Socius wenn Älterwerden Hilfe braucht

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1 Programmausschreibung Socius wenn Älterwerden Hilfe braucht Förderprogramm für Aufbau und Organisation bedürfnisorientierter Unterstützungssysteme in Gemeinden und Regionen

2 Editorial Die demografische Alterung der Bevölkerung beschäftigt alle Länder der westlichen Welt. Auch in der Schweiz bereiten sich Gemeinden und Regionen zusammen mit verschiedenen Gruppen von Akteuren auf die neuen Herausforderungen vor. Als wichtiges Ziel wird dabei gesehen, dass älter werdende Menschen ihre eigenen Ressourcen so lange wie möglich nutzen können. Dazu gehört, dass sie in einem Wohnumfeld leben, in dem die nötige Unterstützung leicht zugänglich ist. Schon heute gibt es eine Vielzahl von Angeboten, die jedoch häufig schlecht miteinander interagieren und ineinander übergreifen. Im Fokus des von unserer Stiftung lancierten Programms «Socius wenn Älterwerden Hilfe braucht» stehen der Aufbau und der Unterhalt von Netzwerken, in denen Akteure partnerschaftlich zusammenarbeiten, damit bedürfnisorientierte Unterstützungssysteme entstehen, die zugänglich und bezahlbar sind. Wir wollen zehn Projekte in Gemeinden oder Regionen unterstützen, die das Ziel haben, Unterstützungsangebote besser zu koordinieren und allfällige Lücken passgenau zu füllen. Ob Sie mitmachen oder ob Sie die Ergebnisse verfolgen wir hoffen, dass Sie vom Programm «Socius wenn Älterwerden Hilfe braucht» profitieren können. Interessiert, an diesem innovativen Programm teilzunehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis zum 15. Januar Inhalt Die Ausgangslage Das Programm Wer kann mitmachen? Dr. Antonia Jann Geschäftsführerin Age Stiftung Christiana Brenk Programmleitung Socius

3 «Das Programm Socius der Age Stiftung hilft, die Akteure miteinander zu vernetzen und vorausschauende Lösungen zu suchen.» Die Ausgangslage Charlotte Fritz Leiterin Soziales, Prävention und Forschung Pro Senectute Schweiz Viele alte Menschen sind für den Erhalt ihrer Selbstständigkeit früher oder später auf Hilfe von aussen angewiesen. Oft ist nur wenig Hilfeleistung nötig, zuweilen aber aufwendige Pflege oder kontinuierliche Unterstützung. Häufig ist auch nicht sofort eine 24-Stunden-Betreuung oder ein Heimeintritt gefragt. Schon mit harmonisch koordinierten Hilfeleistungen kann der Alltag von alten Menschen einfacher und lebensfreundlicher gestaltet werden. Wo können sich alte Menschen mit anderen Leuten treffen? Wie findet sich eine Putzhilfe? Wer hilft, die Wäsche zu waschen? Was ist zu machen, wenn keine Angehörigen oder Nachbarn da sind, um in Notfällen um Rat zu fragen? Woher kommt Unterstützung bei der Neuorientierung nach einem Spitalaustritt? Wo sind die passenden Informationsquellen? Die Organisation von passgenauen Unterstützungsleistungen ist nicht immer einfach, und alte Menschen und ihre Angehörigen sind oftmals überfordert mit der Frage, wo und wie Hilfe organisiert werden soll. Kommt dazu, dass heute bestehende Angebote oft fragmentiert sind und von verschiedensten Organisationen und Personen erbracht werden und daher nur unvollständig aufeinander abgestimmt und koordiniert sind. Die Folge: Für alte Menschen ist der Zugang zu den Angeboten umständlich, der Übergang von einem Angebot zu einem anderen kompliziert und autonome Entscheide zu treffen, ist schwierig.

