Rhe i n m e t all AG Geschäf t sbe rich t i 20 14

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1 Rhe i n m e t all AG Geschäf t sbe rich t i 20 14

2 Kennzahlen 2014 I R he inmet all-k onzern Auftragslage 1 Auftragseingang Auftragsbestand (31.12.) MioEUR MioEUR Umsatz/Ergebnis 1 Umsatz davon Auslandsanteil Operatives Ergebnis Operative Ergebnis-Marge EBIT EBIT- Rendite EBT Gesamtkapitalrendite (ROCE) 3 MioEUR % MioEUR % MioEUR % MioEUR % , ,2 22 3, , ,7 45 4, , , , , , , , , , ,5 15 0,4-46 0, , , ,5 Bilanz Bilanzielles Eigenkapital Bilanzsumme 1 Eigenkapitalquote 1 Liquide Mittel Bilanzsumme./. Liquide Mittel 1 Nettofinanzverbindlichkeiten 1,4 Verschuldungsquote 1,5 Net Gearing 1,6 MioEUR MioEUR % MioEUR MioEUR MioEUR % % , ,9 27, , ,3 11, , ,2 6, , ,9 8, , ,9 5, , ,3-3, , ,0 19,0 Cash Flow Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2 Cash Flow aus Investitionstätigkeit Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 1 Free Cash Flow 2 MioEUR MioEUR MioEUR MioEUR Personal Mitarbeiter (31.12), nach Kapazitäten 1 Inland Ausland Defence Automotive 1 Holding/Dienstleistungsgesellschaften Aktie Jahresendkurs der Aktie Höchstkurs der Aktie Tiefstkurs der Aktie Ergebnis je Aktie Dividende je Aktie EUR EUR EUR EUR EUR 36,27 57,87 30,69 0,47 0,30 44,85 46,04 35,01 0,75 0,40 36,40 47,23 31,36 4,55 1,80 34,24 66,46 30,35 5,55 1,80 60,17 60,17 42,50 4,23 1,50 44,74 44,74 20,41-1,60 0,30 22,90 53,81 16,82 4,09 1,30 1 Angepasste Werte 2013 aufgrund IFRS 11 2 Angepasste Werte 2013 aus At-Equity-bilanzierten Beteiligungen 3 EBIT/durchschnittliches Capital Employed 4 Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquide Mittel 5 Nettofinanzverbindlichkeiten/um liquide Mittel korrigierte Bilanzsumme 6 Nettofinanzverbindlichkeiten/Eigenkapital

3 Sicherheit & Mobilität 2 Unternehmensbereiche 6 Divisionen MioEUR Umsatz 160 MioEUR Operatives Ergebnis Mitarbeiter Auftragsbestand FuE-Quote ,9 MrdEUR 4,6% 245 MioEUR Investitionen

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5 125 Jahre Rheinmetall Als eines der ältesten deutschen Unternehmen, die bereits als Aktiengesellschaft gegründet wurden, steht Rheinmetall seit 1889 für Stetigkeit und Wandel in der deutschen Industrie- und Wirtschaftsgeschichte. Rheinmetall AG Defence Automotive Das Gründungsjahr der Rheinischen Metallwaaren und Maschinenfabrik Die Stahlhandelsgesellschaft Gebr. Pierburg wird in Berlin gegründet Heinrich Ehrhardt entwickelt das erste Feld dienst taugliche Rück laufgeschütz Automotive Defence Automotive Gründung der Deutschen Ölfeuerungswerke, welche später zur Firma Kolbenschmidt werden Rheinmetall erwirbt den bedeutenden Lokomotiv hersteller August Borsig Kolbenschmidt gießt in Neckarsulm den ersten Zylinderkopf für Porsche Defence Defence Automotive Rheinmetall beginnt mit der Fertigung des MG 42 und einer 20 mm-kanone für die Bundeswehr Beginn der Serienfertigung der 120 mm-glatt rohrkanone für den Leopard 2 Pierburg beginnt mit der Serienfertigung eines elektronischen Ver gasers Automotive Defence Automotive Der Erwerb der Pierburg GmbH begründet den Unternehmensbereich Automotive Rheinmetall stellt den luftverlastbaren Transportpanzer Wiesel 2 vor Der erste Serien-Motorblock aus AluminiumGuss wird hergestellt Defence Defence Automotive Defence Rheinmetall wird mit dem Projekt Infanterist der Zukunft beauftragt Beginn der Entwicklung des Range Extender zur Reichweitensteigerung von Elektro-Autos Unterlüß wird Fertigungszentrum für den neuen Schützenpanzer Puma Der erste Prototyp des GTK Boxer wird vorgeführt

