1. Einleitung. 2. Hintergrund und Zielsetzung. 3. Grundsätze. 4. Verbotene Händler

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1 1. Einleitung Klarna hat das Ziel, den Internethandel und seine Zahlungsabläufe einfacher und sicherer zu machen. Klarna arbeitet daher nur mit solchen Händlern zusammen, deren Geschäfte mit diesem Ziel vereinbar sind. Dazu gehört für Klarna auch die Berücksichtigung ethischer Aspekte des Händlergeschäfts. Als wichtiger Akteur der Branche wollen wir unser Gewicht in die Waagschale werfen und durch die Umsetzung ethischer Grundsätze den Markt positiv beeinflussen. Unsere Produkte und Dienstleistungen dürfen ausschließlich für gesetzlich zulässige Zwecke verwendet werden. Darüber hinaus wollen wir verhindern, dass sie zwar auf legale, aber dennoch unethische Weise genutzt werden. Ein Händler, der die Dienste von Klarna in Anspruch nimmt und sich ethisch zweifelhaft verhält oder Waren oder Dienstleistungen verkauft, die in irgendeiner Weise unethisch oder unmoralisch sind, setzt nicht nur das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihn selbst, sondern auch das in Klarna aufs Spiel. Um das Risiko eines dadurch entstehenden Schadens zu vermindern, hat Klarna die nachfolgenden Richtlinien eingeführt, die für alle Händler verbindlich gelten, die mit Klarna bereits zusammenarbeiten oder künftig zusammenarbeiten wollen. 2. Hintergrund und Zielsetzung Diese Richtlinien sollen den Mitarbeitern von Klarna, Händlern und Dritten als Orientierungshilfe in Bezug auf die ethischen Standards von Klarna dienen. Das Ziel besteht darin, im Zuge der Zusammenarbeit mit Händlern schnell und konsistent beurteilen zu können, in welchen Bereichen Übereinstimmungen oder auch Diskrepanzen mit den Werten und Erwartungen von Klarna bestehen, und Händler entsprechend darüber zu informieren. 3. Grundsätze Die Beurteilung moralischer oder ethischer Aspekte kann trotz sorgfältig festgelegter Richtlinien mitunter subjektiv sein. Klarna vertraut dabei auf das Ermessen seiner erfahrenen Mitarbeiter in den entsprechenden Abteilungen und richtet sich danach. Für die nachstehenden allgemeinen Grundsätze sind in den Anhängen Beispiele angeführt. Die als verboten bezeichneten Beispielfälle sind stets unzulässig. Die unter beschränkt aufgeführten Beispielfälle sind nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit vorheriger Zustimmung Klarnas zulässig. 4. Verbotene Händler Klarna ist ein politisch unabhängiger Unternehmensgruppe und hat sich daher dafür entschieden, nicht mit politischen Organisationen oder Parteien zusammenzuarbeiten.

2 5. Unethische Geschäftsmethoden und -gebaren Klarna arbeitet nicht mit Händlern zusammen, die für den Verkauf von Produkten oder die Erbringung von Leistungen Mittel und Methoden einsetzen, die als aufdringlich, irreführend, missbräuchlich und nachteilig für Endkunden oder in anderer Weise als unethisch erachtet werden können. Bei der Einschätzung, ob das Geschäftsgebaren eines Händlers unethisch ist, müssen auch seine Vermarktungsmittel, seine Werbung, seine Vertriebskanäle und seine Reputation berücksichtigt werden. Darüber hinaus achtet Klarna auch auf Links zur/von der Website des Händlers sowie auf andere Verbindungen, beispielsweise in Internetforen. Wenn der Händler mit unethischen Aspekten in Zusammenhang gebracht wird, besteht sowohl für ihn als auch für Klarna die Gefahr einer Rufschädigung. Klarna wird jeden Händler immer umfassend, nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und individuell beurteilen, jedoch allein darüber entscheiden, was für das Unternehmen akzeptabel ist. Beispiele für unethische Geschäftsgepflogenheiten und -methoden finden Sie in Anhang Unethische Produkte und Dienste Klarna wird nicht mit Händlern zusammenarbeiten, die Produkte oder Dienste anbieten, die als unethisch betrachtet werden können. Manche Produkte können als so genannte Dual-Use-Produkte eingestuft werden. Das bedeutet, dass sie einerseits einen legitimen Verwendungszweck haben, andererseits aber auch noch einen offenkundig illegitimen. Bei der Beurteilung von Händlern, die Dual-Use-Produkte anbieten, bemüht sich Klarna, festzustellen, ob die Endkunden das Produkt in der Regel auf illegitime Weise nutzen, und ob der Händler einer solchen Nutzung Vorschub leistet. Besteht das Angebot des Händlers beispielsweise zu einem großen Teil aus Dual-Use-Produkten, würde dies darauf hindeuten, dass der Händler die illegitime Verwendung unterstützt. Klarna beurteilt den Händler unter Berücksichtigung aller Aspekte und achtet dabei auch auf seine Geschäftsgepflogenheiten im Allgemeinen sowie auf sein Produktangebot. Die Beurteilung durch Klarna muss dem Gebot der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Das bedeutet, dass ein Händler, der zwar unethische, aber legale Produkte verkauft, dann akzeptiert werden kann, wenn diese Produkte nur einen kleinen Teil seines Geschäfts ausmachen. Beispiele für unethische Produkte und Dienste finden Sie in Anhang Klarna Checkout Im Rahmen von Klarna Checkout (KCO) kooperiert Klarna mit verschiedenen Partnern. Einige von diesen Partner haben eigene Ethikrichtlinien. Für Händler, die KCO nutzen möchten gelten daher zusätzliche Einschränkungen. Beispiele solcher partnerbezogenen Einschränkungen sind in Anhang 3 aufgeführt. 8. Sanktionen Hält sich ein Händler nicht an diese Richtlinien, kann Klarna den Kooperationsvertrag kündigen. Je nach Schwere der Zuwiderhandlung kann Klarna dem Händler auch Gelegenheit zur Beseitigung seines Fehlverhaltens geben.