4 Das Programm «Das Programm Socius unterstützt die Koordination von Akteuren damit alle, die den gelingenden Alltag ins Zentrum ihrer Arbeit stellen, gemeinsam handeln.» Prof. Dr. Lorenz Imhof Professor für integrierte gemeindenahe Versorgung, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Ziel des Programms ist es, den Aufbau von funktionierenden, bedürfnisorientierten Unterstützungssystemen in den 10 beteiligten Projekten zu unterstützen und zu begleiten. Ältere Menschen sollen die passende Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um möglichst lange ein selbstständiges Leben führen zu können. Mit Information, Hilfe, Betreuung und Pflege, und für ein möglichst langes selbstständiges Leben. Viele Gemeinden haben das Problem der wenig koordinierten Unterstützungsleistungen erkannt und sind dabei, ihre Angebote besser zu organisieren. Mit dem Programm «Socius - wenn Älterwerden Hilfe braucht» will die Age Stiftung 10 Projekte aus Gemeinden oder Regionen unterstützen, ihre Angebote im Rahmen eines Gesamtkonzepts besser aufeinander abzustimmen. Das Programm soll dazu beitragen, die einzelnen Unterstützungsangebote leichter zugänglich zu machen, effektiver zu koordinieren, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und Lücken im Dienstleistungsangebot zu schliessen. Gleichzeitig sollen die Schnittstellen zwischen den einzelnen Angeboten besser organisiert werden, sodass die Übergänge einfacher werden.

5 «Koordinierte Unterstützungsangebote können präventiv wirken, indem sie Ressourcen des alternden Menschen stärken und dadurch dessen Selbstständigkeit länger aufrechterhalten.» Hans Rudolf Schelling Universität Zürich, Geschäftsführer Zentrum für Gerontologie Wer kann mitmachen? Die Age Stiftung unterstützt 10 Projekte, die in einer Gemeinde oder in einer Region mit innovativen Lösungsansätzen bestehende Angebote verbinden und so für ältere Menschen besser zugänglich machen. An den unterstützten Projekten sind idealerweise sowohl private wie auch öffentliche Akteure aus allen Bereichen der Altersarbeit beteiligt. Mit einbezogen werden dabei insbesondere auch zivilgesellschaftliche Elemente wie Nachbarschaft, Angehörige oder Freiwilligenarbeit. Die Age Stiftung will diese Projekte dabei begleiten, ihre Hilfs- und Pflegeangebote zu koordinieren, und so besser zugänglich machen. Die Umsetzung ist ein langer Prozess mit Beteiligung verschiedener Akteure. Das Programm will diesen Prozess aktiv unterstützen. Was bieten wir? Die 10 teilnehmenden Projekte werden bei der Entwicklung ihrer Lösungsansätze oder Pilotversuche von 2015 bis 2018 finanziell unterstützt und erhalten ein Lernumfeld, das den Informations- und Wissensaustausch fördert, auch unter Beizug von Experten. Das Programm ermöglicht so die Erarbeitung von spezifischem Fachwissen für die Steuerung von Prozessen und Vernetzungen und sorgt ausserdem für die Weitergabe und Multiplikation. Der Förderbeitrag beträgt CHF pro Projekt. Was will das Programm erreichen? Nach Beendigung des Programms soll die Bedeutung eines bedürfnisorientierten Unterstützungssystems allgemein besser bekannt sein und das Wissen darüber vorhanden sein, wie dieses optimal organisiert wird. Die teilnehmenden Projekte sind einen Schritt weiter andere Gemeinden oder Regionen können von den Erkenntnissen profitieren. Bewerbung und Vorgehen Die Bewerbung für die Programmteilnahme erfolgt in zwei Stufen: 1. Interessierte Akteure aus Gemeinden und Regionen finden unter ein Formular. Damit können sie bis am 15. Januar 2015 ihre Projektskizze elektronisch einreichen. 2. Interessierte mit Vorhaben, die zu den Programmzielen passen, werden im Rahmen einer zweiten Bewerbungsstufe eingeladen, ihre Idee detailliert zu beschreiben. Der Detailbeschrieb ist bis 31. März 2015 elektronisch einzureichen. Auf Basis der eingereichten Projektbeschreibungen wird von der Programmleitung zusammen mit der Begleitgruppe eine Auswahl getroffen; die Projektbeteiligten werden eingeladen, ihr Vorhaben in einer Kurzpräsentation vorzustellen. Die dazu vorzumerkenden Daten sind der 12. und 13. Mai Die Wahl der teilnehmenden Projekte wird im Anschluss an diese Präsentationen bekannt gegeben.

6 «Socius greift ein wichtiges Anliegen einer bedarfsgerechten Unterstützung von älteren Menschen auf, indem das gesamte Engagement in einer Gemeinde entsprechend koordiniert wird.» Dr. Markus Leser Leiter Fachbereich Menschen im Alter, Curaviva Schweiz Informationen Anmeldeformular und zusätzliche Informationen sind abrufbar auf Für Fragen steht Christiana Brenk, Leiterin Programm Socius, zur Verfügung. Age Stiftung Programm Socius Kirchgasse Zürich Ein Programm der In Zusammenarbeit mit

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