IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie

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1 Fraunhofer Verlag Marktstudie IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Ausgangssituation, Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und Potentiale relevanter Stakeholder-Gruppen

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3 Gülten Altug, Ralf Hille, Holger Kett IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Ausgangssituation, Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und Potenziale relevanter Stakeholder-Gruppen Für weitere Informationen:

4 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Impressum Autoren Gülten Altug, Fraunhofer IAO Ralf Hille, Rotas Automotive Services GmbH Dr. Holger Kett, Fraunhofer IAO Mitwirkende Mirjam Münch Tim Peter Linda Kiegel Kontaktadresse Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Nobelstraße Stuttgart Telefon: Telefax: URL: Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. ISBN Druck und Weiterverarbeitung IRB Mediendienstleistungen Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB, Stuttgart Für den Druck des Buches wurde chlor- und säurefreies Papier verwendet. Titelbild Tim Peter unter Verwendung von: Picture-Factory - Fotolia.com Karin & Uwe Annas - Fotolia.com by FRAUNHOFER VERLAG, 2014 Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB Postfach , Stuttgart Nobelstraße 12, Stuttgart Telefon: Telefax: URL: Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die über die engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes hinausgeht, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Speicherung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen und Handelsnamen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Bezeichnungen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und deshalb von jedermann benutzt werden dürften. Soweit in diesem Werk direkt oder indirekt auf Gesetze, Vorschriften oder Richtlinien (z.b. DIN, VDI) Bezug genommen oder aus ihnen zitiert worden ist, kann der Verlag keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität übernehmen.

5 Executive Summary Diese Studie stellt die aktuelle Situation beim elektronischen Geschäftsverkehr im Aftermarket sowie in der Supply Chain der deutschen Automobilindustrie dar und beschreibt die Durchführung von Best-Practice- Beispielen in ausgewählten Unternehmen der Automobilindustrie. Die Zielgruppen klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), Großunternehmen, Multiplikatoren und IT-Unternehmen werden zu den für die Einführung des estandards auto-gration relevanten Aspekte befragt. Themen dabei sind die Aufnahme der Ausgangssituation von Unternehmen der genannten Zielgruppen im Bereich elektronischer Geschäftsverkehr der deutschen Automobilindustrie. Viele Unternehmen verschicken ihre Dokumente immer noch via Papier, Fax oder , da die Einführung von EDI-Standards zu teuer und aufwändig ist. In der Supply Chain ergab sich vor allem für die Dokumente»Rechnungen«,»Lieferscheine«und»Prototypteilenachrichten«ein großes Potenzial. Im Aftermarket ergab sich für»rechnungen«,»lieferscheine«und»bestellungen/bestellbestätigungen«ein großes Potenzial. Zusätzlich wurde auch eine hohe Integrationsfähigkeit bei diesen Dokumenten identifiziert, da die Zulieferer-KMU diese Dokumente häufig manuell an die Großunternehmen verschicken. Somit entsteht nicht nur ein manueller Aufwand auf Seiten der KMU, sondern auch auf der Seite der Großunternehmen, die einen großen Bedarf an strukturierten Daten zur Sicherstellung der Prozessqualität haben. Erfolgsfaktoren und Hemmnisse einer Einführung geeigneter estandards für den elektronischen Dokumentenaustausch mit besonderem Fokus auf den estandard auto-gration Ideen und Vorschläge zur Unterstützung des Einführungsprozesses des estandards auto-gration in Unternehmen der Automobilindustrie, der Supply Chain sowie des Aftermarket mit geeigneten Maßnahmen. Maßnahmen können dabei Veranstaltungen, Informationsmaterialien, besondere Wege der elektronischen und persönlichen Wissensvermittlung u.v.m. sein Aufbereitung und Dokumentation von Praxisbeispielen, bei denen auto-gration erfolgreich zum Einsatz kam und daher Erfahrungen vermittelt werden können Die Mehrzahl der KMU zeigte Interesse an einem neuen estandard wie auto-gration, hatten jedoch geringes IT-Know-How und heterogenen IT-Landschaften vorleigen. Der Bedarf nach einfachen, klar strukturierten, verständlichen und zielgruppenspezifischen Informationsmaterialien für die Akzeptanz sowie nach Konzepten zur Umsetzung (bspw. Leitfäden und Checklisten) einer estandard-lösung zur besseren Integration von KMU in der Supply Chain und im Aftermarket wurde deutlich. Auch viele Großunternehmen wollen kleine und mittlere Partnerunternehmen anbinden, oftmals fehlen aber geeignete etablierte Lösungen. Deshalb suchen auch diese nach geeigneten Lösungen, um ihre Geschäftspartner effizient einzubinden. Einerseits muss Akzeptanz beim Geschäftspartner erzeugt werden, andererseits muss diese aber auch im eigenen Unternehmen geschaffen werden, oftmals sind dazu aber nicht genügend eigene Ressourcen vorhanden. Als Resultat der Befragungen ergab sich ein deutliches Potenzial für den estandard auto-gration in 3

6 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Hintergrund und Motivation Methodik Aufbau der Studie estandards in der Automobilindustrie Akteure und Zielgruppen Prozesse zwischen den Geschäftspartnern Informationstechnologie in der Automobilindustrie Auswertung der Befragung Teilnehmer der Umfrage IT-Integration Supply Chain Analyse IT-Integration Aftermarket Analyse Erfolgsfaktoren und Hemmnisse einer Einführung Weitere Relevante Zielgruppen IT- Unternehmen Multiplikatoren Fallbeispiele Vorgehensweise und Aufbau Umgesetzte Anwendungsfälle Zusammenfassung Geschäftsbeziehungen- und Prozesse Potenziale und Herausforderungen Fazit

7 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Abbildung 2: Abbildung 3: Abbildung 4: Abbildung 5: Abbildung 6: Abbildung 7: Abbildung 8: Abbildung 9: Warenfluss in der Automobilindustrie (Quelle: Collaborative Reference Architecture von auto-gration (Quelle: Teilnehmer der Umfrage...14 Anteil manueller Datenübertragung in der Supply Chain...15 Formate zur Datenübertragung in der Supply Chain...16 Potenziale für einen neuen estandard in der Supply Chain...17 ERP-Systeme bei den Unternehmen in der Supply Chain...19 Transaktionsstandards bei KMU in der Supply Chain...20 Transaktionsstandards bei Großunternehmen in der Supply Chain...21 Abbildung 10: Anteil manueller Datenübertragung im Aftermarket...22 Abbildung 11: Formate zur Datenübertragung im Aftermarket...23 Abbildung 12: Potenziale für einen neuen estandard im Aftermarket...24 Abbildung 13: ERP-Systeme bei den Unternehmen im Aftermarket...26 Abbildung 14: Transaktionsstandards bei KMU im Aftermarket...27 Abbildung 15: Transaktionsstandards bei Großunternehmen im Aftermarket...28 Abbildung 16: Hürden einer Einführung geeigneter estandards für KMU und Großunternehmen in der Automobilindustrie...30 Abbildung 17: Nutzen im Vertrieb...36 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Tabelle 2: Tabelle 3: Durch auto-gration unterstützte Transaktionen...10 Angaben KMU der Supply Chain zu den Nachrichtentypen...18 Angaben KMU im Aftermarket zu den Nachrichtentypen

8 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie 1. Einleitung CAR4KMU ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem das Automotive-Cluster RheinMainNeckar (ACRHEIN) und automotive.saarland (ACSAAR) als Multiplikatoren sowie ROTAS Automotive Services GmbH als technischer Ansprechpartner unter der Leitung des Fraunhofer- Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zusammenarbeiten. Bei CAR4KMU werden geeignete Konzepte, Methoden und Instrumente entwickelt, um den neuen estandard auto-gration, der im Rahmen des EU-Forschungsprojektes auto-gration entstanden ist, in der deutschen Automobilindustrie zu etablieren. Es wird zum besseren Verständnis der Sachverhalte daher auch auf die Veröffentlichungen und Ergebnisse des autogration-projektes zurückgegriffen. 1 2 Die vorliegende Studie stellt ein Projektergebnis des Förderprojektes CAR4KMU 3 dar und wurde zur Analyse der Ausgangssituation in der Automobilindustrie für die weitere Ausgestaltung des Förderprojektes erstellt. 1.1 Hintergrund und Motivation Die Ergebnisse der bereits durchgeführten Studie zum neuen estandard auto-gration zeigen ein hohes Potenzial im Bereich des elektronischen Datenaustausches sowie die Notwendigkeit und den Wunsch der KMUs nach einer gemeinsamen»sprache«und besserer Integration in die digitale Wertschöpfungskette. Auch gestiegene Anforderungen von Kunden und Geschäftspartnern im Bereich des elektronischen Geschäftsverkehrs verdeutlichen diese Notwendigkeit. KMU stellen einen Großteil der Unternehmen in unserer Wirtschaft dar, spielen eine wesentliche Rolle in der globalen Supply Chain und im Aftermarket der Automobilindustrie und schaffen einen Großteil unserer Arbeitsplätze. Die Vernetzung der KMU zu den Großunternehmen spielt deshalb eine zentrale Rolle für deren Wettbewerbsfähigkeit. Dazu müssen die KMU aber problemlos am elektronischen Geschäftsverkehr teilnehmen können. Trotz der ökonomischen Notwendigkeit einer möglichst reibungsfreien Integration fehlen bisher geeignete Lösungen für die Einbindung von KMU in die Wertschöpfungskette. Aufgrund von fehlendem Know-How, zu geringen finanziellen Mitteln und fehlender Technik bei der Einführung und Umsetzung von elektronischen Geschäftsdokumenten ist eine ausreichende Integration allerdings häufig nicht möglich und so verschicken und empfangen zahlreiche KMU ihre Dokumente noch immer manuell. Daraus ergibt sich nicht nur ein hoher Aufwand für die KMUs selbst, sondern auch für die Großunternehmen, die auf der anderen Seite stehen. Durch das Förderprojekt CAR4KMU sollen nun die Ergebnisse aus dem Projekt auto-gration in KMU der deutschen Automobilindustrie transferiert und etabliert werden. Ziel des EU-geförderten Projekts war es, KMU in die Lage zu versetzen, auf elektronischem Wege mit anderen Unternehmen über standardisierte Austauschformate zu kommunizieren. Zielsetzung von CAR4KMU ist es nun, ein Transfer- und Einführungskonzept für den estandard auto-gration in KMU zu erarbeiten und die Einführung und Nutzung dieses Standards in den Zielgruppen zu verbreiten. 1 Silva, A., & Walther, J. (2010) Analysis Report on ebusiness adoption in the automotive sector. Deliverable D2.2 developed under WP2 of the auto-gration project, 2 auto-gration Consortium (2012) Collaborative Reference Architecture Report Revised Final version V5.3.0 Part 1, 3 gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 6

9 Einleitung 1.2 Methodik Zur Analyse der Ausgangssituation und Darstellung der Ausgangssituation im Bereich elektronischer Geschäftsverkehr wurden unterschiedliche Unternehmen bzw. Akteure der Automobilindustrie befragt. Zu den Zielgruppen der Befragungen gehörten KMU, Großunternehmen, Multiplikatoren und IT-Unternehmen. Bei der Zielgruppe KMU und Großunternehmen wurde ein 2-stufiges Verfahren angewendet. Im ersten Schritt wurden Interviews auf Basis von Gesprächsleitfäden mit offenen sowie geschlossenen Fragen zu folgenden Fragestellungen durchgeführt: Aktueller Stand der relevanten Prozesse, ausgetauschten Dokumente sowie eingesetzten estandards IT-Infrastruktur Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Einführung und Nutzung von auto-gration Um die qualitativen Aussagen der Experten um quantitative Informationen zu diesen Punkten zu ergänzen, wurde im Anschluss eine Online-Umfrage mit überwiegend geschlossenen Fragen durchgeführt. Die Zielgruppen Multiplikatoren und IT-Unternehmen wurden ausschließlich qualitativ auf Basis von strukturierten Gesprächsleitfäden befragt. Inhalte der Befragungen waren bei den Multiplikatoren Fragen zum Aufbau des Netzwerks und Wege der Wissensvermittlung sowie Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Verbreitung eines neuen estandards wie auto-gration. IT-Unternehmen wurden hinsichtlich bereits vorhandener sowie geplanter Vorgehensweisen und Entwicklungen zur Einführung und Unterstützung von auto-gration sowie auch zu Erfolgsfaktoren und Hemmnissen bei der Verbreitung eines neuen estandards wie auto-gration interviewt. Aus den Ergebnissen lassen sich Annahmen zum aktuellen Zustand, Trends und Tendenzen ableiten. Eine statistische Relevanz ist aufgrund der Strichprobengröße nicht gegeben und ist im Rahmen des Projektes auch nicht vorgesehen. Die Studie wird durch zwei reale Fallbeispiele zur Einführung von auto-gration abgerundet. Die Best-Practice- Beispiele wurden basierend auf vordefinierten Methoden zur Einführung von auto-gration durchgeführt. Die verwendeten Methoden und Vorgehensweisen entstanden gemeinsam mit den Projektpartnern. Die Durchführung und Dokumentation der Anwendungsfälle erfolgte durch den Projektpartner Rotas Automotive Services GmbH und wurde durch das Fraunhofer IAO in diese Studie integriert. 1.3 Aufbau der Studie Nach Einleitung in die Thematik der Arbeit und Darstellung von Motivation und Methodik werden im folgenden Kapitel das betroffene Themenfeld mit dessen Akteuren und Zielgruppen für das Projekt sowie die relevanten Prozesse und IT-Komponenten kurz vorgestellt. Danach werden die Ergebnisse der Online-Befragung aus Supply Chain und Aftermarket bezüglich Geschäftsprozessen und Kommunikation sowie des Potenzial für auto-gration, der IT-Landschaft und Bedenken bzw. Erfolgsfaktoren bezüglich eines neuen estandards zusammenfassend dargestellt. Anschließend werden die Ergebnisse der Befragungen von IT-Unternehmen und Multiplikatoren vorgestellt. Vor der Zusammenfassung in Kapitel 6 werden in Kapitel 5 zwei umgesetzte Anwendungsfälle als Anwendungsbeispiele für auto-gration beschrieben. 7