6 Magazin Ut wisi enim ad minim veniam, quis nostrud exerci tation ullam corper suscipit lobortis nisl ut aliquip 125 Jahre Rheinmetall Türöffner-Funktion Ein Feuerwerk aus Klartext, ShoweEinlagen und Pyrotechnik spezialschiffe zur Rohölaufbereitung Rund Gäste waren der Einladung von Rheinmetall gefolgt, um am 12. September 2014 auf dem Düsseldorfer Messegelände das 125-jährige Firmenjubiläum von Rheinmetall zu fei ern. Es war ein glanzvoller Abend mit einem Feuerwerk aus Festreden, Live-Performances, Tanz und Partystimmung. Eine bunte Mischung, die den Funken überspringen ließ und beim Publi kum zündete. Klare inhaltliche Akzente wurden zu Beginn sowohl von Rheinmetall-Chef Armin Papperger als auch von den Gast rednern Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorfs Ober bürgermeister Thomas Geisel und dem Sachbuchautor und Kommu nikationstrainer Gerriet Danz gesetzt. So legte beispielsweise Minister Schneider in seiner Laudatio ein klares Bekennt nis zur Rüstungssparte von Rheinmetall ab. Den beeindruckenden Abschluss des offiziellen Programms bildete eine Feuerwerk-Show, die den Gästen ein dreißigminütiges Farbenschauspiel vom Allerfein sten bot. Gut Schuss Feuerwerkmunition stiegen von drei Abschussplätzen in den nachtschwarzen Himmel. Feuertöpfe, Fontänen, Kometen, Leucht batte rien, römische Lichter, Kugel- und Zylinderbomben sowie ein aufwändiges pyrotechnisches Lichterbild fügten sich in der Summe zu mehr als pyrotechnischen Einzeleffekten zusammen, die ihrerseits exakt auf den musikali schen Rahmen abgestimmt waren. Die Gäste aus dem In- und Ausland waren sich einig: a night to remember. Für die neue Rheinmetall International Engineering (RIE), ein Joint Venture mit Ferrostaal, stand 2014 gleich die Erfüllung eines strategisch bedeutsamen Großauftrages an: In Brasilien ist im Sommer die Auslieferung von Modulen zur Rohölaufbereitung auf Spezialschiffen angelaufen. Der Auftrag mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Euro umfasst die Ausstattung von sechs Spezialschiffen für die Öl- und Gasgewinnung. Das Geschäft ist Teil eines langfristigen Investitionsprogramms, mit dem die brasilianische Regierung beabsichtigt, bis 2020 die Vorkommen der jungen Offshore-Ölfelder vor der Küste Brasiliens zu erschließen. Für Rheinmetall hat dieser zivile Markterfolg eine wichtige Türöffner-Funktion: Der Konzern erwar tet aus den Aktivitäten der RIE in Brasilien auch Impulse für sein angestammtes Defence-Geschäft.

7 Magazin Generationswechsel unter Raubtieren Alleskönner Puma löst den Marder ab In der niedersächsischen Südheide in Unterlüß sind bei Rheinmetall 2014 die letzten Weichen für die Serienfertigung des derzeit weltweit modernsten Schützen panzers, des Puma, gestellt worden: Neue Produktionshallen sind errichtet, Prototypen haben ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt sowohl in dem so genannten Plattenfeld zur kompletten Wanne zusammen - geführt. Allein für das Schweißen der Wanne werden ca. 800 Arbeitsstunden benötigt. Am Ende sollen es 350 Fahrzeuge sein, die das Werk verlassen. Der Puma ist ein hochmodernes Waffensystem für die Herausforderungen an den Brennpunkten dieser Welt: Neuer Antrieb für die Hafenmole Werk Niederrhein in rekordverdächtiger Zeit FErtiggestellt An dieser Hafenmole dreht sich alles nicht um Schiffe, sondern um Systeme und Komponenten rund um den Motor. Im Neusser Hafengebiet hat Rheinmetall Automotive in rekordverdächtiger Bauzeit von rund einem Jahr das neue Pierburg- Werk Niederrhein errichtet und im Frühjahr 2014 die Produktion gestartet. Rückblick: Nach dem ersten Spatenstich im Herbst 2012 und vorbereitenden Arbeiten konnte im Frühjahr 2013 mit den eigent lichen Baumaßnahmen begonnen werden. Schrittweise wurden Fertigungsanlagen aus den beiden bisherigen Standorten in Neuss und Nettetal in das Werk Niederrhein transportiert und dort aufgebaut. Am neuen Standort fertigt Pierburg künftig mit 700 Mitarbeitern u.a. Magnetventile und Systeme für die gekühlte Abgasrückführung. Neben einer Gießerei, der Fertigbearbeitung und der Montage verfügt das Werk auch über ein modernes Hochregallager. arktischer Kälte als auch im heißen Wüstensand. Damit sind die Tage für den in die Jahre gekommenen Schützenpanzer Marder gezählt, und die Auslieferung des bis dato größten Einzelauftrags in der 125-jährigen Geschichte von Rheinmetall kann beginnen. 150 neue Arbeitsplätze sollen gewährleisten, dass pro Jahr 20 bis 25 Puma-Schützenpanzer das Werk verlassen können. Vor der Jungfernfahrt steht jeweils eine logistische Meisterleistung. Denn inklusive jeder einzelnen Schraube besteht ein Puma aus rund Komponenten. Kleinere Baugruppen werden daher vorgeschweißt und auf Maximaler Schutz der Fahrzeugbesatzung, Luftverlastbarkeit sowie die schnelle Aufrüstung und Austauschbarkeit elementarer Systeme sind Forderungen, die nur ein ganz neues Fahrzeugkonzept wie der Puma erfüllen kann. Kein anderes Waffensystem stehe besser für den Transformationsprozess der Bundeswehr, da der Puma hohen Schutz, Durchsetzungsfähigkeit, Mobilität sowie Führungsfähigkeit in idealer Weise verbindet, so der frühere Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde. Der Marder kann jedenfalls den wohlverdienten Ruhestand antreten.

