Szenariobasierter Entwurf Ein Modell zur Gestaltung interaktiver Systeme

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1 Szenariobasierter Entwurf Ein Modell zur Gestaltung interaktiver Systeme Friederike Länge tekom-jahrestagung, Wiesbaden November 2006 Seite 1 von 28 Szenariobasierter Entwurf

2 Agenda Ausgangssituation Szenariobasierter Entwurf Entwurf einer Foto-Video-Applikation anhand der Vorgehensweise Szenariobasierter Entwurf Diskussion Seite 2 von 28 Szenariobasierter Entwurf

3 Ausgangssituation Welche Methoden sollen bei der Entwicklung eines interaktiven Systems angewandt werden? Software Methoden Usability Methoden Entwurf und Konzeption Seite 3 von 28 Szenariobasierter Entwurf

4 Szenariobasierter Entwurf Der Szenariobasierte Entwurf ist eine Vorgehensweise, bei der in einem kreativen Prozess verschiedene Methoden und Ansätze miteinander verbunden werden. Der Entwurf eines interaktiven Systems erfolgt anhand verschiedener Szenarien. Problemszenario Aktivitätsszenario Informationsszenario Seite 4 von 28 Szenariobasierter Entwurf

5 Bestandteile eines Szenarios Reale Personen (Stakeholder) Themen (Themes) Werkzeuge (Artefacts) Tätigkeiten (Task Analysis) Seite 5 von 28 Szenariobasierter Entwurf

6 Vorteile des Szenariobasierten Entwurfs Verbindung verschiedener Methoden und Ansätze. Der Nutzer und sein Umfeld werden nicht aus den Augen verloren. Eine Vorgehensweise die hilft Ideen zu entwickeln. Probleme können erkannt und beseitigt werden. Eine Basis, die von allen Beteiligten in der Entwicklung verstanden wird. Seite 6 von 28 Szenariobasierter Entwurf

7 Foto-Video-Applikation Phase I Zielgruppen ermitteln. Singles Familien Senioren Technikfreaks Nutzungskontext der Zielgruppen ermitteln. Nuztungskontext analysieren. Seite 7 von 28 Szenariobasierter Entwurf

8 Phase II Problemszenario Nutzungskontext analysieren: Reale Personen Themen Werkzeuge Tätigkeiten Seite 8 von 28 Szenariobasierter Entwurf

9 Phase II Problemszenario Personen Hugo: 29 Jahre alt, hat eine Lehre als Bankkaufmann abgeschlossen. Er liebt das Fotografieren mit seiner digitalen Kamera... Fred: 28 Jahre alt, hat sich schon immer für Technik aller Art interessiert. Fred besitzt viele technische Geräte und ist stets auf dem Laufenden was die Technik angeht. Er interessiert... Julia: 27 Jahre, ist Soziologiestudentin. Julia ist aufgeschlossen, technikinteressiert und modebewusst. Sie ist ein geselliger fröhlicher Mensch ohne Berührungsängste. Sie besitzt... Seite 9 von 28 Szenariobasierter Entwurf

10 Phase II Problemszenario Themen Fotografieren Bilder archivieren Bilder präsentieren Bilder bearbeiten Seite 10 von 28 Szenariobasierter Entwurf

11 Phase II Problemszenario Werkzeuge Fotoapparat/Videokamera Memory Stick/Kabel Bilder, Dias, Filme Musik Fotoalbum Diaprojektor mit Bedieneinheit Computer mit Maus Seite 11 von 28 Szenariobasierter Entwurf

12 Phase II Problemszenario Tätigkeiten Kernaufgaben Archivieren Bearbeiten Präsentieren Unteraufgaben (Beispiel Archivieren) Ordner anlegen und benennen Ordner umbenennen Ordner/Bilder löschen Ordner verschieben Seite 12 von 28 Szenariobasierter Entwurf

13 Phase II Problemszenario Schreiben des Problemszenarios: Alle Personen sollten mindestens in einem Szenario vorkommen. In der Regel mehrere Szenarien notwendig. Vor- und Nachteile in die Problemszenarien mit einarbeiten. Seite 13 von 28 Szenariobasierter Entwurf

