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1 Weniger Staat, mehr privat Die in Österreich tätigen Private-Banking-Experten ziehen bei sicheren Staatsanleihen die Reißleine. Das neue Anlage-Credo lautet: mehr Aktien, noch mehr Streuung. Von Robert Winter FOTO: MEV/F1ONLINE Stets teile ein Mensch sein Geld in drei Teile: ein Drittel in Grundbesitz, ein Drittel in Waren und ein Drittel in seiner Hand, stand bereits im babylonischen Talmud geschrieben. An sich hat sich die Idee, den Besitz auf verschiedene Vermögenspositionen zu verteilen, über Jahrhunderte hinweg bewährt. Aber leider wirkt die alte Zauberformel nicht mehr. Zumindest bei Anlegern, die sowohl Sicherheit als auch Ertrag suchen. Sie stöhnen unter extrem tiefen Zinsen am Sparbuch und geringen Renditen von Immobilien und Staatsanleihen. Dazu kommt das Problem, dass die Finanzmärkte seit dem Platzen der US- Immobilienblase im Sommer 2007 und dem Crash der Bank Lehman Brothers im Jahr darauf auf Zickzackkurs gingen und dass viele europäische Staaten in der Schuldenfalle stecken (s. Grafik). Manfred Huber, Vorstand der Euram Bank: Es gibt an den Finanzmärkten zwar keinen Krieg. Aber so gut wie niemand traut dem Frieden. Stichwort Vertrauen: Die Flucht in Sicherheit hat bei soliden europäischen Staatsanleihen, die seit langer Zeit auch beim Vermögensaufbau der betuchten Kunden des s eine zentrale Rolle spielen, tiefe Spuren hinterlassen. Nur noch Magerzinsen. Investoren haben mit soliden Staatsanleihen wenig Grund zur Freude. Ist doch die Rendite 10-jähriger Deutschland-Papiere seit März des Vorjahres stark gesunken. Aktuell werfen die Anleihen nur noch rund 1,5 Prozent Ertrag ab. Nach Abzug von Inflation und KESt steht Anlegern ein Kaufkraftverlust des eingesetzten Geldes ins Haus. JAHRESBILANZ. Seit Oktober 2011 sank die Rendite 10-jähriger Deutschland-Anleihen auf 1,5 Prozent (gelb), US-Aktien legten dagegen um 25 Prozent zu (schwarz). SCHULDENLAST. Im Vergleich zu 1999 hat sich die Relation der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europa durchwegs verschlechtert. Wer dagegen bereits im Sommer 2011 amerikanische Aktien kaufte, blickt seither auf einen Kursgewinn von knapp 25 Prozent (s. Chart). Sollen Anleger deshalb die Kehrtwende antreten, festverzinsliche Staatspapiere aus ihren Depots werfen und zur Gänze durch Aktien ersetzen? Laut den renommierten heimischen Private-Banking-Experten wäre das ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Aber dem Motto Weniger Staat, mehr privat können sämtliche von FORMAT befragten Investment-Profis etwas abgewinnen. Peter Weinzierl, Vorstand der Meinl Bank: Bei der Geldanlage wird der Leitspruch,Weniger Staat, mehr privat so lange aufrecht bleiben, bis die politische Führung auf nationaler sowie auf EU-Ebene Lösungen für die Staatsschuldenproblematik vorantreibt und gemeinsame Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Einigkeit unter den Experten herrscht auch darüber, dass weiterhin eine breite Depotausrichtung Vorrang hat. Wie die Umsetzung einer soliden, breit gestreuten Veranlagungsstrategie in der Praxis gelingt, zeigt etwa das Vermögensverwaltungs-Depot der Schoellerbank, bei dem bis zu einem Drittel des Geldes in Aktien investiert wird. Schoellerbank-Vorstand Heinz Mayer: Weltweite Aktien sind zu 17 Prozent vertreten, der Anteil asiatischer Dividendenpapiere beträgt fünf Prozent. Papiere von global tätigen Konzernen wie Johnson & Johnson, Novartis oder Nestlé sorgen für ausreichend Stabilität (s. Kasten S. 26). Mit einem Anteil von knapp 40 Prozent sind Inflationsschutz-, Fremdwährungsanleihen und strukturierte Zinsprodukte > 19

