Über (Selbst-) Motivation und Willenskraft Wie geht das?

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1 Über (Selbst-) Motivation und Willenskraft Wie geht das? WebConference 29. September 2015 Dipl.-Psych. Nathalie Demski Inhaberin ND Consult Hamburg 1

2 (Selbst-) Motivation ein Dauerbrenner 2

3 Unsere Themen Was ist überhaupt (Selbst-) Motivation und was motiviert mich? Was sind persönliche Unzufriedenheitsfaktoren? Wie echt ist unsere (Selbst-)Wahrnehmung und unser Denken? Womit stehen wir uns häufig selbst im Weg? Limonade für mehr Willenskraft? Aktuelle Erkenntnisse der Gehirnforschung Willenskraft trainieren macht das Gehirn das mit? 3

4 Wie (arbeits-) motiviert sind Sie zur Zeit? Im Großen und Ganzen sehr stark eher stark genug weniger überhaupt nicht 4

5 Aktueller Gallup Engagement-Index 16 % der Arbeitnehmer sind stark engagiert und emotional an ihr Unternehmen gebunden 67 % der Deutschen machen Dienst nach Vorschrift 17 % der Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt Jeder 6. Arbeitnehmer hat keinen Bock Laut Gallup-Schätzung liegt der volkswirtschaftliche Schaden durch schlecht motivierte Mitarbeiter bei 98,5 bis 118,4 Millarden Euro pro Jahr Quelle: Spiegel Online Wirtschaftswoche Online 5

6 Was ist Motivation? Motivation = Beweggrund Der Grund, warum wir uns bewegen, etwas tun, anpacken. Warum gehen Sie (jeden Morgen) zur Arbeit? Job nicht verlieren Lebensunterhalt verdienen Die Arbeit macht Spaß Lieber unter Menschen als allein Verantwortung gegenüber der Familie Kollegen nicht im Stich lassen Jeder Mensch hat eine ihm eigene Motivationsstruktur! 6

7 Motivation aus Sicht der Neurowissenschaften Was treibt uns an? Was motiviert uns? Der Mensch strebt danach, solche Ereignisse herbeizuführen, die positive Gefühlszustände anregen. (Appetenz) Der Mensch strebt danach, solche Ereignisse zu vermeiden, die zu negativen Gefühlszuständen führen (Aversion). 7

8 Motivation aus Sicht der Neurowissenschaften Hieraus können wir folgern, dass dieser Mensch wohl sehr durstig ist. Diesen inneren Zustand, nämlich durstig, können wir aber gar nicht beobachten. Das einzige, was wir beobachten können ist das Verhalten. Wir folgern aus dem beobachteten Verhalten einen inneren Zustand und nehmen dann diesen inneren Zustand, um das beobachtete Verhalten zu erklären. Durstgefühl Suchtgefühl 8

9 Motivation aus Sicht der Neurowissenschaften Motivation entsteht dann, wenn bestimmte Ereignisse in der Umwelt oder im eigenen Körper durch Zentren des limbischen Systems registriert werden, die dann wiederum auf Zentren unseres Gehirns einwirken, die unser Verhalten steuern. Eine besonders interessante Erkenntnis hierbei ist, dass uns nicht das eigentliche Erleben von positiven Gefühlen oder das eigentliche Erleben negative Gefühle vermieden zu haben motiviert, sondern vielmehr das Streben nach diesen Zuständen. Es ist also die Vorstellung davon, wie wir uns auf dem Weg zur Erreichung eines Zieles fühlen, was uns motiviert. Nicht aber das Ziel selbst! 9

10 Wie gut kenne ich mich??? 10

11 Motivation und (Un-) Zufriedenheit Wünsche Angebot Zufriedenheit ist stark von unsere Einstellung und unseren bisherigen Erfahrungen geprägt. Unsere Wahrnehmung und Gedanken bestimmen, was wir als positiv empfinden und was nicht, wo wir uns selbst unter Stress setzen oder Dinge geruhsam angehen. 11

12 Hemmschuhe, die uns im Weg stehen: Unsere Wahrnehmung und Überzeugung Hirnforscher postulieren klipp und klar: Wir sehen nicht mit dem Auge, wir sehen mit dem Gehirn! 12

13 Was sehen Sie? 13

14 Hemmschuhe, die uns im Weg stehen: Unsere Wahrnehmung und Überzeugung Wir glauben, was wir sehen Und wir sehen, was wir glauben! Das, was nicht zu unserer Überzeugung passt, wird von unserem Filter sorgfältig aussortiert. Wie soll ich ändern, was ich mir jahrzentelang angewöhnt habe? Geht das denn überhaupt? 14

15 Willenskraft trainieren Erkenntnisse der Gehirnforschung Limonade für mehr Willenskraft und Selbstdisziplin? Willenskraft ist eine begrenzte Ressource. Wird zu viel davon verbraucht, kann es zu einem Mangel an Selbstdisziplin in anderen Lebensbereichen führen. Unser Gehirn kann lernen, das Aufbringen von Willenskraft zu automatisieren und energiesparender zu machen. Rituale und kleine Übungen helfen bei der Selbstüberwindung. 15

16 Quickies für mehr Motivation To Go Holen Sie sich Ihre verdiente Anerkennung. Probieren Sie mal etwas völlig anderes aus. Hüten Sie sich vor Ihrem größten Kritiker und Verhinderer sich selbst. Analysieren Sie mal (in Zeitlupe) Ihre Gedankenmuster und Gewohnheiten. Vermeiden Sie Aufschieberitis und gehen Sie Dinge beherzt an trainieren Sie Ihr Gehirn neu. Gehen Sie behutsam mit Ihrer Energie um. Bleiben Sie am Ball. und Warten Sie nicht auf Wunder Das Wunder sind Sie selbst als Mensch! 16

17 Fragen etc.? 17

18 Und einfach auch daran denken Pessimisten küsst man nicht. 18

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