Auf das Werkzeug kommt es an. Windows 7 Migration

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1 ISSN: März 01/2010 Windows 7 Migration Auf das Werkzeug kommt es an Nachdem die meisten Unternehmen Windows Vista ausgelassen haben, steht nun der Wechsel auf Microsofts Windows 7 an. Eine Migration muss gut vorbereitet sein nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch. Anwendungs-Virtualisierung Schneller und sicherer Zugriff auf IT-Dienste mithilfe von Citrix beim MDR IT-Service-Management Das ITIL -Projekt bei West Pharma beginnt mit einer übergreifenden Kommunikationsstrategie Benchmarking im IT-Service-Management Kennzahlen-Cockpit macht das ITSM effizienter

2 Ein sicherer und vollwertiger Internet-Zugang Surfen im Internet verursacht regelmäßig Risiken für Netzwerk, Anwendungen und Daten. Dennoch dient das Internet als unerschöpflicher Informationspool. Wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Die Lösung: Virtualisierung und ein Web- Browser, der außerhalb des abgesicherten LAN auf einem Terminal-Server in einer DMZ abläuft und vom Arbeitsplatz aus ferngesteuert wird. Mit Internet as a Service hat MATERNA eine Lösung für öffentliche Verwaltungen entwickelt, die aktuelle Sicherheitsprobleme aufgreift. Internet as a Service unterstützt IT-Verantwortliche insbesondere im Bereich der Service Automation. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie einen sicheren Internet-Zugang auch in Ihrer Organisation umsetzen können, sprechen Sie uns gerne an.

3 EDITORIAL Liebe Leser, Anwender wünschen sich einen Windows-PC, der schnell und zuverlässig arbeitet und einfach zu bedienen ist. Windows 7 enthält eine Reihe innovativer Funktionen und neuer Technologien, die genau das bieten. So ist es nicht verwunderlich, dass das neue Betriebssystem in der Fachwelt bereits viel Lob bezüglich Performance und Ressourcenverbrauch erhalten hat. Ob die Migration zu Windows 7 wirklich so reibungslos funktioniert, wollten wir genauer wissen und haben Experten aus unserem Hause befragt. Wie bei den meisten IT-Projekten, gilt auch hier: gut geplant ist halb gewonnen. Welche Vorgehensweise sich bei der Windows 7 Migration lohnt und welche Aspekte zu berücksichtigen sind, lesen Sie ab der Seite 10. Einen weiteren Schwerpunkt haben wir ab der Seite 30 dem Thema IT-Service-Management eingeräumt. Lesen Sie, welche Schritte auf Sie zukommen, wenn die Auswahl einer neuen IT-Service-Management-Suite ansteht. Folgt die Tool-Auswahl einem stringenten Pfad, steht der anschließenden erfolgreichen Implementierung allerdings nichts mehr im Wege. Unsere Experten haben eine Methodik entwickelt, die von der IT-Strategie über den Business Case und die Tool-Auswahl bis zum eigentlichen Implementierungsprojekt alle relevanten Schritte umfasst. Der Schwerpunkt schließt auf der Seite 36 mit einem Beitrag, wie IT-Verantwortliche mit einem Kennzahlen-Cockpit Leistungen, Kosten und Effizienz im IT-Service-Management wirksam steuern können. Des Weiteren lesen in der Rubrik Praxis ab der Seite 16 über das Virtualisierungsprojekt beim MDR und die Kommunikationsstrategie bei West Pharma für das anstehende ITIL -Projekt. Wenn Sie Fragen, Anregungen und Wünsche haben, erreichen Sie uns gerne per unter materna.de. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Ihre Redaktion Christine Siepe MATERNA MONITOR 03 01/2010