10 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie 2. estandards in der Automobilindustrie In diesem Kapitel werden einige grundlegende Informationen zu den Strukturen in der deutschen Automobilindustrie sowie zum elektronischen Geschäftsverkehr und Electronic Business Standards dargestellt, die zum besseren Verständnis der Studieninhalte dienen. Im folgenden Abschnitt werden zunächst die betroffenen und befragten Akteure der Automobilindustrie vorgestellt. 2.1 Akteure und Zielgruppen Die Automobilindustrie zeichnet sich durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Akteuren aus. Im Folgenden werden die Akteure vorgestellt, die im Rahmen dieser Arbeit befragt wurden. Der neue estandard auto-gration soll sowohl bei den KMU als auch bei großen Unternehmen (Key Player) eingeführt und verwendet werden. Durch die Einbindung relevanter Multiplikatoren wie regionaler Auto motive- Cluster wird der neue estandard verbreitet. Als KMU wird hierbei jedes Unternehmen bezeichnet, welches eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt und die EU-Kriterien erfüllt. Laut Definition des IfM gilt, dass ein Unternehmen, welches als mittleres Unternehmen bezeichnet wird, weniger als 500 Mitarbeiter hat und einen Jahresumsatz von 50 Mio. Euro nicht überschreitet. Als kleines Unternehmen wird daneben ein Unternehmen bezeichnet, welches weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatzerlös von 1 Mio. Euro nicht überschreitet. Als Key Player wird ein Unternehmen bezeichnet, welches mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt und eine Schlüsselfigur in der Automobilindustrie darstellt. 4 Multiplikatoren im Mittelpunkt der Untersuchungen um relevante Aspekte der Organisation, Prozesse und IT-Systeme sowie die Aufnahme von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen kennenzulernen und eine gerechte Aufbereitung und Vermittlung des Themas zu ermöglichen. Typische Vertreter von Multiplikatoren sind Automotive Cluster, die auf Basis ihrer Netzwerke Zugang zu den Unternehmen der Automobilindustrie schaffen und neue Technologien verbreiten können. Damit eine neue Technologie funktioniert, muss diese in der Lage sein, in die vorhandene IT-Landschaft integriert zu werden. In der Automobilindustrie gibt es unterschiedliche Strukturen für die IT. Die IT-Landschaft kann entweder komplett ausgelagert sein oder sich im Unternehmen befinden. Bei der letzteren Struktur gibt es wiederum die Möglichkeit für bestimmte Funktionalitäten IT-Dienstleister zu beauftragen, bspw. für den Versand und Empfang von Dokumenten. Auch Unternehmen, die keinen IT-Dienstleister beauftragen, sind häufig abhängig von den Möglichkeiten, die ihre IT- bzw. ERP-Systeme bieten. Es wird deutlich, dass IT-Unternehmen eine wesentliche Rolle für die Etablierung einer neuen Technologie spielen und daher auch in den Befragungen berücksichtigt werden. Neben den KMU und den Key Playern stehen auch branchenspezifische IT-Dienstleister sowie 4 Institut für Mittelstandsforschung Bonn. (2014). KMU insgesamt nach KMU-Definition des IfM Bonn, 8

11 estandards in der Automobilindustrie 2.2 Prozesse zwischen den Geschäftspartnern Upstream Fahrzeugproduktion Supply Chain Produktionsmaterialien Downstream Aftermarket Vertriebskette Einzelteile, Bauteile KMU (Tier 1) OEM KMU (Händler, Werkstätten) Produktionsmaterialien Einzelteile, Bauteile KMU (Tier 2) Tier 1 / OE Lieferant Einzelteile, Bauteile IAM-Handel (Großhändler, Einzelhändler) KMU (Tier 3) Produktionsmaterialien Tier 2 Einzelteile, Bauteile KMU Nicht- Produktionsmaterialien OEM KMU (Werkstätten) Tier 1-2 Abbildung 1: Warenfluss in der Automobilindustrie (Quelle: Der Warenfluss in der Automobilindustrie kann, wie in Abbildung 1 dargestellt, in zwei Teile eingeteilt werden: Der erste Teil ist das Upstream Supply Chain; angefangen mit den Fahrzeugherstellern und hinauf durch die verschiedenen Ebenen der Zulieferer (Tier 1, Tier 2 und Tier 3). Der zweite Teil ist die sogenannte Downstream Aftermarket-Vertriebskette; beginnend mit den Fahrzeugherstellern oder großen OE Zulieferunternehmen und hinunter zu den Händlern, Werkstätten und Großhändlern. Im Rahmen des Warenflusses der Automobilindustrie werden diese Unternehmen zu Geschäftspartnern und tauschen dabei neben den Waren auch Daten und Dokumente aus. Diese Kommunikation findet in Abhängigkeit von Supply Chain und Aftermarket hauptsächlich bei den Angebotsprozessen, Bestellprozessen, Lieferprozessen, Belieferprozessen, Prozessen der Rechnungsstellung und Gutschriftverfahren, den Lagerbewirtschaftungsprozessen und Prozessen der Neuteileentwicklung statt. Dabei agiert ein Unternehmen als Besteller und ein anderes Unternehmen als Lieferant bzw. Zulieferer. Diese Kommunikation findet entweder manuell, d.h. durch Versendung von Papier, Fax, s oder elektronisch über spezielle Transaktionsstandards statt. Bei auto-gration handelt es sich um einen solchen Transaktionsstandard, der die elektronische Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette auch mit KMU ermöglichen soll. 9

12 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie In der folgenden Tabelle sind alle Geschäftsprozesse und Transaktionen aufgelistet, die durch auto-gration mit der entsprechenden auto-gration-nachricht unterstützt werden: Geschäftsprozesse Upstream-Bestellung und Nachschub an Produktionsmaterialien (Vom OEM aufwärts zu Tier 1-Lieferanten, von Tier 1 zu Tier 2- Lieferanten und Tier 2 zu Tier 3- Lieferanten) Geschäftstransaktionen Lieferabruf/Feinabruf Just-in-Time Abruf Lieferschein/Lieferankündigung Rechnung Gutschrift Upstream-Bestellung und Nachschub an Nichtproduktionsmaterialien (Vom OEM aufwärts zu Tier1-Lieferanten, von Tier 1 zu Tier 2- Lieferanten und Tier 2 zu Tier 3- Lieferanten) Bestellung Bestellbestätigung Lieferschein/Lieferankündigung Rechnung Gutschrift Downstream-Aftermarket Prozesse (Von Zulieferern und OEM abwärts zu Händlern, Werkstätten und Großhändlern) Verfügbarkeitsanfrage Bestellung Bestellbestätigung Tabelle 1: Durch auto-gration unterstützte Transaktionen (Quelle: Lieferschein/Lieferankündigung Rechnung Bestellungen und der Nachschub von Produktionsmaterialien finden in der Upstream Supply Chain im Rahmen von Bedarfsprozessen statt. Wie bereits dargestellt, finden verschiedene Transaktionen zwischen einem Verkäufer und Käufer statt. Bestellungen werden im Rahmen von Bestellprozessen vom Besteller für alle nicht standardisierten Bedarfe an den Lieferanten übertragen. Lieferabrufe werden für die Bedarfsplanung vom Besteller an den Lieferanten auf Basis von Rahmenverträgen übermittelt und enthalten detaillierte Informationen über den zu erwartenden Bedarf an bestimmten Artikeln zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Rahmen dieses Prozesses werden Feinabrufe, JIT-Abrufe und Sequence-Abrufe vom Besteller an den Lieferanten mit Angabe von genauen Mengen und Lieferterminen übertragen. Lieferavis werden dann anschließend vom Lieferanten an den Besteller gesendet, enthalten Einzelheiten zu den Gütern und zeigen die bevorstehende Warenanlieferung an. Im Downstream Aftermarket können bereits vor dem Bestellvorgang Transaktionen stattfinden. Diese Prozesse umfassen unter anderem Anfragen, welche vom Besteller an den Lieferanten übermittelt werden, um die Verfügbarkeit bestimmter Artikel zu einem bestimmten Liefertermin zu prüfen und um die Planung in der Disposition zu vereinfachen. Es folgen Bestellungen, welche vom Besteller an den Lieferanten übertragen werden, um die effiziente Bewirtschaftung der Lagerbestände zu gewährleisten. Lieferavis werden dann anschließend vom Lieferanten an den Besteller gesendet, um den Lager- bzw. Warenzugang von bestellten Artikeln anzuzeigen. Neben den Prozessen des Vertriebes und des Einkaufs spielt der unternehmensübergreifende Datenaustausch noch bei weiteren Prozessen eine Rolle. Ein solcher Prozess ist die Fahrzeugentwicklung, bei dem Informationen zu den Bauteilen und Komponenten ausgetauscht werden. Dies spielt insbesondere bei den Automobilherstellern eine große Rolle. Der Austausch dieser Daten über EDI war bisher nicht möglich. In auto-gration wurde dazu die Prototypteile-Nachricht entwickelt. Weitere autogration- Nachrichten zu relevanten Geschäftsprozessen mit unternehmensübergreifendem Datenaustausch sollen noch entstehen. auto-gration wird dahingehend kontinuierlich weiterentwickelt. 10

13 estandards in der Automobilindustrie 2.3 Informationstechnologie in der Automobilindustrie Die Möglichkeit der elektronischen Kommunikation, d.h. der Einsatz eines Transaktionsstandards innerhalb dieser Prozesse bzw. für bestimmte Nachrichtentypen, ist nur dann gegeben, wenn die IT-Landschaft sowie die eingesetzten Systeme beider Geschäftspartner diesen Transaktionsstandard unterstützen. Die IT-Komponenten Transaktionsstandards, IT-Landschaft und IT-Systeme sowie deren Relevanz für unsere Untersuchungen werden im folgenden Kapitel dargestellt Transaktionsstandards / estandards Bei dem neuen estandard auto-gration handelt es sich um einen Transaktionsstandard, über den Geschäftspartner miteinander im Rahmen definierter Geschäftsprozesse kommunizieren können. Der Austausch von Dokumenten und Nachrichten zwischen Geschäftspartnern ist alltäglicher Bestandteil der Prozesse in einem Unternehmen. Beim E-Business erfolgt dieser Austausch allerdings nicht in Papierform, sondern automatisiert mit Hilfe von Transaktionsstandards. Erst die Verwendung solcher Standards ermöglicht eine einheitliche und vor allem schnelle Kommunikation zwischen verschiedenen Geschäftspartnern und den Austausch von verschiedenen Dokumenten, wie beispielsweise Bestellungen, Lieferscheine oder Rechnungen in Form von Nachrichten. Die manuelle Bearbeitung von Geschäftsvorgängen kann so auf ein Minimum reduziert werden und Informationen gelangen so verständlich, schnell und vor allem automatisiert zum Geschäftspartner. Es existiert eine Vielzahl von Transaktionsstandards in der Automobilindustrie. Es kann sich dabei um EDIbasierte oder XML-basierte Standards handeln. In der Studie»Analysis Report on e-business adoption in the automotive sector«des auto-gration Projektes wurde bereits ein Überblick über die wichtigsten nationalen sowie internationalen EDI-Standards der Automobilindustrie gegeben. Eine führende Rolle nehmen hierbei VDA-Nachrichten ein, welche auf standardisierten Papierformaten basieren und die Grundlage für weitere Entwicklungen in diesem Bereich darstellen. Dieser Nachrichtentyp ist vor allem in der deutschen Automobilindustrie aufgrund einfacher Implementierung noch sehr häufig in Gebrauch. Ein weiterer wichtiger Standard stellt der Transaktionsstandard EDIFACT dar, welcher weltweit in zahlreichen Branchen in Gebrauch ist. In der Automobilindustrie existieren sogar sogenannte EDIFACT-Subsets wie beispielsweise ODETTE, welcher vor allem aufgrund zahlreicher enthaltener Nachrichten für verschiedene Transaktionen genutzt wird. In den letzten Jahren wurden vermehrt XML-Standards entwickelt. Ein Beispiel für einen XML-basierten Standard ist der neue estandard auto-gration. auto-gration resultierte aus der EU-Initiative, die KMU in die globale Wertschöpfungskette durch Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechniken zu integrieren. Das Konsortium des auto-gration Projektes setzte sich aus Organisationen wie Odette International, BOOST, CECRA, CLEPA, INOVA+ und deren Zulieferern Civistint, FIGIEFA, GALIA, INESC Porto, Odette Schweden und TecCom zusammen. Im Rahmen des auto-gration Projektes wurde die Collaborative Reference Architecture entwickelt, um eine nahtlose digitale Supply Chain Umgebung durch die Verbindung der KMU mit deren großen Geschäftspartnern zu ermöglichen. Angefangen von den Anforderungen und Kapazitäten der KMU wurden dazu zuerst die Geschäftsvorfälle und danach die Daten und Messages identifiziert, die von der technischen Architektur unterstützt werden müssen. auto-gration bietet durch die Collaborative Reference Architecture ein Framework, welches KMU eine einfache und kostengünstige Integration in die Wertschöpfungsketten der OEM, Tier 1 und Tier 2 Lieferanten erlaubt. auto-gration soll die vorhandenen EDI-Formate nicht ersetzen, sondern kann komplementär eingesetzt werden. Basierend auf existierenden EDI-Formaten definiert und spezifiziert auto-gration Nachrichten im XML-Format. So können EDI-Messages in das jeweilige auto-gration Format transformiert werden und mittels auto-gration-connector ausgetauscht werden. 11

14 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Geschäftspartner Geschäftspartner Geschäftspartner Geschäftspartner KMU ERP MRP B2B Portal EDIFACT GS1 VDA Geschäftspartner Geschäftspartner EDIFACT ODETTE XML TecCom B2B Portal EDIFACT FIGIEFA KMU ERP MRP WebEDI WebEDI manuell Proprietary EDI Fax, KMU ERP MRP KMU ERP MRP auto-gration Connector auto-gration WS-Connection KMU ERP MRP auto-gration WS-Connection KMU ERP MRP Transformation (IOP) auto-gration WS-Connection Transformation (IOP) EDIFACT (ODETTE, GS1, FIGIEFA,...) VDA ANSI X12 XML (TecCom,...) Other EDI Formats ERP Established EDI Message ERP ERP ERP ERP ERP Große EDI Partner auto-gration Enabled Partner ERP Großer EDI Partner Viele Partner, viele oder keine Verbindungen Eine einfache Verbindung zu vielen Partnern Abbildung 2: Collaborative Reference Architecture von auto-gration (Quelle: Diese Transformationen werden u.a. durch die IOP unterstützt. auto-gration-nachrichten werden im XML-Format ausgetauscht (vgl. Abbildung 2). Weiterhin spielen in der europäischen Automobilindustrie im Bezug zum elektronischen Datenaustausch B2B-Plattformen wie TecCom, SupplyOn sowie WebEDI eine wichtige Rolle. TecCom betreibt eine B2B-Plattform für den freien internationalen Kfz-Ersatzteilmarkt. Durch den Einsatz der TecCom-Lösungen lassen sich Geschäftsprozesse zwischen Teileherstellern und Handel automatisieren und vereinfachen. Über SupplyOn wird eine derartige Plattform auch für die Supply Chain angeboten. Weiterhin bieten einige Unternehmen über WebEDI ihren Geschäftspartnern die Möglichkeit, ihre Daten über ein Web-Portal einzugeben. Für die Einführung eines estandards ist es wichtig, derartige Key Player im Markt, die für die Unternehmen eine strategisch wichtige Rolle spielen, zu kennen und zu berücksichtigen. 12

