Tabelle 1: Kennzahlen der Stichprobe (n=825) (in Prozent) Geschlecht Männer 39 Frauen 61 Universität Basel 17 Bern 26 Genf 10 Lausanne 15 Zürich 32

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1 Erwartungsgemäss sind fast alle er/innen im Jahr nach ihrem Studienabschluss als Assistenzärztinnen bzw. Assistenzärzte in einem Spital beschäftigt. Die Beschäftigungssituation präsentiert sich in den letzten Jahren für die er/innen sehr günstig. Es gibt fast keine erwerbslosen Stellensuchenden die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit liegt jedoch bei über 50 Stunden. Assistenzstellen für die Spezialarztausbildung nach dem Staatsexamen sind seit einigen Jahren in genügendem Ausmass vorhanden. Die Zahl der neu diplomierten Ärztinnen und Ärzte liegt zwar weiterhin über der Zahl der jährlichen Rücktritte und Pensionierungen. Die Zahl der berufstätigen er/innen in der Schweiz ist gemäss FMH zwischen 1995 und 2011 von auf stetig gestiegen. Die Wachstumskurve hat sich allerdings in den letzten Jahren stark abgeflacht. Trotz der Zunahme gibt es einen akuten Mangel an Assistenzärzt/innen. Zudem wird die Zahl der Pensionierungen stark zunehmen. Es sind in Zukunft sicher weiterhin genügend Assistenzstellen für den Berufseinstieg und die Weiterbildung nach dem Staatsexamen vorhanden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nach Abschluss der FMH-Ausbildung alle problemlos eine Praxis eröffnen können. Das hängt von der Spezialisierung und der Region ab, so gibt es den grössten Mangel bei Hausärztinnen und -ärzten in zentrumsfernen Gemeinden. Da jedoch der aktuelle Mangel an Spitalärzten und -ärztinnen über kurz oder lang zu einem Mangel an niedergelassenen Ärzt/innen führen wird, wird trotz Kostensenkungsdruck im Gesundheitswesen von einem generellen Ärztemangel die Rede sein. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Bevölkerung in den Industrie-ländern und damit auch in der Schweiz immer älter wird und deshalb die Nachfrage nach Dienstleistungen im Gesundheitswesen rasant steigt. Tabelle 1: Kennzahlen der Stichprobe (n=825) (in Prozent) Geschlecht Männer 39 Frauen 61 Universität Basel 17 Bern 26 Genf 10 Lausanne 15 Zürich 32 Ein weiterer Grund für den Ärztemangel ist der steigende Frauenanteil unter den Medizinstudierenden. Die Kennzahlen zur Stichprobe zeigen, dass die Frauen mittlerweile deutlich in der Überzahl sind. Weil die Lebensarbeitszeit der Frauen kleiner ist als diejenige der Männer und der Wunsch nach Teilzeitarbeit steigt, wird dadurch der Ärztemangel in Zukunft zusätzlich verschärft. Alle Bachelorabsolvent/innen treten ins Masterstudium über Tabelle 2: Kennzahlen Bachelorabsolvent/innen (n=789) (in Prozent) Übertritt ins Masterstudium Die Befragung der Bachelorabsolvent/innen zeigt deutlich, dass der Bachelorabschluss in Medizin lediglich von «systemtechnischer» Bedeutung ist. Praktisch alle Bachelorabsolvent/innen sind ein Jahr nach Abschluss in ein Masterstudium übergetreten. Für jene, die Die erste Stelle nach dem Studium SDBB, Bern, 2013 Die hier publizierte Auswertung stützt sich auf die Erhebung der Gesamtstudie: Bundesamt für Statistik BFS, Befragung der Hochschulabsolvent/innen, Abschlussjahrgang Mehr zur Befragung:

2 sich noch nicht im Masterstudium befinden, handelt es sich fast ausnahmslos um einen Studienunterbruch: Sie haben vor, in Zukunft noch das Masterstudium zu absolvieren. Der Ärztemangel schlägt voll auf die Beschäftigungssituation durch Tabelle 3: Kennzahlen Beschäftigungslage (in Prozent) Schwierigkeiten bei der Stellensuche Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Weiterbildung nach Studienabschluss begonnen In den Kennzahlen zur Beschäftigungslage spiegelt sich ganz deutlich der Ärztemangel. Nur 10 Prozent der er/innen geben an, dass sie Schwierigkeiten gehabt hätten, eine Stelle zu finden, die ihren Vorstellungen entspricht. Abbildung 1: Schwierigkeiten bei der Stellensuche (in Prozent) Abbildung 1 zeigt, dass der Ärztemangel auf die er/innen beschränkt ist. Die er/innen und die Zahnärzt/innen haben nicht unbedingt weniger Probleme bei der Stellensuche als die Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH. Fragt man die wenigen er/innen, die auf Schwierigkeiten gestossen sind, nach den Gründen, dann antworten sie in der Regel, dass das Privatleben und das Berufsleben nicht vereinbar seien oder es ihnen an Berufserfahrung fehle. Gerade die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben scheint ein spezifisches Problem der er/innen zu sein, die Neuabsolvent/innen UH insgesamt nennen diese nur in Einzelfällen als ausschlaggebend für die Schwierigkeiten bei der Stellensuche. Tabelle 4: Kennzahlen Erwerbssituation (in Prozent) erwerbstätig stellensuchend Stelle zugesichert Erwerbsverzicht Auch die Zahlen zum Anteil an er/innen, die im Jahr nach dem Studium erwerbslos und auf Stellensuche sind, sprechen eine deutliche Sprache. Zwischen 2005 und 2009 gab es unter ihnen nicht eine einzige Person, die als arbeitslos hätte bezeichnet werden können ist gerade mal 1 Prozent auf Stellensuche, das sind weniger als zehn Personen. Abbildung 2 zeigt, dass aus Sicht dieses Indikators auch die Beschäftigung der