3 9. Aufgabenteilung Der Country Sales Manager des jeweiligen Landes hat dafür Sorge zu tragen, dass alle potenziellen Händler, die der üblichen Kooperations-Prüfung unterzogen werden, diese Richtlinien nach bestem Wissen und Gewissen befolgen. Besteht in Bezug auf potenzielle oder angeschlossene Händler Unsicherheit, muss der verantwortliche Mitarbeiter dies der Abteilung Merchant Decisions mitteilen. Die Abteilung Merchant Decisions ist zuständig für die Untersuchung vermuteter Verstöße gegen diese Richtlinien in Verbindung mit potenziellen und angeschlossenen Händlern sowie, falls erforderlich, für die Kündigung bestehender Kooperationsverhältnisse. Darüber hinaus muss sie dafür Sorge tragen, dass jeder Händler im Rahmen einer Kooperations-Prüfung unter Berücksichtigung dieser Richtlinien einer ethischen Überprüfung unterzogen wird. Relevante Vorkommnisse werden dann gegebenenfalls an den in der Ethics & Environmental Policy von Klarna erwähnten Ethical Committee weitergeleitet. Der Kundendienst und andere Abteilungen müssen die Abteilung Merchant Decisions über alle vermuteten Verstöße gegen die ethischen Richtlinen von Klarna unterrichten. Ausnahmen von diesen Richtlinien können ausschließlich von Klarnas Ethical Committee oder im Rahmen des in der Ethics & Environmental Policy beschriebenen Zuständigkeitsverfahrens gewährt werden. 10. Genehmigung und Überarbeitung Zuständig für die Genehmigung dieser Richtlinien ist der COO. Der Compliance Director ist für die Aktualisierung der Richtlinien verantwortlich. 11. Relevante Dokumente Die Ethics & Environmental Policy von Klarna

4 Beispiele für verbotene und beschränkte Geschäftsgepflogenheiten und -methoden: Verboten: Vermarktung, Vertrieb der in Anhang 2 aufgeführten Produkte oder Dienste und anderweitiger Umgang damit Geschäftsgebaren oder -methoden, bei denen der grenzüberschreitende Handel für Umsatzsteuerbetrug, Steuerhinterziehung oder die Umgehung von Kundenschutzbestimmungen usw. missbraucht wird Pyramidensysteme für Vermarktung, Vertrieb und Verkauf Haustürgeschäfte Jede Art von Vorgehensweise, durch die Verbraucher irregeführt oder verunsichert oder Verbraucherschutzgesetze umgangen werden Besitz von oder Verbindung mit Internetseiten, Produkten oder Diensten, die zweifelsfrei als unethisch, unmoralisch oder gesetzeswidrig betrachtet werden können Einsatz von Arbeitskräften ohne steuerliche Anmeldung oder Arbeitsgenehmigung Liefermethoden, die Leiden für erworbene Tiere verursachen können Beschränkt: Aggressive oder irreführende Vermarktung Geschäftsgepflogenheiten, die allgemein als zweifelhaft angesehen werden und/oder dem Ruf des Händlers und von Klarna schaden können

