Content Management System Web Publishing WS 2003/2004. Harjo Korte

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1 Content Management System Web Publishing WS 2003/2004 Harjo Korte

2 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort 4 2 Motivation 5 3 Was ist ein Content Management System Content ContentManagement ContentManagementSystem WaskanneinCMS Web Publishing PublishingohneCMS PublishingmitCMS Herkömmliches Webpublishing vs. CMS Systeme Architektur und Technik Staging-Server Live-Server Einsatzbereiche von CMS 13 7 Marktübersicht Marktsituation Grundregeln ProjekteamMarkt Open Source Projekte ProprietäreProjekte RedDot Über das Unternehmen ÜberdasProdukt RedDot CMS: Funktionsweise RedDotCMS:Beispiel Fazit 25 2

3 Abbildungsverzeichnis 1 Koordination von Darstellung und Inhalt PublishingohnedieHilfeeinesCMS PublishingmitHilfeeinesCMS Staging-CMS Dynamsiches-CMS Vergleich von Aufwand der Pflege bei WP ohne und mit CMS So funktioniert der RedDot CMS EinRedakteurbearbeiteteineSeite

4 1 Vorwort Dieser Beitrag entstand im WS 03/04 im Rahmen des Seminars Web Publishing an der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Vornberger. In dieser Arbeit geht es um Content-Management-Systeme - etwas genauer gesagt, um die grundsätzliche Idee, die dahinter steckt, einige Anwendungsgebiete und damit verbundene Vor- und Nachteile. Ausgehend von eher theoretischen Kapiteln werde ich im letzteren Teil der Ausarbeitung näher auf das CMS von RedDot eingehen. Das CMS von RedDot ist proprietär, wird aber zur Zeit an der Universität in Osnabrück eingeführt und bietet sicher daher als Anschauungsmaterial an. Die ganze Arbeit ist in Hinsicht auf technische Details nicht auf die Position des Administrators bezogen; es gilt also nicht als Tutorial oder Dokumentation für CMS im Speziellen. Einige Kapitel oder Unterkapitel sind direkt von Webseiten der Anbieter eines CMS oder anderen Quellen übernommen. Diese Quellen sind dann entweder als Fußnote oder am Ende in der Literaturliste aufgeführt. Falls keine direkte Quellangabe gemacht wird, handelt es sich um verschiedene Quellen, die im Text vermischt wurden. Auch hier sei dann auf die Literaturliste am Ende der Arbeit hingewiesen. Weiterhin übernehme ich keine Gewähr für die Aktualität der Quellen oder Haftung für den Inhalt der betreffenden Seiten. 4

5 2 Motivation Man stelle sich vor, die Firma Mustermann & Partner möchte Ihren Kunden ein umfassendes Angebot im Internet bereitstellen. Die Kunden können sich über alle Produkte und Dienstleistungen informieren, aktuelle Nachrichten lesen und sogar die Handbücher und Datenblätter herunterladen. Man kann sich sicher vorstellen, dass ein solcher Internetauftritt in klassischen Dimensionen gemessen schnell mehrere hundert Seiten umfassen kann. Geht man konventionell vor, erstellt eine Agentur ein Musterlayout und kopiert diese Seite dann beliebig oft. Anschließend werden Inhalte hinzugefügt. Alle diese einzelnen Seiten sind in der Hypertext Markup Language (HTML), also in der Sprache des Internets programmiert, und enthalten ggf. Scripte beliebiger Sprachen. Irgendwo auf allen Seiten befindet sich klassischerweise ein Menü, in dem der Besucher des Internetauftritts die Kategorie auswählen kann, die er betrachten möchte. Bei jeder späteren Änderung muss nun ein Mitarbeiter der Agentur oder ein Mitarbeiter der eigenen Firma, der HTML Kenntnisse hat, Änderungen vornehmen und anschließend die Seite auf den Rechner des Internetproviders oder den eigenen Server hochladen. Dazu benötigt sowohl eine Agentur und natürlich auch das eigene Unternehmen spezielle Software, die lokal auf einem oder mehreren Rechnern installiert werden muss. Man stelle sich weiterhin vor, man möchte gerne eine neue Kategorie zum bisherigen Menü hinzufügen. Das bedeutet, dass sich auch das Menü auf allen anderen schon vorhandenen Seiten verändert und für jede einzelne Seite per Hand geändert werden muss. Gleiches gilt für eine spätere Änderung am Design der Seiten. Dieses Beispiel soll den worst-case verdeutlichen. Natürlich gibt es Programmiertechniken oder Strukturparadigmen, mit denen einige der genannten Schwierigkeiten nicht auftreten. Eine durchgeführte Online-Umfrage des Marktforschungsinstitutes marketagent.com hat die folgenden drei Kriterien als die wichtigsten herausgefunden: 1. Aktualität der Informationen (72,9 %) 2. Qualität des Inhalts (69,3 %) 3. schnelle Download-Zeiten (60,7 %) Nicht nur anhand dieser Umfrage erkennt man deutlich den Status der elektronischen Inhalte und angesichts des extremen Wachstums in den letzten Jahren und dem dadurch entstandenen erhöhten Arbeitsaufwand und steigenden Kosten für die Wartung ist eine Lösung die Handhabung der Informationsflut und Senkung der Wartungskosten unumgänglich. Im folgenden wird man sehen, dass ein CMS die Fähigkeiten hat, diese Probleme zu bewältigen. 5

