Informationen zum Thema Alter und Pflege

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Informationen zum Thema Alter und Pflege"

Transkript

1 Informationen zum Thema Alter und Pflege Stand: Januar 2014

2 Leitfaden zur Pflege naher Angehöriger Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, entsteht oft sehr große Unsicherheit über bestehende gesetzliche Unterstützungsleistungen. Oftmals ist es schwierig, sich im akuten Pflegefall einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Im Folgenden gibt Ihnen der Leitfaden einen ersten Überblick über Unterstützungsleistungen und deren Voraussetzungen. Des Weiteren erhalten Sie Informationen über eine mögliche Freistellung zur Pflege naher Angehöriger. Der Leitfaden ist keine abschließende Darstellung und gibt ausschließlich unverbindliche Informationen. Für nähere Informationen bitten wir Sie, sich an die Pflegekasse zu wenden. Gesetzliche Unterstützungsleistungen Die Pflegeversicherung Die soziale Pflegeversicherung ist im Sozialgesetzbuch (SGB) XI geregelt. Sie beinhaltet den Anspruch auf bestimmte Sach- und Geldleistungen und unterstützt die Finanzierung einer längerfristigen Pflege. Träger der sozialen Pflegeversicherung sind die Pflegekassen, die unter dem Dach der Krankenkassen angesiedelt sind. In den Schutz der sozialen Pflegeversicherung sind alle einbezogen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Wer in einer privaten Krankenversicherung versichert ist, muss eine private Pflegeversicherung abschließen. Pflegebedürftigkeit Maßgebend dafür, welche Leistungen Pflegebedürftige erhalten, ist der Grad der Pflegebedürftigkeit. Pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße Hilfe benötigen. Pflegebedürftige Personen sind für die Gewährung von Leistungen einer der folgenden drei Pflegestufen zuzuordnen. Pflegestufe 1 - Erhebliche Pflegebedürftigkeit Der Hilfebedarf besteht mindestens einmal täglich bei wenigstens zwei Verrichtungen aus den Bereichen der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität und mehrfach wöchentlich bei hauswirtschaftlicher Versorgung. Der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen. Hierbei müssen auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mehr als 45 Minuten entfallen. Pflegestufe 2 Schwerpflegebedürftigkeit Der Hilfebedarf besteht mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität und mehrfach wöchentlich bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Der Zeitaufwand der Pflege im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung muss in diesem Fall wöchentlich mindestens 3 Stunden betragen. Hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens 2 Stunden entfallen. 2

3 Pflegestufe 3 Schwerstpflegebedürftigkeit Der Hilfebedarf besteht rund um die Uhr, auch nachts, bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität und mehrfach wöchentlich bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Der Zeitaufwand der Pflege muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt mindestens 5 Stunden betragen. Hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens 4 Stunden entfallen. Pflegestufe 3 - Härtefallregelung Liegt ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand vor und sind die Voraussetzungen der Pflegestufe III erfüllt, kann die Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. In diesem Fall stehen dem Pflegebedürftigen höhere Leistungen zu. Die Voraussetzung für die Härtefallregelung ist, dass die Hilfe bei der Grundpflege mindestens 6 Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht erforderlich ist oder die Grundpflege auch nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden kann. Wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und nachts muss dabei neben einer professionellen Pflegeperson mindestens eine weitere Pflegeperson tätig werden, die nicht bei einem Pflegedienst beschäftigt sein muss. Zusätzlich muss eine ständige Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich sein. Zusammenfassung: Hilfebedarf pro Tag davon Zeitaufwand für Grundpflege Hilfebedarf Grundpflege pro Tag Hilfebedarf hauswirtschaftliche Versorgung pro Woche Pflegestufe 1 Pflegestufe 2 Pflegestufe 3 mind. 1, 5 Std. mind. 3 Std. mind. 5 Std. mehr als 45 Minuten mind. 2 Std. mind. 4 Std. einmal bei zwei rund um die Uhr, Verrichtungen dreimal auch nachts der Grundpflege mehrfach mehrfach mehrfach Leistungen der Pflegeversicherung Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Leistungen der Pflegeversicherung. Detaillierte Informationen finden Sie im SGB XI oder bei Ihren Pflegekassen. Pflegegeld: Pflegebedürftige haben die Möglichkeit Pflegegeld zu beantragen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die häusliche Pflege durch Angehörige oder Freunde übernommen wird. Das Pflegegeld beträgt monatlich: Pflegegeld Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III

4 Pflegegeld für die ambulante Pflege bei Demenz, psychischen und geistigen Erkrankungen differenziert sich ab 2013 von dem allgemeinen Pflegegeld. Es beträgt monatlich: Pflegegeld bei Demenz Pflegestufe 0 Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Häusliche Pflegesachleistungen: Pflegebedürftige haben Anspruch auf eine häusliche Pflegehilfe. Die häusliche Pflegehilfe wird durch Pflegedienste erbracht, die mit der Pflegekasse einen Versorgungsvertrag geschlossen haben. Folgende Beträge werden bis zu monatlich gezahlt: Häusliche Pflegesachleistungen Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III In besonderen Härtefällen werden bis zu monatlich gezahlt. Häusliche Pflegesachleistungen für die ambulante Pflege bei Demenz, psychischen und geistigen Erkrankungen differenzieren sich ab 2013 von den allgemeinen häuslichen Pflegesachleistungen. Sie betragen monatlich: Häusliche Pflegesachleistungen bei Demenz Pflegestufe 0 Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Kombination von Geld- und Sachleistung Pflegebedürftige können sich für die Kombination von Pflegesachleistungen und Pflegegeld entscheiden. Nimmt der Pflegebedürftige die ihm zustehende Sachleistung nur teilweise in Anspruch, erhält er daneben ein anteiliges Pflegegeld. 4

5 Urlaubs- und Verhinderungspflege Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, hat die pflegebedürftige Person für vier Wochen pro Kalenderjahr Anspruch auf eine notwendige Ersatzpflege. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Wird die Ersatzpflege durch einen nahen Angehörigen übernommen, erhält die pflegebedürftige Person Unterstützung für bis zu 4 Wochen/Kalenderjahr in folgender Höhe: Pflegevertretung durch Angehörige Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Wird die Ersatzpflege durch Pflegepersonen übernommen, die mit dem Pflegebedürftigen nicht verwandt sind, beträgt die Unterstützung für bis zu 4 Wochen/Kalenderjahr folgende Höhe: Pflegevertretung Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III durch Ersatzpflegekraft Kurzzeitpflege Kann die häusliche Pflege für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen (z.b. Krankenhaus) oder in sonstigen Krisensituationen zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und eine teilstationäre Pflege nicht ausreicht, hat die pflegebedürftige Person Anspruch auf eine kurzzeitige vollstationäre Pflege (Kurzzeitpflege). Die Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr begrenzt. Die Pflegeaufwendungen hierfür betragen im Jahr bis zu: Kurzzeitpflege Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III

6 Tages- und Nachtpflege (teilstationäre Pflege) Sofern die häusliche Pflege nicht ausreichend sichergestellt werden kann oder eine Ergänzung zur häuslichen Pflege notwendig ist, haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege. Der Anspruch besteht bis zu einem Gesamtwert von monatlich: Tages- und Nachtpflege Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Die Ansprüche auf Tages- und Nachtpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistung können auch miteinander kombiniert werden. Vollstationäre Pflege Sofern eine häusliche Pflege oder eine teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder nicht in Betracht kommt, haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf eine vollstationäre Pflege. Die Pflegekassen übernehmen Pflegeaufwendungen pro Kalendermonat von: Vollstationäre Pflege Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III In besonderen Härtefällen werden bis zu monatlich gezahlt. Ergänzende Leistungen für Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf im häuslichen Bereich Wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse ein erhöhter Betreuungsbedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung sowie eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt, können die Versicherten zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen in Höhe von 100 Euro (Grundbetrag) oder 200 Euro (erhöhter Betrag) monatlich. Der Betrag ist zweckgebunden für die Betreuung des Pflegebedürftigen in einer teilstationären Pflegeeinrichtung, die Betreuung des Pflegebedürftigen in der Kurzzeitpflege oder bei Inanspruchnahme vergleichbarer anderer Betreuungsangebote. 6

