Erfolgsfaktoren der ESB Business School

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1 Erfolgsfaktoren der ESB Business School Werte statt Image Düsseldorf Bundesdekanekonferenz Prof. Dr. Ottmar Schneck, Dekan ESB Business School an der Hochschule Reutlingen

2 Einführung 4 einführende Thesen für Hochschulen (1) Erfolg ist messbar (Ranking, Social Media Kontakte, Bewerberzahlen, Umfragen bei Studierenden und Alumni) (2) Erfolg ist nicht automatisch machbar (Marketingausgaben, Ausstattung) (3) Erfolg braucht Rahmendaten (Engagiertes Management, zufriedene Mitarbeiter, sich identifizierende Studierende und Alumni, kooperative Hochschulleitung, Didaktik, Curricula, Methoden ) (4) Erfolg der Zukunft setzt WERTE voraus, denn die Generation Y tickt anders 2

3 Wozu nachdenken? 3

4 Agenda 1. Image ist die Frage der Vergangenheit 2. Werte bilden 3. Theorie der Entwicklung von Generationen 4. Merkmale der Generation Y 5. Ergebnisse der ESB-Hochschulbefragung Wertevermittlung an der ESB Business School Reutlingen 7. Herausforderungen für Hochschule und Unternehmen 4

5 1. Werte bilden 6 Thesen (1) Werte entstehen nicht von selbst, sondern müssen ausgebildet werden. (2) Werte und Wissen sind die Kombination für Exzellenz bzw. Elite. (3) Werte ändern sich mit gesellschaftlichen Veränderungen. (4) Wertevermittlung durch Pädagogik ist strittig. (5) Bildung ohne Werte führt zu wert-losem Wissen (6) Wert-volle Bildung ist Kapital und führt zu Humankapital 5

6 2. Theorie der Entwicklung von Generationen Generationenforschung ist national unterschiedlich und doch global gültig USA Baby Boomers ( ) Gen X ( ) Gen Y ( ) Südafrika Baby Boomers ( ) Gen X ( ) Gen Y ( ) Russland Baby Boomers ( ) Gen X ( ) Gen Y ( ) Indien Traditional Generation ( ) Non-traditional Generation ( ) Gen Y (1981-heute) Brasilien Baby Boomers ( ) Gen X ( ) Gen Y ( ) Quelle: Deloitte 6

7 3. Merkmale der Generation Y Generation Y ( Geborene) (1) Risikoaversion und emotional (Elternschirm, wenig Rationalität) (2) Individuelle Entscheidungen (Flexibilität bis Egalität ) (3) Fordernd und effizient (Individueller Nutzwert wichtig) (4) Keine festen Ideale, Traditionen aber weltoffen und tolerant international und mobil (5) Egoismus mit hohen Ansprüchen (Verantwortung richtet sich am Prestige der Projekte aus) (6) Technikorientiert und in sozialen Netzwerken zuhause 7

8 4. Ergebnisse der ESB-Hochschul-Umfrage 2010 Onlineumfrage zum Thema Wertevermittlung an den Hochschulen Rahmenbedingungen Gerichtet an führende betriebswirtschaftliche Fakultäten und private Business Schools im deutschsprachigen Raum Umfrage enthielt sowohl offene als auch geschlossene Fragen Beantwortet wurden die Fragen von den jeweiligen Dekanen bzw. Rektoren der Fakultäten / Business Schools 8

9 4. Ergebnisse der ESB-Hochschul-Umfrage 2010 Der Wertevermittlung wird eine hohe Relevanz in der Planung beigemessen In welchem Ausmaß fließt die Vermittlung von Werten in die Planung des Studienaufbaus und -ablaufs ein? Ergebnisse 23% 15% 31% 31% hoch eher hoch mittel eher gering gering 4/5 stellen eine Werteveränderung bei ihren Studenten fest Für ca. 1/3 hat das Thema Wertevermittlung eine hohe Bedeutung Für keinen der Befragten ist die Wertevermittlung von geringer Relevanz 9

10 4. Ergebnisse der ESB-Hochschul-Umfrage 2010 Die Hochschulen setzen verschiedene Instrumente zur Wertevermittlung ein Welche Instrumente werden zur Wertevermittlung eingesetzt? Ergebnisse 92% 92% 38% 38% Förderung studentischer Initiativen(Ressorts) Angebot von dedizierten Vorlesungen, Vorträgen oder Workshops Erstellung und Umsetzung eines Ethik-Codes Angebot von Mentorenprogrammen An über 90 % der befragten Hochschulen werden studentische Initiativen gefördert und Vorlesungen zur Wertevermittlung eingesetzt Die Nutzung von Social Media spielt noch eine untergeordnete Rolle Viele Maßnahmen, wie die Unterschrift eines Ethik-Codes, basieren ausschließlich auf Freiwilligkeit 10