6 3 Was ist ein Content Management System 3.1 Content Mediale Inhalte aller Formate (Text, Bild, Klang, Bewegtbild), insbesondere im Internet. [1] 3.2 Content Management Unter Content Management (Abkürzung: CM) versteht man die systematische und strukturierte Beschaffung, Erzeugung, Aufbereitung, Verwaltung, Präsentation, Verarbeitung, Publikation und Weiterverwendung von Inhalten. 3.3 Content Management System Ein Content Management System (Abkürzung: CMS) ist eine Software, die basierend auf der Trennung von Inhalt und Darstellung den Erstellungs- und Publikationsprozess von Informationen koordiniert. Der Einsatz von CMS ermöglicht es Mitarbeitern auch ohne Kenntnisse in Websoftware wie HTML, Java etc., spielend leicht Änderungen und Erweiterungen an bestehenden Webseiten vorzunehmen. Für qualifizierte Benutzer vereinfacht sich dieser Vorgang deutlich. Somit hilft ein Content Management System, der eigenen Organisation erhebliche Kosten für die Pflege des Webauftritts zu sparen, und ermöglicht es gleichzeitig, die Inhalte der Seiten aktueller und dynamischer zu gestalten und dadurch den Nutzen der eigenen Webseite für den Kunden zu erhöhen. Layout Inhalte CMS Inhalte PDF, HTML, XML,... Abbildung 1: Koordination von Darstellung und Inhalt Zu Beginn der Interneteuphorie 1994 und dem Aufbau von Websites als 6

7 Imagefaktor wurde für die gewerblichen Pioniere, die Grossunternehmen der Computerbranche, Finanzdienstleister und grossen Industriebetriebe, schnell klar, dass sich der Inhalt eines Webservers ohne geeignete Hilfsmittel nicht verwalten lässt. Die Unmenge der Informationen konnte nicht von den wenigen Experten auf das System eingespielt, bzw. nach kurzer Zeit wieder verändert, gelöscht oder archiviert werden. Softwarehersteller haben den Bedarf erkannt und die ersten Softwaresysteme für das Management von Internetinhalten geschaffen. Im Laufe der letzten Jahre ist die Anzahl der Anbietern und Systeme sprunghaft angestiegen, und die Funktionalität der Systeme deutlich erweitert worden. Viele Systeme sind aus bestehenden Anwendungen hervorgegangen und lassen noch heute den Branchen- oder Technologiefokus ihrer Urheber erkennen. Damit sind nicht alle Systeme, die den Namen CMS tragen, miteinander vergleichbar oder für einen Anwendungsfall beliebig einsetzbar. Um die Vielzahl der Systeme überhaupt sichten und klassifizieren zu können, ist die Betrachtung charakteristischer Merkmale und typischer Lifecycle-Prozesse dringend notwendig. Daneben unterscheiden sich die Systeme durch ihre Architektur sowie die verwendeten Hardware- und Softwarekomponenten. 3.4 Was kann ein CMS Ein CMS trennt aus den in der Motivation genannten Gründen Inhalte vom Design. Ein CMS wird im Regelfall zentral auf einem Webserver installiert. Zugriffe auf das System erfolgen immer nur über den Webbrowser, der kostenlos mit jedem Computer geliefert wird. Das Design eines Internetauftritts wird zentral in einer oder mehrerer Vorlagenseiten festgelegt. In diesen Musterseiten wird festgelegt wo Texte, Bilder, Filme, Töne usw. platziert sind, und wie diese formatiert werden. Der Administrator legt fest, welcher Mitarbeiter später welche Rechte innerhalb des Systems hat. Es kann z.b. festgelegt werden, dass Herr Müller aus dem Vertrieb nur die Kategorie Vertrieb bearbeiten darf. Ist dies geschehen, kann begonnen werden Inhalte hinzuzufügen. Werden im System neue Kategorien hinzugefügt, ergänzt das System eigenständig das Menüin allen schon vorhandenen Kategorien. Um Inhalte hinzuzufügen sind bei einem Redaktionssystem keinerlei besondere Kenntnisse notwendig. Da der Zugriff über den Webbrowser geschieht, kann jeder Mitarbeiter mit Internetzugang sofort mitarbeiten. Selbstverständlich ist der Zugang zum Redaktionssystem durch verschiedene Mechanismen geschützt, so dass nur autorisierte Personen Änderungen vornehmen können. Durch diese Rechteverwaltung ist es natürlich auch problemlos möglich, bestimmte Kategorien nur Händlern oder Partnern zugänglich zu machen. Sollen später z.b. Änderungen am Design des Internetauftritts vorgenommen werden, genügt es die zentrale Vorlage einmal zu ändern und schon ist die Änderung auf allen Seiten sichtbar. Eine weitere Möglichkeit ist das Festlegen von so genannten Workflows. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter z.b. Änderungen an einer Produktbeschreibung vornimmt, diese aber für den Besucher erst sichtbar werden, wenn der Abteilungsleiter die Änderungen freigegeben hat. Hierdurch 7