7 Pflege in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen Für Pflegebedürftige in einer vollstationären Einrichtung der Behindertenhilfe, in der die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft, die schulische Ausbildung oder die Erziehung behinderter Menschen im Vordergrund stehen, übernimmt die Pflegekasse 10 % des vereinbarten Heimentgelts, jedoch maximal 256 Euro im Monat. Pflegehilfsmittel Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind. Die Pflegekasse überprüft die Versorgung der beantragten Pflegehilfsmittel und übernimmt bis zu 31 Euro monatlich der Aufwendungen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass die Pflegehilfsmittel nicht aufgrund von Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung oder anderen zuständigen Leistungsträgern zu leisten sind. Des Weiteren haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf technische Pflegehilfsmittel. Bei technischen Hilfsmitteln gibt es für Volljährige eine Eigenbeteiligung von 10 % des Preises, jedoch höchstens bis zu 25,- Euro je Hilfsmittel, wenn diese nicht nur leihweise überlassen werden. Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnungsumfeldes Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnungsumfeldes des Pflegebedürftigen können bis zu 2557 Euro pro Maßnahme unter Berücksichtigung eines angemessenen Eigenanteils durch die Pflegekasse bezuschusst werden, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt wird. Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegepersonen Die Pflegekassen sowie die privaten Versicherungsunternehmen, bei denen eine private Pflegepflichtversicherung besteht, zahlen für Pflegepersonen unter bestimmten Voraussetzungen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson nicht mehr wie 30 Stunden wöchentlich arbeitet. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem vom Medizinischen Dienst festgestellten zeitlichen Umfang der Pflegetätigkeit. Außerdem sind die Pflegepersonen während der pflegerischen Tätigkeit in den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung einbezogen. Pflegende Angehörige sollen leichter eine Auszeit nehmen können. Künftig wird das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt, wenn sie eine Pflegepause einlegen und stattdessen eine (ebenfalls von der Pflegeversicherung zumindest teilfinanzierte) Kurzzeit- oder Verhinderungs-pflege für den von ihnen betreuten Pflegebedürftigen in Anspruch nehmen. Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit Antrag bei der Pflegekasse: Der Versicherte oder sein gesetzlicher Vertreter muss zunächst einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Entscheidend für den Beginn der Leistungen aus der Pflegeversicherung ist der Tag, an dem der Antrag gestellt worden ist. Feststellung der Pflegebedürftigkeit: Nachdem ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt worden ist, beauftragt diese den Medizinischen Dienst (MDK) mit der Begutachtung, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind, wie hoch der Pflegeaufwand ist und welche Stufe der Pflegebedürftigkeit vorliegt. Privatversicherte stellen einen Antrag bei ihrem privaten Versicherungsunternehmen. Die Begutachtung erfolgt in diesem Fall durch die Medicproof GmbH. Begutachtung durch den Medizinischen Dienst: Der Besuch bzw. die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst findet in einer für den Versicherten gewohnten Umgebung statt, also in der Regel Zuhause. Es ist empfehlenswert ein Pflegetagebuch zu führen, in dem dokumentiert wird, bei welchen Verrichtungen geholfen werden muss und wie viel Zeit diese Hilfen in Anspruch nehmen. Dieses Pflegetagebuch kann hilfreich für die Begutachtung durch den MDK sein. Sowohl die Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit als auch die abschließende Entscheidung der Pflegekassen muss im Regelfall innerhalb von fünf Wochen erfolgen. 7

8 Leistungsentscheidung der Pflegekasse: Die Leistungsentscheidung trifft die Pflegekasse unter maßgeblicher Berücksichtigung des Gutachtens des MDK. Die Bearbeitungsfrist für Anträge auf Pflegeleistungen beträgt maximal fünf Wochen. Bei einem Krankenhausaufenthalt, in einem Hospiz oder während einer ambulantpalliativen Versorgung muss die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst innerhalb einer Woche erfolgen, wenn dies zur Sicherstellung der weiteren Versorgung erforderlich ist. Befindet sich der Antragssteller in häuslicher Umgebung und wurde die Inanspruchnahme von Pflegezeit seitens der Pflegeperson gegenüber dem Arbeitgeber angekündigt, gilt eine Bearbeitungsfrist von zwei Wochen. Pflegezeit, Freistellung zur Pflege naher Angehöriger und Familienpflegezeit Beschäftigte, die in die Situation kommen nahe Angehörige zu pflegen, haben durch das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) zwei Möglichkeiten, sich von der Arbeit freistellen zu lassen: die kurzzeitige Arbeitsbefreiung und die bis zu sechsmonatige Pflegezeit. Ebenso haben sie die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit für bis zu 2 Jahre zu reduzieren (Familienpflegezeit gem. Familienpflegezeitgesetz). Alle drei Varianten werden im Folgenden näher dargestellt. Kurzzeitige Arbeitsbefreiung 2 PflegeZG Bei einer akut auftretenden Pflegesituation eines nahen Angehörigen haben Beschäftigte das Recht, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben. Hierdurch soll Beschäftigten die Möglichkeit gegeben werden, eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine kurzfristige pflegerische Versorgung sicherzustellen. Voraussetzungen Den Anspruch auf kurzzeitige Arbeitsbefreiung haben Beschäftigte. Im Sinne des Pflegegesetzes sind Beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Auszubildende/r Arbeitnehmerähnliche Personen (insbes. Heimarbeiter/innen) Der Pflegefall betrifft einen nahen Angehörigen. Als nahe Angehörige gelten folgende Personen: Eltern, Großeltern, Schwiegereltern Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft Geschwister Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder und Kinder sowie Adoptiv- und Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartner Enkelkinder und Schwiegerkinder Der Pflegefall ist akut. Dieses bedeutet, dass die Pflegebedürftigkeit plötzlich und unvorhersehbar aufgetreten ist. Die zu pflegende Person ist voraussichtlich pflegebedürftig. Pflegebedürftig sind Personen, die die Voraussetzungen der Pflegestufen 1-3 nach 14 und 15 SGB XI erfüllen. Für eine kurzzeitige Arbeitsbefreiung ist es ausreichend, wenn die zu pflegende Person den Pflegestufen voraussichtlich entspricht. Die kurzzeitige Arbeitsbefreiung ist erforderlich. Eine Erforderlichkeit ist gegeben, wenn ein besonderer Bedarf besteht, dass die Organisation oder die Übernahme der Pflege durch den Beschäftigten erfolgt. Ablauf Beantragung kurzzeitige Arbeitsbefreiung Unverzügliche Mitteilung der Arbeitsverhinderung Beim Auftreten eines akuten Pflegefalls eines nahen Angehörigen muss der Beschäftigte dem Arbeitgeber die Arbeitsverhinderung und die voraussichtliche Dauer unverzüglich schriftlich mitteilen. 8

9 Vorlage ärztliche Bescheinigung Der Dienstgeber kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen sowie über die Notwendigkeit der Freistellung verlangen. Entgeltausfall Das Pflegezeitgesetz räumt dem Beschäftigten keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung ein. Gemäß 10 Abs. 2g AT AVR werden die Dienstbezüge für einen Tag im Kalenderjahr fortgezahlt, wenn die Voraussetzung einer schweren Erkrankung eines im Haushalt lebenden Angehörigen vorliegt. Das bedeutet, dass der Beschäftigte sich bis zu zehn Tage freistellen lassen kann, aber lediglich einen Tag davon bezahlt bekommt. Pflegezeit 3 PflegeZG Wird ein naher Angehöriger in häuslicher Umgebung für längere Zeit pflegebedürftig, kann der Beschäftigte sich ganz oder teilweise bis zu sechs Monate von der Arbeit freistellen lassen (sogenannte Pflegezeit). Voraussetzungen Beim Arbeitgeber müssen mehr als 15 Beschäftigte tätig sein. Der Pflegefall betrifft einen nahen Angehörigen. Als nahe Angehörige gelten folgende Personen: Eltern, Großeltern, Schwiegereltern Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft Geschwister Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder und Kinder sowie Adoptiv- und Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartner Enkelkinder und Schwiegerkinder Die zu pflegende Person ist pflegebedürftig. Pflegebedürftig sind Personen, die die Voraussetzungen der Pflegestufen 1-3 nach 14 und 15 SGB XI erfüllen. Die Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen ist durch eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung nachzuweisen. Im Fall privater Versicherung ist ein entsprechender Nachweis zu erbringen. Ablauf Beantragung Pflegezeit Wer Pflegezeit beanspruchen möchte muss dieses dem Arbeitgeber spätestens zehn Arbeitstage vor Beginn schriftlich ankündigen. In der Ankündigung muss der Zeitraum der Pflegezeit angegeben werden sowie in welchem Umfang die Freistellung in Anspruch genommen wird. Teilfreistellung Es ist möglich, eine Teilfreistellung zu beantragen. Sofern eine Teilfreistellung in Anspruch genommen wird gilt folgendes: Mit der Ankündigung der Pflegezeit muss der Beschäftigte zusätzlich den Umfang der Freistellung und die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben. Über den Umfang der Freistellung und die Verteilung der Arbeitszeit haben der Arbeitgeber und der Beschäftigte eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Sofern keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, hat hierbei der Arbeitgeber den Wünschen des Beschäftigten zu entsprechen. 9