11 4. Ergebnisse der ESB-Hochschul-Umfrage 2010 Vor allem studiennahe Instrumente & Aktivitäten sind für die Zukunft geplant Welche Instrumente & Aktivitäten sind in Zukunft zur Vermittlung von Werten geplant? Ergebnisse 85% 61% 53% 38% Angebot von dedizierten Vorlesungen, Vorträgen oder Workshops Erstellung und Umsetzung eines Ethik- Codes Förderung studentischer Initiativen(Ressorts) Angebot von Mentorenprogrammen Alle Befragten planen die Einführung zusätzlicher Maßnahmen Vor allem studiennahe Instrumente & Aktivitäten, wie dedizierte Vorlesungen, Vorträge und Workshops, sollen vermehrt umgesetzt werden Über die Hälfte plant einen Ethik- Code einzuführen 11

12 4. Ergebnisse der ESB-Hochschul-Umfrage 2010 Zitate: Wir denken intensiv über die Einrichtung eines Lehrstuhls zur Wirtschaftsethik nach. Wir möchten unsere Aktivitäten im Bereich Wertevermittlung durch die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen ausbauen Beispiele für von der Hochschule geförderte studentische Initiativen sind unter anderem Lernpatenschaften, Blutspenden, Erste Hilfe Einsätze, Spendenaktionen und persönliche Gespräche mit dem Dekan Wir werden unsere Aktivitäten (alle vorhanden) kontinuierlich weiterentwickeln um unser Profil in diesem Bereich zu schärfen 12

13 Zusammenfassung: Von 20 angeschriebenen Hochschulen haben 13 an der Umfrage teilgenommen alle sind im Bereich Wertevermittlung aktiv Hochschule Nr Dedizierte Veranstaltungen anbieten Studentische Initiativen fördern Ethik Code anwenden (Unterschrift) Sozialpraktika durchführen lassen Sozialprojekt Mentorenprogramme anbieten 100% 92,3% 38,5% 30,8% 38,5% Anzahl Initiativen aktiv nicht aktiv n=13

14 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beispiel Pflichtveranstaltungen im Curriculum aller Studiengänge - Wirtschaftsethik - Soziale Kompetenz - Interkulturelle Kompetenz - Internationale Verhandlungsführung - Internationales Projektmanagement 14

15 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beispiel Aktive Förderung der studentischen Events ASTA - Studium Generale Studium Internationale Integration Weekend Debating Club Ressort Fundraising Ressort International Business Fair Cycling Tour for Charity United Nations Ressort Workshop Ressort MOMA-Newsletter Kultur Ressort Internationales Politik Seminar MeetReutlingen Ressort Studentenbüros je Studiengang 15

16 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beipsiel Ernsthafte Einbeziehung der Studierenden in die Gremien 5 Sitze im Fakultätsrat Bis 5 Sitze im Senat Regelmäßige Einberufung der Studienkommissionen Regelmäßige Treffen im Dekanat mit Studentensprechern 16

17 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beispiel Förderung sozialen Engagements: Blutspendetag Auslandspraktika in sozialen Einrichtungen ESB-Schulprojekte in u.a. Madagaskar, Peru und Kamerun Alternatives Karriereforum ESB-Relay ESB-Cup 17

18 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Code of Conduct Integration Weekend Oktober 2009 Beispiel Ich bin für alle meine Handlungen und daraus eventuell resultierenden Schäden und Verschmutzungen voll verantwortlich. Ich erkenne an, dass der Studentenverein keine Haftung übernimmt für Schäden und Verlust an Gegenständen sowie für Verletzungen des Körpers. Ich werde keine illegalen Drogen mitbringen, konsumieren oder auf dem Event in Umlauf bringen. Dies führt zum sofortigen Ausschluss und die Reisekosten für die Heimfahrt müssen durch mich selbst getragen werden. Auch eine Erstattung der Teilnahmegebühr ist unter keinen Umständen möglich. Ich werde auf die Anweisungen der Organisatoren hören und diese über ein mögliches Fehlverhalten anderer Teilnehmer unterrichten. Ich werde mein Zimmer aufgeräumt und besenrein hinterlassen und weiß, dass bei Nichtbeachtung die Kaution aller Bewohner des betroffenen Zimmers einbehalten wird. Ich bin mir bewusst, dass ich bei Verstoß gegen den Code of Conduct ohne Vorwarnung von der Veranstaltung ausgeschlossen werde. Weitere rechtliche und disziplinarische Schritte behält sich der Studentenverein vor. Der Teilnehmerbeitrag kann unter keinen Umständen zurückerstattet werden. Ich habe die Punkte 1 bis 6 aufmerksam gelesen und akzeptiere diese durch meine Unterschrift. Die Akzeptanz des Code of Conduct ist Voraussetzung für die Teilnahme am Integration Weekend. Ort, Datum, Vorname und Nachname Vereinbarung eines Verhaltenscodex für studentische Events durch den Studentenverein selbst (Hinweis auf volle Verantwortung für eigenes Handel - nicht nur als Haftungsausschluß) 18