8 kann gewährleistet werden, dass nur geprüfte Inhalte veröffentlicht werden. Auch Inhalte die nur einen begrenzten Zeitraum auf der Seite verbleiben sollen, wie News oder Veranstaltungshinweise können mit Hilfe eines Redaktionssystems deutlich einfacher verwaltet werden. Das System schaltet die Inhalte automatisch ab einem vorher festgelegten Termin online und nimmt sie nach Ablauf des Zeitraums selbstständig wieder von der Seite. Das Problem veralteter Inhalte und dadurch unprofessionell wirkender Seiten kann so mit sehr geringem Aufwand beseitigt werden. Beim Einsatz eines Redaktionssystems kann man sich also voll auf die Inhalte konzentrieren, den Rest erledigt das System. 4 Web Publishing 4.1 Publishing ohne CMS Beim Publishing ohne ein Content-Management-System erarbeiten viele Redakteure Inhalte für die Websiten, die dann ein Techniker mit Hilfe von Programmierkentnissen (HTML, PHP, Stylesheet,...) in ein Dokument fürs Web formatieren muß. Welche Probleme dabei auftreten haben wir schon in den vorigen Kapiteln erarbeitet. Die nachstehende Grafik soll die Funktionseinheiten noch einmal verdeutlichen. Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt Inhalte Techniker Programmierung Design & Inhalte Website Abbildung 2: Publishing ohne die Hilfe eines CMS Beim Publishing ohne CMS braucht man selbst für kleinste Änderungen innerhalb einer Webseite (z.b.: Eine Änderung der Telefonnummer oder Adresse) doch wenigstens grundlegende Kenntnisse in HTML. Man stelle sich vor, man hat überraschend ein aktuelles Angebot in sein Sortiment aufgenommen und möchte den Kunden darüber natürlich auf seiner Ho- 8

9 mepage informieren. Das würde wohl ungefähr so aussehen: 1. Man informiert zunächst den Webmaster. 2. Diesem übermittelt man dann per Telefon, Fax oder die eilig zusammengewürfelten Daten über das Angebot. 3. Der Webmaster beginnt dann, wenn er denn gerade Zeit hat, damit diese Informationen in ein passendes Format zu bringen, um es dann auf die Homepage zu stellen. Wahrscheinlich stellt man dann fest, dass das ganze nicht so aussieht wie man es denn gerne hätte, oder dass etwas wichtiges fehlt. Also beginnt das Spiel wieder von vorne. Webmaster kontaktieren. Warten bis alles irgendwann online ist, denn man ist ja nicht der einzige mit einem Anliegen. Überprüfen. Korrekturen an den Webmaster schicken. Mit etwas Glück hat man seine Änderungen nach ein paar Tagen endlich in der Form online wie man es sich vorgestellt hatte. Das ist zwar der Worst-Case, soll aber ja auch nur die Problematik verdeutlichen, die sich ergeben kann. 4.2 Publishing mit CMS Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Redakteur Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt CMS Website Administration Techniker Abbildung 3: Publishing mit Hilfe eines CMS 9

10 Beim Publishing mit einem Content-Management-System gibt es den Vorteil, dass die Redakteure den Content direkt in ein Template (Schablone) einfügen können, das bereits durch den Techniker vorbereitet wurde. Durch diese Templates muß ein webfähiges Dokument (das natürlich am Anfang komplett leer oder mit vordefinierten, uneditierbaren Bereichen ausgestattet sein kann) nur einmal pro Typ gebaut werden. Der Aufwand, der bis zur Veröffentlichung betrieben werden muss, ist daher wesentlich geringer als beim Publishing ohne CMS. Mit einem CMS spart man Aufwand wie er im vorigen Abschnitt beschrieben wurde: Man trägt die Daten selbst ein. Die Änderungen sind sofort online. Und man sieht sofort, ob die Änderungen den eigenen Wünschen entsprechen 4.3 Herkömmliches Webpublishing vs. CMS Zusammenfassend kann zu den beiden Methoden (Publishing mit und ohne CMS) die folgende Tabelle als grobe Übersicht herangezogen werden: WP ohne CMS Inhalt und Layout fest verknüpft Meist Webteam oder Webmaster am Ende des Publizierungs-prozesses Manueller Workflow Viele Tools zur Pflege der Website Redakteure nicht mit eingebunden Redesign ist aufwendiger Prozeß WP mit CMS Inhalt und Layout werden getrennt Direktes Publizieren auch technisch nicht versierter Mitarbeiter Automatisierter Workflow Automatisierte Pflege durch CMS Einbindung entsprechend der Kompetenz Redesign einfach durch Anpassung der Templates 10

