Gezielt, professionell und brandgefährlich

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1 Gezielt, professionell und brandgefährlich Wie neue Angriffe Unternehmen an ihrem schwächsten Punkt treffen Dr. Stefan Rummenhöller, r-tec IT Security, Wuppertal, Aalen

2 AGENDA SEITE 2 1. Angriffsflächen Wovon reden wir. 2. Angriffe auf Netze und Webservices 3. Angriffe auf SAP-Systeme 4. Sicherheit kritischer Systeme 5. Zusammenfassung

3 1 Angriffsflächen

4 DIE HARD FBI Computer Ampelanlagen, Alarmanlagen Soziale Träger (Sozialdaten) Satelliten Stationäre Kommunikationsanlagen (Polizei, Militär) Stromnetze Kühlsysteme Autos DAS PASSIERT JA NUR IN FILMEN? Nein, leider Realität

5 ANGRIFFSFLÄCHEN SEITE 5 Unternehmensnetzwerke Webseiten /Portale SAP Systeme Kritische Systeme

6 2 Angriffe auf Netze und Webservices

7 Untersuchung von Perimeternetzen über Internet SEITE 7 Branche Ursache(n) Folge(n) Automotive Kommunal-RZ Kommune Schwachstellen in Webanwendungen Servicekonten mit Systemrechten Default-Kennwörter Schwachstelle im CMS File-Uploads im CMS Lokale Sicherheitslücken Schwachstelle in Adresssuche Designfehler in Formularen Admin-Zugriff auf über 100 Systeme im Backup-Netz Zugriff auf CMS-DB Shell-Upload per CMS Root Access Zugriff auf sämtliche Statistikdaten Manipulation von Verwaltungsvorgängen Energieversorger Fehlkonfiguration des Webservers Zugriff auf Kundendaten/Bankverbindungen Manipulation von Verbrauchsdaten Zugriff über Backup-Netz auf alle Business- Systeme Handel Schwachstellen im CMS Vollzugriff auf CMS Auslesen aller Kundendatensätze Zugriff auf SAP Medizin Designfehler Netzwerksicherheit Internetzugriff auf medizinisches Equipment Lebensgefahr

8 Untersuchung von Perimeternetzen über Internet SEITE 8 Branche Ursache(n) Folge(n) Automotive Kommunal-RZ Kommune Schwachstellen in Webanwendungen Servicekonten mit Systemrechten Default-Kennwörter OWASP Admin-Zugriff auf über 100 Systeme im Backup-Netz Schwachstelle im CMS Zugriff auf CMS-DB File-Uploads im CMS Shell-Upload per CMS Lokale Sicherheitslücken Root Access OpenWebApplication Schwachstelle in Adresssuche Zugriff auf sämtliche Statistikdaten Designfehler in Formularen Manipulation von Verwaltungsvorgängen Security Project Energieversorger Fehlkonfiguration des Webservers Zugriff auf Kundendaten/Bankverbindungen Manipulation von Verbrauchsdaten Zugriff über Backup-Netz auf alle Business- Systeme Top 10! Handel Schwachstellen im CMS Vollzugriff auf CMS Auslesen aller Kundendatensätze Zugriff auf SAP Medizin Designfehler Netzwerksicherheit Internetzugriff auf medizinisches Equipment Lebensgefahr

9 Open Web Application Security Project (OWASP) SEITE 9 1. A1 Injection 2. A2 Broken Authentication and Session Management (was formerly A3) 3. A3 Cross-Site Scripting (XSS) (was formerly A2) 4. A4 Insecure Direct Object References 5. A5 Security Misconfiguration (was formerly A6) 6. A6 Sensitive Data Exposure (merged from former A7 Insecure Cryptographic Storage and former A9 Insufficient Transport Layer Protection) 7. A7 Missing Function Level Access Control (renamed/broadened from former A8 Failure to Restrict URL Access) 8. A8 Cross-Site Request Forgery (CSRF) (was formerly A5) 9. A9 Using Known Vulnerable Components (new but was part of former A6 Security Misconfiguration) 10.A10 Unvalidated Redirects and Forwards Quelle: /www.owasp.org