10 Verlängerung der bisher in Anspruch genommenen Pflegezeit Die Höchstdauer der Pflegezeit beträgt sechs Monate. Für einen kürzeren Zeitraum genommene Pflegezeit kann verlängert werden. Für die Verlängerung der Pflegezeit ist grundsätzlich die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich. Die Zustimmung des Arbeitgebers zur Verlängerung der Pflegezeit ist nicht erforderlich, wenn ein vorhergesehener Wechsel in der Person des Pflegenden aus einem wichtigen Grund nicht erfolgen kann. Beendigung Pflegezeit Die Pflegezeit endet grundsätzlich nach Ablauf des angegebenen Zeitpunktes von dem Beschäftigten. Wird eine vorzeitige Beendigung der Pflegezeit gewünscht, weil der nahe Angehörige nicht mehr pflegebedürftig ist oder die häusliche Pflege unmöglich oder unzumutbar ist, muss der Beschäftigte den Arbeitgeber unverzüglich darüber unterrichten. Die Pflegezeit endet dann vier Wochen nach Eintritt der veränderten Umstände. Sofern eine vorzeitige Beendigung aus sonstigen Gründen gewünscht wird, muss hierfür der Arbeitgeber zustimmen. Fortzahlung der Vergütung und Sozialversicherung Während der Pflegezeit besteht bei voller Freistellung kein Anspruch auf Vergütung. Sofern Beschäftigte familienversichert sind, bleibt der Kranken- und Pflegeversicherungsschutz erhalten. Sollte keine Familienversicherung möglich sein, muss der Beschäftigte sich freiwillig in der Krankenversicherung versichern. In der Regel wird hierfür der Mindestbeitrag berechnet. Auf Antrag erstattet die Pflegeversicherung den Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe des Mindestbeitrages. Die Rentenversicherung ist gegeben, sofern der Beschäftigte den nahen Angehörigen mehr als 14 Stunden in der Woche pflegt. In der Arbeitslosenversicherung besteht die Pflichtversicherung fort. Die notwendigen Beiträge werden von der Pflegekasse übernommen. Familienpflegezeit 1-15 FPfZG Durch die Einführung der Familienpflegezeit werden die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert. Der Beschäftigte kann seine wöchentliche Arbeitszeit für eine Dauer von maximal 2 Jahren bis zu einem Mindestumfang von 15 Stunden reduzieren. Während der herabgesetzten Arbeitszeit erhält der Beschäftigte ein gekürztes Gehalt, es reduziert sich um die Hälfte der Arbeitszeitreduktion. Das bedeutet, wenn ein Arbeitnehmer seine Arbeitszeit um 50 % reduziert, würde er 75 % seines alten Gehaltes beziehen. Er muss jedoch nach Ablauf der Familienpflegezeit so lange Vollzeit zum geringen Gehalt (in diesem Beispiel ebenfalls 75 %) arbeiten, bis das Arbeitskonto wieder ausgeglichen ist. Voraussetzungen Der Arbeitgeber stimmt zu. Eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt vor. Diese muss folgende Informationen beinhalten: o Umfang der Arbeitszeit vor und während der Familienpflegezeit, o Beginn und Dauer der Familienpflegezeit, o Rückkehr zur alten Wochenarbeitszeit o Angaben zur Aufstockung des Gehalts und zum späteren Ausgleich Der alte Arbeitsumfang wird nach dem vereinbarten Ende der Familienpflegezeit wieder aufgenommen. (Auch dann, wenn die Pflege vorher endet, beispielsweise wegen Tod der zu pflegenden Angehörigen). 10

11 Die zu pflegende Person ist pflegebedürftig. Eine entsprechende Bescheinigung stellt die Pflegekasse, der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) oder bei privat Versicherten der Gutachterdienst Medicproof GmbH aus. Für die Nutzung der Familienpflegezeit ist eine Versicherung abgeschlossen. Um die Risiken von Berufsunfähigkeit oder Tod abzudecken, muss für die Nutzung der Familienpflegezeit eine Versicherung durch den Beschäftigten abgeschlossen werden. Die Prämien für diese Versicherung, die mit dem letzten Tag der Nachpflegephase endet, sind eher gering. Bei befristet Beschäftigten und Auszubildenden ist zudem darauf zu achten, dass die Familienpflegezeit höchstens für die Hälfte der verbleibenden Laufzeit des Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsverhältnisses vereinbart wird, damit der Gehaltsvorschuss noch während der Restlaufzeit des Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnisses ausgeglichen werden kann. Ablauf: Arbeitgeber und Beschäftigte schließen eine Vereinbarung zur Familienpflegezeit ab. Für eine Dauer von maximal zwei Jahren können sie ihre wöchentliche Arbeitszeit nun bis zu einem Mindestumfang von 15 Stunden reduzieren. Gehalt während der Familienpflegezeit Das Gehalt reduziert sich nur um die Hälfte der Arbeitszeitreduktion. Ein Arbeitnehmer der seine Arbeitszeit beispielweise um 50 % reduziert, würde dann 75% seines alten Gehaltes beziehen. Nach der Familienpflegezeit muss er so lange Vollzeit zum geringen Gehalt (in diesem Beispiel ebenfalls 75%) arbeiten, bis das Arbeitskonto wieder ausgeglichen ist. Phase vor der Pflege Pflegephase Phase nach der Pflege 100 % Erwerbstätigkeit 50 % Erwerbstätigkeit 100 % Erwerbstätigkeit 100 % Gehalt 75 % Gehalt 75 % Gehalt Der Arbeitgeber beantragt beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben die Gewährung eines zinslosen Darlehens. Hierdurch kann der Arbeitgeber die Gehaltsaufstockung (Aufstockung des Gehalts um die Hälfte der Differenz zwischen dem bisherigen Gehalt und durch die Arbeitszeitreduzierung ergebenden Gehalt) finanzieren. Nach der Pflegephase behält der Arbeitgeber einen Teil des Gehalts ein und zahlt hierdurch das Darlehen zurück. Kündigungsschutz Während der Familienpflegezeit besteht ein besonderer Kündigungsschutz das gilt sowohl für die Pflegephase als auch für die Nachpflegephase. Sozialversicherungsrechtliche Regelungen Während der Familienpflegezeit bleibt die Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung erhalten. Die Beiträge werden der Familienpflege aus dem niedrigeren Arbeitsentgelt berechnet. Durch Änderungen beim Arbeitslosengeld ist sichergestellt, dass Arbeitnehmer bei einem späteren Arbeitslosengeldbezug keine finanziellen Einbußen durch die Familienpflege erleiden. Steuerrechtliche Anmerkungen Steuerrechtliche Besonderheiten ergeben sich nicht. Zu versteuern ist monatlich nur das tatsächlich erhaltene Entgelt inklusive des jeweiligen sogenannten Aufstockungsbetrags. Dabei ist es unerheblich, wie dieser Aufstockungsbetrag refinanziert wird. Quelle und weitere Infos: Broschüre: Familienpflegezeit Eine Information für Beschäftigte 11