8 Magazin Allerhöchste Kundenerwartungen erfüllt Grossauftrag der norwegischen Streitkräfte an RMMV Zwölf Verhandlungswochen, unzählige Meetings, fast Fragen erst dann war der Deal perfekt. Die norwegischen Streitkräfte haben 2014 der Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) einen bedeu tenden Großauftrag für militärische Logistikfahrzeuge erteilt. Ein Rahmenabkommen der Norweger mit dem Joint Venture der Rheinmetall AG und der MAN Truck & Bus AG regelt die Lieferung von innovativen Fahrzeugen und Serviceleistungen bis Die ersten 120 LKWs der HX 2-Serie im Wert von über 100 Mio EUR wurden gleich mit der Vertragsunterzeichnung bestellt. Ausgeliefert werden sollen die Fahrzeuge bis Mitte Der Auftrag umfasst auch Logistikleistungen wie Ersatzteillieferungen und Instandsetzung. Die High-Tech-Fahrzeugfamilie mit einer Vielzahl an Varianten wird extra für die Norweger weiterentwickelt und exakt auf die anspruchsvollen Anforderungen abgestimmt. Ein Teil der LKWs wird über integrierte gepanzerte Fahrzeugkabinen verfügen, die die Besatzung effektiv vor Beschuss und Splitterwirkung schützen. Die AIDA-Flotte vertraut auf Simulationstechnik von Rheinmetall Defence, damit die Kreuzfahrtschiffe sicher in jeden Hafen einlaufen können. Pierburg-Werk in South Carolina ausgezeichnet Qualitätspartner von Ford Dem Pierburg-Werk in Fountain Inn (South Carolina) ist 2014 der begehrte Q1 Award von Ford für außergewöhnliche Qualität und Leistung verliehen worden. Ford hat das Werk damit für hervor ragende Leistungen in den Be reichen Qualität und Qualitätssicherung, Maßnahmenplanung, Kundenbeurteilung und kontinuierlicher Verbesserung ausge zeichnet. In Fountain Inn produziert Pierburg für Ford eine Vielzahl an Produkten zur Senkung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch sowie zur Steigerung der Fahrzeugleistung. Hierzu zählen AGR-Ventile, Drosselklappen und Regelventile. Fountain Inn ist mit dieser Auszeichnung nicht allein, denn auch die mexikanischen Kolben- und Pumpenwerke in Celaya sowie der indische KSPG-Standort in Pune haben den begehrten Award von Ford erhalten. Clever und erfolgreich 75-millionstes agr-ventil aus dem Baskenland Abgasrückführung (AGR) ist eine intelligente Methode zur Schadstoffreduzierung: Hierbei wird am Abgaskrümmer eine bestimmte Menge Abgas entnommen und der Ansaugluft wieder zugemischt. Die entscheidende Arbeit leisten AGR-Ventile, die zu den Verkaufs - schlagern von Rheinmetall Auto - motive gehören. Eine Schlüssel - rolle kommt dabei dem Standort von Pierburg im spanischen Baskenland zu: In Abadiano ist im November 2014 das 75-millionste Abgasrückführventil gefertigt worden. Neben der überzeugenden Technik haben aber auch die weltweit immer strenger werden den Abgasvorschriften zum Sieges - zug der Abgasrückführung beigetragen. Javier Egurrola, Leiter des Standorts: Wir haben immer wieder auf die steigenden Qualitätsansprüche des Marktes reagiert und sind mit den immer höheren Anforderungen gewachsen.

9 Magazin fit für die Zukunft Joint Venture mit chinesischem Partner In China sind Joint Ventures mit chinesischen Partnern für Rhein metall Automotive (KSPG) seit fast 20 Jahren Normalität. Seit 2014 gibt es bei KSPG auch ein deutsch-chinesisches Gemeinschaftsunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, genauer in Neckarsulm. Dazu wurde die KS Aluminium-Technologie in ein Joint Venture mit der mehrheit lich zur chinesischen SAIC-Gruppe gehörenden HUAYU Automotive Systems Co., Ltd. (HASCO) eingebracht. Schlafwandlerisch in den sicheren Hafen AIDA vertraut dem Geschäfts bereich Simulation und Training Mehr Sicherheit durch technisches Know-how: Diese Formel ist nicht nur für militärische Entwicklungen entscheidend. Auch die Passagiere der riesigen Kreuzfahrtschiffe vertrauen darauf, dass sie von der Besatzung sicher durch Wind und Wetter navigiert werden. Bei der Kreuzfahrtreederei AIDA aus Rostock trainieren die Bordkommandanten in Simulatoren aus dem Geschäftsbereich Simulation und Training der Electronic Solutions -Division von Rheinmetall Defence. Und da AIDA seine Flotte stetig vergrößert und weiterentwickelt, ist auch die Rheinmetall-Technik, die 2015 auf den Markt kommt, den neuesten Schiffsgenerationen angepasst worden. Da die meisten Simulatoren generisch sind, das heißt für vers chiedene Schiffstypen anwendbar, müssen sich Kapitäne, Offiziere und Ingenieure in der Realität kaum noch umgewöhnen. Der aktuelle Simulator der AIDA in Rostock sieht der Kommandobrücke des Hochsee-Liners AIDAblu täuschend ähnlich. Beim Training werden unter anderem die Häfen von Hamburg, Bangkok und Singapur auf 220 Grad Panaromabildschirmen dargestellt. Außerdem können Einflüsse wie Seegang, Wind, Strömung, verschiedene Lichtverhältnisse oder Niederschlag in die Manöver eingebaut werden. Und so bleibt 2015 hoffentlich auch der neuen AIDAprima immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Die Kapitäne können das jedenfalls mit dem Rheinmetall-Simulator vorher eingehend üben. Ziel dieser Partnerschaft ist es, gemeinsam die Marktchancen im Bereich Aluminiumguss zu nutzen und das Geschäft global voranzutreiben. KSPG-CEO Horst Binnig: Wir sehen in dem Bereich Castings auch in Zukunft einen wichtigen Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und wollen die im neuen Joint Venture zusammengeschlossenen Unternehmen gemeinsam mit HASCO zu einem führenden internationalen Hersteller für Fahrzeugkomponenten aus Aluminium-Guss entwickeln.

