Schweinegrippe? Einsatz der Wärmebildkamera zur baulichen und technischen (Schwachstellen)analyse

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1 Einsatz der Wärmebildkamera zur baulichen und technischen (Schwachstellen)analyse Vortrag: Dr. Helmut Niklaus Dummerstorfer Spezialberatung Schweineproduktion (freiberuflicher Berater mit Sitz in Rostock) Vortrag in Köllitsch am Schweinegrippe?

2 Inhalt des Vortrages: 1. Die Wärmebildkamera ein modernes Hilfsmittel (Grundlagen) 2. Achtung! Materialien haben unterschiedliche Emissionsgrade 3. Problemuntersuchung am Bau (Kälte- und Wärmebrücken) 4. Die Funktion Taupunktalarm 5. Nebenlufteintritt ein Zuluftproblem 6. Darstellung von Temperaturverläufen bei verschiedenen Lüftungslösungen 7. Tierkomfort auf Liegeflächen 8. Schlußfolgerungen / Anregungen für Weiterentwicklungen

3 Das elektromagnetische Spektrum (Die Übergänge sind nicht exakt definiert) Röntgenstrahlen UV-Strahlung sichtbares Licht IR-Strahlung Mikrowellen Radiowellen 10nm 100nm 1mm 1m 10m 100m 1km 2 µm bis 13 µm

4 Strahlungszahlen und Absorptionsvermögen verschiedener Oberflächen W/(m².K 4 ) Stoff bzw. Oberfläche bei Temp. in C Absorptionsverm. Strahlungszahl Absolut schwarzer Körper 1 = 100% 5,77 Aluminium walzblank 170 0,04 0,23 Aluminiumbronze 100 0,35 2,0...2,5 Oberfläche schwarz matt 80 0,97 5,6 (Lack) Heizkörperlack 100 0,925 5,34 menschliche Haut 0,81 ca.4,7 charakterisiert gleichfalls den Emissionsgrad

5 Möglicher Meßfehler durch falschen Emissionswert Meßfehler: 16 C

6 Demonstrationsversuch Gleiche Vorlauftemperatur Strahlungseigenschaften schwarzer Profile im Vergleich zu Aluminium blank Emissionsgrad beachten!!! Aluminium blank Aluminium matt, schwarz und strukturiert Raumlufttemperatur ca. 20 C

7 Problemstellung am Bau Abferkelstall: Äußere Giebelansicht mit Wärmebrücken Die Lage der Ferkelnester zeichnet sich deutlich ab.

8 Innenansicht mit Kältebrücken an der Außenwand eines Abferkelstalles

9 Ferkelliegeplatz an einer Außenwand Kältebrücke

10 Undichte Abteiltür im Abferkelstall Kaltlufteinfall Wohin fließt sie?

11 Thermik der Ferkelnester und Raumluftströmung zieht im Unterbau die Kaltluft an

12 Bei Wärmeüberschuß andere Verwendungsmöglichkeiten prüfen (bzw. zusätzliche Rotlichtlampen ausschalten)

13 Beheiztes Ferkelnest in einer Fertigbetonplatte Verschiedene Auswertungsmethoden: Punkte, Linien, Fläche

14 Kältebrücke an einer Giebelwand durch innenliegende Stahlstützen Kaltluft fließt in den Güllekanal Achtung: Gefahr der Dramatisierung von Bildaussagen ist möglich!!!! Achten Sie immer auf die erfasste Temperaturspanne

15 Aktivierung der Funktion Taupunktalarm

16 Problemstellung: Zeitweises Auftreten von Schwitzwasser an einer Stallinnenwand...Ursachenermittlung Wärmebilder leben!!! Taupunktsimulation Ursache der Schwitzwasserbildung: Fehlende Isolierung auf der Deckenplatte

17 Undichter Zuluftkanal ungleichmäßige Zuluftverteilung

18 Anschluß Deckenisolierung und Zuluftkanal nicht abgedichtet K a l t l u f t e i n f a l l Zuluftkanal wird bei geringen Luftraten teilweise außer Funktion gesetzt

19 Messung der Zulufttemperatur Lufttemperaturverlauf unter einer diffusen Lüftungsdecke im Maststall Darstellung der Zulufterwärmung durch eine Auswertungslinie

20 Vertikaler Temperaturverlauf unter einer diffusen Zuluftdecke Luftschichtung unter der Zuluftdecke Temperatur in C Lufteintritt nach ca. 30 cm bereits deutliche Erwärmung Vertikaler Abstand in cm

21 Wandventil im Ferkelaufzuchtstall Papierstreifen als Hilfsmittel zur Darstellung der Lufttemperatur Temperaturverlauf in der Zuluftdynamik nach Lufteintritt in den Stall

22 Deckenschlitzlüftung über dem Bediengang Schweine spiegeln sich an der Innendecke wider Die Wirkung reflektierter Temperaturen auf die wahren Messwerte ist zu beachten Auswertungslinie zur Zulufterwärmung

23 Vertikaler Temperaturverlauf unter einem Zuluftelement im Bediengangbereich Temperaturverlauf im Abteil auf dem Bediengang Temperatur in C Zuluft hat nach ca. 90cm bereits Raumtemperatur erreicht.

24 Darstellung des Wärmetauschereffektes in einem Maststall

25 Temperaturen an den Tauscherflächen Unterseite der Güllewannen Lufteintritt Erdreich

26 Temperaturverlauf unter den Güllewannen 10 9 Güllewannen Erdreich Temperatur in C Erdreich Unterseite Güllewanne Zulufterwärmung zwischen Güllewannen und Erdreich

27 Tierkomfort auf Liegeflächen Erwärmte Betonroste in einer Mastbucht ca. 28 bis 30 C

28 Diskutabler Forschungsbedarf Erwärmte Kunststoffroste unter einer ferkelführenden Sau Standsicherheit Oberflächenstruktur Wärmeableitung Welches Material ist geeignet?

29 Schlußfolgerungen Beachtung bauphysikalischer Zusammenhänge wie Kätebrücken, unsachgemäße Isolierung, Undichtigkeiten Die vorhandenen Systeme der Zuluftführung sollten diskutiert werden. Die thermische Behaglichkeit bei Schweinen ist unzureichend definiert. Empfehlungen für optimale Raumtemperaturen sollten durch Behaglichkeitsuntersuchungen vertieft werden. Thermischer Komfort durch Konvektion und Strahlung nach Dr. Ledwina Wir brauchen eine verbesserte Materialforschung für die Belange der Tierhaltung.Richtige Materialauswahl trägt zur Verbesserung der Wärmeeffizienz und Behaglichkeit bei.

30 Herzlichen Dank Das Kröpeliner Tor in Rostock eine Wärmebildaufnahme

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