10 Angriffe auf interne Netze SEITE 10 Branche Ursache(n) Folge(n) Stadtverwaltung Handel Finance Inoffizielle Netzwerkshares Designfehler im Berechtigungskonzept Mehrfachverwendung von Kennwörtern Schlechtes Patch-Management Unzureichende Zonierung Default-Kennwörter Backup-Files Zugriff sensiblen Daten: Rechnungen, Mahnungen, Verbrauchsdaten Gesundheits-, Sozial-, Adress- und Bankverbindungsdaten von Bürgern Buchungsprotokolle der städtischen Bankkonten Gehaltsdaten der Angestellten Zugriff auf sämtliche Datensicherungen Administratorrechte Mehr als kritische Sicherheitslücken in nur 716 Systemen Nachweisliche Malware-Vorkommen Zugriff auf hochkritische Geschäftsdaten, Mahnungen, Zahlungsverkehr, Datenbanken mit Tagespreisen Kreditkartenbuchungen Administratorrechte Zugriff auf Datensicherungen von Businesskernsystemen, Manipulation von aktiven Netzkomponenten

11 Angriffe auf interne Netze SEITE 11 Branche Ursache(n) Folge(n) Stadtverwaltung Handel Finance Inoffizielle Netzwerkshares Designfehler im Berechtigungskonzept Mehrfachverwendung von Kennwörtern Schlechtes Patch-Management Unzureichende Zonierung Default-Kennwörter Backup-Files Zugriff sensiblen Daten: Rechnungen, Mahnungen, Verbrauchsdaten Gesundheits-, Sozial-, Adress- und Bankverbindungsdaten von Bürgern Buchungsprotokolle der städtischen Bankkonten Gehaltsdaten der Angestellten Zugriff auf sämtliche Datensicherungen Administratorrechte Baseline Security! Grundschutz Mehr als kritische Sicherheitslücken in nur 716 Systemen Nachweisliche Malware-Vorkommen Zugriff auf hochkritische Geschäftsdaten, Mahnungen, Zahlungsverkehr, Datenbanken mit Tagespreisen Kreditkartenbuchungen Administratorrechte BSI- Empfehlungen Zugriff auf Datensicherungen von Businesskernsystemen, Manipulation von aktiven Netzkomponenten

12 3 SAP Landschaften

13 TYPISCHE ANGRIFFSPUNKTE SEITE 13 SAP -Systeme bieten zahlreiche Angriffspunkte: Standardbenutzernamen und kennwörter unzureichend abgesicherte Dienste Ohne Anmeldedaten auslesbare Systeminformationen Nutzbarkeit bekannter SAP Schwachstellen Konfigurationsfehler, wie z.b. unsicher konfigurierte Parameter Nicht umgesetzte SAP-Security Notes Schlecht konfigurierte SAP Router Unterschiede in der Sicherheit zwischen Produktions-, Test- und Entwicklungssystemen

14 BEISPIELE AUS UNSEREN PENTEST SAP SYSTEME SEITE 14 Branche Ursache(n) Folge(n) Energieversorger: Energieversorger Industrie Schwachstelle in SAP integrierten öffentlichen Webdiensten Systemkonten mit zu weitreichenden Berechtigungen und Standardkennwörtern keine Separierung der SAP-Systeme vom AD, Auslesen der SAP Datenbank über Internet Zugriff und Manipulation aller Daten im lokalen Netz: CRM, ERP, HR Kompromittieren des AD und in Folge Zugriff für Angreifer auf SAP-Datenbank im lokalen Netz ohne Autorisierung und somit Zugriff auf alle Daten Energieversorger Fehlkonfiguration des Webservers Zugriff auf Kundendaten/Bankverbindungen Manipulation von Verbrauchsdaten Zugriff über Backup-Netz auf alle Business- Systeme Automobilzulieferer (Tier-1) Mangelhafte Absicherung des VPN Zugriff von Extern auf interne SAP Systeme. Anlegen neuer Benutzer mit allen Rechten über Schwachstelle im Benutzer-Management ermöglicht Auslesen und Manipulation von Daten.