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11 An die Aktionäre 2 Aufsichtsrat der Rheinmetall AG 3 Bericht des Aufsichtsrats 9 Vorstand der Rheinmetall AG 10 Rheinmetall an den Kapital märkten 19 Zusammengefasster LAGEBERICHT 2014 Corporate Governance 20 Struktur und Geschäftstätigkeit 32 Corporate Governance Bericht 40 Übernahmerechtliche Angaben 43 Vergütungsbericht Wirtschaftsbericht 47 Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage 48 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 56 Rheinmetall-Konzern 62 Unternehmensbereich Defence 66 Unternehmensbereich Automotive 70 Finanzierung 72 Forschung und Entwicklung 82 Investitionen 85 Rheinmetall AG 88 Risiken und Chancen 104 Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation 105 Perspektiven 109 Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung Unternehmerische Verantwortung 110 Mitarbeiter 115 Corporate Social Responsibility 119 Corporate Compliance Nachtragsbericht 123 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 125 KONZERNABSCHLUSS Konzernbilanz 128 Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 130 Entwicklung des Eigenkapitals 132 Konzern-Kapitalflussrechnung 133 Konzernanhang 195 Anteilsbesitzliste 200 Erklärung des Vorstands 201 Bestätigungsvermerk 203 Zusatzinformationen 206 Mandate von Aufsichtsrat und Vorstand 210 Direktoren mit Generalvollmacht, Chief Compliance Officer, Bereichsvorstand Defence, Vorstand Automotive Inhalt

12 An die Aktionäre Aufsichtsrat der Rheinmetall AG Vertreter der Anteilseigner Vertreter der Arbeitnehmer Ständige Ausschüsse Klaus Greinert Vorsitzender Erste Bestellung: 10. Juli 1997 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Dr. Rudolf Luz Stellvertretender Vorsitzender Erste Bestellung: 26. Januar 2001 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Personalausschuss Klaus Greinert (Vorsitzender) Toni Wicki Dr. Rudolf Luz Wolfgang Tretbar Professor Dr. Andreas Georgi Erste Bestellung: 10. Juni 2002 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Roswitha Armbruster Erste Bestellung: 15. Mai 2012 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Dr. Siegfried Goll Erste Bestellung: 28. Februar 2008 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2018 Daniel Hay Erste Bestellung: 7. Mai 2014 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Audit Committee Klaus Greinert (Vorsitzender) Professor Dr. Susanne Hannemann Dr. Rudolf Luz Roswitha Armbruster Professor Dr. Susanne Hannemann Erste Bestellung: 15. Mai 2012 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Markus Schaubel Erste Bestellung: 1. Juli 2014 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 DDr. Peter Mitterbauer Erste Bestellung: 4. Oktober 2006 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Dr. Michael Mielke Erste Bestellung: 1. September 2010 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Vermittlungsausschuss Klaus Greinert (Vorsitzender) Professor Dr. Frank Richter Dr. Rudolf Luz Harald Töpfer Detlef Moog Erste Bestellung: 8. Juli 2010 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2016 Sven Schmidt Erste Bestellung: 1. Juli 2014 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Professor Dr. Frank Richter Erste Bestellung: 1. Januar 2006 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Harald Töpfer Erste Bestellung: 9. Februar 2004 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 Nominierungsausschuss Klaus Greinert (Vorsitzender) Professor Dr. Frank Richter Toni Wicki Erste Bestellung: 6. Dezember 2010 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2016 Wolfgang Tretbar Erste Bestellung: 10. Juli 1997 Bestellt bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2017 RHEINMETALL AG GESCHÄFTSBERICHT 2014