12 Sonstiges Deutscher Pflegering (Serviceangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) Zum haben die Niels-Stensen-Kliniken einen Vertrag mit dem Deutschen Pflegering geschlossen, einem Serviceanbieter rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eines Angehörigen. Gemeinsam mit dem Deutschen Pflegering möchten wir Ihnen einen Service anbieten, der sie bei dem Thema Pflege von Senioren und pflegebedürftigen Angehörigen kompetent unterstützt. Das Serviceangebot ist erst einmal auf ein Pilotjahr begrenzt und umfasst folgende drei Module: Modul 1: Pflegeratgeber und Anbieterverzeichnis Auf diesem Online-Portal finden Sie umfangreiche Informationen, Tipps und Checklisten rund um das Thema Pflege. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einem Verzeichnis mit mehr als Pflegeanbietern bundesweit ( Sie loggen sich ein unter dem Benutzername: niels-stensen-kliniken, Passwort: health-service Modul 2: Hotline mit Pflegeexperten Pflegefachkräfte vom Deutschen Pflegering beraten Sie rund um das Thema Pflege und stehen Ihnen mit Tipps aus der täglichen Praxis zur Verfügung. Sie erreichen die Hotline von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 18:00 Uhr, bundesweit unter der Hotline-Telefonnummer Modul 3: Vorortberatung Pflegefachkräfte vom Deutschen Pflegering kommen zu Ihnen nach Hause und beraten Sie in Ihrem persönlichen Umfeld. Fragen zur Wohnumfeld-Verbesserung oder im Umgang mit Demenzkranken können hier beispielsweise geklärt werden. Vereinbaren Sie einen Termin unter der bundesweiten Hotline-Telefonnummer , ebenfalls erreichbar von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 18:00 Uhr. Im NielsNet finden Sie unter dem Suchbegriff Beruf und Pflege oder Pflegering auch eine ausführliche Präsentation dessen, was das Serviceangebot beinhaltet, außerdem eine Kurzbeschreibung sowie einen Flyer. Pflegestützpunkt Kompetent beraten werden Sie außerdem auch beim Pflegestützpunkt des Landkreises Osnabrück. Die Ansprechpartner stehen Ihnen mit Tipps und Ratschlägen telefonisch oder auch vor Ort zur Verfügung. Ein Besuch bei der zu pflegenden Person ist jedoch nur dann möglich, wenn diese im Landkreis wohnhaft ist. Ansprechpartner beim Pflegestützpunkt des Landkreises sind: Frau Petra Herder Andreas Stallkamp Dipl.-Pflegewirtin und Dipl.-Sozialarbeiter und Exam. Krankenschwester zertifizierter Wohnberater Tel Tel Anmerkung Haben Sie Fragen zum Thema Pflege von Angehörigen, insbesondere was die Freistellungsmöglichkeiten angeht, dann wenden Sie sich gerne an Frau Katrin Drecksträter oder Schwester M. Marion Niebrügge aus der Abteilung für Personalmanagement. 12

Informationen zum Thema Alter und Pflege

Informationen zum Thema Alter und Pflege Informationen zum Thema Alter und Pflege Stand: November 2014 Leitfaden zur Pflege naher Angehöriger Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, entsteht oft sehr große Unsicherheit über bestehende gesetzliche

Mehr

Informationen zum Thema Alter und Pflege

Informationen zum Thema Alter und Pflege Informationen zum Thema Alter und Pflege Stand: Februar 2015 Inhaltsverzeichnis Gesetzliche Unterstützungsleistungen... 3 Die Pflegeversicherung... 3 Pflegebedürftigkeit... 3 Leistungen der Pflegeversicherung...

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung nach Sozialgesetzbuch (SGB) XI

Leistungen der Pflegeversicherung nach Sozialgesetzbuch (SGB) XI Leistungen der Pflegeversicherung nach Sozialgesetzbuch (SGB) XI Leistungsumfang Die Leistungen der Pflegeversicherung unterstützen die familiäre und nachbarschaftliche Pflege. Die Pflegeversicherung stellt

Mehr

Merkblatt für pflegende Angehörige

Merkblatt für pflegende Angehörige Merkblatt für pflegende Angehörige (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit -http://www.bmg.bund.de/ ) Pflegezeit Wird ein Angehöriger pflegebedürftig, möchten Sie sich vielleicht auch als berufstätige

Mehr

Merkblatt zu den Ansprüchen aus Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz für Tarifbeschäftigte

Merkblatt zu den Ansprüchen aus Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz für Tarifbeschäftigte Merkblatt zu den Ansprüchen aus Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz für Tarifbeschäftigte Durch das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vom 23. Dezember 2014 (BGBl.

Mehr

Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen

Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen Die Pflegeversicherung und Ihre Leistungen 1. Was bietet die Pflegeversicherung? Bei Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegekasse die entstehenden Kosten ganz oder teilweise. Die Höhe der Kosten hängt

Mehr

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege arbeitsrechtliche Bedingungen LH Kiel und IHK Kiel. 18. April 2013 Birgitt Becker Arbeitsgericht Kiel

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege arbeitsrechtliche Bedingungen LH Kiel und IHK Kiel. 18. April 2013 Birgitt Becker Arbeitsgericht Kiel Vereinbarkeit von Beruf und Pflege arbeitsrechtliche Bedingungen LH Kiel und IHK Kiel 18. April 2013 Birgitt Becker Arbeitsgericht Kiel I. Pflegezeitgesetz v. 1.7.2008 1. Sinn und Zweck des Gesetzes Stärkung

Mehr

Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PfWG)

Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PfWG) Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PfWG) Pflegende Mitarbeiter durch gesetzliche Leistungen der Pflegekasse entlasten Vortrag von Wiebke

Mehr

Für Beamte gelten die Vorschriften der 62, 64 Thüringer Beamtengesetz (ThürBG).

Für Beamte gelten die Vorschriften der 62, 64 Thüringer Beamtengesetz (ThürBG). Freistellung und Teilzeitbeschäftigung zur Pflege Angehöriger Hinsichtlich der Freistellung oder Teilzeitbeschäftigung im Falle der Pflege (naher) Angehöriger ist zunächst zwischen tarifbeschäftigten und

Mehr

JUDITH AHREND. Rechtsanwältin Fachanwältin für Sozialrecht Diplom - Gerontologin. Rechtsanwältin Judith Ahrend Oldenburg

JUDITH AHREND. Rechtsanwältin Fachanwältin für Sozialrecht Diplom - Gerontologin. Rechtsanwältin Judith Ahrend Oldenburg JUDITH AHREND Rechtsanwältin Fachanwältin für Sozialrecht Diplom - Gerontologin 1 Ohne Familie geht es nicht Vereinbarkeit von Beruf/ Studium und Pflegeaufgaben an der Hochschule Hannover 11.06.2015: Alles,

Mehr

Pflegebedürftig was nun?

Pflegebedürftig was nun? BILOBA Pflegebedürftig was nun? Pflegestufen und Leistungen gemeinnützige Biloba Häusliche Kranken- und Altenpflege www.biloba-pflege.de Entlastung im Alltag Hilfe und Unterstützung Pflegestufe 1 Erheblich

Mehr

April 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Die Pflegezeit

April 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Die Pflegezeit April 2008 Pflegereform 2008 Die Pflegezeit Am 1. Juli 2008 tritt das Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz) in Kraft. Teil der damit verabschiedeten

Mehr

Kontakthalteseminar. für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit oder Sonderurlaub. Seminar am 30.07.2007 Katholische Landvolkshochschule

Kontakthalteseminar. für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit oder Sonderurlaub. Seminar am 30.07.2007 Katholische Landvolkshochschule Kontakthalteseminar für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit oder Sonderurlaub Seminar am 30.07.2007 Katholische Landvolkshochschule Themen Pflegezeitgesetz Tarifeinigung 2008 Bericht aus der

Mehr

Pflegeversicherung. Pflegestärkungsgesetz 2015

Pflegeversicherung. Pflegestärkungsgesetz 2015 Pflegeversicherung Pflegestärkungsgesetz 2015, Bezirksdirektion Südlicher Oberrhein Pflegestärkungsgesetz 2015 Feststellung der Leistungsvoraussetzungen Vorversicherungszeit von 2 Jahren in den letzten

Mehr

Das ändert sich ab 1. Januar 2015

Das ändert sich ab 1. Januar 2015 Die Pflegeleistungen Das ändert sich ab 1. Januar 2015 Quelle: Bundesministerium für Gesundheit Pflegegeld für die Pflege zu Hause Pflegestufe 0 (mit Demenz) 120,00 123,00 Pflegestufe I 235,00 244,00 Pflegestufe