2 DEUTSCHE BANK 39 Prozent in Aktien BERNHARD RAMSAUER. Europäische Finanzaktien sind in den Kundendepots untergewichtet. > im Mix der Schoellerbank am höchsten gewichtet. Dass sich breite Streuung langfristig rechnet, zeigt die Rückschau der Depotentwicklung seit Seit damals lag die Wertsteigerung im Schnitt bei jährlich 5,2 Prozent, die jährlichen Schwankungen blieben mit 3,7 Prozent im überschaubaren Bereich. Mit insgesamt 28 Prozent sind Aktien auch im ausgewogenen Musterdepot der RLB NÖ-Wien prominent vertreten. Private-Banking-Leiter Christian Ohswald: 15 Prozent sind in Aktienfonds investiert, bei denen die Manager die Aktienquote > Ganz abgeschrieben sind Schuldpapiere von Vater Staat bei der Deutschen Bank noch nicht. Bernhard Ramsauer, Österreich-Leiter des Wealth Managements der Bank: Wir investieren nach wie vor in Staatsanleihen. Allerdings in wesentlich geringerem Umfang als in den Vorjahren. Staatsanleihen der Euro-Peripheriestaaten berücksichtigen wir sehr selektiv, Emerging-Markets-Staatsanleihen mischen wir gerne bei. Einen STREUUNG. Im ausgewogenen Depot der Deutschen Bank sind Aktien mit 39 Prozent hoch gewichtet. Nur etwa ein Sechstel ist in Euro-Staatsanleihen und -Pfandbriefe investiert. deutlich höheren Stellenwert haben im ausgewogenen Mix für vermögende Kunden mit einem Anteil von 39 Prozent jedoch Aktien (s. Grafi k). Experte Ramsauer: Die Zinsen sind so tief wie zuletzt vor 23 Jahren. Deshalb zahlt es sich aus, etwas mehr Risiko zu nehmen. Übrigens: Die Position sonstige Anleihen erhöht mit Infl ationsschutz-, Unternehmens-, Hochzins- und Wandelanleihen die Streuung der Anlage-Komposition. ERSTE BANK Aktien, Gold und Hochzinspapiere Obwohl sich eine Lösung der Euro krise noch länger hinziehen wird, ortet Wolfgang Traindl, Leiter des der Erste Bank, gute Anlagechancen. Traindl: Mit den geplanten unlimitierten Ankäufen von Staatsanleihen unter den Bedingungen der Europäischen Zentralbank beginnt für die Eurozone ein neues Kapitel, was für Entspannung sorgen sollte. Aktien, Gold und Hochzinsanleihen haben weiter Kurspotenzial. Bei Aktien favorisiert der Experte auf 12-Monats-Sicht einerseits Papiere der Industrieländer, die im dynamischen Musterportfolio mit 20 Prozent gewichtet sind. Andererseits räumt der Private Banker Schwellenländeraktien gute Chancen ein, die es im Musterdepot auf einen Anteil von zehn Prozent bringen. Experte Traindl: Bei riskanten Hochzinsanleihen winken trotz geringer Ausfallsraten sieben bis acht Prozent Rendite. Dagegen werden die Renditen der als sicherer Hafen geltenden deutschen Bundesanleihen und von US-Staatspapieren wegen der hohen Liquidität, der niedrigen realwirtschaftlichen Nachfrage und wegen der geringen Infl ationsgefahr auf einem sehr tiefen Niveau verharren. FOTO: RENE PROHASKA 20