13 3 An die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2014 Der Aufsichtsrat der Rheinmetall AG hat im Geschäftsjahr 2014 seine Aufgaben, die ihm gemäß Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegen, engagiert, verantwortungsbewusst und gewissenhaft wahrgenommen. Wir haben den Vorstand eng begleitet, ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten und unterstützt sowie seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Wir sind in alle Entscheidungen von wesentlicher strategischer, operativer und wirtschaftlicher Bedeutung für den Rheinmetall-Konzern unmittelbar, frühzeitig und angemessen einbezogen worden. Mit der Situation des Unternehmens, den Herausforderungen, Chancen, Risiken und Perspektiven haben wir uns intensiv auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu vier regulären Aufsichtsratssitzungen zusammen. Aufsichtsrat und Vorstand haben in einer offenen Atmosphäre vertrauensvoll und konstruktiv zusammengearbeitet. An zwei Sitzungen des Plenums nahmen alle 16 und an zwei Sitzungen jeweils 15 Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Bis auf eine Ausnahme waren in den Sitzungen der Ausschüsse jeweils alle Mitglieder zugegen. Der Vorstand informierte unter anderem über den Geschäftsverlauf, die aktuelle Ergebnis- und Finanzlage, konjunkturelle, makroökonomische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen, die Perspektiven im internationalen Wettbewerbsumfeld sowie die Chancen und Risiken in regionalen Wachstumsmärkten. Diskutiert wurden mittelfristige strategische und operative Zielsetzungen, deren wirtschaftliche Bedeutung für Rheinmetall und deren zu erwartende Einflüsse auf die finanzielle Situation des Unternehmens. Abgesehen von der unternehmerischen Ausrichtung des Konzerns und der strukturellen Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche Defence und Automotive und ihrer Divisionen standen Maßnahmen zur Absicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sowie die künftige langfristige Positionierung des Rheinmetall-Konzerns im Mittelpunkt der Beratungen. Neben einer Vielzahl von anderen wesentlichen Sachthemen wurden der Stand der Umsetzung der in 2013 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die Beschäftigungssituation, die Risikolage und das Risikomanagement sowie insbesondere die Compliance des Unternehmens erörtert. Wenn der tatsächliche Geschäftsverlauf von bisherigen Plänen und Zielen abwich, wurde uns dies im Einzelnen detailliert erläutert. Maßnahmen oder Geschäfte des Vorstands, die nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung der Zustimmung bedurften, wurden uns rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Auf Basis aussagekräftiger Unterlagen sowie ausführlicher Beschlussvorlagen traf der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und eingehender Erörterung seine Entscheidungen und gab seine Zustimmung zu den eingebrachten Anträgen. Zwischen den Sitzungsterminen wurden wir vierteljährlich schriftlich über die aktuelle Situation des Rheinmetall-Konzerns und seiner beiden Unternehmensbereiche Automotive und Defence informiert. Außerhalb der Aufsichtsratssitzungen standen der Vorsitzende des Vorstands und ich in einem engen Informations- und Gedankenaustausch. Unter anderem in regelmäßigen Arbeitsgesprächen wurden aktuelle Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und wesentliche Geschäftsvorfälle, die für die Beurteilung der Lage und die Entwicklung des Unternehmens von Bedeutung waren, besprochen. Der Aufsichtsrat hat sich auf der Grundlage der umfangreichen Berichte und ausführlichen Präsentationen sowie der vom Vorstand erteilten detaillierten Auskünfte mit der Führung der Gesellschaft kritisch auseinandergesetzt. Aufgrund unserer intensiven Beschäftigung und unserer Prüfungen sind wir von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie von der Leistungsfähigkeit der Organisation überzeugt. Dies schließt die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Compliance-Management-Systems mit ein.

14 An die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats THEMEN UND BESCHLUSSPUNKTE IM AUFSICHTSRATSPLENUM März 2014 In der Bilanzsitzung am 18. März 2014 informierte der Vorstand über den Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Berichtsjahres und gab einen Ausblick auf die zu erwartenden Ergebnisse des ersten Quartals Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren die von Pricewaterhouse- Coopers (PwC) mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehenen Jahres- und Konzernabschlüsse der Rheinmetall AG zum 31. Dezember 2013 mit dem zusammengefassten Lagebericht für die Rheinmetall AG und den Rheinmetall-Konzern sowie der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Die Abschlussprüfer erläuterten Auftragsumfang sowie Prüfungsansatz und Prüfungsschwerpunkte, berichteten über die wesentlichen Feststellungen und Ergebnisse ihrer Prüfungen und machten Angaben zu zusätzlich erbrachten Leistungen. Sowohl der Vorstand als auch PwC beantworteten unsere Fragen umfassend. Nach Abwägung der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen von Aktionären und Kapitalmarkt stimmten wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Zudem haben wir uns mit dem Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2014 befasst sowie die ihr zu unterbreitenden Beschlussvorschläge ausführlich beraten und ihnen zugestimmt. In diesem Zusammenhang stimmten wir auch dem Neuabschluss bzw. der Änderung von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen zu. Zum Schluss der Sitzung haben wir uns mit der Zielerreichung und Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 beschäftigt. Mai 2014 Am 5. Mai erläuterte der Vorstand den Geschäftsverlauf im ersten Quartal und die aktuelle wirtschaftliche Lage des Rheinmetall-Konzerns per April Der Vorstand informierte uns über die Entwicklungen im Rahmen der geplanten Auslieferung eines Gefechtsübungszentrums nach Russland und die mit einem möglichen Lieferverbot verbundenen Auswirkungen. In diesem Zusammenhang ist auch das für den Rheinmetall-Konzern insgesamt bestehende Länderrisiko Russland erörtert worden. Des Weiteren gab der Vorstand unter Berücksichtigung von erwarteten Entwicklungen im makroökonomischen Umfeld, in der Automobil- und Verteidigungsindustrie, im Munitionsmarkt und bei Großprojekten sowie unter Einbeziehung von Risiken eine Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage des Rheinmetall- Konzerns per 30. Juni 2014 sowie für das Gesamtjahr Darüber hinaus informierte uns der Vorstand über den Status des mit dem chinesischen Vertragspartner Huayu Automotive Systems (Shanghai) Co. (HASCO) beabsichtigten Joint Ventures im Bereich Aluminiumguss, in das die KSPG AG plant 50 % ihrer Anteile an der KS Aluminium-Technologie einzubringen. Der Vorstand stellte uns zudem die Analyse der Aktionärsstruktur per Jahresende 2013 vor. Weiterhin befassten wir uns mit den Ergebnissen einer unabhängigen Studie zur Vergütung des Vorstands und stellten nach ausführlicher Erörterung die horizontale Angemessenheit der Bezüge für die Jahre 2012 und 2013 fest. Aufgrund des altersbedingten Ausscheidens von Heinrich Kmett per 30. Juni 2014 wählten wir Roswitha Armbruster zum 1. Juli 2014 als dessen Nachfolgerin in den Prüfungsausschuss. Des Weiteren nutzten Aufsichtsrat und Vorstand die Sitzung für Vorbereitungen auf das am nächsten Tag stattfindende Aktionärstreffen. August 2014 In der Sitzung am 28. August stellte der Vorstand unter Einbeziehung der politischen Rahmenbedingungen, des Marktumfelds in den beiden Unternehmensbereichen und des planmäßigen Verlaufs der Restrukturierungsmaßnahmen die Geschäftslage der ersten sechs Monate 2014 und die Perspektiven für die im Jahr 2014 insgesamt zu erwartende Geschäftsentwicklung dar. Der Vorstand informierte zudem über den Abschluss des 50:50-Joint-Venture-Vertrages im Bereich Aluminium- Technologie mit der HASCO im Juli Ziel ist es, gemeinsam diesen Bereich zu einem führenden internationalen Hersteller für Fahrzeugkomponenten aus Aluminiumguss zu entwickeln. RHEINMETALL AG GESCHÄFTSBERICHT 2014

