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1 Fachhochschule Eberswalde Masterstudiengang Nachhaltiger Tourismus Armutsminderung durch den Tourismus: Untersuchung der Beiträge von All-inclusive Resorts als Entwicklungsmotor einer touristischen Destination - am Beispiel: Urlaubsgebiet Bayahibe, Dominikanische Republik. Masterarbeit zum Abschluss des Masterstudiengangs Nachhaltiger Tourismus vorgelegt von Fátima Blanco (Matr.-Nr ) geb. am 15. November 1968 in Cádiz, Spanien Betreuer: 1. Gutachter: Prof. Dr. Wolfgang Strasdas 2. Gutachter: Prof. Dr. Thomas Lichtenberg Eberswalde, 30. März 2004

2 Inhaltverzeichnis 1 Vorwort Einleitung All-inclusive Resorts Definition Herkunft und Entwicklung des All-inclusive Angebotes Die All-inclusive Kontroverse Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts Der Preis Erholung Philosophie der Gleichheit Ökologische Auswirkungen Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes Aktuelle Studien zu All-inclusive Resorts Das All-inclusive Angebot: Die Anbieterseite Theoretische Kontexte Das Konzept der Nachhaltigkeit Indikatoren für die Entwicklung von nachhaltigem Tourismus und ihre Anwendung in der Hotellerie Unweltindikatoren Sozioökonomische Indikatoren Kriterien für die Auswahl der Indikatoren Regionale Kontexte Die Dominikanische Republik: Einführung und allgemeine Daten Die Entwicklung des Tourismus in der Dominikanischen Republik Entwicklung des Tourismus in der Destination Bayahibe

3 6 Wissenschaftstheoretischer Kontext Methodik - Quantitative Sozialforschung Methodik Erhebung und Aufbereitung der quantitativen Daten Darstellung der Ergebnisse Ergebnisse bezüglich der Umwelt Ergebnisse bezüglich der Arbeitsplätze Ergebnisse bezüglich des Einkommens Ergebnisse bezüglich der Weiterbildung Ergebnisse bezüglich der Einkäufe Ergebnisse bezüglich der Kooperation mit lokalen Untenehmen Ergebnisse bezüglich der Sozialprojekte Analyse der Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts Zusammenfassung Literaturverzeichnis Allgemeine Literatur: Reisekataloge: Internetadressen: Anhang Fragen-Katalog der Befragung bei den All-inclusive Resorts in Bayahibe, Dominikanische Republik Summary Sandals contribution to the micro-economy 2001, Sandals Resorts Int Erklärung

4 Verzeichnis der Tabellen: Tabelle 1: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Spanien Tabelle 2: Beispiel eines All-inclusive Resorts in der Türkei Tabelle 3: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Kenia Tabelle 4: Beispiel eines All-inclusive Resorts in der Dominikanischen Republik Tabelle 5: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Venezuela Tabelle 6: Überblick der Indikatoren für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Hotellerie Tabelle 7: Die Dominikanische Republik auf einen Blick Tabelle 8: Entwicklung des Zimmerangebots in der Dominikanischen Republik, Tabelle 9: Ankünfte von Ausländern und Dominikanern, non Residents, mit dem Flugzeug in der Dominikanischen Republik. Jahr Tabelle 10: Hotelinvestitionen in der Dominikanischen Republik im Jahr 1999 (in Mio. US$) Tabelle 11: Art des Hotelangebots im Jahr Tabelle 12: Vergleich der vom Tourismus erzeugten Devisen mit der von anderen relevanten Wirtschaftssektoren zwischen 1999 und 2002 in Mio. US$ Tabelle 13: Erzeugte Arbeitsplätze durch den Tourismus von 1991 bis Tabelle 14: Entwicklung des Zimmerangebots in Bayahibe sowie Abschätzung der geschaffenen Arbeitsplätze von 1996 bis Tabelle 15: Gesamtzimmerangebot in den Provinzen und Verteilung nach der Hotelgröße, Tabelle 16: Grundlegende Angaben der untersuchten All-inclusive Resorts Tabelle 17: Angebote der Resorts Tabelle 18: Wohnsitz der Angestellten Tabelle 19: Mindestlohn und Zusatzleistungen pro Monat in den Resorts

5 Tabelle 20: Detallierte Geldströme von den Resorts in die verschiedenen Städte hinsichtlich der Brutto-Gehälter der Angestellten Tabelle 21: Programm und Kosten für Weiterbildung im Jahr Tabelle 22: Geldströme der Resorts 1 und 2 hinsichtlich der Hauptversorgungen.. 75 Tabelle 23: Geldströme des Resorts 3 hinsichtlich der Hauptversorgungen Tabelle 24: Geldströme des Resorts 4 hinsichtlich der Hauptversorgungen Tabelle 25: Kooperation mit lokalen Unternehmen bezüglich Entertainment und Transport Tabelle 26: Übersicht der Ergebnisse Verzeichnis der Abbildungen: Abbildung 1: All-inclusive Erfahrung in Deutschland Abbildung 2: Karte der Dominikanischen Republik Abbildung 3: Art des Angebotes in der Dominikanischen Republik im Jahr Abbildung 4: Partizipation des Sektors Tourismus am BIP im Vergleich mit anderen Sektoren im Jahr Abbildung 5: Herkunft der Resortangestellten Abbildung 6: Jährliche Gesamtgeldströme von den Resorts in die verschiedenen Städte hinsichtlich der Brutto-Gehälter der Angestellten Abbildung 7 : Herkunft der Hauptversorgungen. Beispiel Resorts Abbildung 8: Gesamtgeldströme von den Hotels in die Städte hinsichtlich der Hauptversorgungen

6 1 Vorwort Die Idee zu dieser Arbeit entstand auf Anregung von Klaus Lengefeld, Koordinator der Abteilung für Lateinamerika, Mexiko und der Karibik bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ), auf dessen ursprünglichen Projekt Sustainable All-inclusive sich diese Arbeit gründet. Ihm und der GTZ möchte ich ganz herzlich danken, für ihre Hilfe und finanzielle Unterstützung. Mein besonderer Dank gehört all jenen die mir während meines Feldaufenthaltes in der Dominikanischen Republik geholfen haben und mich mit vielen wichtigen Informationen versorgten. Ich danke den Hoteldirektoren und dem Personal der untersuchten Hotels in Bayahibe sowie dem Präsidenten der Hotelassoziation La Romana/Bayahibe, Herr Mariano Godina und der Direktorin Frau Lissete Gil. Herrn Prof. Dr. Wolfgang Strasdas danke ich, da er mir das Thema vorschlug. Ich danke auch Herrn Dr. Thomas Lichtenberg, der mich zu Methodik und Vorgehen ausführlich beraten hat. Ferner möchte ich meinen zwei Korrektorinnen, Henki Abs und Jacqueline Naber- Siemon, für ihre Hilfe danken. Vielen Dank an Matze, der dafür Sorge trug, dass mein Rechner die Arbeit brav verkraftete. Berlin, im März

7 2 Einleitung All-inclusive Resorts haben einen schlechten Ruf. Sie gelten als verschwenderisch im Umgang mit den Ressourcen, die sie nutzen und ziehen eine Touristenklientel an, welcher unterstellt wird, sich nicht für das Gastgeberland zu interessieren. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel diese Vorurteile kritisch zu hinterfragen und zu beweisen, dass diese großen touristischen Resorts eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes spielen, insofern diese dazu beitragen: - Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen, - die Regionalentwicklung und Dezentralisierung zu fördern, - mehr Geld im Land zu lassen als die meisten anderen devisenbringenden Wirtschaftszweige (z.b. Freihandelszonen) - und dadurch die Armut mindern. Die zentrale Frage dabei ist: Schaffen All-inclusive Resorts tatsächlich neue Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung und inwieweit beeinflussen sie nachhaltig positiv den Gesamtarbeitsmarkt und die lokale Wirtschaft durch ihre Aktivitäten? Dazu wird ein Instrumentarium entwickelt, welches auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit fußt, um die sozioökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Beiträge und Auswirkungen von All-inclusive Resorts zu untersuchen. Als Untersuchungsbeispiel werden vier von sieben Resorts in der Destination Bayahibe im Süden der Dominikanischen Republik herangezogen. Nach einer kritischen Bestandsanalyse werden die Ergebnisse dargestellt und diskutiert. Ferner sollte untersucht werden, ob die Ergebnisse Rückschlüsse auf Resorts in anderen Ländern zulassen. Die Übertragbarkeit des Beispiels gilt es also zu prüfen. Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut: In Kapitel drei All-inclusive Resorts wird in einem ersten Schritt ein grundsätzlicher Überblick zu All-inclusive Resorts gegeben. Es enthält Erläuterungen zur Definition, Herkunft und Entwicklung dieses Urlaubsangebotes. Vor- und Nachteile sowie die Kontroverse dieser Urlaubsmodalität werden dargestellt und durch aktuelle Studien 7

8 komplettiert. Schließlich wird auch in diesem Kapitel die Organisation The Touroperators Initiative for a Sustainable Tourism Development dargestellt. Kapitel vier Theoretische Kontexte befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Entwicklung. Hier werden die Indikatoren für die Messbarkeit der Nachhaltigkeit in All-inclusive Resorts vorgestellt. Im Regionalen Kontext wird die Entwicklung des Tourismus in der Dominikanischen Republik speziell in der Destination Bayahibe präsentiert. Eine Zusammenfassung der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Landes wird gegeben. Kapitel sechs und sieben, der wichtigste Teil dieser Arbeit, welche der Darstellung der Ergebnisse gewidmet sind, befassen sich mit der Methodik und der Erhebung der Daten. Mit Hilfe der in Kapitel vier entwickelten Indikatoren werden die Resultate dargestellt und über ihren Inhalt diskutiert. Außerdem werden die im Kapitel drei dargestellten Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts analysiert und in Widerspruch zu der beobachteten Realität gestellt. In Kapitel acht wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse und der aktuellen Vorund Nachteile der All-inclusive Resorts dargestellt. 8

9 3 All-inclusive Resorts Dieser erste Teil der Arbeit bietet einen grundsätzlichen Überblick zu All-inclusive Resorts. Es enthält Erklärungen zur Definition, Herkunft und Entwicklung des Allinclusive Angebots. Des weiteren werden die wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Urlaubsform, welche sich auch in der großen Kontroverse geführten Diskussion dieser Urlaubsmodalität ausdrückt präsentiert. Zunächst wird jedoch der derzeitige Stand der Forschung und The Touroperators Initiative for a Sustainable Tourism Development dargestellt. 3.1 Definition Das Lexikon der Tourismuswirtschaft definiert die All-inclusive Resorts als touristische Urlaubsangebote, die alle Kosten vor Ort beinhalten. Sie sollten mindestens Vollpension, Tischgetränke, Unterhaltung sowie mehrere Sportangebote umfassen 1. Vollpension, das heißt Frühstück und Abendessen sowie ein Mittagsbuffet oder Snacks, sind ein Muss" für All-inclusive Hotels. Die Angebote unterscheiden sich aber sehr stark und variieren je nach Hotelanlage, der Destination und dem Reiseveranstalter. Damit der Leser eine erste Vorstellung von All-inclusive Hotels bekommen kann, wurden aus Reisekatalogen von verschiedenen Anbietern 2 Allinclusive Angeboten zum Vergleich herausgesucht und diese in den folgenden Tabellen vorgestellt. Die in den Tabellen stehende Preise gelten für die Hochsaison- Zeit. 1 Schroeder (2002), S.21. Um zu verdeutlichen was ein Resort ist, Schroeder beschreibt es als die kleinstmögliche Form einer Destination. I.d.R. bietet ein Gebäudekomplex oder ein großes Hotel alle notwendigen Einrichtungen für einen Aufenthalt. Als Hotel-Resorts werden oft Ferienhotels der gehobenen Kategorie bezeichnet. Destination: Raum (Ort, Region, Hotel), den der Gast als Reiseziel wählt. Schroeder(2002), S. 81 u Tui All-inclusive, April-November S Fly Sommerkatalog Marokko, Türkei, Ägypten, Tunesien. S. 89 Jahn Reisen. Fernreisen Sommer S. 97 FTI Fernreisen, Mai-Oktober S. 53 Neckermann Ferneisen Sommer 2003 Karibik und Lateinamerika. S

10 Tabelle 1: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Spanien Name des Resorts Lage Katalog Hipotel Barrosa Garden **** Costa de la Luz, Spanien TUI Angebot (Hotelanlage mit 832 Zimmern) Essen & Trinken Internationale Getränke, Snacks sowie andalusisches Spezialitätenrestaurant inklusive. Sport Besonderheiten Preis* Außer Paragliding, Golfen und Hochseefischen alle Sportarten wie Surfen, Tauchen, Segeln, Paddelboote eingeschlossen Pro Person und Woche 2 Stunden Motorroller sowie Sprach- und Tanzkurse kostenlos Zwei Wochen ab 1510 Euro Tabelle 2: Beispiel eines All-inclusive Resorts in der Türkei Name des Resorts Lage Katalog Club Belizia **** Bodrum-Icmeler, Türkei 1-2 Fly Angebot (Feriendorf mit 245 Wohneinheiten) Essen & Trinken Sport Besonderheiten Preis* Drei Buffets täglich. Nationale Getränke und Snacks inklusive. Tennis, Tischtennis, Volleyball, Multisportfeld für Fuß- und Basketball sowie Fitnessraum kostenlos Spätaufsteher-Frühstück Nachmittagstee, Kaffee und Kuchen sowie Eiscreme für Kinder. Spaghetti-Time von 17 bis17.30 Zwei Wochen ab 835 Euro Tabelle 3: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Kenia Name des Resorts Lage Katalog LTI Kaskazi Beach**** Diani Beach, Kenia Jahn Reisen Essen & Trinken Sport Besonderheiten Preis* Angebot (Hotel mit 191 Zimmer) 3 Alle Getränke (von 10 bis 23 Uhr), Tischwein und alle Mahlzeiten als Buffets oder Barbecues. Dinner im Spezialitätsrestaurant Aladin s Grill Room 1x Aufenthalt. Tennis, Squash, Tischtennis, Beach-Volleyball, Aerobic und Gymnastik in Preis eingeschlossen. Golf, Tauchen, Hochseefischen unter deutscher Leitung und Fahrradverleih: gegen Gebühr. VIP Paket: garantierter Meeresblick,1Flasche Sekt, täglich frische Blumen im Zimmer, 1 Souvenir, 1Lobstmenü inklusive 1 Flasche Wein. Zwei Wochen ab 1095 Euro 3 Auf dem Katalog steht, dass das Hotel über 382 Betten verfügt. Angenommen, dass sie Standard Doppeltzimmer sind, dann verfügt das Hotel über 191 Zimmer. 10

11 Tabelle 4: Beispiel eines All-inclusive Resorts in der Dominikanischen Republik Name des Resorts Lage Katalog Hacienda Tropical*** Puerto Plata, Dom. Republik FTI Fernreisen Essen & Trinken Sport Besonderheiten Preis* Angebot (Ferienanlage mit 304 Zimmern) Nationale Getränke und Tischwein. Mehrere Spezialitätenrestaurants und Mittagsgrill am Beachclub inklusive. Im Seafood Restaurant Blue Marin 20% Ermäßigung Surfen, Tennis und Paddelboote eine Stunde pro Tag sowie Tauchlektion im Pool, Bogenschießen und Boccia inklusive.tanz- Merengue 1 Stunde x Person x Woche. Es können alle Einrichtungen und Restaurants der 3 benachbarten Hazienda-Ressorts kostenlos mitgenutzt werden. Eintritt in der Disko Hurrican. 12 Nächte ab 1280 Euro Tabelle 5: Beispiel eines All-inclusive Resorts in Venezuela Name des Resorts Lage Katalog Hesperia Playa el Agua **** Isla Margarita, Venezuela Neckermann Angebot (Hotelanlage mit 4 mehrstöckigen Gebäude + 42 Bungalows. Gesamtzimmerzahl 355) Essen & Trinken Sport Besonderheiten Preis* Alle Mahlzeiten in Buffeform, Abendessen auch im à-la-carte Restaurant möglich. Kostenlose Getränke von 11 bis 24 Uhr. Snacks von 11 bis 18 Uhr Tennis, Minigolf, Sauna, Basketball und Surfen kostenlos. Segeln, Jetski und Fahrräder gegen Gebühr. Abendunterhaltung mit Themenabenden und Folkloreshows. Miniclub (4-12 Jahre) 14 Nächte ab 1276 Euro Hieraus geht hervor, dass All-inclusive Resorts versuchen alle Bedürfnisse der Touristen zu erfüllen. Wie dargestellt ist das Angebot von Hotel zu Hotel oft ganz unterschiedlich und in manchen Fällen sind viele Dienstleistungen wie Tauchen, Segeln, Tanzkurse oder Fahrradverleih nicht im Preis eingeschlossen. Um in den Genuss dieser Dienstleistungen zu kommen, müssen zusätzliche Gebühren gezahlt werden. Komfort und Luxus stehen immer noch an erster Stelle. Doch in jüngster Zeit hat die Nachfrage nach derartigen Einrichtungen zugenommen, so dass sie ihren elitären Charakter zu verlieren drohen. 4 Im nächsten Abschnitt soll nun ein kurzer Überblick über die Entstehung und Entwicklung der All-inclusive Resorts gegeben werden. 4 Tourism Concern (1997) 11

12 3.2 Herkunft und Entwicklung des All-inclusive Angebotes Entgegen der Annahme, dass die All-inclusive Angebote sehr neu sind, existieren schon seit Jahrzehnten ähnlich preiswerte Angebote für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Europa und in den USA, die der alles enthielten 5. Der französische Club Mediterraneé begann bereits 1951 mit Zelt- und Hüttendörfern, und im familienfreundlichen Reisepreis waren Mahlzeiten, Tischweine, Animateure, Sport und Unterhaltung enthalten 6. Erste All-inclusive Clubs mit großem Komfort und kostenlosen alkoholischen Getränken entstanden in den siebziger Jahren für Paare in der Karibik auf Jamaika und St. Lucia. Am Anfang wurden von den Veranstaltern ferne Destinationen ausgewählt, die sich in Entwicklungsländern oder auf Inseln befanden, deren wirtschaftliche Situation und Infrastruktur ungenügend war. Dabei handelte es sich um Destinationen, die ohne die Unterstützung von ausländischen Investoren keine touristische Industrie hätten aufbauen können. 7 Die niedrigen Tarife der Charter-Flüge am Anfang der achtziger bestimmte die Entscheidung vieler Reiseveranstalter, die Karibik in ihr Reiseprogramm mit aufzunehmen. So eröffnete bereits 1981 die Luxuskette Sandals auf Jamaika ihr erstes All-inclusive Hotel. Bis heute akzeptieren sie in ihren Hotels auf der Insel keine Kinder wurde die Boeing in Großbritannien für ferne Destinationen eingesetzt und damit stieg der Anteil der Urlauber in der Karibik. Der Durchschnitt einer Fernreise kostete damals ca. 200 Pounds (ca. 300 Euro). 9 Im Laufe der nächsten Jahre gab es eine wichtige Bewegung von Voll-Pension zu Self-Catering Buchungen, welche die wirtschaftliche Situation der Hotelindustrie veränderte: Die Einkünfte durch Getränke und Speisen nahmen erheblich ab. Ende der 80er Jahre, als die Konkurrenz von All-inclusive Angeboten für ferne Destinationen zunahm, erschien das All-inclusive für nähere Destinationen 10 als eine gute Alternative für die Reiseveranstalter, um ihre Gewinne zu erhöhen. 5 Tourism Watch (1999); (2003) 6 (2003) 7 Tourism Concern, All-inclusive: Airtours interview (1997) vgl. Tourism Watch (1999) 8 Die Boeing 757 verfügt über 210 Economy-Sitzplätze. Die Eastern Air Lines u. British Airways waren die erste Fluggesellschaften, die im Februar 1983, die Maschine nutzten. Aerona (2003) 9 Tourism Concern, All-inclusive: Airtours interview (1997) 10 Unter nahe Destinationen werden hier Reisen innerhalb des Europäischen Kontinentes verstanden. Ferne Destinationen sind Reisen außerhalb Europas (Tourism Concern 1997) 12