15 TYPISCHE ANGRIFFSPUNKTE SEITE 15 SAP-Systeme bieten zahlreiche Angriffspunkte: Standardbenutzernamen und kennwörter unzureichend abgesicherte Dienste Ohne Anmeldedaten auslesbare Systeminformationen Nutzbarkeit bekannter SAP Schwachstellen Konfigurationsfehler, wie z.b. unsicher konfigurierte Parameter Nicht umgesetzte SAP-Security Notes Schlecht konfigurierte SAP Router Unterschiede in der Sicherheit zwischen Produktions-, Test- und Entwicklungssystemen Quelle: /www.bizec.org

16 4 Kritische Systeme

17 KRITISCHE SYSTEME : WOVON REDEN WIR? 17 Smart Displays ATM SCADA Automaten Medizintechnische Systeme Produktionsanlagen Gebäudetechnik Car Navigation/HMI Controller Set-Top Box Kiosks- Systeme Multifunktionale Printer VOIP Anlagen Kassensysteme Self Checkout

18 KRITISCHE SYSTEME : WOVON REDEN WIR? 18 Smart Displays ATM Medizintechnische Systeme Produktionsanlagen SCADA Automaten Controller Set-Top Box Kiosks- Systeme Multifunktionale Printer Gebäudetechnik Es gibt neben PCs und Servern viele Systeme, die heute schon direkt oder indirekt Car am Internet hängen, eine IP besitzen oder von Navigation/HMI IP Systeme gesteuert werden. Tendenz stark steigend VOIP Anlagen Die IPv6 Einführung verschärft das Problem. Kassensysteme Self Checkout

19 BEISPIEL ENERGIEVERORGUNG SEITE 19

20 SIMAGIC SEITE /2010: ca. 50 Systeme Tagesaktuell: ca. 51 CP und 150 HMI davon 93 Std.

21 BEISPIEL MEDIZINTECHNIK SEITE 21

22 BEISPIEL SCANNER/DRUCKER/FAXGERÄTE SEITE 22

23 BEISPIEL Voice over IP SEITE 23

24 WO IST DAS PROBLEM? 24 + Einzel- oder Insellösungen + Unkontrollierter Zugriff auf das Netz und Systeme durch diverse Parteien (Eigene Mitarbeiter, Wartungstechniker, Prüfer, Partner, Kunden, Gäste,...) + Sorglosigkeit im Umgang mit Zugängen auf die Systeme (Wartungszugänge) + Lange Laufzeit des gekoppelten Systems => keine aktuellen Betriebssysteme + Embedded Systeme => kein Bewusstsein für Gefährdungen + Virenschutz/Sicherheitssoftware teilweise nicht zugelassen (Medizinprodukte) + fremde Hardware, Prüfung ist nicht möglich + Keine oder zu wenig Betriebssystem-Updates

25 4.1 Vorgehen

26 VORGEHEN 26 Identifikation: Welche Systeme sind kritisch? (Alles, was IP spricht oder an IP Netzen hängt.) Risikobetrachtung und bewertung Händisch oder mit Hilfe von Tools) angepasst an Normen (ISO ISO ) Erstellung oder Einbindung in Security Konzept mit Maßnahmenplan Umsetzung und Kontrolle + Organisatorische Maßnahmen + Technische Maßnahmen

27 RISIKOBETRACHTUNG MIT FMEA FMEA: Failure Mode and Effect Analysis Potentielle Fehler Fehler folge Fehlerort Fehlermerkmal Fehlerursache Kontrollmaß nahmen Derzeitiger Zustand A * B * E * RPZ* Empfohlene Maßnahmen Verantw ortlich Getroffene Maßnahmen Verbesserter Zustand A * B * E * RPZ* Produktentwicklung unautorisierter Zugang zu Produktdaten/ Dokumentationen Innovationsverlust, Reputationsverlust ungeschützte externe Verbindungen Penetrationstests, Audits Verschlüsselung Endpoint- Security IDS Verschlüsselung Authentisierung/ Autorisierung Audits Konzept Perimetersecurity Internet- Team Internal- IT, AD- Mgmt Diebstahl oder Angriff auf mobile Clients Security-Suite Bietet eine strukturierte Herangehensweise ungeschützte interne Verbindungen Implementierung Vollverschlüsselung und Endpoint- NAC LAN- NAC zur Risikoermittlung und -bewertung Team DHCP Logs Geeignet, um quantitative Ergebnisse zu Device-Control Internal- Implementierung ungeschützte IT, AD- Device-Control Ports/ Devices Mgmt. bekommen Diebstahl oder Angriff auf mobile Clients Verschlüsselung, Endpoint- Security Internal- IT, AD- Mgmt. Implementierung Vollverschlüsselung und Endpoint- Security-Suite Mangelnde Zugangs- /Zutrittsregelungen Begehungen A=Auftreten, B=Bedeutung, E=Entdeckung (1=gering 10=hoch)