15 5 Ferner wurden neben Veränderungen in der europäischen Verteidigungsbranche und sich daraus ergebenden strategischen und operativen Chancen und Risiken für die Defence-Sparte die möglichen Auswirkungen der seitens des Bundesministeriums der Wirtschaft verhängten Exportrestriktionen intensiv erörtert. Außerdem ließen wir uns über den Stand des Ermittlungsverfahrens bei der Bremer Tochtergesellschaft Rheinmetall Defence Electronics, in dem der Vorwurf der Bestechung griechischer Amtsträger erhoben worden war, berichten. In diesem Zusammenhang informierte uns der Vorstand über die auf Konzernebene zum 1. Juli 2014 in Kraft getretene umfassende Neuorganisation des Compliance- Bereichs, die den Aufbau von zusätzlichen Ressourcen mit einschließt. Nachdem der Vorstand die Gründe für die geplante Begebung von Schuldscheindarlehen zur langfristigen Refinanzierung erläutert hatte, die unter Berücksichtigung des historisch niedrigen Zinsniveaus, der Fälligkeiten langfristiger Kreditfazilitäten sowie des absehbaren Liquiditätsbedarfs für das operative Geschäft vorgeschlagen wurde, stimmten wir dieser Maßnahme zu. Im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands zur Entwicklung des Unternehmensbereichs Automotive haben wir strategischen Optimierungen zugestimmt. Zum Schluss befassten wir uns mit der Corporate Governance im Rheinmetall-Konzern und verabschiedeten die gemäß 161 AktG abzugebende aktuelle Entsprechenserklärung. Dezember 2014 In der letzten Sitzung des Jahres, die am 10. Dezember stattfand, legte der Vorstand zunächst seinen Bericht für das dritte Quartal 2014 vor. Er informierte das Plenum über die aktuelle Geschäftslage des Rheinmetall-Konzerns und gab einen Ausblick auf die verbleibenden Monate des Geschäftsjahres. Danach befassten wir uns mit der Planung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und der Mittelfristplanung bis Die vom Vorstand getroffenen Annahmen zur Unternehmensplanung wurden von uns auch im Hinblick auf die mit dem gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld verbundenen Risiken für das Unternehmen hinterfragt und intensiv diskutiert. In diesem Zusammenhang wurden die vom Vorstand vorgestellten möglichen Szenarien für eine Konsolidierung der wehrtechnischen Industrie unter Beteiligung von Rheinmetall vertieft erörtert. Dem eingereichten Investitionsrahmenplan für das Geschäftsjahr 2015 stimmten wir zu. Ergänzend zu unserem Beschluss vom 28. August 2014 zur Begebung von Schuldscheindarlehen stimmten wir nach Ausführungen des Vorstands zu den Hintergründen für diese Beschlussvorlage der Begebung von Schuldverschreibungen zu. Im Rahmen der Berichterstattung zur Compliance im Rheinmetall-Konzern befassten wir uns auch mit dem die Rheinmetall Defence Electronics betreffenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bremen. Nach ausführlicher Erörterung stimmten wir auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den vorgelegten Beschlussvorschlägen zur Beendigung dieses Ordnungswidrigkeitsverfahrens zu. Wir fassten außerdem den Beschluss, die von der Hauptversammlung am 6. Mai 2014 gewählte Pricewaterhouse- Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Düsseldorf, mit der Prüfung des Jahres- sowie des Konzernabschlusses zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht der Rheinmetall AG und des Rheinmetall-Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 zu beauftragen. Darüber hinaus haben wir in dieser Sitzung unsere Tätigkeit in einer internen Effizienzprüfung, die unter anderem die Aspekte Vorbereitung und Ablauf der Sitzungen, Umfang und Inhalt der Unterlagen, Detaillierungsgrad der Informationen und Auskünfte behandelte, analysiert und bewertet. Zudem haben wir festgestellt, dass dem Aufsichtsgremium eine nach unserer Einschätzung ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört.

