SIMATIC S Aktualisierung des S Systemhandbuchs, Ausgabe 04/2012 Produktinformation

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1 SIMATIC S Aktualisierung des S Systemhandbuchs, Ausgabe 04/2012 Produktinformation Trotz des Bemühens, die Genauigkeit und Klarheit der Produktdokumentation sicherzustellen, enthalten einige Seiten des S Systemhandbuchs Informationen, die unvollständig, falsch oder irreführend sind. Neue Module für die S Neue Module erweitern die Leistungsstärke der S CPU und bieten Ihnen die erforderliche Flexibilität für Ihren Automatisierungsbedarf: Neue, verbesserte CPUs: Die neue CPU 1215C DC/DC/DC, CPU 1215C DC/DC/Relais und CPU 1215C AC/DC/Relais bieten 100 KB Arbeitsspeicher, Dual-Ethernet und Analogausgänge. Die neuen, verbesserten CPU 1211C, CPU 1212C und CPU 1214C verfügen über eine schnellere Verarbeitungszeit, die Möglichkeit für 4 PTOs (die CPU 1211C benötigt hierfür ein Signalboard), einen größeren remanenten Speicher (10 KB) und eine längere Haltezeit der Echtzeituhr (20 Tage). Neues E/A-Signalmodul: Das SM 1231 AI 4 x 16-Bit bietet eine höhere Abtastrate und eine größere Anzahl von Bits. Das neue Batterieboard (BB 1297) bietet langfristige Pufferung der Echtzeituhr. Das BB 1297 kann in den Steckplatz des Signalboards der S CPU (ab Firmware V3.0) gesteckt werden. Voraussetzungen Um die neuen Module zu verwenden, müssen Sie STEP 7 ab V11 SP2 Update 3 (Basic oder Professional) verwenden und Sie müssen das Hardware-Support-Paket (HSP) für neue Module über den Menübefehl Optionen > Support-Pakete in STEP 7 herunterladen. Befolgen Sie die Anweisungen zum Hinzufügen von Modulen zum Hardwarekatalog für STEP 7 (TIA-Portal), die Sie auf der Siemens-Website "Service & Support" (http://support.automation.siemens.com) finden. Verhalten der S nach einem schweren Fehler Wenn die S CPU einen schweren Fehler erkennt, geht sie in einen Störungszustand und führt die folgenden Schritte aus: 1. Sie schaltet die Fehler-LED ein: Wenn die CPU im Störungszustand ist, versucht sie, dies durch Blinken der Fehler-LED zu melden. Hinweis: Möglicherweise kann die Fehler-LED auf Grund der Störung der CPU nicht angesteuert werden. 2. Sie veranlasst einen Warmstart, der das Anwenderprogramm und die Hardware-Konfiguration löscht und alle Ausgänge auf 0 setzt. Hinweis Ein Störungszustand ist kein STOP-Zustand und kein leichter Fehler, bei dem das Anwenderprogramm erhalten bleibt und die Ausgänge auf ihre Ersatzwerte gesetzt werden. Sichern des Zugriffs auf die S CPU Wie im Kapitel 11, Webserver, Abschnitt 11.1 "Webserver aktivieren" im S Systemhandbuch Speicherprogrammierbare Steuerungen beschrieben, müssen Sie Vorkehrungen treffen, um unberechtigten Zugriff auf die CPU über die Webserverschnittstelle zu verhindern. Neben der Implementierung der unter "Webserver aktivieren" Siemens, Alle Rechte vorbehalten P 2012 A5E AB, 07/2012 1

2 beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen müssen Sie zudem sicherstellen, dass das CPU-Netzwerk durch eine Firewall geschützt wird. Fehlerhafte HSC-Konfiguration nach Änderung der CPU-Version Die S CPU V3.0 benötigt keinen schnellen Zähler für den korrekten PTO-Betrieb. Vorherige Firmwareversionen der S CPU (V1.0 oder V2.x) benötigen dafür jedoch einen zugewiesenen schnellen Zähler. Es ist möglich, dass Übersetzungsfehler auftreten, wenn Sie die CPU-Version zwischen V3.0 und V1.0 oder V2.x wechseln. Im Folgenden werden spezifische Szenarien für dieses Verhalten beschrieben. Szenario: PTO und Bewegungssteuerung von V1.0 oder V2.x nach V3.0 Wenn Sie eine S CPU V1.0 oder V2.x mit aktivierten PTOs haben und diese CPU dann durch eine CPU ersetzen, die V3.0 unterstützt, führen die aufgrund der Unterschiede in der Funktionsweise der PTO nicht ordnungsgemäß konfigurierten schnellen Zähler zu Übersetzungsfehlern. Nach dem Austausch wird der resultierende Übersetzungsfehler wie folgt angezeigt: Zum Beseitigen des Übersetzungsfehlers gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie in der Ausgabeliste der Übersetzung auf den Fehler. Die Eigenschaften des schnellen Zählers werden angezeigt: 2. Wählen Sie das Feld "Zählart" und dann eine der folgenden Optionen ("Frequenz" oder "Zählwert"). Der Eintrag wird nicht mehr rot angezeigt. 3. Wählen Sie dann den Bereich "Allgemein" der Eigenschaften wie folgt: 2 A5E AB, 07/2012