15 estandards in der Automobilindustrie Informationstechnologie in der Automobilindustrie IT-Landschaften und IT-Systeme Für die Einführung eines neuen ebusiness-standards bzw. Transaktionsstandard ist es wichtig in Erfahrung zu bringen, wie die IT-Landschaften der betroffenen Unternehmen aufgebaut sind und welche Systeme im Einsatz sind. Wichtig hierbei ist, dass die vorhandenen Systeme der unterschiedlichen Geschäftspartner den jeweiligen Transaktionsstandard unterstützen bzw. auf diesen abgestimmt sind. Die vorhandenen ERP-Systeme spielen hierbei eine wesentliche Rolle, denn diese müssen in der Lage sein, die Daten zu liefern, die über die Schnittstelle bzw. den Transaktionsstandard übertragen werden. Im Idealfall wird der estandard von den ERP-Systemen als Standardschnittstelle angeboten. Für eine reibungslose Einführung eines neuen Transaktionsstandards müssen daher die eingesetzten ERP-Systeme dahingehend untersucht werden. Nicht jedes Unternehmen besitzt eine eigene IT-Abteilung, die sich mit solchen Fragen auseinandersetzen kann. Vor allem sehr kleine KMU haben oftmals nicht die erforderlichen Mittel um eine eigene IT-Abteilung einzuführen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass die IT-Abteilung und die damit verbundenen Aufgaben outgesourced und von einem IT-Dienstleister übernommen werden. Es können aber auch nur einzelne Funktionen wie beispielsweise die Kommunikation d.h. der Datenaustausch mit den Geschäftspartnern, von einem IT-Dienstleister bzw. über seine Systeme durchgeführt werden. In diesen Fällen muss die Einführung von einem neuen estandard auch mit diesen Unternehmen abgestimmt werden. Aus diesen Überlegungen heraus wurden in der vorliegenden Studie die Unternehmen zur IT-Landschaft, u.a. zu den eingesetzten ERP-Systemen, Kommunikationsverfahren, zusätzlicher Software bzw. Dienstleistern zur Kommunikation sowie zu den vorhandenen Transaktionsstandards befragt. 13

16 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie 3. Auswertung der Befragung 3.1 Teilnehmer der Umfrage Die vorliegende Studie enthält Auswertungen von den Interviews mit den Zielgruppen sowie von der Online - Umfrage, die im Projekt CAR4KMU durchgeführt worden sind. Es wurde mit 9 verschiedenen Unternehmen aus Supply Chain und Aftermarket Expertengespräche geführt. Im Rahmen der Interviews, die vor der Veröffentlichung des Online-Fragebogens durchgeführt wurden, konnten 5 KMU ohne EDI und 4 KMU mit EDI befragt werden. Bei der Online-Umfrage wurden weitere 50 Unternehmen aus Supply Chain und Aftermarket befragt, um die Interviewergebnisse mit weiteren Zahlen zu belegen. Die Abbildung 3 zeigt die Aufteilung der Teilnehmer der Online-Umfrage. Die Teilnehmer wurden zu ihrer aktuellen Ausgangslage bezüglich ihrer Geschäftsprozesse und elektronischen Standards sowie zur Einführung, Nutzung und Verbreitung eines neuen Standards wie auto-gration und den damit verbundenen Problemen befragt. Aftermarket Supply Chain Keine Angabe 0% 10% 20% 30% 40% 50% Anzahl Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen > 500 < 500 < 250 < 50 < 10 10% 6% 12% 2% 6% 4% 4% 8% 2% 4% 6% 2% 28% 4% Großunternehmen kleine und mittelständische Unternehmen Basis n=50 Auswertung n=50 Abbildung 3: Teilnehmer der Umfrage 14

17 Auswertung der Befragung 3.2 IT-Integration Supply Chain Analyse Geschäftsprozesse und Kommunikation Im Folgenden werden die Auswertungsergebnisse zu den Prozessen, Nachrichtentypen und zu den eingesetzten Methoden der Daten- und Dokumentenübertragung in der Supply Chain dargestellt. Bei den Vertriebs- und Einkaufsprozessen haben die meisten Unternehmen Angaben bzgl. Daten- und Informationsaustausch mit den Geschäftspartnern gemacht. Im Rahmen dieser Prozesse spielen insbesondere»rechnungen«und»lieferscheine«eine wichtige Rolle. Weiterhin werden bei»zeichnungen und Stücklisten«sowie»Entwicklungsdienstleistungen«unternehmensübergreifend Daten ausgetauscht. Bei den befragten Großunternehmen spielt die Nachricht für die Prototypteileentwicklung ebenfalls eine große Rolle. Beim Prozess des Lieferabrufs ist für die befragten KMU nur der Feinabruf relevant. Die meisten Nachrichtentypen, die auch von auto-gration unterstützt werden, werden von den KMU noch zu über 80 Prozent manuell ausgetauscht. Den geringsten manuellen Anteil ergaben»feinabrufe«, zu diesen machten lediglich 45 Prozent der Befragten eine Angabe. Erwartungsgemäß werden Nachrichten des Lieferabrufs zu einem höheren Anteil strukturiert-elektronisch ausgetauscht, da in diesen Prozessen die Automatisierung sehr fortgeschritten ist. Wie auch in Abbildung 4 zu sehen ist, werden diese Dokumente auch bei den Großunternehmen noch bis zu 20 Prozent manuell versendet bzw. empfangen. Großunternehmen manuell KMU manuell 0% 20% 40% 60% 80% 100% Prototypnachricht empfangen Prototypnachricht versenden Zahlungsavis 75% 84,2% 100% 100% 100% 100% Gutschrift Rechnung Lieferschein Sequence-Abruf 27% 24% 28% 30% 82,2% 83,5% 91,7% JIT-Abruf 19,25% Feinabruf 7,5% 40% Basis n=30 von 50 (Unternehmen in der Supply Chain) Auswertung n=14 Mehrfachnennungen Abbildung 4: Anteil manueller Datenübertragung in der Supply Chain 15

18 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Auch aus Expertengesprächen lässt sich vermuten, dass dies der Anteil der KMU ist, die noch nicht elektronisch angebunden sind. Der größte manuelle Anteil liegt aber beim Austausch der Prototypnachrichten. Dies resultiert daraus, dass herkömmliche EDI-Standards für die automatisierte Übertragung von Bauteildaten mittels strukturiertem Datenaustausch keine Nachrichtendefinition haben. Bezüglich eingesetzter Formate an Transaktionsstandards herrscht große Vielfalt. Am häufigsten werden jedoch EDIFACT-Formate zur Übertragung verwendet, was auf die hohe Marktdurchdringung dieser Standards in der Supply Chain der Automobilindustrie zurückzuführen ist. Unter Sonstige wurden unter anderem noch Kundenportale angegeben, welche insbesondere zur Übertragung von Prototypteilenachrichten relevant sind. Es werden jedoch nicht ausschließlich EDIFACT-Formate eingesetzt. Bei den meisten Nachrichtentypen kommen bei 20 bis 50 Prozent auch noch andere Formate zur elektronischen Datenübertragung zum Einsatz (vgl. Abbildung 5). Wie bereits erwähnt, besteht vor allem bei den KMU noch ein sehr hoher manueller Anteil bei der Datenübertragung. Als Gründe hierfür gaben KMU vor allem fehlende technische Möglichkeiten und die Abhängigkeit von Geschäftspartnern bzw. den vorhandenen Systemen an. Der Anteil, bei dem die angegebenen Nachrichten manuell ausgetauscht werden, liegt in Abhängigkeit vom Nachrichtentyp noch zwischen 40 und 100 Prozent. manuell Sonstige X.12 auto-gration CSV idoc XML VDA EDIFACT (oder vergleichbar) 100% Summe elektronisch 90% 80% 70% 2% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Feinabruf JIT-Abruf Sequence-Abruf Lieferschein Rechnung Gutschrift Zahlungsavis Prototypnachricht empfangen Prototypnachricht versenden Basis n=30 von 50 (Unternehmen in der Supply Chain) Auswertung n=14 Mehrfachnennungen Abbildung 5: Formate zur Datenübertragung in der Supply Chain 16

19 Auswertung der Befragung IT-Integration Supply Chain Analyse IT- Integration von KMU durch»auto-gration«hohes Potenzial 5 64% Die Kreisgröße entspricht dem Anteil der Unternehmen, die eine Angabe zu dem jeweiligen Nachrichtentyp gemacht haben. 64% 55% 64% 45% Niedriges Potenzial Feinabruf Lieferschein Rechnung Gutschrift Zahlungsavis Basis n=16 von 50 (KMU in der Supply Chain) Auswertung n=9 Abbildung 6: Potenziale für einen neuen estandard in der Supply Chain Der hohe manuelle Anteil im Bereich der Geschäftsprozesse ergibt ein deutliches Potenzial für einen neuen estandard wie auto-gration. Abbildung 6 zeigt das Potenzial für auto-gration in der Supply Chain in Bezug auf den eingesetzten Nachrichtentyp. Zur Beurteilung des Potenzials wurde der Anteil, zu dem der jeweilige Nachrichtentyp noch manuell übertragen wird, sowie die Übertragungshäufigkeit des jeweiligen Nachrichtentyps berücksichtigt. Das höchste gemessene Potenzial ergibt sich für den Nachrichtentyp»Rechnung«. pro Monat. Neben den Rechnungen werden auch Lieferscheine zu einem deutlich hohen manuellen Anteil ausgetauscht. In Abhängigkeit der Geschäftsprozesse und -beziehungen kann das Potenzial sogar noch ansteigen. Beim Dokument»Lieferschein«kann also von einem höheren manuellen Anteil ausgegangen werden. In der folgenden Tabelle sind diese Angaben auch für die restlichen Nachrichtentypen dargestellt. 64 Prozent der befragten KMU haben eine Angabe zu dem Nachrichtentyp»Rechnung«gemacht und angegeben, diesen zu über 80 Prozent manuell zu übertragen. Hinzu kommt, dass die Nachricht»Rechnung«sehr häufig übertragen wird. 43 Prozent der KMU versenden bzw. empfangen mehr als 100 Rechnungen Die Erhöhung der Übertragungshäufigkeit über Stellhebel wie beispielsweise die Berücksichtigung von mehreren Unternehmen/Geschäftspartnern und die Akquisition weiterer Geschäftsbeziehungen durch vereinfachte Integrationsfähigkeit der KMU mit auto-gration können das Potenzial weiter beeinflussen. 5 Das Potenzial ergibt sich aus der Multiplikation des manuellen Anteils mit der Übertragungshäufigkeit 17

20 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Feinabruf Lieferschein Rechnung Gutschrift Zahlungsavis Anteil KMU Anteil manuell >100/Monat k.a. <100/Monat k.a. <50/Monat k.a. <20/Monat k.a. Keine Angabe k.a. Basis n=16 von 50 (KMU in der Supply Chain) Auswertung n=9 Anteile gewichtet in Prozent Prototypnachricht Tabelle 2: Angaben KMU der Supply Chain zu den Nachrichtentypen Das Potenzial für auto-gration setzt sich hierbei aus dem manuellen Anteil pro Dokumententyp zusammen, welcher durch die vorhandene IT-Landschaft und die Methoden zur Datenübertragung beeinflusst wird. Die Häufigkeit der Übertragung spielt eine weitere Rolle, welche von der Art und Anzahl der Geschäftsbeziehungen und Kundenanforderungen abhängt. Der Einsatz eines bestimmten Dokumententyps kann weiterhin durch bestimmte Kundenanforderungen oder durch die Bereitschaft des Unternehmens einen Dokumententyp einzusetzen beeinflusst werden. Zusammenfassend ergibt sich ein großes Potenzial bei den Dokumenten»Rechnung«und»Lieferschein«insbesondere für Zulieferer-KMU, da Großunternehmen die Nachrichten oftmals strukturiert-elektronisch wollen und dies die Grundlage für qualitativ automatisierte Prozesse insbesondere beim Wareneingang darstellt. Der automatische Datenaustausch von Gutschriften und Zahlungsavis wird ebenfalls von auto-gration unterstützt. Somit lassen sich die Rechnungen sehr einfach zu Lieferabrufen, Lieferscheinen und Bestellungen zuordnen und prüfen. Der Datenaustausch von Bauteiledaten in der Fahrzeugneuentwicklung wird aktuell von den gängigen EDI-Standards nicht unterstützt und muss daher entweder über Web-Portale oder manuell übertragen werden. Die Prototypnachricht von auto-gration stellt somit einen weiteren Nachrichtentyp mit hohem Potenzial vor allem für Großunternehmen dar. Hierzu existiert auch eine VDA-Empfehlung 5509»AutoID/ RFID-Einsatz und Datentransfer zur Verfolgung von Bauteilen und Komponenten in der Fahrzeugentwicklung«. Zur Automatisierung der Übertragungsprozesse wird der Einsatz des für die Datenübertragung in der Automobilindustrie entwickelten auto-gration WebService empfohlen. Der Arbeitskreis»gläserne Prototyp«entstand auf Initiative des Automobilherstellers Porsche und einigen deutschen Herstellern (OEM) 2010, die an dem Fortschritt interessiert waren. Die VDA-Empfehlung 5509 wird in der deutschen Automobilindustrie zum Versenden der auto-gration-nachricht PrototypeMessage auch von weiteren großen Automobilherstellern benutzt. Weiterhin bietet auto-gration die Möglichkeit strukturierte Rechnungsdaten gemeinsam mit Anlagen, bspw. PDF-Rechnungen, zu übertragen. Hierzu existiert ebenfalls eine VDA-Empfehlung. Die VDA-Empfehlung 4938 Teil 3 zum Einsatz elektronischer Abrechnungsverfahren mit kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie basiert auf den Ergebnissen des auto-gration Projektes. Mit dieser Empfehlung wird ein standardisierter Austausch von Rechnungsdaten mit der autogration XML Nachricht Invoice beschrieben. auto-gration bietet somit auch neue Möglichkeiten für die Unternehmen. Die bereitgestellten Nachrichtentypen sollen des Weiteren kontinuierlich weiterentwickelt werden. 6 Anteil KMU, die eine Angabe zu dem jeweiligen Nachrichtentyp gemacht haben 7 Anteil zu dem der jeweilige Nachrichtentyp mit manuellen Methoden übertragen wird 18

21 Auswertung der Befragung IT-Integration Supply Chain Analyse IT- Landschaft in der Supply Chain Die Unternehmen wurden zu unterschiedlichen Aspekten ihrer IT-Landschaft befragt. Dazu zählen Fragen zur IT-Organisation sowie zu den eingesetzten Systemen und estandards, Kommunikationsverfahren und zusätzlicher Software. Bezüglich der Frage nach einer eigenen IT-Abteilung ergab sich, dass bei fast einem Drittel der KMUs keine eigene IT-Abteilung bzw. Mitarbeiter vorhanden ist. Zu den eingesetzten ERP-Systemen machten die befragten Unternehmen aus der Supply Chain folgende Angaben (vgl. Abbildung 7): Bei 79 Prozent der befragten Großunternehmen ist SAP im Einsatz 60 Prozent der KMU haben hingegen keine Angabe zum eingesetzten ERP-System gemacht Bei allen anderen KMU haben die Hälfte unterschiedliche ERP-Systeme über»sonstiges«angegeben Die andere Hälfte hat zu 30 Prozent Infor, zu 10 Prozent SAP und zu 10 Prozent»kein ERP-System im Einsatz«angegeben SC KMU SC Großunternehmen 100% 90% 80% 70% 2% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% SAP Infor Navision Axway Eigenentwicklung Keins Sonstiges Keine Angabe Basis n =30 von 50 (Unternehmen in der Supply Chain) Auswertung n=30 Mehrfachnennungen Abbildung 7: ERP-Systeme bei den Unternehmen in der Supply Chain 19