13 Nach Angaben des Marketingleiters von Airtour, Richard Carrick 11 erzeugt das Allinclusive Angebot höhere Gewinne als andere Urlaubsangebote. Die Mehrheit der Kunden, die sich für ein All-inclusive Produkt entscheiden, planen ihren Urlaub im voraus. Das bringt Stabilität in den Markt und vor allem Planungssicherheit für die Reiseveranstalter wurden z.b. von Airtours 98 All-inclusive Resorts in 30 verschiedenen Destinationen angeboten. Davon entfielen 21 auf nahe und 9 auf ferne Destinationen. In diesem Jahr (1998) erzeugte der Markt für All-inclusive Produkte über 700 Millionen Pounds Umsatz weltweit (ca Mio. Euro). Ein All-inclusive Urlaub lässt sich bereits in einer ganzen Reihe von Ländern verbringen, aber noch immer führend ist die Karibik. Jeweils mehrere Dutzend von All-inclusive Resorts sind in der Dominikanischen Republik, auf Jamaika und Cuba zu finden. Weitere All-inclusive Hotels gibt es u.a. auf Antigua & Barbuda, Aruba, auf den Bahamas, auf Barbados, Grenada, St. Kitts, St. Lucia, Trinidad & Tobago sowie auf den Turks & Caicos Islands. Auf dem amerikanischen Kontinent finden wir Allinclusive Resorts bereits in Mexico, Costa Rica, und in Südamerika. Auch in Afrika, in Ägypten, Gambia, Marokko, Tunesien, der Türkei, auf Sri Lanka und in Thailand sind heute All-inclusive Resorts zu finden 12. Streng genommen fallen pauschale Trekkingreisen ebenfalls unter die Kategorie des All-inclusive Urlaubs, beispielsweise im Himalaya-Königreich Nepal, da auch hier ein Gesamtpaket gebucht wird. In Europa findet man All-inclusive Hotels in Spanien (auf den Balearen, Kanaren und dem Festland), Griechenland, Frankreich, Deutschland (auf Rügen, im Harz, Fleesensee und in den Alpen) und in Österreich. In den Alpen kann man neuerdings auch All-inclusive Skifahrten buchen. Dabei handelt es sich aber nicht immer um komplette Serviceangebote 13. Obwohl die All-inclusive Resorts große Gewinne für die Hoteliers und die Reiseveranstalter erzeugen, bleibt die Frage ungeklärt, inwieweit dieses Angebot positiven Einfluss auf die Destination hat und ob es zum Wohl oder Schaden des jeweiligen Gastlandes beiträgt. Dieser Aspekt wird im folgenden Punkt genauer betrachtet. 11 Tourism Concern (1997) 12 Betrachtungen zum All-inclusive-Urlaub (1999) 13 Ders. 13

14 3.3 Die All-inclusive Kontroverse Laut die BZE hat sich die pauschale Behauptung, der Tourismus leiste in jedem Fall einen positiven Entwicklungsbeitrag, als ebenso unhaltbar erwiesen wie das Postulieren des Gegenteils. 14 Jeder Einzelfall muss geprüft und beurteilt werden. Der Entwicklungsstand eines Landes, die Beschaffenheit seines Ressourcenpotentials, das Zusammenspiel einer Vielzahl von Faktoren ökonomischer, sozialer und kultureller Art, entscheiden darüber mit, ob sich Tourismus unter dem Strich für die Gesamtentwicklung eines Landes auszahlt. Eine ebenso wesentliche Rolle spielen die Vertreter der Regierung, die Form und Struktur des touristischen Angebots sowie die Art und Weise ökonomischer und entscheidungsmäßiger Partizipation der Bevölkerung im weitesten Sinne. Das kann von Land zu Land erheblich variieren. In Ländern, die z.b. keine Basis für landwirtschaftliche oder industrielle Entwicklung haben, kann der Tourismus durchhaus einen sinnvollen Entwicklungsbeitrag leisten. Beispielweise ist der Tourismus für die meisten karibischen Staaten heute die einzige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit, seit sich die Terms of trade für deren agrarischen Exportprodukte extrem verschlechtert haben, 15 was andererseits zu extremer Abhängigkeit führen kann und der Bevölkerung keine anderen Alternativen bietet. Zur Bedeutung der All-inclusive Resorts für die positive Weiterentwicklung eines Landes gibt es unterschiedliche, oftmals unvereinbar scheinende Aspekte. Im nächsten Kapitel werden einige der bekanntesten Vor- und Nachteile dieses Angebots dargestellt. Jedoch ist die Polemik über dieser Tourismusform komplexer. Die große Kontroverse über diese Hotel-Resorts wird im Folgenden zusammengefasst: All-inclusive Resorts wirken negativ auf die lokale Wirtschaft, da diese in der Regel keine Chance bekommt, an diesem geschlossenen ökonomischen System teilzunehmen. Die lokale Bevölkerung bleibt draußen, da die Mehrheit der Aktivitäten innerhalb des Resorts unternommen wird BZE (1993), S BZE (1993), S Tourism Concern (1997), vgl. Suchanek (2001), El Mundo (2003) 14

15 Andererseits können die Resorts eine große Chance für die einheimischen Händler sein, da sie als Lieferanten für die Hotels profitieren können, und so die lokalen Geschäfte gefördert werden. Leider ist die Realität in vielen Ländern eine andere. Aufgrund des Mangels an Ressourcen, Infrastruktur und meistens an die Qualität der lokalen Produkten, können nicht die lokalen Leistungsträger für die großen Hotels als Lieferanten arbeiten 17. Über die Tatsache, dass der Tourismus und die damit verbundenen Investitionen (Hotelresorts, Reisebüros, Restaurants, Aufbau neuer Infrastruktur, etc.), neue Arbeitsplätze schaffen kann, wird in der Literatur häufig diskutiert 18. Auf den ersten Blick scheint der Tourismus eine Vielzahl von neuen Berufen und Tätigkeiten zu schaffen, aber bei einer tieferen Betrachtung erweisen sich die Qualitätsunterschiede der einzelnen Arbeitsbereiche als erheblich. In den All-inclusive Resorts erhält einen Grossteil der Angestellten keine Berufausbildung, so dass die Aufstiegschancen und die Möglichkeiten, auch außerhalb der Tourismusbranche eine Arbeit zu finden, gering sind. 19 Nach Bürgi (1994), werden für die wenigen leitenden Funktionen vor allem qualifiziert ausgebildete Ausländer eingestellt. Die große Nutzung der Ressourcen sowie die Sperre von lokalen Gebieten bzw. Stränden wird in der Literatur als sehr problematisch betrachtet. Polly Patullo, Schriftstellerin und Mitbegründerin eines auf die Ostkaribik spezialisierten Reiseveranstalters in London schreibt in ihrem Buch Last Resorts: The cost of tourism in the Caribbean (1996) über den Einfluss der All-inclusive Hotels auf die Karibik und hebt vor allem die negativen Auswirkungen dieser Urlaubsform auf die lokale Bevölkerung hervor. Ihr Buch bekundet das Unwohlsein und die Frustration eines wichtigen Teils der Bevölkerung (Händler, Taxifahrer und kleine Hotels u.a.) gegenüber den 17 Tourism Concern, (1997) 18 Bürgi (1994), Poon (1993), AKTE (2001), BPB (2001), BZE (1993). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BZE, 1993, Materialen 88, S.31) erwähnt verschiedene Untersuchungen, welche der Sektor Tourismus mit anderen Sektoren vergleicht: in Mexiko z.b. konnten für US$ 41 Arbeitsplätze im touristischen Sektor geschaffen werden; für die gleiche Summe im Erdölsektor 16, in der Metallbranche 15 und im Elektrobereich 8 Arbeitsplätze. Für Tunesien wurde errechnet, dass zur Schaffung eines Arbeitsplatzes im Hotelgewerbe ein Zehntel dessen aufzubringen ist, was in der metallverarbeitenden Industrie erforderlich wäre. Leffer, U.( 1993), S.10f. geht davon aus, dass pro Hotelbett zwischen 3 und 5 Arbeitsplätze geschaffen werden. Kenias Tourismuswirtschaft soll direkt und indirekt ca Arbeitsplätze sichern und bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 6,7 Personen Einkommen für etwa Menschen. 19 Bürgi (1994), S.1 15

16 Hotelresorts. Ein Beispiel davon ist das Karnevallied Alien, 20 indem die negativen Auswirkungen der All-inclusive Resorts auf die einheimische Wirtschaft besungen werden. Der Song wurde ein sehr großer Erfolg und seine Melodie wurde kontinuierlich im lokalen Radio, Bussen, Geschäften, Büros und überall auf der Insel während der Karnevalzeit gespielt. Das Lied erweckte Reaktionen und negative Gefühle gegen die Vielzahl von All-inclusive Hotels auf den Inseln und wurde vor allem als Werkzeug für soziale Veränderung und politischen Protest benutzt. Der Refrain like an alien in we own land wurde von dem Volk besonders gelobt, da in den All-inclusive Resorts im Gegensatz zu anderen Beherbergungsstätten - der Eintritt nur für Hotelgäste erlaubt ist. 21 Einheimische haben keinen Zutritt, es sei denn sie kaufen sich eine der teuren Tageskarten, was sich die meistens jedoch nicht leisten können. Excurs Lied Alien (Pollly Pattullo, 1996) als Protest gegen All-inclusive Resorts All-inclusive tax elusives And truth is they re sucking us we juices, buying up every strip of beach, every treasured spot they reach Some put on Sandals Exclusive vandals It s a scandal They way they operate building brick walls and barricades Like a state within a state. For lucians to enter, for lunch or dinner, we need reservations, passport and visa. And if you sell near the hotel, I wish yo well They will yell and kick you out to hell. Chorus: like an alien in we own land I feel like a stranger and I sensing danger We can t sell out whole country to please the foreign lobby. What s the point of progress.is it really success If we gain ten billion but lose the land we live on? Der Bekanntheitsgrad von Alien stieg nach einem polemischen Streit zwischen dem sehr respektierten Musiker Ronald Boo Hinkson und dem All-inclusive Resort Sandals La Toye. Pattullo schildert in ihrem Buch, wie Hinkson von der Hotelwache aufgehalten wurde, als er das Hotel besuchen wollte. Sein Auto sollte nach Sicherheitsnormen des Hotels untersucht werden, was Hinkson jedoch ablehnte. 20 Gewinner des Wettbewerbs Calypso Carnival King competition von St. Lucia in Innerhalb der All-inclusive Resorts findet i.d.r. kein Geldverkehr statt. Beim Check-in bekommen die Gäste ein Armband mit dem sie sich innerhalb des Hotels frei bewegen können und gibt ihnen Zugang zu allen Einrichtungen wie Restaurants, Cafes, Bars, Fitness, etc. Sie dürfen alles was sie möchten konsumieren ohne Geld dafür bezahlen zu müssen, da die Dienstleistung beim Reiseveranstalter in voraus bezahlt wurde. Wenn eine Person, die in dem Resort nicht wohnt, das Hotel betreten möchtet, muss für einen ganzen Tag mit Übernachtung bezahlen (d.h. sie muss sich als Gast registrieren und Check-in machen). Sie bekommt dann ein Armband und darf die Einrichtungen der Anlage nutzen. 16

17 Hinkson wurde festgehalten. Danach verklagte er das Hotel wegen ungebührlicher Festhaltung. Außerdem brachte er seine Empörung über dieses Ereignis in einem offenen Brief an dem Tourismusminister, Romanus Lansiquot, zum Ausdruck: No matter how many jobs, airline flights or US Dollar Sandals brings into the country, they can not buy the authority to trample on the rights and human dignity of St. Lucian people. Eine ähnliche Situation erlebte der Premierminister von Antigua, Lester Bird, als ihm 1994 der Zutritt in den All-inclusive Club Antigua verboten wurde, weil er keinen Pass (Eintrittskarte) dabei hatte. Die Zeitung Otlet der Opposition, machte in Bezug auf den Vorfall folgende Aussage: Antiguans and Barbudans who literally give millions of dollars to these very allinclusive hotels in customs duties and taxes, do not, can not, will not, and must not be asked to accept by those to whom we give, that we are not allowed in these halls, except accompanied by a trailing security guard. There was a time, in the long and far off times, when people of this country had to have a pass to be out of doors after the ringing of a church bell at night. We overcame that. We did not overcome that in those long and far off times to have it reimposed in another form in these present times. Das oben genannte Lied und die Konflikte von Hinkson und Bird mit den Resorts, entfachte die Diskussion über den Tourismus in der Karibik und seine soziologischen Folgen aufs neue, und es stellte sich wiederholt die Frage: ist der Tourismus tatsächlich eine Alternative für eine weitere positive Entwicklung des Landes?. Die häufigsten Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts werden im nächsten Kapitel dargestellt. 17

18 3.4 Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts Die Vor- und Nachteile dieses Angebots werden anhand folgender Kriterien dargestellt 22. Sie beziehen sich auf den Preis des All-inclusive Angebots, auf die Erholung innerhalb der touristischen Anlage, auf die Philosophie des Produkts, auf die ökologischen Auswirkungen und schließlich auf die Konsequenzen für die Wirtschaft des Gastlandes Der Preis Vorteile: Nachteile: Die Kunden können die Kosten im voraus kalkulieren. Es gibt fast keine Nebenkosten für die Touristen. Die ökologischen und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen werden nicht berücksichtigt, deshalb sind diese Angebote billiger als andere (z.b.: Zerstörung der Natur, keine angemessenen Löhne, etc.) Erholung Vorteile: All-inclusive Angebote bieten sowohl Versorgung, Schutz und Sicherheit innerhalb einer geschlossenen touristischen Anlage als auch die komplette Urlaubsorganisation und Unterhaltung. Die große Vielfalt der Angebote im Bereich Sport ist besonders beliebt. Nachteile: Durch die All-inclusive Angebote entstehen kein oder nur wenig Kontakt zwischen den Touristen und den dort lebenden Menschen. Alle Aktivitäten werden innerhalb des Ressorts unternommen. Das Gastland wird nicht kennen gelernt und die Touristen bekommen einen falschen Eindruck von ihrem Zielland Philosophie der Gleichheit Vorteile: Das Konzept, das dem All-inclusive Modell zugrunde liegt, ist sehr demokratisch, da alle Urlauber gleich behandelt werden. Alle übernachten in gleichen Ferienwohnungen und bekommen für den 22 Die dargestellten Vor- und Nachteile werden vor allem in der Webseite von Globales Lernen, Reisen und Ferntourismus: Pro und Contra von All-inclusive Urlaub (2001) diskutiert. Die werden aber auch von anderen Autoren betrachtet und in dem Kapitel 3.3. zusammengefasst. 18

19 gleichen Preis die selben Dienstleistungen. Es gibt keine Statusunterschiede. Nachteile: All-inclusive Ressorts verwehren der einheimischen Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Angestellte dort tätig sind. Sie schafften damit ein System sozialer und ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und außerhalb der Anlage unterteilt. (Wenn z.b. ein Strand für die lokale Bevölkerung gesperrt wird können sie dort nicht mehr als Fischer tätig sein). Also, das Prinzip der Gleichheit gilt lediglich innerhalb der Anlage und ausschließlich unter den Touristen und nicht im Gesamtsystem Ökologische Auswirkungen Vorteile: Nachteile: Die All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und Kontrolle des Massentourismus und damit auch seiner Umweltauswirkungen: Der begrenzte Raum wird optimal benutzt und der Rest der Natur bleibt unberührt. Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb eines Allinclusive Resorts ist enorm. Landschaften werden oft zerstört, nicht nur für den Bau der Anlage, sondern auch für die benötigte Infrastruktur. Dadurch wird die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt. Des weiteren wird viel Energie und Wasser verbraucht. In einem Luxushotel werden rund 600 Liter Wasser pro Tag und Kopf verbraucht 23. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in vielen Ländern das Wasser sehr knapp ist und dieses von der Bevölkerung im Haushalt und für die Landwirtschaft benötigt wird. Außerdem wird viel Müll erzeugt Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes Vorteile: Nachteile: Arbeitsplätze werden geschaffen. Investitionen fließen in das Land. Die Angestellten haben keine Berufausbildung und die Qualität der Arbeitsplätze ist meistens gering. Kleine lokale Unternehmen wie 23 Globales Lernen, Reisen und Ferntourismus (2001) 24 Rebelion (2003) 19

20 Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Taxifahrer oder Reiseleiter, können nicht neben den großen All-inclusive Resorts überleben. Die Touristen bewegen sich in der Regel nur innerhalb des Resorts, und geben ihr Geld in den Geschäften der Anlage aus. In den Geschäfte außerhalb des Resorts wird nichts oder nur wenig von den Touristen gekauft. Die Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen schlecht. Allein 80 % der Reiseausgaben gehen auf das Konto der Veranstalter in Europa. Zudem müssen die Destinationen oft viele Devisen für den Bau touristischer Infrastruktur aufbringen (Flughäfen, Strassen, etc.). Auffällig ist, dass eine große Anzahl von Vorurteile und negativer Beispiele zu diesem Urlaubsangebot besteht. Dies lässt darauf schließen, dass die Positiven Auswirkungen dieser Urlaubsform auf das Gastland bis heute wenig beachtet wurden. Ziel dieser Arbeit ist es, die positiven Auswirkungen näher zu betrachten, um anschließend ein fundierteres Urteil zu dieser Urlaubsmodalität abzugeben. Um eine grundsätzliche Aussage über die Auswirkungen von All-inclusive Resorts auf das Gastland machen zu können, sollen nun die oben beschriebenen Vor- und Nachteile im letzten Kapitel näher verifiziert werden. 3.5 Aktuelle Studien zu All-inclusive Resorts Die Zahl der Studien, die weltweit zum Thema Auswirkungen der All-inclusive Resorts auf das Zielgebiet in den letzten Jahren durchgeführt wurden, ist kaum überblickbar. Analysen wurden durchgeführt für Orte, Regionen und Länder, um die örtliche, regionale und nationale wirtschaftliche Bedeutung dieser Urlaubsform zu messen, und um herauszufinden, ob dieses touristische Angebot negative Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und auf die Umwelt hat. Diese Untersuchungen sind zum Teil unveröffentlicht, da es sich bei vielen dieser Analysen um Auftragsforschungen handelt, deren Ergebnisse nur den Auftraggebern zur Verfügung stehen. Im folgenden werden zur Verdeutlichung einzelne Studien vorgestellt: 20

21 Studie der CTO, Caribbean Tourism Organisation, über die Auswirkungen von All-inclusive Resorts auf das Gastland (o.j.) Der Informationsdienst Dritte Welt-Tourismus der Tourism-Watch 25 erläutert die Existenz dieser Studie, die zu dem Schluss kommt, dass das All-inclusive-Konzept keine Erfolgsgarantie für das Gastland enthält und dass sich negative Auswirkungen im Zielland ergeben können, wenn es zu stark vorangetrieben wird 26. Als besonderes positiv hebt die CTO die hohe Rentabilität der Anlagen, die Überschaubarkeit der Ausgaben aus Kundensicht, sowie das rasche bekannt werden des Zielgebietes hervor. Zu den Negativbeispielen zählte die CTO vor allem den Wegfall von Trinkgeldern, den zu stark kontrollierten Aufenthalt der Gäste und die Beschränkungen für die einheimische Bevölkerung hervor. Untersuchung der All-inclusive Hotels und ihres Einflusses auf die lokale Wirtschaft. Jamaika 1989/1990 Tourism Concern (1997) 27, erwähnt eine Studie, die von Carl Stone, Unternehmer aus Jamaika, 1989/90 durchgeführt wurde. Stone untersuchte sechs All-inclusive Hotels (vier gehörten der Hotelkette Sandals und zwei der Hotelkette Issa Group) und sechs nicht All-inclusive Hotels auf der Insel und analysierte die von ihnen erzeugten Devisen. Nach der Studie wurde festgestellt, dass die All-inclusive Hotels (Gewinn pro Unterkunft) 81% mehr US Dollars pro Zimmer, als die nicht All-inclusive Hotels erzeugten und bezeichnete die All-inclusive Resorts als the strongest component of the Jamaican tourist industry Tourism Watch (1999) 26 Vlg. Tourism Concern, All-inclusive: Airtours interview (1997). Der Marketing Manager von Airtours, Richard Carrick macht in seinem Interview folgende Aussage: The only way things will improve is by better planning by goverment. For example, Costa Rica has very strictly controlled development because it knows that if the pace of development outstrips their ability to cope with that it, it can destroy the tourism s benefits. There ist a lot of catching up to be done in places like the Dominican Republic. If tourism does outstrip the benefits, it then becomes difficult to stop the process. As tourism grows, it sucks the labour out of the agricultural sector and so the ability of the agricultural sector to supply the tourism industry declines. More government control and planning are required. 27 Tourism Concern: Tourism in Focus (1997) 28 Die Bundeszentrale für politische Bildung erwähnt auch in ihrem Artikel die dunklen Seiten des globalisierten Tourismus eine in Jamaika durchgeführte Studie über All-inclusive Hotels, welche zu dem gleichen Schluss kommt. 21