14 Phase III Wirkungsanalyse (Claim Analysis) Die Wirkungsanalyse untersucht die Wirkung der beschriebenen Situation auf die Akteure. Positive und negative Auswirkungen auf die Akteure werden dabei festgehalten. Seite 14 von 28 Szenariobasierter Entwurf

15 Phase III Wirkungsanalyse Präsentieren Über die Tastatur können die Bildern einzeln vor- oder zurückgeschaltet werden. Ich drücke einmal auf Start und die Präsentation läuft durch. Julia schreibt während der Präsentation auf, wer ein Bild nachbestellt haben möchte. Geht schnell und stört die Präsentation nicht. Die Bilder haben keine Nummerierung. Problem beim Nachbestellen. Präsentation kann nicht gestoppt werden, während sie läuft. Der Computer steht im Arbeitszimmer, das für Präsentationen nicht geeignet ist. Seite 15 von 28 Szenariobasierter Entwurf

16 Phase IV Aktivitätsszenario Beschreibt, wie die Personen mit dem zukünftigen System Aufgaben erledigen. Grundlage für das Aktivitätsszenario Die für das Problemszenario beschriebenen Personen, Themen, Werkzeuge und Tätigkeiten. Ergebnisse der Wirkungsanalyse. Seite 16 von 28 Szenariobasierter Entwurf

17 Phase V Wirkungsanalyse Erneut wird in einer Wirkungsanalyse untersucht, wie sich die beschriebenen Situation auf die Akteure auswirkt. Positive und negative Auswirkungen auf die Akteure werden dabei festgehalten. Seite 17 von 28 Szenariobasierter Entwurf

18 Phase VI - Informationsszenario Das Informationsszenario beschreibt, was der Nutzer auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Ideen entwickeln. Kernaufgaben mit ihren Unteraufgaben herausfiltern. Informationsszenario schreiben. Bildschirmskizzen entwerfen. Seite 18 von 28 Szenariobasierter Entwurf

19 Phase VI Informationsszenario Verschiedene Beispiele Seite 19 von 28 Szenariobasierter Entwurf

20 Seite 20 von 28 Szenariobasierter Entwurf

21 Seite 21 von 28 Szenariobasierter Entwurf

22 Seite 22 von 28 Szenariobasierter Entwurf

23 Phase VII Gestaltung der Interatkion Umsetzung der Skizzen in ein Interfacedesign. Hierbei werden folgende Ansätze berücksichtigt: Designprinzipien Usabilityprinzipien Erkenntnisse aus der Ergonomie Erkenntnisse aus der Wahrnehmungspsychologie Normen und Richtlinien Positionierung im Markt Seite 23 von 28 Szenariobasierter Entwurf

24 Phase VIII - Prototyping Auswahl von Abläufen und Ansichten. Hauptfunktionen miteinander verknüpfen. Verschiedene Ansichten miteinander verknüpfen. Seite 24 von 28 Szenariobasierter Entwurf

25 Phase IX Evaluation Dient zur Überprüfung des Entwurfes Qualitätssicherung. Decken frühzeitige Schwachstellen im System auf. Zeigen Verbesserungspotenzial auf. Einbindung des Nutzers möglich. Seite 25 von 28 Szenariobasierter Entwurf

26 Fazit Durch die Verbindung von Methoden, Richtlinien und Designprinzipien mit dem Vorgehensmodell von Rosson & Carroll entsteht ein kreativer Prozess, der den Nutzer und seine Umgebung stets im Blick behält. Seite 26 von 28 Szenariobasierter Entwurf

27 Literatur Rosson, Mary Beth & Carroll, John M. (2002): Usability Engineering Scenario-based development of human-computer interaction. San Francisco: Morgan Kaufmann. Cooper, Alan. (1999): The Imates are Running the Asylum: Designing for Pleasure (Personas). Indanapolis: Sams Press. Seite 27 von 28 Szenariobasierter Entwurf

28 Danke! Fragen? Kontakt Friederike Länge 5gestalten GmbH angewandtes Informationsdesign Obere Paulusstraße 105, Stuttgart Telefon: (07 11) Telefax: (07 11) Web: Seite 28 von 28 Szenariobasierter Entwurf

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