19 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beispiel ESB Spirit mit gelebten Werten durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren und Studierenden Kommunizierte Werte sind: Respekt Vertrauen Engagement 19

20 5. Wertevermittlung an der ESB Business School Beispiel Kommunikation und Weitergabe des ESB Spirits in den Medien, über soziale Netzwerke und die ESB Alumniorganisation - Mentorenprogramm - Europolitan - Graduate Studies Forum - Homecoming - Stammtische in der ganzen Welt 20

21 6. Herausforderungen für Unternehmen und Hochschulen (1) Unternehmen und Hochschulen müssen ihr Recruiting umstellen (Flexibilität, Attraktivität, Mobilität im Fokus führt zu anderen Einstellungsstrategien) (2) Hochschulen müssen ihre Lehrpläne entschlacken (weniger Vorlesung, mehr Gruppenarbeit, internationale multikulturelle Teams in Projektarbeiten, interessante Thesis-Themenstellungen) (3) Die Erwartungen an die Generation Y anpassen: Erwarten Sie das Beste von der Generation Y und sie werden es bekommen (Tulgan und Martin 2001) 21

22 Literaturverzeichnis Arthur M. Baldonado: 25 Ways to Motivate Generation Y: A Pocketbook Guide, Paperback, 2008 Sylly Bibb: Reekies Guide to Generation Y, Frem rookies to expert in a week, Ort, Jahr - finde ich nicht im Internet Sylvia Collins-Mayo, Bob Mayo, and Sally Nash, Faith of Generation Y, Paperback 2010 Bruce Tulgan, Not everyone gets a trophy - How to manage Generation Y, Jossey Bass, 2009 Bruce Tulgan, Carolyn A. Martin, Managing the Generation Mix: From Urgency to Opportunity, Hrd PR, 2006 Bunch, Jim; Fields, Bea und Wilder, Scott: Millennial Leaders: Success Stories from Today's Most Brilliant Generation y Leaders, Mundelein, Burgio-Murphy, Andrea und Murphy, Mark: Generation Y and the New Rules of Management South Carolina: Booksurge Llc, Johnson, Lisa: Mind Your X's and Y's: Satisfying the 10 Cravings of a New Generation of Consumers, Free Press, Johnson, Meagan: Generations, Inc: From Boomers to Linksters--Managing the Friction Between Generations at Work, Amacom Books, Jureit, Ulrike und Wildt, Michael: Generationen, Hamburger Edition, Lipkin, Nicole A. und Perrymore, April J.: Y in the Workplace: Managing the "Me First" Generation, Career Press, Parment: Die Generation Y Mitarbeiter der Zukunft; Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für das Personalmanagement, Gabler 2009 Tulgan, Bruce und Martin, Carolyn A.: Managing Generation Y: Global Citizens Born in the Late Seventies and Early Eighties, HRD Press,

23 Facts and Figures ESB Business School - 40 Jahre Erfahrung in der Vermittlung internationaler anwendungsorientiertem Wissen in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen - 18 Studienprogramme (12 Bachelor, 6 Masterprogramme) mit mindestens einem Auslandssemester als Pflicht; vielfältige Sprachangebote; international abgestimmte Curricula Studierende; davon 30 % Ausländer; mit Mitgliedern größter Alumniverein Deutschland; aktives Mentoringprogramm, undcareer Center Partnerhochschulen in der ganzen Welt; Dual und Double Degrees - 60 Professorinnen und Professoren; 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - 45 Firmen im Förderverein V.I.M.A; 24 aktive Beiräte - DAAD-Auszeichnung 2010 zur Internationalen Hochschule Deutschlands - Top-Rankings seit den 80er Jahren bei WIWO, Junge Karriere, CHE, DIE ZEIT 23

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