Rückstellungen und Schwankungsreserven

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1 Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie Reglement über die Bildung von Rückstellungen und Schwankungsreserven Zürich, 17. Dezember 2013

2 Inhaltsverzeichnis 1. Grundsätze und Ziele 1 2. Technische Grundlagen 1 3. Technische Rückstellungen Rückstellung für Zunahme der Lebenserwartung (Rentner) Rückstellung für Zunahme der Lebenserwartung (Aktive) Rückstellung für Umwandlungssatz Rückstellung Einmaleinlage Umwandlungssatz Rückstellung für Versicherungsrisiken Weitere technische Rückstellungen 4 4. Wertschwankungsreserve 4 5. Vorgehen 5 6. Überschüsse aus Versicherungsverträgen 5 7. Freie Mittel 5

3 1 1. Grundsätze und Ziele Gemäss Art. 48e BVV2 hat die Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie in einem Reglement Regeln zur Bildung von Rückstellungen und Schwankungsreserven festzulegen. Sie hat dabei den Grundsatz der Stetigkeit zu beachten. Der Stiftungsrat der Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2013 die Rückstellungspolitik festgelegt und dieses Reglement verabschiedet. Dabei wurde darauf geachtet, dass der Vorsorgezweck der Vorsorgestiftung jederzeit gewährleistet ist. Dies bedeutet: Die Vorsorgestiftung verfügt über ausreichende technische Rückstellungen (Art. 65 BVG). Darin sind u.a. auch die technischen Rückstellungen für Versicherungsrisiken und Zunahme der Lebenserwartung enthalten. Die Vorsorgestiftung weist genügend hohe Rückstellungen für Anlagerisiken bzw. Wertschwankungsreserven aus. Die Rückstellungen sollen gewährleisten, dass die Leistungen der Vorsorgestiftung auch im Fall aussergewöhnlicher Ereignisse sichergestellt sind und die Vorsorgestiftung finanziell gesund ist. Der Experte für berufliche Vorsorge äussert sich periodisch, mindestens aber alle drei Jahre in seinem Bericht zu den Rückstellungen und Schwankungsreserven. Aufgrund der Prüfung des Experten ist das Reglement an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Im Reglement werden ausserdem die Grundsätze für die Verwendung von Überschüssen aus Versicherungsverträgen und von freien Mitteln beschrieben. 2. Technische Grundlagen Alle notwendigen technischen Berechnungen sind mit den gleichen technischen Grundlagen vorzunehmen. Bei deren Auswahl ist darauf zu achten, dass sie einerseits das Verhalten des Versichertenbestandes unter Berücksichtigung von Besonderheiten (z.b. hohe Anzahl von Invalidenfällen) beschreiben. Andererseits sollte die Organisation der Vorsorgestiftung bei der Wahl der technischen Grundlagen miteinbezogen werden. Die Wahl der technischen Grundlagen beeinflusst die Höhe der Verpflichtungen und der notwendigen Rückstellungen und somit den Bestand an freien Mitteln. Bei der Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie werden die technischen Grundlagen BVG 2010 (Periodentafel 2010) mit einem technischen Zinssatz von 2.5 % verwendet. Die Barwerte der anwartschaftlichen Ehegattenrenten werden nach der sogenannten kollektiven Methode bestimmt, d.h. es wird von statistischen Verheiratungshäufigkeiten ausgegangen.