22 Analyse der Tourismusindustrie in Jamaika, Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) 1994 Um diese Studie durchführen zu können wurden von der OAS 11 der 19 All-inclusive Resorts der Insel untersucht. Ihre Ergebnisse kann man wie folgt zusammenfassen: All-inclusive Hotels erzielen die größten Gewinne, aber ihr Einfluss auf die Wirtschaft ist je Dollar Gewinn kleiner als bei anderen Unterbringungs- Möglichkeiten Nach diesem Bericht stellen diese Ressorts weniger Personal als andere Anlagen ein, und die Mehrheit ihrer Einkäufe wird importiert. Für die bereisten Länder können All-inclusive Resorts deshalb sogar ein Verlustgeschäft sein. Image von All-inclusive- Reisen in Deutschland, Studienkreis für Tourismus und Entwicklung, 2002 Obwohl sich diese Studie nicht mit den Auswirkungen der All-inclusive Resorts beschäftigt hat, bringen die von ihnen erhobenen Daten interessante Informationen, die zweifellos die Forschung zu diesem Thema vervollständigt. Die Befragung wurde im Jahr 2002 im Rahmen einer Reiseanalyse in Deutschland durchgeführt. Befragt wurden Personen, welche Exklusivfragen über dieser Urlaubsform beantworteten. Die Studie kam zu den folgenden Ergebnissen: - 22 % der Deutschen (13,9 Mio.) unternahmen 2002 einen All-inclusive Urlaub (siehe Abbildung 1). - Ein Drittel davon (4,9 Mio.) hatte in der Vergangenheit schon zwei oder mehrere All-inclusive-Urlaube unternommen % der Befragten könnten sich vorstellen im Zeitraum eine All-inclusive-Reise zu unternehmen. - Familien mit kleinen Kindern, ältere Erwachsenen- und Seniorenpaare sind die Zielgruppe für dieses Angebot. 22

23 Abbildung 1: All-inclusive Erfahrung in Deutschland 2002 Basis deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre (64,1 Millionen.) 22% 3% 75% Ehrfahrung mit All-inclusive Keine Angabe Keine All-inclusive Ehrfahrung Quelle: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung. Exklusivfragen in der Reiseanalyse (2002) Unter den positiven Aspekten dieser Urlaubsform hebt sich die Kalkulierbarkeit der Kosten (82 %) sowie die Vielfalt der Angebote im Bereich Sport (74 %) hervor. Ein sehr interessanter Aspekt der Befragung ist das Ergebnis in Bezug auf die unternommenen Ausflüge. Diese belegten, dass die All-inclusive-Urlauber sich für ihr Urlaubsziel interessieren und dass sie Land und Leute kennen lernen möchten. Nach dieser Studie buchen und bezahlen rund die Hälfte aller All-inclusive Gäste zusätzliche Ausflüge. Dieses Ergebnis steht im Widerspruch zu den in Punkt aus der Literatur herangezogenen Aussagen, welche behaupten, dass die Gäste eines All-inclusive Resorts kein Interesse für das Gastland zeigen und dass sie sich nicht außerhalb des Resorts bewegen. Summary Sandals contribution to the micro-economy 2001, Sandals Resorts Int Diese Studie umfasst die relevantesten Beiträge der Hotelkette Sandals auf die lokale Wirtschaft in Jamaika im Jahr Die Untersuchung wurde von Sandals Resorts International durchgeführt (Gordon Stewart und Richard May, Group Manager Enviromental Affairs, Sandals Int. 2003) und kam zu folgendem Schluss: Arbeitsplätzen wurden von Sandals in der ganzen Region geschaffen. Allein auf Jamaika wurden Mitarbeiter eingestellt. - Jede Woche unternehmen Gäste, Ausflüge und Exkursionen mit verschiedenen lokalen Touroperators. Diese Ausflugsaktivitäten erzeugten 23

24 direkte Einnahmen für diese Unternehmen in einer Höhe von ca. US$ 3,7 Mio. pro Jahr. - Im Bereich der Vergnügungsindustrie wurden von Sandals ca. US $ 2,3 Mio. ausgegeben, um Entertainment für ihre Gäste zur Verfügung zu stellen. Unter anderem wurden Tanz- und Musikgruppen, Akrobaten, und lokale Artisten im Laufe des Jahres eingestellt, welche sich mit Hilfe des Resorts weiter entwickeln konnten. - Im Bereich Mobilität versuchte Sandals die lokalen Transportunternehmen zu unterstützen, indem sie die An- und Abreise ihrer Gäste nur von lokalen Bus- und Taxioperators durchführen ließ. Die weiteren Ergebnisse der Studie in Bezug auf die Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Möbelindustrie oder das Handwerk stehen in der kompletten Zusammenfassung im Anhang dieser Arbeit (S. 103). Evaluation of All-inclusive Resorts in less developed countries. Case study: All-inclusive Resort in Central America and it impact for the local community & economy, GTZ, 2004 Diese Studie wurde von Herrn Matthias Beyer im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Jahr 2003 durchgeführt. Das untersuchte Hotel verfügt über 202 Bungalows und 88 Apartments (525 Betten), 180 festangestellte Mitarbeiter (90 % lokale - 10 % nationale u. internationale) und 79 Saisonarbeitskräfte. Die durchschnittliche Auslastung der Zimmer betrug %. Die Mehrheit der Angestellten des Hotels wurde befragt und die Studie kam zu folgendem Schluss: % der Angestellten wohnen zusammen mit ihren Familien in der Nähe des Resorts. - Ca. 90 % ihrer Einkommen werden in der Gemeinde ausgegeben. - Die Mehrheit der Befragten, die in der Vergangenheit andere Jobs gehabt hatten, geben an, heute eine bessere wirtschaftliche Situation für sich und ihre Familien zu haben. 24

25 - Das Personal wird durch formelle Verträge eingestellt; Sie erhalten 13 Monatsgehälter im Jahr und in ihren Verträgen sind Sozialleistungen wie Krankenversicherung, Rentenversicherung, Transport und Essen eingeschlossen. - Die Angestellten arbeiten 6 Tage pro Woche in Schichten von 10 Stunden pro Tag. - Der Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage pro gearbeitetes Jahr für Festangestellte. - Die Angestellten dürfen individuelles Trinkgeld behalten. Über die unzureichende ökonomische Partizipation der einheimischen Unternehmer aufgrund des vorhandenen Monopols der großen Reiseveranstalter bei touristischen Aktivitäten wird in fast allen Studien diskutiert. Jedoch bemühen sich die Reiseveranstalter immer mehr diese Situation zu verändern. Ein Beispiel hierzu ist die Organisation Touroperators Initiative for a Sustainable Tourism Development (TOI), deren Hauptziel ist, die von ihnen verursachten Umweltbelastungen ihrer Reisen und Aktivitäten, sowie die Auswirkungen auf das Gastland zu minimieren. Diese Organisation sowie andere Aspekte ihrer Aktivitäten und Mitglieder werden im nächsten Kapitel kurz dargestellt. 3.6 Das All-inclusive Angebot: Die Anbieterseite. Die Reiseveranstalter profitieren von der Schönheit der Destinationen, die sie in ihren Katalogen anbieten. Sie sind sich trotzdem bewusst, dass je länger ihre Reiseziele intakt bleiben, desto länger können sie diese ihren Kunden anbieten. Die massive Förderung eines Ortes als Urlaubsdestination hat in der Regel starken Einfluss auf die Bevölkerung und schadet häufig seinen natürlichen Ressourcen. Aus diesen Gründen wurde die TOI, oder The Touroperators Initiative for a Sustainable Tourism Development gegründet. Ihr Hauptziel richtet sich auf die Schaffung einer nachhaltigen touristischen Industrie, welche eine kontrollierte touristische Entwicklung der Destination ermöglichen soll, und die Interessen der Einheimischen berücksichtigt. 25

26 Im folgenden werden die Hauptziele der TOI und ihre Aktivitäten beschrieben. The Tour Operators Initiative for a Sustainable Tourism Development Am 12. März 2000 wurde in Paris The Tour Operators Initiative for sustainable Tourism Development mit der Unterstützung des United Nations Environment Programme (UNEP), der Scientific and Cultural Organisation (UNESCO) und der World Travel Organisation (WTO) gegründet 29. Unter ihren 25 Mitgliedern befinden sich Reiseveranstalter wie Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, LTU-Touristik GmbH, Studiosus, oder TUI Group in Deutschland; British Airways Holidays und Thomson Travel Group in der UK und viele andere wie Orizzonti und Viaggi del Ventaglio in Italien. Mit dieser Initiative möchten sich die Reiseveranstalter für den Erhalt der kulturellen Vielfalt und die Schonung der natürlichen Ressourcen in den Gastländern einsetzen. Es sollen nur Formen des Tourismus gefördert werden, die gleichermaßen wirtschaftlich ergiebig, sozial verantwortlich und umweltverträglich sind. Die Kooperation mit den lokalen Leistungsträgern sowie der einheimischen Bevölkerung in den Gastgeberländern ist eines der wichtigsten Ziele dieser Organisation. Die Mitglieder der TOI sind sich bewusst, dass sie nur durch eine enge Zusammenarbeit mit den Destinationen, die sie anbieten, ihre Ziele erreichen werden, indem sie einen Tourismus schaffen, der die Destination, ihre Umwelt, ihre sozioökonomische Struktur und ihre Kultur nicht schadet. Bewusste Reiseveranstalter sind daher wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung einer Destination; Die Destination andererseits ist wiederum sehr wichtig für die Reiseveranstalter. Die Zusammenarbeit auf Destinationsebene, d.h. mit allen privaten und öffentlichen Akteuren kann der Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung des Tourismus in der Destination sein bzw. den nachhaltigen ökonomischen Erfolg des Reiseveranstalters bestimmen. Mit der Unterstützung der TOI werden immer mehr Entwicklungsprojekte für einen umweltverträglicheren Tourismus durchgeführt und Agendas for Action in den Gastländern unterschrieben. Ein gutes Beispiel dafür ist das am 3. und 4. Dezember 2003 in Punta Cana, Dominikanische Republik, durchgeführte Seminar Sustainable 29 TOI (2002) 26

27 Tourism Multi-stakeholder Round Table - Punta Cana/Bayahibe Destination, an dem ich während der Forschungsarbeiten für diese Arbeit teilnehmen durfte. Der Inhalt dieses Seminars wird im Folgenden kurz dargestellt, da es sich dabei um die Forschungsdestination handelt und weil an diesem Round Table die Mehrheit der All-inclusive Hotels der Region beteiligt war. The Round Table wurde direkt von der Tour Operators' Initiative, in Gemeinsamkeit mit Punta Cana Group, La Romana-Bayahibe Hotel Association und Konservation International organisiert und mit der Finanzierung der GTZ durchgeführt. Ziel des Seminars war, die Auswirkungen des Pauschaltourismus für die Dominikaner in der Region Punta Cana/Bayahibe zu diskutieren. Es wurde vor allem eine engere Kooperation zwischen den Leistungsträgern der Region und den Reiseveranstaltern der TOI angestrebt. Lösungen zu den aktuellen Problemen und Konflikten, die zur Zeit die Region bedrohen, sollten gefunden werden. Priorität hatten die Themen wie Müllentsorgung um die Hotels und großen Siedlungen, Schutz des Nationalparks Parque del Este und die Insel Saona, die dem unkontrollierten und massiven Besuch der Touristen ausgesetzt sind, und die Einbeziehung der Einheimischen in die touristische Industrie. Die relevantesten Akteure des Treffens waren u.a. die TOI, das United Nations Enviroment Programme, die UNESCO World Heritage Center, die WTO, GTZ, LTU Touristik, die Bayahibe-La Romana Hotel Assoziation (darunter befanden sich zwei der untersuchten All-inclusive Resorts: Resort Nr. 3 und Resort Nr. 4), das Tourismus Ministerium sowie verschiedene Repräsentanten von Umwelt- und Ökologischenassoziationen, lokalen Unternehmern und ein Repräsentant der katholischen Kirche. Die in zwei Tage entwickelte Agenda for Action wird sich bis zum Ende 2004 mit folgenden 5 Themen befassen: - Der Umweltschutz soll gestärkt werden. Unter anderem sollen wilde Mülldeponien aus der Landschaft fortkommen. - Schutz des Naturparks Parque Nacional del Este und der Isla Saona. Besserung und Kontrolle der Touristenströme. - Förderung und Unterstützung von Umweltprogrammen bzw. Umweltgütesiegeln. 27

28 - Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in den Tourismus. Lokale Handwerksbetriebe sollen gefördert werden und eine legale Möglichkeit bekommen, ihre Produkte anbieten zu können. Unterstützt werden sie dabei auch von der UNEP. - Aufbau eines Multi Stakeholder Co-ordinating Body für die Kontrolle der oben dargestellten Aktionen. 28

29 4 Theoretische Kontexte Dieses Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Entwicklung. Wie in der Einführung erläutert wurde, werden hier bestimmte Indikatoren ausgewählt, die auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit basieren und mit deren Hilfe die sozioökonomischen, ökologischen, und soziokulturellen Beiträge und Auswirkungen von All-inclusive Resorts untersucht werden. 4.1 Das Konzept der Nachhaltigkeit Das Konzept der Nachhaltigkeit war schon in der deutschen Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert bekannt. Es besagte, dass nur soviel Holz aus den Wäldern zu entnehmen ist, wie gleichzeitig nachwächst. Das Konzept beschreibt eine planmäßige und gleichzeitig schonende Bewirtschaftung und Nutzung des Landes bei gleichzeitig geringer Umweltbelastung. 30 Das Konzept sustainable development oder nachhaltige Entwicklung erschien nach der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992, in dem ein Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung ( Agenda 21 ) entschieden wurde. 31 Seitdem ist dieses Konzept international anerkannt. Viele Autoren haben versucht den Begriff Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung zu definieren. Es handelt sich aber um einen sehr breiten und komplexen Begriff, der nicht oder nur sehr unzureichend in einem einzigen Satz erklärt werden kann. In der öffentlichen Diskussion erhielt der Begriff unterschiedliche Bedeutung und kann somit unterschiedlich verstanden werden. Dieser Arbeit wird die Definition von Schemel & Erbguth zugrundegelegt Bischoff (2000), S In der Karibik wurde das Global Programme of Action for Sustainable Development of small Islands Developing States im Rahmen einer zwölftätigen Weltkonferenz 1994 in Barbados erarbeitet und im Dezember 1998 als Resolution 53/189 der UN verabschiedet. Es kann als spezifische Übersetzung der Agenda 21 für die Entwicklungszusammenarbeit mit Insularen Kleinstaaten gelten. Bischoff (2000), S BMU (2000), S.18 29

30 Schemel & Erbguth (2000) bezeichnen die Nachhaltigkeit als eine Entwicklung, in der die Bedürfnisse der heutigen Generationen befriedigt werden sollen, ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden. Aus dieser Definition ergibt sich eine Reihe von Zielen, deren Erreichung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Umweltraumes (Ressourcen, Belastungsgrenzen) angestrebt wird 33. Somit umfasst die heute vorherrschende Begriffsdefinition von nachhaltiger Entwicklung folgende drei Dimensionen 34 : Die ökologische Dimension, die nach einer langfristigen Sicherung der natürlichen Ressourcen strebt. Diese sollen sparsam und schonend genutzt werden - auch im Hinblick auf ihre Regenerationsfähigkeit. Die ökonomische Dimension, im Sinne einer langfristig tragfähigen Sicherung des wirtschaftlichen Lebensstandards. In Bezug auf diese Dimension sollen, nach Dybe & Rogall (2000), unter anderem die folgenden Aspekte berücksichtigt werden: o Hoher Beschäftigungsgrad (die Bevölkerung soll in die Tourismusindustrie einbezogen werden), o Angemessenes Wachstum bzw. Einkommen, o Stabilität des Preisniveaus, o Unterstützung lokaler Wirtschaftskreisläufe. Die soziale Dimension, im Sinne einer auf Stabilität und sozialen Ausgleich zielenden gesellschaftlichen und politischen Entwicklung, in der demokratische Rechte und kulturelle Vielfalt zentrale Bestanteile darstellen. Folgende Aspekte sollen dabei berücksichtigt werden: 33 Dybe & Rogal (2000), S.27, ARL (2000), Schemel & Erbguth (2000), Dybe & Rogal (2000), UBA (2001) 30

31 o Soziale Sicherheit (Solidaritäts- und Sozialstaatsprinzip): Aufbau eines Systems sozialer Sicherung, dass schwere soziale Risiken, wie Unfall, Krankheit, Invalidität, Alter und Arbeitslosigkeit abdeckt. o Soziale Integration, o Weiterbildungsmöglichkeiten, o Förderung der regionalen Architektur. In dieser Arbeit stehen die sozioökonomischen Aspekte der Nachhaltigkeit im Vordergrund. 4.2 Indikatoren für die Entwicklung von nachhaltigem Tourismus und ihre Anwendung in der Hotellerie Das Umweltbundesamt 35 bezeichnet Indikatoren im Rahmen eines Projekts als quantitative und qualitative Parameter, die geeignet sind, die touristische Entwicklung eines Bezugsraums in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht zu beschreiben. Die Indikatoren für nachhaltige Entwicklung sind demnach Maßzahlen, auf deren Werte geachtet werden muss, wenn der Tourismus nachhaltig entwickeln werden soll. Das Institut für nachhaltige Entwicklung an der Long Island Universität 36 definiert Indikatoren als Daten und Statistiken, die Schlüsselparameter in unserem biophysischen und sozialem System beschreiben. Sie erzählen uns in welche Richtung sich die kritischen Aspekte unserer Gesellschaft, der Wirtschaft und/oder Umwelt entwickeln, ob sie sich verbessern, verschlechtern oder unverändert bleiben. Ohne Indikatoren haben wir keine Möglichkeit, Veränderungen der Nachhaltigkeit zu messen. Indikatoren weisen die Richtung, in der Veränderungen erfolgen müssen. Die folgend dargestellten Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung basieren vor allem auf dem Katalog Managing Enviromental and Social Issues in the 35 UBA (2001), S.6 36 Ders. 31