Mehr

Pflegezeit/Familienpflegezeit Rechtliche Rahmenbedingungen, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Pflegezeit/Familienpflegezeit Rechtliche Rahmenbedingungen, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Rechtliche Rahmenbedingungen, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Kolloquium zur Praxis des Unternehmensrechts, Universität Tübingen 12. Mai 2015 Rechtsanwältin Dr. Ursula Strauss, Südwestmetall

Mehr

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige Pflegegeld, Pflegezeit, Familienpflegezeit & Co.: Welche Leistungsverbesserungen gibt es für pflegende Angehörige? Worum geht es? Tritt der Pflegefall ein und

Mehr

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte, Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte, ein krankes Kind zu versorgen bedeutet eine enorme Herausforderung. Hinzu kommen viele Fragen zu Hilfen und Leistungen der Kranken- und Pflegekassen. Im Folgenden

Mehr

Steffi s Pflegeteam. Spinnereiinsel 1 83059 Kolbermoor Mobil 01 74/30 20 624

Steffi s Pflegeteam. Spinnereiinsel 1 83059 Kolbermoor Mobil 01 74/30 20 624 Steffi s Pflegeteam Spinnereiinsel 1 83059 Kolbermoor Mobil 01 74/30 20 624 1 Was tun, wenn ein Angehöriger zum Pflegefall wird? Ein kurzer Überblick über unsere Leistungen Sie pflegen Ihren Angehörigen

Mehr

Dadurch soll die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert werden.

Dadurch soll die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert werden. Pflegezeitgesetz - Arbeits- und Sozialrechtsinfo, Stand 01/2009 Was regelt das Gesetz? Das am 01.07.2008 in Kraft getretene Pflegezeitgesetz ermöglicht es dem Beschäftigten sich von der Arbeit freistellen

Mehr

Pflegestützpunkt. Im Kreis Dithmarschen

Pflegestützpunkt. Im Kreis Dithmarschen Pflegestützpunkt. Im Kreis Dithmarschen Inhalt Übersicht der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein Sprechzeiten Allgemeines zur Pflegeversicherung Pflegestärkungsgesetz I Übersicht Pflegestützpunkt Pflegestützpunkte

Mehr

Pflegereform 2015 - Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz

Pflegereform 2015 - Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz Änderungen Pflegeversicherung 2015 Pflegereform 2015 - Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz 1. Pflegegeld ( 37 SGB XI) Die Leistungen werden ab 1.1.2015 erhöht (monatlich):

Mehr

kranken- und pflegeversicherung Sie pflegen Wir sind für Sie da! Zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit und kurzzeitiger Arbeitsverhinderung

kranken- und pflegeversicherung Sie pflegen Wir sind für Sie da! Zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit und kurzzeitiger Arbeitsverhinderung kranken- und pflegeversicherung Sie pflegen Wir sind für Sie da! Zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit und kurzzeitiger Arbeitsverhinderung Zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit 3 Die Leistungen der zum

Mehr

Leistungsverbesserungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 durch das Erste Pflegestärkungsgesetz PSG I

Leistungsverbesserungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 durch das Erste Pflegestärkungsgesetz PSG I Nr.: 03/2015 Datum: 15. Januar 2015 Leistungsverbesserungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 durch das Erste Pflegestärkungsgesetz PSG I Am 1. Januar 2015 ist das Erste Gesetz zur Stärkung der pflegerischen

Mehr

Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und Pflegekosten

Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und Pflegekosten Beratungsdienst Geld und Haushalt Das Alter finanziell meistern Information zu Betreuungs- und kosten Thomas Rohr Kreisseniorenrat Böblingen, Hildrizhausen 17.11.2015 Agenda Wen Wie erhalte betrifft ich

Mehr

Pflege-Tagebuch. für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit. Häusliche Pflege

Pflege-Tagebuch. für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit. Häusliche Pflege Pflege-Tagebuch für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit Häusliche Pflege Die Pflegeversicherung Pflegebedürftigkeit, Pflegestufen, Pflegeleistungen Die Begutachtung Die täglichen Hilfen Extra-Heft

Mehr

Die Pflegeleistungen. Das ändert sich ab 1. Januar 2015. Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Die Pflegeleistungen. Das ändert sich ab 1. Januar 2015. Quelle: Bundesministerium für Gesundheit Die Pflegeleistungen Das ändert sich ab 1. Januar 2015 Quelle: Bundesministerium für Gesundheit Pflegegeld für die Pflege zu Hause Stufe der Pflegebedürftigkeit Leistungen 2014 pro Monat Leistungen ab

Mehr

Roland Rosenow - Sozialrecht in Freiburg - www.srif.de

Roland Rosenow - Sozialrecht in Freiburg - www.srif.de Roland Rosenow - Sozialrecht in Freiburg - www.srif.de Übersicht über die Leistungen der Pflegeversicherung nach Inkrafttreten des Pflegeneuausrichtungsgesetzes (PNG) und über die Änderungen durch das

Mehr

- 244 458 728 von monatlich 1)

- 244 458 728 von monatlich 1) Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2015 an die Pflegeversicherung im Überblick Stand: 31.03.2015 Häusliche Pflege von rein körperlich hilfebedürftigen Häusliche Pflege von Versicherten mit erheblichem

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung Leistungen der Pflegeversicherung Pflegestufen Die Leistungen der Pflegeversicherung orientieren sich, wenn sie nicht als Pauschale gezahlt werden, an der Pflegestufe. Die Unterstützung orientiert sich

Mehr

Informationen für Pflegekunden Das Pflegestärkungsgesetz I

Informationen für Pflegekunden Das Pflegestärkungsgesetz I Informationen für Pflegekunden Das Pflegestärkungsgesetz I Im November 2014 hat der Bundesgesetzgeber erneut eine Änderung des SGB XI in Form des Pflegestärkungsgesetzes I beschlossen. Das Gesetz soll

Mehr

Merkblatt für Beschäftigte der Freien Universität Berlin, die Pflegezeit oder Familienpflegezeit in Anspruch nehmen wollen

Merkblatt für Beschäftigte der Freien Universität Berlin, die Pflegezeit oder Familienpflegezeit in Anspruch nehmen wollen Merkblatt für Beschäftigte der Freien Universität Berlin, die Pflegezeit oder Familienpflegezeit in Anspruch nehmen wollen Aufgrund des Pflegezeitgesetzes und des Familienpflegezeitgesetzes besteht die

Mehr

PFLEGELEISTUNGEN AB 1. JANUAR 2015

PFLEGELEISTUNGEN AB 1. JANUAR 2015 PFLEGELEISTUNGEN AB 1. JANUAR 2015 Durch das Erste Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften - Erstes Pflegestärkungsgesetz - wurden die Pflegeleistungen zum

Mehr

Leistungen für Demenzpatienten

Leistungen für Demenzpatienten Leistungen für Demenzpatienten Quelle: Bundesministerium für Gesundheit Pflegegeld für die Pflege zu Hause Pflegestufe 0 (mit Demenz) 123,00 Pflegestufe I (mit Demenz) 316,00 Pflegestufe II (mit Demenz)

Mehr

PLÖTZLICH EIN PFLEGEFALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN?

PLÖTZLICH EIN PFLEGEFALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN? PLÖTZLICH EIN FALL IN DER FAMILIE - WAS MUSS ICH WISSEN? 26.02.2014 1 26.02.2014 1 ÜBERBLICK > Wie organisiere ich die Pflege? > Wie finanziere ich die Versorgung? > Worauf muss ich bei pflegerischen Handgriffen

Mehr

Pflegeleistungen ab 1. Januar 2015

Pflegeleistungen ab 1. Januar 2015 Pflegeleistungen ab 1. Januar 2015 Anspruch auf Pflegegeld für häusliche Pflege Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 123,00 EUR 120,00 EUR Pflegestufe 1 244,00 EUR 235,00 EUR Pflegestufe 1 (mit Demenz*) 316,00

Mehr

Wonach richten sich die Pflegestufen?