3 RAIFFEISEN NÖ-WIEN Flexible Aktienfonds als Renditebringer > völlig fl exibel den Gegebenheiten an den Börsen anpassen. 13 Prozent sind in Schwellenländerpapiere und Aktien aus Asien angelegt. Noch off ensiver geht die Deutsche Bank bei der Geldverwaltung vermögender Kunden zur Sache. Aktuell erreicht die Portion von Dividendenwerten im ausgewogenen Kundendepot 39 Prozent. Bernhard Ramsauer, Österreich-Leiter des Wealth Managements der Deutschen Bank: Die Zinsen sind so tief wie seit 23 Jahren nicht mehr. Deshalb zahlt es sich aus, mehr Risiko zu nehmen (s. Kasten S. 20). Für Aktien spricht auch die Papierform. Obwohl etwa die > CHRISTIAN OHSWALD: Aktien und Schwellenländerpapiere sind hoch gewichtet. onsequente Streuung ist für Christian Ohswald, Private-Banking- K Chef der RLB NÖ-Wien, das oberste Gebot der Geldanlage. Ohswald: Die Diversifi kation muss über Anlageklassen, Strategien, Fondsmanager und Währungen hinweg erfolgen. So kommen in der Vermögensverwaltung der Bank fl exible Aktienfonds zum Einsatz, die je nach Marktlage zwischen null und hundert Prozent Dividendenwerte halten. Experte Ohswald: Im Moment GELD-MIX. Im Musterdepot der RLB NÖ-Wien sind Aktien der Industrie- und Schwellenländer sowie Anleihen aufstrebender Staaten deutlich höher gewichtet als Staatsanleihen der Euro-Kernzone. haben die meisten Fonds ihre Aktienquote tendenziell off ensiv ausgerichtet. Das deckt sich mit der positiven Einschätzung der Aktienmärkte. Dass die Börsen in ein ruhiges Fahrwasser zurückkehren, glaubt der Experte aber nicht, weil weiterhin ein Auffl ammen der Schuldenkrise möglich ist. Bei Euro-Staatsanleihen der Kernzone steht Ohswald auf der Bremse. Ihr Anteil liegt im ausgewogenen Musterdepot bei sieben Prozent (s. Grafi k). BANK AUSTRIA Schwellenländer- Anleihen und Aktien Bei europäischen Staatsanleihen sind Anleger schon froh, wenn keine neuen Hiobsbotschaften eintrudeln. Robert Zadrazil, im Vorstand der Bank Austria für Private Banking zuständig: An den Anleihenmärkten hat sich eine gewisse Beruhigung eingestellt. Nach der Ankündigung des EZB-Anleihenankaufsprogramms sind die Renditen in den Kernländern etwas gestiegen. Dieser Trend könnte sich mittelfristig fortsetzen. Daher bleiben Euro- Staatsanleihen in den Depots vermögender Kunden untergewichtet. Bei Unternehmensanleihen und Staatspapieren der Schwellenländer ortet der Bank-Austria-Vorstand bessere Chancen. Zadrazil: Die lokalen Notenbanken setzen zunehmend geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Darüber hinaus eignen sich Schwellenländeranleihen hervorragend zur Diversifi kation. Bei Aktien lautet das Anlagevotum des Experten übergewichten. Die Begründung: Aktien sind im historischen Vergleich und relativ zu Euro- Staatsanleihen der Kernzone günstig bewertet. Dennoch wacht Zadrazil mit Argusaugen über aktuelle Entwicklungen. Wenn der Wind an den Börsen dreht, ist jederzeit eine Reduktion der Aktienquote möglich. FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT/TREND 22