32 Accommodations Sector A Practical Guide to Good Practice der Touroperators Initiative und The Center for Enviromental Leadership in Business 37. Im folgenden werden die gewählten Indikatoren ausführlich beschrieben: Unweltindikatoren Die Umweltindikatoren beziehen sich auf die Beiträge zum Umweltschutz und auf die Maßnahmen, die in Bezug auf Energie, Wasser und Müll, von den All-inclusive Hotels durchgeführt werden sollten, um die Umweltbelastungen zu minimieren. Die relevantesten Indikatoren sind: Indikator Nr. 1 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um den Stromverbrauch zu reduzieren Hotels verbrauchen täglich viel Energie, um ihren Gästen modernen Komfort zu bieten. 38 In der Regel werden Gas oder Öl als Energielieferanten eingesetzt, welche zu einem Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre und somit zu einem vermehrten Treibhauseffekt führen. Nach den Personalkosten sind die Energiekosten meistens die zweithöchsten Kostenblocks eines Hotels 39. Energiesparmaßnahmen wie Strom aus regenerativen Energiequellen sind deshalb die beste Lösung, um sowohl die Umweltbelastungen als auch die Energiekosten des Hotels zu reduzieren. Folgende Maßnahmen werden unter anderem empfohlen, um über eine Senkung des Energieverbrauchs zu einer Reduktion der Umweltbelastungen zu kommen: - Durchführung einer Energiebuchhaltung, die den Energieverbrauch und die Energiekosten pro Verbrauchsstelle erfassen und auswerten. Unregelmäßigkeiten und vermeidbare Verluste werden damit aufgezeigt. 37 Außerdem wurden andere Informationsquellen benutzt wie das Kapitel Betrieblicher Umweltschutz, eine Herausforderung (S ) des Instituts für Integrativen Tourismus und Freizeitforschung (1997), sowie den Forschungsbericht Indikatoren für die Entwicklung von nachhaltigem Tourismus im Ostseeraum, UBA (2001). 38 UBA (2002), S. 21: Nach einer Erhebung des deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Universität München (DWIF) liegen die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen für Hotels mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen (Stadt-, Kur-, und Ferienhotels mit normaler, gehobener und First-class-Ausstattung) zwischen 7,0 und 16,7 kg pro Gast und Übernachtung (Endenergieverbrauch zwischen 18 und 43 KWh). 39 Der Kostendurchschnitt eines Hotels mit 300 Zimmern beträgt ca. $1.2 Mio. pro Jahr. TOI Katalog, S.2 32

33 - Einsatz effizienter Heizungssysteme und die Nutzung regenerativer Energien wie Sonne, Wasser, Wind, Biomasse oder Erdwärme. - Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen: Durch Maßnahmen wie Wärmedämmung der Wände, Fußböden und Decken zum Dachboden, sowie eine bessere Fugenabdichtung bei Fenstern und Türen kann die energetische Gebäudequalität erheblich verbessert werden. - Einsatz von Energiesparlampen und Energiespargeräten sowie von Bewegungsmeldern oder Sensoren bei der Beleuchtung. - Verkauf und Verwendung von regionalen, lokalen Produkten (z.b. Lebensmittel, Möbel, etc.). Damit werden unnötige Transporte vermieden. Indikator Nr. 2 Anzahl der Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu minimieren und die Wasserqualität zu erhalten. Die Nutzung der Ressource Wasser durch den Tourismus ist vor allem in Entwicklungsländern und trockenen Reisegebieten, z.b. in den Ländern an der Mittelmeerküste, ein ernstes ökologisches und ökonomisches Problem. Sauberes Trinkwasser ist in diesen Ländern ein kostbares Gut. Die Beherbergungsbetriebe verbrauchen in Tourismusregionen einen Großteil der Gesamtwassermenge. 40 Ein sparsamer Umgang mit Wasser ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Folgenden Maßnahmen werden u.a. empfohlen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren und das Grund- und Oberflächenwasser zu schützen: - Durchführung einer Wasserbuchhaltung. - Einbau von Druckbegrenzungseinrichtungen bei allen Duschen und Wasserhähnen. 40 Der Wasserverbrauch der Hotellerie lag nach einer Erhebung des DWIF 1997 in Deutschland zwischen 92 Litern (normale Ausstattung) und 180 Litern pro Übernachtungsgast und Tag (First-class-Ausstattung). Der tägliche Wasserverbrauch pro Person im Haushalt lag 1999 in Deutschland bei rund 130 Liter. Hochgerechnet auf alle Übernachtungen in deutschen Beherbergungsbetriebe während Privatreisen ergibt sich für 1999 ein Wasserverbrauch von 46,4 Mrd. Litern. Werden die Übernachtungen bei Freunden und Verwandten zusätzlich berücksichtigt, ergibt sich ein Gesamtwasserverbrauch von 70,0 Mrd. Litern. Mit dem Ausstattungsgrad(z.B. Schwimmbad, Fitness, Sauna, etc.) der Beherbergungsbetriebe steigt aber auch der Wasserverbrauch. UBA (2002), S.34 33

34 - Installation von Durchflussbegrenzereinrichtungen, die eine Einsparung des Wasserverbrauchs von bis zum 45 % ermöglichen Reparatur defekter Geräte (Wasserhähne) Volle Waschmaschinen- und Geschirrspülmaschinen. - Verlängerung der Intervalle bei Bettwäsche- Handtuch- und Tischwäschewechsel auf das von den Gästen gewünschtes Maß. Die Gäste sollen über diese Möglichkeit informiert werden. - Grundflächen-Bewässerung durch Regen oder Brunnenwasser, falls vorhanden. - Sparsamer Einsatz und Verwendung umweltschonender Wasch-, Spülund Reinigungsmittel. (Produkte, die frei von Chlor bzw. chlorierten Kohlenwasserstoffen, Phosphaten, starken Säuren und Laugen sind). - Installation der erforderlichen Fett- und Ölabscheider und Vermeidung der überlaufenden von Fettfängern durch regelmäßige Entleerung und Wartung. - Einsatz von Ozon zur Reinigung der Swimmingpools. Indikator Nr. 3 Anzahl der Maßnahmen, um das Müllaufkommen zu reduzieren Probleme entstehen durch die räumlich und zeitlich auftretende Konzentration des Abfallaufkommens in stark frequentierten Tourismusregionen. 43 Nach einem Bericht des deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr werden zwischen 1,1 und 2,5 Liter Müll pro Übernachtungsgast und Tag in Beherbergungsbetrieben erzeugt 44. Abfall aus den Hotels ähnelt dem Hausmüll, allerdings liegen die Anteile an Verpackungsmaterial höher. Auch schlecht 41 IITF (1997) 42 Ein tropfender Wasserhahn, bei dem nur ein Tropfen pro Sekunde rinnt, verbraucht in einem Tag drei Liter Wasser, in einem Monat 90 l Wasser, in einem Jahr ca l Wasser (IITF, 1997, S. 143) 43 In touristischen Gemeinden können Abfälle von Übernachtungsgästen und Tagesausflüglern Anteile von bis zu 70 % an gesamten kommunalen Müllaufkommen erreichen. UBA (2002), S DWIF (1999) 34

35 getrennter Abfall und somit hohe Anteile an nicht mehr verwendbarem Restmüll erhöhen die Abfallberge und kosten das Hotel viel Geld. Folgende Maßnahmen werden u.a. empfohlen, um die Abfallmenge (quantitative Abfallvermeidung) und den Schadstoffgehalt der Abfälle (qualitative Abfallvermeidung) zu reduzieren und die Abfalltrennung zu verbessern: - Verwendung von Mehrweg- statt Einwegverpackungen (z.b. bei Getränken). - Verwendung von Großpackungen statt Kleinpackungen (Lebensmittel, Reinigungs- und Waschmittel), - Einsatz von abfallarmen Produkten. - Einkauf unverpackter Ware bzw. direkte Anlieferung von Frischware (Obst, Gemüse, Fleisch) durch örtliche Produzenten. - Trennung des Mülls durch die Einführung sauberer, überdachter Abfallsammelstellen für Glas, Papier, Kunststoffe, Metall, Batterien, Korken, Biomüll und Restmüll. Indikator Nr. 4 Anzahl der Aktionen und Beiträge zur Biodiversität- und Naturschutz. Große Hotelanlagen bzw. All-inclusive Resorts befinden sich in der Regel in landschaftlich reizvollen Gebieten (z.b. die Karibik), die einen hohen Erholungs- und Freizeitwert haben. In diesen Gebieten befinden sich oftmals wertvolle Biotope mit einer entsprechenden Vielfalt von zum Teil seltenen Tieren und Pflanzen. Zum Schutz der Biodiversität und zur Reduzierung der ökologischen Auswirkungen, die der Tourismus erzeugt, empfiehlt die TOI folgende Maßnahmen: - Förderung des Naturschutzes durch die Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden und Autoritäten, um gemeinsame Strategien zu entwickeln, die den Schutz und Erhalt der Biodiversität zum Ziel haben. - Unterstützung der lokalen Nationalparks, Wälder und Biosphärenreservate durch Spenden. 35

36 - Zusammenarbeit mit Umweltverbänden und lokalen Umweltgruppen zur Entwicklung und Förderung des Umweltbewusstseins innerhalb der lokalen Gemeinde. - Bewusstsein bei den Angestellten und Gästen für die Natur erzeugen. - Kontinuierliche Information der Gäste des Resorts zu einem umweltverträglichen Verhalten im Gastland Sozioökonomische Indikatoren Der Tourismus kann vor allem in Entwicklungsländern die lokale Bevölkerung sehr stark beeinflussen. Die Erhöhung der Deviseneinnahmen, die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und damit die Steigerung der Einkommen der Bevölkerung sind in der Regel die größten Ziele, die alle touristischen Destinationen der Welt durch diese Industrie erreichen möchten 45. Im wirtschaftlichen Bereich kann - unter Einbeziehung aller positiven und negativen Auswirkungen - festgestellt werden, dass der Tourismus einen positiven Beitrag zur ökonomischen Entwicklung der Entwicklungsländer liefern kann. 46 Große Investitionen im Tourismussektor (wie z.b. der Aufbau von einem All-inclusive Resort) haben in der Regel weitere Investitionen bzw. eine gesteigerte Nachfrage in anderen Wirtschaftssektoren des Landes zur Folge, z.b. in der Bauwirtschaft, bei Transportgesellschaften, in der Vergnügungsindustrie, bei der landwirtschaftlichen Produktion, etc. Dieser Beitrag ist je nach Tourismusform, nach Größe der Volkswirtschaft, ihrem Entwicklungsstand und der Einstellung der Regierung gegenüber der Tourismusförderung jedoch sehr unterschiedlich Die sozialen und kulturellen Bereiche eines Gastlandes werden direkt vom Tourismus beeinflusst. Die Auswirkungen von Reisen in unberührte Gebiete können für die betroffenen Menschen und deren Kultur oft schädlich sein. Die Sozialstruktur und das Wertesystem des Landes verändern sich oftmals nach dem Kontakt mit den Touristen. Die Indikatoren, um die sozioökonomische Nachhaltigkeit eines All-inclusive Hotels messen zu können, sind in Bezug auf folgende Themen unterschieden worden: 45 Vorlaufer (1996), S.2 46 BZE (1993), S.30. Textauszuge aus Krippendorf, J.(1980): Fremdenverkehr in Entwicklungsländern. S

37 Arbeitsplätze Beschäftigung durch den Tourismus ist in vielen Ländern, insbesondere in Entwicklungsländern, ein wichtiger Faktor zur Minderung der Arbeitslosigkeit. Luxushotels und andere große Hotelanlagen der gehobenen Kategorie beschäftigen pro Bett in der Regel 2 bis 3 mal mehr Beschäftigte als Einfach-Hotels 47. Je höher der Anteil an lokalen Angestellten ist, desto größer ist der Beitrag zur Armutsminderung des Landes. Festzustellen ist, dass die Situation der Frauen aufgrund traditioneller Rollenzuweisungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich in den meisten Entwicklungsländern schlechter ist als die der Männer. Sie besitzen meistens keine Schulbildung und die Arbeitslosenquote ist bei ihnen sehr hoch. Gerade für die Frauen stellt die Tourismusindustrie eine große Chance dar, eine Tätigkeit als Zimmermädchen, Reinigungspersonal, u.a. zu finden. Die geschaffenen Arbeitsplätze sollen außerdem durch formelle Arbeitsverträge abgeschlossen werden und sozialen Risiken wie Unfall, Krankheit, Invalidität, Alter und Arbeitslosigkeit u.a. absichern. Die Arbeitszeiten und Pausen sollen angemessen sein und gesetzlich festgesetzt. Darüber hinaus wurden folgende Indikatoren ausgewählt: Indikator Nr. 5 Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1 Mio. US$ Investition. Indikator Nr. 6 Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1 Mio. US$ Jahresumsatz. Indikator Nr. 7 Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro Zimmer. Indikator Nr. 8 Anteil der einheimischen Angestellten im Verhältnis zum Gesamtpersonal des Hotels in der Hauptsaison. 47 Vorlaufer, (1996), S

38 Indikator Nr. 9 Anteil der festangestellten Frauen im Vergleich zu den festangestellten Männern innerhalb des Hotels. Indikator Nr. 10 Anteil der einheimischen Angestellten in mittleren und höheren Positionen im Vergleich zu den ausländischen Angestellten Einkommen Nach Vorlaufer variiert die Höhe der Lohneinkommen in der Regel von Land zu Land und wird oft durch spezifische ökonomische und kulturelle Rahmenbedingungen bestimmt 48. Um die ökonomische Situation der Bevölkerung zu verbessern und damit eine nachhaltige Entwicklung der lokalen Wirtschaft zu schaffen, müssen die Gehälter angemessen sein und die Grundlebenskosten des Landes decken. Folgende Indikatoren wurden dafür ausgewählt: Indikator Nr. 11 Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Vergleich zum staatlich festgelegten Mindestlohn. Indikator Nr. 12 Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Tourismus im Vergleich zu ähnlichen Tätigkeiten im Land (z.b. Hausangestellten, Freihandelszone, Landarbeiter, etc) Indikator Nr. 13 Durchschnittslohn der einheimischen Angestellten im Hotel im Vergleich zum landesweitem Durchschnittslohn. Indikator Nr. 14 Geldwerter Vorteil der Zusatzleistung im Vergleich zum Grundlohn. 48 Vorlaufer (199), S

39 Aus- und Weiterbildung In der Dominikanischen Republik liegt der absolute Analphabetismus bei 18 Prozent, und der sogenannte funktionale Analphabetismus, weil Lesen und Schreiben nicht geübt wird, bei 50 Prozent 49. Ein Großteil der Kinder in den ländlichen Gebieten besucht trotz der Schulpflicht (von sieben bis vierzehn Jahren) die Schule nicht, weil sie auf dem Feld mitarbeiten müssen, Schuhe putzen oder in den Minen nach Bernstein suchen müssen. Von den Kindern, die eingeschult wurden, beenden weniger als die Hälfte die ersten drei Schuljahre erfolgreich und weniger als 10 % die ersten sechs Schuljahre 50. Die Grundidee zum Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist im UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21. Jahrhundert formuliert 51. Der Bericht erwähnt vier Dimensionen des Lernens, die alle eine Schlüsselfunktion für die Bildung für nachhaltige Entwicklung haben: - Lernen, um Wissen zu gewinnen: Eine genügend fächerartige Allgemeinbildung ist die Grundlage für das Lebenslange Lernen und muss mit der Möglichkeit verknüpft werden, vertiefende Kenntnisse in ausgewählten Bereichen zu erwerben. - Lernen, um handeln zu können: Die Kompetenz, mit unterschiedlichen, häufig ungewissen Situationen fertig zu werden. Entwicklung der Fähigkeit zur Teamarbeit. - Lernen, um mit anderen leben zu können: Verständnis für die Mitmenschen, für ihre Geschichte, Traditionen und geistigen Werte entwickeln sowie interkulturelles und generationenübergreifendes Verständnis entwickeln, um Konflikte gemeinsam friedlich zu lösen. - Lernen für das Leben: Urteilsvermögen, Eigenständigkeit und persönliche Verantwortung entwickeln. Nach der Unesco, Bildung heißt nicht nur die Kenntnisse und die Fähigkeiten des Menschen zu verbessern, sondern ist der Kern der Persönlichkeitsentwicklung und der Gemeinschaft 52. Sie soll uns in die Lage versetzen, all unsere Talente voll zu 49 Berger (2000), S Berger (2000), S (2003) 52 ders. 39

40 entwickeln und unser kreatives Potenzial, einschließlich der Verantwortung für unser eigenes Leben und der Erreichung unserer persönlichen Ziele, auszuschöpfen. Bildung ist daher der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung und muss auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene Handlungs- und Gestaltungskompetenzen für soziale Gerechtigkeit, ökologische Tragfähigkeit und ökonomische Leistungsfähigkeit vermitteln, damit künftige Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden. Aufgrund des Mangels an Allgemeinbildung, spielen die Hotels, oftmals die größten Arbeitsgeber einer Destination der Entwicklungsländer, eine sehr wichtige Rolle für die weitere Entwicklung seiner Angestellten. Allgemein- und Qualifizierungskurse (Sprach-, und Computerkurse, Customer-Relationship-Management, u.a.), sowie Seminare zur Weiterbildung der Mitarbeiter, sind ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Entwicklung der Angestellten und bieten ihnen Aufstiegschancen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Die ausgewählten Indikatoren sind: Indikator Nr. 15 Anzahl der Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung. Indikator Nr. 16 Durchschnittliche Anzahl der Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter. Indikator Nr. 17 Durchschnittliche Kosten der gesamten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen pro Mitarbeiter Einkauf Die Verwendung von frischen regionalen Produkten (z B. im Restaurant durch die Zubereitung typischer lokaler Gerichte) und der Einkauf der Produkte bei lokalen Händlern vermeidet Verkehr, spart Verpackung, stärkt die einheimische Wirtschaft und verbindet die Gäste mit ihrem Urlaubsort. Der ausgewählte Indikator dafür ist: 40

41 Indikator Nr. 18 Anteil der regional eingekauften Produkte im Verhältnis zu allen Einkäufen des Hotels Kooperation mit lokalen Dienstleistungsträgern Der Transport für die An- und Abreise der Gäste, sowie die Organisation von Ausflügen und Touren außerhalb des Resorts kann in Zusammenarbeit mit lokalen Transportunternehmen und Reisebüros bzw. Veranstaltern durchgeführt werden. Dies unterstützt die lokale Wirtschaft und erzeugt Gewinne für die lokalen Unternehmen. Der ausgewählte Indikator ist: Indikator Nr. 19 Anzahl der Kooperationen mit lokalen Unternehmen für die Durchführung von Exkursionen, Entertainment, Transport, etc Sozialprojekte Die Möglichkeit eine Schule zu besuchen gilt als Menschenrecht und ist auch die Grundlage für den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt eines Landes 53. Weltweit besuchen mehr als 125 Millionen Kinder im schulfähigen Alter keine Schule und zwei Drittel von ihnen sind Mädchen. Die Teilnahme an Sozialprojekten, wie die finanzielle Unterstützung beim Aufbau von Schulen, kann dazu beitragen, dass Bildung für breitere Bevölkerungsmassen zugänglich wird. Dadurch wird der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt, da sie sich für bessere Tätigkeiten qualifizieren können. Der Indikator dafür ist: Indikator Nr. 20 Anzahl der durchgeführten und geplanten Sozialprojekte mit den Gemeinden der Destination 53 Zentrum für Tourismus und Entwicklung (2000): Reisen mit Respekt, S.60 41

42 4.3 Kriterien für die Auswahl der Indikatoren Das Ziel dieser Arbeit war herauszufinden, inwieweit die All-inclusive Resorts die lokale Wirtschaft einer bestimmten Region oder Destination in den Entwicklungsländern beeinflussen und ob sie positiv dazu beitragen diese zu verbessern. Um das herausfinden zu können, sollten folgende Fragen beantwortet werden: - Schaffen All-inclusive Resorts dauerhaft Arbeitsplätze? Wenn ja, wieviele? - Werden Einheimische eingestellt? Wenn ja, wieviele? - Verdienen die lokalen Angestellten genug Geld, um die Lebenshaltungskosten zu decken? - Sind die Arbeitsbedingungen gut und vergleichbar mit den Arbeitsbedingungen der ausländischen Angestellten im Hotel? - Welche Funktionen erfüllen die lokalen Angestellten in Vergleich mit den anderen Angestellten im Hotel? - Investiert das Resort in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter? - Unterstützt das Hotel die lokalen Leistungsträger? Diese Informationen waren von Bedeutung, um das Ziel der Arbeit zu erreichen, und können nur durch die oben dargestellten sozioökonomischen Indikatoren gemessen werden. Um die Arbeit abzurunden wurden Fragen bzw. Daten zur Umwelt, dem Naturschutz der Biodiversität und dem Umgang mit dieser gestellt. Sie bezogen sich vor allem auf die von den Hotels grundlegend durchgeführten Maßnahmen, um Energie-, Wasserverbrauch sowie Abfallaufkommen zu reduzieren. Die Informationen auf diese Umweltfragen werden mit den anderen Ergebnissen der Arbeit im Kapitel sieben zusammengefasst. In der folgenden Tabelle wird ein Überblick der gesamten Indikatoren für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Hotellerie dargestellt: 42