11 5 Systeme Architektur und Technik CMS besitzen unterschiedliche Ausprägungen in der Architektur und in den eingesetzten Technologien. Die wesentlichen Faktoren sind zum einen die technologische und anwendugsspezifische Historie der Systeme (z.b. Workflow- und Dokumentenorientierung) und zum anderen das angestrebte Einsatzszenario (z.b. Online-CMS). Wesentliche Komponente einer CMS-Architektur ist ein Systemkern zur Verwaltung von Inhalt, Strukturinformationen und Stylesheets. Darüber hinaus verfügen CMS-Architekturen über eine Komponente zum Publizieren des Contents. Neben dem Systemkern stehen Werkzeuge zur Erstellung und Verwaltung von Content zur Verfügung. Im Bereich der Datenhaltung kommen bei Content Management Systemen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Von der dateiorientierten, indexsequentiellen und relationalen Datenhaltung bis hin zu OO-Datenbanken. Zum Teil werden eigenentwickelte Datenbanken oder Datenbankerweiterungen eingesetzt, um die Trennung von Inhalt, Struktur und Layout abzubilden. Ein hohes Potenzial, speziell für XML-basierte Content Management Systeme, ist der Einsatz von OO-Datenbanken, da hier eine direkte, verlustfreie und wiederherstellbare Datenhaltung möglich ist. Die Anforderungen an ein Betriebssystem auf Client-Seite sind überwiegend durch einen PC oder einen Browser gegeben. Für den Server, bzw. das CMS, kommen weitgehend UNIX oder Windows-NT Umgebungen zum Einsatz. Vor allem CMS mit hohem Volumina und hohem Anspruch an Performance greifen alle auf UNIX basierte Betriebssysteme zu. Die Software ist weit gestreut und basiert auf eigentwickelten Programmierund Scriptsprachen oder herstellerspezifischen Standards, zum Beispiel Lotus Notes, ASP, ColdFusion, etc.. Daneben finden sich CMS die vollständig in der plattformunabhängigen Programmiersprache JAVA implementiert sind. Ein wesentlicher Trend liegt im Einsatz von JAVA als Implementierungssprache und -umgebung und XML als Beschreibungs- und Kommunikationsstandard. 5.1 Staging-Server Dieser ist für die Darstellung statischer Informationen geeignet, die zyklisch geändert werden müssen. Bei dieser Art von CMS werden die Inhalte auf einem eigenen Server erstellt und verwaltet. Zu einem definierten Zeitpunkt wird ein Gerät aus statischen HTML-Seiten erzeugt (Staging) und auf einen Webserver exportiert. Der Export kann in vordefinierten Zyklen und partiell für Inhaltsrubriken erfolgen. Dieses Publishing-Prinzip zeichnet sich durch gute Performance aus, da keine individuellen Seitenerstellung zum Zeitpunkt des Abrufs aus den Datenbeständen eines DBMS stattfindet. Dieses Prinzip ist nicht geeignet, wenn über das CMS Bewegungsdaten aus anderen DV-Systemen des Unternehmens kommuniziert werden soll (z.b. Verfügbarkeitsabfragen aus Warenwirtschaftssystemen). In diesen Fällen kann eine Mischform des Publishing-Prinzips sinnvoll sein. Dabei werden nur die Informationen mit statischem Charakter nach 11

12 dem Staging-Prinzip publiziert. Templates Client Client "Staging" Client Web Browser Kunde / Leser HTML Web Server Staging Server HTML Dokumente Publishing Server LOGIN Web Browser Autor Daten Content Management System Abbildung 4: Staging-CMS 5.2 Live-Server Dieser ist für Informationen geeignet, die hochdynamsich erstellt oder geändert werden müssen. Die Informationen sind durch Kurzlebigkeit und schnell abfolgende Aktualisierungszyklen gekennzeichnet (zum Beispiel laufgende redaktionelle Nachrichtenmeldungen, Kursverlauf von Wertpapieren). Mittels einer entsprechenden Logik / Middleware werden die Webseiten bei Abruf dynamsich aus Vorlagen mit Platzhaltern für korelierende Daten und Rohdaten aus Datenbanksystemen generiert. Damit wird bei jedem Aufruf einer Seite diese zeitaktuell mit den entsprechenden Daten gefüllt und an den Anfrager ausgeliefert. Die Webserveranfrage resultiert in einen Live-Zugriff auf die Datenhaltung eines beteiligten DV-Systems. Beispielablauf einer dynamsichen Seitengenerierung: 1. Browser stellt Anfrage an Web-Server 2. Web-Server reicht Anfrage an Application-Server weiter 3. Application-Server greift auf Daten des DBMS zu 4. Datenbank gibt Ergebnis an Application-Server zurück 5. Darstellungsvorlage wird mit den Abfrageergebnissen gefüllt 6. Application-Server gibt fertige HTML-Seite an Web-Server 12