4 Aktien, Gold und Hochzinsanleihen haben weiterhin Kurspotenzial. Wolfgang Traindl Erste Bank > Kurse deutscher Dividendenwerte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres im Schnitt um 18 Prozent stiegen und Anleger in Euro gerechnet an der amerikanischen Wall Street 16 Prozent Ertrag erzielten, ist die Bewertung der Börsen nicht überzogen. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), sind US-Aktien, die Titel in Frankfurt und London oder auch brasilianische Papiere nach wie vor günstiger bewertet als im Zehnjahresdurchschnitt. Im direkten Vergleich dazu sind Staaatsanleihen von Österreich und Deutschland extrem teuer. Darüber hinaus können Anleger von einer Ausnahmesituation profitieren, die laut einer Analyse von UBP Asset Management etwa bei europäischen Aktien zuletzt Anfang der 1960er-Jahre aufgetreten ist. Wie damals liegen auch heute die durchschnittlichen Dividendenrenditen mit 4,2 Prozent deutlich über dem Ertrag zehnjähriger deutscher Bundesanleihen. Bei einer Anlage in ausschüttungsstarke Börsenkonzerne ist aber nicht einzig auf die Höhe der Dividendenrendite abzustellen. Deutlich wichtiger ist, die Ausschüttungspolitik im Auge zu behalten. Dabei zählen Unternehmen > EURAM BANK Veranlagungen im Dollarraum MANFRED HUBER, Vorstand der Euram Bank, rät zu hoher Liquidität der Veranlagung. ANLEIHEN-MIX. In den Depots der Euram Bank kommt der Konvergenz-Anleihenfonds Europportunity Bond zum Einsatz. Mit Papieren von Gaz Capital, einer Tochter des russischen Energieriesen Gazprom, der Kroatischen Entwicklungsbank oder der Staaten Polen und Ungarn brachte der Fonds seit Oktober 2007 insgesamt 15,3 Prozent Ertrag. Seit Jahresanfang sind die Börsenkurse teils stark gestiegen. Manfred Huber, Vorstand der Euram Bank: Trotzdem ist von Euphorie unter unseren Kunden keine Rede. Viel Geld wird faktisch unverzinst in Cash und in sicheren, kurz laufenden Staatsanleihen geparkt. Der Vorstand kann das ausgeprägte Sicherheitsdenken seiner Klientel nachvollziehen. Huber: Es gibt an den Finanzmärkten zwar keinen Krieg. Aber so gut wie niemand traut dem Frieden. Ganz hoffnungslos ist die Lage für den Experten dennoch nicht. Er legt Investoren nahe, auf hohe Liquidität der Veranlagung zu achten. Dieses Kriterium erfüllen etwa Substanzaktien. Dabei bevorzugt der Euram-Banker Papiere aus den USA. Huber: Der Dollar sollte stärker werden. Das verbessert die Aussichten für amerikanische Tech- und Konsumaktien. Dagegen kommen geschlossene Fonds bei der Veranlagung der Kundengelder nicht zum Zug. Anstelle von Euro- Staatspapieren rät Huber, in gemischten Depots Unternehmensanleihen aus Mittel- und Osteuropa zu berücksichtigen. Letztere finden sich etwa im Anleihenfonds Europportunity Bond (ISIN AT , s. Chart). FOTOS: MICHAEL RAUSCH-SCHOTT/TREND, HEIDI MICHEL DEBOR/TREND 24

5 PORTFOLIO Globale Ausrichtung als Depotschutz PETER WEINZIERL. Der Vorstand der Meinl Bank rät, Unternehmensanleihen mit Top-Bonität beizumischen. S ichere Staatsanleihen haben ihren hohen Stellenwert bei der Veranlagung vermögender Kunden der Meinl Bank verloren. Meinl-Bank-Vorstand Peter Weinzierl: Das Motto Weniger Staat, mehr privat wird so lange aufrechterhalten, bis die politische Führung auf nationaler wie auch auf EUEbene Lösungen für die Staatsschulden vorantreibt und gemeinsame Maßnahmen erfolgreich umsetzt. Erst wenn es so weit ist, kann sich Weinzierl vorstellen, wieder verstärkt Staatsanleihen krisengeplagter Länder in Portfolios aufzunehmen. Wenn überhaupt, werden derzeit niedrig rentierende Papiere gut positionierter Länder eingesetzt. Das geschieht jedoch nur aus Sicherheitsund nicht aus Renditegründen, erklärt Weinzierl. Unternehmensanleihen mit Top-Bonität sind eine Alternative, die der Banker seinen Kunden auch aus Gründen der zusätzlichen Risikostreuung nahelegt. