Software Insellösungen versus prozessorientiertes Unternehmensinformationssystem. - Rüdiger Kauermann -

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1 Software Insellösungen versus prozessorientiertes Unternehmensinformationssystem - Rüdiger Kauermann -

2 Vorstellung Referent Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Kauermann, Niederlassungsleiter Wiener Neudorf Ing. Günter Grüner GmbH Firmensitz: Niederlassungen: Telfs (Tirol) Wiener Neudorf u. München Gründungsjahr: 1989 Wirkungsbereich: prozessorientierte Softwarelösungen: Facility Management Instandhaltung Immobilienmanagement u. Objektbuchhaltung TGA-Planung Energie-Controlling Systeme Leistungen: Consulting Customizing Schulung

3 Entwicklungsstufen der Softwarelösungen Prozessorientierung Komplexität Zeit Insellösungen integrierte Informationssysteme Dezentrale Systeme

4 Was sind Insellösungen? Insellösung sind funktionsorientiert innerhalb ihrer eigenen Grenzen wirksam Unterstützung einzelner Tätigkeiten/Prozessschritte Spezialisierte, optimale Anwendung für den jeweiligen Teilbereich / Aufgabe Wird zumeist nur von der jeweiligen Fachabteilung genutzt Insellösungen stammen aus den Pionierzeiten der EDV Begrenzte Rahmenbedingungen Leistungsschwache Hardware Software an bestimmter Hardware gebunden Mangelnde Erfahrungen Fehlende Flexibilität der Software Rechnungslegung Warenwirtschaft CAD Auftragsbearbeitung Schließanlagensystem

5 Was bedeutet prozessorientiertes Unternehmensinformationssystem? Definition Geschäftsprozess Ein Geschäftsprozess ist funktionsübergreifend mit definiertem Anfang und Ende. Ein Geschäftsprozess ist eine Abfolge von Tätigkeiten, die zusammengenommen einen Wert für den Kunden schaffen ( Quelle: Hammer/Champy) Ein prozessorientiertes Informationssystem umfasst alle Funktionen, die zur Erfüllung der Geschäftstätigkeit erforderlich sind. Daten Anwendungsfunktionen/-Software Prozesslogik

6 Was bedeutet prozessorientiertes Unternehmensinformationssystem? Funktionen eines prozessorientierten Systems Primäre Prozesse (ERP1) Unterstützung des Kerngeschäfts Materialwirtschaft (Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition, Bewertung) Logistik und Supply Chain Management Finanz- und Rechnungswesen, Controlling Personalwirtschaft Forschung und Entwicklung Absatz, Verkauf, Marketing Stammdatenverwaltung Sekundäre Prozesse (ERP2) Support-Prozesse, z.b. Facility Management System: Flächenmanagement Asset Management Instandhaltung Energiemanagement Abfallwirtschaft Umwelt und Sicherheit Immobilienmanagement Miet- und Betriebskostenabrechnung Vorhabenplanung / Sanierungsmaßnahmen Branchenlösungen Fertigung, Produktionsplanung u. -steuerung (PLM) KIS Krankenhausinformationssysteme MRO Maintenance, Repair, Overhaul Hausverwaltungssoftware

7 Gibt es umfassende Systeme für alle Prozesse? Die oft zitierte eierlegene Wollmilchsau gibt es immer noch nicht! Auch ERP-System umfassen nicht alles, decken aber eine Vielzahl von Prozessen ab. + primär Prozesse - sekundär Prozesse CAFM-Systeme haben Ihre Stärken in den Aufgaben rund um die Bereitstellung von Sachressourcen + sekundär Prozesse - Finanzbuchhaltung Fazit: Ein komplettes Informationssystem erfordert zumeist die Vernetzung von mehreren Systemen. Häufiger Fehler : Komplexe Nebenprozesse werden versucht in einem ERP-System umzusetzen => evtl. überhöhter Aufwand