3 4. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen "Diesen schnellen Zähler aktivieren". Der schnelle Zähler wird für den korrekten PTO-Betrieb nicht mehr benötigt. 5. Übersetzen Sie erneut Ihr Projekt und prüfen Sie, ob die Übersetzung erfolgreich ist. Szenario: PTO von V3.0 nach V1.0 oder V2.x Wenn Sie eine S CPU V3 mit aktiviertem PTO haben und diese CPU dann durch eine CPU ersetzen, die nur ältere Firmwareversionen (V1.0 oder V2.x) unterstützt, führen die aufgrund der Unterschiede in der Funktionsweise der PTO nicht ordnungsgemäß konfigurierten schnellen Zähler zu Übersetzungsfehlern. Der resultierende Übersetzungsfehler wird wie folgt angezeigt: Zum Beseitigen des Übersetzungsfehlers gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Doppelklicken Sie in der Ausgabeliste der Übersetzung auf den Fehler. Die Eigenschaften der Impulsausgabe werden angezeigt. 2. Wählen Sie für "Impulsgenerator" die Option "PWM", wählen Sie ein anderes Feld, wählen Sie dann erneut das Feld "Impulsgenerator" und setzen Sie es wieder auf "PTO". Dadurch wird der zugewiesene schnelle Zähler korrekt konfiguriert, sofern er nicht bereits verwendet wird. 3. Übersetzen Sie erneut Ihr Projekt und prüfen Sie, ob die Übersetzung erfolgreich ist. A5E AB, 07/2012 3

4 Hinweis Wenn Sie einen zugewiesenen schnellen Zähler für die Zählart "Zählwert" oder "Frequenz" konfiguriert haben, wird immer noch ein Übersetzungsfehler angezeigt. Sie müsen Ihr Programm ändern, um PTO nutzen zu können. Szenario: Aktivierte Bewegungssteuerung von V3.0 nach V1.0 oder V2.x Wenn Sie eine S CPU V3.0 haben, die die Bewegungssteuerung verwendet, und diese CPU dann durch eine CPU ersetzen, die nur ältere Firmwareversionen (V1.0 oder V2.x) unterstützt, führen die nicht ordnungsgemäß konfigurierten schnellen Zähler und die unterstützte Bewegungssteuerung zu Übersetzungsfehlern. Unterstützung der Bewegungssteuerung PLC V1.0, Bewegungsteuerung V1.0 PLC V2.x, Bewegungssteuerung V1.0, V2.0 PLC V3.0, Bewegungssteuerung V1.0, V2.0, V3.0 Der resultierende Übersetzungsfehler wird wie folgt angezeigt: Zum Beseitigen des Übersetzungsfehlers gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Wählen Sie das Register "Eigenschaften" des PLC-Geräts. 2. Wählen Sie für die konfigurierte Achse den "schnellen Zähler" und aktivieren Sie ihn. HSC1 muss Achse 1 zugewiesen werden. HSC2 muss Achse 2 zugewiesen werden. Hinweis V1.0 und V2.x unterstützen nur zwei (2) Achsen für die Bewegungssteuerung. V3.0 unterstützt vier (4) Achsen für die Bewegungssteuerung. Beim Konvertieren von V3 nach V1.0 oder V2.x müssen Sie die Achsen, die PTO1 oder PTO2 nicht zugewiesen sind, aus dem Projekt löschen, bevor Sie dieses ins Zielsystem laden. 3. Erweitern Sie "Schnellen Zähler" und wählen Sie als "Zählart" die Option "Achse". Nehmen Sie diese Einstellung für jede Achse vor. 4 A5E AB, 07/2012

