Kapitalmarktregulierungsmittel

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1 Projekt Finanzwirtschaft WiSe 12/13 Kapitalmarktregulierungsmittel Präsentation am 16. November 2012 Eike Grigat, Corinna Frädrich

2 Gliederungsübersicht A. Einführung B. Regulierungsmittel 1. Allgemeine Instrumente 2. Entwicklung staatlicher Instrumente 3. Historische Beispiele C. Diskussion D. Lessons learned 2

3 A. Einführung 3

4 A.1 Anknüpfung: Ziele der Regulierung Systemstabilität und Gläubigerschutz Durch welche Maßnahmen können diese Ziele erreicht werden? 4

5 A.2 Perspektiven der Kapitalmarktregulierungsmittel Märkte Regionen Regulierungsgremien Regulierungsobjekte Regulierungsstrategien 5

6 A.3 Regulierungsgremien BaFin FSMA EZB/EBA Börse Bundes- bank BFM/Bun desregier ung Systemsta bilität, Gläubigerschutz Basler Ausschuss Europäisches Parlament Ratingagenturen 6

7 A.5 Regulierungsobjekte Eigenkapital Anlegerinformationen Neue Finanzinstrumente Fonds Regulier ungsobjekt Börsengang Zinsen 7

8 A.6 Regulierungsstrategien präventiv kurativ Verbote Aufbau eines Sicherungs- netzes Garantien staatlicher Stellen EK-und Liquiditätsvorschriften Portfoliorestriktionen 8

9 B. Regulierungsinstrumente 9

10 B.1 Allgemeine Instrumente Verbote Richtlinien Einschränkungen Quoten Sicherungssysteme 10

11 B.2 Entwicklung staatlicher Regulierung Solvency Basel Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz Restrukturierungsgesetz Finanzmarktförderungsgesetze Entwicklung der Verbote der neuen Finanzinstrumente Liquiditätskonsortialbank Soll- und Habenzinsabkommen Börsenumsatzsteuer 11

12 B.3 Soll- und Habenzinsabkommen Was? Soll- und Habenzinsen Provisionen Warum? Wozu? Stabilität und Rentabilität der Banken sichern Wettbewerbsdruck reduzieren Wie? Obere Begrenzung der Zinsen Wer? Bankenverband in Eigenregie Ab 1937 in Gesetzestext übernommen 12

13 B.3 Regulierung von neuen Finanzinstrumenten Was? Finanzinstrumente Warum? Wozu? Gefahren für die Solvenz von Kreditinstituten hochspekulativ Wie? Verbot von variabel verzinsten Anleihen, DM-CDs, Geldmarktfonds, Zerobonds Wer? Bundesbank 13

14 B.3 Regulierung von neuen Finanzinstrumenten Was? Finanzinstrumente Warum? Wozu? Gefahren für die Solvenz von Kreditinstituten hochspekulativ Wie? Verbot von variabel verzinsten Anleihen, DM-CDs, Geldmarktfonds, Zerobonds Wer? Bundesbank 14

15 B.3 Regulierung von neuen Finanzinstrumenten Was? Finanzinstrumente Warum? Wozu? Gefahren für die Solvenz von Kreditinstituten hochspekulativ Wie? Verbot von variabel verzinsten Anleihen, DM-CDs, Geldmarktfonds, Zerobonds Wer? Bundesbank 15

16 B.3 Regulierung von neuen Finanzinstrumenten Was? Finanzinstrumente Warum? Wozu? Gefahren für die Solvenz von Kreditinstituten hochspekulativ Wie? Verbot von variabel verzinsten Anleihen, DM-CDs, Geldmarktfonds, Zerobonds Wer? Bundesbank 16

17 B.3 Regulierung der Einlagensicherung Was? Bankenregulierung Warum? Wozu? Wie? Zusammenbruch Bankhaus Herstatt(Rettungsversuch scheiterte) Verhinderung von Runs aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten gesunder Banken Liquiditätskonsortialbank: Umwandlung von nicht-notenbankfähigen Wechseln hoher Qualität in notenbankfähige Wechsel -> lenderoflast resort bis zur Einführung der EWWU Einlagensicherungsfond (1975) Wer? Bundesbank, Privatbanken 17

