BYOD versus Vereinheitlichung: Wege in der Praxis

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1 Stephan Siegrist United Security Providers AG BYOD versus Vereinheitlichung: Wege in der Praxis Clounet 6. IT-Security-Day 2012

2 Agenda Ausgangslage Chancen und Risiken Vorgehen Rechtliches Umsetzung Seite 2

3 Ausgangslage Absatzzahlen zu Smartphones Verkaufszahlen in Mio. Geräte Der Gesamtmarkt wächst um knapp 30%. Samsung überholt Apple und steigert seinen Quartalsabsatz in Jahresfrist um 173% auf über 50 Mio. verkaufte Geräte! Nokia (-39%) und HTC (-24%) verzeichnen trotz wachsendem Markt weiterhin Absatzrückgang! Marktanteile in % Samsung verdoppelt seinen Marktanteil auf 32.7%. Die Verkäufe von Apples iphone 5 sind schon jetzt rekordverdächtig und stellen alles wieder auf den Kopf! Der chinesische Shooting Star ZTE steigert seinen Marktanteil um 300% auf beachtliche 5.2%! Quelle: IDC 2012 Seite 3

4 Ausgangslage Absatzzahlen zu Tablets «Apple ios und Android Geräte dominieren weiterhin den Markt im Tablet Bereich» «Android verringert den Rückstand auf Apple stetig» «Microsoft erwacht aus dem Dornröschenschlaf, Windows 8 ab auf dem Markt» Quelle: Gartner Report 2011 Der Absatz von Tablets steigt von 2010 auf 2011 von 17.6 Mio. auf 63. Mio. Geräte. Dies entspricht einem Wachstum von 261%. Die Prognose bis 2015 geht von einem Wachstum von weiteren 412% auf 326 Mio. Geräte aus. Seite 4

5 Ausgangslage Frontenkrieg Wir wollen mehr Flexibilität moderne Kommunikation keinen Gerätepark attraktive Arbeitsplätze Smartphones & Tablets -> B Y O D! Sicherheitsrisiken? Rechtslage? Kosten / Nutzen? Mitarbeiter Typ: 2012 IT Verantwortlicher Compliance? Komplexität? Seite 5

6 Ausgangslage (Arbeitsplatzvergleich) Die Vielfalt ist kaum zu bremsen was ist mit der guten alten Standardisierung Geräte Park «Gestern» Hardware: In der Regel einheitliche und über längere Zeit gleichbleibende HW Lieferanten (Lebenszyklus der Geräte 2-5 Jahre). In der Regel wenige verschiedene HW- Typen nach Leistungsbedarf für den Einsatz im Unternehmen. Geräte Park «Morgen» Hardware: Viele verschiedene Anbieter die in kurzen Intervallen neue Modelle auf den Markt bringen (Lebenszyklus der Gräte 1-2 Jahre). Individuelle Anbieter- und Modellwahl, je nach persönlichem Geschmack des Nutzers. Software: Meist Windows-Betriebssysteme in einer einheitlichen Version. Meist windowsfähige Anwendungen die jeweils für die neuste Version unternehmensintern getestet sind. Software: Unterschiedliche Betriebsysteme in verschiedenen Versionen. Anwendungen je nach Betriebsystem unterschiedlich, durch den Gerätebesitzer/Nutzer installierbar. Die Standardisierung wird schwieriger, die zunehmende Komplexität muss mit neuen Supportmodellen kompensiert werden. Seite 6

7 Chancen und Risiken Chancen Risiken Senkung der Betriebs- und Investitionskosten Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber Steigerung der Produktivität Sicherheitslöcher durch schwer kontrollierbare, unsichere Geräte Komplexität durch Gerätevielfalt und schwindender Standardisierung Rechtsunsicherheit wegen fehlender Erfahrung Aktuelle Strategien Vollständiges Verbot für «unmanaged» Geräte aller Hersteller und Typen Mitarbeiter & Externe können Internet mit privaten Geräten nutzen Nutzung von -, Kontakt- und Kalenderfunktion Arbeitgeber stellt Apps für private mobile Geräten zur Verfügung «Corporate Owned» Geräte werden für geschäftskritische Anwendungen eingesetzt Seite 7

8 Vorgehen Neues in Bestehendes integrieren Existierende Infrastruktur & Prozesse Neue Anforderungen BYOD Applications, Network, Firewall, WAF, WLAN, NAC Helpdesk, Device Mgmt., UserID Mgmt., Sec. Reporting erschwerter Datenschutz unmanaged Devices private & geschäftl. Nutzung Definieren einer klaren BYOD-Strategie Use Cases für businessrelevante Anforderungen Policies für die Nutzung von privaten (mobilen) Geräten Angepasste Sicherheitsarchitektur (Integration) Unternehmensspezifischer Mix zw. Regulation und Awareness Konzeption und Umsetzung Integration Seite 8