13 7. Web-Serverreicht HTML-Seite an Browser weiter. Templates Layout Server Client Web Browser HTML Web Server HTML Middleware Applikation Daten Kunde / Leser Client Login Web Browser Autor Abbildung 5: Dynamsiches-CMS Content Management System Mehr und mehr Business-Websites verwenden dieses Prínzip, um die Informationen der bestehenden DV-Landschaft nach innen und aussen über die Systemgrenzen hinweg zu kommunizieren. Damit werden auch die Anforderung für CMS bzgl. der Integrationsfähigkeit in eine bestehende Systemlandschaft und der containerorientierte Umgang mit Informationen eine entscheidene Rolle spielen, um als Integrationsplattform für zukünftige Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle bestehen zu können.[2] 6 Einsatzbereiche von CMS Wenn eine Webagentur mit der Pflege einer Seite beauftragt ist und der Auftraggeber gerne bereit ist, höhere Kosten zu akzeptieren, um die Pflege der Seite aus den Füßen zu haben, dann ist ein CMS überflüssig. Auch Seiten mit wenig Inhalt (content) oder extrem statische Seiten, die nur sehr selten Änderungen unterliegen, benötigen kein CMS. Ist jedoch die Webagentur langsam, umständlich, unzuverlässig oder einfach zu kostenintensiv, lässt sich die Pflege der Website auch einfach selbst übernehmen. Vielleicht mit flexiblen Änderungen und Aktualisierungen, ohne länger auf den Webspezialisten angewiesen zu sein? Vielleicht von den inhaltlich arbeitenden Mitarbeitern zu verantworten und nicht von den Technik-Spezialisten? Dann lohnt sich die Implementierung eines Redaktionssystems. Innerhalb weniger Jahre hat das Internet den Businessbereich drastisch verändert. Informationssuchende sind beispielsweise durch die permanente Erreichbarkeit 13

14 einer Webseite nicht mehr an Öffnungszeiten gebunden, Käufer können rund um die Uhr bestellen. In B2B-Aktivitäten werden Organisationswege verkürzt. Durch die standardisierte Technologie lassen sich viele weitere Einsatzszenarien skizzieren, die zudem täglich erweitert werden. Neben dem Webauftritt wird das Medium zunehmend auch für Intranets (Firmenintern) und Extranets (Firmenverbund) interessant. In geschlossenen Extraund Intranets können beispielsweise Mitarbeiter erstmals gezielt auf umfangreiche Wissensdatenbanken zugreifen, Informationen austauschen, Bestellvorgänge verfolgen. Ob im Web, im WAN, oder im LAN, durch die Internettechnologie entsteht ein Medium, das universell einsetzbar und flexibel ist und damit Kosten reduziert.[7] Mit der rasanten Weiterentwicklung der Internettechnologie steigen die Ansprüche an einem Internetauftritt. Kunden erwarten topaktuelle interessant aufbereitete Informationen. Der Webbetreiber möchte sich vom Mitbewerber abheben. Der Erfolg eines Auftrittes hängt zunehmend von der schnellen und einfachen Pflege des Inhaltes (Content) ab. Aufwand zur Pflege von Webservern Aufwand Ohne CMS wächst der Aufwand etwa quadratisch mit der Zahl der Seiten Mit CMS können Routineaufgaben automatisiert werden Umfang des Servers Abbildung 6: Vergleich von Aufwand der Pflege bei WP ohne und mit CMS Die ersten paar HTML-Seiten können noch einfach verfaßt werden und die Dateinamen, die es zu verlinken gilt, kann man sich im noch Kopf merken... bis die Website irgendwann einige hundert Seiten umfasst und immer mehr Leute daran mitarbeiten wollen/müssen. Dann sprechen plötzlich viele Gründe für ein Content Management System. So werden Content-Management-Systeme hauptsächlich in Unternehmen oder für Veranstaltungen von längerer Dauer und mit großem Informationsverarbeitungsbedarf bzw. großem Informationspräsentationsbedarf eingesetzt. Das Folgende ist ein gutes Beispiel für eine Veranstaltung mit enormem Informationspräsentationsbedarf. 14

