Die gymnasiale Oberstufe dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in die Einführungsphase und die zweijährige Qualifikationsphase

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1 Allgemeines Die gymnasiale Oberstufe dauert drei Jahre. Sie gliedert sich in die Einführungsphase und die zweijährige Qualifikationsphase Die Einführungsphase Die Einführungsphase (11. Jahrgang) übernimmt eine Brückenfunktion zwischen der Sekundarstufe I (Gymnasium, Gesamtschule, Realschule), den Berufsfachschulen und den Berufsausbildungen und bereitet auf die Qualifikationsphase vor. In den Seminartagen werden Sie gezielt an die Arbeitsweise in der gymnasialen Oberstufe herangeführt, Sie trainieren auch z.b. auch das richtige Präsentieren. Der Unterricht wird in der Einführungsphase im Klassenverband durchgeführt. Der Übergang in die Qualifikationsphase erfolgt durch Versetzung. n Sie sind grundsätzlich zur Teilnahme am unterricht in den Jahrgangsstufen verpflichtet. Wenn Sie vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe durchgängig in mindestens vier aufsteigenden Schuljahren am Pflichtunterricht in einer zweiten teilgenommen haben, entfällt für Sie die Verpflichtung zu einer zweiten. Sie müssen in der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase am Unterricht in der zweiten (Spanisch) teilnehmen, wenn Sie keine oder nur geringe Vorkenntnisse in dieser aufweisen. Sie können die weitere (Spanisch) freiwillig erlernen. Dieses ist grundsätzlich nur durchgängig möglich, d. h. Sie können die Sprache nur nach Beratung zum Ende eines Schuljahres abwählen. Lernen Sie die freiwillig bis zum Ende der Qualifikationsphase, haben Sie bei den einzubringenden Fächern bzw. bei den Prüfungsfächern mehr Wahlmöglichkeiten. Betriebspraktikum Sie führen ein zweiwöchiges Betriebspraktikum durch, das die berufliche Schwerpunktbildung unterstützen soll. Fachrichtungstypische Handlungsfelder, spezifische Arbeitstechniken sowie individuelle berufliche bzw. betriebliche Erfahrungen werden für die Lernprozesse anschließend in den beruflichen Profilfächern genutzt.

2 Welche Fächer erwarten Sie in der gymnasialen Oberstufe? Unterrichtsfächer Zahl der Wochenstunden Einführungsphase Qualifikationsphase Jahrgang 11 Jahrgang 12 Jahrgang 13 Lernbereich Kernfächer Spanisch 1 Geschichte Lernbereich 2-2 Politik Ergänzungsfächer Je Halbjahr - - Religion 2 oder 2 2(4) 2(4) Werte und Normen 2 2 2(4) 2(4) Sport Ernährung oder Lernbereich Gesundheit-Pflege oder Pädagogik-Psychologie 3 Profilfächer Praxis Summe 33 34(36) 2 34(36) 2 Wahlangebote Nach Angebot der Schule 11 Wer in der Einführungsphase verpflichtet war, am Unterricht einer zweiten teilzunehmen, muss diese in der Qualifikationsphase fortführen. 2 Sofern das Fach Prüfungsfach ist, wird es in der Qualifikationsphase vierstündig unterrichtet 3 Fachrichtung und Schwerpunkt prägendes Profilfach

3 Versetzungsregeln Die Klassenkonferenz entscheidet am Ende der Einführungsphase über die Versetzung in die Qualifikationsphase. Grundlage der Entscheidung sind die Leistungen in den erteilten Unterrichtsfächern. Eine Schülerin oder ein Schüler ist zu versetzen, wenn die Leistungen in allen Lernbereichen mindestens mit der Note ausreichend, in nicht mehr als zwei Fächern mit der Note mangelhaft, in keinem Fach mit der Note ungenügend, in dem ersten Prüfungsfach (Gesundheit, Ernährung bzw Pädagogik-Psychologie.) nicht mit der Note mangelhaft und in nicht mehr als einem der gewählten zweiten und dritten Prüfungsfächer (,,, ) mit der Note mangelhaft bewertet worden sind. Die Qualifikationsphase In der Qualifikationsphase (12. und 13. Jahrgang) findet der Unterricht in den beruflichen Profilfächern im Klassenverband statt. Das erste Profilfach sowie das zweite und dritte Prüfungsfach werden in der Qualifikationsphase auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet. Der Unterricht in den weiteren Fächern findet auf grundlegendem Niveau statt. Im 12. Jahrgang führen Sie im Team eine Projektarbeit durch, die die Profilfächer verbindet und durch die Kooperation mit außerschulischen Partnern einen starken beruflichen Bezug herstellt. Hier bewähren Sie sich im Team, handeln selbstbestimmt und zielorientiert. Die Projektorientierung ist ein wesentliches Unterrichtsprinzip in den BBS Ritterplan und wird vorwiegend in den beruflichen Profilfächern des Beruflichen Gymnasiums verfolgt. Bereits in der Einführungsphase wird die Projektarbeit nach der Projektmanagementmethode in kleineren Projekten trainiert. In der Qualifikationsphase fertigen Sie im Team eine Projektarbeit mit beruflichem Bezug an und haben damit die Chance zur vertieften selbstständigen und wissenschaftspropädeutischen Arbeit. Die Projektarbeit wird auf der Grundlage des Profilfaches Praxis und der die Fachrichtung und den Schwerpunkt prägenden Profilfächer erstellt. Die externen Projektauftraggeber sind z.b. Kindertagesstätten, Grundschulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und die Göttinger Tafel, so dass dieses fächerverbindende Projekt mehrere Merkmale der Din erfüllt: Es ist abweichend von der Schulroutine einmalig, komplex und interdisziplinär, es hat eine eigene Dynamik, ist zeitlich befristet und begrenzt in den finanziellen, personellen und fachlichen Ressourcen. Teamfähigkeit, selbstbestimmtes zielorientiertes Handeln, die informationstechnische Kompetenz und das wissenschaftspropädeutische Handeln werden hier besonders entwickelt und trainiert. Welche Prüfungsfächer können Sie wählen? In der Einführungsphase entscheiden Sie sich für Ihre Prüfungsfächer in der Qualifikationsphase. Ihre Lehrkräfte beraten Sie, damit Sie Ihr Abitur mit Ihren Stärken erreichen können.