22 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Sehr häufig Häufig Selten Nie Format wird nicht unterstützt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% EDIFACT (EDIFACT)-ODETTE EDIFACT-EANCOM VDA ebxml XML IDOC CSV (ANSI) X.12 auto-gration Basis n =16 von 50 (KMU in der Supply Chain) Auswertung n=10 Mehrfachnennungen Abbildung 8: Transaktionsstandards bei KMU in der Supply Chain Bei der Frage nach den unterstützten und eingesetzten estandards ergab sich eine deutliche Vielfalt (vgl. Abbildung 8 und 9): 63 Prozent der befragten KMU haben keine Angabe dazu gemacht Von den restlichen 47 Prozent setzen 67 Prozent sehr häufig VDA ein XML spielt hingegen für die KMU in der Supply Chain keine Rolle Über 60 Prozent der Großunternehmen haben angegeben das Format VDA sehr häufig einzusetzen EDIFACT-Formate ebenfalls bei zwischen 40 bis 50 Prozent der Großunternehmen sehr häufig im Einsatz 20

23 Auswertung der Befragung IT-Integration Supply Chain Analyse Sehr häufig Häufig Selten Nie Format wird nicht unterstützt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% EDIFACT (EDIFACT)-ODETTE EDIFACT-EANCOM VDA ebxml XML IDOC CSV (ANSI) X.12 auto-gration Basis n =14 von 50 (Unternehmen in der Supply Chain) Auswertung n=14 Mehrfachnennungen Abbildung 9: Transaktionsstandards bei Großunternehmen in der Supply Chain Hinsichtlich der Frage nach einer zusätzlichen Software zur Nachrichtenumwandlung ergab sich ebenfalls eine große Vielfalt. 93 Prozent der befragten Großunternehmen haben dazu eine Angabe gemacht. Davon haben 8 Prozent angegeben, keine zusätzliche Software im Einsatz zu haben. Die restlichen Großunternehmen haben zu 54 Prozent unterschiedliche Software über»sonstiges«angegeben 44 Prozent der KMU haben keine Angabe zu einer zusätzlichen Software zur Nachrichtenumwandlung gemacht. Bei den restlichen KMU haben die meisten angegeben, keine zusätzliche Software im Einsatz zu haben. Somit war zusätzliche Software zur Nachrichtenumwandlung für die meisten der befragten KMU kein Thema. Auf die Frage nach den unterstützten Kommunikationsverfahren haben 44 Prozent der befragten KMU keine Angabe gemacht. 56 Prozent haben angegeben OFTP sowie s als Kommunikationsverfahren zu unterstützen. Dahingegen haben alle befragten Großunternehmen angegeben, ein Kommunikationsverfahren zu unterstützen. Von 93 Prozent der befragten Großunternehmen wird als Kommunikationsverfahren OFTP unterstützt. OFTP2, WebServices und FTP werden ebenfalls von 50 bis 70 Prozent der Großunternehmen unterstützt. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit dem Ergebnis der Befragung im Rahmen des auto-gration Projektes:»Interviews show that the most commonly used protocol in the automotive upstream supply chain is OFTP, and for the downstream is WS.«21

24 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie 3.3 IT-Integration Aftermarket Analyse Geschäftsprozesse und Kommunikation Im Folgenden werden die Ergebnisse bezüglich Dokumente, Prozesse, elektronischer Methoden und elektronischer Standards im Aftermarket dargestellt. Unternehmensübergreifender Datentransfer stellt einen wesentlichen Bestandteil der Prozesse im Aftermarket, insbesondere bei den Bestellprozessen, Lieferprozessen und Rechnungsstellung/Gutschriftverfahren dar. Der Bestellprozess umfasst aus Sicht vieler Unternehmen aber auch die Anfrage, das heißt den Angebotsprozess. Im Rahmen dieser Prozesse wurden am häufigsten, von teilweise über 80 Prozent der Unternehmen, Angaben zu den Dokumenten»Lieferschein«,»Bestellung«,»Bestellbestätigung«und»Rechnung«gemacht. Trotz der Relevanz werden diese Dokumente bei den befragten KMU noch zu über 50 Prozent manuell versendet bzw. empfangen (vgl. Abbildung 10). Auch die Großunternehmen im Aftermarket tauschen noch Dokumente manuell mit ihren Geschäftspartnern aus. Analog zur Supply Chain kann davon ausgegangen werden, dass dies aus den Geschäftsbeziehungen zu KMU resultiert, die nicht elektronisch angebunden sind. Beim elektronischen Datenaustausch kommen im Aftermarket hauptsächlich XML-Formate zum Einsatz. Es wird vermutet, dass von diesen Angaben ein wesentlicher Anteil an TecCom geht, da es sich bei TecCom ebenfalls um XML-Nachrichten handelt. TecCom, bei dem der Lieferant die Kosten trägt, spielt im Aftermarket eine führende Rolle. Großunternehmen manuell KMU manuell 0% 20% 40% 60% 80% 100% Gutschrift Rechnung 81,7% 76,7% 78,3% 100% Lieferschein 42,5% 61,4% Bestellbestätigung Bestellung 16,3% 50% 55,5% 57,1% Angebot 36,7% 50% Basis n=13 von 50 (Unternehmen im Aftermarket) Auswertung n=12 Mehrfachauswahl Abbildung 10: Anteil manueller Datenübertragung im Aftermarket 22

25 Auswertung der Befragung IT-Integration Aftermarket Analyse Die Unternehmen investieren hauptsächlich in die eingehenden Nachrichtentypen zur Sicherstellung der Prozessqualität im eigenen Unternehmen, versenden Nachrichten jedoch seltener elektronisch, da meistens gerade bei den kleineren Geschäftspartnern die notwendigen Schnittstellen fehlen, um eingehende elektronische Nachrichten zu verarbeiten. So ist es möglich, dass ein Lieferant die Bestellung elektronisch entgegennimmt, die Bestellbestätigung jedoch auf manuellem Wege versendet. Bei den befragten Großunternehmen handelte es sich hauptsächlich um Teilehersteller (Lieferanten) im Aftermarket, die die Bestellungen von ihren Geschäftspartnern vermutlich aus diesem Grund häufiger elektronisch erhalten (über 80 Prozent) als die Bestellbestätigungen elektronisch zu versenden (nur noch zu 50 Prozent). Nach unseren Erfahrungen können weiterhin viele Lieferanten keine konkreten Angaben hinsichtlich der geplanten Mengen und Lieferterminen zum Zeitpunkt der Bestellbestätigung machen. Daher ist der Inhalt der Bestellbestätigung aus qualitativer Sicht für den Kunden (Besteller) in automatisierten Prozessen nicht immer brauchbar. Unter der Angabe»sonstige Methoden«wurde ebenfalls der Marktführer TecCom häufig genannt. Trotzdem herrscht auch im Aftermarket eine heterogene Standardlandschaft. Wie auch in Abbildung 11 ersichtlich, wurden bei fast allen Nachrichtentypen über alle befragten Unternehmen hinweg mehr als drei Nachrichtenformate angegeben. Wie bereits erwähnt, weisen viele Prozesse in der Datenübertragung, vor allem bei den KMU, noch einen sehr hohen manuellen Anteil auf. Als Gründe hierfür gaben KMU im Aftermarket vor allem die große Abhängigkeit vom Geschäftspartner und dessen Systemen, Fähigkeiten und Vorgaben an. manuell TecCom CSV idoc XML VDA EDIFACT (oder vergleichbar) 100% Summe elektronisch 90% 80% 70% 2% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Angebot Bestellung Bestellbest tigung Lieferschein Rechnung Gutschrift Zahlungsavis Basis n=13 von 50 (Unternehmen im Aftermarket) Auswertung n=12 Mehrfachauswahl Abbildung 11: Formate zur Datenübertragung im Aftermarket 23

26 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie IT-Integration von KMU durch»auto-gration«hohes Potenzial 8 75% Die Kreisgröße entspricht dem Anteil der Unternehmen, die eine Angabe zu dem jeweiligen Nachrichtentyp gemacht haben. 88% 88% 88% 38% 38% 38% Niedriges Potenzial Angebot Bestellung Bestellbestätigung Lieferschein Rechnung Gutschrift Zahlungsavis Basis n=16 von 50 (KMU im Aftermarket) Auswertung n=9 Abbildung 12: Potenziale für einen neuen estandard im Aftermarket Deutliches Potenzial für den estandard auto-gration auch bei KMU im Aftermarket besteht insbesondere bei den Dokumenten»Rechnung«,»Bestellung«und»Lieferschein«(vgl. Abbildung 12). Das hohe Potenzial für diese Dokumente ergibt sich dadurch, dass diese Dokumente von KMU zu einem hohen Anteil über manuelle Methoden und häufig versendet bzw. empfangen werden. Der Faktor»ausgehender Nachrichtentyp«erhöht zudem das Potenzial für die Einführung von autogration für diese Nachrichtentypen, denn neben dem Aspekt die hohen manuellen Aufwände zu reduzieren ist die Integration von KMU in die Wertschöpfungskette bei ausgehenden Nachrichten auch einfacher umsetzbar. Zu dem Dokument»Rechnung«wurde von 75 Prozent der befragten KMU eine Angabe bzgl. unternehmensübergreifender Datentransfers gemacht und angegeben, dass dieses Dokument noch zu 78 Prozent manuell übertragen wird. Auch die Häufigkeit der Übertragung ist sehr hoch. 67 Prozent der KMU versenden bzw. empfangen mehr als 100 Rechnungen pro Monat. 88 Prozent der befragten KMU machten außerdem Angaben zu den Dokumenten»Bestellungen«,»Bestellbestätigungen«und»Lieferscheine«. Diese Dokumente besitzen somit ebenfalls eine große Relevanz für die Unternehmen im Aftermarket. 8 Das Potenzial ergibt sich aus der Multiplikation des manuellen Anteils mit der Übertragungshäufigkeit 24

27 Auswertung der Befragung IT-Integration Aftermarket Analyse Rechnung Gutschrift Angebot Bestellung Bestellbestätigung Lieferschein Zahlungsavis Anteil KMU Anteil manuell >100/Monat <100/Monat <50/Monat <20/Monat Keine Angabe Basis n=16 von 50 (KMU im Aftermarket) Auswertung n=9 Anteile gewichtet in Prozent Tabelle 3: Angaben KMU im Aftermarket zu den Nachrichtentypen Das Potenzial für Bestellungen kann auch hier höher ausfallen. Eine Erhöhung der Übertragungshäufigkeit über die in Kapitel bereits genannten Stellhebel kann stattfinden. Auch die Großunternehmen, welche in der Umfrage hauptsächlich aus Lieferanten bestanden, tauschen die Dokumente»Bestellung«,»Rechnung«und»Lieferschein«noch zu einem hohen Anteil manuell aus. Ein besonders hoher manueller Anteil besteht bei den Dokumenten»Rechnung«,»Bestellbestätigung«und»Lieferschein«, da viele der eher kleinen Geschäftspartner keine Möglichkeit haben, diese Dokumente elektronisch zu verarbeiten. Der manuelle Anteil der»bestellungen«resultiert vermutlich aus den nicht angebundenen KMU. 9 Anteil KMU, die eine Angabe zu dem jeweiligen Nachrichtentyp gemacht haben 10 Anteil zu dem der jeweilige Nachrichtentyp mit manuellen Methoden übertragen wird 25

28 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie IT- Landschaft im Aftermarket Die Unternehmen im Aftermarket wurden ebenfalls zu unterschiedlichen Aspekten ihrer IT-Landschaft befragt. Dazu zählen Fragen zur IT-Organisation sowie zu den eingesetzten Systemen und estandards, Kommunikationsverfahren und zusätzlicher Software. Bei der Befragung der Unternehmen stellte sich heraus, dass im Aftermarket über ein Drittel der KMU keine eigene IT-Abteilung bzw. IT-Mitarbeiter hat. 38 Prozent der KMU im Aftermarket haben angegeben, dass im eigenen Unternehmen keine IT-Abteilung existiert. Bei der Hälfte der befragten KMU im Aftermarket handelt es sich um Werkstätten, die im Regelfall keine eigene IT- Abteilung aufbauen. Es war somit davon auszugehen, dass ein höherer Anteil der befragten KMU im Aftermarket angibt keine eigene IT-Abteilung zu besitzen. Bezüglich des eingesetzten ERP-Systems haben die befragten Unternehmen folgende Angaben gemacht (vgl. Abbildung 13): 75 Prozent der befragten Großunternehmen haben eine Angabe zum eingesetzten ERP-System gemacht Alle Großunternehmen haben angegeben SAP im Einsatz zu haben 60 Prozent der KMU haben hingegen keine Angabe zum ERP-System gemacht Von den restlichen 40 Prozent der KMU hat die Mehrheit (80 Prozent) unterschiedliche ERP-Systeme unter»sonstiges«angegeben. Ansonsten wird entweder SAP oder Navision verwendet 100% 90% IAM KMU IAM Großunternehmen 80% 70% 2% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% SAP Navision Axway Sonstiges Keine Angabe Basis n =13 von 50 (Unternehmen im Aftermarket) Auswertung n=13 Mehrfachnennungen Abbildung 13: ERP-Systeme bei den Unternehmen im Aftermarket 26

29 Auswertung der Befragung IT-Integration Aftermarket Analyse Sehr häufig Häufig Selten Nie Format wird nicht unterstützt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% EDIFACT (EDIFACT)-ODETTE EDIFACT-EANCOM VDA ebxml XML IDOC CSV (ANSI) X.12 auto-gration Basis n =8 von 50 (KMU im Aftermarket) Auswertung n=4 Mehrfachnennungen Abbildung 14: Transaktionsstandards bei KMU im Aftermarket Analog zur Supply Chain herrscht auch im Aftermarket große Vielfalt in Bezug auf die eingesetzten Systeme. Auch bei den unterstützten und eingesetzten Standards im Aftermarket herrscht eine deutliche Vielfalt (vgl. Abbildung 14 und 15): 50 Prozent der befragten KMU haben keine Angabe zu den Transaktionsstandards gemacht Bei den restlichen KMU sind XML und CSV sehr häufig im Einsatz 80 Prozent der befragten Großunternehmen haben eine Angabe zu den unterstützen Standards gemacht Bei der Hälfte der befragten Großunternehmen werden die Formate XML, VDA und EDIFACT häufig eingesetzt 25 Prozent der Großunternehmen haben hingegen angegeben, EDIFACT- EANCOM sowie VDA sehr häufig einzusetzen Im Vergleich zwischen KMU und Großunternehmen herrscht deutlich mehr Vielfalt bei den Großunternehmen. Bei den Angaben zu den XML-Formaten kann außerdem davon ausgegangen werden, dass es sich hauptsächlich um TecCom handelt, da TecCom eine der führenden B2B Plattformen im Automotive Aftermarket darstellt. 27