4 INHALT 06 NACHRICHTEN CeBIT 2010: Client-Management und Virtualisierung im Fokus TCO-Rechner von MATERNA vergleicht Kosten für virtuelle und physische Desktops Desktop-Virtualisierung von MATERNA erhält Update Service Automation am Start Neuer Studiengang: Softwaretechnik Dual (SWT) MATERNA auf dem 4. IT-Gipfel der Bundesregierung Ausgewählte Schulungen 2010 Termine bis Mai SPECIAL Migration auf Windows 7 Nachdem die meisten Unternehmen Windows Vista ausgelassen haben, steht nun der Wechsel auf Microsofts Windows 7 an. Eine Migration muss gut vorbereitet sein nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch. Migration PRAXIS MDR Anwendungs-Virtualisierung ermöglicht Mitarbeitern den einfachen und sicheren Zugriff auf ausgewählte Dienste und Anwendungen. West Pharma Für einen optimalen Start in sein ITIL -Projekt hat West Pharma eine übergreifende Kommunikationsstrategie entwickelt. 22 PROJEKTE Bundesagentur für Arbeit gewinnt itsmf Award für bestes IT-Service-Management-Projekt 2009 Vorgangsbearbeitungssystem ersetzt Altanwendung bei der Stadtverwaltung Trier BIENE-Award für barrierefreie Web-Seiten geht an bund.de Rahmenverträge zum Government Site Builder verlängert 01/ MATERNA MONITOR

5 INHALT Melderegister zum Batteriegesetz ist online Oracle Citizen License die IT-Flatrate für kommunales E-Government User Access Management wird weiterentwickelt MANAGEMENT Tool-Evaluation Das Unternehmerporträt Martina Koederitz, IBM Geschäftsführerin, spricht über intelligente IT-Lösungen als Garant für geschäftlichen Erfolg. Zoll-Management E-Government ist in den Unternehmen angekommen so eine der Kernaussagen der aktuellen Studie Zoll im Aufbruch. EG-Dienstleistungsrichtlinie Die jetzt vorliegende Studie zur EG-Dienstleistungsrichtlinie (EG-DLR) präsentiert ein vielschichtiges Ergebnis. Tool-Evaluation im IT-Service-Management Teil 1 Die Einführung einer IT-Service-Management-Suite erfordert eine sorgfältige Vorprüfung und Planung Tool-Evaluation im IT-Service-Management Teil 2 Die Auswahl einer ITSM-Software ist meistens Neuland. MATERNA wendet bei der Tool-Auswahl eine strukturierte Methode an. Benchmarking im IT-Service-Management Mit einem Kennzahlen-Cockpit lassen sich im IT-Service-Management Leistungen, Kosten und Effizienz wirksam steuern TECHNOLOGIE Kurzberichte über CMDB und Desktop-Virtualisierung; ausführliche Berichte auf 38 RUBRIKEN Editorial Inhalt Impressum und Vorschau KONTAKT für Leseranfragen MATERNA GmbH Tel , Fax MATERNA MONITOR 05 01/2010

6 NACHRICHTEN Halle 9, Stand C68 Halle 4, Stand B04 CeBIT 2010: Client-Management und Virtualisierung im Fokus MATERNA stellt auf der CeBIT 2010 verschiedene Lösungen rund um das Thema Client-Management vor. Vor allem virtuelle Clients werden immer häufiger eingesetzt. Sie lassen sich schnell bereitstellen, erzeugen kaum Vor-Ort-Aufwand für die Systemadministration und sind nahezu von überall erreichbar. MATERNA stellt hierfür seine Lösung Desktop as a Service vor. Mit Desktop as a Service lassen sich sowohl virtuelle als auch physikalische Clients bereitstellen und einheitlich managen. Desktop as a Service basiert auf der MATERNA-eigenen Client-Management-Lösung DX-Union sowie marktüblichen Virtualisierungstechnologien. Neu im Portfolio ist die Lösung Training in a Cloud, die erstmals auf der CeBIT gezeigt wird. Dahinter verbirgt sich eine Lösung für das Cloud Computing, mit der Anbieter von Schulungen und Seminaren ihren gesamten Geschäftsprozess von der Planung über Angebote, Anmeldung, Bestätigung sowie Zertifizierung durchführen und die Schulungsumgebungen automatisiert und mit drastisch reduziertem Administrationsaufwand bereit stellen können. Weitere MATERNA-Lösungen für das Client- Management auf der CeBIT sind Desktop on a Phone und Internet as a Service. Trainings aus der Cloud beziehen Mit Training in a Cloud stellt MATERNA ein Konzept vor, das beispielhaft darstellt, wie sich mittels Cloud- Computing-Technologien Geschäfts- und IT-Prozesse automatisiert durchführen lassen. Die Lösung basiert auf den MATERNA-eigenen Produkten DX-Union und Orbis sowie auf IBM-Technologien, die dafür sorgen, dass die jeweils benötigten Schulungsumgebungen automatisiert bereitgestellt werden. Anbietern von Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen steht damit eine flexibel konfigurierbare virtuelle Trainingsumgebung bereit, in der die Seminarteilnehmer ihre Lektionen lernen können und das zu jeder Zeit und an jedem Ort. Der Anwender greift einfach über das Internet auf die Schulungsumgebung zu. Dabei steht ihm im Gegensatz zum Web-based-Training eine vollständige Umgebung zur Verfügung. Denn mit Training in a Cloud lassen sich auch komplexe Anwendungsschulungen im Client-Server-Umfeld mit mehreren Servern bereitstellen. Die dahinter liegende Cloud- Umgebung betreibt MATERNA in einem IBM Blade- Center und nutzt Virtualisierungstechnologien von VMware und Citrix. Der Desktop wandert auch auf das Smartphone Neu ist auch die Lösung Desktop on a Phone. Hierbei wird der virtuelle Client statt auf einem PC, Thin Client oder Notebook auf einem Smartphone angezeigt. Damit können Unternehmen ihren Mitarbeitern den PC- Arbeitsplatz mit vollem Leistungsumfang auch auf kleinsten mobilen Endgeräten bereitstellen. Da die virtuellen Clients sicher im Rechenzentrum liegen, können Daten auch bei Diebstahl oder Verlust des Endgerätes nicht in falsche Hände geraten. Einsatzbereiche für Desktop on a Phone sind etwa Service-Techniker, Vertrieb oder Außendienst, die beispielsweise Aufträge direkt in der Warenwirtschaft einsehen oder buchen können, ohne spezielle Web-basierte Software installieren zu müssen. 01/ MATERNA MONITOR