4 1.Prüfungsfach 2. oder 3. Prüfungsfach Schriftlich Ernährung Pädagogik- Psychologie Gesundheit-Pflege 4. Prüfungsfach 5. Prüfungsfach Informationsverar beitung Mündlich In der Qualifikationsphase findet keine Versetzung statt. Die Leistungen aus den Schulhalbjahresergebnissen der Qualifikationsphase und aus der Abiturprüfung gehen in die Gesamtqualifikation (Gesamtpunktzahl) des Abiturzeugnisses ein. Zentralabitur Die Abiturprüfung erfolgt in den ersten vier Prüfungsfächern schriftlich, im fünften Prüfungsfach wird eine mündliche Prüfung abgelegt. Mit Ausnahme des Faches werden die schriftlichen Prüfungen im Rahmen des Zentralabiturs abgelegt. Die Einheitlichkeit des Zentralabiturs umfasst sowohl die Themenstellung als auch die Prüfungstermine. Sie müssen insgesamt 36 Schulhalbjahresergebnisse aus der Qualifikationsphase in die Gesamtqualifikation einbringen. Haben Sie die Abiturprüfung bestanden, erhalten Sie das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Zentralabitur: Fachhochschulreife Frühestens nach Beendigung des 12. Jahrganges können Sie mit bestimmten Leistungen bereits den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben. Der berufsbezogene Teil der Fachhochschulreife wird durch eine Berufsausbildung oder ein einjähriges Praktikum, FSJ oder Bundesfreiwilligendienst erreicht. Die Fachhochschulreife berechtigt Sie zum Studium jeder Fachrichtung an jeder Fachhochschule.

5 Berufsorientierung Als berufliches Gymnasium ist es uns ein großes Anliegen Ihnen zum regulären Unterricht ein breites Spektrum zur Berufsorientierung (BO) anzubieten. Alle Angebote werden durch eigene oder externe Profis, mit denen wir kooperieren, durchgeführt und sind kostenlos. Unser Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler und auch ihre Eltern frühzeitig bezüglich Ihrer Berufs- bzw. Studienwahl zu unterstützen und durch Fachleute informieren. Daher richten sich unsere Veranstaltungen sowohl an diejenigen, die studieren wollen, als auch an diejenigen, die nach der Schule einen Beruf anstreben. Häufig ergeben sich gerade für Schülerinnen und Schüler, die noch keine konkreten Vorstellungen haben interessante Ideen und Tipps für ihren weiteren beruflichen Weg. Schwerpunktmäßig findet die Berufsorientierung in der Qualifikationsphase I (12. Jahrgang) statt. Für Fragen steht Ihnen Frau Birkholz als Ansprechpartnerin unserer Schule gerne zur Verfügung. Kosten Schulgeld wird nicht erhoben, es entstehen jedoch Kosten für Lehr- und Lernmittel sowie für eine Studienfahrt (im 13. Jahrgang) und für die Sportkursfahrten (je nach Sportkurswahl). Welche Fördermöglichkeiten bestehen? (nach BAföG) 1. Elternabhängig Für alle anderen Schülerinnen und Schüler kann der Besuch des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales nach den Richtlinien des BAföG gefördert werden. Auskünfte erteilen die zuständigen BAföG-Ämter am jeweiligen Wohnort 2. Elternunabhängig Schülerinnen, die mindestens 19 Jahre alt sind und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine dreijährige Berufstätigkeit nachweisen können, können nach dem BAföG als Kollegiaten (elternunabhängig) gefördert werden. Nähere Informationen zur Förderung erhalten Sie beim Amt für Ausbildungsförderung im Landkreis Göttingen Rechtliche Vorschriften Die für das Berufliche Gymnasium geltenden rechtlichen Vorschriften sind in folgenden Verordnungen verankert: Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO), Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über Berufsbildende Schulen (EB-BbS-VO), Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (AVO-GOBAK), Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (EB-AVO-GOFAK).

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