43 Tabelle 6: Überblick der Indikatoren für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in der Hotellerie Indikatoren Thema: UMWELT 1. Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um den Stromverbrauch zu reduzieren 2. Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu minimieren und die Wasserqualität zu erhalten 3. Anzahl der Maßnahmen, um das Müllaufkommen zu reduzieren 4. Anzahl de Aktionen und Beiträge zur Biodiversität- und Naturschütz. Indikatoren Thema: ARBEITSPLÄTZE 5. Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1 Mio. US$ Investition. 6. Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1 Mio. US$ Jahresumsatz. 7. Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro Zimmer. 8. Anteil der einheimischen Angestellten im Verhältnis zum Gesamtpersonal des Hotels in der Hauptsaison. 9. Anteil der festangestellten Frauen im Vergleich zu den festangestellten Männern innerhalb des Hotels. 10. Anteil der einheimischen Angestellten in mittleren und höheren Positionen im Vergleich zu den ausländischen Angestellten. Indikatoren Thema: EINKOMMEN 11. Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Vergleich zum staatlich festgelegten Mindestlohn. 12. Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Tourismus im Vergleich zu ähnlichen Tätigkeiten im Land (z.b. Hausangestellten, Freihandelszone, Landarbeiter, etc) 13. Durchschnittslohn der einheimischen Angestellten im Hotel im Vergleich zum landesweitem Durchschnittslohn. 14. Geldwerter Vorteil der Zusatzleistung im Vergleich zum Grundlohn. 43

44 Indikatoren Thema: WEITERBILDUNG 15. Anzahl der Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung. 16. Durchschnittliche Anzahl der Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter. 17. Durchschnittliche Kosten der gesamten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen pro Mitarbeiter. Indikatoren Thema: EINKAUF 18. Anteil der regional eingekauften Produkten im Verhältnis zu allen Einkäufen des Hotels. Indikatoren Thema: KOOPERATIONEN MIT LOKALEN DIENSTLEISTUNGSTRÄGER 19. Anzahl der Kooperationen mit lokalen Unternehmen für die Durchführung von Exkursionen, Entertainment, Transport, etc. Indikatoren Thema: SOZIALPROJEKTE 20. Anzahl der durchgeführten und geplanten Sozialprojekte mit den Gemeinden der Destination. 44

45 5 Regionale Kontexte Dieses Kapitel bietet einen grundsätzlichen Überblick zur Dominikanischen Republik. Die Entwicklung des Tourismus auf der Insel bzw. in der Destination Bayahibe wird präsentiert und eine Zusammenfassung der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Landes gegeben. 5.1 Die Dominikanische Republik: Einführung und allgemeine Daten Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik, im Herzen der Großen Antillen, und bedeckt ca. Zweidrittel der Insel Hispaniola, die sie sich mit Haiti teilt (zwischen 18 und 20 nördlicher Breite und 68 und 72 westlicher Länge). 54 Abbildung 2: Karte der Dominikanischen Republik Quelle: Berger, K (2000) 54 Berger (2000), S.50 45

46 Sie grenzt im Westen an Haiti, im Norden an den Atlantischen Ozean und im Süden und Osten an das karibische Meer. Mit über km² ist sie flächenmäßig das zweitgrößte Land der Karibik und etwas größer als Dänemark. Das Territorium der Dominikanischen Republik umfasst etwa km Küste, die meisten davon sind Sandstrände. Vor den Küsten befinden sich lange Korallenriffe. Innerhalb des Staatsgebiets gibt es insgesamt 25 kleinere und größere Inseln. Eine der größten und bekanntesten ist Isla Saona mit 117km², die dem National Park, Parque Nacional del Este gehört. Der Nationalpark umfasst die Halbinseln zwischen Bayahibe und Boca de Yuma (430 km²) und ist wegen seiner Biodiversität eine der wichtigsten in der Dominikanischen Republik. Die Geschichte der Dominikanischen Republik kann nur im engen Zusammenhang mit der kolonialen Entwicklung der gesamten Karibikinseln verstanden werden. Die Entdeckungsreisen von Christoph Columbus führten ihn 1492 zuerst auf die Bahamas, nach Kuba und auf die Insel La Hispaniola. Im 17. Jahrhundert machten neben Spanien, Frankreich und Großbritannien auch andere europäische Staaten ihre kolonialen Ansprüche gültig (wie Niederlande und Dänemark). Sehr häufig wechselten die Inseln ihre Kolonialherren. Die kleine Insel St. Lucia hatte beispielweise von 1660 bis 1803 vierzehn verschiedene Besitzer. Die Dominikanische Republik wurde von 1492 bis zu ihrer Unabhängigkeit 1844 vier Mal besiedelt. Weitere Informationen über die Dominikanische Republik, Können in der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 46

47 Tabelle 7: Die Dominikanische Republik auf einen Blick Die Dominikanische Republik - Allgemeine Daten - Fläche Km² Einwohnerzahl Flüchtlinge Bevölkerungswachstum Lebenserwartung Mio. davon 73 % Mulatten, 16 % Weiße, 11 % Schwarze Ca. 1 Mio. Auswandern aus Haiti 1,36 % jährlich Säuglingssterblichkeit 34,19 % AIDS Kranke (in 2002) Arbeitslosenquote 30 % Anteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze 25 % Hauptstadt 67,96 Jahre (66,41 für Männer und 69,58 für Frauen) Santo Domingo Währung Dominikanischer Peso; 1 RD $ = 42 Euro ( Wechsel am 27. November 2003) Amtssprache Religion Politischer Status Wirtschaft Fremdherrschaft Spanisch 90 % Katholiken, Minderheiten von Protestanten, Bahai und Juden Unabhängige Nation. Präsident: Hipólito Mejías Domínguez, Partido Revolucionario Dominicano, Inflation: 50 % Das Bruttoinlandsprodukt: 177,6 Mio. US$. Landwirtschaft: 13 %; Industrie: 32 %; Dienstleistungen: 55 %, Auslandsverschuldung Mio. US$ Spanien ( ) Frankreich ( ) Spanien ( ) Haiti ( ) Quelle: Modifiziert nach Berger (2000) und CIA-The World Factbook-Dominican Republic (2003) Während der Regierung von Leonel ( ) entwickelte sich das Wirtschaftswachstum in der Dominikanischen Republik zwischen 5-7 % und gehörte damit zu einem der höchsten in ganz Lateinamerika. Die Verschuldung des Landes lag unter 20 % des Bruttosozialprodukts (BSP) und die Inflation lag bei etwa 4 %. 55 Mit der neuen Regierung Partido Revolucionario Dominicano - kam es zu einem massiven Investitionsprogramm in die defizitäre Infrastruktur des Landes. Am meisten Geld wurde in die Wasserversorgung und in den Neubau von Schulen investiert. Teilweise wurden Strassen neu gebaut oder erstmalig asphaltiert. Freizeitparks und Sportstätten wurden neu errichtet. 55 Kobirent (2003) 47

48 Die gewaltigen Investitionen, gepaart mit einer der größten Banken-Pleite in der Geschichte Lateinamerikas, führten zu einer wirtschaftlichen Instabilität. Die ständige Abwertung des Pesos und die hohen Zinsen haben die Dominikanische Republik in eine Rezession mit hoher Inflationsrate geführt. Sie beträgt heute etwa 50 % (siehe Tabelle 7). Der Tourismus ist inzwischen deutlich gestiegen, trotzdem sind die Einnahmen aus diesem Sektor noch rückläufig. Die Ausgaben pro Tourist sind zurückgegangen, obwohl die Anzahl der Touristen gestiegen ist. 56 Eine detailliertere Entwicklung des Tourismus auf der Insel wird im folgenden Absatz erläutert. 5.2 Die Entwicklung des Tourismus in der Dominikanischen Republik Die Entwicklungsgeschichte des Tourismus in der Karibik reicht bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück, als die wohlhabenden Europäer und Amerikaner die Wintermonate in den Kurorten der europäischen Kolonien verbrachten. 57 Das Klima, die Landschaften mit Palmen und Sandstränden, und die tropische Vegetation schafften die idealen Voraussetzungen für eine dauerhafte Tourismusindustrie. Dieses frühe Stadium der touristischen Entwicklung setzte sich bis Ende der sechziger Jahre fort. Zu diesem Zeitpunkt begannen sich viele der Inseln von ihren kolonialistischen Strukturen zu trennen. Die Entwicklung der Zivilluftfahrt in den sechziger Jahren steigerte die Nachfrage nach Reisen in die Karibik. Zu jener Zeit spielten die USA eine wichtige Rolle für die Tourismusindustrie, da sie regelmäßige Flugverbindungen zwischen den Inseln und dem Kontinent herstellten. Dieser Umstand und die räumliche Nähe Amerikas verursachten, dass in dieser Anfangsphase des Tourismus die Mehrheit der Touristen aus den USA oder Kanada stammte 58. Der Tourismus in der Karibik konzentrierte sich am Anfang stark auf Kuba, die 1958 rund Einreisen registrierte und rund einen Viertel des touristischen Volumens der Karibik einnahm. Mit der Revolution durch Fidel Castro verlagerte sich 56 Kobirent (2003) 57 Bürgi, A. (1994), S Acción del movimiento de trabajadores en internet (ACMOTI) (2003) El Turismo en la República Dominicana, von Félix. L 48

49 der Tourismus immer mehr auf die Bahamas, Puerto Rico, Jamaika, die Virgin Islands und die Dominikanische Republik. Mit dem Gesetz 153 von 1971 über die Förderung für die Entwicklung des Tourismus (Ley "de Incentivos a la Promoción y al Desarrollo del Turismo"), beginnen in der Dominikanischen Republik die Entwicklung der gezielten touristischen Aktivitäten. 59 Dieser Erlass erging auf Anregung von INFRATUR (Abteilung für touristische Infrastruktur der Dominikanischen Zentral Bank), die die finanzielle Unterstützung der Weltbank und der BID (Banco Interamericano de Desarrollo) bekam. Dank dieser Bestimmung und ihrer steuerlichen Vorteile wurden nationale und ausländische Investoren motiviert. Die ersten Investitionen fanden im Norden der Insel in Playa Dorada (Puerto Plata) sowie im Osten, in dem Gebiet von Punta Cana statt. Später breitete sich der Tourismus in Richtung Süden aus, in die Gebiete La Romana und Higüey. In den achtziger Jahren entwickelte sich der Tourismus in der Dominikanischen Republik zu der ersten und wichtigsten Industrie. Die Beherbergungsbetriebe wurden immer zahlreicher und der Tourismus wurde zum ersten Mal als ein interessantes Geschäft von den nationalen und internationalen Banken entdeckt. Nach Angaben des Tourismusexperten Felix, L. (2003) 60, gab es 1985 ca Hotelzimmer auf der Insel, die von ca Touristen besucht wurde gab es bereits über Hotelzimmer und ca. eine Million Touristen hatten ihren Urlaub auf der Insel verbracht. Die weitere Entwicklung der Hotellerie wird in der Tabelle Nr. 8 dargestellt, welche das große und schnelle Wachstum der Industrie in den letzten Jahren bestätigt. 59 Acción del movimiento de trabajadores en internet (ACMOTI) (2003) El Turismo en la República Dominicana, von Félix. L 60 Ders. 49

50 Tabelle 8: Entwicklung des Zimmerangebots in der Dominikanischen Republik, Veränderung Jahr Anzahl der angebotenen Zimmer Absolut % , , , , , , , , ,3 Quelle: ASONAHORES, Banco Central y Secretaria de Estado de Turismo de la Rep. Dominicana (2002). Wie man beobachten kann, stieg die Zahl der angebotenen Hotelzimmer im Jahr 2002 auf mehr als , und nach Daten von Asonahores (Asociación nacional de hoteles y restaurantes), wurde das Land von Touristen besucht (Siehe Tabelle Nr.9). Tabelle 9: Ankünfte von Ausländern und Dominikanern, non Residents, mit dem Flugzeug in der Dominikanischen Republik. Jahr Besucher Wachstumsrate ( %) Jahr Total Ausländer Dominikaner Total Ausländer Dominikaner ,8 14,3 17, ,4 4,3 4, ,7 13,6 19, ,2 14,5 2, ,0-2,6 5, ,5-3,6 3,1 Quelle: ASONAHORES, Banco Central y Secretaria de Estado de Turismo de la Rep. Dominicana (2002). Die nächste Tabelle zeigt die Situation der Investitionen in der Dominikanischen Republik im Jahr 1999: 50

51 Tabelle 10: Hotelinvestitionen in der Dominikanischen Republik im Jahr 1999 (in Mio. US$) Nationalität Anzahl der Hotels Anzahl der Zimmer Investition Spanien Kanada USA Deutschland Frankreich Andere Ausländer Dominikanische Republik Gemischtes Kapital: Dom.Rep + Ausländer Unbekannt Total USD Quelle: Modifiziert nach L. Félix (2003) Die Tabelle verdeutlich, dass 1999 die spanischen Unternehmen die wichtigsten ausländischen Investitionen darstellten. Sie besaßen 48 Hotels - mit insgesamt Zimmern - und deckten ein Investitionsvolumen von über Mio US$ ab. Aus den Zahlen geht hervor, dass ca. 60% des dominikanischen Hotelangebots immer noch in Händen der großen und mittleren ausländischen Investoren liegt. Trotzdem haben die dominikanischen Investitionen, die dank zahlreicher Allianzen und Fusionen entstanden sind, ein großes Wachstum erfahren. Nach Félix, L (2003) war die Fusion zwischen den dominikanischen Hotelketten AMHSA und CASA MARINA, eine der wichtigsten nationalen Fusionen der letzten Jahre. Nach der Allianz ist AMHSA-CASA MARINA die erste und wichtigste dominikanische Hotelkette der Insel geworden, welche über Zimmer anbietet. Ihre Hotels werden, wie die Mehrheit der Hotels auf der Inseln (75,70 %), unter dem System Alles-inklusive betrieben. (Siehe Abb.3). 51

52 Abbildung 3: Art des Angebotes in der Dominikanischen Republik im Jahr % A-I 2% V-P 1% Z/Z-F V-A 76% A-I = alles-inklusive V-P = Voll- Pensión Z/Z-F = nur Zimmer oder Zimmer mit Frühstück V-A = Vielfältiges Angebot (hier bezieht sich um diese Hotels, die verschiedene Variante anbieten. Quelle: ASONAHORES (2002) Tabelle 11: Art des Hotelangebots im Jahr 2002 Art des Angebots Total Stadt Total Küstegebiet Juan Dolio/Boca Chica Küstengebiet La Romana - Bayhibe Punta Cana Bávaro Nord- Gebiet Samaná/Playa Grande A-I 75,70 0,00 82,70 80,00 80,00 100,00 73,30 66,70 V-P 1,00 11,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 Z/Z-F 1,90 22,20 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 V-A 21,40 66,70 17,30 20,00 20,00 0,00 26,70 33,30 Total 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Quelle: ASONAHORES (2002) Neben AMHSA-CASA MARINA gibt es noch weitere wichtige nationale Hotels auf der Insel, wie z.b. die Hotelkette Coral Hotels. Es verfügt über vier Hotels mit ca Zimmern und baut derzeit ein neues Hotel in Playa Dorada (Puerto Plata) sowie ein anderes in Santo Domingo. Des weiteren besitzt Hoteles Hodelpa drei Hotels; Hotelera Naco, bieten mit ihren drei Hotels über 660 Zimmer, und das Viva Resorts verfügt über 900 Zimmer in der Region La Romana/Bayahibe. Auf der Insel existieren auch verschiedene Hotels, die mit gemischtem Kapital aufgebaut wurden, und derzeit mit viel Erfolg betrieben werden. Ein Beispiel stellt das Hotel Punta Cana Beach Resort dar, das in der letzten Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 als Modell für eine nachhaltige 52

53 Entwicklung ausgewählt wurde. Dieses Hotel ist das einzige in der Gegend, das nicht unter dem All-inclusive System betrieben wird. Nach Informationen von Asonahores und Félix, L. werden in den nächsten Jahren mehrere Investitionen in der Dominikanischen Republik stattfinden. Weitere Fusionen werden notwendig sein. Vor allem zwischen nationalen Unternehmen, die dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Die nächste Abbildung zeigt die Beiträge der verschiedenen Wirtschaftssektoren zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr Die Partizipation des Sektors Tourismus betrug unmittelbar 6,2 % (über 11 Mio. US$). Auf den ersten Blick scheint dieser Beitrag nicht sehr bedeutend zu sein. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass enge Verbindungen des Tourismussektors zu anderen Sektoren wie dem Agrar-, dem Handel-, dem Transport- oder dem Kommunikationssektor bestehen, welche als ergänzende Teilbereiche der Tourismuswirtschaft verstanden werden können. Rechnet man diese zusammen, kann der Beitrag des Tourismus bis zu 70 % zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Abbildung 4: Partizipation des Sektors Tourismus am BIP im Vergleich mit anderen Sektoren im Jahr % 7% 7% 3% 8% 16% 13% 12% 13% 15% Agrarsektor Bauindustrie Hotels, Bars und Restaurants Kommunikation Staat Manufaktur Handel Transport Strom und Wasser Andere Dienstleistungen Quelle: ASONAHORES (2002). (Andere Dienstleistungen einschließen: Finanzen, Bergbau, Wohnung Eigentum) Ein Vergleich mit den verschiedenen wirtschaftlichen Sektoren der Insel erlaubt uns festzustellen, dass der Tourismus, die zweitgrößte Industrie der Insel ist. Zwar erzeugt die Freihandelszone mehr Devisen als der Tourismus, aber die Angestellten dieses Sektors arbeiten unter schlechteren Bedingungen als im Tourismussektor und 53

54 haben niedrigere Einkommen 61. Die Situation in den Freihandelszonen hat sich in den letzten Jahren in der Dominikanischen Republik verschlechtert. Aufgrund der häufigen Stromausfälle, die manchmal bis zu 24 Stunden am Tag betragen, müssen die Angestellten bei Kerzenlicht arbeiten. Die Arbeitsschichten können bis zu 22 Stunden pro Tag dauern. Pausen dürfen kaum gemacht werden, und die sanitären Bedingungen sind sehr schlecht. Der Durchschnittslohn beträgt 50 US$ pro Monat 62, wobei der Maximallohn bei 140 US$ liegen kann, wenn der Angestellte mehr als vierzehn Stunden pro Tag arbeitet. In der Dominikanischen Republik arbeiten ca Personen in der Freihandelszone. 63 Tabelle 12: Vergleich der vom Tourismus erzeugten Devisen mit der von anderen relevanten Wirtschaftssektoren zwischen 1999 und 2002 in Mio. US$ Sektoren 1999 % 2000 % 2001 % 2002 % Zucker 89,6 1,2 89,6 1,1 88,8 1,1 99,2 1,3 Cafe 23,8 0,3 33 0,4 11,1 0,1 12,8 0,2 Cacao 27,7 0,4 26,1 0,3 42,7 0,5 67 0,9 Tabak 53,8 0,7 44,7 0,5 30,4 0,4 25,5 0,3 Minerale 150, ,4 2,8 145,2 1,8 156,2 2 Andere exportierte Produkte 284,9 3,8 352,2 4,2 334,2 4,2 374,2 4,8 Zollfreie Zone (Zona Francas) 4.331,50 58, ,60 56, ,60 57, ,90 55,5 Einkommen durch den Tourismus 2.483,30 33, ,20 34, ,30 34, ,80 35 Total 7.445, , , , Quelle: ASONAHORES (2002) Die touristische Industrie hat ihrererseits im Jahr 2002 ca Arbeitsplätze auf der gesamten Insel geschaffen. Hier werden sowohl die direkten als auch die indirekten Beschäftigten des formellen Sektors berücksichtigt 64 (siehe Tabelle 13). 61 Agencia Latinoamericana de Información (ALAI) (2004), vgl. Kobirent 2003) u. Zonas Francas para la exportación: Las Maquilas (2004) 62 Eigenen Erhebungen (2003): Durchschnittlohn in einem All-inclusive Resorts beträgt 240 US$ (siehe S. 71 dieser Arbeit) 63 ALAI (2004): 1998 arbeiteten in der Dominikanischen Republik Personen in den Freihandelszone, was 40 % der Gehaltsempfänger des formellen Sektors entsprach. In Mexico arbeiteten ; in Guatemala und ca in Costa Rica. 54