30 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Bezüglich der Frage nach einer zusätzlichen Software zur Nachrichtenumwandlung haben alle befragten Großunternehmen eine Angabe gemacht. Nur 20 Prozent der Großunternehmen haben angegeben, keine zusätzliche Software im Einsatz zu haben. Wird aber eine Software zur Nachrichtenumwandlung eingesetzt, wird das bei Großunternehmen zu 60 Prozent und bei KMU zu 40 Prozent über den IT-Dienstleister Seeburger gemacht. 38 Prozent der KMU haben keine Angaben dazu gemacht. Wurde jedoch eine Angabe von den KMU gemacht, wurde entweder angegeben, keine zusätzliche Software im Einsatz zu haben oder, wie bereits genannt, Seeburger. Bezüglich unterstützter Kommunikationsverfahren haben 38 Prozent der KMU keine Angabe gemacht. Von den restlichen 62 Prozent haben 80 Prozent angegeben WebServices sowie s als Kommunikationsverfahren zu nutzen. Von den befragten Großunternehmen haben 80 Prozent angegeben OFTP zu unterstützen. Bzgl. der KMU deckt sich das wiederum mit den Ergebnissen der auto-gration Studie, die OFTP in der Supply Chain und Webservices im Aftermarket als gängige Kommunikationsverfahren bei den Unternehmen identifiziert hat. Die in der auto-gration Studie gewonnenen Erkenntnisse wurden bei der Gestaltung der Collaborative Reference Architecture, auf welcher der neue estandard auto-gration beruht, berücksichtigt. Sehr häufig Häufig Selten Nie Format wird nicht unterstützt 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% EDIFACT (EDIFACT)-ODETTE EDIFACT-EANCOM VDA ebxml XML IDOC CSV (ANSI) X.12 auto-gration Basis n =5 von 50 (Großunternehmen im Aftermarket) Auswertung n=4 Mehrfachnennungen Abbildung 15: Transaktionsstandards bei Großunternehmen im Aftermarket 28

31 Auswertung der Befragung 3.4 Erfolgsfaktoren und Hemmnisse einer Einführung Die Unternehmen wurden zusätzlich zu Erfolgsfaktoren, Potenzialen, Vorschlägen und Ideen sowie zu Bedenken und Hemmnissen bezüglich der Einführung eines neuen estandards wie auto-gration befragt. Das Ergebnis der Befragungen zeigt ein deutliches Interesse von KMU an einem neuen estandard wie auto-gration. Zwischen 86 und 100 Prozent der KMU in Supply Chain und Aftermarket äußerten ihr Interesse an dem neuen estandard. KMUs aus der Supply Chain sehen vor allem bei den Prozessen der Rechnungsstellung/Gutschriftverfahren, beim Lieferprozess und beim Bestellprozess großes Potenzial für auto-gration. Großunternehmen sehen ebenfalls ein hohes Potenzial in den Prozessen Rechnungsstellung/Gutschriftverfahren und der Belieferung. Die genannten Prozesse spiegeln die Ergebnisse der Online Umfrage wider, denn bei den Prozessen mit den höchsten manuellen Anteilen, sehen auch die Unternehmen selbst ein hohes Potenzial. Trotz des hohen manuellen Anteils bei den Prototypnachrichten, sieht die Mehrheit der Unternehmen kaum Potenzial in diesem Bereich. Es lässt sich vermuten, dass auto-gration als mögliche Lösung für den Prototypteileprozess noch nicht bekannt ist. Die Unternehmen wurden weiterhin hinsichtlich Erfolgsfaktoren bei der Einführung und Verbreitung eines neuen estandards wie auto-gration befragt. Folgende Punkte stellen auskunftsgemäß wesentliche Erfolgsfaktoren für KMU und Großunternehmen der Automobilindustrie dar: Der neue estandard muss von den eingesetzten ERP-Systemen als Standardschnittstelle angeboten werden Der neue estandard muss von einer bestimmten kritischen Masse genutzt werden (Verbreitungsgrad) Es müssen klar und umfassende Dokumentationen zu dem neuen estandard vorliegen Als weitere Erfolgsfaktoren aus Sicht der KMU in Supply Chain und Aftermarket wurden die Darstellung von Best-Practice-Beispielen/Erfahrungsberichten, die Darstellung der Kosten und Nutzen, die Herausgabe von Leitfäden zur Einführung bzw. zur Installation und Verwendung, Informationsveranstaltungen, Motivation der Geschäftspartner und die günstige und einfache Einführung genannt. Für Großunternehmen stellen vor allem die Darstellung von Best-Practice-Beispielen/Erfahrungsberichten und die Motivation der Geschäftspartner entscheidende Erfolgsfaktoren dar. Auf die Frage, ob automatisierte Geschäftsprozesse als Kriterium zur Auswahl der Geschäftspartner gelten, gab eine deutliche Mehrheit der Großunternehmen in Supply Chain und Aftermarket an, bei der Auswahl des Geschäftspartners auf automatisierte Geschäftsprozesse Wert zu legen. Großunternehmen entsteht trotz hoher IT-Investitionen durch Geschäftspartner ohne automatisierte Geschäftsprozesse ein zusätzlicher manueller Aufwand. Deshalb sind diese bestrebt, diesen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Für KMU ohne elektronische Anbindung stellt diese Tatsache eine große Herausforderung dar. 29

32 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Weiterhin wurden die Unternehmen zu Hemmnissen bzw. Hürden einer Einführung geeigneter estandards für den elektronischen Dokumentenaustausch mit besonderem Fokus auf dem estandard auto-gration befragt. Abbildung 16 zeigt die Angaben der Unternehmen. 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% Fehlendes Know-How im Bereich IT-Integration Klare Dokumentation des estandards fehlt Notwendige externe Unterstützung fehlt Fehlende Ressourcen im IT-Bereich Hohe Kosten aufgrund der Einführung des estandards Geringer Nutzen durch die Einführung des estandards 0% SC KMU IAM KMU SC Großunternehmen IAM Großunternehmen Schnittstelle ist nicht bei Kunden bzw. Lieferanten umgesetzt Kein strategisches Thema bei Entscheidungsträgern (andere Themen haben aktuell Vorrang) Basis n=50 Auswertung n=44 Abbildung 16: Hürden einer Einführung geeigneter estandards für KMU und Großunternehmen in der Automobilindustrie Als wesentliche Hürden für die Einführung von auto-gration gaben die befragten KMU fehlende IT-Ressourcen und geringes internes Know-How im IT-Bereich an. Diese Problematik wurde vor allem im Aftermarket deutlich. Es lässt sich vermuten, dass es sich hierbei oft um Händler oder Werkstätten handelt (ohne IT-Abteilung und IT-Experten). Folglich ist es für KMU essenziell auf derartige Dienstleistungen in Form von externer Unterstützung für auto-gration zurückgreifen zu können. Weitere Bedenken äußerten KMU auch bezüglich des zu geringen Nutzens, wenn zu wenig Unternehmen von dem Standard gebr. Auch die Tatsache, dass Unternehmen meist auf Vorgaben der großen Unternehmen reagieren, stellt für die Befragten ein großes Problem dar. Für die Großunternehmen stellt vor allem die immer heterogener werdende Systemlandschaft eine Problematik dar. Auch der Mehrwert gegenüber TecCom war einigen Befragten nicht klar und ist somit eine weitere Hürde bei der Einführung von auto-gration. 30

33 4. Weitere Relevante Zielgruppen In dem vorliegenden Dokument sollen die relevanten Stakeholder durch die Analyse der Ausgangssituation und der Aufnahme der Anforderungen kennengelernt werden, die bei der Verbreitung von autogration eine Rolle spielen. Dabei stehen neben den KMU und Großunternehmen weitere Stakeholder wie branchenspezifische IT-Dienstleister und Multiplikatoren (wie z.b. regionale Automotive Cluster) im Mittelpunkt der Untersuchung. 4.1 IT- Unternehmen Aus der Befragung der IT-Dienstleister sollen bereits vorhandene Vorgehensweisen zur Einführung von autogration sowie von IT-Dienstleistern geplante Entwicklungen von IT-Anwendungen zur Unterstützung von auto-gration identifiziert werden. Im Rahmen der durchgeführten Experteninterviews wurden dazu 11 IT-Dienstleister aus der Automobilindustrie befragt, die sowohl KMU als auch Großunternehmen als Kunden haben und sowohl in der Supply Chain als auch im Aftermarket tätig sind. Es sind ERP-Softwarehersteller/Middleware- Hersteller und Provider vertreten. Die Befragung ergab folgende Ergebnisse: Der Mehrheit der befragten IT-Unternehmen war der neue estandard auto-gration bekannt 30 Prozent der Unternehmen gaben an, dass autogration durch ihr Produkt unterstützt wird. Bei weiteren drei Unternehmen gibt es bereits geplante Entwicklungen zur Unterstützung von auto-gration Die Mehrheit der befragten Unternehmen zeigt sich offen gegenüber neuen Schnittstellen wie auto-gration, jedoch gestaltet sich das Interesse abhängig vom Kunden und deren Anforderungen 64 Prozent der Unternehmen sehen einen Nutzen in dem neuen Standard auto-gration, vor allem bezüglich der Reduktion der Schnittstellenanzahl und dem Wegfall individueller Schnittstellen Es existieren noch nicht viele Erfahrungen mit autogration, jedoch gaben die Befragten mehrere mögliche Geschäftsmodelle für auto-gration an (bspw. die Konvertierung von Inhouse-Formaten zu auto-gration, Provider- Modelle, neue Schulungsmodelle und Implementierungsprojekte). Bedenken hatten die Befragten hauptsächlich bezüglich der Akzeptanz bei den Key Playern und der damit verbundenen Etablierungszeit, d.h. die Erreichung der kritischen Masse. Neue Schnittstellen sind für die IT-Unternehmen weiterhin mit Investitionen verbunden, die sich bspw. bei mangelnder Unterstützung durch die am Markt befindlichen IT-Lösungshersteller oder mangelnder Nachfrage der Kunden nicht lohnen würde. Weitere Bedenken gibt es aufgrund der Masse an estandards, die es bereits auf dem Markt gibt. Erfolgsfaktoren stellen aus Sicht der IT-Unternehmen vor allem der Einsatz des Standards durch Key Player, das Vorhandensein einer Schnittstelle in den ERP-Systemen der KMU, eine einfache und günstige Anbindung und die Zusammenarbeit mit Verbänden für eine schnelle Markteinführung dar. 31

34 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie 4.2 Multiplikatoren Neben den Anwenderunternehmen des estandards wurden branchenspezifische Multiplikatoren angesprochen und deren Ausgangssituation betrachtet. Hierbei ist es von Bedeutung geeignete, aber auch neue, innovative Wege der Wissensvermittlung von relevanten Multiplikatoren zu identifizieren, die im weiteren Verlauf des Projekts ausgebaut werden können. Als Multiplikatoren wurden die Cluster der Automobilindustrie angesprochen. Die befragten Multiplikatoren hatten überwiegend KMU als Mitglieder. Den ersten Kontakt zu den Unternehmen stellen die Cluster hauptsächlich über persönliche Gespräche oder Eigeninteresse der Unternehmen an den Angeboten der Cluster her. Die weitere Kommunikation mit den Unternehmen erfolgt durch persönliche Gespräche, Veranstaltungen, Messen, s oder Newsletter. Die befragten Multiplikatoren führen Aktivitäten zu speziellen Themenstellungen durch. Dazu zählen Workshops, Vermittlung von Experten, Delegationsreisen, Fachvorträge und Veranstaltungen. Aus Sicht der befragten Multiplikatoren wären themenbezogene Informationsveranstaltungen sowie Newsletter und Publikationen passende Aktivitäten zur Motivation von KMU für einen neuen estandard. Geeignete und innovative Wege der Wissensvermittlung sind hierbei Vorträge, Blogs, Newsletter und Social Media. Die Hälfte der Befragten hatte keine Bedenken bzgl. der Einführung eines neuen estandards wie auto-gration. Ein wichtiges Thema für die restlichen Cluster war das Thema der sicheren Datenübertragung. Weiterhin müssten die Möglichkeiten der KMU in Hinblick auf benötigte Ressourcen und Software sowie benötigtes Know-How berücksichtigt werden. Diese Überlegungen decken sich auch mit den Ergebnissen der Unternehmensbefragungen. Einen Nutzen für ihre Mitgliedsunternehmen sehen die Multiplikatoren hinsichtlich der Stärkung der Wettbewerbsposition von KMU, Beschleunigung der Prozesse, Kostenersparnis für die Unternehmen, der Einbindung in Kommunikationsstandards und eines verbesserten Informationsaustauschs. Die Multiplikatoren selber können Beratungsleistungen rund um die neue Technologie definieren und den KMU anbieten. Es ergeben sich somit durch die Verbreitung eines neuen estandards wie auto-gration auch Nutzenpotenziale für die Multiplikatoren selbst. 32

35 5. Fallbeispiele Im Rahmen von CAR4KMU werden bei ausgewählten KMU Projekte als Anwendungsbeispiele für auto-gration umgesetzt. Ein Anwendungsfall schließt in der Regel mit der erfolgreichen Nutzung von auto-gration zum Austausch von Dokumenten in elektronischer Form zwischen zwei Geschäftspartnern ab. Ziel dabei ist es aufzuzeigen, dass auto-gration mit geringem Aufwand eingebunden werden kann. Die Projekte und deren Ergebnisse werden in Form von Anwendungsfällen aufbereitet und dokumentiert und sind Teil des Einführungskonzepts. Dadurch sollen andere KMU von den Erfahrungen profitieren können. Darüber hinaus werden die Erfahrungen und ggfs. notwendige Optimierungen mit den Verantwortlichen von auto-gration diskutiert, so dass diese in weitere Versionen des estandards einfließen können. In der vorliegenden Studie werden zwei umgesetzte und dokumentierte Anwendungsfälle vorgestellt. Für den Beschaffungsprozess im Automotive Aftermarket zur Bewirtschaftung der Warenlager wird die Umsetzungen von zwei Nachrichtentypen mit hohem Potenzial, die Bestellung und die Bestellbestätigung, ausgewählt. In der Supply Chain wird für den standardisierten und automatisierten RFID-Einsatz zur Verfolgung von Bauteilen und Komponenten im Entwicklungskontext die Umsetzung der Nachricht PrototypeMessage dargeboten. Die Vorgehensweise sowie der Aufbau und die Inhalte der Dokumentation der Anwendungsfälle für die Einführung und Implementierung von auto-gration wurden im Voraus in einem separaten Dokument definiert. Dieses Template wurde für die Dokumentation der Fallbeispiele herangezogen. In den folgenden Abschnitten werden der Aufbau sowie die Inhalte des tabellarisch aufgebauten Templates zur Dokumentation der Anwendungsfälle sowie zwei der umgesetzten Anwendungsfälle im Detail beschrieben. Diese Arbeiten werden auf der Projektwebseite von CAR4KMU veröffentlicht. Die entwickelten Vorgehensweisen zur Umsetzung von auto-gration (bspw. das 3-Phasen-Modell) werden im Rahmen des CAR4KMU Leitfadens dokumentiert. 5.1 Vorgehensweise und Aufbau Der inhaltliche Aufbau eines Anwendungsfalls folgt einer zu definierenden Vorlage, die abhängig vom Kontext der späteren Benutzung des Anwendungsfalls ausgearbeitet werden muss. Meist werden für verschiedene Analysephasen auch unterschiedlich stark formalisierte Vorlagen verwendet, von der rein prosaischen Kurzbeschreibung bis zu einem vollständig, ausgearbeiteten Anwendungsfall. 33

