Praktische Aufgaben zum Squid für die FH Nürnberg

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1 Praktische Aufgaben zum Squid für die FH Nürnberg Basissystem aufbauen: Die Knoppix CD in das CD-Rom Laufwerk legen und von CD booten. Den Bootprompt einfach mit Return bestätigen. Wurde das Gesamte Betriebsystem geladen, müssen wir eine Shell öffnen. Dazu einfach auf das im Screenshot hervorgehobene Symbol klicken. Als nächstes müssen wir die IP-Adressen und das Routing einstellen: su (Administratorrechte erlangen) ifconfig eth (Abgewandtes Interface) ifconfig eth (Zugewandtes Interface) route add -net /0 gw (Default Gateway Route) Jetzt noch den SSH-Server starten um das Gerät remote bedienen zu können: sshstart (als Passwort fh festlegen) Verbindung herstellen Nun müssen wir eine Verbindung vom Client mit dem Computer herstellen. Dazu brauchen wir ein Programm namens PUTTY welches über SSH (Secure Shell) eine Verbindung mit unserem Squid herstellt: Start -> Ausführen -> putty -> OK. Als IP-Adresse und als Protokoll SSH wählen und mit Open bestätigen. Nun öffnet sich eine Shell mit einer Login-Aufforderung. User: knoppix Password: fh Sobald der Userprompt erscheint erlangen wir durch den Befehl su Administratorrechte und können mit der Konfiguration beginnen

2 Praxisübung 1: Squid Grundkonfiguration Syslog starten: Bevor wir den Syslog starten können müssen wir noch Syslog konfigurieren. Dazu einfach die syslog.conf mit dem vi öffnen, vi /etc/syslog.conf alle Zeilen löschen und folgende eintippen. *.debug /var/log/messages Jetzt nur noch Syslog starten und wir können mit dem konfigurieren des Squids beginnen. /etc/init.d/sysklogd start Um den Syslog zu testen, einfach die nächsten beiden Befehle eingeben und den Output vergleichen. logger test tail /var/log/messages grep test Output: Aug 19 11:14:41 Knoppix knoppix: test Squid konfigurieren: Die Squid Konfigurationsdatei heißt squid.conf und liegt im Verzeichnis etc. Wir öffnen diese Datei mit dem vi vi /etc/squid.conf und editieren sie wie folgt: cache_dir ufs /var/spool/squid Damit der Squid richtig für uns arbeitet müssen wir Objekte und Accesslisten definieren. Erstellen eines Objekts namens ziel mit Ziel IP-Adresse : acl ziel dst /32 Erstellen eines Objekts namens quelle mit Quell IP-Adresse : acl quelle src /32 Erstellen einer Regel die den Zugriff von quelle nach ziel erlaubt: http_access allow quelle ziel Zum Schluss noch den visible_hostname festlegen: visible_hostname squid Nun mit folgenden Befehl den Squid seine Swap Verzeichnisse erstellen, squid -D z f /etc/squid.conf starten und seine Konfiguration überprüfen lassen. squid D f /etc/squid.conf Test der Konfiguration: Um den Squid zu testen müssen wir auf dem Client im Internet Explorer auf Extras > Internetoptionen > Verbindungen > LAN- Einstellungen gehen, als Proxy die IP-Adresse des Squids und den Port 3128 einstellen und mit dem Webbrowser auf zugreifen. Erscheint eine Testpage, so funktioniert der Squid

3 Praxisübung 2: Proxychaining Proxychaining heißt zwei Squids verketten. Diese Squids können auf einer Maschine laufen und anhand unterschiedlicher Ports miteinander verknüpft werden. Der Client spricht den Squid auf Port 3128 an und dieser ist mit dem Squid1 auf Port 3129 verkettet. Konfigurieren des zweiten Squids: Zuerst brauchen wir eine zweite Konfigurationsdatei: cp /etc/squid.conf /etc/squid1.conf (Anlegen einer 2. Konfigurationsdatei) Nach Erstellung dieser sollten wir sie gleich editieren vi /etc/squid1.conf und folgende Einstellungen bearbeiten: http_port 3129 icp_port 3131 cache_dir ufs /var/spool/squid cache_access_log /var/log/squid/access1.log cache_log /var/log/squid/cache1.log cache_store_log /var/log/squid/store1.log pid_filename /var/run/squid1.pid http_access allow all all (HTTP-Port des Squids) (ICP-Port des Squids) (seperates Cacheverzeichnis) (seperate Accesslogdatei) (seperate Cachelogdatei) (seperata Storelogdatei) (seperate PID-Datei) (Alles erlaubende Regel) Nun noch die squid.conf editieren vi /etc/squid.conf und wie folgt verändern: cache_peer parent default (folgender Squid) always_direct deny all (nie direkt) never_direct allow all (nie direkt) Jetzt noch einen cache_dir -Ordner erstellen: mkdir /var/spool/squid1 chown proxy:proxy /var/spool/squid1 (Squid Zugriffsrechte zuweisen) Squid1 Swap Verzeichnis erstellen, beide Konfigurationen überprüfen ( check ) und neu einlesen ( reconfigure ) lassen: squid D z f /etc/squid1.conf squid D f /etc/squid1.conf squid k check /etc/squid.conf squid k reconfigure /etc/squid.conf Test der Konfiguration: Geben wir den Befehl netstat an grep LISTEN ein so sehen wir das die Ports 3128 und 3129 offen sind und die Squids laufen