55 Von den direkten Arbeitsplätzen entfallen (nach der Studie von Félix.L, 2003) ca. 85% auf Angestellte der Hotellerie und Restaurants. Die meisten davon entstanden im unteren Lohnsegment, nur wenige Führungspositionen wurden mit einheimischen Mitarbeitern besetzt. Tabelle 13: Erzeugte Arbeitsplätze durch den Tourismus von 1991 bis 2002 Jahr direkte Indirekte Total Quelle: ASONAHORES (2002) Die Destination Bayahibe hat in den letzten Jahren ein bedeutendes Wachstum ihrer touristischen Aktivitäten erfahren, welche die Beschäftigung von über Menchen in dieser Industrie ermöglicht hat (siehe Tabelle 14). Eine detaillierte Entwicklung des Tourismus in dieser Gegend wird folgend dargestellt. 64 Nach Vorlaufer, K. (1984), S.98/100 direkt beschäftigt im Tourismus sind alle Arbeiter, deren Arbeitsplätze ausschließlich auf die touristische Nachfrage ausgerichtet sind (Hotels, Reisebüros, etc.); Indirekt beschäftigt im Tourismus sind alle Arbeiter deren Arbeitsplätze mit dem Fremdenverkehr verbunden sind wie z.b. Transportindustrie, Baugewerbe, etc. Er spricht auch über eine andere Form von Arbeitsplätze: die Induzierte, die durch die Veränderung der Haushalteinkommen als Resultat der touristischen Konsumausgaben entstehen. Informeller Sektor ist der alternative Beschäftigungssektor der marginalisierten Bevölkerungssteile, die im Gegensatz zu den durchorganisierten und reglementierten Formen des formellen Sektors stehen. Im Tourismus sind diese z.b. Strassen- und Strandverkäufer, Führer, etc. 55

56 5.2.1 Entwicklung des Tourismus in der Destination Bayahibe Die Urlaubsdestination Bayahibe befindet sich in der Provinz La Altagracia und umfasst die Gemeinden von San Rafael de Yuma und Bayahibe. Die größten Städte in der Umgebung sind La Romana ca. 20 km entfernt mit über Einwohner, Higüey ca. 40 Km entfernt und Santo Domingo ca. 180 km entfernt mit ca.1,8 Mio. Einwohner. Wie später im Kapitel 7.2 dargestellt wird, ist La Romana für die Resorts von besonderer Bedeutung, da die meisten Mitarbeiter aus ihr rekrutiert werden. Das touristische Angebot der Destination enthält zurzeit sieben All-inclusive Resorts, die insgesamt Zimmer anbieten (siehe Tabelle 15). Nach Angaben der La Romana/Bayahibe Hotelassoziation ist die Erhöhung der Bettenkapazität durch 3-4 neue Anlagen auf letztlich Zimmer vorgesehen. Damit soll die Destination die notwendige Größe erreichen, um die Direktflüge nach La Romana zu ermöglichen. Ein weiteres Wachstum der Destination wird jedoch durch die geographische Lage Bayahibes begrenzt, da es außerhalb des Naturreservates Parque Nacional del Este, nur gering verfügbare Strände gibt. Die Hotelassoziation La Romana/Bayahibe unternimmt derzeit größte Anstrengungen, damit keine weiteren Hotels innerhalb des Parkes gebaut werden. Sie verlangen von der Regierung mehr Sicherheit und Garantien, damit der Naturpark vor zukünftigen touristischen Investoren geschützt wird und nicht weiter für den Aufbau neuer Anlagen benutzt wird. Tabelle 14: Entwicklung des Zimmerangebots in Bayahibe sowie Abschätzung der geschaffenen Arbeitsplätze von 1996 bis 2002 Geschaffene Arbeitsplätze Jahr Anzahl der Zimmer Total direkte Indirekte Quelle: ASONAHORES (2002) 56

57 Der Jahresdurchschnitt der Auslastung der Hotelzimmer in Bayahibe im Jahr 2002 betrug 79,5% und ist die zweithöchste des Landes (72,8%) 65. An der Spitze befindet sich die nachbare Destination Punta Cana/Bávaro, deren Auslastung bei 84,1% liegt. Tabelle 15: Gesamtzimmerangebot in den Provinzen und Verteilung nach der Hotelgröße, 2002 Provinz Anzahl der Zimmer Teilnahme % Zimmerzahl weniger als mehr als 500 Total , Santo Domingo , San Pedro de Macorís , La Altagracia: La Romana, Bayhibe ,5 La Altagracia: Higüey, Punta Cana-Bávaro , El Seybo/Hato Mayor 98 0, Samaná , María Trinidad Sánchez , Puerto Plata , Montecristi 121 0, Barahona 464 0, San Cristóbal/Peravia/Azua 591 1, Santigago 944 1, La Vega 342 0, Andere 861 1, Anzahl der Hotels (Total) Quelle: Modifiziert nach ASONAHORES, Banco Central y Secretaria de Estado de Turismo de la Rep. Dominicana (2003) Die Entwicklung des Tourismus hat in Bayahibe und ihrer Umgebung sowie in vielen anderen Destinationen der Dominikanischen Republik ohne große Partizipation des Staates stattgefunden. Die wichtigsten Infrastrukturen sind den privaten Investoren zu verdanken. So wurden z. B. der Hafen und der Flughafen von La Romana von der in 1911 gegründeten Korporation Central Romana gebaut. Dieser Korporation gehören auch das Hotel Casa de Campo (eine der sieben Hotels von Bayahibe), und der Künstlerort Altos de Chavón. 65 Asonahores,

58 6 Wissenschaftstheoretischer Kontext Die folgende Kapitel befassen sich mit der Methodik und der Erhebung der Daten. Mit Hilfe der im Kapitel fünf entwickelten Indikatoren werden die Resultate dargestellt und über ihren Inhalt diskutiert. Außerdem werden die in Kapitel drei dargestellten Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts analysiert und mit der beobachteten Realität verglichen. 6.1 Methodik - Quantitative Sozialforschung In unserer Gesellschaft werden für unterschiedliche Zwecke systematische Informationen zu sozialen Beziehungen und Handlungen der Menschen gesammelt. So gibt es Erhebungen zu der demographischen Entwicklung, und Fertilität, den Konsumgewohnheiten, dem Tourismus, der Verbreiterung und den Folgen neuer Technologien, um nur einige Beispiele zu nennen. Entsprechende Daten werden in großem Umfang erhoben, klassifiziert und analysiert. 66 In der Regel beginnt ein empirisches Forschungsprojekt mit der Festlegung des Gegenstandes der Forschung und der Formulierung des Forschungsproblems. Die in dieser Arbeit behandelte Fragestellung hat sich mit der Frage der Beeinflussung und Auswirkungen von All-inclusive Resorts auf die lokale Wirtschaft einer touristischen Destination beschäftigt bzw. einer Urlaubsdestination in einem Entwicklungsland, wo die Kontrolle des Touristenstromes als Gastland sehr gering ist 67. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Frage, ob diese Resorts tatsächlich neue Arbeitsplätze für die Einheimischen schaffen und inwieweit sie die lokale Wirtschaft durch ihre Aktivitäten beeinflussen und eventuell dazu beitragen die Armut in diesen Gebieten zu reduzieren. Als Untersuchungsbeispiel wurden vier Resorts in dem Urlaubsgebiet Bayahibe im Süden der Dominikanischen Republik ausgesucht, deren Zimmerangebot ca. 60 % des Gesamtangebots der Destination umfasst. 66 Schnell, R./Hill, P./Esser, E., (1999), S.5 67 Steck, B./Strasdas, W./Gustedt E. (1999), S.6 58

59 Zur Erhebung der Daten wurde das Standardinstrument der mündlichen Befragung gewählt, die mit Hilfe eines Fragebogens durchgeführt wurde. Dieser wurde von der Interviewerin stark strukturiert 68 und für alle Befragten in gleicher Form vorgelegt. 69 Beobachtungen der Interviewerin, die Analyse von statistischem Material und Sekundärinformationen sowie von vorliegenden Arbeitspapieren, ergänzen das verwendete empirische Instrumentarium. Eine detailliertere Erklärung der verschiedenen Phasen der Erhebung wird folgend dargestellt. 6.2 Methodik Erhebung und Aufbereitung der quantitativen Daten. Zwei Phasen charakterisieren die praktische Durchführung der Arbeit: In der ersten Phase stand die Informationsgewinnung im Vordergrund. Informationen zum Urlaubssystem All-inclusive wurden gesammelt, das Konzept der Nachhaltigkeit und seine Übertragbarkeit auf den Tourismus bzw. die Hotellerie wurden geprüft, und die Indikatoren zur Messung der Nachhaltigkeit wurden festgelegt. Im Anschluss an diese theoretische Phase wurde der Fragebogen entwickelt, der die Grundlage für die Interviews bildete. Eine zweiwöchige Reise in die Dominikanische Republik im November 2003 diente als Plattform für die Erhebungen der Daten, die diese Arbeit vervollständigt haben. Insgesamt wurden vier der sieben All-inclusive Resorts der Destination untersucht, deren Namen, auf Wunsch der Unternehmen, nicht erwähnt werden. Sie werden Resort Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4 genannt. Da Resort 1 und Resort 2 der gleichen Hotelkette angehören, wurden die erhobenen Informationen dieser Hotels in einem einzigen Fragebogen erfasst Schnell, R./Hill, P./Esser, E., (1999), S, 300. Wird ein Interview auf der Grundlage eines vorgegebenen standardisierten Fragebogens (in dem für alle Befragten die gleichen Fragen in gleicher Formulierung und Reihefolge vorliegen) von einem Interviewer, der sich an diese exakten Vorgaben hält durchgeführt, spricht man von einer Befragung in einer stark strukturierten Interviewsituation. 69 Die Befragung von Einzelnpersonen unter den Bedingungen einer so strukturierten Interviewsituation stellt die hauptsächliche Erhebungsform in der empirischen Sozialforschung dar und steht wie kein anderes Datenerhebungsinstrument im Mittelpunkt einer intensiven Methodenforschung. Schnell, R./Hill, P./Esser, E. (1999), S Die beide Resorts liegen nebeneinander, haben gemeinsame Hotelleiter, Chefabteilungen und teilen sich einige Einrichtungen (z.b. Tauch-Club) 59

60 Die Daten wurden anhand strukturierter Interviews mit den jeweiligen Hotelleitern, den Leitern der Personal-, Einkaufs-, Entertainment-, Ausflugs-, und Umweltabteilung erhoben. Eine Ausnahme bildete das Resort 4, dessen Daten durch ein einziges Interview mit seinem Hotelleiter erhoben wurden. Parallel hierzu ergaben sich Gespräche mit Angestellten der Hotels wie Zimmermädchen, Kellnerinnen, Empfangsdamen, oder Animateure, sowie mit Angestellten anderer Sektoren wie z.b. Taxifahrer und einem Chauffeur eines privaten Transportunternehmens, die die Ergebnisse abrunden. Im Phase zwei stand die Darstellung und Auswertung der gesammelten Daten im Mittelpunkt, die im anschließenden Kapitel dargestellt werden. 60

61 7 Darstellung der Ergebnisse Im einem ersten Schritt soll nun ein Überblick über die Resorts gegeben werden, bevor dann im nächsten Schritt die Ergebnisse der Befragungen dargestellt werden. Tabelle 16: Grundlegende Angaben der untersuchten All-inclusive Resorts Grundlegenden Daten Resort 1 2 Resort 3 Resort 4 Total Anzahl der Zimmer Total Kapazität (Max. Gäste) Anzahl der Angestellten Eigentum dominikanisch Italienisch dominikanisch Anfangsinvestition keine Angaben $ $ $ Modernisierungs- und Instandhaltungskosten pro Jahr keine Angaben $ $ $ Jahresumsatz keine Angaben $ $ $ Quelle: Eigene Erhebung (2003) Tabelle 17: Angebote der Resorts Angebot Resort 1-2 Resort 3 Resort 4 Schwimmbad Tauch-Club Restaurants Bars Discotheken Theater Fitnessraum Kaufzentrum Quelle: Eigene Erhebung (2003) Die vier Resorts verfügen über Schwimmbad, Fitness- und Kaufzentrum, Disco, Theater und mehre Restaurants und Bars. Resort 4 verfügt auch über ein Restaurant für seine Angestellten. Im Kaufzentrum befinden sich kleine Geschäfte sowie ein Beautysalon, ein Internetcafé, ein Photoshop und/oder Supermarkt. 61

62 7.1 Ergebnisse bezüglich der Umwelt Eine fundierte Aussage zu den durchgeführten umweltpolitischen Maßnahmen der jeweiligen Resorts und deren Auswirkungen kann in dieser Arbeit nicht gegeben werden, da die erhobenen Daten nicht ausreichend sind. Jedoch kann festgestellt werden, dass jedes Hotel ein eigenes Umweltprogramm verfolgt, dessen Schwerpunkte in der Reduzierung bzw. dem bewussten Umgang mit den Ressourcen Wasser, Energie und Müll liegen. Am Beispiel des Resorts 3 sollen die durchgeführten Maßnahmen dargestellt werden: Indikator Nr. 1: Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um den Stromverbrauch zu reduzieren - ca. 90 % der Hotellampen sind Energiesparlampen. - Die Außenbeleuchtung und die Beleuchtung des Restaurants werden über Zeitschaltuhren gesteuert soll das Resort auf ein neues, Chipkarten- Schließsystem umgerüstet werden. Über diese Chipkarten werden dann die elektronischen Geräte in den Zimmern gesteuert. Indikator Nr. 2: Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu minimieren, sowie die Wasserqualität zu erhalten. Um den Wasserverbrauch zu reduzieren wurden folgende Maßnahmen durchgeführt: - Um die Sensibilität für den Wasserverbrauch zu steigern, wurden zehn Wasseruhren eingebaut, die den Verbrauch des Wassers messen % der Duschen und Wasserhähne in den Gästezimmer verfügen über Durchflussbegrenzereinrichtungen. - Sensibilisierung der Gäste und Angestellten durch bessere Informationen rund um die Ressource Wasser. - In Küchen, Restaurants und gemeinsamen Zonen wurden Sensoren in die Wasserhähne eingebaut. 62

63 - Alle Geräte werden wöchentlich gewartet, um Defekte möglich früh zu erkennen und zu reparieren. - Brauchwasser wird zum sprengen der Grünanlagen benutzt. Die Bewässerung der Grünanlagen wird nachts durchgeführt, damit das Wasser, aufgrund der hohen Temperaturen, nicht verdunstet. - Um die Qualität des Grundwassers zu schützen, wurden 180 Familien umgesiedelt. Sie wohnten unter sehr schlechten Bedingungen in der Nähe der Hotels und verfügten über keine geeigneten sanitären Anlagen. Dieses hätte langfristig, aufgrund der großen Durchlässigkeit der Erde, zur einer Gefährdung des Grundwassers geführt. Diese Aktion wurde in Name der Hotelassociation La Romana/Bayahibe durchgeführt (siehe Ergebnisse bezüglich die Sozialprojekte in Kapitel 7.7) - Das Resort wird kontinuierlich von einem Fachunternehmen für Chemieprodukte aus St. Domingo beraten. Die Angestellten werden im bewußten Umgang mit Reinigungsmitteln geschult. Diese werden nur sparsam durch Dosierungsflaschen verwendet. Indikator Nr. 3: Anzahl der durchgeführten Maßnahmen, um das Müllaufkommen zu reduzieren Derzeit erzeugt das Hotel 120 m³ Abfall pro Monat (überwiegend Müll aus der Küche, Zimmer und Gärten). Um das Müllaufkommen zu reduzieren werden u.a. folgenden Maßnahmen durchgeführt: - Weniger Plastikprodukte werden eingekauft. Statt kleiner Wasserflaschen werden jetzt 25 Literfässer gekauft. - Papier, Karton und Glas werden für das spätere Recycling getrennt. Sie werden den Müllabfahrern geschenkt. Die Müllfahrer verkaufen später den Müll an Recyclingunternehmen. - Da es derzeit in Bayahibe noch keine Entsorgung für Batterien gibt, werden - um Verschmutzung zu verhindern - diese gesammelt und in speziellen Containern gelagert, bis eine Lösung gefunden wird. - Benutztes Küchenöl wird in St. Domingo verkauft 63

64 - Benutztes Industrieöl wird den Lieferanten zurückgegeben. Die vier Resorts haben das staatliche Umweltzertifikat, und das Green Globe Umweltsiegel bekommen. Das Umweltprogramm Blue-Flag wird demnächst durchgeführt Ergebnisse bezüglich der Arbeitsplätze Mit Hilfe der in Kapitel dargestellten sozioökonomischen Indikatoren ergeben sich folgende Ergebnisse: Indikator Nr. 5: Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1Mio.US$ Investition Der ermittelte Indikator beträgt 18 Arbeitsplätze. Das heißt, es werden pro 1 Mio. US$ Investition 18 Arbeitsplätze geschaffen: Beispiel US$ Investition (Resort 3) haben 450 Arbeitsplätze geschaffen = 21 Stellen/Mio US$ Investition (Resort 4) haben 445 Arbeitsplätze geschaffen = 15 Stellen/Mio. Der sich ergebende Durchschitt beträgt 18 Arbeitsplätze/1Mio. US$ Investition Indikator Nr. 6: Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro 1Mio. US$ Jahresumsatz Der ermittelte Indikator beträgt 43 Arbeitsplätze. Das heißt, es werden pro 1 Mio. US$ Umsatz 43 Arbeitsplätze geschaffen. 71 (2004): GREEN GLOBE 21 is the worldwide benchmarking and certification program which facilitates sustainable travel and tourism for consumers, companies and communities. It is based on Agenda 21 and principles for Sustainable Development endorsed by 182 governments at the United Nations Rio de Janeiro Earth Summit in (2004). Die Blaue Flagge ist ein exklusives Öko-Label, welches in der Saison 2003 an ungefähr 2900 Badestellen und Sportboothäfen in 23 europäischen Ländern sowie in Südafrika vergeben wurde. Es wird als Symbol für hohe Umweltstandards sowie gute Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen im Hafen- und Badestellenbereich international anerkannt. Dabei werden die vier Hauptaspekten: a) Wasserqualität b) Umweltkommunikation und Umwelterziehung c) Umweltmanagement d) Sicherheits- und Service-Aspekte untersucht. Die Auszeichnung wird jeweils für eine Saison verliehen. 64