36 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Exemplarisch soll eine Schablone mit folgenden Inhalten verwendet werden: Name des Anwendungsfalls - ID des Anwendungsfalls Allgemeine Informationen zum Anwendungsfall Phase 1 des 3-Phasen-Modells zur Umsetzung von auto-gration: Ausgangssituation und Rahmenbedingungen Beschreibung Beteiligte Partner Verwendete Anwendungsfälle Motivation und Auslöser Zuerst werden allgemeine Informationen, Problemstellung und Ausgangssituation zum Anwendungsfall beschrieben. Anschließend werden unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Gründe für Motivation und Akzeptanz bei den beteiligten Unternehmen zusammenfassend festgehalten. Die folgenden 3 Phasen basieren auf dem 3-Phasen-Modell der auto-gration Umsetzung. In Anlehnung an das 3-Phasen-Modell wird die Umsetzung von auto-gration in den jeweiligen Feldern des Templates dokumentiert. Das 3-Phasen-Modell ist Bestandteil des CAR4KMU Leitfadens. Abschließend wird das Ergebnis sowie ggf. Nachbedingungen des Anwendungsfalls dargestellt. Es wurden zum Template Hilfsmittel für bestimmte Schritte der Umsetzung entwickelt, welche für die Dokumentation in die jeweilige Stelle des Templates eingefügt werden können. Dazu zählen bspw. Checklisten für die Beurteilung der Möglichkeit auto-gration einzuführen. Vorbedingungen Phase 2 des 3-Phasen-Modells zur Umsetzung von auto-gration: Installation und Konfiguration Implementierung Alternative Ablaufschritte Phase 3 des 3-Phasen-Modells zur Umsetzung von auto-gration: Abnahme und Schulung Abnahme Workshop und Schulung Ergebnis Anwendungsfall Nachbedingungen/Ergebnis 34

37 Fallbeispiele 5.2 Umgesetzte Anwendungsfälle In der vorliegenden Studie werden zwei von den Anwendungsfällen vorgestellt, die im Rahmen vom Förderprojekt CAR4KMU durchgeführt wurden. Der neue estandard auto-gration wurde dabei bei folgenden Unternehmen erfolgreich eingeführt. Die Umsetzung wird von dem Projektpartner ROTAS Automotive Services GmbH durchgeführt und dokumentiert. In dem folgenden Kapitel wird die Umsetzung mit den einzelnen Arbeitsschritten und dem Ergebnis für die beiden Anwendungsfälle detailliert vorgestellt. 1. SAG Knorr Bremse 2. isi Automotive Automobilhersteller Zur Umsetzung von auto-gration wurde im Rahmen des Projektes CAR4KMU das 3-Phasen-Modell entworfen und auch bei der Umsetzung der Anwendungsfälle herangezogen Anwendungsfall 1: SAG Knorr Bremse Die Swiss Automotive Group (SAG) ist mit einem jährlichen Umsatz von über 500 Mio. CHF eine der größten Anbieterinnen in der freien Autoersatzteil-Branche Europas (Independent Automotive Aftermarket). Die SAG bedient ihre Kunden über die selbstständigen Tochtergesellschaften Derendinger AG, Technomag AG, E. Klaus AG, IHLE Schweiz AG und Wälchli & Bollier AG in der Schweiz, Derendinger Handels GmbH in Österreich, Matik Handels GmbH in Österreich und in Slowenien sowie Remco Belgium NV in Belgien und den Niederlanden mit über 500 Lieferfahrzeugen und über 100 Filialen. Das Angebot aus einer Hand bietet sämtliche Dienstleistungen für den Fahrzeugmarkt und Originalteile der sich im Markt befindlichen Fahrzeugmarken und umfasst mehr als Teile. Die Swiss Automotive Group beschäftigt über 1700 Mitarbeitende. Der Knorr-Bremse Konzern ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge intelligente Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Energie versorgungssysteme, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial sowie Fahrerassistenzsysteme. Zudem bietet Knorr- Bremse Fahrsimulatoren und E-Learning-Systeme für eine optimale Ausbildung des Zugpersonals an. Die Bandbreite des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen ebenfalls Drehschwingungsdämpfer und Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als Mitarbeiter (Ende 2012). Der Konzernumsatz belief sich im Jahr 2012 auf 4,3 Mrd. Euro. Allgemeine Informationen zum Anwendungsfall Die SAG hat bereits zwischen den Jahren strategische Maßnahmen ergriffen um die Beschaffungsprozesse mit den wichtigsten Geschäftspartnern elektronisch und automatisiert umzusetzen. Diese Maßnahmen und das damit verbundene Ziel der Optimierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse um Kosten zu senken, wurde zur damaligen Zeit auch durch den estandard TecCom begünstigt. Über TecCom konnte die SAG mehr als 40 Lieferanten in den folgenden Jahren bis Ende 2012 elektronisch an die Geschäftsprozesse anbinden. Jedoch zeigte die Entwicklung der Lieferantenanbindung schon Ende 2011, dass viele kleinere Lieferanten nicht an der TecCom Plattform angeschlossen sind. Motive und Hemmnisse für kleinere Teilehersteller sind die zu ermittelnden Kosten und die erwarteten Einsparungen für die Anbindung an die TecCom Plattform. Somit fehlt die Akzeptanz und Bereitschaft bei kleineren Teileherstellern für die Einführung von TecCom in ihrem Unternehmen. Bilaterale EDI- Verbindungen zu einzelnen Geschäftspartnern kamen hinsichtlich der hohen administrativen Aufwände aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. 35

38 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Nur eine einfache und kostengünstige Umsetzung eines estandards wurde bei der SAG als Lösung angesehen, da diese Faktoren maßgeblich am Erfolg des Vorhabens beteiligt sind. Aus diesem Grund hat die SAG sich 2012 intensiv mit dem estandard auto-gration beschäftigt. Auf folgende auschlaggebende Punkte für die Entscheidung wurde daher bei der Betrachtung von auto-gration näher eingegangen: Handelt es sich um einen offenen Standard für alle Teilnehmer in der europäischen Automobilindustrie? Rechnet sich die Einführung für unsere Geschäftspartner KMU (Kosten-Nutzen-Analyse)? Gibt es Empfehlungen bzw. Geschäftsregeln für den Bestellprozess? Sind die erforderlichen Nachrichten für den Bestellprozess vorhanden? Wirtschaftlichkeit Das positive Ergebnis der näheren Betrachtung von auto-gration, Einsparpotenzial bei der manuellen Erfassung, verbesserter und effizienterer Bestellprozess und Verbesserung der Datenqualität im Bestellprozess, waren für die SAG auschlaggebend nun auto-gration als estandard im eigenen Unternehmen einzuführen. Ende 2015 sollen 20 Lieferanten über auto-gration angebunden werden. Bei über 20 Lieferanten mit insgesamt 320 Bestellbestätigungen und je ca. 80 Positionen im Monat wird durch den elektronischen und automatisierten Prozess gegenüber der manuellen Erfassung der Bestellbestätigungen eine Einsparung von über 100 Stunden im Monat ermittelt. Darüber hinaus sind weitere Einsparungspotenziale durch die nachgelagerten Prozesse der Belieferung mit der Nachricht DespatchAdvice und dem Controlling mit der Nachricht Invoice geplant. Aber auch qualitative Verbesserungen, z.b. bessere Datenqualität, mehr Informationen und schnellere Bearbeitung 24/7 haben maßgeblich zur Entscheidung für auto-gration geführt. Abbildung 17: Nutzen im Vertrieb Im konkreten Anwendungsfall liegt das messbare Ergebnis nach der Umsetzung und Einführung von autogration für die SAG und Knorr-Bremse bei ca. 5 Stunden pro Monat für den reinen Bestellprozess. Weiterhin ist auch für den Geschäftspartner Knorr- Bremse durch die Multiplikation weiterer Geschäftspartner respektive Kunden ein erhebliches Einsparungspotenzial möglich. Das Anbinden weiterer Kunden an auto-gration führt bei Knorr-Bremse sofort zu einer Produktivitätssteigerung, da für die Installation und das Mapping keine weiteren Kosten anfallen. Das Einrichten der Geschäftsbeziehung als administrativer Aufwand und ein Testlauf mit jedem einzelnen Kunden stellen nur noch marginale Kosten dar. 36

39 Fallbeispiele Umgesetzte Anwendungsfälle Auslöser und Akzeptanz Aufgrund der hohen Wirtschaftlichkeit und dem hiermit verbundenen Nutzen beim Einsatz von auto-gration spielt auch die Akzeptanz im eigenen Unternehmen als auch bei den Geschäftspartnern eine wichtige Rolle. Nachfolgend wird ein Überblick der wichtigsten Maßnahmen aufgezeigt, anhand dessen die Motivation und Akzeptanz zur Einführung von auto-gration erhöht wird: Unternehmenspolitisch kommuniziert die SAG intern die strategische Entscheidung den estandard autogration einzuführen, um die Wettbewerbsposition zu halten bzw. weiter auszubauen. Die Vereinfachung durch den estandard wirkt sich auch positiv auf die Zukunft des Unternehmens aus Mitarbeiter der verschiedenen Fachabteilungen werden in den Integrationsprozess eingebunden. Durch den Wegfall der manuellen Datenerfassung im Einkauf wird der Mitarbeiter durch zukünftig qualifizierte Arbeit motiviert. Ein positiver Einfluss auf die Einstellung der Mitarbeiter wird zusätzlich durch persönliche Jahresziele bewirkt Eine höhere Datenqualität und auch Quantität der Informationen kommen der SAG und dem Geschäftspartner zugute Die Verbesserung der Lieferantenbewertung und die Intensivierung der Geschäftsbeziehung bauen weiteres Vertrauen auf Unterstützung bei der Implementierung, freie verfügbare Software für auto-gration, Installations- und Schulungsunterlagen sowie Support durch Rotas Automotive Services stehen den Geschäftspartnern für eine preiswerte Anbindung zur Verfügung Die Verwendung der Empfehlung 4405 für den Bestellprozess im Automotive Aftermarket verkürzt erheblich die Abstimmungen für die konkreten Nachrichteninhalte und einzuhaltenden Geschäftsregeln Die verschiedenen Informationen und Tools werden dabei als PowerPoint-Folien, Word-Dokumente und Excel-Sheets dargeboten. Mittels einer Projektwebseite (Beispiel https://auto-gration.rotas-as.net) werden die Informationen so aufbereitet, dass verschiedene Zielgruppen, Entscheider, Vertrieb und IT gezielt angesprochen werden können. Das 3-Phasen-Modell zur Umsetzung von auto-gration Phase 1 Ausgangsituation und Rahmenbedingungen Die wöchentlichen Bestellungen werden zurzeit von der SAG an Knorr-Bremse als PDF-Dokument per Mail gesendet. Die Bestellbestätigung wird von Knorr-Bremse als PDF-Dokument per Mail an die SAG gesendet. Sowohl die SAG als Besteller als auch Knorr-Bremse müssen die eingehenden Nachrichten manuell in das eigene ERP-System eingeben. Dies erfordert hohe manuelle Bearbeitungsaufwände und stellt auch eine nicht unerhebliche Fehlerquelle dar. Zur optimalen Bewirtschaftung der Lagerbestände werden die auto-gration Nachrichten»Order«und»OrderResponse«für den Bestellprozess zwischen der SAG und Knorr-Bremse eingesetzt um diese automatisiert und elektronisch zu versenden und in das jeweilige ERP-System einzulesen und zu verarbeiten. Durch die Verwendung einer Checkliste zur Beurteilung der Integrationsfähigkeit wurde ermittelt, dass Knorr-Bremse ein SAP-System und EDI-Komponenten einsetzt und voll integrationsfähig ist. Die Einführung des estandards auto-gration ist somit technisch möglich und wird auch vom Geschäftspartner umgesetzt. Für die Festlegung der genauen Nachrichteninhalte und Geschäftsregeln hat Rotas gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen die Empfehlung 4405 ausgearbeitet. Die Empfehlung 4405 beschreibt den standardisierten Einsatz von auto-gration für den Bestellprozess im Independent Automotive Aftermarket um ein gemeinsames Verständnis zwischen den Geschäftspartner für die Verwendung von Geschäftsregeln herzustellen. Die Empfehlung 4405 steht kostenlos zum Download unter https://auto-gration.rotas-as.net/index.php/main/verfuegbare-nachrichten/rotas-4405-bestellprozess zur Verfügung. 37