5 4. Speichern Sie Ihr Projekt und übersetzen Sie es erneut. Wenn Sie im Programm Bewegungssteuerungselemente von V3.0 verwendet haben, tritt ein Übersetzungsfehler auf. 5. Öffnen Sie das "Anweisungsverzeichnis" und wählen Sie die entsprechende Version für das verwendete PLC-Gerät aus. Wenn die Anweisungen für die Bewegungssteuerung auswählbar sind, werden die passenden Versionen angezeigt. 6. Sie müssen in allen Bausteinen die Anweisungen für die Bewegungssteuerung durch die entsprechende Version ersetzen. 7. Übersetzen Sie das Projekt erneut und laden Sie es ins Zielsystem. Unvollständige Passwortkonfiguration Wenn Sie eine andere Schutzstufe als "Kein Schutz" wählen, dann jedoch kein Passwort eingeben oder das Passwort nicht bestätigen, führt dies zu einem Übersetzungsfehler. Wenn Sie die Übersetzung jedoch erneut durchführen, ist der Übersetzungsfehler behoben und Sie können das Projekt ins Zielsystem laden. Die ausgewählte Schutzstufe wird eingerichtet, doch Sie können nicht auf die geschützten Funktionen des PLC-Geräts zugreifen, weil kein gültiges Passwort eingegeben werden kann. Sie müssen das PLC-Gerät durch eine leere Übertragungskarte löschen. Weitere Informationen zum Erstellen und Verwenden einer leeren Übertragungskarte finden Sie in Kapitel 4, PLC-Grundlagen, im Abschnitt "Übertragungskarte" des S Systemhandbuchs Speicherprogrammierbare Steuerungen. String- oder Array-Übersetzungsfehler Wenn Sie Programmbausteine mit Strings oder Arrays, die sich in einer Vorgängerversion von STEP 7 mühelos übersetzen ließen, nicht erfolgreich übersetzen können, verursacht dies einen Fehler. A5E AB, 07/2012 5

6 Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Projektverzeichnis auf "Programmbausteine" und wählen Sie "Übersetzen" und dann "Software (alle Bausteine neu generieren)". Ändern von Variablen vom Datentyp Real im Webserver WARNUNG Die Verwendung der Webseite "Variablenzustand" zur Änderung von Variablen vom Datentyp Real mit Nicht- Gleitkommawerten (zum Beispiel Hexadezimalwerten) kann zu unbeabsichtigten Wertänderungen führen. Das Ändern von PLC-Daten mit unbeabsichtigten Werten kann einen unerwarteten Maschinen- oder Prozessbetrieb verursachen, was Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden zur Folge haben kann. Wenn Sie Werte für eine PLC-Variable oder eine Datenbausteinvariable auf der Webseite "Variablenzustand" für einen Real-Datentyp ändern, achten Sie darauf, dass Sie Gleitkommawerte mit einem Dezimalkomma auf der Webseite "Variablenzustand" eingeben. Beispiel Betrachten wir zum Beispiel ein Projekt mit den folgenden Variablen: PLC-Variablentabelle: "Variable_1", Datentyp Real Datenbaustein: "Datenbaustein_1".db_variable, Datentyp Real Wenn Sie diese Variablen in das Feld "Adresse" der Webseite "Variablenzustand" eingeben, verwenden Sie im Feld "Wert ändern" Gleitkommawerte wie "10,0". Gleitkommawerte haben unterschiedliche interne Darstellungen im Gegensatz zu ganzzahligen Werten oder Hexadezimalwerten. Wenn Sie Variablen in STEP 7 zur Verwendung von Real-Datentypen konfigurieren, müssen Sie diese Variablen in Ihrem STEP 7-Anwenderprogramm, auf der Webseite "Variablenzustand" und in jeder anderen Anwendung in Real-Werte ändern. Versuchen Sie nicht, Hexadezimaldarstellungen in eine Variable vom Datentyp Real auf der Webseite "Variablenzustand" zu schreiben. Der Webserver wandelt den Hexadezimalwert in einen Wert vom Datentyp Real um, wobei es sich NICHT um dieselbe interne Bitdarstellung handelt wie beim Hexadezimalwert. Hinweis Wenn Sie Werte für eine absolute Speicheradresse wie MD100 oder DB1.DBD1 ändern, führt die Verwendung von Nicht- Gleitkommawerten auf der Webseite "Variablenzustand" nicht zu unbeabsichtigten Ergebnissen. Da kein zugehöriger Datentyp vorhanden ist, führt der Webserver keine Umwandlung auf Grundlage des STEP 7-Datentyps durch und ändert den Wert genau wie Sie ihn eingeben. Unbeabsichtigte Ergebnisse können nur dann auftreten, wenn Sie Nicht-Gleitkommawerte für PLC-Variablen oder Datenbausteinvariablen vom Datentyp Real verwenden. Siemens AG Industry Sector Postfach NÜRNBERG 6 A5E AB, 07/2012 A5E AB, 07/2012

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