15 Olympisches Portal mit RedDot CMS Mit dem Portal Olimpijski will das Polnische Olympische Komitee die kommenden Olympischen Spiele begleiten und den Sport in Polen fördern. Die schnelle Aktualisierung der Nachrichten wird durch RedDot CMS sichergestellt. Auf der Website, die vom Polnischen Wissenschaftsministerium unterstützt wird, werden Sportinteressierte in Zukunft Nachrichten und Veranstaltungshinweise aus der ganzen Welt finden. Während der Olympischen Spiele wird hier laufend über die Erfolge der Sport-Stars berichtet werden. Das Portal soll außerdem eine interaktive Plattform zur Diskussion über Sport-Themen bieten. Die Redakteure des Portal Olimpijski pflegen die Inhalte mit dem RedDot Content Management Server und haben so die Möglichkeit, aktuelle Meldungen ohne Zeitverzug online zu stellen. Darüber hinaus ist geplant, einen Newsticker mit Nachrichten von verschiedenen Agenturen zu integrieren. 7 Marktübersicht 7.1 Marktsituation Ein ernst zu nehmender Markt für CMS besteht seit etwa 1997 und entwickelt sich seitdem überaus schnell. Kunden stehen mittlerweile einer Vielfalt von Angeboten von vielen verschiedenen Anbietern mit sehr großen Preisunterschieden gegenüber und müssen zahlreiche Systeme beurteilen und auf die Brauchbarkeit für die eigenen spezifischen Anforderungen testen. Es gibt keinen wirklichen Marktführer, an dem man sich orientieren kann, und die Preise für komplette Projekte reichen bis zu einigen Millionen Euro, ohne daß wirklich klar wird, was die teure Lösung eigentlich mehr bietet, da ein Produktvergleich sehr schwierig ist. Denn es gibt kaum Standardfeatures für Content Management Systeme, weil fast jeder Hersteller einen eigenen Ansatz verfolgt. Die größten Marktsegmente bilden Enterprise Content Management Systeme (ECMS) auf der einen Seite und Publishing-/Redaktions-Systeme auf der anderen. ECMS oder Business bzw. Workflow CMS genannt sind businessorientierte high end Lösungen, die eine Integration in die vorhandene IT-Struktur und Verbindungen mit Back-End-Systemen zu lassen. Sie sind plattformunabhängig und finden in erster Linie bei sehr grossen Websites (Kataloge, Portale) Anwendung. Allgemein gesagt bei B2B-Anwendungen. Redaktionssysteme sind sehr stark an den herkömmlichen Redaktionsprozeß angelehnt. Hier steht die Aktualität der Daten im Vordergrund. Aufgrund des schnellen Anwachsens des Marktes, geht die Ausprägung einheitlicher Begriffe sehr langsam voran. In den nächsten Jahren ist aber mit einer Reinigung des Marktes zu rechnen, weil die Anzahl der Hersteller so angewachsen ist, dass nicht alle werden überleben können. 15

16 7.2 Grundregeln Aufgrund der im vorigen Abschnitt erläuterten Marktsituation ist es wichtig, einige Grundregeln bei der Anschaffung eines CMS-Projektes zu beachten. Die Anzahl und Art der Module, die im Preis inbegriffen sind, sind zum Beispiel sehr wichtig, denn bei manchen Anbietern zahlt man zwar nicht viel, bekommt aber auch nur sehr wenig für die Investitionen. Die benötigten Module müssen in solchen Fällen für viel Geld nachgekauft werden. Weiterhin sollte man im Falle eines proprietären Projektes vor einer Entscheidung die in die engere Auswahl gezogenen Produkte mit Hilfe einer Demoversion testen. Eine Alternative zu Demoversionen sind in jedem Fall Demofilme des CMS, um einen Eindruck von der Handhabbarkeit zu gewinnen. Denn bei guten CMS ist das Meiste selbsterklärend. Wobei man hier widerum sehr vorsichtig sein muss. Fast alle Produkte sind unter großem Zeitdruck entwickelt worden und erst wenige Jahre im Einsatz. Präsentationen und Hochglanzprospekte versuchen manchmal einen anderen Eindruck zu vermitteln. Dort gibt es für scheinbar jedes Problem eine einfache Lösung. Bei der Features und Funktionen-Liste gibt es riesige Unterschiede. Manche CMS bieten eine Fülle nützlicher kleiner Tools, die die tägliche Arbeit erheblich erleichtern, wohingegen andere CMS schlampig und einfallslos programmiert und dadurch nur schwierig und umständlich zu bedienen sind. Ein hoher Preis bedeutet nicht zwangsläufig hohe Qualität und umgekehrt, denn viele sündhaft teure Enterprise CMS bieten kaum mehr Nutzen als Systeme der unteren Preisklasse. Man sollte auch immer auf das Service-Angebot achten, denn manche Anbieter wollen nach erfolgtem Kauf nichts mehr von Ihren Kunden wissen. Zwangsläufig im laufenden Betrieb auftretende Fragen und Probleme kann einen dann vor ernste Schwierigkeiten stellen. Seriöse Anbieter stellen immer zahlreiche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zur Verfügung. Um bei dem Service- Angebot sicher zu gehen, sollte man die Servicemoral vor dem Kauf mit ein paar ausgedachten Fragen testen.[5] Das soll an dieser Stelle genügen. Mehr Tips und Ratschläge rund um dieses Thema findet man unter der angegebenen Quelle. 7.3 Projekte am Markt Es gibt eine Vielzahl an Open Source und proprietären Projekten auf dem Markt. An dieser Stelle seien nur ein paar genannt und für weitere Informationen z.b. auf verwiesen. Contentmanager ist eine der grössten deutschen Content Management Information Sites. Hier findet man neben mehereren Hundert Anbietern (von kostenlosen Produkten bis zu solchen, die einige Hunderttausend Euro teuer sind) auch spezielle Suchmaschinen und Produktvergleichsmöglichkeiten. Nachfolgend einige kurze Beispiele, die man bei contentmanager.de findet. 16