40 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Die Empfehlung 4405 untergliedert sich in zwei Teilfunktionen: Bestellung und elektronische Übermittlung über autogration Bestellbestätigung und elektronische Übermittlung über auto-gration Knorr-Bremse verwendet eine interne EDI-Integrationsplattform für die Implementierung von auto-gration. Somit war eine zusätzliche Installation von Software nicht erforderlich. Die Kommunikation der Nachrichten erfolgt abweichend zum Webservice über eine gesicherte S/FTP Verbindung zwischen den beiden Unternehmen. Insgesamt verlief auch das Nachrichten-Mapping mithilfe der Empfehlungen 4405 bei Knorr-Bremse erfolgreich. Für beide Nachrichten»Order«und»OrderResponse«werden die Kernfelder und Anforderungen an die Struktur und Inhalte der Nachrichten beschrieben. Außerdem werden alle erforderlichen Geschäftsregeln berücksichtigt um den Geschäftspartnern eine gleichbleibende Datenqualität zu gewährleisten, damit die Daten elektronisch und automatisiert für den Bestellprozess verarbeitet werden können. Diese verallgemeinerte Vorgehensweise reduziert auch den Aufwand bei der Anbindung weiterer Geschäftspartner. Als Grundlage für die Konfiguration der Partner am jeweiligen Konnektor wurde eine Checkliste zur Dokumentation der Geschäftsbeziehung eingesetzt um die erforderlichen Partnernummern, die Warenempfänger und auto-gration IDs auszutauschen. Die Aufbereitung aller erforderlichen Aspekte konnte unter Verwendung von Checklisten in der Phase 1 umgesetzt und abgeschlossen werden. Phase 2 Installation und Konfiguration Die Vorgaben aus der Phase 1 werden nun konkret umgesetzt. Beide Unternehmen mussten keine weitere Software installieren. Ein wesentlicher Vorteil für die SAG ist, dass bereits die freie und kostenlose closed source Software ixsuite der Rotas Automotive Services GmbH für auto-gration eingesetzt wird. Die closed source Software ixsuite steht gratis zum Download unter https://auto-gration.rotas-as.net/index.php/main/successtools/rotas-ixsuite zur Verfügung. Die Software ixsuite ist die Referenzimplementierung für auto-gration unter Verwendung des Microsoft.NET Frameworks. Auch das Nachrichten-Mapping ist gemäß den Anforderungen der Empfehlung 4405 umgesetzt worden. Während der Umsetzung ergab sich die Problemstellung, dass Knorr-Bremse für die»orderresponse«nicht auf das interne SAP IDOC Inhaus-Format zugreifen konnte. Lediglich das Druckformat PDF konnte aus dem SAP- System zur Verfügung gestellt werden. Für die Umwandlung der PDF Bestellbestätigung in die auto-gration Nachricht»OrderResponse«standen keine Funktionen zur Verfügung. Es musste eine Strategie und Realisierung eines alternativen Ablaufschritt aufgezeigt werden, damit der Anwendungsfall nicht mit einem Misserfolg endete, da für den Bestellprozess die auto-gration Nachricht»OrderResponse«zwingend erforderlich ist. Aus der vorliegenden Studie ist ersichtlich, dass viele kleine KMU nur wenig bis keine Integrationsfähigkeit bzw. Schnittstellen an ihrem Warenwirtschaftssystem haben, jedoch die Bereitstellung von PDF Dokumenten fast immer möglich ist. Durch das grundsätzliche Potenzial PDF Dokumente in auto-gration Nachrichten umwandeln zu können und die technischen Möglichkeiten, hat Rotas Automotive Services einen Service entwickelt, mit dem PDF Dokumente in die entsprechende auto-gration Nachricht umgewandelt werden können. Auf diese Weise konnte die auto-gration Nachricht»OrderResponse«(Bestellbestätigung) im Rahmen dieses Anwendungsfalls erzeugt werden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im Rahmen der Phase 2 die Vorgehensweise mit dem Einrichten und Konfigurieren der Geschäftsbeziehung sowie durch den alternativen Ablaufschritt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. 38

41 Fallbeispiele Umgesetzte Anwendungsfälle Phase 3 Abnahme und Schulung Mithilfe der Ergebnisse und Arbeiten der vorausgegangenen Phasen 1 und 2 wurden so alle Anforderungen und Geschäftsregeln für den Bestellprozess und die Nachrichten»Order«und»OrderResponse«von der SAG und Knorr-Bremse eingehalten und alle Tests verliefen positiv. Gleichzeitig konnten auch die verwendeten Checklisten als Teil der Dokumentation herangezogen werden. für die Einführung von auto-gration bestätigt und anerkannt. Insbesondere die Checklisten und die Empfehlung 4405 für den Bestellprozess im Aftermarket haben die Aufwände und die Abstimmungen minimiert. Nach persönlicher Mitteilung per von Herrn Stangl von Knorr-Bremse:»Somit haben wir das Ziel erreicht auch wenn es doch länger dauerte als geplant!«durch die Einbeziehung der Mitarbeiter in den Fachabteilungen konnte bereits in den ersten beiden Phasen erforderliches Wissen zu auto-gration vermittelt werden. Mit Guidelines und gezielten Schulungen zum Umgang mit auto-gration wurde die letzte Phase abgeschlossen. Ergebnis Anwendungsfall Auto-gration konnte bei den Unternehmen SAG und Knorr-Bremse für den Bestellprozess mit den Nachrichten»Order«und»OrderResponse«erfolgreich eingeführt werden. Bisher hat es im produktiven Betrieb keine Störungen oder Probleme gegeben. Das zugrundeliegende Mengengerüst und die Einsparungen konnten bisher bestätigt werden. Alle beteiligten Personen haben die Vorgehensweise Seitens der SAG sieht man sich durch die erfolgreiche Anbindung des Geschäftspartners Knorr-Bremse in Sachen auto-gration im Ergebnis bestätigt, jedoch wurden für die Umsetzung mehr als 6 Zeitmonate benötigt. Knorr-Bremse hat auto-gration erstmals für die Geschäftsbeziehung mit der SAG als estandard eingesetzt. Die benötigten Vorlaufzeiten für die interne Abstimmung bei der Einführung eines neuen estandard und die Anforderungen an die verschiedenen Fachabteilungen benötigt in einem Großunternehmen jedoch mehr Zeit. Diesbezüglich soll geprüft werden, ob zusätzliche Maßnahmen in Form von kleineren Zwischenschritten den benötigten Zeitmonaten entgegen gewirkt werden kann Anwendungsfall 2: isi Automotive Automobilhersteller Die Gründung der isi Automotive im Jahr 1995 erfolgte mit Fokus auf die spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie. Die Kernkompetenz der isi Automotive Gruppe in der Herstellung von Druckgasspeichern und der Trend zum Einsatz von kühleren Gasen in Airbagsystemen waren die Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Der primäre Fokus des Unternehmens ist die innovative Auseinandersetzung mit der Fahrzeugsicherheit. Hierfür werden, ob als Tier 1, Tier 2 oder Tier 3 Lieferant, weltweit Produkte für die Automobil industrie hergestellt und geliefert. Allgemeine Informationen zum Anwendungsfall Der RFID-Einsatz und Datentransfer zur Verfolgung von Bauteilen und Komponenten in der Fahrzeugentwicklung stellt für die prozessbeteiligten Lieferanten und Automobil hersteller ein erhebliches Einsparungspotenzial dar. Der RFID-Einsatz innerhalb des Entwicklungsprozesses ermöglicht die eindeutige Identifizierung ohne direkten Sichtkontakt. Bauteile und Baugruppen können im verbauten Zustand identifiziert werden. Bauteile und Komponenten werden auf Basis der Serial-Nummer eindeutig unterschieden, jeweilige Eigenschaften können einem konkreten Bauteil oder einer konkreten Komponente mit einem definierten Entwicklungsstand zugeordnet werden. Auf diese Weise werden die Aufwände für etwaige Aus- und Umbauten reduziert. Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung fallen zu jedem Prototyp- Bauteil eine Vielzahl von relevanten Bauteildaten an, die zwischen Zulieferer und Kunde (i.d.r. Automobilhersteller) kommuniziert werden müssen und für das jeweilige Bauteil gespeichert werden müssen. Sowohl der standardisierte und automatisierte RFID- Einsatz als auch die elektronische und automatisierte Übertragung von Bauteildaten mittels der auto-gration Nachricht PrototypeMessage werden in der VDA 5509 Empfehlung dargeboten und sind im Rahmen des 39

42 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Anwendungsfall zwischen der isi Automotive und einem Automobilhersteller umgesetzt worden. Weitere Informationen zur VDA 5509: https://auto-gration.rotas-as.net/index.php/main/verfuegbare-nachrichten/vda-5509-prototypedata. Verbesserung der Qualität in der Lieferkette und der Automobilentwicklung Definition der relevanten Bauteildaten mit der PrototypeMessage Nachricht Wirtschaftlichkeit Die wachsende Komplexität in der Lieferkette und die Globalisierung der Beschaffungsmärkte tragen zur Erhöhung der Qualitätsrisiken bei. Die elektronische und automatisierte Datenübertragung von Bauteildaten in der Prototypenentwicklung unterstützt auch die präventive Erkennung und Vermeidung von Qualitätsrisiken in der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilentwicklung und Automobilherstellung. Im Rahmen von partnerschaftlicher Zusammenarbeit werden entsprechende Maßnahmen und Aktivitäten zwischen den beteiligten Unternehmen besonders vertraulich behandelt. Besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist ein vertraulicher Rahmen für den Austausch der Daten zu schaffen. Neben dem suggerierten Druck durch den Geschäftspartner, die auto-gration Nachricht PrototypeMessage einsetzen zu müssen, entfällt bei isi Automotive durch die Umsetzung von auto-gration auch der manuelle Aufwand für die Bereitstellung der Bauteildaten an den Kunden. Auslöser und Akzeptanz Das große Potenzial zur Erkennung und Vermeidung von Qualitätsrisiken in der Automobilentwicklung und dem Nutzen durch den Einsatz von auto-gration in Verbindung mit der VDA 5509 Empfehlung schafft eine hohe Akzeptanz zwischen Teilehersteller und Automobilhersteller. Nachfolgend wird ein Überblick der wichtigsten Aspekte aufgezeigt, anhand dessen die Motivation und Akzeptanz zur Einführung von auto-gration erhöht wird: Elektronische und automatisierte Übertragung der Bauteiledaten Das 3-Phasen-Modell zur Umsetzung von auto-gration Phase 1 Ausgangsituation und Rahmenbedingungen Auf Basis langjähriger Erfahrungen bietet isi Automotive im Rahmen der Produktentwicklung die Auslegung von Insassenschutzsystemen an. Die Systementwicklung für die Insassenschutzsysteme Front, Seite, Heck und Rollover sowie die Innenraumraumverkleidungsteile beinhaltet die Abstimmung der betroffenen Bauteile hinsichtlich der Rückhalteeigenschaften, die Koordination der verschiedenen Lieferanten und die Kommunikation zum Kunden. Zur Verbesserung der Datenqualität und Vereinheitlichung der Prozesse soll die auto-gration Nachricht PrototypeMessage in der Fahrzeugentwicklung mit einem großen Automobilhersteller eingesetzt werden. Durch die Verwendung einer Checkliste zur Beurteilung der Integrationsfähigkeit wurde ermittelt, dass isi Automotive über entsprechende Ressourcen und IT-Kompetenz im eigenen Unternehmen verfügt und bereitstellt. Die Einführung des estandards auto-gration ist technisch möglich und wird von isi Automotive umgesetzt. Für die Festlegung der genauen Nachrichteninhalte und Geschäftsregeln wurden die Empfehlungen VDA 5509 als auch die erweiterte Dokumentation des Automobilherstellers eingesetzt. Die VDA 5509 Empfehlungen untergliedern sich in zwei Teilfunktionen: Minimierung der manuellen Aufwände für die Datenerfassung Einsatz der RFID Technologie und Anforderungen an den Transpondereinsatz Vereinheitlichung der Prozesse für die Neuteileentwicklung Datenstruktur und automatisierte Übertragung der Bauteildaten 40

43 Fallbeispiele Umgesetzte Anwendungsfälle Die RFID-Transponder enthalten keine Informationen zum Bauteil selbst, sondern lediglich eine Identifikationsnummer. Über diese eindeutige ID mit 40 Ziffern beziehungsweise Buchstaben lässt sich auf verschiedene Daten zugreifen, die im IT-System hinterlegt sind und dort gepflegt werden. Dies können festgelegte Metadaten wie zum Beispiel das Herstelldatum und technische Besonderheiten oder Angaben zur Geometrie des Bauteils und Informationen zu dessen Funktion, Prüfergebnissen und Messdaten sein. Diese Daten werden bei isi Automotive bereits in einer Datenbank vorgehalten und sind wesentliche Bestandteile der Prototype- Message. Die Aufbereitung aller erforderlichen Aspekte konnte unter Verwendung von Checklisten in der Phase 1 umgesetzt und abgeschlossen werden. Phase 2 Installation und Konfiguration Die Vorgaben aus der Phase 1 werden nun konkret umgesetzt. Alle auto-gration Nachrichten wurden in XML entworfen, um eine einfache Implementierung für unterschiedliche Technologien und IT-Plattformen zu gewährleisten. Das Nachrichten-Mapping ist gemäß den Anforderungen von isi Automotive eigenständig umgesetzt worden und bestätigt die einfache Umsetzung der autogration Nachricht im XML Format. Der Austausch soll über die definierten auto-gration Webservice Funktionen erfolgen. Für eine tiefere Integrationsdichte in das eigene IT-System ist eine Microsoft.NET basierte Technologie erforderlich, die bei isi Automotive für Eigenentwicklungen eingesetzt wird. Zum Einsatz kommt die Rotas ixsuite API für autogration, welche eine ausprogrammierte Schnittstelle für die auto-gration Webservice Kommunikation als Client auf Basis der Microsoft.NET Technologie anbietet. Der Quellcode ist open source und vereinfacht für isi Automotive die Entwicklung einer eigenen Applikation für die Integration von auto-gration in das ERP-System, so das keine weiteren Kenntnisse über die Kommunikationsdetails mit einem auto-gration Server erforderlich sind. Die open source Software ixsuite API steht gratis zum Download unter https://auto-gration.rotas-as.net/index.php/main/successtools/rotas-ixsuite zur Verfügung. Als Grundlage für die Konfiguration der Partner und um die erforderlichen Partnernummern und auto-gration IDs zu dokumentieren wurde die Checkliste»Geschäftsbeziehung«eingesetzt. Die Rotas ixsuite API für auto-gration ist ein frei erhältliches open source Projekt auf Basis der Microsoft.NET Technologie und stellt alle auto-gration Webservice Funktionen im entsprechenden Quellcode zur Verfügung. Die Kommunikation mit einem auto-gration kompatiblen Webservice ist bereits komplett ausprogrammiert. Lediglich die Übergabe von auto-gration Nachrichten beim Senden und Empfangen muss von dem Entwickler selber vorgenommen werden. Dadurch ist eine direkte Anbindung an ein eigenes IT-System möglich und bietet mehr Transaktionssicherheit als die Verwendung von einzelnen Dateien. Im Rahmen einer Web-Schulung wurde den Entwicklern von isi Automotive die Struktur der Rotas ixsuite autogration API Projektmappe vorgestellt. Der Schwerpunkt der Schulung galt dem Quellcode, an dem der Entwickler die Verbindung zu seinem eigenen System implementiert und die vorhandenen Kommunikationsfunktionen der ixsuite API aufruft. Die Programmierung konnte von isi Automotive auf Basis der ixsuite API eigenständig und erfolgreich durchführt werden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in Phase 2 das Nachrichten-Mapping und die Eigenprogrammierung für auto-gration erfolgreich abgeschlossen werden konnten. 41