Wonach richten sich die Pflegestufen? Pflegebedürftige im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) sind Personen, für die der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) Pflegestufen zugeordnet hat. Es bestehen 4 Pflegestufen.

Mehr

Rund ums Thema Pflegestufen

Rund ums Thema Pflegestufen Rund ums Thema Pflegestufen Seit 1. Juli 1996 erhalten Pflegebedürftige - abgestuft in drei Pflegestufen - Leistungen aus der Pflegeversicherung. Jeder ist dort pflegeversichert, wo sein Krankenversicherungsschutz

Mehr

12.03.2016. Was bringt das Pflegestärkungsgesetz 2?

12.03.2016. Was bringt das Pflegestärkungsgesetz 2? Was bringt das Pflegestärkungsgesetz 2? Andreas Fischbach - Pflegesachverständiger - Geschäftsführer und Pflegedienstleiter der Diakoniestation Friedrichsdorf Grundlagen Sozialgesetzbuch Nummer 11 (SGB

Mehr

Pflegestärkungsgesetz

Pflegestärkungsgesetz Pflegestärkungsgesetz 2015 Veränderungen der Pflegeversicherung ab dem 01.01.15 auf einen Blick: - Leistungsbeträge um 4 % erhöht - Geld für Betreuung (zus. Betreuungsleistungen) auch ohne Einschränkung

Mehr

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer

Die Pflegeversicherung. Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer Ausbau der Sozialversicherung - ein Mittel gegen sozialen Abstieg im Alter und zur Sicherung der Pflege Hartmut Vöhringer 2 Einführung Pflegebedürftig Pflegestufen Die Hilfe bei den ATL Leistungen bei

Mehr

Pflegeversicherung. Unsere Leistungen im Überblick inklusive Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz.

Pflegeversicherung. Unsere Leistungen im Überblick inklusive Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz. Pflegeversicherung 2014 Unsere Leistungen im Überblick inklusive Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz. Der erste Schritt: Ihr Antrag wir kümmern uns! 4 Die häusliche Pflege 6 Wenn

Mehr

Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser, Liebe Leserin, lieber Leser, wenn ein naher Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird, muss schnell gehandelt werden. Hilfe und Pflege sind zu organisieren, der Alltag des Pflegebedürftigen muss häufig

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote?

Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote? Leistungen der Pflegeversicherung ab 1.1.2015 Chancen für neue Angebote? Belinda Hernig Referentin Pflege Abteilung Gesundheit Verband der Ersatzkassen e.v., Berlin 19. Jahrestagung der Betreuungsbehörden/-

Mehr

Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz - PflegeZG)

Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz - PflegeZG) Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz - PflegeZG) vom 28.05.2008 (BGBl. I Seite 874) zuletzt geändert durch: Artikel 3 des Gesetzes zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-

Mehr

Pflegebedürftigkeit ist Definitionssache

Pflegebedürftigkeit ist Definitionssache 8 Pflegebedürftig? Vom Antrag bis zur Leistung Pflegebedürftigkeit ist Definitionssache Die Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung. Im elften Sozialgesetzbuch (häufig abgekürzt als SGB XI) und in

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung SGB XI

Leistungen der Pflegeversicherung SGB XI Leistungen der Pflegeversicherung SGB XI Auszug aus dem SGB XI 28 SGB XI - Leistungsarten, Grundsätze (1) Die Pflegeversicherung gewährt folgende Leistungen: 1. Pflegesachleistung ( 36), 3. 4. 5. 6. 7.

Mehr

Die Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung Die I. Allgemeines Leistungen aus der gesetzlichen (soziale und private Pflegepflichtversicherung) werden grundsätzlich nur auf Antrag und frühestens ab Antragstellung gewährt. Daher ist es wichtig, sich

Mehr

Informationen über neue Leistungen der Pflegeversicherung. 1. Bessere Unterstützung für Menschen mit Demenz

Informationen über neue Leistungen der Pflegeversicherung. 1. Bessere Unterstützung für Menschen mit Demenz Pflegereform 2013 Informationen über neue Leistungen der Pflegeversicherung 1. Bessere Unterstützung für Menschen mit Demenz Die Situation für Menschen, die z. B. wegen einer dementiellen Erkrankung eine

Mehr

Änderungen im Recht der Pflegeversicherung durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz

Änderungen im Recht der Pflegeversicherung durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz Änderungen im Recht der Pflegeversicherung durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz Wesentlicher Inhalt des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II), wie es am 13.11.2015 vom Bundestag beschlossen wurde,

Mehr

Pflegeneuausrichtungsgesetz: Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz sind die Gewinner!

Pflegeneuausrichtungsgesetz: Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz sind die Gewinner! Pflegeneuausrichtungsgesetz: Pflegebedürftige und Menschen mit Demenz sind die Gewinner! Die Änderungen in der Pflegeversicherung beruhen auf dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). Dieses ist in weiten

Mehr

Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz (BVO) hier: Anwendung des 6 BVO. Rundschreiben des Ministeriums der Finanzen - P 1820 A 416 vom 8.

Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz (BVO) hier: Anwendung des 6 BVO. Rundschreiben des Ministeriums der Finanzen - P 1820 A 416 vom 8. Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz (BVO) hier: Anwendung des 6 BVO Rundschreiben des Ministeriums der Finanzen - P 1820 A 416 vom 8. Juli 2008 Mit dem Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Mehr

Familienpflegezeitgesetz. Was ist das eigentlich?

Familienpflegezeitgesetz. Was ist das eigentlich? Familienpflegezeitgesetz Was ist das eigentlich? Was ist das Ziel des Gesetzes? Bessere Vereinbarkeit von Betreuung (Pflege) naher Angehöriger in häuslicher Umgebung und Beruf Weiterer Schritt zu einer

Mehr

Pflege Aktualisierungen 2015

Pflege Aktualisierungen 2015 Pflege Aktualisierungen 2015 Am 1.1.2015 ist das Pflegestärkungsgesetz 1 in Kraft getreten und führte zu verschiedenen Veränderungen z. B. in der Höhe der Pflegeleistungen und der Kombinierbarkeit der

Mehr

Vereinbarkeit von Familie und Beruf TIPPS UND INFORMATIONEN. Gruppenbild im Park. Betreuung / Pflege von Angehörigen. Einklinker DIN lang.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf TIPPS UND INFORMATIONEN. Gruppenbild im Park. Betreuung / Pflege von Angehörigen. Einklinker DIN lang. Gruppenbild im Park Vereinbarkeit von Familie und Beruf TIPPS UND INFORMATIONEN Betreuung / Pflege von Angehörigen Einklinker DIN lang Logo ELDERCARE Betreuung und Pflege von Angehörigen Der englische

Mehr

In Kooperation mit: Pflegestufe und nun? Leistungen aus den Pflegeversicherungen

In Kooperation mit: Pflegestufe und nun? Leistungen aus den Pflegeversicherungen Pflegestufe und nun? Leistungen aus den Pflegeversicherungen Sebastian Dreck Horst Effertz DIE PFLEGEVERSICHERUNG 5. SÄULE IM SOZIALVERSICHERUNGSSYSTEM Rückblick Ausgangssituation Anfang der 90er Jahre

Mehr

Die Pflegeversicherung ein Buch mit sieben Siegeln?! SGB XI

Die Pflegeversicherung ein Buch mit sieben Siegeln?! SGB XI Die Pflegeversicherung ein Buch mit sieben Siegeln?! SGB XI Nicole Scherhag 30. AfnP Symposium in Fulda Das Sozialversicherungssystem Kranken- Renten- Arbeitslosen- Unfall- Pflege- -versicherung Vorbemerkungen

Mehr

Die Reform der Pflegeversicherung. Gewinner sind die Pflegebedürftigen!