17 7.3.1 Open Source Projekte typo3 Typo3 ist ein Open Source Projekt das den Anspruch erhebt auch den Leistungsumfang mittelgroßer Softwarepakete der Enterprise Klasse abzudecken. Das System trennt auf allen Ebenen konsequent Content und Struktur, ist datenbankbasiert (MySQL), setzt auf PHP4 und wird mit besonderer Aufmerksamkeit auf eine konsistente Architektur und hohe Qualität in allen Bereichen entwickelt. Typo3 bietet dabei den Autoren eine wirklich intuitiv zu bedienende Oberfläche, die durch den Administrator präzise eingestellt werden kann, je nach Rechten und Aufgaben der jeweiligen Person. Entwickler erhalten eine leistungsfähige und zuverlässige Plattform für eigene Anpassungen und Module. Typo3 besitzt zudem eine eigene Konfigurationssprache, TypoScript, die mithilfe der vielen Beispiele und Basismodule, wie ein Message Board, News, ein Shopsystem und einiges andere mehr gut zu erlernen ist. Als besonderes Highlight verfügt Typo3 über die Option Bilder, wie auch Navigationselemente Serverseitig und on-the-fly zu erstellen und zu bearbeiten. Module und Funktionen, wie Shops, Message Board, Serienmail-funktion, News, usw. sind frei verfügbar und sind leicht eigenen Bedürfnissen anzupassen. Eine große weltweite Community trägt zur Weiterentwicklung bei, die Kernfunktionalität wird aus Qualitätsgründen zentral kontrolliert und hergestellt. Eine umfassende Beschreibung samt Links zur ausgiebigen Dokumentation befindet sich auf der Internetseite des Projekts unter OpenCMS OpenCms bietet auf Basis von Open-Source die Möglichkeit schnell und kostensenkend Webseiten ohne HTML-Kenntnisse zu erstellen und zu pflegen. Dabei hilft ein WYSIWYG Editor, der sich an die Oberfläche bekannter Officeanwendungen anlehnt und intuitiv zu bedienen ist. In der nun erhältlichen Version 5.0 unterstützt OpenCms erweiterte Java - Standards wie JSP und Taglibs. Durch den konsequenten Einsatz definierter Schnittstellen, sowie durch die Umsetzung in Java, ist eine Integration in vorhandene Hard- und Softwarestrukturen jederzeit möglich. OpenCms bietet somit maximale Unabhängigkeit. Die Einhaltung des CI ist durch die Verwendung von definierten Templates sichergestellt. contentix contentix ist ein Java basiertes Framework auf Basis XML/XSL zur Entwicklung von Websites und Webservices. Für den Betrieb benötigt es eine gängige Java Servlet Engine (Beispielsweise Tomcat oder Resin). Das besondere an contentix ist sicherlich die Art und Weise, wie die Daten und Formulare verwaltet werden und die generische Verknüpfung zwischen 17

18 unterschiedlichsten Medien. Ein weiteres Highlight ist die absolute Trennung von Funktionalität und Design. Intern arbeitet contentix über XML Objekte, d.h. jedes Objekt und jeder Datensatz wird als XML Objekt bzw. Datensatz bearbeitet und beschrieben. Das bedeutet auch, dass es eine Beschreibung jedes Objektes in Form einer XML Datei gibt. Diese XML Dateien werden in einer relationalen Datenbank als BLOB gespeichert und über die normalen relationalen Felder in der Datenbank nur referenziert. Dies hat den Vorteil, dass das System mit sehr wenig Aufwand an konkrete Bedürfnisse angepasst werden kann Proprietäre Projekte RedDot Content Management System für große Internet-, Intranet- und Extranet- Projekte. Besonders einfache Bedienung mit der intuitiven RedDot SmartEdit Technology, die ein Bearbeiten der Inhalte direkt im Browser ermöglicht. Auch der Administrator arbeitet vollständig Browser-basiert, d.h. die Struktur eines Projekts, Templates, Berechtigungen, Workflows usw. können von jedem Arbeitsplatz aus administriert werden, der über einen Web- Browser verfügt. Wichtige Features sind mehrstufige, frei definierbare Workflows, flexibles Berechtigungskonzept, schnelle Implementation ohne Programmierung, interne und externe Personalisierung, Versionsverwaltung und vielfältige Import- und Exportmöglichkeiten. Mit dem optionalen Translation Editor lassen sich mehrsprachige Sites einfach administrieren. interred InterRed - Content-Management auf höchstem Niveau, weltweit, plattformunabhängig, hochperformant. Für Internet, Intra- u. Extranet mitknowledge- Management, Community und Personalisierung. Erfolgreich im Einsatz bei Verlagen, Verbänden, Hochschulen, TV-Sender, Mittelständlern und Internet-Portalen. (online testen unter: cy:con (eher für mittelständische Unternemhen) Mit cy:con lassen sich unterschiedlichste Geschäftsprozesse im Unternehmen abbilden und nachhaltig optimieren. Grundlage für alle Projekte bildet das leistungsstarke Software-Framework. Durch die Verbindung unterschiedlicher Module sowie die jeweiligen Kunden-Anforderungen wird aus jedem Projekt eine individuelle Problemlösung in einem ganzheitlichen Gesamtkonzept. Denn durch die Flexibilität und Skalierbarkeit von cy:con lassen sich alle internetbasierten Anwendungen in einem System vereinen. (online testen unter: 18