16 An die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat verfügt neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss nach 27 Abs. 3 MitbestG unverändert über drei weitere ständige Ausschüsse, die primär die Aufgabe haben, beratungsintensive und zeitaufwendige Themen für die Sitzungen des Plenums vorzubereiten und Beschlussvorschläge vorab zu prüfen. In dem Bericht zur Corporate Governance sind auf der Seite 36 Informationen zu den Aufgaben der Ausschüsse enthalten. Der Aufsichtsrat kann soweit gesetzlich möglich in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten auf einzelne Ausschüsse übertragen. Als Aufsichtsratsvorsitzender führe ich in allen Ausschüssen den Vorsitz und berichte aus deren Sitzungen dem Plenum in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über Inhalte und Ergebnisse. Personalausschuss Das Gremium befasste sich in seinen Sitzungen im März, Mai, August und Dezember 2014 unter anderem mit den Zielerreichungen und Zielvereinbarungen der Mitglieder des Vorstands, weiteren Fragen zur Vorstandsvergütung und zu Ruhegeldregelungen. Prüfungsausschuss In seinen Sitzungen im März, Mai, August, November und Dezember 2014 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss (Audit Committee) mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung bzw. zur Dividende, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Internen Revisionssystems. Vor der Veröffentlichung wurden die Quartals- bzw. Halbjahresergebnisse detailliert mit dem Vorstand erörtert. Das Audit Committee holte die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers ein und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 vor. Weitere Themen in den Sitzungen waren die Weiterentwicklung des Risikomanagements und des Compliance-Management-Systems. Der Prüfungsausschuss hat sich neben dem von Rheinmetall Air Defence in Indien angestrengten Verfahren gegen die Anordnung eines Blacklistings mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegen Rheinmetall Defence Electronics befasst, in dem dem Unternehmen unerlaubte Zahlungen bei Rüstungsgeschäften durch einen Repräsentanten der Gesellschaft in Griechenland vorgeworfen wurden. Nach Abwägung aller vorliegenden Informationen sprachen sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses in ihrer Sitzung am 9. Dezember 2014 für die Beendigung des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße aus und empfahlen den Mitgliedern des Aufsichtsrats, in der Sitzung des Plenums am 10. Dezember 2014 den entsprechenden Beschlussvorschlägen des Vorstands zuzustimmen. In der Dezember-Sitzung präsentierte die Interne Revision turnusgemäß den Bericht über ihre Prüfungstätigkeit im Rheinmetall-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr, die Ergebnisse der einzelnen Revisionsprüfungen des Jahres 2014 und die Prüfungsplanung Des Weiteren legte der Chief Compliance Officer den Compliance-Bericht für das Jahr 2014 vor und gab einen Überblick über den Status der Compliance-Organisation. Vermittlungsausschuss Dieser nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes 27 Abs. 3 zu bildende Ausschuss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zusammengetreten. Nominierungsausschuss Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr nicht. RHEINMETALL AG GESCHÄFTSBERICHT 2014

17 7 CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG In unserer Sitzung am 28. August 2014 beschäftigten wir uns mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und der Umsetzung der Empfehlungen durch die Neufassung vom 13. Mai Vorstand und Aufsichtsrat haben danach eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach 161 AktG abgegeben, die auf Seite 32 abgedruckt ist. Der vollständige Wortlaut der neuen sowie der vorherigen Entsprechenserklärungen ist zudem auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat informieren gemäß Ziffer 3.10 des aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex auf den Seiten 32 bis 39 in ihrem gemeinsamen Corporate-Governance-Bericht über die Corporate Governance bei Rheinmetall. INTERESSENKONFLIKTE Anhaltspunkte für mandatsbezogene Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands aufgrund von Beratungstätigkeiten oder Organfunktionen bei anderen Unternehmen, die gegenüber dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, hat es im Geschäftsjahr 2014 nicht gegeben. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft an. Der Abschlussprüfer gab eine Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer des Deutschen Corporate Governance Kodex ab. Die Anforderungen von Ziffer des Deutschen Corporate Governance Kodex an das Auftragsverhältnis zwischen Unternehmen und Abschlussprüfer sind erfüllt. VERÄNDERUNGEN IN DER BESETZUNG DES VORSTANDS Am 1. Januar 2014 trat Horst Binnig die Nachfolge von Dr. Gerd Kleinert im Vorstand der Rheinmetall AG an. In diesem Gremium ist er als Vorsitzender des Vorstands der KSPG AG zuständig für den Unternehmensbereich Automotive. Der Aufsichtsrat hatte ihn in seiner Sitzung am 28. August 2013 bis zum 31. Dezember 2016 als Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG bestellt. VERÄNDERUNGEN IN DER BESETZUUNG DES AUFSICHTSRATS Im Aufsichtsrat gab es drei personelle Veränderungen, die die Arbeitnehmerseite betrafen: Julia Cuntz legte mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung der Rheinmetall AG am 6. Mai 2014 ihr Aufsichtsratsmandat nieder. Auf Vorschlag der IG Metall und mit Einverständnis der Gesellschaft bestellte das Registergericht des Amtsgerichts Düsseldorf ab 7. Mai 2014 Daniel Hay als ihren Nachfolger. Seine Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung Heinrich Kmett und Wolfgang Müller traten zum 30. Juni 2014 in den Ruhestand. Markus Schaubel und Sven Schmidt rückten als am 21. März 2012 gewählte Ersatzmitglieder dieser Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat nach. Ihre Amtsperiode läuft bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt. Wir haben den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in unserem Gremium und ihre professionelle, engagierte und lösungsorientierte Tätigkeit im Interesse des Unternehmens gedankt. Eine Übersicht über die gegenwärtige Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 2 dargestellt.