65 Beispiel US$ Umsatz (Resort 3) haben 450 Arbeitsplätze geschaffen = 29 Stellen/Mio US$ Umsatz (Resort 4) haben 445 Arbeitsplätze geschaffen = 57 Stellen/Mio. Der sich ergebende Durchschitt beträgt 43 Arbeitsplätze Indikator Nr. 7: Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze pro Zimmer Der ermittelte Indikator beträgt 1 Arbeitsplatz. Das heißt, es wird pro Hotelzimmer 1 Arbeitsplatz geschaffen, was mit den dargestellten Daten in der Tabelle Nr. 14 (ein Angestellter zu einem Zimmer) übereinstimmt. Beispiel 860 Zimmer (Resorts 1 und 2) haben 930 Arbeitsplätze geschaffen = 1,08 Stellen pro Zimmer. 404 Zimmer (Resort 3) haben 450 Arbeitsplätze geschaffen = 1,11 Stellen pro Zimmer. 532 Zimmer (Resort 4) haben 445 Arbeitsplätze geschäfft = 0,83 Stellen pro Zimmer. Der sich ergebende Durchschitt beträgt 1,00 Arbeitsplätze Indikator Nr. 8: Anteil der einheimischen Angestellten im Verhältnis zum Gesamtpersonal des Hotels in der Hauptsaison. 94 % der Angestellten sind Einheimische. Sie kommen entweder aus der Provinz oder aus den benachbarten Orten. Die Studie zeigt ganz deutlich, dass die Mehrheit der Angestellten (74,4 %) aus der Nachbarstadt La Romana kommt (siehe Abbildung 5 und Tabelle 18). Die Stadt La Romana, die außerhalb der Provinz La Altagracia liegt, ist aufgrund ihrer Größe (über Einwohner) und ihrer Nähe zur Destination Bayahibe (ca. 20 km) zu einer der wichtigsten Personalrekrutierungsquellen für die Resorts geworden. So stammen der insgesamt Angestellten der vier befragten Hotels aus dieser Stadt (siehe Tabelle 18). Die Daten zeigen, dass 6 % der Angestellten (104 Mitarbeiter) in den Resorts wohnen. Es handelt sich hier um die ausländischen Angestellten, die in der Regel die Unterkunft vom Hotel gestellt bekommen. Viele der Animateure haben ihr Wohnsitz, aufgrund ihrer Arbeitszeiten, auch innerhalb der Resorts. Die Arbeitsschichten der meist Jugendlichen Animateure beginnen in der Regel um 9:00 Uhr und enden 65

66 oftmals erst nach 2:00 oder 3:00 Uhr nachts mit der Schließen der Disco. Deswegen wohnen sie meist innerhalb der Anlage. Abbildung 5: Herkunft der Resortangestellten 1% 6% 4% 1% 4% 3%2% 5% La Romana Bayahibe Stadt Bayahibe (hotel) S.Rafael de Yuma Sto. Domingo Benedito S.Pedro Macorís Higuey Andere 74% Quelle: Eigene Erhebung (2003) Tabelle 18: Wohnsitz der Angestellten Angestellte Total Wohnsitz Resort 1-2 Resort 3 Resort 4 Angestellte La Romana Bayahibe Stadt Bayahibe (hotel) S.Rafael de Yuma Sto. Domingo Benerito S.Pedro Macorís Higuey Andere Total Quellen: Eigene Erhebung (2003) Aufgrund der hohen Auslastung der Resorts (80 %) ist es nicht erforderlich ist, dass Teile des Personals in der low Season entlassen werden. Bei einer geringeren Auslastung, werden die überzähligen Mitarbeiter für andere nicht regelmäßig anfallende Arbeiten eingesetzt. 66

67 Indikator Nr. 9: Anteil der festangestellten Frauen im Vergleich zu den festangestellten Männern innerhalb des Hotels. Der Anteil der festangestellten Frauen im Vergleich zu den festangestellten Männern innerhalb der Resorts beträgt 25 % (bei allen vier Resorts gleich hoch). Dieser Wert unterscheidet sich von der in der Karibik (St. Lucia, Dominica und St. Martin) durchgeführten Studie Arbeit durch Turismus von Bürgi, A (1994). In dieser Studie waren rund 62% der fest im Hotel angestellten Mitarbeiter Frauen. Nach Auskünften von Bürgi arbeiteten in St. Lucia überdurchschnittlich viele Frauen im Houskeeping, der Küche und der Wäscherei, während die Männer in den Bereichen Security- Department, Unterhaltsdienste und der Gärtnerei zu finden waren. Nach eigenen Beobachtungen kann festgestellt werden, dass die Mehrheit der Frauen der untersuchten Hotels von Bayahibe als Zimmermädchen oder Kellnerinen eingestellt waren. Auch am Empfang, dem Bereich der Animation oder in der Verwaltung waren vermehrt Frauen anzutreffen. Erstaunlicherweise waren in der Küche keine Frauen anzutreffen, hier waren nur Männer angestellt. Indikator Nr. 10: Anteil der einheimischen Angestellten in mittleren und höheren Positionen im Vergleich zu den ausländischen Angestellten. Hierzu können keine genauen Zahlen vorgelegt werden, da die genaue Anzahl der Einheimischen in mittleren und höheren Positionen nicht mitgeteilt wurde. Allerdings waren die Mehrzahl der Leitungsfunktionen in den verschiedenen Abteilungen (Einkauf, Verwaltung, etc.) durch Einheimische besetzt. Die Leiterin der Hotelassoziation La Romana-Bayahibe ist Dominikanerin und die Leiter der vier untersuchten Hotels sind nicht dominikanischer Herkunft. 7.3 Ergebnisse bezüglich des Einkommens Indikator Nr. 11: Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Vergleich zum staalich festgelegten Mindestlohn 67

68 Der staatlich festgelegt Mindestlohn liegt bei RD$ (dominikanische Pesos) - ca. 95 US$ Der Bruttoeinstiegslohn der untersten Lohngruppe in den Resorts liegt durch die gewährten Zusatzleistungen über dem staatlich festgelegten Mindestlohn. Die Angestellten werden mit Arbeitsverträgen eingestellt, die Zusatzleistungen wie Kranken- und Rentenversicherung, Transportservice, Essen und Urlaub mit einschliessen. Nach Auskünften der Personalabteilung der Resorts 1-2 wurden folgenden Zahlen berechnet: (angewendeter Wechselkurs: 1US$ = 40 RD$) Tabelle 19: Mindestlohn und Zusatzleistungen pro Monat in den Resorts 1-2 Einstiegslohn für angelernte Kellner, Zimmermädchen, Küchenhilfen (Stewards) im 1. Jahr (= gesetzlicher Mindestlohn) RD$ 95 US$ Das Trinkgeld beträgt 10 % des Hotelumsatzes. Das Trinkgeld ist gesetzlich vorgeschrieben und wird automatisch erhoben. Der Verteilerschlüssel auf die Angestellten kann vom Hotel bestimmt werden. Bei Hotel Nr. 1 gibt es dazu ein Punktesystem, das Mitarbeiter mit mehr Kundenkontakt bzw. höheren Grundlöhnen in absoluten Zahlen mehr Trinkgeldaufschlag zuteilt. 1 Punkt entspricht 700 RD$ (Dominikanische Pesos) Aufschlag auf den Basislohn (ca. 17,5 US$). Der Trinkgeldaufschlag für Kellner, Zimmermädchen und Küchenhilfen (untere Gruppe) beträgt mindestens 3,25 Punkte x 700 RD$ = 2.275,-- RD$ /Monat RD$ ca. 57 US$ Einstiegslohn mit Trinkgeldaufschlag RD$ 152 US$ Zusatzleistungen zum Lohn Das Hotel stellt den Angestellten kostenloses Essen zur Verfügung. (Schichtabhängig Frühstück + Mittagsessen oder Mittagsessen + Abendessen). Ein normales Essen kostet ca. 50 Pesos. 50 RD$ x 2 Essen/Tag x 5 Arbeitstage/Woche = 500 RD$/Woche x 4,3 = (52 Wochen / 12 Monate) = RD$ pro Monat RD$ ca. 54 US$ 72 Secretaria de Estado de Turismo (2003): Guia legal de Turismo de la Republica Dominicana, S.36,37: Die dominikanische Gesetzgebung (Arbeitsgesetzbuch, Gesetz von 17. Juni 1992) stellt den Mindestlohn für den Tourismussektor in RD$ fest. Es wird auch festgestellt, dass mindestens 80 % der Angestellten innerhalb eines Unternehmens aus dominikanischer Herkunft werden müssen; Die normale Arbeitszeit beträgt 44 Stunden/Woche mit einem Arbeitstag von 8 Stunden. Alle Angestellten mit einem Jahr Dienstalter dürfen Urlaub genießen (Urlaub entspricht 14 Arbeitstage pro Jahr) 68

69 Das Hotel stellt einen kostenlosen Transportservice für die Angestellten, vom Hotel bis La Romana zur Verfügung. Ein Ticket für diese Strecke (hin und zurück) kostet ca. 45 Pesos (Fahrt mit dem öffentlichen Anbieter) 45 x 5 Tage/Woche = 225 Pesos x 4,3 = 967,5 RD$ pro Monat Die Krankenversicherung beträgt 350 PD/Monat. Seit dem trägt der Arbeitgeber davon 70 % = 245 RD$ Die Rentenversicherung war freiwillig bis zum , seither ist obligatorisch und zu 70/30 % von Arbeitsgeber/Arbeitsnehmer zu tragen. Dies entspricht 7 % des Mindestlohns = 267 RD$, davon bezahlt der Arbeitsgeber 187 RD$ Brutto-Einstiegslohn (Brutto-Lohn im 1. Jahr) der unteren Gruppe (Kellner, Zimmermädchen, Küchenhilfe): = RD$ /40 = 240 USD 968 RD$ 24 US$ 245 RD$ 6 US$ 187 RD$ 4,7 US$ RD$ 240 US$ Quelle: Eigene Erhebung (2003) Die oben dargestellten Zahlen zeigen, dass der Bruttolohn der untersten Lohngruppe deutlich über dem vom Staat festgelegten Mindestlohn liegt. Die Tatsache, dass die Angestellten zusätzlich ein kostenlosen Transportservice von/bis der Stadt zum Hotel und zwei kostenlose Mahlzeiten während der Arbeitszeit erhalten, kann als sehr positiv betrachtet werden, und erhöht das reale Einkommen erheblich. Vor allem wenn berücksichtigt wird, dass in anderen Wirtschaftssektoren weder Essen noch Transport für die Mitarbeiter zur Verfügung gestellt wird. Die Frage, ob dieses Gehalt die Lebenshaltungskosten einer Familie decken kann, muss noch geprüft werden. In persönlich geführten Gesprächen konnte herausgefunden werden, dass sich die monatlichen Ausgaben einer dominikanischen Familie mit drei Kindern auf ca. 10/12.000,-- RD$ belaufen 73. Bei einem Monatseinkommen von rund Pesos Brutto in der untersten Lohngruppe, müssen beide Elternteile arbeiten, damit die Lebenshaltungskosten abgedeckt sind. Der Urlaubsanspruch für die Angestellten der Resorts 1 2 beträgt 30 und für die Resorts 3 und Resort 4 17 Arbeitstage pro Jahr. 73 Nach Angaben haben sich die Lebenshaltungskosten im letzten Jahr verdoppelt. Die Miete für eine Wohnung in einer nicht touristischen Stadt wie La otra Banda kostet ca ,- RD$ und in einer touristischen Stadt wie Bávaro zwischen 3.000/4.000,- RD$. Zu diesem Betrag müssen die Kosten für Strom, Kleidung und Medikamente für die ganze Familie addiert werden, womit sich die gesamten monatlichen Ausgaben einer Familie auf ca. 10/12.000,-- Pesos erhöhen. 69

70 Die nächste Tabelle stellt die detallierten Geldströme von jedem Resort zu den verschiedenen Städten hinsichtlich der Brutto-Gehälter der Angestellten pro Jahr in US$ dar. Tabelle 20: Detallierte Geldströme von den Resorts in die verschiedenen Städte hinsichtlich der Brutto-Gehälter der Angestellten Löhne Löhne (in US$) Wohnsitz Resorts 1-2 Resort 3 Resort 4 Total La Romana Bayahibe Stadt Bayahibe (hotel) S.Rafael de Yuma Sto. Domingo Benerito S.Pedro Macorís Higuey Andere Total US$ Quelle: Eigene Erhebung (2003) In der nächsten Abbildung werden die gesamten Geldstöme von den Resorts bezüglich der Brutto-Gehälter der Angestellten pro Jahr in US$ dargestellt. Die in Klammern angegebenen Nummern entsprechen der Anzahl der Angestellten in jeder Stadt. 70

71 Abbildung 6: Jährliche Gesamtgeldströme von den Resorts in die verschiedenen Städte hinsichtlich der Brutto-Gehälter der Angestellten $ 4 Mio. La Romana (1358) $ S.Pedro de Macorís (61) Resorts $ Bayahibe (123) $ Sto. Domingo (26) $ S.Rafael de Yuma (71) $ Higüey (30) $ Benerito (66) $ Andere (90) Indikator Nr. 12: Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe im Vergleich zu ähnlichen Tätigkeiten im Land Wie im vorigen Abschnitt gezeigt wurde, beträgt die Einkommenshöhe der untersten Lohngruppe in den untersuchten All-inclusive Resorts ca. 240 US$ brutto. Der Durchschnittslohn eines Angestellten in der Freihandelszone variiert zwischen 50 und 140 US$/Monat (siehe Kapitel 5.2, S.54). Der Verdienst einer Hausangestellten liegt bei ca. 75 US$ (3.000 RD$) pro Monat und der eines Chauffeurs bei ca. 125 US$ (5.000 RD$) ohne Trinkgeldaufschlag. 74 Vergleich man die Einkommen mit ähnlich qualifizierter Tätigkeiten in anderen Wirtschaftssektoren kann festgestellt werden, dass das Einkommensniveau in den Resorts deutlich höher ist. Indikator Nr. 13: Durchschnittslohn der einheimischen Angestellten im Hotel im Vergleich zum landesweiten Durchschnittslohn 74 Daten aus persönlichen Gesprächen. 71

72 Wie dargestellt, liegt der Mindestlohn der Angestellten in den Hotels über RD$. Aufgrund mangelnder Informationen es ist hier nicht möglich eine grundsätzliche Aussage zum Verhältnis des Durchschnittslohn der Resorts und den landesüblichen Durchschnittslöhnen zu machen. Da aber ca. 40% der Gehaltsempfänger des formellen Sektors in den Freihandelszonen arbeiteten, und der Durchschnittslohn dieses Sektors unter RD$ liegt, kann davon ausgegangen werden, dass der Bruttodurchschnittslohn der Resorts über dem landesüblichen Durchschnittslohn liegt. Indikator Nr. 14: Geldwerter Vorteil der Zusatzleistung im Vergleich zum Grundlohn Der geldwerte Vorteil der Zusatzleistungen zum Lohn beläuft sich auf ca RD$ (Essen und Transportservice) 75. Sie stellen fast 30 % des Einkommens dar und sind somit ein wichtiger Einkommensbestandteil. 7.4 Ergebnisse bezüglich der Weiterbildung Wie im Kapitel dargestellt, bilden die Vorkenntnisse und die Allgemeinbildung der Bewohner das Fundament für das Halten einer Arbeit. Jedes Resort besitzt sein eigenes Aus- und Weiterbildungsprogramm, in dem Qualifizierungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter im Laufe des Jahres angeboten werden. Die Resultate werden folgend dargestellt: Indikator Nr. 15: Anzahl der Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung Mit Ausnahme des Resorts 4 (siehe Tabelle 21) wurden konkrete Aussagen zu den Bildungsprogrammen (Inhalt, Dauer und Anzahl der Teilnehmer) gemacht. Das Kursangebot ist sehr unterschiedlich und richtet sich an alle Abteilungen des Hotels. Sie umschließen Themen wie Dienstleistungstechniken, Gesundheitslehre, Cocktailvorbereitung, Behandlung von Chemieprodukten, erste Hilfe, Umweltmanagement, Verwaltung, etc. 75 Aufgrund ihres gesetzlichen Charakters sind die Kranken- und Rentenversicherung in diesem Fall nicht als Zusatzleistungen zum Lohn berücksichtigt worden. 72

73 Die Resorts 1 und 2 organisierten im Jahr 2003 insgesamt 76 Kurse, an denen über Mitarbeiter teilnahmen. Das Resort 3 organisierte dagegen nur 19 Kurse, die von ca. 300 Mitarbeitern besucht wurden. Die genaue Anzahl der vom Resort 4 organisierten Kurse wurde nicht mitgeteilt. Tabelle 21: Programm und Kosten für Weiterbildung im Jahr 2003 Resorts 1 2 (930 Angest.) Resort 3 (450 Angest.) Resort 4 (445 Angestellten) Anzahl der Kurse Keine Angaben Anzahl der Teilnehmer Keine Angaben Anzahl der Stunden Keine Angaben Durchschnitll. Fortbildungsmaßnahmen/ /MA/Jahr 0,08 0,04 Keine Angaben Durchschnittl. Fortbildungsstunden/Teilnehmer/Jahr 0,65 1,29 Keine Angaben Durchschnittl. Fortbildungsstunden/MA/Jahr 1,1 0,85 Keine Angaben Durchschnittl. Fortbildungskosten/MA/Jahr ,77 14 Gesamten Kosten in Weiterbildung/Jahr US$ US$ US$ Quelle: Modifiziert nach den Bildungsprogramme der untersuchten Hotels, (2003) In den Resorts 1-2 hat jeder Mitarbeiter an ca. 0,08 Weiterbildungsmaßnahmen pro Jahr teilgenommen, wohingegen die Mitarbeiter in Resort 3 durchschnittlich 0,04 Weiterbildungskurse besuchten. Indikator Nr. 16: Durchschnittliche Anzahl der Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter und Jahr In den Resorts 1-2 erhalten die Mitarbeiter im Schnitt 1,10 Fortbildungsstunde pro Jahr, in Resort 3 sind es 0,85 Stunden pro Jahr. Indikator Nr. 17: Durchschnittliche Kosten der gesamten Fortbildung pro Mitarbeiter Der ermittelte Indikator beträgt jeweils 274, 18 und 14 US$. Das heißt, dass sich die durchschnittlichen Kosten der gesamten Fortbildung pro Mitarbeiter im Jahr 2003 auf 274 US$ für die Resorts 1-2 belauften, das Resort 3 ca. 18 US$ pro Mitarbeiter 73

74 und Jahr investierte und dass das Resort 4 durchschnittlich 14 US$ pro Mitarbeiter ausgab. Aus den Zahlen geht hervor, dass sowohl die Anzahl der Kurse als auch die Fortbildungsstunde pro Mitarbeiter/Jahr sehr gering sind. Ergänzend fordert die Hotelassoziation die Errichtung einer Hotelschule von der Regierung, um zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen. 7.5 Ergebnisse bezüglich der Einkäufe Indikator Nr. 18: Anteil der regional eingekauften Produkte im Verhältnis zu allen Einkäufen des Hotels Die Studie zeigt, dass über 90 % der Hauptversorgungen der Resorts innerhalb der Dominikanischen Republik gekauft werden. Es wird nur importiert, was nicht auf der Insel gekauft werden kann. Die Philosophie der Resorts ist, alle Produkte bei lokalen Händler innerhalb der eigenen Provinz einzukaufen. Nur wenn das nicht möglicht ist, weil keine Produkte zur Verfügung stehen, wird außerhalb der Provinz oder in den benachbarten Städten eingekauft. Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse werden vorzugsweise frisch auf lokalen Märkten gekauft. In der Stadt La Romana befindet sich ein großer Schlachthof bei dem überwiegend das Fleisch eingekauft wird. Ein All-inclusive Resort verbraucht durchschnittlich ca kg Fleisch pro Monat. Fische werden vorzugsweise bei den kleinen Fischern vor Ort eingekauft. Aufgrund des Überfischungsproblems der Insel, sehen sich die Hotels jedoch gezwungen, den Fisch häufig außerhalb der Provinz bei spezialisierten Supermärkten oder bei Großhändlern zu kaufen. Im Schnitt werden ca kg pro Monat und Resort verbraucht. Der deutlich höhere Fleischbetrag basiert auf der Tatsache, dass für die Angestellten meist Fleisch gekocht wird. Andere Produkte wie z.b. Wein werden bei spezialisierten, meisten ausländischen Geschäften auf der Insel gekauft. Ein Beispiel der Herkunft der Hauptversorgungen bei den Resorts 1 und 2 wird in der Abbildung 7 dargestellt. 74