8 Ansatz: Aus Insellösungen ein prozessorientiertes Informationssystem schaffen Organisationsstruktur (Handbuch) Unternehmensstruktur Aufbau- und Ablauforganisation Prozessbeschreibungen Betriebsführungskonzept DV-Struktur Konzept Zieldefinition IST-/Soll-Analyse Analyse der vorhandenen Insellösungen Brückenschlag via Schnittstellen oder Neuanschaffung? Pro und Contra abwägen Kosten für Schnittstellen und deren Wartung Investition in neue Systeme gegenüberstellen Die Schnittstelle Mensch ist die flexibelste Schnittstelle. In überschaubaren Unternehmen evtl. ausreichend Helpdesk Status-Verfolgung Statistik/Schwachstellenanalyse Auftragserfassung Abrechnung

9 Allgemeiner Ansatz prozessorientierter Informationssysteme Trennung von Prozesslogik und Anwendungsoberfläche Anwendungsoberfläche Unabhängige Datenbank Prozesslogik Datenbank Auftrag erfassen Material beschaffen Teil fertigen Teil verpacken Teil ausliefern Rechnung erstellen

10 Vor- und Nachteile Insellösungen Vorteile Perfekt für die jeweilige Funktion Einfache Implementierung und Wartung Integrierte prozessorientierte Systeme Vorteile Abteilungsübergreifende Prozessabwicklung Vermeidung von Doppeltätigkeiten Auswertungen für die Prozessoptimierung Nachteile Kosten durch Mehrfachtätigkeiten in verschiedenen Systemen Fehlerkosten auf Grund redundanter oder fehlender Datensätze Keine Möglichkeit Geschäftsfälle ganzheitlich zu unterstützen Nachteile Hohe Komplexität

11 Anforderungen an Software für ein prozessorientiertes Informationssystem Beispiel: CAFM integrationsfähig Offene einfach Implementierbare Schnittstellen web Services ODBC XML BAPI (SAP-Welt) Bacnet (Netzwerkprotokoll GLT-Systeme) CSV-Import/Export Geringe Anforderungen an Systemumgebung System muss sich in vorhandene IT-Landschaft leicht anfügen lassen Anpassbar ohne Programmierung Trennung von Kernsystem und Customizing-Umgebung Reportgenerator Workflow-Modellierung Datenbankunabhängig pit-fm Entwickleroberfläche pit Frontend Kernapplikation Metadaten Nutzerdaten Datenbanksystem Nutzeroberfläche pit Metamodell Objektrelationale Middleware

12 Beispiel für ein prozessorientiertes multifunktionales Informationssystem im Facility Management Datenquellen Excel-Listen ERP Andere Systeme CAD Schnittstellen ERP (SAP) AutoCAD / ADT GIS GLT Maßgeschneiderte Lösungen Frei gestaltbare Masken Filterfunktionen Report-Designer Workflows Multiuserfähig Rechtevergabe/Rollen Mehrsprachigkeit (D,E,CZ,PL, ) pit FM Datenbank: SQL, Oracle, Access Objekte: Gebäude, Raum, Anlage, Inventar, Verträge Aufträge, Attribute: Nr., Bezeichnung, Maße Kosten, Termine Kataloge: Kostenstelle, Nutzungsart, Kostensatz, Standardberichte Funktionsbereiche >70 Technisches GM - Inventarverwaltung - Instandhaltung / Wartung - Störmeldungen - Energiemanagement Kaufmänisches GM - Budgetverwaltung - Bauunterhaltung - Verträge - Auftragsverfolgung. Infrastrukturelles GM - Adressverwaltung - Schlüsselverwaltung - Lagerhaltung - Fuhrpark - Legal Compliance

13 Verschiedene Anwendungsoberflächen Client/Server Internet Browser Internet, VPN PDA / Handy Terminal Server Client Drittsysteme

14 Funktionsbereich Flächenmanagement Belegungsgrad Leerstand Anteil Haupt-/Nebennutzflächen Übersiedlungsplanung Raumbuch Kostenstellenverteilung Brandabschnitte Produktionszonen Reservierungsplanung

