Die Therapie der peripheren Durchblutungsstörung. Let`s work Arbeitstagung für Heilpraktiker. HP Karl Vetter

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1 Die Therapie der peripheren Durchblutungsstörung Let`s work Arbeitstagung für Heilpraktiker

2 In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung über 55 Jahre an Durchblutungsstörungen. Männer sind ca. sechs mal häufiger betroffen als Frauen. Im wesentlichen unterscheiden wir drei Formen der Durchblutungsstörungen: 2

3 arterielle Durchblutungsstörung (z.b. durch Artereosklerose) venöse Durchblutungsstörung (z.b. durch eine chronisch venöse Insuffizienz) Stoffwechsel bedingte Durchblutungsstörung (z.b. durch Diabetes mellitus) 3

4 arterielle Durchblutungsstörung (z.b. durch Artereosklerose) venöse Durchblutungsstörung (z.b. durch eine chronisch venöse Insuffizienz) Stoffwechsel bedingte Durchblutungsstörung (z.b. durch Diabetes mellitus) 4

5 Risikofaktoren Hypertonie Hyperlipidämie/ Ernährung Rauchen Atherosklerose Diabetes mellitus familiäre Disposition 5

6 Anamnese Rauchen Sie? Bewegen Sie sich regelmäßig? Treiben Sie Sport? Wenn ja, wie oft? Wie ernähren Sie sich? Gab es in Ihrer Familie bereits Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Diabetes mellitus? andere kardiovaskuläre Risikofaktoren? Kausalitäten der Atherosklerose 6

7 Klinische Untersuchung Inspektion Puls-Palpation Auskultation/Gefäßdoppler Lagerungsprobe nach Ratschow 7

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9 Symptome: Beckentyp: Schwächegefühl in den Beinen, Impotenz, Schmerzen in Hüft-, Becken- und Oberschenkelmuskulatur. Oberschenkeltyp: typische Gehschmerzen in der Wadenmuskulatur, Kältegefühl und Kribbeln der Füße. Unterschenkeltyp: schlecht heilende Wunden an den Füßen, Drucknekrosen an der Ferse. 9

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17 arterielle Durchblutungsstörung (z.b. durch Artereosklerose) venöse Durchblutungsstörung (z.b. durch eine chronisch venöse Insuffizienz) Stoffwechsel bedingte Durchblutungsstörung (z.b. durch Diabetes mellitus) 17

18 Die chronisch venöse Insuffizienz Ursachen: Primäre Varikosis (häufig): Venenwand- und/ oder Venenklappenschwäche durch angeborene Veranlagung in Kombination mit begünstigenden Faktoren (langes Stehen, Schwangerschaft, Übergewicht). Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig, und das Blut staut sich in die vorgeschalteten Venen zurück 18

19 Die chronisch venöse Insuffizienz Ursachen: Sekundäre Varikosis (seltener): Abflussbehinderungen in den tiefen Venen nach Thrombosen, dadurch werden die oberflächlichen Venen überlastet. 19

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27 Symptomatik: Sichtbare, gestaute, geschlängelte und knotige Venen beim stehenden Patienten Schweregefühl in den Beinen, besonders nach langem Stehen, abendliche Knöchelödeme Schmerzen, nächtliche Wadenkrämpfe im Spätstadium (bleibende) Hautverfärbungen 27

28 Diagnostik: Differenzierung und Schweregradeinschätzungen erfolgen heute vor allem durch Doppler- und Duplex-Sonographie, evtl. ist eine Phlebographie erforderlich. 28

29 Komplikationen: Ulkusbildung (sog. offenes Bein) durch gestörte Durchblutung, meist im Bereich der Unterschenkel Neigung zu Thrombosen Postthrombotisches Syndrom 29

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31 Komplikationen: 31

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33 arterielle Durchblutungsstörung (z.b. durch Artereosklerose) venöse Durchblutungsstörung (z.b. durch eine chronisch venöse Insuffizienz) Stoffwechsel bedingte Durchblutungsstörung (z.b. durch Diabetes mellitus) 33

34 Als diabetische Angiopathie werden Gefäßschädigungen bezeichnet, die als Spätkomplikationen bei Diabetes mellitus auftreten. Durch Veränderungen der Kapillaren werden verschiedene Formen der diabetischen Mikroangiopathie verursacht. 34