Die Reform der Pflegeversicherung. Gewinner sind die Pflegebedürftigen! Die Reform der Pflegeversicherung Gewinner sind die Pflegebedürftigen! (Die Änderungen der Pflegeversicherung treten am 01.07.08 in Kraft) Seite 1 Die erste gute Nachricht: Durch Beitragserhebung bessere

Mehr

Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland

Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland Ulrike Gebelein Erika Stempfle Diakonie Deutschland Entwurf eines Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Entwurf der Präsentation Derzeit sind in Deutschland rund 2,63 Millionen

Mehr

BDZ Senioren. Merkblatt 1: Pflegeversicherung (Stand: 1. Juli 2008)

BDZ Senioren. Merkblatt 1: Pflegeversicherung (Stand: 1. Juli 2008) BDZ Senioren Merkblatt 1: Pflegeversicherung (Stand: 1. Juli 2008) Im Rahmen der Serviceleistungen für unsere Mitglieder teilen wir Ihnen in Merkblättern Informationen für Senioren mit. Den Auftakt dieser

Mehr

Gesundheitliche und pflegerische Regelangebote

Gesundheitliche und pflegerische Regelangebote Gesundheitliche und pflegerische Regelangebote Netzwerk moderne kommunale Seniorenpolitik Niedersachsen Modul 4 11.August 2009 Dagmar Henseleit Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers Übersicht

Mehr

Pflegehilfsmittel 40 SGB XI. Leistungen bei häuslicher Pflege ( 36 ff. SGB XI)

Pflegehilfsmittel 40 SGB XI. Leistungen bei häuslicher Pflege ( 36 ff. SGB XI) Pflegehilfsmittel 40 SGB XI Pflegebedürftige haben Anspruch auf mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine

Mehr

Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf(1)

Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf(1) Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf(1) Kurzzeitige Arbeitsverhinung, Pflegezeit, Familienpflegezeit Das ist neu seit dem 1.1.2015 ein Überblick(2): Kurzzeitige Arbeitsverhinung:

Mehr

Im Bereich der Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden usw.) Im Bereich der Ernährung (Aufnahme oder Zubereitung der Nahrung)

Im Bereich der Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden usw.) Im Bereich der Ernährung (Aufnahme oder Zubereitung der Nahrung) P f l e g e d i e n s t Plus LUX HELIOS 72474 Winterlingen, Ambulante Pflege, hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung Häufige Fragen und Antworten an unseren Pflegedienst Wer erhält Leistungen aus

Mehr

Merkblatt Pflegeversicherung

Merkblatt Pflegeversicherung Merkblatt Pflegeversicherung Stand: 2015 Was ist die Pflegeversicherung? Die Pflegeversicherung wurde zur sozialen Absicherung des Risikos bei Pflegebedürftigkeit als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung

Mehr

Juni 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Was ändert sich für die Versicherten?

Juni 2008. Pflegereform 2008. Pflege. Was ändert sich für die Versicherten? Juni 2008 Pflegereform 2008 Was ändert sich für die Versicherten? Mit dem In-Kraft-Treten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes am 1. Juli 2008 ändert sich für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen

Mehr

Die Änderungen der Pflegeversicherung treten am 01.07.2008 in Kraft. Gewinner sind die Pflegebedürftigen!

Die Änderungen der Pflegeversicherung treten am 01.07.2008 in Kraft. Gewinner sind die Pflegebedürftigen! Die Änderungen der Pflegeversicherung treten am 01.07.2008 in Kraft Gewinner sind die Pflegebedürftigen! Die erste gute Nachricht: Durch Beitragserhebung bessere Leistungen! Um bessere Leistungen für die

Mehr

Das Pflegeversicherungs-Gesetz

Das Pflegeversicherungs-Gesetz Das Pflegeversicherungs-Gesetz Mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes am 01.07.2008 wurden u. a. die Leistungen, die seit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 unverändert geblieben

Mehr

INFORMATIONEN ZUM FAMILIENPFLEGEZEITGESETZ (FPFZG)

INFORMATIONEN ZUM FAMILIENPFLEGEZEITGESETZ (FPFZG) INFORMATIONEN ZUM FAMILIENPFLEGEZEITGESETZ (FPFZG) So können Sie Job und Betreuung kombinieren GLIEDERUNG Allgemeines zum FPfZG Unterschied zwischen der Familienpflegezeit und der Pflegezeit Video Rechtliche

Mehr

Die Pflegeversicherung Das Pflegezeitgesetz Das Familienpflegezeitgesetz

Die Pflegeversicherung Das Pflegezeitgesetz Das Familienpflegezeitgesetz Die Pflegeversicherung Das Pflegezeitgesetz Das Familienpflegezeitgesetz Jürgen Nicolaus - BARMER GEK Landesgeschäftsstelle 13.03.2013 Folie 1 Übersicht Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick Folie

Mehr

Die Seite "Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz" ist in folgende Abschnitte gegliedert:

Die Seite Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz ist in folgende Abschnitte gegliedert: Dieses Dokument finden Sie auf www.aachen.ihk.de unter der Dok-Nr. 80526 RECHTSINFORMATION Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz Mit dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) will der Gesetzgeber die arbeitsrechtlichen

Mehr

Was leistet die Pflegeversicherung?

Was leistet die Pflegeversicherung? Was leistet die Pflegeversicherung? Fachtag am 29.09.2015 Tagesordnung 1. Vergleich Pflegestufe unterhalb I zu Pflegestufe I 2. Zusätzliche Betreuungsleistungen 3. Ersatzpflege 4. Kurzzeitpflege 5. Wohnumfeldverbessernde

Mehr

Ausgewählte Ergebnisse aus der Pflegestatistik für die Stadt München

Ausgewählte Ergebnisse aus der Pflegestatistik für die Stadt München Autorin und Tabellen: Juliane Riedl Grafik: Andreas Rappert Ausgewählte Ergebnisse aus der Pflegestatistik für die Stadt München Erhebungsstichtag: 15. Dezember 2003 Seit dem Jahr 1999 wird in zweijährigem

Mehr

Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf Familienpflege Zeit für Pflege und Beruf Häufige Fragen und Antworten zu den gesetzlichen Neuerungen seit 1. Januar 2015: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf 10- tätige Auszeit im Akutfall

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung Leistungen der Pflegeversicherung Je nach Pflegestufe stehen Demenzkranken bestimmte Leistungen zu. Wie die Pflegeversicherung diese erbringt, entscheiden die Betroffenen selbst. Grundsätzlich besteht

Mehr

Vorwort 7. Abkürzungen 9 Wer ist pflegebedürftig? 11. Leistungen bei häuslicher Pflege 49. Leistungen bei stationärer Pflege 89

Vorwort 7. Abkürzungen 9 Wer ist pflegebedürftig? 11. Leistungen bei häuslicher Pflege 49. Leistungen bei stationärer Pflege 89 Schnellübersicht Vorwort 7 Abkürzungen 9 Wer ist pflegebedürftig? 11 Leistungen bei häuslicher Pflege 9 Leistungen bei stationärer Pflege 89 Pflegekasse was ist das? 101 Wer ist in der Pflegeversicherung

Mehr

Merkblatt für Beihilfeberechtigte bei dauernder Pflegebedürftigkeit

Merkblatt für Beihilfeberechtigte bei dauernder Pflegebedürftigkeit - 1 - Merkblatt für Beihilfeberechtigte bei dauernder Pflegebedürftigkeit (Stand: 26. Januar 2015) Ansprechpartner/in: Frau Iris Wanke Tel.: 0291/94-1515 Mit der Fünften Verordnung zur Änderung der Beihilfeverordnung

Mehr

Information In guten Händen bei der BKK

Information In guten Händen bei der BKK Information In guten Händen bei der BKK Pflege und Pflegeversicherung Die Reform Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, das am 1. Juli 2008 in Kraft getreten ist, sollte die Strukturen der Pflege verändern

Mehr

Rechtliche Aspekte der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Rechtliche Aspekte der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Rechtliche Aspekte der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Auftakt- und Netzwerkveranstaltung Beruf und Pflege Baden-Württemberg 20. Januar 2014, Stuttgart Ass. jur. Isabell Wehinger Industrie und Handelskammer

Mehr

Landesverordnung zur Änderung der Beihilfeverordnung Vom

Landesverordnung zur Änderung der Beihilfeverordnung Vom (Entwurf VI 40/405: Stand...Stand Februar 2009 ) Landesverordnung zur Änderung der Beihilfeverordnung Vom Auf Grund des 100 Abs. 1 Satz 1 des Landesbeamtengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom

Mehr

Altenhilfe Tübingen ggmbh

Altenhilfe Tübingen ggmbh Altenhilfe Tübingen ggmbh 1 18. Gerontopsychiatrische Arbeitstagung Auswirkungen der Pflegereform 2008 für die Demenzversorgung in Baden-Württemberg Stefanie Lohrmann (Dipl. Betriebswirtin/ Krankenschwester)

Mehr

Was bringt die Pflegereform?