7 NACHRICHTEN TCO-Rechner von MATERNA vergleicht Kosten für virtuelle und physische Desktops Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich der Umstieg auf virtuelle Desktops und wie viel lässt sich dadurch einsparen? MATERNA hat jetzt ein Werkzeug entwickelt, das die Wirtschaftlichkeit (Total Cost of Ownership = TCO) von virtuellen Desktops im Vergleich zu herkömmlichen PCs berechnet. Mit dem TCO-Rechner können IT-Verantwortliche an ihre individuelle Situation angepasste Berechnungen durchführen, die sich an der Anzahl der zu administrierenden Desktops orientieren. Der werkzeuggestützte Vergleich basiert auf einer Gesamtkostenbetrachtung, die alle Kosten im Unternehmen berücksichtigt, die sich vor, während und nach der Nutzungszeit ergeben. Dazu gehören neben den reinen Anschaffungskosten auch die Reparatur- und Wartungskosten, die Energiekosten, die Entsorgung sowie einmalig anfallende Kosten beispielsweise für Schulungen und Speicherplatz. Der TCO-Rechner betrachtet den gesamten Zeitraum, so dass IT-Verantwortliche sinnvolle betriebswirtschaftliche Aussagen erhalten, die sich entweder nach der Nutzungsphase oder der Mitarbeitergruppe auswerten lassen. > Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: Desktop-Virtualisierung von MATERNA erhält Update MATERNA bringt eine überarbeitete Version seines Konzeptes für die Desktop-Virtualisierung auf den Markt. Mit der neuen Version können Unternehmen jetzt auch die Migration auf Windows 7 auf Knopfdruck durchführen. Arbeitsplätze, die mit der Desktop-Virtualisierung von MATERNA administriert werden, lassen sich einfach und komfortabel mit Windows 7 ausstatten. Hierzu weist der Administrator den Desktops über die Management-Oberfläche von DX-Union per Knopfdruck das neue Betriebssystem zu. Direkt nach dem erneuten Hochfahren der Desktops steht Windows 7 bereit. Für die Aufgaben der Provisionierung, also die Bereitstellung der Basis-Images, bindet MATERNA den Citrix Provisioning-Server ein. Die Verknüpfung der virtuellen Desktops mit den Basis-Images erfolgt dabei über DX-Union. Die MATERNA-Lösung für das Management von virtuellen Desktops automatisiert den gesamten Lebenszyklus einer virtuellen Maschine von der Bereitstellung bis zur Außerbetriebnahme. Darüber hinaus lassen sich sowohl virtuelle als auch physische Desktops unter einer einheitlichen, zentralen Management-Konsole administrieren eine Lösung, die bisher kaum ein Virtualisierungshersteller im Angebot hat. Mit seinem Konzept integriert MATERNA die verschiedenen Virtualisierungstechnologien. > Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: Neuer Studiengang: Softwaretechnik Dual (SWT) Die Fachhochschule Dortmund bietet ab dem Wintersemester 2010/2011 mit Softwaretechnik Dual einen neuen Studiengang an. Es ist das erste Mal, dass in Dortmund ein dualer Studiengang angeboten wird. SWT kombiniert das Studium zum Bachelor of Science mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und rückt die Kombination zwischen Theorie und Praxis ins Zentrum. Für Unternehmen wie MATERNA hat dies den Vorteil, dass sie potenzielle Mitarbeiter bereits in der Ausbildung kennen lernen und von Beginn an praxisnah und passgenau qualifizieren können. Die FH Dortmund arbeitet beim Studiengang SWT eng mit der IHK zu Dortmund sowie verschiedenen Unternehmen zusammen. Auch MATERNA hat an der Erstellung der Studieninhalte und Lehrpläne mit gearbeitet und wird daher im nächsten Jahr zunächst zwei Studenten aufnehmen. Weitere Informationen: MATERNA MONITOR 07 01/2010