35 Als diabetische Angiopathie werden insbesondere die diabetische Nephropathie, diabetische Retinopathie, diabetische sensorische und motorische Neuropathie, sowie der diabetische Fuß beobachtet. 35

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37 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung / Entsäuerung / Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 37

38 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung/Entsäuerung/Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 38

39 Rp. zur Entgiftung: Metabiarex Tr. 3 x 5 Tr Metasolidago Tr. 3 x 5 Tr Lymphdiaral Tr. 3 x 5 Tr Silibene Drg Basentabs 3 x 2 Tbs. innerhalb 10 Tagen auf 3x20 steigern Rp. zur Darmsanierung: Mutaflor oder Symbioflor oder Colobiogen 39

40 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung/Entsäuerung/Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 40

41 Rp. : Gelum Tr. Spiraphan Tr. 3 tägl. 15 Tr.: zur Leberentgiftung und Säure-BasenAusgleich 3 tägl. 20 Tr.: verbessert die Fließeigenschaften des Blutes Wobenzym Drg. 3 tägl. 2 Drg. zum Abbau von Fibrinbrücken 41

42 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung/Entsäuerung/Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 42

43 Die große Eigenbluttherapie Die Ozontherapie verbessert die Fließeigenschaften der Erythrozyten und deren Fähigkeit, Sauerstoff Aufzunehmen bzw. abzugeben. Über einen Butterfly entnimmt man ml Blut direkt in eine für die Retransfusion zugelassene Einweg-Vakuumflasche. (Sangiset ) Dem Blut gibt man 10 ml Natriumcitrat 3,14 % bei Um die Blutgerinnung zu verhindern. 43

44 Anschließend wird in die Flasche das Ozon-Sauerstoff-Gasgemisch eingebracht. Durch schwenken der Flasche wird das Gasgemisch mit dem Blut (Erytrozyten) verbunden. Während der gesamten Therapie haben wir durch das Sangisetsystem einen geschlossenen Kreislauf. Dadurch wird eine evtl. Kontamination des Blutes und des Therapeuten verhindert! 44

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47 O3 - O2 - Effekte Niedrige O3 - Dosen 500 bis 3000 µ - durchblutungsfördernd blutungsanregend (cave OP) wundheilend granulationsfördernd Immunsystem stimmulierend regenerierend 47

48 O3 - O2 - Effekte Niedrige O3 - Dosen 500 bis 3000 µ In der Regel verwende ich bei Durchblutungsstörungen eine Dosierung von 1500 bis 3000 µ 10 Behandlungen 2 x / Woche Nach der Retransfusion: Verabreichung von Medikamenten, die dem Krankheitsbild entsprechen. z. B. Circulo-injeel, An-io-Injeel, Lymphaden Hevert Injekt, Ginkgo Biloba Hevert Injekt, Vitamin B 12.. Beachte: Keine Medikamente direkt in die Flasche!!! 48

49 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung/Entsäuerung/Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 49

50 Die Behandlung des Ulcus cruris Heute stehen uns diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Wichtig ist eine Phasengerechte Wundbehandlung, d.h. je nach Heilungsverlauf werden unterschiedliche Verbandsstoffe verwendet. 50

51 Anforderungen an einen zeitgemäßen Wundverband werden erfüllt durch Alginate Schaumverbände Hydrokolloide Polyurethanmembrane Folien Hydrogele Kollagenschwamm 51

52 Desweiteren stehen zur Verfügung: Ozonisiertes Olivenöl - wirkt bakterizid, fungizid, viruzid und granulationsfördernd Beutelbegasung mit Ozon - bei eitrigen Wunden hohe Dosierung 40 bis 60 µ - bei sauberen Wunden niedrige Dosierung 10 bis 30 µ 52

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54 Fallbeispiel Ulcus cruris 54

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57 Behandlungsstrategien bei peripheren Durchblutungsstörungen 1. Entgiftung/Entsäuerung/Darmsanierung 2. Durchblutungsfördernde Medikamente 3. Große Eigenbluttherapie 4. Lokale Therapie 5. Beratung 57

58 Der diabetische Fuß Eine besondere Aufmerksamkeit bedarf der diabetische Fuß! Kernpunkt der Beratung ist sicherlich die Aufklärung über das Krankheitsbild des Diabetes mellitus. Dies geschieht am besten durch eine intensive Schulung durch eine Fachkraft. 58

59 Fallbeispiel: Diabetische Fuß 59

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