4 2 3. Technische Rückstellungen 3.1. Rückstellung für Zunahme der Lebenserwartung (Rentner) Bei den Rentenbezügern bestimmt sich das erforderliche Deckungskapital aus den laufenden Renten als vorgegebene Grösse und den jeweiligen technischen Grundlagen. Die von der Vorsorgestiftung für die Berechnungen verwendeten technischen Grundlagen werden als sogenannte Periodentafel periodisch den neuen statistischen Gegebenheiten angepasst. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die weitere Zunahme der Lebenserwartung eine Verstärkung des Deckungskapitals der Rentenbezüger erfordert. Um die aus einem Grundlagenwechsel resultierende Mehrbelastung vorzufinanzieren, wird eine technische Rückstellung gebildet. Die Rückstellung beträgt pro Jahr seit Erscheinen der technischen Grundlagen, vorliegend 2010, 0.5 % des Deckungskapitals der Rentner (exkl. Überbrückungs- und Kinderrenten) und wird beim nächsten Grundlagenwechsel aufgelöst Rückstellung für Zunahme der Lebenserwartung (Aktive) Der Umwandlungssatz dient zur Berechnung der Altersrente aus dem vorhandenen Altersguthaben. Er berücksichtigt die Lebenserwartung der Rentenbezüger, die Abzinsung der künftigen Rentenzahlungen sowie die anwartschaftlichen Hinterlassenenrenten. Da bei einer Zunahme der Lebenserwartung der versicherungstechnisch korrekte Umwandlungssatz sinkt, entstehen bei jedem Altersrücktritt mit Rentenfolge Pensionierungsverluste, sofern der reglementarische Umwandlungssatz nicht reduziert wird. Um diese finanzielle Belastung vorzufinanzieren, wird wie bei den Rentenbezügern eine technische Rückstellung gebildet. Die Rückstellung beträgt pro Jahr seit Erscheinen der technischen Grundlagen, vorliegend 2010, 0.5 % des Altersguthabens der aktiven Versicherten und Bezüger temporärer Invalidenrenten ab BVG-Alter 58 (= frühest mögliches Rücktrittsalter) und wird beim nächsten Grundlagenwechsel aufgelöst.

5 Rückstellung für Umwandlungssatz Der reglementarische Umwandlungssatz im ordentlichen Rücktrittsalter von 6.1 % entspricht bei einem technischen Zinssatz von 2.50 % nicht dem versicherungstechnisch korrekten Wert. Um die dadurch entstehenden Pensionierungsverluste vorzufinanzieren, wird eine Rückstellung gebildet. Die Rückstellung entspricht 6.1 % (= versicherungstechnisch überhöhter Rentenanteil im Alter 65) des Altersguthabens der aktiven Versicherten und Bezüger temporärer Invalidenrenten ab BVG-Alter Rückstellung Einmaleinlage Umwandlungssatz Mit Einführung des Reglements per 1. Januar 2005 fand eine Anpassung des Umwandlungssatzes von 7.2 % auf 6.8 % im Alter 65 statt. Um die damit verbundene Abnahme der versicherten Leistungen zu verhindern bzw. zu verringern, erhielten die mindestens 53-jährigen Versicherten eine Einmaleinlage. Die Einmaleinlage entspricht pro Versicherten 0.1 % seines Altersguthabens per 31. Dezember 2004 für jeden Monat, den er älter als 53 Jahre ist, maximal jedoch 6 % seines Altersguthabens. Die Einmaleinlage wird mit dem für das Altersguthaben verwendeten Zinssatz verzinst. Bei einem Austritt oder Kapitalbezug wird dem Versicherten die Einmaleinlage Umwandlungssatz nicht ausbezahlt, da die Leistungshöhe unabhängig vom Umwandlungssatz ist. Der jeweilige Sollbetrag der Rückstellung entspricht dem per 1. Januar 2005 berechneten und gemäss den obigen Vorschriften weitergeführten Betrag. Die Summe der Einmaleinlagen per 31. Dezember 2013 beträgt CHF Rückstellung für Versicherungsrisiken Der Stiftungsrat hat entschieden, den Stop Loss-Vertrag bei der SwissLife durch einen kongruenten Rückdeckungsvertrag bei der Mobiliar per 1. Januar 2013 abzulösen. Somit gehen alle ab 1. Januar 2013 eintretenden Invaliditäts- und Todesfälle zu Lasten der Mobiliar. Um Leistungsfälle finanzieren zu können, die vor dem 1. Januar 2013 eingetreten sind, aber erst nach dem 1. Januar 2013 bekannt werden, wird die Rückstellung für Versicherungsrisiken für zwei Jahre in reduziertem Umfang weitergeführt.