8 NACHRICHTEN Service Automation am Start MATERNA und die Hewlett-Packard GmbH, einer der weltweit führenden Technologiehersteller, werden ihre Partnerschaft weiter ausbauen. MATERNA fokussiert hierbei auf das BTO-Portfolio (Business Technology Optimization) von HP. Insbesondere in den Teilbereichen IT-Service-Management, Business Service Automation und Business Service Management ergänzen sich beide Partner sehr gut. Künftig will MATERNA seine Position im Segment Service Automation weiter ausbauen. Hier bietet HP eine umfassende Produktpalette an, beispielsweise für die Automatisierung im Rechenzentrum sowie die Automatisierung für Netzwerk und Clients. Mehr denn je müssen Unternehmen heute mittels IT Kosten senken, Risiken minimieren und ihre Schnelligkeit erhöhen Automatisierung ist ein Königsweg dorthin, Dr. Thomas Wiese sagt Dr. Thomas Wiese, Vertriebsleiter Channel und Commercial Business bei HP Software & Solutions. MATERNA verfügt über hervorragendes IT-Prozess- Know-how und kann daher Kunden helfen, Automatisierungs-Lösungen schnell und mit geringem Projektrisiko einzuführen. > Den gesamten Beitrag lesen Sie hier: MATERNA auf dem 4. IT-Gipfel der Bundesregierung Auf dem 4. IT-Gipfel 2009 der Bundesregierung im vergangenen Dezember haben Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler in vier Foren über künftige Schwerpunkte und neue Maßnahmen im Bereich IKT diskutiert. Dr. Winfried Materna ist Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) 3 IT-basierte öffentliche Dienste in Deutschland E-Government, die unter der Leitung von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière steht. Die AG 3 hat in einer geschlossenen Sitzung unter anderem über die Eckpunkte der nationalen E-Government-Strategie diskutiert. MATERNA hat mit ihrem Projektbeitrag Bekämpfung von Produktpiraterie (ZGR-online) aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen eine musterhafte Prozesskette zwischen Wirtschaft und Verwaltung vorgestellt. In diesem Jahr wird der IT-Gipfel in Dresden fortgeführt. Technische Universität Dortmund hat zum Ball geladen Tolle Live-Musik, ein festliches Galabuffet, verblüffende Showacts und eine abwechslungsreiche Moderation: Mit dieser bunten Mischung sorgte der Uniball 2010 der Technischen Universität Dortmund für einen unvergesslichen Abend. Rund 450 Gäste kamen zu diesem feierlichen Event zusammen. Auch die MATERNA-Kollegen Dorothe Zimmermann (2.v.l.) und Michael Kuschke (2.v.r.) sowie Partner haben gerne mitgefeiert. Als Sponsor unterstützt MATERNA regelmäßig den Uniball der TU Dortmund. 01/ MATERNA MONITOR

