8 Anzahl Risiken Quelle: Achatz/Trappmann, Übergänge aus der Grundsicherung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, IAB 2013

16 Psychische Störungen im SGB II Mind. eine psychiatrische Diagnose innerhalb eines Jahres im ALG II-Bezug: 1/3 aller Versicherten der GKV. Schätzung des Anteils an ALG II-Beziehern mit psychischen Beeinträchtigungen durch Arbeitsvermittler der SGB II-Träger: zwischen 5 und 40 %. Schätzung des Anteils an ALG II-Beziehern mit psychischen Beeinträchtigungen durch Fallmanager der SGB II-Träger: 50 bis 66 %. (Quelle: M. Schubert u.a., Menschen mit psychischen Störungen im SGB II, IAB 2013)

17 Bedarf an kommunalen Eingliederungsleistungen (o. Kinderbetreuung) Schuldenprobleme: etwa 25 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten des SGB II 2011 => bei rund 1,15 Mio Personen eine Schuldnerberatung erforderlich Suchtprobleme: etwa 10 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten des SGB II 2011 => bei rund Personen eine Suchtberatung erforderlich Psychosoziale Probleme: etwa 20 % der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten des SGB II 2011 => bei rund Personen eine psychosoziale Betreuung erforderlich (Quelle: Schätzungen und Berechnungen bei B. Kaltenborn/P. Kaps, Einbeziehung der kommunalen Leistungen in die Zielsteuerung des SGB II, 2012)

18 Zugang in kommunalen Eingliederungsleistungen im Jahr 2011 Schuldnerberatung Suchtberatung Psychosoziale Betreuung (Quelle: Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit, Information zur Datenlage über die Inanspruchnahme von kommunalen Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II, Juni 2015; Anteil meldender Träger: 67 %)

19 Strategische u. a. Akteure - Positionen

20 Das Bundesarbeitsministerium - BMAS Konzept Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit Programm soziale Teilhabe Dialog Gesundheitsförderung Dialog berufliche Rehabilitation Einbeziehung kommunaler Leistungen in die Zielsteuerung der SGB II Forschungsauftrag 2012 Gleichnamige Unterarbeitsgruppe des Bund-Länder- Arbeitsgruppe Steuerung SGB II Promotor einer ganzheitlichen und umfassenden Betreuung und Unterstützung von Langzeitarbeitslosen

21 Zielsteuerung im SGB II 2015 Die Beteiligten werden weiterhin daran arbeiten, zukünftig auch Verfahren über die kommunalen Leistungen, insbesondere Eingliederungsleistungen zu entwickeln, um die gesetzlich gewollte Verzahnung aller Leistungen des SGB II weiter zu befördern. (Quelle: Gemeinsame Planungsgrundlagen der Zielsteuerung im SGB II Bund-Länder-Arbeitsgruppe Steuerung SGB II)

22 Deutscher Verein Gutachten Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II, Fachkongress Soziale Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II auf Anregung und mit Förderung des BMAS vom in Berlin Hinweise zur Datenübermittlung bei Beratungsleistungen (SGB II und SGB XII), März 2011 Empfehlungen zu den kommunalen Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II, Sept. 2014

23 Städtetag - Landkreistag Kommunale Eingliederungsleistungen können den Eingliederungsprozess nur flankieren, führen aber nicht unmittelbar selbst zu Integration in Arbeit. Ein ausreichendes und flexibles Angebot an Maßnahmen der Beschäftigungsförderung/ niedrigschwelliger, arbeitsmarktnaher Beschäftigungsmaßnahmen ist Voraussetzung dafür, dass ein optimales Angebot im Zusammenspiel mit kommunalen Eingliederungsleistungen entwickelt werden kann. In Anbetracht des stark abgesenkten Eingliederungsbudgets auf Seiten des Bundes drängt sich der Eindruck auf, dass die Forderung nach mehr kommunalen Eingliederungsleistungen von dem Mangel an Eingliederungsleistungen des Bundes ablenken soll. (Städtetag NRW, Positionspapier Kommunalen Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II, ; DLT, Leitlinien zur Umsetzung der sozialen Leistungen des SGB II)

24 Städtetag Landkreistag (2) Die kommunalen Eingliederungsleistungen nach 165a SGB II sind in das Portfolio der Leistungen der kommunalen Daseinsvorsorge eingebettet. Viele kommunalen Leistungen über die Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II hinaus können für die Zwecke der Grundsicherung für Arbeit nutzbar gemacht werden (ASD, Wohnungslosenhilfe, Erziehungs- und Familienhilfe, Pflegeberatung etc.) Kommunen übernehmen die Aufgabe, die zum Teil divergierenden sozialen Zielsetzungen zu einem Ausgleich zu führen und zwischen den Zielen zu vermitteln, z. B bei der Abwägung zwischen Arbeitsintegration und Kindeswohl bei der Kinderbetreuung. (Städtetag NRW, Positionspapier Kommunalen Eingliederungsleistungen nach 16a SGB II, )

25 Praxis - Modelle? Leistungsvereinbarung Schuldnerberatung der Städteregion Aachen Pilotprojekt Clearingstelle für 16a Leistungen in vier Bezirken von Berlin 16a Navigator in Hamburg Soziale Arbeit im Jobcenter Jobcenter Dortmund Kinder und Karriere Center im Kreisjobcenter Marburg

26 Aktualisiertes Programm Mittwoch, Begrüßung und Einführung Dr. Andreas Kuhn Empfehlungen des Deutschen Vereins zu den kommunalen Eingliederungsleistungen - der rechtliche Streit um die Leistungen Bojana Markovic Kommunale Eingliederungsleistungen in der Praxis von Jobcentern - Erfahrungen und Erkenntnisse aus einem Forschungsprojekt Dr. Bruno Kaltenborn Profiling, Beratung, Fallmanagement und der Zugang zu sozialen Dienstleistungen - wie bekommen Menschen die Hilfe, die sie brauchen? Und: was bedeutet das für Work First? Dr. Michael Stops, Michael Haß

27 Aktualisiertes Programm Donnerstag, Gesundheitsförderung für Kunden von Jobcentern Karin Schreiner-Kürten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben der gesetzlichen Rentenversicherung Oliver Assmus Frühe Hilfen als Ressource für die Arbeit der Jobcenter - Netzwerke als Ressource der kommunalen Zusammenarbeite Delia Kraemer Kommunale Eingliederungsleistungen am Beispiel der Kinderbetreuung Andrea Martin

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