15 Funktionsbereich Instandhaltung Störung / Maßnahme erfassen Maßnahme beauftragen Maßnahme ausführen Maßnahme abrechnen Maßnahme archivieren Web Tool

16 Funktionsbereich Instandhaltung Störung / Maßnahme erfassen Maßnahme beauftragen Maßnahme ausführen Maßnahme abrechnen Maßnahme archivieren

17 Funktionsbereich Instandhaltung Störung / Maßnahme erfassen Maßnahme beauftragen Maßnahme ausführen Maßnahme abrechnen Maßnahme archivieren

18 Funktionsbereich Instandhaltung Störung / Maßnahme erfassen Maßnahme beauftragen Maßnahme ausführen Maßnahme abrechnen Maßnahme archivieren

19 Funktionsbereich Instandhaltung Störung / Maßnahme erfassen Maßnahme beauftragen Maßnahme ausführen Maßnahme abrechnen Maßnahme archivieren

20 Funktionsbereich Budgetplanung

21 Funktionsbereich Sicherheit und Umwelt Bescheide und Gesetzesverwaltung Arbeitsplatzevaluierung Unfallbearbeitung Arbeitsstoffverwaltung Abfallmanagement

22 Funktionsbereich Sicherheit und Umwelt Bescheide und Gesetzesverwaltung Arbeitsplatzevaluierung Unfallbearbeitung Arbeitsstoffverwaltung Abfallmanagement

23 Funktionsbereich Sicherheit und Umwelt Bescheide und Gesetzesverwaltung Arbeitsplatzevaluierung Unfallbearbeitung Arbeitsstoffverwaltung Abfallmanagement

24 Funktionsbereich Sicherheit und Umwelt Bescheide und Gesetzesverwaltung Arbeitsplatzevaluierung Unfallbearbeitung Arbeitsstoffverwaltung Abfallmanagement

25 Software Insellösungen vs. vs. prozessorientiertes Prozessorientiertes Unternehmensinformationssystem Funktionsbereich Sicherheit und Umwelt Bescheide und Gesetzesverwaltung Arbeitsplatzevaluierung Unfallbearbeitung Arbeitsstoffverwaltung Abfallmanagement

26 Dezentrale Software Lösungen Rückfall zur Insellösung? Systeme die extern liegen und via internet genutzt werden: SaaS (Software as a Service) ASP (Application Service Providing) Gehostete Lösungen Vorteile: Geringer Implementierungsaufwand Transparente IT-Kosten Verringerung der Komplexität der IT Schonung interner Ressourcen Abrechnung als monatliche Miete Zu beachten ist: Zumeist nur begrenzt anpassbar Integrationsfähigkeit Aufwand für Schnittstellen Datenübertragungsgeschwindigkeit Abhängigkeit vom Service Provider Internet Browser Service Provider

27 Beispiel eines dezentralen Systems: ingsoft interwatt Energiemanagement-Software Integrationsfähig Datenerfassung Automatisch Manuell /PDA Rechnungsschnittstelle (EDIFACT) Reports und Auswertungen Standard Reports und Filter Zentralverwaltung

28 Zusammenfassung Die Zeit der Insellösungen ist schon lange vorbei prozessorientierte Unternehmenslösungen sind die Gegenwart Ein out of the box System für alle primären und sekundären Geschäftsprozesse gibt es nicht IT-Komplexität ist gestiegen Gegenwirken durch schlanke Schnittstellen und moderne integrationsfähige Lösungen Dezentrale Systeme können helfen Komplexität zu verringern Häufige fehlen die organisatorischen Rahmenbedingungen Am Anfang steht das Organisationshandbuch Welche Systeme sinnvoll und wirtschaftlich sind, ist erst danach seriös bewertbar

29 Danke für Ihr Interesse Kontakt Rüdiger Kauermann Dipl.-Ing. (FH), Niederlassungsleitung Ing. Günter Grüner GmbH Triester Str. 10/113 A-2351 Wiener Neudorf Tel.: +43 (0)

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