4 Erscheint beim Zugriff auf immer noch eine Testpage, dann funktioniert alles wie gewünscht. Praxisübung 3: URL-Filter Eigentlich machen mehrere Squids nur Sinn wenn jeder eine andere Aufgabe übernimmt. Unsere Squids machen beide das Gleiche was einen von beiden überflüssig macht. Aus diesem Grund konfigurieren wir auf den zweiten Squid als Praxisübung 3 einen URL-Filter. Ein URL-Filter verweigert den Zugriff auf Webseiten deren URL einen bestimmten String (in unserem Beispiel sex ) enthalten. Konfigurieren des URL-Filters: Zuerst wieder die squid1.conf mit dem vi öffnen, vi /etc/squid1.conf dann erstellen wir ein neues Objekt namens porno, als Typ urlpath_regex und mit dem String.*sex.* acl porno urlpath_regex -i.*sex.* (. steht für beliebiges Zeichen und * für beliebig viele Zeichen, also.* für jedes beliebige Zeichen beliebig oft.) Nun erstellen wir noch eine Regel die einen Zugriff mit porno nach überall verbietet. Diese Regel muss über der http_access allow all all -Regel eingetragen werden: http_access deny porno all Nach dem Konfigurieren die Konfiguration überprüfen und neu einlesen lassen: squid -k check f /etc/squid1.conf squid -k reconfigure f /etc/squid1.conf Test der Konfiguration: Wenn die Konfiguration wie gewünscht funktioniert, sollte man bei dem Versuch mit dem Browser auf zu gehen eine Access Denied Seite vom Squid bekommen. Auf die URL sollte der Zugriff weiter möglich sein

5 Praxisübung 4: Accelerator Ein Acclerator hat den Sinn einen Webserver zu spiegeln und sich für ihn auszugeben. Deswegen läuft der Accelerator auf Port 80. Der Browser baut standartmäßig jede Verbindung auf Port 80 auf und darum ist es nun auch nicht mehr nötig einen Proxyserver anzugeben. Konfigurieren des Accelerators: Wir müssen nur den ersten Squid konfigurieren, vi /etc/squid.conf und den zweiten ausschalten, da wir ihn für diese Praxisübung nicht mehr benötigen. Als erstes müssen wir den Port auf dem wir den Squid ansprechen können auf Port 80 ändern und die IP-Adresse und den Port des zu spiegelnden Webservers angeben: http_port 80 (Port des Squids ändern) httpd_accel_host (IP-Adresse des Webservers) httpd_accel_port 80 (Port des Webservers) Dann müssen wir dem Squid bebringen, dass er nicht mehr über den Squid1 zu gehen braucht: -cache_peer parent default (Eintrag löschen) -always_direct deny all (Eintrag löschen) -never_direct allow all (Eintrag löschen) Jetzt nur noch den Squid1 herunter fahren und die Konfiguration vom Squid überprüfen und neu einlesen lassen: squid k check f /etc/squid.conf squid k reconfigure f /etc/squid.conf Testen der Konfiguration: Um die Konfiguration zu testen müssen wir als erstes den Proxy wieder aus den Einstellungen des Browsers entfernen. Wenn wir mit dem Browser nun auf gehen müssen wir eine Testpage sehen. Ziehen wir das Netzwerkkabel aus dem externen Interface des Squids heraus müssen wir bei nochmaligen verbinden mit dem Server immer noch die Testpage sehen, obwohl zum eigentlichen Webserver keine Verbindung besteht er aber vom Squid gespiegelt wurde

6 - 6 - Oliver Reiche

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