5 Beispiele für verbotene und beschränkte Produkte und Dienste: Verboten: Illegale Produkte oder Dienste Produkte, die zu strafbaren Handlungen anregen oder ggf. illegale Aktivitäten unterstützen Illegale Substanzen wie Drogen und Produkte, die in der Regel zur Herstellung oder für den Konsum von Drogen verwendet werden Unlizenzierte Kopien und andere Produkte, die Rechte am geistigen Eigentum verletzen Nachbildungen, beispielsweise Produktfälschungen Glücksspiele, Spiele oder Lotterien, die ohne entsprechende Lizenzen angeboten werden Produkte oder Leistungen, die dazu geeignet sind, Menschen oder Tiere zu gefährden, zu verletzen oder ihnen Leiden zuzufügen Inhalte, die zu Hass, Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung aufrufen oder anderweitig in unangemessener Weise damit in Zusammenhang stehen Sexuelle oder pornografische Dienste wie: o Prostitution o Begleitservices o Live-Webcams Der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, einschließlich Bildern, die offensichtlich anstößig sind und die keinen ernstzunehmenden künstlerischen Wert aufweisen (z.b. Darstellungen von nicht einverständlichem sexuellem Verhalten, sexueller Ausbeutung von Minderjährigen, nicht einverständlicher Verstümmelung einer Person oder Körperteilen, Brutalität). Finanzprodukte oder -dienstleistungen wie o Spar- oder Anlagedienstleistungen o Finanzberatung oder Zeichnung von Wertpapieren Teilnutzungsrechte Spenden an politische Parteien oder Initiativen Transaktionen, bei denen der Endkunde Bargeld erhält, z. B. Devisentausch Beschränkt: Tabakerzeugnisse oder Tabakersatzerzeugnisse, z. B. elektronische Zigaretten Alkoholhaltige Erzeugnisse Waffen, auch Nachbildungen, Soft-Air-Pistolen, Messer usw.

6 Die nachfolgenden partnerbezogenen Einschränkungen können auf sowohl ethischen als auch finanziellen Erwägungen beruhen. Verboten: Waffen und ausrüstung o Waffen, wie Gewehre, Pistolen, Messer mit Waffencharakter, Läden für Jagdausrüstung sind zulässig mit Ausnahme von solchen, welche die vorgenannten Produkte vertreiben. Paintball und Jagdmesser die ausschließlich für den Jagdgebrauch bestimmt sind, sind zulässig. Anlageprodukte o Schneeballsyteme, die auf einem kontinuierlichen Zustrom neuer Mitglieder aufgebaut sind o Pläne zum schnellen Geldverdienen Mitgliedschaft auf Lebenzeit o Garantien o Mitgliedschaften/ Klubs Opt-Out Marketing Aktionen o Probeabos oder sonstige Marketingaktivitäten, welche eine Kündigung/ Ablehnung durch den Kunden voraussetzen und diesen an lange Vertragslaufzeiten bindet Pennyauktionen o Erwerb von Guthaben für Gebote o Auktionen festgelegten Endzeitpunkt o Wiederholte/ automatisierte Gebote Tabak o Zigaretten/ Zigarren o Pfeifen, Schnupftabak Beschränkt: Erotik o Erotikprodukte o Datingagenturen o Erotische Abbildungen/ Downloads o Chat lines Flüge o Linienflüge o Charterflüge Auktionen Münzhändler o Händler/ Beteiligungen Computer o Computerwartung/ -reparaturservice o Netzwerk/ Informationsdienstleistungen/ Datenwiedergewinnungsdienstleistugen o Softwareläden o Website hosting Cyberlockers o File sharing o File hosting

7 o Lagerung von Daten Digitale Downloads o Film und Musik downloads/ streaming Rabattgutscheine (Dritter) o Tagesgutscheinwebseiten o Deal des Tages Arbeitsvermittlungen o Lebenslaufservice o Garantierte Anstellungen Seminare und Schulungen o Garantierte Erfolge o Downloadseminare Wetten/ Spiele o Casino/ Poker/ Lotto o Differenzgeschäfte/ Binäre Optionen o Verlosungen/ Preisausschreiben o Pay to play Einrichtungsgegenstände o Möbel o Teppiche o Badezimmer/ Küchenausstattung Marketing o Multi-Level-Marketing o Online Marketingdienstleistungen/ Webdesign/ SEO-Services o Ausgehendes/ eingehendes Telemarketing Fahrzeugersatzteillieferungen o Nur über E-commerce, keine Ladengeschäfte/ Lagerverkauf Nahrungsmittelergänzung o Vitamine und/ oder Kräuterverkauf innerhalb von Europa o Gewichtsreduzierungsanbieter/ Muskelaufbau Zahlungsvermittler o Vermittlung von Transaktionen oder verarbeitung für Subunternehmen/ Dritte Arzneimittel o Verschreibungspflichtige Arzneimittel o Apotheken Digitale Zahlungsmittel o E-wallet o Geschenk-/ Prepaidkarten Telefonanbieter o Prepaidkarten o IP-Telefonie Ticketverkauf o Ticketverkäufer/ -vermittler/ Vertriebspartner Reisebüro/ -veranstalter o Hotel o Vergnügungsfahrten o Paketreisen Anti-virus-produkte und dienstleistungen o Aggressive Verkaufsmethoden o Unlautere Marketingaktionen Gewährleistungen von anderen als dem Hersteller o Dienstleistungs-/ Wartungsverträge Klarna AB Org nr: Sveavägen 46 SE Stockholm Tel: +46 (0) Web:

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