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die Eckdaten stimmen. Weinzierl: Bei Anlagen in 26 Anleihen von Privatunternehmen oder vielversprechenden Aktien ist die Geschäftsidee sowie deren Nachhaltigkeit eine Grundbedingung, um in die engere Auswahl zu kommen. Es ist essenziell, eine ausführliche Unternehmensanalyse vorzunehmen und auf ein hervorragendes Rating zu achten. Stichwort Aktien: Beim Engagement in Europa gibt sich der MeinlExperte vorsichtig. Weinzierl: Nach den großen Ankündigungen der Europäischen Zentralbank im Sommer hat sich in Europa eine gewisse Entspannung eingestellt. Die Aktienkurse haben sich seither gut entwickelt. Dennoch will der Banker einen Zukauf europäischer Aktien erst empfehlen, wenn der Konjunkturmotor wieder anspringt und die Ergebnisse der Konzerne eine Erholung widerspiegeln. Zusätzlicher Tipp des Experten für die nächsten Monate: Die gesamte Veranlagung sollte betont global ausgerichtet sein. Bis zehn Prozent Gold. Viele Prognosen gehen von einer Erhöhung des Goldpreises aus. Erste-Bank-Experte Traindl: Der Goldkurs wird auf Jahressicht steigen. Die strukturelle Überschuldung vieler Staaten, die enorme Ausweitung der Geldmenge und negative Realzinsen sprechen für das gelbe Edelmetall. Wie sich heuer wieder zeigte, kann der Goldkurs stark schwanken. Deshalb empfehlen die Private-Banking-Experten, nur bis zu zehn Prozent des verfügbaren Geldes in das Edelmetall zu investieren. Z FOTOS: LUKAS ILGNER (2) MEINL BANK > wie der Tabakriese British American Tobacco, der Schweizer Gesundheitskonzern Novartis oder Intel aus den USA zu den Musterschülern der Börse, die die Ausschüttungen in den vergangenen fünf Jahren um jährlich mehr als zehn Prozent erhöhten. Laut Schätzungen der Deutschen Bank könnte sich die Konjunktur weiter eintrüben. Anfang Oktober wurden die Wachstumsraten der Weltwirtschaft für heuer und nächstes Jahr jeweils um 0,5 Prozentpunkte auf 2,9 beziehungsweise 3,2 Prozent nach unten korrigiert. Noch schlechter fällt die Schätzung für den Euroraum aus, wo die Wachstumsprognose für nächstes Jahr von 0,3 auf null Prozent sank. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Private Banker auch innerhalb der Aktienveranlagungen auf Wachstumsregionen bauen. So liegt die Gewichtung von Schwellenländeraktien im ausgewogenen Depot der RLB NÖ-Wien aktuell bei 13 Prozent. Exakt die gleiche Quote findet sich im Mix für dynamische Anleger der Erste Bank. Wolfgang Traindl, Private-Banking-Leiter der Erste Bank: Die Schwellenländerbörsen sind fair bewertet. In den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zeigen Zinssenkungen positive Wirkung. Angesichts des schlechten ChancenRisiko-Verhältnisses von Euro-Staatsanleihen finden die Vermögensverwalter in Papieren aufstrebender Staaten oft Besseres. Dabei kommen sowohl Anleihen in Lokal- als auch Hartwährungen zum Zug. Darüber hinaus raten die Private Banker, Unternehmensanleihen beizumischen. Meinl-Banker Weinzierl: Papiere mit Top-Bonität dienen der zusätzlichen Risikostreuung. Bei der Auswahl müssen jedoch die Eckdaten stimmen. Wie bei Aktien ist eine sorgfältige Unternehmensanalyse unerlässlich.

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