28 RISIKOBETRACHTUNG MIT R-TEC RISK CHECK 28 Der r-tec Risk Check bietet eine strukturierte Herangehensweise angelehnt an ISO 27000, BSI und eigenen Fragenkatalogen schnell, effektiv, überschaubarer Aufwand um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen Vorgehen: 1. Erfassen der IT Risiken über standardisierten Fragenkatalog 2. Auswertung mit Gewichtung der Risiken und Maßnahmen. 3. Aufbereitet in einem Bericht

29 4.2 Technische Maßnahmen

30 TECHNISCHE MAßNAHMEN 1. Schutz vor unbefugten Systemen im Netz 2. Netzsegmentierung 3. Scannen, Filtern und Blocken des Datenverkehrs 4. Applikationskontrolle Verbesserung der Sicherheit Portkontrolle Filtern Applikationskontrolle Netzsegmentierung Maßnahmen + Abhängig von der Risikobewertung und Securitykonzept + Unter Berücksichtigung der geltenden Norm

31 ARP-GUARD Schutz vor unbefugten Systemen im Netz Lösung: Netzwerkzugangskontrolle

32 ARP-GUARD Netzwerkzugangskontrolle mit ArpGuard Automatisierte Erkennung und Zuordnung neuer Geräte, die angeschlossen werden Der Anschluss unautorisierter Notebooks, WLAN- und sonstiger Geräte wird unterbunden Adressänderungen werden protokolliert und lassen sich zurückverfolgen. Übersicht über das Netzwerk durch integriertes Adressmanagement

33 Nutzung IPS Systeme SCHUTZ UND SEGMENTIERUNG AUF NETZWERKEBENE Segmentieren der Netze über Firewalls mit Filterfunktionen (IPS, Malware, Viren ) Insel -Netze Internes Netz Zentralisieren von Wartungszugängen Internet Nutzung Firewalls mit Filter (IPS, Malware, Viren) vor sensiblen Systemen

34 KONTROLLE DER APPLIKATIONEN 34 Applikationskontrolle Application Control Kontrolle der installierten und ausfürbaren Software Schutz vor Malware und Zero-Day Exploits Reduzierung der Patchfrequenzen Gain Control Change Control Kontrolle und Unterbindung von Änderungen in Dateien File integrity monitoring for compliance

35 5 Zusammenfassung

36 ZUSAMMENFASSUNG 36 + Schutz geht heute über PCs und Server hinaus + Neben den klassischen Angriffen auf Webseiten und Unternehmensnetze gibt es neue, gewinnbringende Ziele + Problembereiche sind häufig noch nicht richtig identifiziert + Best Practice Vorschläge und Lösungen sind vorhanden, werden häufig aber nicht genutzt + Wichtig ist die Einbindung in ein gesamtheitliches Securitykonzept + Erst analysieren und Risiko identifizieren und dann erst in Technik investieren

37 Penetrationstest-Entwicklung SEITE 37 VPN SAP WASP SCADA WIFI Social Engineer ing Pentest TK- Anlagen Terminal Services Perimeter

38 6 Wer ist r-tec?

39 ÜBER R-TEC + Dienstleister ausschließlich spezialisiert auf IT-Sicherheit + IT-Security-Management, IT-Sicherheitsprüfungen, Pentest + Planung, Umsetzung und Support von IT- Securitylösungen + Gründungsjahr: Standorte: Wuppertal, Aalen, Frankfurt + Betrieb eines eigenen Supportcenter nach ITIL Standards

40 UND WENN ES DOCH PASSIERT! SEITE 40

41 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Dr. Stefan Rummenhöller r-tec IT Systeme GmbH Hatzfelder Str Wuppertal

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