18 B.3 Finanzmarktförderungsgesetze Was? Börsen Wertpapierhandel Warum? Wozu? Wie? Liberalisierung des Finanzmarkts Anlegerschutz Wettbewerbsfähigkeit deutscher Finanzinstitute sichern Streichen der Börsenumsatzsteuer Straftatbestand Insider-Handel Zulassung neuer Finanzprodukte für Fonds-Gesellschaften Wer? Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft Bundesregierung 18

19 B.3 Basel (1988, 2007, 2013) Was? Bankenregulierung Eigenkapitalausstattung Warum? Wozu? Stabilität der Kreditinstitute Ausfallrisiken in Höhe und Häufigkeit reduzieren Systemrisiken minimieren Wie? Höhere Eigenkapitalanforderungen Vermehrte Betrachtung der Ratings Wer? Basler Ausschuss für Bankenaufsicht 19

20 B.3 Solvency(2002, 2013) Was? Versicherungsgesellschaften Warum? Wozu? Wie? Risikomanagement Mindestkapitalanforderung Berichterstattung Kapitalanforderungen Governance-Vorschriften Veröffentlichungspflichten Wer? EU-Kommission Prozess: Lamfalussy-Verfahren 20

21 B.3 Regulierung von offenen Immobilienfonds Was? Umsetzung der AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Funds Manager) Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz Warum? Wozu? Wie? Reaktion auf Finanzkrise und Skandale bei Immobilienfonds Schaffung gemeinsamer europäischer Anforderungen für AIF und AIFM Schutz vor Liquiditätsengpässen Verbot neuer offener Immobilienfonds ab 2013 Mindesthaltedauer 2 Jahre, Kündigungsfrist 1 Jahr Rückgabe-Maximalhöhe EUR pro Halbjahr Wer? Bundesfinanzministerium bzw. Europäisches Parlament 21

22 B.3 Regulierung der Systemrisiken Was? Restrukturierungsgesetz (Nov 2010) Restrukturierungsfonds-Verordnung (2011) Warum? Wozu? Finanzkrise, Wettbewerbsverzerrungen aus Refinanzierungsvorteilen Minimierung der Risiken von Finanzinstituten, Kosten künftiger Bankenkrisen sollen selber getragen werden Wie? Bankenabgabe in Restrukturierungsfond Einteilung der systemisch wichtigen Banken Wer? Bundesregierung Aufsicht durch Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA 22

23 C. Diskussion 23

24 C.1 Hochfrequenzhandel High Frequency Trading(HFT) HFT seit 1998/ % der Börsenumsätze in Deutschland Großteil aber OTC-Geschäfte Krisen: Black Monday1987, Flash Crash Mai 2010, Knight Capital Geplante Regulierung: Auf EU-Ebene im Rahmen der MIFID II voraussichtlich ab 2014 In Deutschland Hochfrequenzhandelsgesetz ab

25 C.2 Hochfrequenzhandel Vor-und Nachteile des Hochfrequenzhandels 25

26 C.2 Vor- und Nachteile des Hochfrequenzhandels Vorteile Nachteile 26

27 C.3 Hochfrequenzhandelsgesetz Regulierungensmittel: Überwachung durch die BaFin Verbot störender oder täuschender Handelspraktiken Bei exzessiver Nutzung Gebühren Handel mit Aktien wird bei ungewöhnlichen Kursschwankungen unterbrochen Zulassungspflicht für die Betreiber superschneller Handelscomputersysteme Rechenmodelle offenlegen Kennzeichnung von algorithmischen Orderaufträgen 27

28 D. Lessonslearned 28

29 D. Lessons learned Tendenzen der Gesetzgebung Vielfältigkeit der Mittel Eingriffe des Staates Überregulierung des Finanzsektors Reicht Börsenselbstregulierung nicht aus? Umgehen der Regulierungen, z.b. HFT: Werden alle Akteure am HFT-Markt erfasst? 29

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 30

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