9 NACHRICHTEN Ausgewählte Schulungen ITIL V3 Foundation April Dortmund ITIL Service Manager Bridge V2 to V März Dortmund ITIL V3 Intermediate: Operational Support and Analysis April Dortmund BMC Remedy AR System 7.x: Administering Part März Dortmund BMC Remedy AR System 7.x: Administering Part Mai Dortmund BMC Remedy AR System 7.5: What s New März Dortmund Mai München BMC Remedy AR System 7.5: Foundation Part April Dortmund BMC Remedy AR System 7.5: Developer Part April Dortmund April München BMC Remedy AR System 7.5: Developer Part März Dortmund März München Mai Dortmund BMC Remedy IT Service Management 7.x: Installing and Configuring April Dortmund BMC Remedy IT-Service-Management 7.5: Administering Part Mai Dortmund BMC Atrium CMDB 2.x: Administering Part März München BMC Atrium CMDB 2.x: Administering Part Juni Dortmund BMC Atrium CMDB 7.5: Administering Part April München BMC Atrium CMDB 7.5: Administering Part Juni Dortmund Weitere Informationen: Eine Anmeldung ist auch per möglich: DX-Union Service Desk inkl. Lizenz-Management 15./16. März Dortmund DX-Union Basis März Dortmund DX-Union Software-Management 25./26. März Dortmund 20./21. Mai 17./18. Juni DX-Union Citrix-Management 19. April Dortmund DX-Union Administration Professional 26. April Dortmund DX-Union Basis Mai Dortmund Juni Scriptgesteuerte DX-Union Software-Paketierung 27./28. Mai Dortmund Windows 7 Migrations-Workshop 7. Juni Dortmund DX-Union Updateschulung Juni Dortmund Weitere Informationen: Eine Anmeldung ist auch per möglich: Termine bis Mai CeBIT März Hannover Halle 9, Stand C68 (Public Sector Parc) Halle 4, Stand B04 (Citrix) JavaUserGroup JUGC 8. März Köln JavaUserGroup Ruhr RUHRJUG 19. März Dortmund GSE WG WebSphere 20. April Heidelberg 13. Effizienter Staat 27./28. April Berlin Neue Verwaltung 11. Kongress 18./19. Mai Leipzig mit Fachmesse egovernment Meeting Service-Management 20. Mai Erlangen mit Besuch und Automatisierung der Bergkirchweih MATERNA MONITOR 09 01/2010

10 SPECIAL 01/ MATERNA MONITOR

11 SPECIAL Migration auf Windows 7 Auf das Werkzeug kommt es an Nachdem die meisten Unternehmen Windows Vista ausgelassen haben, steht nun der Wechsel auf Microsofts Windows 7 an. Eine Migration muss gut vorbereitet sein nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch. Der Umstieg beim Client-Betriebssystem auf eine neue Version wird von den meisten IT-Abteilungen gerne so lange als möglich aufgeschoben zumal wenn wie im Falle von Windows XP eine stabile und bewährte Plattform im Unternehmen etabliert ist. Neue Funktionen und Konzepte einer weiteren Betriebssystemgeneration sorgen für große Aufwände bei einer Migration. Und die zahlreichen Schwächen von Windows Vista haben den Wechselskeptikern recht gegeben. Kein Wunder, dass die meisten Organisationen den XP-Nachfolger aussparten. Mit Windows 7 hat Microsoft nun eine Plattform auf den Markt gebracht, die es mit XP aufnehmen kann. Neue Funktionalitäten, ein gelungenes Benutzer-Interface und nicht zuletzt der 2014 endende Support für Windows XP legen den Umstieg auf das neue Betriebssystem nahe. Jedoch nähern sich die Anwender dem Vista-Nachfolger zögerlich. Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet damit, dass Windows 7 erst Ende 2010 einen hohen Verbreitungsgrad im Unternehmensumfeld erreichen wird. Sie machen vor allem die wirtschaftliche Lage dafür verantwortlich sowie die normalen Hardware-Austauschzyklen, mit denen häufig auch das Betriebssystem gewechselt wird. Windows 7 nicht ignorieren Dass Organisationen auf Windows 7 wechseln sollten, steht für Gartner außer Frage. Der endende Support für Windows XP auf der einen, die Verbesserungen gegenüber Vista auf der anderen Seite machen den Umstieg über kurz oder lang fast unvermeidlich. Die Analysten geben den Anwendern im Vorfeld fünf Punkte zu bedenken: Windows XP sollte bis spätestens 2012 von den PCs verschwunden sein. Denn auch wenn Microsoft noch bis Ende 2014 Sicherheits-Updates bereit stellt, werden viele Software-Anbieter diese Plattform für ihre Anwendungen schon früher nicht mehr unterstützen. MATERNA MONITOR 11 01/2010