9 Vorgehen Erkennen der relevanten Anwendungsfälle Private Geräte (BYOD) Fremde Geräte (BYOD) Mitarbeiter Kunden Lieferanten Partner Gäste Firmengeräte WLAN Mitarbeiter Externe LAN Dienste Corporate Network Seite 9

10 Vorgehen Definieren der «fünf» strategischen Dimensionen Mitarbeiter, Partner, Kunden, Lieferanten, Gäste Weisungen /Awareness Gerätetyp, Hersteller Konfiguration, OS Version Benutzergruppen Geräte Bsp. Use Case Verkaufs- Mitarbeiter mit privatem ipad, IOS 4.x Wired, Wireless, Remote Zugang MDM-, VPN-, NAC-, WAF-Settings Policy Zugangsarten Corporate WLAN auf dem Firmencampus, NAC-Policy , Kalender, Dropbox, Internet, CRM etc. Identifikation / Autorisierung Dienste Exchange Sync., CRM, Internet SLA Seite 10

11 Secure Device Access Use Cases Matrix : WLAN: LAN: RAS: Service Packages Wireless Access Wired Access Remote Access Mitarbeiter Fremde Gerätetyp Zugangsart Benutzergruppen Marketing & Verkauf IT Admins Produktion Partner Lieferanten Gast WLAN Laptop LAN Private RAS WLAN Smartphone Tablets LAN RAS Unternehmen Smarthone Laptop Tablets UseCase Mitarbeiter Produktion mit privatem Smartphone/Tablet WLAN LAN Mitarbeiter Produktion Geräte Privates Smartphone/ Tablet Zugang WLAN RAS Benutzergruppe Dienste Exchange sync. Internet. WLAN 31 LAN RAS Weisung für den Einsatz privater Geräte 38 iphone/ipad - IOS 4.x, 5.x Android 3.x, 4.x Unlock-PW Disk Encryption Guest Access SSID A Corporate Access SSID B NAC Policy VLAN 99 SSL encrypted AD Auth. Proxy-Auth. Seite 11

12 Vorgehen Rechtliche Rahmenbedingungen Datenklassierung Daten qualifizieren Daten «Owner» bestimmen Zugriffsarten und Berechtigungen Speicherorte Arbeitsrecht Nutzungseinwilligung Arbeitnehmerreglement und Nutzungsbedingungen Eigentumsverhältnisse für Gerät und Software auf dem Gerät Kostenregelung für Beschaffung, Wartung und Support sowie bei Verlust Die Verantwortung liegt bei GL/VR (Art. 716a OR) Datenschutz Compliance bez. Vorschriften zur Archivierung, Datensicherheit und Geheimhaltung Gesetze und Verordnungen von BüPF und VüPF «Angemessene technische und organisatorische Massnahmen gegen unbefugtes Bearbeiten» (Art. 7 DSG) Immaterialgüterrecht Lizenzrecht Eigentum von Arbeitsresultaten Nebenbeschäftigung Unternehmenseigene Lizenzen auf privaten Geräten Haftung und Verantwortlichkeit Informationspflichten (an Betroffene), Schadenersatz Geheimnisbruch Massnahmen aus Pflichtverletzung (Remote-Löschung) Seite 12

13 Umsetzung Integration mobiler Geräte in die technische Architektur VPN Mobile PC Smartphone /Tablet LAN 3G WLAN User Auth. & Policy Enforcement Access to Web Appl. Web Access Management VPN VPN Access Integrity Compliance Mobile Device Management App Deploym. Policy Check Provide Device Information Integrity Compliance Network Access Control Access to Network Device Auth. & Policy Enforcement Business Intelligence Unified Communic. Data & Shares ID Check Identity Management ID Check Seite 13

14 U Secure Entry Server mit MDM 1 2 Anmelden, App installieren Konfigurationsdaten abholen Gerätedaten/Konfiguration synchronisieren MobileIron MDM 1 MDM-App M 2 Abfragen der Compliance-Daten des Geräts während der Authentisierung SmartPhone /Tablet 3G WLAN Die Geräte-ID wird im URL bei der Authentisierung übertragen 3 4 Authentisierung am Web Access Management Z.B. Active Sync zwischen Client und Exchange 3 4 Web Access Management U Secure Entry Server Microsoft Microsoft Microsoft Exchange Exchange Exchange Corporate Network Seite 14

15 Umsetzung Erkenntnisse aus den ersten Projekten Lessons Learned: Eine umfassende BYOD Betrachtung beinhaltet nicht nur private Smartphones und Tablets. Die Verwendung privater Laptops oder auch firmeneigener Geräte sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Starten mit einer kleinen Gerätepalette und einem einfachen Dienstangebot. Ausgebaut kann später werden, wenn erste Erfahrungen vorhanden sind. Vorgängiges Bereitstellen einer passenden Supportorganisation verhindert einen schlechten Einstieg und steigert Akzeptanz und Effizienz der Benutzer. BYOD ist rechtlich gesehen Neuland, «Best Practices» sind erst am Entstehen. Es empfiehlt sich, frühzeitig kompetente Beratung einzuplanen. Seite 15

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