19 8 RedDot 8.1 Über das Unternehmen Die RedDot Solutions AG mit Hauptsitz in Oldenburg (Niedersachsen) ist einer der international führenden Anbieter von Content-Management-Technologie. Die RedDot Extended Content Management Suite (XCMS) ist eine umfassende Gesamtlösung für alle Prozesse im Zusammenhang mit Inhalten und Dokumenten: von Web Content Management über Dokumenten-Management, Business Workflow, Collaboration und Personalisierung bis hin zu Backend-Integration. Die Produktsuite ist modular aufgebaut und kann schrittweise um einzelne Komponenten erweitert werden. Die intuitive RedDot SmartEdit Technology ermöglicht es jedem Benutzer, Inhalte im Intranet oder Internet zu erstellen und zu aktualisieren, ohne dass dafür spezielle Kenntnisse nötig sind. Die Systeme sind schnell zu implementieren, unterstützen etablierte Standards wie XML/XSL, SOAP, Web Services und Java und zeichnen sich durch niedrige Anschaffungs- und Folgekosten aus. Mehr als 1000 Kunden aller Branchen setzen RedDot-Technologie in über 3000 Projekten ein, darunter Deutsche Bank, Diakonisches Werk, Eurowings, Freistaat Sachsen, New York Times, Poggenpohl, RTL Group und Tupperware. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ca. 130 Mitarbeiter, davon 75 in Deutschland. RedDot ist mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Polen und Italien vertreten. Für Beratung und Implementierung stehen neben dem Hersteller mehr als 300 RedDot-Partner zur Verfügung. Nach Angaben der Gartner Group, die mit dem Magic Quadrant regelmäßig eine Markteinschätzung abgibt, zählt RedDot weltweit zu den Top 10 im Content- Management-Bereich. Auch hinsichtlich der Produktstrategie ( completeness of vision ) sieht Gartner das Unternehmen im Spitzenfeld. Im Vergleich zu anderen Anbietern bietet RedDot dabei deutlich preisgünstigere Lösungen an. Im abgelaufenen Jahr hat die RedDot Solutions AG einen Umsatz von ca. 14 Millionen Euro gemacht; davon etwa 65 % mit Lizenzen. 8.2 Über das Produkt Der RedDot CMS ist ein Content Management und Publishing System. Der Red- Dot CMS ist kein HTML-Editor. Vielmehr erstellt man aus vorhandenem Code im Template-Editor Templates. Alle Elemente des Codes, die von Redakteuren mit Inhalten gefüllt oder vom System verwaltet werden sollen, werden durch RedDot-Platzhalter ersetzt. Auf Basis dieser Templates werden RedDot-Seiten erstellt und in SmartTree zu der Projektstruktur zusammengebaut. Die Redakteure, die die Seiten des Projekts inhaltlich pflegen, sehen die erstellten Seiten über einen Browser. Hierzu öffnet man das Projekt im SmartEdit ( RedDot- Modus ). Die eingesetzten Platzhalter bzw. Elemente, die bearbeitet werden können, sind mit einem RedDot gekennzeichnet. Über die RedDots öffnen die Redakteure die Elemente und bearbeiten deren Inhalt. In SmartTree bestimmen Sie, welche Seiten basierend auf welchen Templates mit welchen Seiten verlinkt 19

20 sein sollen. Diese grundlegende Struktur wird vornehmlich im SmartTree-Modus geändert. Über den Server Manager organisiert man die RedDot-Server, Projekte und Benutzer. Das Besondere am RedDot Content Management Server ist, dass Inhalt, Navigation und Layout getrennt bearbeitet werden. So bearbeitet beispielsweise ein Benutzer mit der Rolle Editor oder Author den Inhalt des Projektes in SmartEdit, ein Benutzer mit der Rolle Site Builder, der über die Editierrechte (TE) für den Template-Editor verfügt, Templates, die das Layout einer Seite bestimmen und ein Administrator oder Site Builder erstellt die Linkstruktur des Projektes. 8.3 RedDot CMS: Funktionsweise Mit dem RedDot CMS verwaltet man seine Projekte. Die Projekte werden in einer Datenbank abgelegt. Diese befindet sich entweder direkt auf dem RedDot- Server oder einem externen Datenbank-Server. Projekte umfassen Seitenvorlagen (Templates), benötigte Dateien (Bilder, Dokumente, Styles, Skripte) sowie die erforderliche Verlinkung der Seiten. Diese Inhalte und diverse Projekteinstellungen werden in SmartTree vom Administrator oder Site Builder verwaltet. Die Erstellung eines Projektes erfolgt in mehreren Stufen. Diese Stufen sind in der folgenden Abbildung schematisch dargestellt. Zu den Stufen gehören (in der beschriebenen Reihenfolge): Die Template-Erstellung, der Aufbau der Projektstruktur, die Content-Pflege, der Workflow, die Versionierung und die Produktion (Generierung, Export). Abbildung 7: So funktioniert der RedDot CMS 20

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