12 SPECIAL Migrationsprojekte sollten jetzt anlaufen. Laut Gartner benötigt ein durchschnittliches Unternehmen zwölf bis 18 Monate Vorbereitung, bevor das neue Betriebssystem ausgerollt werden kann. Ein später Start könne die Kosten in die Höhe treiben. Organisationen sollten nicht auf das erste Service-Pack für Windows 7 warten, bevor sie mit der Evaluierung beginnen. Das Testen sollte nun beginnen, der Roll-Out jedoch könne dann mit dem Service-Pack erfolgen. Windows 7 sollte nicht übergangen werden, da mit Windows Vista bereits ein grundlegender Architekturwechsel stattgefunden habe. Windows 7 setzt auf diese Architektur auf. Organisationen sollten die technologische Lücke zwischen altem und neuem Betriebssystem nicht zu groß werden lassen, da dieses einen Umstieg erschwere. Die Migration sollte sehr sorgfältig budgetiert werden, da die Kosten stark variieren. Gartner ermittelte für den Umstieg von XP auf Windows 7 eine Kostenspanne von bis Dollar pro Benutzer, je nach gewähltem Ansatz. Vorbereitung ist alles Entscheidend für den Erfolg einer Windows-7-Migration ist die Vorbereitung. Vor allem gründliche Tests aller bestehenden Anwendungen sind unabdingbar, um mögliche Kompatibilitätsprobleme rechtzeitig zu erkennen. Bei Standard- Anwendungen ist die Windows-7-Eignung meist relativ einfach zu überprüfen, da viele Hersteller ihre Produkte bereits für Windows 7 freigegeben haben, so Dirk Struck, Leiter der Produktentwicklung DX-Union bei MATERNA. Mehr Aufwand entsteht bei Individual-Software oder bei speziellen Fachanwendungen. Vor allem die öffentliche Hand mit einer großen Anzahl spezieller Lösungen muss mit recht großem Testbedarf rechnen. Gartner veranschlagt für diesen Teil der Migration einen Zeitaufwand von sechs bis neun Monaten. Viele Anwendungen auf Windows XP und älteren Plattformen wurden nicht zukunftssicher entwickelt, ergänzt Michael Ziegler, Teamleiter Virtualisierung und Security bei MATERNA. Manche Programmierer haben sich nicht vollständig an die Vorgaben von Microsoft gehalten. Das kann nun Probleme geben, etwa bei mit Vista eingeführten Funktionen wie der User Account Control. Ein aktuelles Inventar ist auf jeden Fall sehr ratsam, empfiehlt Ziegler. Hieraus können notwendige Erkenntnisse über die Erfüllung der Hardware-Voraussetzungen gezogen werden. Hilfreich bei einer Migration ist zudem, wenn das IT-Service-Management (ITSM) nach ITIL aufgestellt ist. Ein entsprechend implementiertes Change Management unterstützt bei der Planung der benötigten Tests und überwacht die Durchführung. Eine Configuration Management Database (CMDB) sorgt für den notwendigen Überblick über die im Unternehmen vorhandenen Configuration Items (CI) und bildet so die Schnittstelle zwischen allen ITSM-Prozessen. Organisationen, die bereits über eine CMDB verfügen, sollten also im ersten Schritt einer Windows-7-Migration diese Datenbank auf den aktuellen Stand bringen, so Ziegler. Sind Unternehmen gerade mit der Einführung einer CMDB befasst, sollte dieses Projekt zunächst abgeschlossen werden. Zwingend notwendig, wenn auch empfehlenswert, ist eine CMDB jedoch nicht, schränkt Ziegler ein. Neben der technologischen Vorbereitung sollten sich IT- Abteilungen auch mit organisatorischen Fragen befassen. Windows 7 ist für die meisten Benutzer, die ja kein Vista- Upgrade mitgemacht haben, etwas komplett neues, erläutert Ziegler. Man muss also nicht nur den Roll-Out planen, sondern auch die Benutzer dahin bringen, dass sie mit dem neuen Windows arbeiten können. Vor allem das veränderte Benutzer-Interface erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit und Mitarbeiterschulungen. Jedoch werden nur die wenigsten Anwender den vollen Funktionsumfang von Windows 7 ausreizen. Der Internet Explorer 8, die neue Oberfläche, Startmenü und Sicherheitsmerkmale der Schulungsaufwand lässt sich im Gros der Fälle auf einige klar umrissene Teilbereiche reduzieren. Darüber hinaus haben einige Anwender durch Privatnutzung bereits Erfahrungen im Umgang mit Vista oder gar Windows 7 gewonnen und müssen daher nur noch minimal oder gar nicht geschult werden. Schrittweiser Roll-Out Der eigentliche Roll-Out sollte sukzessive erfolgen, am besten abteilungsweise. Ein Big Bang würde zu viel Reibung erzeugen, ist sich Ziegler sicher. Mit einem neuen Betriebssystem steigt erfahrungsgemäß auch die Zahl der Anfragen beim User-Helpdesk. Die Mitarbeiter dort müssen sich erst an die Plattform gewöhnen. Gute Einstiegspunkte beim Roll-Out sind technikaffine Abteilungen. Hier sind die Widerstände gegen Neuerungen am geringsten, vorzeigbare Erfolge lassen 01/ MATERNA MONITOR