18 An die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2014 Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung am 6. Mai 2014 erteilten wir der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Düsseldorf, im Dezember 2014 den Auftrag zur Prüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht der Rheinmetall AG und des Rheinmetall-Konzerns für das Geschäftsjahr Zuvor sind im Prüfungsausschuss Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung festgelegt worden. Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2014 nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss sowie der auf der Grundlage von 315a HGB in Übereinstimmung mit den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht für die Rheinmetall AG und den Rheinmetall- Konzern wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Düsseldorf, unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen, der Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung sowie die von den Wirtschaftsprüfern übersandten Prüfungsberichte wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt, um eine eingehende und sorgfältige Prüfung zu gewährleisten. Diese Abschlussunterlagen sind sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 12. März 2015 sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. März 2015 in Gegenwart und nach Berichterstattung der Abschlussprüfer ausführlich besprochen worden. Sie informierten über Umfang, Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Prüfung, beantworteten Fragen und erteilten ergänzende Auskünfte. Den Jahres- sowie den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft. Es bestehen keine Einwände. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Den vom Vorstand aufgestellten Jahres- sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 billigen wir. Nach 172 AktG ist der Jahresabschluss damit festgestellt. Mit dem zusammengefassten Lagebericht, insbesondere mit den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung, sind wir einverstanden. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, der für das Berichtsjahr die Ausschüttung einer Dividende von 0,30 Euro je dividendenberechtigter Aktie vorsieht, schließen wir uns an. Das vergangene Jahr hat Rheinmetall vor große Herausforderungen gestellt. Ihnen, unseren Geschäftspartnern und Aktionären, danken wir für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Dem Vorstand, dem Management und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihr Engagement, ihre Loyalität und ihre erfolgreiche Arbeit in einem ereignisreichen und teilweise durchaus schwierigen Geschäftsjahr. Düsseldorf, 18. März 2015 Für den Aufsichtsrat Klaus Greinert Vorsitzender RHEINMETALL AG GESCHÄFTSBERICHT 2014

19 9 An die Aktionäre Vorstand der Rheinmetall AG Helmut P. Merch, Armin Papperger, Horst Binnig (von links) Armin Papperger, Diplom-Ingenieur Jahrgang 1963 Vorsitzender des Vorstands seit 1. Januar 2013 Mitglied des Vorstands seit 1. Januar 2012 Bestellt bis 31. Dezember 2016 Bei Rheinmetall seit 1990 Armin Papperger ist seit 1. Januar 2012 auch Vorsitzender des Bereichsvorstands Defence. Horst Binnig, Diplom-Ingenieur Jahrgang 1959 Mitglied des Vorstands seit 1. Januar 2014 Bestellt bis 31. Dezember 2016 Bei Rheinmetall seit 1999 Im Vorstand der Rheinmetall AG vertritt Horst Binnig den Unternehmensbereich Automotive. Horst Binnig ist seit 1. Januar 2014 auch Vorsitzender des Vorstands der KSPG AG. Helmut P. Merch, Diplom-Kaufmann Jahrgang 1956 Mitglied des Vorstands seit 1. Januar 2013 Bestellt bis 31. Dezember 2017 Bei Rheinmetall seit 1982 Helmut P. Merch ist CFO der Rheinmetall AG sowie CFO im Bereichsvorstand Defence.

20 An die Aktionäre Rheinmetall an den Kapitalmärkten Basisinformationen zur Rheinmetall-Aktie 2014 Aktiengattung Inhaber-Stückaktien Wertpapierkennnummer (WKN) International Security Identification Number (ISIN) DE Börsenplatz Xetra und alle deutschen Börsen Zulassungssegment der Deutschen Börse Prime Standard/Regulierter Markt Sektor Industriegüter Indices MDAX, EURO STOXX 600 Tickersymbol Bloomberg RHM Tickersymbol Reuters RHMG Designated Sponsor Commerzbank, Deutsche Bank Bekanntmachungen Elektronischer Bundesanzeiger Beginn der Börsennotierung 14. November 1894 Kennzahlen zur Rheinmetall-Aktie Eigenkapital am Jahresende Gezeichnetes Kapital MioEUR 101,37 101,37 101,37 101,37 101,37 Ausgegebene Aktien Tsd. St Streubesitz (inklusive Rh-Treasury Stocks) % Treasury Stocks Rheinmetall AG % 3,1 3,9 4,8 3,4 3,3 Aktienkurs Börsenkurs am Geschäftsjahresende (Xetra) EUR 36,27 44,85 36,40 34,24 60,17 Jahresperformance % Höchster Börsenschlusskurs (Xetra) EUR 57,87 46,04 47,23 66,46 60,17 Tiefster Börsenschlusskurs (Xetra) EUR 30,69 35,01 31,36 30,35 42,50 Börsendaten Börsenwert aller Aktien am Jahresultimo MrdEUR 1,4 1,8 1,4 1,4 2,4 Durchschnittsumsatz je Handelstag (Xetra) Tsd. St Rang im MDAX am Jahresende nach Marktkapitalisierung nach Börsenumsatz Kennzahlen Ergebnis je Aktie EUR 0,47 0,75 4,55 5,55 4,23 Eigenkapital je Aktie EUR 31,34 35,30 35,54 36,76 33,12 Cash Flow je Aktie EUR 5,91 6,09 9,34 10,49 9,00 Dividende Ausschüttungssumme MioEUR 11,5 15,2 67,9 68,5 57,5 Ausschüttungsquote % Dividende je dividendenberechtigte Aktie EUR 0,30 0,40 1,80 1,80 1,50 Dividendenrendite % 0,8 0,9 4,9 5,3 2,5 RHEINMETALL AG GESCHÄFTSBERICHT 2014

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