44 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie Phase 3 Abnahme und Schulung Das Test- und Abnahmeverfahren wurde gemäß internen Vorgaben bei isi Automotive durchgeführt. Durch die Einbindung eigener Mitarbeiter für die Implementierung in den Fachabteilungen konnte bereits in den ersten beiden Phasen erforderliches Wissen zu auto-gration vermittelt werden. Ergebnis Anwendungsfall Die auto-gration Nachricht PrototypeMessage wurde von dem Unternehmen isi Automotive erfolgreich eingeführt. Die erfahrenen Mitarbeiter aus der IT-Abteilung sowie alle beteiligten Personen haben die Vorgehensweise für die Einführung von auto-gration bestätigt und anerkannt. Insbesondere die Verwendung der Checklisten und die VDA-5509 Empfehlung haben die Aufwände und die Abstimmungen minimiert. Durch die erfolgreiche Einführung der auto-gration Nachricht PrototypeMessage konnte der manuelle Aufwand signifikant reduziert und Fehlerquellen minimiert werden. Auch wenn der Einsatz von RFID und die Technologie noch weiter ausgebaut werden muss, sind die Verantwortlichen bei isi Automotive mit den Ergebnissen zufrieden: Das technische Konzept von auto-gration und die VDA 5509 Empfehlung wurden bestätigt sowie die erhoffte Transparenz erreicht. Nun gilt es, die Zahl der Kunden zu erhöhen und auch dort die auto-gration Nachricht PrototypeMessage einzuführen. In diesem Anwendungsfall ist mit Erfolg ein pragmatischer Weg aufgezeigt worden, um auto-gration in einem Unternehmen einzuführen. 42

45 6. Zusammenfassung 6.1 Geschäftsbeziehungen- und Prozesse Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse spielt eine immer wichtigere Rolle für die Unternehmen der Automobilindustrie. Insbesondere den Großunternehmen ist es zur Sicherstellung der Prozessqualität im eigenen Unternehmen wichtig, die Kommunikation zu den Partnerunternehmen anstatt manuell (d.h. Papier, Fax oder ) automatisiert durchführen zu können. Betroffen sind davon u.a. die Prozesse im Vertrieb, Einkauf und in der Neuteileentwicklung, die sich durch einen regelmäßigen Daten- und Dokumentenaustausch zwischen zwei Geschäftspartnern auszeichnen. Dazu zählen auch die Bestellprozesse, Belieferprozesse sowie die Rechnungs- und Gutschriftprozesse, zu denen auch die meisten befragten Unternehmen Angaben gemacht haben. Im Rahmen dieser Prozesse werden bei bestehenden Geschäftsbeziehungen häufig Bewegungsdaten wie»bestellungenbestellbestätigungen«,»lieferscheine«oder»rechnungen«mit den Geschäftspartnern ausgetauscht. Dabei agiert eines der Unternehmen als Besteller und das andere als Lieferant. Je nachdem, ob KMU Besteller oder Lieferant darstellt, wird der jeweilige Nachrichtentyp von diesem noch zu einem hohen Anteil manuell versendet oder empfangen. Bei den oben aufgezählten Nachrichtentypen ist laut Umfrage dieser Anteil meist noch über 80 Prozent, d.h. die befragten KMU in Supply Chain oder Aftermarket versenden bzw. empfangen Nachrichten noch zum Großteil über manuelle Übertragungsmethoden wie Fax, oder Papier. Trotz Investitionen in die entsprechenden Technologien haben die befragten Großunternehmen auch noch einen beachtlichen Anteil, zu dem der Nachrichtenaustausch manuell stattfindet. Der Grund dafür ist häufig die geringe Integrationsfähigkeit der KMU in die elektronische Wertschöpfung d.h. KMU, die noch nicht elektronisch angebunden sind. Zur Sicherstellung der Prozess qualität, möchten die Großunternehmen jedoch die Nachrichten elektronisch empfangen und berücksichtigen dies immer häufiger bei der Auswahl eines neuen Geschäftspartners. Wird eine Geschäftsbeziehung zu einem Zuliefer-KMU aufgebaut, erwartet das Großunternehmen Dokumente wie»bestellbestätigungen«,»lieferscheine«und»rechnungen«elektronisch. Bestellungen und Bestellbestätigungen spielen hauptsächlich im Aftermarket eine Rolle (vgl. Kapitel 2.2). Im Aftermarket wird zum Austausch dieser Nachrichten noch oft TecCom eingesetzt, welches vom Lieferanten bezahlt werden muss. Ausgehende Nachrichten an den Geschäftspartner stehen hierbei nicht im Fokus, da KMU-Geschäftpartner eingehende elektronische Nachrichten häufig nicht weiterverarbeiten können. 6.2 Potenziale und Herausforderungen Die Vernetzung von KMU zu den Großunternehmen spielt eine wichtige Rolle für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die KMU müssen dazu problemlos am elektronischen Geschäftsverkehr teilnehmen können. Dies setzt jedoch geeignete IT-Systeme voraus, damit die für die Kommunikation notwendigen Standard-Schnittstellen bereitgestellt werden können. Zur Erfüllung dieser Anforderungen und Integration in die Wertschöpfungskette benötigen KMU einen einfachen estandard wie auto-gration. Auch bereits im Rahmen des auto-gration Projektes wurde das hohe Potenzial von auto-gration bei»bestellungen/ Bestellbestätigungen«,»Lieferscheinen«und»Rechnungen«deutlich. So äußerten auch alle von uns befragten KMU Interesse an einem derartigen neuen estandard zum elektronischen Austausch dieser Daten. Hohes Potenzial haben diese Nachrichten für KMU insbesondere als ausgehende Nachrichten. Für Großunternehmen ist es wichtig diese Dokumente elektronisch 43

46 IT-Integration von kleinen und mittleren Unternehmen in der Automobilindustrie zu empfangen und in ihren ERP-Systemen weiterzuverarbeiten. Eingehende Nachrichten können oft von den KMU-ERP-Systemen nicht verarbeitet werden. Ausgehende Nachrichten könnten jedoch mit einem geringeren Aufwand als auto-gration Nachricht versendet werden. Somit herrscht neben dem hohen Potenzial auch eine hohe Integrationsfähigkeit bedingt durch eine einfache Umsetzung bei Nachrichten, die den großen Partnern zugeschickt werden. Der neue estandard auto-gration unterstützt daneben noch weitere Nachrichtentypen, welche von herkömmlichen EDI-Standards noch nicht berücksichtigt werden. Weiterentwicklungen sollen noch folgen. Der Austausch von Nachrichten bspw. im Rahmen des Prototypteileprozesses oder von Rechnungen im Rahmen des einvoice mit auto-gration wurde bereits als VDA-Empfehlung veröffentlicht. Diese und weitere neue Möglichkeiten von auto-gration machen diesen insbesondere für große Unternehmen noch interessanter. Um sich nun jedoch für die Einführung eines neuen estandards entscheiden zu können, müssen insbesondere bei KMU u.a. die technischen Rahmenbedingungen geprüft werden. Die Umfrage zeigte, dass sich die IT-Landschaft bei KMU in der Automobilindustrie durch eine sehr große Vielfalt an unterschiedlichen Systemen, Standards und Verfahren auszeichnet. Es existieren noch viele KMU, die über keine IT-Abteilung bzw. IT-Mitarbeiter verfügen und ein geringes IT-Know-How in Bezug auf die technischen Voraussetzungen einer Standardeinführung haben. Der Bedarf nach klaren und umfassenden Informationsmaterialien für die Akzeptanz einer neuen Lösung wurde uns im Rahmen der Gespräche deutlich signalisiert. Umso wichtiger ist es für eine erfolgreiche Verbreitung eines neuen estandards in der deutschen Automobilindustrie Konzepte, Checklisten und Leitfäden zu entwerfen, die methodische Vorgehensweisen und Lösungsansätze für unterschiedliche Systemlandschaften zur Verfügung stellen. Durch die durchgeführten Anwendungsfälle wird versucht, ein bestimmtes Spektrum an Möglichkeiten zur erfolgreichen Einführung von auto-gration abzudecken. Die Leitfäden, die daraus resultieren, sollen für alle Unternehmen und möglichen Geschäftsbeziehungen Möglichkeiten liefern, diese durch den Einsatz von auto-gration zu optimieren. Durch Checklisten sollen den Unternehmen Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, wodurch auch ein Mitarbeiter mit geringerem IT-Know-How schnell einschätzen kann, ob und mit welchem Aufwand eine derartige Umsetzung möglich ist. Vielen befragten Unternehmen war das Kosten/Nutzen-Verhältnis einer Standardeinführung unklar. Neben klar strukturierten und verständlichen Informationen zum besseren Verständnis des neuen estandards werden auch zur besseren Beurteilung einer solchen Umsetzung dem Unternehmer weitere Hilfsmittel angeboten. Über Rechenhilfen soll der Unternehmer den Nutzen einer derartigen Umsetzung für sein Unternehmen besser einschätzen sowie beurteilen, in welchen Fällen sich eine derartige Investition lohnen würde. Ein Nutzen der Einführung von auto-gration konnte beispielhaft im Rahmen unserer Anwendungsfälle festgestellt werden (vgl. Kapitel 5). Es wurde weiterhin deutlich, dass KMU meistens erst auf Wunsch der großen Unternehmen reagieren und sich überlegen eine bestimmte Technologie einzuführen. So liegt es meistens an den Großunternehmen die eigenen Partner für den Einsatz einer neuen Lösung zu motivieren und Akzeptanz zu erzeugen. Oft haben Großunternehmen jedoch andere Prioritäten und nicht genügend Ressourcen für eine derartige Überzeugungsarbeit. Über die Ergebnisse des Projektes CAR4KMU sollen hierbei den Großunternehmen die nötige Hilfestellung angeboten werden. Weitere wesentliche Erfolgsfaktoren einer Standardeinführung beziehen sich auf die Möglichkeiten vorhandener KMU-IT-Systeme sowie der Einsatz der Lösung durch eine bestimmte Anzahl von Unternehmen. Hier spielen die Akteure IT-Unternehmen und Multiplikatoren der Automobilindustrie eine wichtige Rolle und haben auch die Möglichkeit, daraus neue Geschäftsmodelle für sich zu definieren. Vorhandene IT-Systeme bzw. IT-Dienstleister der Unternehmen müssen in der Lage sein, autogration Nachrichten versenden bzw. empfangen und verarbeiten zu können. Die Mehrheit der interviewten IT-Unternehmen kannte auto-gration, sah Nutzen/Vorteile in auto-gration und ist offen gegenüber der Umsetzung eines neuen estandards. Es herrscht jedoch noch Unsicherheit u.a. aufgrund fehlender Erfahrungen und der geringen Anzahl an Unternehmen, die zum aktuellen Zeitpunkt auto-gration einsetzen. Die Erreichung einer solchen kritischen Masse und Awareness wird durch die 44

47 Zusammenfassung Unterstützung von Multiplikatoren der Automobilindustrie angestrebt. Diese sollen u.a. durch ein Transferkonzept und Maßnahmen zur Wissensvermittlung und Verbreitung mobilisiert werden. Die befragten Multiplikatoren der Automobilindustrie sehen für KMU durch einen neuen estandard wie autogration die Möglichkeit ihre Wettbewerbsposition zu stärken und Prozesse zu optimieren. Durch Aktivitäten der Multiplikatoren können Unternehmen informiert und motiviert werden. Dazu können im Rahmen von definierten Beratungsleistungen KMU unterstützt und/oder mit Informationen, u.a. durch Einsatz zielgruppengerechter Materialien, Erfahrungsberichten, Veranstaltungen, Workshops und Veröffentlichungen versorgt werden. 6.3 Fazit Kleine und mittlere Unternehmen können durch autogration, der durch die Europäische Kommission initiiert wurde, in den elektronischen Datenaustausch mit den großen Herstellerunternehmen der Automobilindustrie integriert werden und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen. Durch diese Integration können bei KMU und Großunternehmen manuelle Aufwände reduziert und Prozesse optimiert werden. Die vorliegende Studie bietet einen umfassenden Überblick über die Ausgangssituation, Potenziale, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse in Bezug zur Einführung eines neuen estandards wie auto-gration in der deutschen Automobilindustrie und bestätigt durch Expertengespräche und Unternehmensbefragungen das Vorhaben des Förderprojektes CAR4KMU. Umfassende, klare, zielgerichtete, verständliche Informationsmaterialien, Erfahrungsberichte, Kosten/Nutzen-Analysen, Checklisten und Leitfäden, insbesondere zur Unterstützung von KMU bei der Einführung und Verwendung eines neuen estandards und von Großunternehmen bei der Motivation und Anbindung seiner Geschäftspartner durch einen neuen estandard, sind neben der Akzeptanz und Unterstützung der Lösung durch die IT-Unternehmen und Multiplikatoren der Automobilindustrie notwendige Voraussetzungen zur Etablierung eines neuen estandards wie auto-gration in der deutschen Automobilindustrie. 45

48 Anhang: Fragebogen der Online Umfrage 46

49 Anhang Online Umfrage Umfrage zur Etablierung des neuen estandards auto-gration in der deutschen Automobilindustrie Im Rahmen des Förderprojekts CAR4KMU wird eine Befragung zum Thema Geschäftsprozesse und estandards in der Supply Chain und des Aftermarkets im Automobilbereich durchgeführt. Das Projekt CAR4KMU wurde initiiert, um den estandard auto-gration bei den relevanten Zielgruppen in Deutschland zu etablieren. Der neue estandard auto-gration lässt sich einfach und schnell in vielfältigen Einsatzszenarien zur Optimierung elektronischer Geschäftsprozesse und zur Einbindung von KMU umsetzen. Weitere Informationen zu auto-gration und CAR4KMU: Liebe Teilnehmer, wir möchten Ihre aktuelle Ausgangslage und Voraussetzungen im Bereich estandards und Geschäftsprozesse sowie in Bezug auf die Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für eine erfolgreiche Einführung, Nutzung und Verbreitung eines neuen estandards kennenlernen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca Minuten. Die Umfrage richtet sich an Unternehmen der Automobilindustrie (Supply Chain und Aftermarket). Wenn Sie an den Ergebnissen des Projekts CAR4KMU interessiert sind bzw. gerne als Anwendungsfall teilnehmen möchten, benötigen wir am Ende des Fragebogens Ihre Kontaktdaten. Herzlichen Dank, wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Hinweis: Falls Sie nicht der richtige Ansprechpartner für diese Umfrage sind, bitten wir um Weiterleitung an den zuständigen Verantwortlichen in Ihrem Hause. Kontakt: Gülten Altug (Fraunhofer IAO) Die hier erhobenen Daten werden vertraulich behandelt. Mit dem Absenden der Bewerbung erklärt sich das Unternehmen bereit, dass seine Angaben elektronisch gespeichert werden. Anonymisiert werden die Angaben im Anschluss im Rahmen einer Studie veröffentlicht. Der Teilnehmer verpflichtet sich, seine Angaben wahrheitsgemäß und möglichst vollständig vorzunehmen. Wenn Sie für diese Bewerbung einen Zugangsschlüssel benutzt haben, so können Sie sicher sein, dass der Zugangsschlüssel nicht zusammen mit den Daten abgespeichert wurde. Er wird in einer getrennten Datenbank aufbewahrt und nur aktualisiert, um zu speichern, ob Sie diese Umfrage abgeschlossen haben oder nicht. Es gibt keinen Weg die Zugangsschlüssel mit den Umfrageergebnissen zusammenzuführen. 47

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