13 SPECIAL Kaum ein Unternehmen wird alle Clients virtualisieren können. Klassische Workplace- Management-Anwendungen werden weiterhin benötigt. Dirk Struck, Leiter der Produktentwicklung DX-Union, MATERNA sich schnell erzielen. Ziegler betont: Diese positiven Effekte müssen intern vermarktet werden. Das Eigenmarketing der IT ist bei allen Änderungen am Bestehenden sehr wichtig. Die Logistik des Roll-Outs und der anschließende Betrieb der neuen Desktops muss auch mit geeigneten Tools unterstützt werden. Wir haben unsere Management-Lösung DX-Union bereits Windows 7 und Windows Server 2008 R2 zertifiziert, so Struck. DX-Union unterstützt damit den Roll-Out von Windows 7 sowohl in der 32- als auch der 64-Bit-Variante. Der neue Windows-Server kann als Client- und auch als Management-Plattform integriert werden. Auch Management-Funktionen wie Inventarisierung von Soft- und Hardware oder die Überwachung von Plug&Play-Geräten unterstützt DX-Union auf den neuen Microsoft-Plattformen. Kunden mit Wartungsvertrag erhalten das Update auf die aktuelle Version kostenlos. Um von allen Neuerungen zu profitieren, die Windows 7 mit sich bringt, muss auch die Server-Landschaft auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Windows Server 2008 R2 ist notwendig, wenn Funktionen wie der Remote-Zugriff, Direct Access oder die Virtualisierung über Remote App & Desktop genutzt werden sollen. Mit dem Windows Server 2008 R2 kommen auf viele Organisationen allerdings zwei Kostenfaktoren dazu: Zum einen müssen Unternehmen, die nicht Microsofts Software Assurance nutzen, neue Client-Access- Lizenzen (CAL) für die Server-2008-Plattform erwerben. CALs des Windows Server 2003 sind beim Server 2008 R2 nicht gültig, sie werden nur im Rahmen der Software Assurance umgetauscht. Zum anderen gibt es beim Server 2008 R2 keine Version mehr für 32-Bit-Plattformen. Microsoft vollzieht bei diesem Release den Wechsel zu 64-Bit-Hardware Organisationen, die noch mit Intel-basierenden 32-Bit-Maschinen arbeiten, benötigen also neue Hardware. MATERNA MONITOR 13 01/2010