6 4 Die Rückstellung für Versicherungsrisiken beträgt per 31. Dezember 2013 noch CHF 0.5 Mio. und wird per 31. Dezember 2014 vollständig aufgelöst Weitere technische Rückstellungen Allfällige weitere technische Rückstellungen (z. B. pendente Invaliditätsfälle, Härtefälle; Teilliquidationen etc.) werden soweit erforderlich und nach fachmännischen Grundsätzen gebildet. Die Überprüfung der Höhe bzw. der der Rückstellungen erfolgt mit dem Experten für berufliche Vorsorge. 4. Wertschwankungsreserve Verschiedene Anlagekategorien sind erheblichen Wert- und Kursschwankungsrisiken unterworfen. Um die zu erwartenden Schwankungen aufzufangen, wird eine separate Rückstellung für Anlagerisiken bzw. Wertschwankungsreserve gebildet. Die Wertschwankungsreserve dient dem Ausgleich von Ausfällen der Vermögenserträge, so dass sich diese nur in begrenztem Umfang auf das Jahresergebnis der Vorsorgestiftung auswirken. Mit dieser Massnahme wird dem Erfordernis gemäss Art. 50 BVV2 entsprochen, welche verlangt, dass die Vorsorgestiftung die Sicherheit der Erfüllung des Vorsorgezwecks gewährleistet. Damit dies gelingt, muss die Vorsorgestiftung die Anlage des Vermögens sorgfältig auf die Risikofähigkeit abstimmen. Gemeint sind damit die Fähigkeiten, zu erwartende marktbedingte Schwankungen des Gesamtvermögens auszugleichen und über genügend liquide bzw. liquidierbare Mittel zu verfügen, um laufende und künftige Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen zu können. Im Sinne von Art. 49a BVV2 sollte die Wertschwankungsreserve in einer nachvollziehbaren Art und Weise gebildet werden. Die notwendige Zielgrösse der Wertschwankungsreserven wird vom Investment Controller nach der so genannten finanzökonomischen Methode ermittelt. Beim finanzökonomischen Verfahren wird aufgrund der Rendite- und Risikoeigenschaften der Anlagekategorien der Anlagestrategie die Wertschwankungsreserve ermittelt, welche mit hinreichender Sicherheit die geforderte Zielrendite (technischer Zinssatz, technische Rückstellungen, Verwaltungskosten) der gebundenen Vorsorgekapitalien ermöglicht. Die Zielgrösse der Wertschwankungsreserve ist im Anhang 1 des Anlagereglements festgehalten.

7 5 5. Vorgehen Für die Bildung der Rückstellungen und Wertschwankungsreserve gilt folgendes Vorgehen: Die technischen Rückstellungen werden ungeachtet der finanziellen Situation der Vorsorgestiftung gebildet. Ein nach erfolgter Bildung der Rückstellungen resultierendes positives Jahresergebnis wird zum Aufbau der Wertschwankungsreserve bis zum Sollwert verwendet. Ein resultierendes negatives Jahresergebnis wird soweit möglich der Wertschwankungsreserve belastet. 6. Überschüsse aus Versicherungsverträgen Allfällige Überschüsse aus Versicherungsverträgen, die die Vorsorgestiftung mit Versicherungsgesellschaften abgeschlossen hat, fliessen als Ertrag in die Betriebsrechnung ein. 7. Freie Mittel Freie Mittel können ausgewiesen werden, wenn alle Rückstellungen gemäss Abschnitt 3 und die Wertschwankungsreserve gemäss Abschnitt 4 mit ihren Sollbeträgen vorhanden sind. Der Stiftungsrat entscheidet im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Vorsorgestiftung über den Einsatz der freien Mittel der Vorsorgestiftung. Die Renten werden nach den finanziellen Möglichkeiten der Vorsorgestiftung der Preisentwicklung angepasst, wobei der Stiftungsrat jährlich entscheidet, ob und in welchem Umfang dies möglich ist (Art. 14 des Reglements der Pensionskasse bzw. der Kadervorsorge). Unabhängig vom Verwendungszweck ist der Grundsatz der Gleichbehandlung der Destinatäre zu gewährleisten. Es sind sowohl die aktiven Versicherten als auch die Rentenbezüger angemessen und nach objektiven Kriterien zu berücksichtigen. Die freien Mittel können insbesondere wie folgt eingesetzt werden: Leistungsverbesserungen für aktive Versicherte durch individuelle Gutschrift auf das Altersguthaben. Leistungsverbesserungen für Rentenbezüger durch Anpassung der laufenden Renten oder einmalige Rentenzulagen. Bildung von weiteren Rückstellungen.

8 6 Dieses Reglement kommt erstmals für den Jahresabschluss per 31. Dezember 2013 zur Anwendung. Gemäss Stiftungsratsbeschluss vom 17. Dezember 2013

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