3 Zahnärzt/innen und er/innen nicht schlechter ist als diejenige der er/innen. Abbildung 2: Anteil Stellensuchende (in Prozent) 0.2** 2** 5* Die Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH hat sich im Durchschnitt für sechs Stellen beworben. Die er/innen unternehmen dagegen durchschnittlich nur drei Bewerbungen, bis sie eine Stelle gefunden haben. Auch darin widerspiegelt sich ihre komfortable Beschäftigungslage. Neben dem Arztberuf gibt es lediglich einige Einzelfälle Abbildung 3: Beschäftigungsbereiche (in Prozent) Hochschule 4 Gesundheitswesen 87 Pädagog., Psycholog., Soziale Dienste Land- und Forstwirtschaft Private Dienstleistungen Öffentliche Dienste Kirchlicher Dienst Verbände und Organisationen Abbildung 3 sowie die Kennzahlen zu den persönlichen Berufen zeigen, dass es sich beim Studium der um eine klassische Berufsausbildung handelt. Fast alle arbeiten als Ärzt/innen im Gesundheitswesen, einige wenige verbleiben in der Lehre und Forschung an der Hochschule und noch weniger sind in einem anderen Beschäftigungszweig tätig geworden. Tabelle 5: Kennzahlen Berufsbezeichnungen (in Prozent) Berufe des Gesundheitswesens 98 Diese Situation hat sich im letzten Jahrzehnt noch akzentuiert. In den 1990er Jahren sind jeweils etwa 10 Prozent in der Lehre und Forschung der Universitäten verblieben. Dafür verantwortlich dürfte einerseits der Ärztemangel sein, andererseits aber auch die Reform des Medizinstudiums, die das Studium noch stärker als früher auf den Arztberuf hin ausgerichtet hat.

4 Ausserordentlich hoher Zusammenhang zwischen Studium und Beruf Von der Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH arbeiten 15 Prozent der Befragten im Jahr nach dem Abschluss an einer Stelle, bei der vom Arbeitgeber kein Hochschulabschluss verlangt wird. Bei den er/innen sind es erwartungsgemäss nur knapp 2 Prozent, auf die dies zutrifft. 80 Prozent der jungen er/innen sind sogar an Stellen beschäftigt, für die ausschliesslich Absolvent/innen der in Frage kamen dieser Anteil beträgt bei den Neuabsolvent/innen UH gerade mal 44 Prozent. Der hohe Zusammenhang zwischen Studium und Beruf bei den er/innen wird auch in Abbildung 4 deutlich. Abbildung 4: Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit (in Prozent) 2 3** 3** Bei den Neuabgänger/innen UH insgesamt sind es nur knapp 70 Prozent, die finden, ihre Stelle sei hinsichtlich ihrer beruflichen Position angemessen. Gut 60 Prozent sind der Meinung, ihre Stelle entspreche ihren im Studium erworbenen fachlichen Qualifikationen. Bei den er/innen dagegen liegen diese Anteile deutlich höher: 90 Prozent sind bezüglich Übereinstimmung zwischen ihrer jetzigen Stelle und ihrer beruflichen Position bzw. 74 Prozent hinsichtlich der fachlichen Qualifikationen hoch zufrieden. Zufriedenheit mit dem Einkommen und hohe wöchentliche Arbeitszeiten Tabelle 6: Kennzahlen Anstellungsbedingungen (in Prozent) Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Zufriedenheit mit Einkommen: Anteil Zufriedene Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) 6 36 Anteil befristet Angestellte Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein 2 15 Ja, im entsprechenden Fach Ja, auch in verwandten Fächern 3 30 Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet. Die er/innen sind deutlich zufriedener mit ihrem Einkommen als die Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH. Ihr jährliches Bruttoeinkommen liegt auch durchschnittlich knapp Franken über demjenigen der Neuabgänger/innen UH insgesamt. Trotzdem ist diese hohe Zufriedenheit nicht unbedingt selbstverständlich. Betrachtet man nämlich die wöchentliche Arbeitszeit der er/innen, dann wird deutlich, dass diese im Durchschnitt pro Woche weit mehr als zehn Stunden über der Regelarbeitszeit von 40 Wochenstunden liegt.

5 Die er/innen arbeiten in der Regel an Rotationsstellen als Assistenzärzt/innen. Deshalb steht naturgemäss die überwiegende Mehrheit in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Trotz der hohen Frauenquote unter den Absolvent/innen der ist Teilzeitarbeit unter ihnen aktuell (noch) selten. Nur gerade 6 Prozent arbeiten Teilzeit. Trotz des hohen Arbeitspensums sind 83 Prozent zufrieden mit ihren Stellenprozenten, unwesentlich mehr als unter den Neuabsolvent/innen UH insgesamt (80 Prozent). Es wird sich zeigen, ob mit dem Ärztemangel die Ärztinnen ihre Wünsche nach Teilzeitarbeit durchsetzen können. Gepaart mit dem gestiegenen Frauenanteil könnten so Teilzeitstellen in Zukunft üblicher werden. Hohe Zufriedenheit im Rückblick Die er/innen sind im Rückblick sehr zufrieden mit ihrer Studienwahl: Drei Viertel von ihnen würden wieder dasselbe Studium am gleichen Studienort wählen. Tabelle 7: Kennzahl Rückblick (in Prozent) Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen 75 72

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