14 SPECIAL Organisationen, die bereits über eine CMDB verfügen, sollten im ersten Schritt einer Windows-7-Migration diese Datenbank auf den aktuellen Stand bringen. Michael Ziegler, Teamleiter Virtualisierung und Security, MATERNA Chancen nutzen Der Wechsel des Client-Betriebssystems kann also eine sehr grundlegende Änderung für die IT und auch die Benutzer bedeuten. Damit ist es in vielen Fällen sinnvoll, diesen Schritt gleich in einen größeren Kontext zu stellen: Der Einzug der neuen Architektur bietet die Gelegenheit, auch ein neues Paradigma im Workplace-Management einzuführen. Dazu gehört in erster Linie die Desktop-Virtualisierung. Diese neue Form des Server-based Computings geht weit darüber hinaus, was bislang mit Thin-Clients und Terminal- Diensten möglich war. Während beim Einsatz von Terminal- Services nur einzelne Anwendungen zentral auf den Servern bereit gestellt wurden, kommt bei virtualisierten Desktops das Betriebssystem mit dem Anwendungs-Stack aus dem Rechenzentrum. Einen entscheidenden Vorteil spielt dieses Verfahren bereits beim Roll-Out des Betriebssystems aus, wie Ziegler betont: Sind die Images für die virtuellen Desktops einmal erstellt, stehen sie einfach nach dem nächsten Booten der Clients dort zur Verfügung. Dazu muss nur die virtuelle Disk am Provisioning-Server ausgetauscht werden. Die Anwendungen selbst werden zum Beispiel über einen Citrix Xen- App Server bereit gestellt, so Ziegler. Im Gegensatz zum herkömmlichen Roll-Out auf den physikalischen Maschinen hat dieses Verfahren neben der kürzeren Zeit noch einen entscheidenden Vorteil: Der Roll-Out kann im schlimmsten Fall einfach wieder rückgängig gemacht werden. Wer diese Workplace-Management-Methode nutzen will, sollte vorab seine Infrastruktur einer genauen Prüfung unterziehen. Server und Netzwerke müssen sowohl in der Lage sein, die Datenmengen zu verarbeiten, als auch die notwendige hohe Verfügbarkeit sicher stellen können. MATERNA bietet hier mit dem Virtualisierungs-Check ein Beratungspaket an, das die relevanten Bereiche analysiert und Potenziale aufzeigt, um Virtualisierung effizient im Unternehmen einzusetzen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass Microsoft die Windows-7-Lizenzen für virtuelle Desktops VECD (Virtual Enterprise Centralized Desktop) nur als Subskription anbietet. 32 oder 64 Bit? Nach dem halbherzigen Windows XP für 64-Bit-Systeme hat Microsoft mit Windows Vista auch am Client den Wechsel zur 64-Bit-Welt eingeleitet. Während Serverseitig dieser Evolutionsschritt mit dem Windows Server 2008 R2 bereits vollständig vollzogen wurde, haben die Kunden beim PC-Betriebssystem noch die Wahl zwischen den 1984 eingeführten 32-Bit-Systemen und den mittlerweile üblichen 64-Bit-Systemen. Bereits 2004 formulierte Forrester einen Ratschlag, wie sich Unternehmen der 64-Bit-Welt nähern sollten: Im ersten Schritt sollten Anwender die neue Hardware einführen und mit den bestehenden Betriebssystemen und Software-Lösungen betreiben und evaluieren. Als zweite Stufe schlägt das Marktforschungsunternehmen die Ablösung des 32-Bit-Betriebssystems durch eine 64-Bit-Version vor. Sobald dann die geeigneten Anwendungen verfügbar sind, steht dem Umstieg auf die reine 64-Bit-Plattform nichts mehr im Wege. Im Wesentlichen hat sich daran bis heute nichts geändert. Da nur die wenigsten Unternehmen bereits über 64-Bit- Erfahrung am Client verfügen, kann der Zwischenschritt über die 32-Bit-Variante von Windows 7 auch bei vorhandener 64-Bit-Hardware sinnvoll sein: Eine Migration zu Windows 7 mit 32 Bit erscheint mir etwas einfacher, so Ziegler. Bei der 64-Bit-Version von Windows gibt es zusätzliche Fallen aufgrund einer geänderter Registry und neuer Dateipfadkonzepte seitens Microsoft. Auf der anderen Seite werden PCs in Kürze mehr als 4 GByte Hauptspeicher haben. Damit wird der Einsatz von 32-Bit-Systemen fragwürdig. Wer heute zu Windows 7 mit 32 Bit migriert, wird morgen zur 64-Bit-Plattform migrieren. Allerdings könnte der Schritt in die 64-Bit-Welt etwas einfacher werden, wenn vorher der 32-Bit-Weg gegangen wurde. 01/ MATERNA MONITOR

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