Was bringt die Pflegereform? Was bringt die Pflegereform? Die Leistungen der Pflegeversicherung nach dem Pflegestärkungsgesetz I Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.v. Gisela Rohmann Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz, 23.

Mehr

SVcompact. SVcompact. Die Pflegereform und die Neuerungen für Arbeitgeber Das gilt ab 1. Juli 2008! Information/ Beratung

SVcompact. SVcompact. Die Pflegereform und die Neuerungen für Arbeitgeber Das gilt ab 1. Juli 2008! Information/ Beratung SVcompact Bisher erschienen: n Schnell und sicher durch die Sozialversicherung 120 Begriffe und ihre Erklärung n Maschinelles Melde- und Beitragsverfahren n Ausgleich von Arbeitgeberaufwendungen Die Umlageversicherung

Mehr

Neue Angebote in der Pflege und Betreuung. Neu ab 01. Januar 2015: Pflegestärkungsgesetz

Neue Angebote in der Pflege und Betreuung. Neu ab 01. Januar 2015: Pflegestärkungsgesetz Neue Angebote in der Pflege und Betreuung Neu ab 01. Januar 2015: Pflegestärkungsgesetz 20 Jahre Mehr Leistungen und bessere Betreuung für Pflegebedürftige Pflegebedürftige und Ihre Angehörigen erhalten

Mehr

Ambulante Pflege und Assistenz

Ambulante Pflege und Assistenz 24 Stunden Rufbereitschaft Beratung und Hilfe Hauswirtschaftliche Versorgung Pflegekurse für Angehörige Ambulante Pflege und Assistenz Leistungen der Pflegeversicherung Herzlich willkommen im Ev. Johanneswerk

Mehr

Leistungen der Pflegeversicherung (SGBXI) (insb.) Wohnformen, Wohngruppen. Claudia Schöne. Fachbereichsleiterin Pflegeleistungen, AOK PLUS

Leistungen der Pflegeversicherung (SGBXI) (insb.) Wohnformen, Wohngruppen. Claudia Schöne. Fachbereichsleiterin Pflegeleistungen, AOK PLUS Leistungen der Pflegeversicherung (SGBXI) (insb.) Wohnformen, Wohngruppen Claudia Schöne Fachbereichsleiterin Pflegeleistungen, AOK PLUS 2015 Pflegeversicherung Unterstützung der familiären und nachbarschaftlichen

Mehr

Informationen Ihrer Beihilfestelle. Häusliche Pflege / Teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege ( 37 und 38 BBhV)

Informationen Ihrer Beihilfestelle. Häusliche Pflege / Teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege ( 37 und 38 BBhV) Bundesfinanzdirektion Mitte Seite 1 von 6 Stand: 28.07.2014 Informationen Ihrer Beihilfestelle Häusliche Pflege / Teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege ( 37 und 38 BBhV) A)

Mehr

Pflegesachleistungen bzw. Pflegegeld sind möglich, wenn der zu Pflegende zu Hause durch einen Pflegedienst oder Angehörige versorgt wird.

Pflegesachleistungen bzw. Pflegegeld sind möglich, wenn der zu Pflegende zu Hause durch einen Pflegedienst oder Angehörige versorgt wird. Ambulante Leistungen der Pflegeversicherung Pflegesachleistungen bzw. Pflegegeld sind möglich, wenn der zu Pflegende zu Hause durch einen Pflegedienst oder Angehörige versorgt wird. Pflegesachleistungen

Mehr

Stationäre Kurzzeitunterbringung für Menschen mit Behinderung in den Rotenburger Werken der Inneren Mission

Stationäre Kurzzeitunterbringung für Menschen mit Behinderung in den Rotenburger Werken der Inneren Mission Stationäre Kurzzeitunterbringung für Menschen mit Behinderung in den Rotenburger Werken der Inneren Mission Einleitung Stationäre Kurzzeitaufenthalte ermöglichen befristete Entlastungen bei der Betreuung

Mehr

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) TARIF PEK

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) TARIF PEK DKV Deutsche Krankenversicherung AG Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) TARIF PEK PFLEGEKOSTENVERSICHERUNG ERGÄNZUNG ZUR PRIVATEN UND ZUR SOZIALEN PFLEGEPFLICHTVERSICHERUNG (PPV/SPV) Die AVB umfassen

Mehr

Leistungen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Leistungen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Vorwort Checkliste Grundlegende Fakten Leistungen Vereinbarkeit von Beruf und Pflege Informationen für Mitarbeiter e.v. Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese Informationsbroschüre wurde vom Arbeitskreis

Mehr

Mehr Entlastung. Mehr Flexibilität. Mehr Leistungen.

Mehr Entlastung. Mehr Flexibilität. Mehr Leistungen. Mehr Entlastung. Mehr Flexibilität. Mehr Leistungen. Ambulante Dienste Kundeninformationen zur Einführung des 1. Pflegestärkungsgesetzes. Das können Sie ab 2015 von uns erwarten. Ab 2015: Bessere Pflege-

Mehr

Die private Pflegevorsorge

Die private Pflegevorsorge Die private Pflegevorsorge CISCON Versicherungsmakler GmbH 53804 Much Tel.: 02245 / 9157-0 Fax: 02245 / 9157-27 Info@CISCON.de www.ciscon.de Der demografische Wandel in Deutschland ist in vollem Gange.

Mehr

EVANGELISCHE KIRCHE IN HESSEN UND NASSAU

EVANGELISCHE KIRCHE IN HESSEN UND NASSAU EVANGELISCHE KIRCHE IN HESSEN UND NASSAU Beihilfestelle der EKHN Paulusplatz 1 64285 Darmstadt MERKBLATT über die Gewährung von Beihilfen zu Pflegekosten nach 9 der Hessischen Beihilfenverordnung (HBeihVO)

Mehr

Pflegeplatzvermittlung 0800.22 30 800. kostenlose 24h Hotline. Pflegeleistungen. Das ändert sich ab 01.01.2015

Pflegeplatzvermittlung 0800.22 30 800. kostenlose 24h Hotline. Pflegeleistungen. Das ändert sich ab 01.01.2015 Pflegeleistungen Das ändert sich ab 01.01.2015 Pflegeplatzvermittlung 0800.22 30 800 kostenlose 24h Hotline Pflegegeld für häusliche Pflege Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige

Mehr

Merkblatt Kurzzeitpflege / Verhinderungspflege

Merkblatt Kurzzeitpflege / Verhinderungspflege Merkblatt Kurzzeitpflege / Verhinderungspflege Kurzzeitpflege 42 SGB XI (Pflegeversicherungsgesetz) Stand: 09.2013 In der Kurzzeitpflege wird ein pflegebedürftiger Mensch für einen begrenzten Zeitraum

Mehr

Neue Regelungen für Pflegebedürftige

Neue Regelungen für Pflegebedürftige Neue Regelungen für Pflegebedürftige Erstes Pflegestärkungsgesetz tritt am 1. Januar 2015 in Kraft von Katja Kruse Durch zwei Pflegestärkungsgesetze will die Bundesregierung in dieser Wahlperiode die pflegerische

Mehr

Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz

Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz Inhalt: 1. Begriffsbestimmungen welche Personen sind umfasst? 2. Leistungsverweigerungsrecht / kurzzeitige Arbeitsverhinderung 3. Wann besteht der Pflegezeitanspruch?

Mehr

Demenz & Soziales Aktualisierungen 2015

Demenz & Soziales Aktualisierungen 2015 Demenz & Soziales Aktualisierungen 2015 S. 24 Pflegeversicherung Zusätzliche Leistungen bei Demenz (Stand: 1.1.2015) Menschen mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf (z. B. bei Demenz, schweren Psychosen,

Mehr

Pflegereform 2015 - Pflegestärkungsgesetz Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz

Pflegereform 2015 - Pflegestärkungsgesetz Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz Pflegereform 2015 - Pflegestärkungsgesetz Leistungsausweitung für Pflegebedürftige - Fünftes SGB XI- Änderungsgesetz 36 SGB XI - Sachleistungen Die Sachleistungen werden dynamisiert und betragen ab dem

Mehr