75 Abbildung 7 : Herkunft der Hauptversorgungen. Beispiel Resorts 1 2 Fisch Fleisch 40% Romana 60% Rest Insel 43% Romana 57% Higüey Obst und Gemüse Bier 40% Higüey 60% S. Domingo S. Domingo 100% Quelle: Eigene Erhebungen (2003) Die Tabellen 22, 23 und 24 stellen die detallierten Geldtröme pro Jahr in US$ von den Resorts zu den verschiedenen Städte hinsichtlich der Hauptversorgungen dar. Tabelle 22: Geldströme der Resorts 1 und 2 hinsichtlich der Hauptversorgungen Resorts 1-2 Produkte Romana Bayahibe Higüey S. Domingo S.Pedro Rest Insel Importiert Total Fisch Fleisch Obst und Gemüse Alkoholfreie Getränke Bier Rum u. Weine Kaffee Milch Milchprodukte Andere 0 Total Quelle: Eigene Erhebungen (2003) 75

76 Tabelle 23: Geldströme des Resorts 3 hinsichtlich der Hauptversorgungen Resort 3 Produkte Romana Bayahibe Higüey S. Domingo S.Pedro Rest Insel Importiert Total Fisch Fleisch Obst und Gemüse Alkoholfreie Getränke Bier Rum u. Weine Kaffee Milch Milchprodukte Andere Total Quelle: Eigene Erhebungen (2003) Tabelle 24: Geldströme des Resorts 4 hinsichtlich der Hauptversorgungen Resort 4 Produkte Romana Bayahibe Higüey S. Domingo S.Pedro Rest Insel Importiert Total Fisch Fleisch Obst und Gemüse Alkoholfreie Getränke Bier 0 Rum u. Weine Kaffee Milch 0 Milchprodukte 0 Andere Total Quelle: Eigene Erhebungen (2003) Die oben dargestellten Tabellen zeigen deutlich, dass die Mehrheit der Produkte in der Stadt Santo Domingo gekauft wird. Die Stadt Santo Domingo macht dadurch eine Umsatz von mehr als 2,5 Mio. US$ pro Jahr. In den Städten Higüey und La 76

77 Romana werden über US$ umgesetzt. Abbildung 8 stellt die Gesamtgeldströme der Resorts zu den verschiedenen Städte hinsichtlich der Hauptversorgungen dar. Abbildung 8: Gesamtgeldströme von den Hotels in die Städte hinsichtlich der Hauptversorgungen 2,5 Mio. $ Santo Domingo $ San Pedro $ Higüey $ Bávaro Hotels $ La Romana $ Rest der Insel $ Bayahibe $ importiert 7.6 Ergebnisse bezüglich der Kooperation mit lokalen Untenehmen Indikator Nr. 19: Anzahl der Kooperationen mit lokalen Unternehmen für die Durchführung von Exkursionen, Entertainment, Transport, etc. Genaue Zahlen wurden nicht von allen Resorts mitgeteilt. Die Resorts verfügen über eigene Abteilungen, in denen die Mehrheit der Exkursionen und Ausflüge für die Gäste organisiert wird. Eine Ausnahme bildet das Resort 4, welches keine 77

78 Exkursionen organisiert, da diese direkt vom Veranstalter im Hotel angeboten werden. 76 In bestimmten Einzelfällen werden die Dienstleistungen von lokalen Unternehmen sowie lokalen Reiseleitern in Anspruch genommen, aber die Mehrheit der Gewinne bleibt in der Regel innerhab des Resorts. Ca. 10 % der Ausflüge werden in Zusammenarbeit mit externen Unternehmen organisiert. Der Rest wird durch eigene Unternehmen oder die Exkursionsabteilung des Resort durchgeführt. Im Exkursionsprogramm der untersuchten Resorts werden durchnittlich zwischen 40 und 60 verschiedene Ausflüge pro Woche angeboten. In der Hochsaison können bis zu Gäste pro Monat an verschiedenen Exkursionen teilnehmen. Nach Informationen der Exkursionsabteilungen werden während eines zweiwöchigen Aufenthalts durchschnittlich zwei Exkursionen gemacht. Bezüglich der Veranstaltungen und dem Entertainment ergaben sich folgende Ergebnisse: Tabelle 25: Kooperation mit lokalen Unternehmen bezüglich Entertainment und Transport Resorts 1 2 Resort 3 Resort 4 Gesamte Kosten für Entertainment im Jahr US$ US$ US$ Gesamte Kosten für Transport im Jahr 2003 Keine Angaben US$ US$ Quelle: Eigene Erhebungen (2003) Dabei muss erwähnt werden, dass die Hotels regelmäßig lokale Gruppen von Artisten für ihre Veranstaltungen einstellen. Es handelt sich in der Regel um folklorostische Gruppen aus la Romana (wie Perico Ripiao), Solisten, Tänzer, etc. 76 Die Reiseveranstalter, die im voraus ihr All-inclusive Paketen verkauft haben, verfügen über einen Tisch/ ein Büro im Hotel, welche ein oder zwei Tage pro Woche besetzt sind. Dort bieten sie ihren Kunden ihre eigenen Ausfüge an. 78

79 7.7 Ergebnisse bezüglich der Sozialprojekte Indikator Nr. 20: Anzahl der durchgeführten und geplanten Sozialprojekte mit den Gemeinden der Destination Die Gesamtheit der Hotels der Destination Bayahibe werden durch die Hotelassoziation La Romana/Bayahibe vertreten. Jedes Hotel führt seine eigenen Unterstützungsprojekte mit der Gemeinde durch, jedoch ist die Hotelassotiation, welche im Namen ihrer Mitglieder die größte Anzahl der Sozialprojekten in der Region durchführt. Zwei der wichtigsten Projekte, die in den letzten zwei Jahren durchgeführt wurden sind: - Das Projekt Villas Padre Nuestro : Es handelt sich hier um ein Umsiedlungsprojekt, das 180 dominikanischen Familien aus Bayahibe betroffen hat. Während des Aufbaus der Hotels in der Region, kamen viele Bauarbeiter mit ihren Familien aus dem Umland in Bayahibe an, um Arbeit im Zusammenhang mit dem Aufbaus der Hotels zu finden. Als die Hotelanlagen fertig gebaut waren, Photo: F.Blanco 2003 blieben viele von diesen Familien in der Region. Sie Kinder der Villas Padre Nuestro lebten jedoch unter sehr schlechten Bedingungen und die Mehrheit war arbeitlos. Insbesondere betroffen waren 180 Familien, die in der Nähe der Hotels wohnten. Sie verfügten unter anderem über keine geeigneten Sanitäranlagen und dieses hätte langfristig, aufgrund der großen Durchlässigkeit der Erde, zu einer Grundwasserverschmutzung geführt. Aus eigenem Interesse, aber auch mit der Absicht dem Problem entgegenzuwirken und für diese Familien bessere Lebensbedingungen zu schaffen, entschied sich die Hotelassoziation von La Romana/Bayahibe in Zusammenarbeit mit der Photo: F.Blanco 2003 Regierung, der katolischen Kirche und anderen Schule in Villas Padre Nuestro privaten Unternehmen, ein Landstück in der Region zu kaufen und geeignete Wohnungen mit modernen sanitären Anlagen für diese Famielien zu bauen. 79

80 Das Projekt dauerte ca. 3 Jahre und Anfang 2003, konnten die 180 Familien in ihre neuen Häuser umziehen. Derzeit verfügt jede Familie über ihr eigenes Haus. Um die Allgemeinbildung der Kinder zu fördern wurde auch eine Schule errichtet, und der Unterricht findet bereits statt. Die genauen Kosten dieses Projekts wurden nicht mitgeteilt. - Das Projekt Mujeres Artesanas : Es handelt sich um ein Unterstützungsprojekt für die Frauen der Region. Als Initiative der Hotelassoziantion und mit der Unterstützung von PROEMPRESA 77 (Programa de Apoyo a las Pequeñas Empresas Privadas Dominicanas) wird dieses Projekt durchgeführt. Ziel dieses Projektes ist es, Arbeitsplätze für die Frauen von Bayahibe in der Tourismusbranche zu schaffen, indem sie sie in den entsprechenden Berufen ausbilden. In einem Teilprojekt wurden die Frauen von Kunstlehrern in der Herstellung von Souvenirs unterrichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine bzw. nur wenig Angebot an landestypischen Souvenirs/Kunsthandwerk in der Region. Heute bieten die Frauen ihre eigenen Produkte in den Hotels zum Kauf an, und können so ihrem Lebensunterhalt bestreiten. Diese letzten sieben Kapitel, welche der Darstellung der Ergebnisse gewidmet waren, haben gezeigt, dass große Hotelanlagen eine Destination stark beeinflußen. Bevor hier jedoch eine abschließende Beurteilung gemacht werden kann, ob eine Destination nachhaltig positiv oder negativ beeinflußt wird, sollen im folgenden nochmals die gängigen Meinungen zu All-inclusive Resorts aufgezeigt werden, um sie dann mit der beobachteten Realität zu vergleichen. 77 Programm für die Unterstützung von kleinen dominikanischen Unternehmen, PROEMPRESA 80

81 7.8 Analyse der Vor- und Nachteile von All-inclusive Resorts In Kapitel 3.4 wurden die in der Literatur gefundenen Vor- und Nachteile der Allinclusive Resorts dargestellt. Die durchgeführte Befragung zeigt jedoch, dass viele von diesen Vor- und Nachteilen nicht mehr der Realität entsprechen, und dass das Image dieser Hotelresorts sich in Laufe der Jahren verändert hat. Im Folgenden werden, anhand der erhobenen Daten und der persönlichen Beobachtung diese Vor- und Nachteile einzeln analysiert: Der Preis Vorteile: Die Kosten können im voraus kalkuliert werden. Es gibt fast keine Nebenkosten für die Touristen. Nachteile: Die ökologischen und sozialen Kosten für die verbrauchten Ressourcen werden nicht berücksichtigt, deshalb sind diese Angebote billiger als andere. Ein großer Vorteil dieser Urlaubsform aus Kundensicht ist die Kalkulierbarkeit der Kosten. Ausnahme bilden dabei nur die Ausgaben für Ausflüge und Exkursionen, die in der Regel vor Ort gebucht und bezahlt werden müssen. Der Preis für eine All-inclusive-Reise liegt deutlich unter den Kosten anderer Urlaubsreisen. Die Hauptursache dafür liegt in den niedrigen Gehältern, die in den Entwicklungsländern bezahlt werden und nicht, wie behauptet, in der Nichtberücksichtigung der ökologischen und sozialen Kosten seitens der Resorts. Die Hotels sind sich bewusst, dass ihr ökonomischer Erfolg abhängig von der Schönheit der Destination, in der sie sich befinden, ist. Je länger ihre Urlaubsziele intakt bleiben, desto länger können sie diese ihren Kunden anbieten. Aus diesem Grunde werden seitens der Resorts Maßnahmen zur Erhaltung der Natur bzw. zur Minimierung der Umweltbelastungen, durchgeführt. 81

82 Erholung Vorteile: All-inclusive Angebote bieten sowohl Versorgung, Schutz und Sicherheit innerhalb einer geschlossenen touristischen Anlage als auch die komplette Urlaubsorganisation und Unterhaltung. Die große Vielfalt der Angebote im Bereich Sport ist besonders beliebt. Nachteile: Durch die All-inclusive Angebote entstehen kein oder nur wenig Kontakt zwischen den Touristen und den dort lebenden Menschen. Alle Aktivitäten werden innerhalb des Ressorts unternommen. Das Gastland wird nicht kennen gelernt und die Touristen bekommen einen falschen Eindruck von ihrem Zielland. Ein großer Vorteil dieser Urlaubsform stellt das rundum sorglos Paket für die Touristen dar. Sie müssen sich weder um ihre Versorgung noch um ihre Sicherheit kümmern bzw. Gedanken machen. Dadurch werden die Touristen zweifellos von der harten Realität der besuchten Destination entfernt gehalten, was negativ bewertet werden kann, da sie einen falschen Eindruck vom Gastland bekommen. Der Aussage, dass überhaupt kein Kontakt zwischen den Touristen und den Einheimischen zustande kommt, kann nicht zugestimmt werden. Die gewonnenen Informationen und eigenen Beobachtungen weisen daraufhin, dass während eines zweiwöchigen Aufenthalts durchschnittlich zwei Exkursionen pro Urlauber gemacht werden. Die Mehrheit dieser Exkursionen wird von Einheimischen durchgeführt. Ziel dieser Exkursionen sind oftmals kleine landestypische Dörfer, wo sich unweigerlich Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung ergeben. Außerdem konnte beobachtet werden, dass sich die meisten Resortsgäste mit dem Hotelpersonal täglich unterhalten. Kontakte entstehen verstärkt mit den Angestellten der Restaurants, der Bars, mit den Animateuren oder am Strand. Ein beobachteter negativer Aspekt dieser persönlichen Kontakte sind die sexuellen Kontakte, die zwischen den Touristen und dem Personal entstehen. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation der Dominikanischen Republik und dem daraus resultierenden Bedürfnis vieler Jugendlicher die Insel zu verlassen, wird gerade von jungen Frauen, aber auch Männern, der Kontakt zu Touristen gesucht. Dieses ist mit der Hoffnung verbunden die eigenen Lebensbedingungen zu verbessern, entweder durch Prostitution oder durch eine mögliche Hochzeit. Gespräche mit jungen Kellnerinnen haben gezeigt, dass viele von ihnen bereits mit Anfang 20 alleinerziehende Mütter sind. 82

83 Die Väter ihrer Kinder sind zumeist nicht dominikanischer Herkunft. Zitat einer Kellnerin: Die Männer fragen dich nach deiner Telefonnummer und Adresse. Das machen sie immer!. Sie versprechen uns ein besseres Leben in ihren Ländern, aber später rufen sie nicht mehr an. Philosophie der Gleichheit Vorteile: Das Konzept ist sehr demokratisch, da alle Urlauber gleich behandelt werden. Alle übernachten in gleichen Ferienwohnungen und bekommen für den gleichen Preis die selben Dienstleistungen. Es gibt keine Statusunterschiede. Nachteile: All-inclusive Ressorts verwehren der einheimischen Bevölkerung den Zutritt, sofern sie nicht als Angestellte dort tätig sind. Sie schafften damit ein System sozialer und ökonomischer Ungleichheit, das die Welt in innerhalb und außerhalb der Anlage unterteilt. Fast alle Urlauber innerhalb eines All-inclusive Resorts werden gleich behandelt. Trotzdem gibt es innerhalb eines jeden Hotels verschiedene Klasse von Touristen, welche durch die Farbe der Armbände gekennzeichnet werden. So haben die Hotels Armbänder für ihre VIP Gäste, für die Gruppenreisenden, oder für ihre Wochenendgäste. Die Angestellten kennen die Bedeutung jeder Farbe und reagieren entsprechend. Der Unterschied ist im Grunde jedoch nicht sehr groß. Ein VIP-Gast hat z.b. mehr Getränke in seinem Kühlschrank als ein normaler Gast, er findet auf seinem Zimmer bei seiner Ankunft ein kleines Willkommensgeschenk vor oder sein Zimmer wird als erstes sauber gemacht. Andererseits wird der Zutritt in die Resortanlage der einheimischen Bevölkerung nicht gewährt. Die Mehrheit der Hotels hat besondere Wochenendangebote für die Einheimischen. Das Angebot kann jedoch nur von einer Minderheit der Einheimischen wahrgenommen werden, da sich die Mehrheit der Bevölkerung diese Angebote nicht leisten kann. Das Wochenendangebot, das heißt, ein kompletter Tag und eine Nacht in dem Resort - z.b. von Samstag vormittags bis Sonntag Abend - kostet 45 US$ pro Person. Aber kein Geld, kein Zutritt. Da die Hotels eine Miete für die Nutzung des Strandes bezahlen, sperren sie den Strand ab und erlauben nur den zahlenden Gästen den Zutritt. Dadurch ist ein großes soziales Problem entstanden, das unglücklicherweise bis heute noch ungelöst bleibt. 83

84 Die Einheimischen müssen außerhalb der Hotelgrenzen bleiben, was Unzufriedenheit auslöst. Sie fühlen sich in ihrem eigenen Land diskriminiert. Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Strandverkäufer, keinen Zugang zu den Privatstränden haben und deshalb Schwierigkeiten ihre Souvenirs zu verkaufen. Sie stehen ohne Erlaubnis an und um die Hotels herum 78, und suchen den Kontakt zu den Touristen. Das Photo: F.Blanco Strandverkäufer in Bayahibe verursacht ein ökologisches Problem, indem sie die Strände verschmutzen und die Natur gefährden. Die Hotelassoziation versucht einen besseren Ort für sie zu finden und geeignete Geschäfte außerhalb der Strände einzurichten. Jedoch vertrauen die Verkäufer den Hoteliers nicht. Zitat eines Verkäufers: Sie sagen, dass wir am Strand nicht bleiben dürfen, deswegen möchten sie uns anderswo hin umsiedeln. Wir vertrauen ihnen nicht. Wir haben eine Familie zu ernähren, und müssen da bleiben, wo die Touristen sind. Ökologische Auswirkungen Vorteile: Die All-inclusive Resorts ermöglichen die Kanalisierung und Kontrolle des Massentourismus und damit auch seiner Umweltauswirkungen: Der begrenzte Raum wird optimal benutzt und der Rest der Natur bleibt unberührt. Nachteile: Der Ressourcenverbrauch für den Bau und den Betrieb eines All-inclusive Resorts ist enorm. Landschaften werden zerstört, nicht nur für den Bau der Anlage, sondern auch für die benötigte Infrastruktur. Dadurch wird die Tier- und Pflanzenwelt stark beeinträchtigt. Viel Energie und Wasser wird verbraucht. Außerdem wird viel Müll erzeugt. Tatsächlich ermöglichen die All-inclusive Resorts die Kanalisierung und Kontrolle der Touristenströme und damit auch ihrer Umweltbelastungen. Jedoch kann nicht bestätigt werden, dass dadurch die Umwelt unberührt bleibt, da auch viele Exkursionen außerhalb der Anlage gemacht werden, und damit ökologische Schäden verursachen. 78 Zwischen den Hotelanlagen gibt es ca. 300/500 m. öffentlichen ungepflegten Strand, wo die Strandverkäufer ihre Läden aufgebaut haben. Sie stehen dort ohne Erlaubnis und trotz des Drucks seitens der Regierung möchten sie nicht weggehen, da sie nicht wissen, wo sie hingehen sollen. 84

85 Für den Bau eines Resorts werden in der Tat viele Ressourcen verbraucht. Demgegenüber werden diese Resorts im Einklang mit der Umgebung aufgebaut. Außerdem verfügen die Anlagen über große Grünflächen, in denen viele von den landestypischen Pflanzen wachsen und dadurch als Teil der Kultur des Landes dargestellt werden. Tatsache ist, dass viel Wasser und Energie Photo: F.Blanco 2003 Am Beispiel Resort 4 verbraucht und ebenso viel Müll erzeugt wird. Jedoch und wie in Kapitel 7.1 dargestellt, verfolgt jedes Hotel ein eigenes Umweltprogramm, dessen Schwerpunkt in der Reduzierung ihrer Umweltbelastungen liegt. Sie bemühen sich den Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren und weniger Müll zu erzeugen. Gleichzeitig versuchen sie langfristig ihre Exkursionen umweltfreundlicher und umweltverträglicher zu gestalten. In vielen Fällen Photo: F.Blanco 2003 arbeiten die Hotels zusammen, um bereits Am Beispiel Resort 4 entstandenen ökologischen Schäden entgegenzuwirken. Ein Beispiel ist die Wiederbevölkerung der Korallenriffe durch den Photo: F.Blanco 2003 künstliche Korallenriffe Aufbau künstlicher Korallenriffe aus Beton, das mit Hilfe der Hotelassoziation La Romana/Bayahibe durchgeführt wird. o 2003 esort Nr. 3 Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes Vorteile: Arbeitsplätze werden geschaffen. Investitionen fließen in das Land. Nachteile: Die Angestellten haben keine Berufausbildung und die Qualität der Arbeitsplätze ist meistens gering. Kleine lokale Unternehmen können nicht neben den großen All-inclusive Resorts überleben. Die Touristen bewegen sich in der Regel nur innerhalb des Resorts, und geben ihr Geld in den Geschäften der Anlage aus. In den Geschäften außerhalb des Resorts wird nichts oder nur wenig von den Touristen gekauft. Die Verteilung des touristischen Einkommens ist ausgesprochen schlecht. 85

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