Telemedizinische Rehabilitation nach Schlaganfall. Prof. Dr. Stefan Hesse, Medical Park Berlin Humboldtmühle Christopher Tomelleri

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1 Telemedizinische Rehabilitation nach Schlaganfall Prof. Dr. Stefan Hesse, Medical Park Berlin Humboldtmühle Christopher Tomelleri

2 Schlaganfall Epidemiologie Inzidenz: 180/ (Kolominski-Rabas, 2002) Praevalenz: 700/ Ein Schlaganfall ist (in entwickelten Ländern) die häufigste Ursache einer bleibenden Invalidität (Wolf 1992)

3 Schlaganfall Der schwer betroffene, funktionslose Arm Ungünstige Prognose (Kwakkel et al, Stroke 2003) Mehr konventionelle Therapie zeigt nicht die erhofften Ergebnisse (Parry et al, Clin Rehabil. 1999)

4 Schlaganfall Wie entscheiden? Die Rehabilitation des plegischen Armes aufgeben und sich das Lokomotionstraining fokussieren oder Gerätegestützte Therapie (Robotik) + Physio- und Ergotherapie Kompensatorisches Einhändertraining repetitives aufgabenspezifisches Lernen

5 Schlaganfall Motorisches Training der oberen Extremität Intensität Repetitives, aufgabenspezifisches Lernen

6 Schlaganfall Entscheidende Faktoren Intensität (Kwakkel, 1999) Repetitive task-specific learning Motivation

7 Schlaganfall Bewährte Entwicklungen aus dem Labor Bi-Manu-Track Reha Slide Robotischer Armtrainer Mechanischer Armtrainer Mechanischer Armtrainer

8 Schlaganfall Klinische Evidenz des Reha Slide (Hesse 2008). Randomisierte, kontrollierte, geblindete Studie, 54 Patienten 4 8 Wochen nach Schlaganfall, Fugl-Meyer <18 2 Gruppen: Arm Trainer und Elektrostimulation des Handgelenks Min. Zusatztherapie, jeden Werktag, für 6 Wochen insgesamt 30 Trainingseinheiten. Fugl-Meyer Score, Box and Block Test Medical Research Council, modified Ashworth Scale blindes Assessment zu Beginn, nach 6 Wochen und nach 3 Monaten Fugl-Meyer Assessment verbesserte sich für beide Gruppen initial (terminal) Fugl-Meyer Score: 8.8 ± 4.8 (19.2 ± 14.5) für AT, 8,6 ± 3.5 (13.6±7.9) für ES Box and Block Test (min. 3 Blocks): 5:0 für AT (8:4 bei follow up)

9 Schlaganfall Nach der Reha: Fortsetzung des Therapiepfades Training zu Hause: Das Trainingsgerät ist immer verfügbar, niemand kontrolliert Qualität und Quantität Ambulante Therapie: Der Therapeut überwacht die Qualität des Trainings, aber weniger Quantität Telerehabilitation

10 Südtirol Gebirgslandschaft Berlin Großes Stadtareal

11 TeleReha Ein Pilotprojekt für Berlin und Südtirol Die Projektpartner

12 Überlegungen zum Projekt Das Gerät: einfach, preiswert, den Patienten schon bekannt Das System: flexibel, Patient und Übungen in Echtzeit sichtbar, Therapiegruppen

13 Das Gerät: Reha Slide Klinisch erprobt bei Schlaganfall Patienten und anderen neurologischen Erkrankungen Anschluss einer Funkmaus ermöglicht es, einfache Übungen am PC durchzuführen Den Patienten des MPB und der Villa Melitta bekannt

14 Die Übungsoftware Reha Slide Professional

15 Reha Slide Professional

16 Reha Slide Professional

17 Einfache Bedienung: Touchscreen keine Maus keine Tastatur Integrierte WebCam kein CD-Laufwerk TeleReha USB-Box Der Rechner: Asus eeetop

18 Die Software: TeleReha Patient

19 Die Software: TeleReha Therapeut

20 Ablauf der Therapie Patient: startet den Rechner TeleReha Software und Applikationen starten automatisch Therapeut: nimmt den Patienten in die Therapie auf startet die Videokonferenz startet die Remote-Desktop Applikation Stellt die Übungen ein

21 Ablauf der Therapie Der Therapeut beobachtet den Ablauf der Übungen Am Bildschirm des Patienten Über die WebCam Weist den Patienten in Echtzeit auf Fehler in der Ausführung (Haltung/Position am Bildschirm) Hilft dem Patienten (über Remote Desktop)

22 Ende der Therapie Auswertung der Übungen (über Reha Slide Professional Software) Datenübertragung auf den Server der Klinik Den nächsten Termin mit dem Patienten festlegen und die Therapiesitzung beenden

23 Erste Tests Multiple Sklerose Gesellschaft Südtirol 5 TeleReha Stationen 3 Stationen im Hauptsitz 2 Stationen zu Hause bei der MS- Gesellschaft Patienten

24 Erste Erfahrungen Therapieablauf und Übungen waren für die Patienten leicht verständlich (Gerät schon bekannt) Neue Therapieform wurde gut angenommen Verbesserung der motorischen Fähigkeiten, der Koordination, der Konzentration Maximale Therapiegruppe von 3 Patienten (Therapeut überfordert)

25 Test an Schlaganfallpatienten Im Medical Park Berlin Ergänzung zum Armstudio: Einrichten von Therapiegruppen, auch auch in Kombination mit der Schlaganfallallianz

26 Weitere klinische Entwicklungen Zusammenarbeit mit dem Sanitätsbetrieb Bruneck Zusammenarbeit mit der Parkinson Gesellschaft Südtirol Zusammenarbeit mit der A.I.S.M. (italienische MS- Gesellschaft)

27 Weitere Entwicklungen Weitere technische Entwicklungen Neues Trainingsgerät: Pablo interaktive Therapien mit verschiedenen Bewegungsabläufen

28 Danke für Ihre Aufmerksamkeit

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